Einträge mit dem Tag ‘Nerds’


Körper(teile) und Kampagnen – die Blogschau

11. März 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 148 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Warum sie sich in letzter Zeit so selten auf die Waage gestellt hat und das auch weiterhin so handhaben wird, erzählt Mademoiselle Nocturne.

Trotz aller gelegentlichen Freude an sogenannter Trivialliteratur befindet Wort­wolke: Die bekannte Romanfigur Bridget Jones räkelt sich auf einem “Eisberg aus Homophobie, Sexismus, Rassismus und Rape Culture“. Herzlich Willkommen in der Blogosphäre!

Das Autonome FrauenLesben-Referat der Uni Frankfurt nimmt Stellung zum Ver­kauf des Instituts für vergleichende Irrelevanz an einen privaten Investor und ruft auf zur Unterstützung, damit die bisherige erfolgreiche Nutzung für die queer­femi­nistische, anti­sexistische Arbeit auch weiterhin möglich ist.
Privatisierung und Kommerzialisierung olé: Der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will das Unternehmerinnenzentrum und Atelierhaus Sigmaringer1 ver­kaufen. Dort herrscht nicht zuletzt Ärger darüber, dass im Zuge des Kampfes gegen den Verkaufs die Gründerinnen, Unternehmerinnen, Investorinnen und Mieterinnen in ihrer Leistungs­fähigkeit nicht ernst genommen und abgewertet würden: „Wir arbeiten vernetzt, kooperativ, hierarchiefrei – wir sind die Zukunft des Arbeitens. Und ich finde es deshalb hochgradig ärgerlich, dass man uns seitens des Bezirks behandelt, als wären wir Transfer­leistungs­empfängerinnen, die auf Wohltätigkeiten des Bezirks angewiesen ist.“

Ist nicht die ganze Welt ein Stillraum? Darf und soll frau überall stillen? Und wenn ja, will sie das überhaupt? Fragt feministmum sich und euch. (weiterlesen …)


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Frauen als Computer und weibliche Nerds

2. März 2011 von Helga

Im der Blogschau berichteten wir von Piratenkeks’ Rant über die Unsichtbarkeit weiblicher Nerds, von der Unsichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen ganz zu schweigen.

Heute gibt es daher noch mal drei spannende Geschichten. Leser Timo schickte uns den Hinweis auf das aktuelle Linuxjournal. Auf dem Cover und im Interview ist Angela Byron. Sie ist eine der Entwickler_innen von Drupal, einem Open Source Content Management System. Im Interview erzählt sie über den Zustrom an Frauen im Drupal-Projekt und wie sie ihre Unsicherheit als Programmiererin (vermutlich ein Fall von Imposter/Betrüger-Syndrom) überkam.

Lange bevor Computer in jedem Haushalt standen, wurden Rechenoperationen noch von „menschlichen Computern“ durchgeführt. So berechneten rund 100 Mathe­matikerinnen die Flugbahnen von Geschossen für die amerikanische Armee. In dem Film “Top Secret Rosies” erzählt LeAnn Erickson ihre Geschichte und wie ihre Forschung schließlich zur Entwicklung von ENIAC führte. Einge der “Rosies” arbeiteten später als Programmiererinnen dieses ersten elektronischen Universalcomputers.

Via twitter.com/MrsB_Est1892 kam außerdem der Hinweis auf einen Spektrum-Artikel über die Strukturbiologin Ada E. Yonath. Ihr Ziel war die Kristallisierung von Ribosomen, um so deren räumliche Struktur aufzuklären. Ribsomen sind große Moleküle, an denen aus einzelnen Aminosäuren ganze Proteine zusammengesetzt werden. Aufgrund ihrer Größe galten sie jedoch als zum groß für die Kristallisierung. Gegen viel Widerstand und obwohl sie als Verrückte verlacht wurde, forschte Yonath stetig weiter und erreichte endlich im Jahr 2000 ihr Ziel. 2009 erhielt sie dafür den Nobelpreis für Chemie. Den entscheidenden Hinweis lieferten übrigens Bären, die während ihres Winterschlafs ihre Ribosomen ganz dicht zusammenrücken – genau der Mechanismus, der für die Kristallisierung entscheidend war.


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Weibliche Nerds und ritterlicher Widerstand – die Blogschau

26. Februar 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 97 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Berlinale ist zu Ende, zu gucken gibt es aber noch einiges, zu lesen auch. Wenn Euer Blogbeitrag in dieser Blogschau fehlt, schreibt ihn in die Kommentare.

Auf einen neuen Film über feministische Kunst weist annalist hin. !Women Art Revolution von Lynn Hershmann wurde auf der Berlinale vorgestellt – Barbara Mürdter und Diana McCarthy haben sie auch noch für reboot.fm interviewt. Darüber hinaus ist mit RAW/WAR ein Internet-Archiv für Kunst von Frauen entstanden.

Einen Beitrag der arte-Serie X:enius über Intersexualität verlinkte und kommentierte zwischengeschlecht.org:

Der Piratenkeks regt sich über einen Schulspiegel-Artikel auf. Danach gibt es keine weiblichen Nerds, sondern Frauen nur als hübsche Deko erfolgreicher Nerds.

Über eine Initiative von nerdigen Frauen berichtet side-glance. Die Ada-Initiative will interessierten Organisationen und Frauen helfen, sich mehr in Open Technology und Culture-Projekten einzubringen.

Über den Schulspiegel hat sich auch Paula auf Puzzlesteile aufgeregt, allerdings über die klischeehafte Darstellung männlicher Au-Pairs. Sie fordert: Männer, werdet Au-pair!

Das Transsexuellengesetz ist mal wieder gekippt worden – die Einschätzung von Psychiater_innen könnte dabei aber noch wichtiger werden. Der ATME e.V. sammelt derzeit Berichte von Betroffenen, die vorgestellten Beispiele, wie nackt durch den Raum zu laufen oder stundenlang über seinen Intimbereich zu sprechen, klingen bereits furchtbar.

Vor seiner schwangeren Freundin zu fliehen ist der neueste „Gag“ in der Easyjet-Werbung. Knut Pankrath fand das nicht so witzig und hat nachgefragt. Antwort: Alles Ironie natürlich, Augenzwinkern und so. Klarer Fall von Retrosexismus.

Trouble X hat einen neuen Comic veröffentlicht, es geht um „nette“ Menschen, die sich selbst für ihre Offenheit feiern, statt sich wirklich für marginalisierte Personen zu interessieren.
Panel aus einem Comic von Trouble X

Kommentieren auf Blogs – das Khaos.kind hat sich dieses ewigen Themas ein weiteres Mal angenommen.

Girls Can Blog hat eine weitere Autorin der Mädchenmannschaft interviewt: Magda!

Auf dem mädchenblog erläutert leonie, warum der „Gender-Kokolores“ nötig ist. Im Focus hatte mal wieder jemand gefordert, Männer sollten sich „ritterlich“ dagegen stemmen, wäre auch besser für die Frauen. Die wollten echte Gleichberechtigung eigentlich ja auch nicht.


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Von weiblichen Nerds und feministischen Ehefrauen

4. November 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 65 von 153 der Serie Kurz notiert

In der taz könnt ihr ein Interview mit der ugandischen Juristin Jane Adong Anywar lesen. Sie hat eine Initiative gegründet um Opfern von Vergewaltigung zu helfen, denn diese seien durch die UN-Resolution 1325 nicht ausreichend geschützt.

Spiegel Online beklatscht die Pariser Künstlerinnenschau im Centre Pompidou.

Fellowship of FSFE führte ein Interview mit Leena Simon über freie Software und Frauen in Nerdumgebungen.

Feminismus und Hochzeit gehen nicht zusammen? Anushay Hossain erzählt auf dem MsMagazineBlog eine andere Geschichte.

In den USA fanden Dienstag die Kongresswahlen statt. Die Ergebnisse dürften die Anhänger_innen der demokratischen Partei nicht gerade glücklich stimmen: Obama verlor die Mehrheit im Repräsentantenhaus und hat nur noch eine knappe Mehrheit im Senat. Im Juni berichteten wir bereits über einige der konservativen Politikerinnen, die sich um einen Sitz als Gouverneurin oder Senatorin bewarben. Von den drei vorgestellten Frauen war lediglich Nikki Haley erfolgreich, die nun Gouverneurin von South Carolina ist. Gute Nachrichten trotzalledem: es gab einige Lichtblicke für LGBT, wie Queernews.at berichtet.

Wer die NEON liest, ärgert sich vielleicht genau wie Charly über den Artikel “Das Busenwundern” über so genannte “Modelesben” in der letzten NEON-Ausgabe.

Vergangenen Freitag verbrachten Magda, Verena und Nadine von der Mädchenmannschaft ihre Zeit auf dem Genderkongress der Bundeszentrale für politische Bildung mit spannenden Vorträgen und kontroversen Diskussionen zu Geschlechterpolitik, Körperwissen und Rassismus. Die Missy-Magazine-Crew übernahm die Konferenzdokumentation. Halfjill hat auf Afrika Wissen Schaft mit einer eigenen Nachlese begonnen. Wer mehr über die Referent_innen und ihre Themen, Theorien und Texte erfahren will, kann sich im Reader umschauen.

Aktuelle Termine zu feministischen Veranstaltungen, die ihr gerne in den Kommentaren aktualisieren oder ergänzen könnt, findet ihr hier.


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Gendercamp!

10. Mai 2010 von Nadine

Gendercamp Seit gestern Abend bin ich zurück vom Gendercamp in Hüll bei Hamburg und noch total neben der Spur. Das Gendercamp war nicht nur inspirierend, sondern schlicht und ergreifend: großartig.

Kurz noch einmal zur Erklärung: das Gendercamp ist ein Barcamp, das gender- und/oder (queer-)femistisch Interessierte für drei Tage in die norddeutsche Provinz einlud, um sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, bereits laufende Projekte im Web weiter auszubauen bzw. voranzubringen, neue Projekte zu starten, über alle Themen zu sprechen, die die Besucher_innen interessieren, etc. etc. Es gibt im Vornherein keinen festen Ablauf und/oder lediglich grobe Themen, alles wird spontan und vor Ort von allen geplant und durchgeführt.

In der Tat waren die drei Tage äußerst kreativ: Die Ergebnisse unserer geistigen und handwerklichen Ergüsse können auf dem Sammelblog des Gendercamps bewundert und weitergedacht werden. In den kommenden Monaten sollen spannende (und witzige und nerdige und queere und hackige und subversive) Projekte entstehen, mitwirkende Hände und Köpfe sind herzlich willkommen. In der Mixxt-Community sind ebenfalls alle Interessierten eingeladen, sich auszutauschen oder an der Planung des Gendercamps im kommenden Jahr zu beteiligen! Mitorganisator des diesjährigen Gendercamps Henning hat außerdem auf seinem Twitteraccount (@plastikstuhl) alle twitternden Gendercamper_innen gesammelt.

Ein dickes Lob noch einmal an die Veranstalter_innen und an das ABC in Hüll. Die Location war ein Traum (siehe Foto), Essen und Betreuung spitzenmäßig und selbst die leidige W-LAN-Thematik wurde besser gelöst als auf der re:publica. Was fehlt noch? Das Menschliche. Ich hätte mich gern herzzerreißend über alle Teilnehmenden geäußert, doch Leahs Worten ist nichts hinzuzufügen.


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