Einträge mit dem Tag ‘Österreich’


Bloggeritis

23. Januar 2010 von Anna
Dieser Text ist Teil 14 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die opalkatze denkt weiter über die Frage nach, warum es so wenig Alphabloggerinnen gibt und kommt beim Betrachten ihrer eigenen Biografie zu dem Schluss: Frauen drängeln sich einfach nicht so gern nach vorn.

Bloggerinnen mit einer Schwäche für Tetris, Pixelwitze und handgeschriebenen HTML-Code sucht die zauberhafte elv. Unter dem Motto „Ja, ich bekenne, ich bin ein Geekgirl” soll eine Collage geekiger Bilder entstehen.

Der VÄTER-Blog titelt: “Noch mehr Väter würden Elternzeit nehmen – wenn das Geld stimmt”.

Allgegenwärtige Klischees sind für Antje Schrupp der Anlass, von “Männer sind so” und “Frauen sind anders” wegzugehen und die politische Ebene dahinter zu betrachten. So stellt sie z.B. fest: wer Kinder betreut, wird benachteiligt. Nun müssen wir uns fragen, ob wir das wirklich wollen.

“Der Untergang der Frauenpolitik hat einen Namen”, nämlich Familienministerin Kristina Köhler, titelt der Mädchenblog.

In Österreich sorgt gerade die Sängerin Christina Stürmer mit einem Song für Furore: Sie steuerte für die PR-Kampagne “Bildungsreform für Österreich” eine Neufassung der Bundeshymne bei – bei ihr ist Österreich nicht nur die Heimat großer Söhne, sondern ebenso großer Töchter.

Die Textänderung

sorgt nun für Unmut beim Sessler-Verlag, der die Interessen der Textdichterin der Hymne, Paula von Preradovic beziehungsweise deren Erben, wahrt. Der Verlag sieht den künstlerischen Wert gefährdet und fordert von Bildungsministerium und Stürmer eine Unterlassungserklärung.

wie dieStandard.at berichtet.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Chaos in Österreich

14. Januar 2010 von Helga

Seit Beginn des Jahres gibt es in Österreich die Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, ihre Partnerschaft eintragen zu lassen. Um die Abgrenzung zur Ehe zu gewährleisten, wurde die Unterscheidung zwischen Familienname (für Eheleute) und Nachname (für Partner) eingeführt. Über die Schwierigkeiten, seinen Kindern einen Familien- oder Nachnamen zu geben, berichtete queer-news.at schon im Dezember. Ebenso ist nun völlig verwirrend, ob der neue Nachname sich nur auf gemeinsame Namen beziehen oder auch, wenn die Partner ihre eigenen Familiennamen behalten oder wie eigentlich Doppelnamen aussehen dürfen.

Mit den neuen Meldezetteln ergeben sich nun neue Probleme: Einerseits wird penibel nach verheiratet, verwitwet, in eingetragener Partnerschaft lebend oder hinterbliebener Partner getrennt – hinterbliebene Partnerinnen gibt es nicht, dafür hat jede_r außer Ledigen seine sexuelle Orientierung ein für allemal preisgegeben. Andererseits wurde das Feld „Familienname vor erster Eheschließung” dann doch vergessen und nicht angepasst.

Österreichischer Meldezettel, die Neuerungen zu eingetragenen Partnerschaften sind gelb unterlegt

Bild über ggg.at

Spannend wird es wohl noch werden, wenn die ersten Menschen verwitwet sind und dann eine Partnerschaft eintragen lassen. Oder nach einer aufgelösten eingetragenen Partnerschaft ihren neuen Nachnamen behalten und dann als Familienname nach einer Hochzeit führen wollen. Aber immerhin, so queer-news.at, sind auch die österreichischen Behörden heillos überfordert mit der neuen Regelung und schmeißen die Begrifflichkeiten noch wild durcheinander.


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