Einträge mit dem Tag ‘neue Väter’


Sexualisierte Gewalt, Sichtbarkeiten und Style – Die Blogschau

16. Januar 2016 von Charlott
Dieser Text ist Teil 291 von 295 der Serie Die Blogschau

„Nach nicht mal einer Woche präsentiert die Polizei [in Köln] stolz die ersten Tatverdächtigen. Kurz darauf werden die ersten Männer verhaftet. In der Regel dauert es in Deutschland JAHRE, bis bei Anzeigen von sexualisierter Gewalt auch nur das Geringste passiert. In meinem Falle beispielsweise passiert seit 2,5 Jahren nichts.“, schreibt Don’t Degrade Debs in ihrem Text zu Rassismus meets Rapeculture.

Und auf Identitätskritik gibt es nochmals einen sehr guten Artikel zu sexualisierter Gewalt in Deutschland, über die Vorstellung von Frauen als Besitz, das bedrohliche „Andere“ und die Mär der Falschbeschuldigungen.

Wheelymom wünscht sich mehr Sichtbarkeit behinderter Eltern – sie startete dazu eine Blogreihe.

Anja Wermann hat auf ihrem Blog eine Liste zusammengestellt mit deutschsprachigen und englischsprachigen körperpositiven Webseiten/ Blogs, sowie zu Fotoprojekten und insprierenden Persönlichkeiten.

Erst einmal ein herzliches Glückwunsch zu mittlerweile 1000 Blogeinträgen an Ein Blog von Vielen! In dieser Woche ging es unter anderem um „Erbsenmomente“ im Alltag und um „betroffene Profis„. Zu letzteren heißt es da:

Uns wird oft unterstellt einen privaten Feldzug anzuführen, der vor allem unser eigenes Wohl- und Machtbefinden zur Folge haben soll. Unser Ärger, unsere Wut über Gewalt an anderen Menschen, wird umgedeutet zu einer künstlichen Empörung oder einer pathologischen Übertragung, die letztlich wiederum uns und niemandem sonst dienen soll. Immer wieder werden wir behandelt wie jemand, der zwischen sich und anderen Menschen nicht unterscheiden kann, während er auf Parallelen deutet.

AufZehenspitzen hat die WDR-Doku „Väter – die neuen Helden“ angeschaut und sich angemessen geärgert. Diesen Ärger hat sie in ihren Text zu den „Die “… wenn man uns lässt”-Väter“ gegossen.

Auf dem Blog feministische studien bespricht Dagmar Brunow den Dokumentarfilm „Die Frauen der Solidarność“ von Marta Dzido und Claire Bond Potter schreibt zu „Books That Matter: Twenty-Five Years of Gender Trouble„.

Und zum Abschluss Style-Inspirationen von Queer Vanity: Qozmic Qandi.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blogs etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Suruç, heteronormative Asylpolitk und Zwangsregistrierung für Sexarbeit_innen – kurz verlinkt

22. Juli 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 289 von 355 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Die ZEIT veröffentlichte den Schlussvortrag der Rechtsanwälte Ernst Freiherr von Münchhausen, Onur Özata und Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler im Strafverfahren gegen Oskar Groening am 14. Juli 2015.

„Auf dem Weg in eine gerechtere Gesellschaft kann wohl kaum mehr falsch gemacht werden als damit, Väter in ihrer bisherigen Interpretation ihrer Vaterrolle zu bestärken.“ – Jochen König kritisiert den Familienbericht 2015 für den Berliner Senat.

Im August findet in Helmarshausen das Bundestreffen der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland statt. Dafür kann auch noch gespendet werden, um Menschen, die wenig Geld haben, die Teilnahme zu ermöglichen.

Seit Montag gibt es eine Online-Meldestelle (deutsch- und englischsprachig) für antisemitische Äußerungen_Angriffe in Berlin. Das Projekt, das unter anderem von der Amadeu-Antonio-Stiftung gefördert wird, hat auch zum Ziel, auf Antisemitismus im Alltag aufmerksam zu machen.

„Aggressive für Deutschland“ – das LOTTA-Magazin analysiert den Machtwechsel innerhalb der „Alternative für Deutschland“ (AfD).

„Frauen, die lange Haare haben und „weiblich“ wirken, wird ihr Lesbischsein häufig nicht geglaubt; genausowenig Frauen, die Kinder haben.“  – in einem Interview mit dem Tagesspiegel berichtet LesMigras-Mitarbeiterin Saideh Saadat-Lendle über die Situation lesbischer und schwuler Geflüchteter in Deutschland.

„Die Zwangsregistrierung für Prostituierte gab es zuletzt 1939.“: Bereits im Juni hat die Jungle World ein Interview mit Juanita Henning, Vorsitzende der Organisation Doña Carmen, zum geplanten und perfide betitelten Prostitutiertenschutzgesetz geführt.

Dr. Jamie Pax Abad hat einen Erfahrungsbericht und weitere Informationen zur Vornamensänderung in ausschließlich geschlechtsneutrale Vornamen nach dem Namensänderungsgesetz für Personen, die sich ausserhalb der binären Geschlechterkategorien identifizieren, zusammengestellt (PDF).

Noah Sows „Deutschland Schwarz Weiss“ ist seit gestern auch in neuester, überarbeiteter Version als E-Book erhältlich.

Englischsprachige Beiträge

Bei einem Bombenanschlag in der türkischen Grenzstadt Suruç wurden am Montag mindestens 32 Aktivist_innen, die einen Hilfseinsatz in Kobane (Syrien) geplant hatten, getötet und über 100 Menschen verletzt. Die New York Times, Neues Deutschland und Publikative.Org berichten über die Geschehnisse und Hintergründe. Trauer- und Protestdemonstrationen wurden derweil in der Türkei massiv von der Polizei angegriffen.

Über die spezifische Rolle weißer Frauen bei der Aufrechterhaltung von Rassismus schreibt der Atlanta Black Star.

„Vier Dinge, die du deinen Kindern genau jetzt zu Rassismus beibringen solltest“: Black Girl Dangerous listet sie auf.

BBC News berichtet über die britische Politikerin Liz Kendall, die sich gegen das Boulevard-Blatt Mail on Sunday wehrt, das sie nach ihrem Gewicht fragte: „Can you imagine the Mail on Sunday asking the weight of the prime minister, George Osborne or any other leading politician?“

Termin in Göttingen

31.07. in Göttingen: SchwarzRund liest im Kabale: Quasi, Schwarzer Frost und Poesie (Facebook-Link).


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Trübe Toiletten, traurige Väter, tolle Leggings – die Blogschau

16. November 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 229 von 295 der Serie Die Blogschau

„Es gibt hier keine trennung von kunst und leben oder lebensrealität“ – einen Bericht über das No Border Musical gibt es bei Candy Techno.

Mansplaining, Derailing und übergriffiges Verhalten sind besonders bitter, wenn sie aus dem eigenen vertrauten und sich als verbündet verstehenden Umfeld kommen, weiß Literalschaden, und wünscht sich: Überdenkt eure Solidaritäten!

Wenn Neue Väter Diskriminierungsneid und Privilegienschaulaufen mit struktureller Benachteiligung verwechseln, fließen manchmal TränenAntiprodukt wischt sie auf.  A++ Ranting reicht ebenfalls ein Taschentuch. Und einen Nachtrag, um Missverständnissen vorzubeugen.

Außerdem erklärt A++ Ranting, was gemeint ist mit der Aussage: Sachlichkeit ist ein Privileg.

Im Sitzen pinkeln ist nicht nur putzbedarfverringernd, sondern gerade deshalb herrschaftskritische Politik, weiß Laufmoos.

Leggings sind entgegen anderslautenden Gemunkels sehr wohl Hosen – und zwar ganz tolle, findet Heng.

w_ortfindungen fragt sich: Wohin geht eigentlich all meine Wut, wenn ich gelernt habe, sie maximal gegen mich selbst zu richten?

Am 11. November 2013 hat die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. sowie mehrere Einzelpersonen Strafanzeige wegen Totschlag oder Mord gegen unbekannte Polizeibeamte gestellt.

Die AG FAK (Feministisch.Aktionsbereit.Kritisch.) ruft auf: Keine Plattform für menschenverachtende Ideologien! Die für den 23.11. geplante Konferenz COMPACT  verunmöglichen!

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Geschlechtergerechte Sprache, Karrierefrauen und Hausarbeit – Kurz Notiert

24. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 138 von 355 der Serie Kurz notiert

Das österreichische feministische Monatsmagazin an:schläge präsentiert eine brandneue Homepage. Ein Abo ist strengstens zu empfehlen!

Die New York Times ist in ihrer Wortwahl oftmals mehr als daneben: Da wird Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch von Kindern auch mal „Sex“ genannt. Nun wagt die Zeitung einen kritischen Blick auf die eigene Berichterstattung.

Von minimalen Erfolgen berichtet das Handelsblatt: Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen der weltweit größten Unternehmen ist seit 2004 einer US-Studie zufolge um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen liege der Anteil bei 13,8 Prozent. Vorangetrieben wurde der Anstieg vor allem von Ländern, in denen eine Frauenquote existiert.

Zur Konstruktion von Geschlecht über die Stimme schickte uns @midnite8lue noch folgendes Video:

Erst in die Schule gehen, dann Abitur machen und schließlich studieren – für Marie Christine Lanfermann war das alles nicht ganz so einfach. Fehlende Rampen für den Rollstuhl, ewig-lange Anträge und Mobbing im Volontariat sind nur einige der Schwierigkeiten, von denen sie derWesten berichtet hat.

Ein dpa-Text über das Frauenproblem der Wikipedia geisterte dieser Tage durch diverse Medien, von heise bis zur Mitteldeutschen Zeitung. „Freundschaftsbänder und Schuhdesigner“ seien Themen, die (mangels Autorinnen) bisher noch ver­nach­lässigt seien. Helfen soll ein einfacherer Texteditor, sowie explizite Ein­la­dungen an Frauen. Ebenfalls angesprochen wird auch die „garstige Atmosphäre“ – wie sie verbessert werden soll, steht aber leider nicht im Artikel.

Im Mai erst erschien eine Auswertung des US-Fernsehens, nach der 2008 Frauen in Filmen deutlich unterrepräsentiert aber übersexualisiert waren. Jetzt ist auch die Auswertung von 2009 da, geändert hat sich nichts, so die Los Angeles Times.

Die Uni Graz hat eine hilfreiche Anleitung zum geschlechtergerechten Formulieren (PDF).

Leigh Alexander schreibt über Computerspiele und das als Frau. Für manche immer noch eine Neuigkeit, für sie selber nur noch eines: ermüdend. Denn trotz ihrer jahrelangen Arbeit wird sie immer wie auf „die Frau die über Computerspiele schreibt“ reduziert oder, schlimmer, als Auskunft für Genderthemen bemüht, wenn es doch nur darum geht, eine Entschuldigung für Vorurteile einzuholen. „Genug davon!“ meint sie bei Kotaku.

Stichwort Mythos „neue Väter“: Den Großteil der Hausarbeit verrichten immer noch Frauen, so Spiegel Online.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die erschreckend hohen Häufigkeiten, mit denen Mädchen und Frauen mit Behinderungen sexualisierte Gewalt erfahren.

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Neue Väter ohne Zeit und männlichere Duschgele – kurz notiert

18. August 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 125 von 355 der Serie Kurz notiert

Vor inzwischen schon drei Jahren startete das Missy Magazine als Alternative zu den immer gleichen Diät/Sextipps/teure Urlaubsreisen-Frauenmagazinen. Und besteht im hart umkämpften Printsegment bis heute. Zeit für Chris Köver, im Interview mit der taz zurück zu blicken.

Ebenfalls in der taz: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird fünf. Die befürchtete Klagewelle blieb aus, versuchter Missbrauch beschränkt sich auf „eine rare, ausschließlich männliche Spezies, gern mit Jurastudium, die sich mit Vorliebe auf Dutzende Posten als ‚Sekretärin‘ bewirbt“. Altersdiskriminierung ist vermehrt in den Fokus gerückt, während Rassismus kaum verhandelt wurde.

Mehr Zeit mit ihrer Familie wünschen sich viele Väter – aber selbst wenn eine Teilzeitstelle möglich wäre, bleiben die meisten beim Vollzeitjob. Warum das so ist, weiß die Süddeutsche leider nicht. Nur bei der Elternzeit, die ebenfalls nur eine Minderheit nimmt, ist klar: Männer fürchten Karriereprobleme.

Kurt Cobain ist den meisten wohl nur als zu früh verstorbener Musiker im Gedächtnis geblieben. Sein Einsatz gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie sollte aber nicht vergessen werden – Socyberty’s Kat Broderick hat Beispiele und Anekdoten zusammengetragen.

Des „Imageproblems“ von Duschgel als weiblich hat sich nun Dove angenommen. Lederstiefel und -jacken sollen Männer nun überzeugen, dass auch sie ihre Haut beim Duschen nicht nur säubern, sondern auch hydratisieren müssen. Via Sociological Images.

Mal wieder neues vom Gender Pay Gap: Dass Frauen an den Unis aufholen macht laut Feministing mehr als Sinn. Denn für das gleiche Einkommen wie ein männlicher Bachelor brauchen Frauen einen Doktortitel.

Über Geld und Einkommen spricht auch Katja Kullmann – im Interview mit diestandard.at (oder in der neuen Missy-Ausgabe).

Zwei Veranstaltungstipps nach dem Klick (mehr …)


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Kompetente Väter

14. Februar 2011 von Adele
Dieser Text ist Teil 30 von 45 der Serie Muttiblog

Ist man als Mutter mal für fünf Minuten weg, bringt der Vater aus Versehen das Kind um. Was so absurd klingt, scheint in unserer Gesellschaft eine gängige Annahme zu sein. Anders kann ich mir ein paar bemerkenswerten Erlebnisse der letzten Zeit nicht erklären.

Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Mein Mann ist derzeit viel mit dem Kind alleine unterwegs. Neulich ließ ihn eine ältere Dame beim Aussteigen aus dem Bus wissen, dass sie ihn beobachtet habe. Er mache das ganz vorzüglich mit dem Kind, eine Frau könne es nicht besser machen.

Ärgerlich finde ich im Zug die Durchsage „Liebe Fahrgäste, aufgrund von hohem Fahrgastaufkommen bitten wir Sie, freie Sitzplätze nicht mit Gepäckstücken zu blockieren. Fahrgäste mit Sitzplatz werden gebeten, diesen gegebenenfalls älteren Reisenden oder Müttern mit Kleinkindern anzubieten“. Diese Durchsage habe ich in den letzten 4 Monaten, seit ich jeden Beginn des Wochenendes in vollen Zügen genieße, schon mehrmals gehört. Sie steht also offensichtlich so im Handbuch, Väter mit Kleinkindern existieren scheinbar nicht.
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„Ich kann heute nicht arbeiten, ich bin noch queer!“ – die Blogschau

15. Januar 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 71 von 295 der Serie Die Blogschau

L-Talk stellt die Feministin Kasha Jacqueline aus Uganda vor, die die Organisation “Freedom and Roam Uganda (FARUG)” gründete, die einzige Interessenvertretung für Lesben, bisexuelle und transsexuelle Frauen in Uganda.

Die transidente Frau Michaela erzählt auf ihrem Blog Erlebnisse und Gedanken von ihrem ersten Tag als Frau im Büro.

Auf wider die Natur findet ihr eine Kritik an einem Plakat der Antifa in Leipzig: Angeprangert wird der Sexismus, mit dem für eine Demo geworben wird.

Ninia LaGrande greift den FAZ-Artikel „Der eilige Vater“ auf: „Intensiv Papa sein – Oder: Wie die FAZ Väter diskriminiert.

Mit dem gleichnamigen Buch untersucht Caroline Stern das Thema Intersexualität aus historischer, medizinischer und sozialpsychologischer Perspektive. Sie hinterfragt, wie mit den betroffenen Menschen umgegangen und über sie bestimmt wird. Dazu lässt sie auch Betroffene und deren Eltern zu Wort kommen und entwickelt Handlungsoptionen für eine zukunftsweisende Sozialarbeit, wie auf Kitty ISt zuhause nachzulesen ist.

„Wenn Homosexualität eine Krankheit ist, dann lasst uns alle bei der Arbeitsstelle anrufen und uns queer melden: ‚Hallo, ich kann heute nicht arbeiten, ich bin noch queer!'“ – gefunden auf awesome.blogsport.de.

Christian ist in seiner Arbeit mit Jungen mit dem Song „Du bist hässlich“ konfrontiert und fragt sich auf Jungenarbeit und Jungenpädagogik: Was macht man nun pädagogisch damit, wie interveniere ich am besten?

Wärmstens empfehlen kann ich euch E:phi=log, auf dem ihr eine Menge witziger Comics findet, die auch zum Nachdenken anregen. Mein Favorit in dieser Woche: die gute Arielle, die böse Ursula und wie Disney uns beibringt, „gut“ von „schlecht“ zu unterscheiden.

Auf Puzzleteile fragt Paula: „Muss ich es denn ‚Feminismus‘ nennen?

Wer Podcasts mag, sollte mal bei heiter scheitern vorbeischauen. Im aktuellen Podcast geht es um das Video-Projekt It Gets Better, welches kritisch beleuchtet wird.

Liebe Berliner_innen: Das Ruby Tuesday Rock Camp für Mädchen ist für den Wettbewerb „Ideen Initiative Zukunft“ nominert worden und wird sich in der Zeit vom 13.-26. Januar in der dm-Filiale im Ring Center in Berlin Friedrichshain mit zwei anderen nominierten Projekten präsentieren. Wenn das Projekt die meisten Kund_innen-stimmen bekommt, erhalten sie 1.000 Euro!

Zuletzt ein Tipp von einem Rotschöpf – etwas Schwärmen muss erlaubt sein! – Kweens hat eine Reihe rothaariger Damen für uns zusammengetragen.

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Väter ohne Zeit

28. September 2010 von Adele
Dieser Text ist Teil 17 von 45 der Serie Muttiblog

Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

60% der Männer geben laut Familienreport des Familienministeriums an in Elternzeit gehen zu wollen, wenn sie Kinder haben. 18,5% tun es wirklich, ¾ davon nur die minimal notwendigen 2 Monate um Elterngeld zu beziehen. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie es Väter gibt. Irgendwo müssen die 67% der elternzeitwilligen aber nicht-Elternzeit-nehmenden Männer ja abbleiben.
Ich habe mich in meinem Umfeld mal Ursachenforschung betrieben und festgestellt, dass es immer wieder individuell sehr nachvollziehbare Argumente gab, die die Absprachen, die vor der Zeugung/Geburt bezüglich Vätermonaten getroffen wurden, plötzlich obsolet machten.

Und auch ich musste feststellen, dass meine klaren Vorstellungen von der 50/50 Aufteilung der Elternzeit durch äußere Umstände auf 90/10 verschoben wurde. Nach 7 Monaten Mutterzeit hatte ich leider noch keinen Job, so dass die Vätermonate immer weniger wurden. Kann mein Mann nichts dafür und er war es auch, der mich dann gedrängt hat, deutschlandweit nach Jobs zu schauen. Im Endeffekt bin ich 13 Monate nach der Geburt zu Hause geblieben, mein Mann macht 2 Monate Elternzeit. allerdings kann ich ihm aber zu Gute halten, dass er seit September alleinerziehend ist, während ich 5 Tage in der Woche 400 km weit weg arbeite. Man kann aber auch die Frage stellen, warum er nicht genauso ein Jahr Elternzeit nimmt und wir gemeinsam in einer Stadt leben, finanziell wäre das sogar möglich. Ihr erratet sicher, mit welchem Argument diese Möglichkeit verworfen wurde: „In meinem Job kann ich es mir nicht leisten, ein Jahr auszusteigen.“

Bei einer anderen Familie gab es pünktlich, als das Kind 9 Monate alt war, ein Jobangebot, welches der Vater auf keinen Fall ablehnen konnte und sofort annehmen musste, weshalb die vereinbarten 2 Vätermonate, die dazu dienen sollten, dass die Frau stressfrei wieder in ihren Job einsteigen kann, natürlich auf keinen Fall drin sind. Stattdessen kann er sich voll auf seine Einarbeitung konzentrieren und die Frau steigt nun in Halbzeit wieder ein. Das perfide an der Situation: Ihr fehlen noch ein paar wenige Arbeiten, um eine bestimmte Qualifikation zu erlangen, die notwendig ist, um in ihrem Job weiterzukommen. Er hat diese Qualifikation bereits, weshalb er auch diesen neuen tollen Job angeboten bekommen hat. Einfach nur, weil er ein bisschen weiter in der Ausbildung und nicht schwanger war (während der Schwangerschaft darf man diese Arbeiten, die noch fehlen, nicht machen) ist er jetzt in der Lage, ihr die berufliche Laufbahn noch schwerer zu machen. Die Verantwortung eine Kinderbetreuung zu finden, liegt natürlich zu 100% bei ihr, schließlich will sie wieder anfangen zu arbeiten.

Beides individuelle Beispiele, die zeigen, dass es IMMER gute Gründe geben wird, warum die Männer weniger Elternzeit nehmen als die Frauen


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Fundstücke aus der Blogosphäre

18. September 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 63 von 295 der Serie Die Blogschau

Ob sexuelle Orientierung oder ultrareaktionäres Frauenbild – Petra van Cronenburg wünscht sich weniger Schubladen und Grenzen in der Literatur.

Im mädchenblog schreibt Kerstin über die kulturelle Betrachtung der Menstruation, von der Bibel bis(s) zu Twilight.

Die Kaltmamsell sinniert auf der Vorspeisenplatte über ihren Integrationserfolg (Abzüge wegen mangelndem Okotberfestenthusiasmus) und versucht sich im Netzwerken (durchaus erfolgreich).

Das Netzwerken ein Stück vorantreiben will Annina und stellt mit Girls Can Blog etwas Neues auf die Beine: Das Girls Can Blog Forum. Hereinspaziert und angemeldet!

Links sind verschiedene rosa Karten zur süßen Geburt des Mädchens, rechts hellblaue Glückwunschkarten zur tollen Geburt des Jungens

Foto über Nusenblaten


Markus von Nusenblaten war in der Kartenabteilung Karstadts

Ein neuer Beitrag im Blog Was ist der Streiwert? stammt von Katrin, die sich mit den Forderungen der Männerrechtler auseinander setzt.

Rassistische und religiöse Diskriminierung werde in Österreich zum Glück strafrechtlich verfolgt. Außerhalb des Arbeitsplatzes dürfen Homosexuelle aber diskriminiert werden. Davon gingen schließlich keine „gefährlichen Nah- und Fernwirkungen“ aus, berichtet queernews.at.

Werden sich Designerkollektionen in Übergröße und Models jenseits der Kleidergröße 36 tatsächlich durchsetzen oder bleibt es bei PR-Aktionen? Diese Frage stellt Katrin vom Hobbyweltverbesserer-Blog.

Fans US-amerikanischer Fernsehserien mit Qualitätsanspruch, etwa „The Wire“ oder „Mad Men“ (ab Ende Oktober auf ZDFneo) sucht Claudia Minet für ihre Diplomarbeit. Previously… weist auf ihre Umfrage hin.

Das Gunda-Werner-Institut veranstaltet vom 28. bis 30. Oktober eine Konferenz zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325 – „Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden – Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauen“. Für die mediale Berichterstattung auf Gender is Happening werden dazu noch Blogreporter_innen gesucht.

Die Fachtagung „Neue Väter hat das Land?!“ am 23. November in der Fachhochschule Frankfurt am Main stellt der VÄTER Blog vor. Dort geht es etwa um Familienpolitik oder neue Väter mit Migrationshintergrund.

Schließlich hat die AG Queer Studies ihr Programm fürs Wintersemester fertig. Hamburger_innen erwarten mittwochs um 19 Uhr Vorträge u.a. zu Homosexualität in Mangas und Fanfiction, Behinderung/Disability Studies oder Geschlechterforschung in der Nanotechnologie.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Zum morgigen Vatertag

12. Mai 2010 von Helga

Während der Muttertag heutzutage mehr Shoppingevent als Zeit der Anerkennung ist, sieht man am Vatertag meist Horden betrunkener Männer mit Bollerwagen. Oft genug auch ohne einen einzigen Papa dabei zu haben. In Köln wollen morgen, am 13. Mai, nun engagierte Väter für einen echten Vatertag werben, wie der VÄTER Blog berichtet:

Bekleidet mit orangefarbenen T-Shirts verteilen die aktiven Väter an Väter im Kölner Rheinpark Papiertaschentücher. Für die Rotznasen und Tränen der Kinder – und als kleine Anerkennung für eine fürsorglich ausgefüllte Vaterrolle.

Für das nächste Jahr planen die Veranstalter von Väter in Köln e.V. dann einen Aktionstag für Papas und Kinder. Treffpunkt ist die Rheinpark-Eingang Zoobrücke um 14 Uhr. Dazu geht dann auch die Homepage www.kölnerväter.de online.


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