Einträge mit dem Tag ‘nackte Haut’


Nackt ins Museum

6. April 2009 von Barbara
Dieser Text ist Teil 30 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Danke an M. für die hübsche Postkarte!


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It’s Sexytime! – Erotik für Frauen (Teil III)

28. Oktober 2008 von Katrin

Jungsheft Dieses Mal sollte es also richtig zur Sache gehen: “Porno für Mädchen”, auch bekannt als das Jungsheft, stand auf dem Plan. Und ich muss sagen, ich habe mich schon einige Wochen auf den Erwerb des Heftchens gefreut, über das ich nun schon ziemlich viel in den Medien gelesen hatte. Am Freitag war es dann so weit: Im “Kaufhaus der Berliner”, vertrauensvoller Dealer dieser kleinen Schlüpfrigkeit, erstand ich das aktuellste, gerade frisch eingetroffene Exemplar des Jungsheft (und ein Giddyheft – also Porno für Jungs – gleich mit, es sollen hier zu Hause ja alle Geschlechter auf ihre Kosten kommen!). Und so sieht es aus:

Neben den Fotoreihen nackter Jungs (“Lecker Jungs”) wurde das Problem Blasenentzündung samt möglicher Heilmethoden beleuchtet, es wurde die Band “The Teenagers” interviewt (sie waren leicht verwirrt von dem Blättchen, in dem sie erscheinen würden, aber das nur nebenbei), eine Bordellmanagerin berichte über ihre Lebenserfahrung und ihren außergewöhnlichen Beruf, daneben gab es einen Kalender für 2009 (mit “lecker Jungs” drauf) und dann noch eine Anleitung zum Vagina-Lesen: Was also sagt uns die äußerliche Form unserer Genitalien über unseren Charakter. Nun, man sieht schnell: Eigentlich geht es doch in erster Linie um die nackigen Jungs. Der Rest ist zwar nettes Beiwerk, aber weder intellektuell noch stilistisch noch sonst irgendwie groß bewegend oder tiefgründig. Macht auch nix.

Die “lecker Jungs” sind wirklich ganz lecker, also einer zumindest, die anderen waren leider nicht so recht mein Fall, aber gut. Das ist wohl Geschmacksfrage. Ich habe im Kalender gesehen, dass in der Vergangenheit wohl schon auch leckerere (also eher meinem Geschmack entsprechende) Jungs dabei waren. Insgesamt aber ist das Konzept sehr angenehm, da vor allem ganz normale Jungs, und zwar die, die sich freiwillig dort melden, Jungs, die uns im Supermarkt über den Weg laufen könnten, ohne großen fotografischen Schnickschnack und erst recht ohne Photoshop abgebildet werden. Das ist wahnsinnig sympathisch und tut sehr gut. Das Giddyheft verfolgt das gleiche Prinzip.

Also: Keine große feministische Meisterleistung im Sinne von: “Oh, wie wahnsinnig politisch und intellektuell” aber sehr wohl eine gute Idee, angenehm anzusehen und natürlich. Deswegen, und weil das Giddyheft auch einen Anhänger gefunden hat, werde ich wohl nicht das letzte Mal im “Kaufhaus der Berliner” gewesen sein.

Erotik für Frauen II: Sex – So machen’s die Frauen
Erotik für Frauen I: Alley Cat


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Erotik in der Werbung

30. Juli 2008 von Susanne

Unser Leser Pat fragt:

Unter welchen Umständen geht die Darstellung von nackten oder leichtbekleideten Frauen (oder auch Männern?) in Ordnung und unter welchen Umständen nicht?

Um gleich mal in die Diskussion einzusteigen: Für mich ist ein plausibler Grund für Erotik in Werbeanzeigen oder -clips, wenn damit Erotik beworben wird. Nackte Haut ist okay, wenn es auch um Haut, z. B. Cremes etc. geht. Ansonsten kommt es bei mir gleich in die Schublade “Die billige Sex-sells-Tour”. Erotik und Nackedeis mögen “in Ordnung” sein oder auch nicht, auf jeden Fall bringt mich Erotik in Werbung für stinknormale Produkte stets zum Gähnen und macht mir die Firma, die da wirbt, ein bisschen unsympathischer. Weil sie offenbar nur Langweiler und Langweilerinnen in ihrer Werbeabteilung sitzen haben.

Foto: Immer wieder schön z.B. der Stern, der auch noch das blödste Thema (hier: Diät) mit ‘ner Nackten verkauft. 


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Meine Brüste gehören mir

28. Juli 2008 von Meredith

Keira Knightley, Mann. Bisher war mir die Schauspielerin eher negativ durch ihre dominante Schnute und Bambihaftigkeit aufgefallen, aber es stellt sich raus: Bambi hat Schmackes.

Laut Medienberichten wollten die Marketingleute ihres neuen Films “The Duchess” Knightleys – natürlicherweise minigroße – Oberweite um einige Körbchen raufshoppen. Doch Knightley gab die Bilder nicht frei. Obwohl sie nach eigener Aussage “wirklich gerne Brüste hätte”, steht sie lieber zu dem, was sie hat. Bei der Werbung für den Film “King Arthur” war aufmerksamen Beobachtern schon aufgefallen, dass die Grafiker Knightley extra Holz vor die Hütte gezaubert hatten.

Damals winkte die Schauspielerin nur ab, diesmal macht sie nicht mit. Wie ätzend das auch sein muss, wenn irgendwelche Grafik-Werbe-Fritzen meinen, sie müssten den eigenen (ohnehin spitzenmäßigen) Körper irgendwie verändern. Von der giftigen Botschaft, dass eine Frau nur herzeigbar sein soll, wenn sie Titten hat, mal ganz abgesehen.

Applaus für KK, oder wie?

Bild: (NYdailynews.com)


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Hässliches Kleid – ab mit dir ins Gefängnis!

15. Mai 2008 von Meredith

Das fast riesigste Ding in den USA – neben Wahlkampf, Waffen und Geschlechtskrankheiten – ist die Prom, das große Schuljahresabschlussfest, dass die Oberstufen der amerikanischen High Schools traditionell ausrichten. Wir Mitteleuropäer kennen die Extravaganza aus High School-Filmen, wo es oft darum geht, dass irgendwelche hässlichen Entleins von tollen Quarterbacks eingeladen werden und dann die Königinnen des Abends werden und ihre Jungsfäulichkeit unter dem Buffet verlieren o.Ä.

Das wichtigste an der Prom ist das Kleid. Es wird mindestens ein Jahr im Voraus geplant (gemeinsam mit dem Date, der Limousine und dem Gesteck und der Mani/Pedi) und kostet normalerweise ein Vermögen, weil es aus viel Stoff und einem raffinierten Schnitt bestehen muss. Für Amerikanerinnen ist dieses Kleid so essenziell, dass zum Beispiel ich, die ich ja nie in den USA gelebt habe, mit 16 ebenfalls mein Prom Kleid plante, in der vollkommen abwegigen Hoffnung, dass sich mir irgendwie eine Gelegenheit bieten würde, es zu tragen.

Die Schülerin Marche Taylor wurde letzte Woche vor ihrer Prom verhaftet, weil sie ein falsches Kleid anhatte. Es bestand weder aus viel Stoff und der Schnitt, naja, war eher reduziert als raffiniert. Seht selbst:

Der Türsteher wollte Marche damit nicht einlassen wg. zuviel SEXY und als sie Stress machte, rief er die Polizei und das Mädchen wurde in Handschellen auf die Station gebracht. Ich meine, bloß weil jemand ein hässliches Kleid anhat, wird sie in-haf-tiert. Ach ja, das Land der unbegrenzten Freiheit.

Aber mal ernsthaft: Es kann ja wohl nicht angehen, dass man überall und ständig halbnackte Frauenkörper sieht, die für Produktwerbungen eingesetzt werden und post-pubertären Mädchen dann der Eintritt auf ihr eigenes Abschlussfest verwehrt bleibt – bloß, weil sie nicht gecheckt haben, dass das, was scheinbar alle anderen Frauen tun, nämlich sich entblößen und SEXY sein, sie nicht sollen. Oder wie?


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PornYES?

15. April 2008 von Katrin

Am 4. April wurden die dritten “Feminist Porn Awards” vergeben. Dieser neuartige Filmpreis für Pornos möchte zeigen, dass die Antwort auf schlechte Pornos nicht “PorNO” sein kann, sondern quasi “PornYES” lauten muss und zeigen sollte, dass es auch anders geht. Da die Welt voll von erniedrigenden, billigen und vor allem auch: dummen Pornos ist, fühlen vor allem Frauen, aber auch wirklich viele Männer, ein bisschen allein im dunklen Wald. Während die “PorNO”-Kampagne, die nun in der Emma eine Renaissance erleben durfte, sich wenig mit den sexuellen Fantasien und den Drang, diese auch filmisch darzustellen, befasst, sondern in Pornos eine generelle Erniedrigung der Frau sieht, wünschen sich nicht wenige neue FeministInnen einfach nur: gute Pornos.

Diesem Anliegen widmen sich die nun schon dritten „Feminist Porn Awards“. Diese finden seit 2006 alljährlich im schönen Kanada statt und suchen nach den raren schönen Pornos.

Die Grundeinstellung ist sehr treffend auf der Website der Veranstalter „Good for Her“ dargestellt:

„As feminists and sex-positive people, we want to showcase and honour those who are doing it right, like filmmakers who understand that people of colour are sexual beings – not sexual objectcs.“

Und nun viel Spaß beim Surfen. Here are the WINNERS 2008.

*freu*


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Gute Frage

14. April 2008 von Susanne

Kann es eine Beleidigung sein, für wohltätige Zwecke 91.000 Dollar anzunehmen, die “aus der Ausbeutung eines weiblichen Körpers stammen”?

Der Schweizer Kinderarzt Dr. Beat Richner sagt: Ja.


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Neulich auf der Straße

15. März 2008 von Barbara

(c) Yvonne

Von unserer Leserin Yvonne aus Duisburg bekamen wir dieses Foto zugeschickt. Eine Werbung für den Elektrospielzeugmarkt Saturn. Was diese Branche mit einer nackten Frau zu tun hat? Viel – sex sells everything, vom ipod über die CD bis zur Druckerpatrone.

Darüber gibt es übrigens auch ein ganzes Kapitel in unserem eben erschienenen Buch “Wir Alphamädchen”. Ein kurzer Auszug passend zum Thema:

Elektrogroßmärkte sind ein Eldorado für Männer – also muss eine nackte Frau in den Werbespot. Das erregt dann keinen Anstoß, wenn die Frau computeranimiert wirkt und weder Brustwarzen noch Schamhaare zu sehen sind. So entstand im Herbst 2007 die Saturn-Werbung „Wir lieben Technik! Wir hassen teuer!“ Ein gutes Ende für die Verkaufsstrategen, die ihre Reklame mit nackter Frau nun überall zeigen können.


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Blogs statt Bikinibilder

6. Februar 2008 von Susanne

Heute in der Tageszeitung: Ein Essay von Meredith über Frauen im Internet. Weil die endlich aufhören sollen, sich ausschließlich als niedliche Püppchen zu präsentieren und anfangen müssen, die Freiheit der Onlinewelt zu nutzen.


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Wunderbare Wesen

7. Januar 2008 von Barbara

Alicia Keys

In der Zeit vom 27.12.2007 wird die amerikanische Musikerin Alicia Keys zitiert:

“Frauen sind so wunderbare Wesen. Leider vergessen sie oft, dass Schönheit nichts mit nackter Haut zu tun hat.”

Damit kommentierte Keys die Freizügigkeit ihrer Kolleginnen. Recht hat sie.

(Foto: Sony BMG)


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