Einträge mit dem Tag ‘Natasha A. Kelly’


Rechte Gewalt, Problematiken um den Eurovision und wütende Jüdinnen- kurz verlinkt

3. Mai 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 347 von 364 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Heute würde May Ayim 57 Jahre alt werden. Sônia Kewan vom Missy Magazine spricht mit Natasha A. Kelly über die Performance „M(a)y Sister“, die heute aufgeführt wird, und inwiefern May Ayims Werk und Engagement bis heute für Schwarze Frauen in Deutschland relevant ist.

Bell Tower hat eine Presseschau zum 1. Mai zusammengestellt: Unter anderem geht es um den versuchten Todschlag durch Rechte nach der Verhinderung ihres Aufmarschs in Halle.

Welche (bildlichen) Darstellungen von Jüd_innen gibt es eigentlich? Debs wünscht sich auf Don’t Degrade, Debs mehr Optionen: „Wir brauchen Bilder von Jüdinnen, die nicht (mehr) nett und „nur“ klug sind. Ich will die Abwehr und die Abneigung, den Frust, die Verletzung sehen, weil sie da sind. Ich will wütende Jüdinnen in Kampfpose. Nicht nett sondern aufbegehrend, nicht (nur) intellektuell, nicht vergeistigt sondern als Verkörperung von Kraft und Stärke, physisch, greifbar, schmerzhaft. Ich will schreiende Jüdinnen, mit erhoben Fäusten, wütenden Blicken, kampfbereit, widerständig.“

„1991 schrieb Donna ihre Autobiografie, “Nobody Nowhere”, das erste von neun Büchern. Es war die erste autistische Autobiografie, die zum internationalen Bestseller wurde.“ – Colin Müller schreibt auf Autismus Kultur einen Nachruf auf Donna Williams, deren Autobiografie “Nobody Nowhere” die erste autistische Autobiografie war, die zum internationalen Bestseller wurde .

„Eurovision ist eine Herausforderung für die verwundbarste Bevölkerung in Kyiv. Während Medien „das Fest der Vielfalt“ besingen, haben wir als unabhängige aktivistische Gruppe eine Quelle geschaffen, um über unsere Sorgen zu informieren. Homophobie, Rassismus, Ableism – ist die einzige Vielfalt, die wir bei der Vorbereitung auf die Eurovision sehen.“ schreiben die Aktivist_innen auf dem Blog eurovisionsongcontest.noblogs.org

Claire Horst war in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung zur Buchvorstellung „Die Deutschen und ihre Kolonien“ – und fand Narrative, in denen Rassismus nicht einmal erwähnt wurde, aber Raum für die positiven Seiten des Kolonialismus war und der Mord an zehntausenden Herero und Nama als „Auseinandersetzung“ deklariert wurde. Ihre Beschwerde an die Verantwortlichen dokumentiert sie auf ihrem Blog.

Hab keine Angst“ von Dr. Zahide Özkan-Rashed ist ein berührendes und
authentisches Buch über Interkulturalität, Migration und das
Miteinander verschiedener Nationen.

Termine in Berlin, Halle, Heidelberg und Kiel

5.-7. Mai in Halle: Konferenz junger politischer Frauen mit Workshops und Diskussionen.

11. bis 14. Mai in Berlin: XPOSED International Queer Film Festival.

13. Mai in Berlin: Das Queer Zine Fest Berlin steht wieder an. Table können noch angemeldet werden.

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

15. – 18. Juni in Heidelberg: Das Lady*fest Heidelberg findet statt!

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln. (Es werden noch Leute zum Mitmachen gesucht!)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Das literarische Jahr 2016 – deutschsprachig aus Schwarzer Perspektive

14. November 2016 von Gastautor_in
Dieser Text ist Teil 119 von 131 der Serie Die Feministische Bibliothek

SchwarzRund kam als Schwarze Deutsche Dominikaner*in mit drei Jahren nach Bremen, lebt seit fast zehn Jahren in Berlin. Seit 2013 publiziert sie auf ihrem Blog schwarzrund.de und in diversen Magazinen. Mehrdimensionale Lebensrealitäten inner- und außerhalb von Communitys verhandelt sie in Performance-Texten, Vorträgen und Veranstaltungsreihen. Gerade erschienen ist ihr Roman „Biskaya“, ein afropolitaner Roman über das Leben von Schwarzen Menschen in Berlin. Folgende Büchersammlung erschien zuerst auf SchwarzRund:

2016 ist, wie jedes Jahr, ein Jahr, in dem weiße Vorherrschaft viel politischen Mist produziert, aber eben auch künstlerisch Schwarze Perspektiven nicht mitverhandelt. Doch wie immer gilt: Schwarze Menschen schaffen es deswegen/daraus/trotz allem und weiterhin ihre Perspektiven selbst in die Welt zu bringen. Außerdem gewinnen Schwarze Menschen auch den Bachmannpreis 2016, Sharon Dodua Otoo übertraf mit Ihrem Text „Herr Gröttrup setzt sich hin Maßstäbe, die die Jury sich nichtmal hätte erdenken können. Hier die Veröffentlichungen, von denen ich mitbekommen habe, bitte kommentiert damit ich die Liste ergänzen kann! Ich habe nicht alle Bücher gelesen, daher kann ich für nichts garantieren.


Talking Back – Strategien Schwarzer österreichischer Geschichtsschreibung
Claudia Unterweger, 19,95€ kaufen

Lese ich gerade, es folgt dann mein Eindruck.

 

 

 

 


gummiband-familien – rubberband families D/engl

Familienbuch von WoMANtís RANDom, 18€ kaufen.
Ein Familienbuch mit großartigen Illustrationen, Suchspielen, neuen Worten und Details zum verlieben!

 

 

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Die Einkaufsgenossenschaft antirassistischen Widerstandes EDEWA öffnet ihre Pforten

5. November 2012 von Anna-Sarah

Am 02.11. eröffnete in Berlin die Ausstellung Einkaufsgenossenschaft antirassistischen Widerstandes EDEWA. Das Wort „Einkaufen“ und diese Abkürzung, da kommt euch irgendwas bekannt vor? kein Zufall: Obwohl Supermärkte trivialer kaum sein können, spiegeln sie wie kein anderer Ort die Alltäglichkeit von Rassismen und Sexismen wider. EDEWA möchte wirkmächtige Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnisse, die Herstellung und Verkauf bestimmen, sichtbar zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig verfolgt sie das Ziel, den langjährigen antirassistischen und antisexistischen Widerstand einzelner Gruppen und die historischen Kämpfe einzelner Feministinnen wahrnehmbar und erfahrbar zu machen.

Die Macher_innen schreiben:

Grundlegendstes Ziel unserer Ausstellung ist es, Rassismen und damit verbundene Sexismen innerhalb unserer mehrheitlich weißen Gesellschaft aufzudecken. Oftmals werden diskriminierende und rassistische Konzepte völlig unreflektiert und unwissend im Alltag verwendet.

Es ist unser höheres Ziel, unsere Besucher_innen dazu zu ermutigen nicht einfach ihre Teilhabe an besagten rassistischen Strukturen zu erkennen, sondern sich darüber hinaus zu fragen, was sie im Alltag tun können um Widerstand zu leisten beziehungsweise rassismus-frei zu handeln. Sie sollen in der Lage sein Rassismen nicht mehr weiter durch ewige Unwissenheit und Reproduktion am Leben zu erhalten. Wir möchten ihnen Wissen vermitteln, welches für sie das grundlegende Werkzeug hierfür bildet. Zudem möchten wir, dass sich unsere Besucher_innen ungeachtet ihrer sozial-politischen Positionierung als Akteur_innen verstehen, die durch ihre Handlungen Veränderung bewirken können.

Zur Ausstellung, die aus einem Seminar von Natasha A. Kelly hervor gegangen ist, gibt es ein Begleitprogramm mit Workshops und Performances.

EDEWA Einkaufsgenossenschaft antirassistischen Widerstandes
noch bis Mittwoch in der Trautenaustr. 5, Berlin. Ab dem 9.11. dann Roma Aether Theater, Boddinstr. 5, Berlin
Anmeldung für Workshops und Führungen: edewa@gmx.de


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