Einträge mit dem Tag ‘Mutterschaft’


Politisches Lästern, #DisabilityTooWhite und eine nicht aufsteigende Schiedsrichterin – kurz verlinkt

26. Mai 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 317 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

„Wäre throwing shade eine Sportart, wäre es die einzige, in der ich gut wäre.“, schreibt Hengameh Yaghoobifarah in der taz und erklärt, warum Lästern auch politisch sein kann.

Aber apropos Sport: Die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat diese Saison äußerst erfolgreich in der 2. Liga des Männerfußballs gepfiffen (nach einem DFB-internen Ranking liegt sie gar auf Platz 1). Doch trotz dieser guten Bewertungen soll sie auch in der nächsten Saison kein 1.Liga-Spiel leiten dürfen, berichtet die Welt.

Das neue an.schläge-Magzin ist da und dreht sich um Titelthema um Mütter und Mutterschaft, so schreibt beispielsweise Theo Hoffnungsthal zur queeren Performance und Kinderwägen.

Beim Missy Magazine schreibt János Erkens über das nun auf deutsch erschienene Buch „Testo Junkie. Sex, Drogen und Biopolitik in der Ära der Pharmapornographie“ von Paul B. Preciado und der Crux mit dieser ‚Natürlichkeit‘.

englischsprachige Links

Wenn Menschen mit Behinderungen in den Medien vorkommen (was selten genug ist…), sind es insbesondere weiße und schlanke Personen. Auf Twitter kritisierten Aktivist_innen mit Behinderungen unter dem Hashtag #DisabilityTooWhite die mangelnde Repräsentation von Menschen of Color mit Behinderungen in den Medien.

Keah Brown schreibt auf catapult über Liebe, Behinderungen und Filme: „

Passend zu den letzten beiden Links präsentiert Autostraddle eine Leseliste mit Tipps zu Büchern, Zines und Blogs: Toward An Intersectional Crip Syllabus.

Flavorwire schreibt über 25 Bücher, in denen Freundinnenschaften im Mittelpunkt stehen.

Termine

27.05.-29.05. in Bremen: re*mix – Queer Feminist HipHop Festival findet statt.

02.06.-03.06. in Berlin: Heterogene Vorstellungswelten: Die didaktischen Imaginationen pluralisierter Gesellschaften* Fachtagung


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Fussballerinnen gesucht, #RegrettingMotherhood und das erste Trans* Film Festival Berlin – kurz verlinkt

16. Februar 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 308 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Essays, Portraits, analytische Texte, Storytellings und Foto-Reportagen. 30 Jahre nach der Gründung der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland erscheint das Sammelband „Spiegelblicke – Perspektiven Schwarzer Bewegung in Deutschland.“ Über 50 Autor*innen und Zeitzeug*innen schreiben über zwischenmenschliche Beziehungen, rassistische Strukturen in privaten und öffentlichen Räumen, dokumentieren Stationen der Identitätsfindung und des Empowerments.

Noch bis zum 1. März nimmt der Journalistinnenbund Bewerbungen um den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis entgegen.

Fußballerinnen aufgepasst: Am 11. Juni steigt in Leipzig ein Fußballturnier für Frauenfreizeitmannschaften. Um euch anzumelden und/oder um Weiteres zu erfahren, meldet euch bei connevista01(at)gmail.com.

Der Berufsverband für Heilpraktikerinnen Lachesis e.V. hat eine kritische Stellungnahme zur Marktzulassung des Wirkstoffs Flibanserin, oft auch „Pink Viagra“ genannt, verfasst.

Der Lesben- und Schwulenverband LSVD hat einen arabischsprachigen Rechtsratgeber für lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete herausgegeben.

Die Plattform speakerinnen.org verfügt inzwischen über 1.000 Expertinnen aller Fachrichtungen. Ziel der Plattform ist, den Frauenanteil bei Konferenzen, Talkshows, Podiumsdiskussionen etc. zu erhöhen. Die eintausendste Speakerin ist die indische Entwicklerin und Wirtschaftsanalytikerin Isha Tripathi.

In der Sexuologie – Zeitschrift für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft ist ein Artikel zu Sexualisierte Gewalt, Traumatisierung und Flucht von Farid Hashemi, Torsten Linke und Heinz-Jürgen Voß erschienen, der online abrufbar ist.

Hendrik Kraft hat die Ringvorlesung Rassismusforschung an der TU Berlin mit Blogbeiträgen begleitet.

Die israelische Soziologin Orna Donath spricht in der Jüdischen Allgemeinen über Frauen, die es zutiefst bedauern, Mutter geworden zu sein: »Reue ist nichts Schlimmes«.

Englischsprachige Beiträge

The first Trans* Film Festival Berlin (Facebook-Seite) wird im Oktober 2016 in Berlin stattfinden.

Precious Lee ist das erste Schwarze Plus Size Model in der Sports Illustrated’s Swim Issue: „I Want to Continue the Revolution.

„Ich habe jahrelang versucht, dünner zu werden. Oprah Winfreys Weight-Watchers-Werbung hat mich überzeugt, damit aufzuhören,“ schreibt Cassie St.Onge bei Vox.

Knaller: „White People Lose Their Damn Minds“ in Saturday Night Lives Skit ‘The Day Beyoncé Turned Black’:

Termine in Berlin, Bremen, Dresden, Münster:

Am 25. Februar in Berlin: Das Bündnis Vernetzt euch! lädt ein zum Doku-Launch. Ab 19 Uhr im Familiengarten Kreuzberg, Oranienstraße 34, Hinterhof. (Der Familiengarten ist per Aufzug barrierefrei erreichbar, es gibt eine barrierefreie Toilette). Hier geht’s zum Facebook-Event.

Ab dem 29. Februar in Berlin: Das FFBIZ lädt ein zum Lesekreis zu aktuellen feministischen Strömungen an jedem letzten Montag im Monat von 18:00 bis 20:00 in Friedrichshain.

3. März, Bremen: Podiumsdiskussion: „STOPP! Kein Sexismus im Internet“ u.a. mit Magda Albrecht, organisiert von der Landesgleichstellungstelle ZGF und dem Verein belladonna um 19:30 Uhr im Haus der Wissenschaften, Olbers Saal.

11. März, Dresden: Vortrag von Magda Albrecht „Vom Bloggen und Blocken: Online-Aktivismus gegen sexistische Gewalt“ im Rahmen der Frauentagsveranstaltung der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden, Raum A 400 und Lobby der 4. Etage.

Am 19. März in Münster: Christliche Fundamentalist_innen marschieren auf und das Gegen 1000 Kreuze Bündnis bittet zum Gegenprotest.


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Rabenmütter, Meerjungfrauen, (keine) Lichterketten – kurz verlinkt

14. Oktober 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 297 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Wenn eine Mutter nicht mehr mit Kind(ern) leben möchte: Im ZDF gibt es einen Bericht über die Gründerin von Rabenmütter e.V.

Bei ZeitOnline schreibt Simone Dede Ayivi über Hilfe für Geflüchtete und Rassismus: „Hilfsbereitschaft schafft es leider nicht, unsere Köpfe von exotisierenden Bildern vom „Orient“, Vorurteilen über „die Araber“ und Ängsten vor „dem Islam“ zu befreien. Kuscheltiere zu überreichen und im Chor Ärzte-Lieder zu singen ist kein besseres Austreibungsritual als eine Lichterkette.“

Unterstützt die Kampagne zur Finanzierung des Drucks von Sharon Dodua Otoos Buch Synchronicity im englischen Original.

Der zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist online.

Englischsprachige Links

Bald ist Halloween. Und anstatt diskriminierender Kostüme empfehlen wir ein Meerjungfrauen-Makeup!

Eine der bekanntesten Trans*-Aktivist_innen Ecuadors, Diane Rodriguez, gab bekannt, dass ihr Freund schwanger ist und beide ihr erstes Kind erwarten.

Eine lesenswerte Liste bei Autostraddle: „12 Incredible Indigenous LGBTQ Women and Two-Spirit People You Should Know„.

Anlässlich des #NationalComingOutDay verlinkte die Aktivistin und Filmemacherin („NO! The Rape Documentary“) Aishah Shahidah Simmons ein Video von 1996: „In My Father’s House„. Im Video kommen Familie und Freund_innen zu Wort und Simmons bespricht (internalisierte) Homofeindlichkeit, Sexismus, sexualisierte Gewalt und ihre Abtreibung.

Why intersectionality can’t wait“ argumentiert Kimberlé Crenshaw bei der Washington Post fast dreißig Jahre, nachdem sie erstmals über das Konzept schrieb.

Termine in Frankfurt a.M. und bundesweit

Am 30. Oktober 2015 findet ALICE – Die LGBTI Karrieremesse für Juristen & Juristinnen in Frankfurt/Main statt.

Vom 26.10. bis 30.10.15 findet eine bundesweite Aktionswoche statt, in der an möglichst vielen Hochschulen und anderen öffentlichen Einrichtungen die öffentlichen Toiletten in all gender welcome Toiletten umgelabelt werden sollen.


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Ein feministisches Hackermagazin und das Spreadshirt-Märchen – die Blogschau

18. Juli 2015 von Nadia
Dieser Text ist Teil 282 von 295 der Serie Die Blogschau

Hausfrau. Mutter. Freizeit? Wie das gehen soll – oder eben auch nicht – könnt Ihr hier nachlesen.

Boy*tales schrieb letzte Woche über Trans* sein und das Jonglieren mit Identitäten.

Menschen mögen Märchen: antiprodukt hat sich die Spreadshirt vs. Pegida-Geschichte nochmal angeschaut.

Silke Meyer berichtet über das neue feministische Hackermagazin The Recompiler.

Feministisch, gut und bezahlbar: Ed bietet unter anderem Dienste im Bereich Print, Web, Comics und Workshops an: Hier entlang.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Soli-Miete für Geflüchtete, Deutschland im Antirassismus-Test und die Liebe für Selfies – kurz Verlinkt

7. Mai 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 280 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

In Hamburg findet ab dem 12. Mai eine Veranstaltungsreihe zu Klassismus statt, u.a. mit Tanja Abou zum Thema Arbeiter_innentöchter und Prololesben.

Ihr könnt das selbstorganisierte Wohnen der geflüchteten  und  Aktivisten in Berlin mit einer kleiner Soli-Miete unterstützen: Eine E-Mail an soliroom(at)web.de schreiben und nach konkreten Infos fragen. Bereits kleine Beträge helfen! (via @post_gedanken auf twitter).

Gestern und vorgestern wurde geprüft, ob Deutschland die Antirassismus-Konvention erfüllt. ZEIT schrieb über die diskutierten Themen und die kritischen Positionen von Organisationen wie dem Menschenrechtsinstitut, die Ergänzungen/ Anmerkungen zum Bericht der Bundesregierung eingereicht hatten.

Die vom Missy Magazine moderierte Veranstaltung auf dem taz.lab „Sag’s korrekt Bitch“ kann nun nachgehört werden. Es diskutieren Reyhan Şahin, Sprachwissenschaftlerin, Rapperin (‚Lady Bitch Ray‘) und Autorin, Ferda Ataman, Leiterin Mediendienst Integration und Lann Hornscheidt, Professx für Gender Studies und Sprachanalyse an der HU Berlin, zu gendergerechter Sprache.

Nach dem Tod Freddie Grays, eines jungen Schwarzen Manns in Baltimore: Die Staatsanwältin Marilyn Mosby erhob Anklage gegen die fünf Polizist_innen, die für Grays Tod verantwortlich sein sollen, berichtet die taz.

Englischsprachige Links

Bei Rookie gibt Tyler einige Tipps (natürlich auch mit der Einschränkung, dass diese nur Ideen sind und vieles auch nicht oder anders funktionieren könnte): „How to Talk to Your Parents About Transitioning„.

Falls Menschen etwas über die Geschichte von Suffragetten (in den USA) wissen, dann fallen häufig die Namen Susan B. Anthony oder Alice Paul. Autostraddle erweitert durch eine kleine Geschichtsstunde das Feld mit Vorstellungen zu sieben weiteren Aktivistinnen.

Die feministische Fernseh- und Filmkritik-Seite Bitch Flicks hat einen Call for Writers zum Thema „Schlechte Mütter“ gestartet, an dem ihr euch beteiligen könnt.

Dolores Huerta gründete in den 1960ern u.a. gemeinsam mit Cesar Chavez die Organisation United Farm Workers. Auch heute ist sie noch aktiv für Farm-Arbeiter_innenrechte im Einsatz. Gaylynn Burroughs schreibt beim Ms. Magazine über ihren andauernden Aktivismus.

Trust your selfie: Auf The Belle Jar gibt es einen offenen Brief an alle Freund_innen, die gern Selfies von sich schießen – perfekt zum Herumreichen.

Französischsprachige Links

Vierzig französische Politikjournalistinnen protestieren in der Libération gegen Sexismus und sexualisierte Übergriffe.

Termine 

9. Mai, Berlin: Das Cutie.BPoC Fest lässt eine Soli-Sause steigen, um das Festival zu finanzieren. Unterstützer_innen können für ihr Geld nicht nur den Eintritt investieren, sondern auch in eine Tombola mit coolen Preisen oder in eine queere Tarot-Session.

13. Mai, Berlin: Das Missy Magazin veranstaltet eine Party zu ihrer Crowdfunding Kampagne #mehrmissy.

14.-16. Mai, Hildesheim: Simone Dede Ayivi ist mit „Performing Back“, einer künstlerischen Auseinandersetzung mit der Kontinuität deutscher kolonialer Vergangenheit, jeweils um 20:00 im Theaterhaus Hildesheim/ Langer Garten 23c zu Gast// Facebook-Link zum Event.


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Sport feat. Body-Shaming und die besten GNTM-Reviews – die Blogschau

19. April 2015 von Nadia
Dieser Text ist Teil 276 von 295 der Serie Die Blogschau

Eine Gruppe von Studentinnen der HU Berlin hat das Blog nsuprozessentgrenzen.wordpress.com gestartet. Dort soll die Auseinandersetzung stattfinden mit „dem Komplex NSU-Prozess und der Rolle von Recht, Raum und Institutionellem Rassismus im NSU-Prozess“, um verschiedene Perspektiven abzubilden, die mehr Öffentlichkeit erhalten sollten.

Diasporareflektionen schrieb über die Delegitimierung von PoC-Wissen.

Gedanken im Speckmantel veröffentlichte einen Text übers Schwimmen und einer damit einhergehenden nervigen Begleiterscheinung: Body-Shaming via „Glotzen“. Und Schwarzrund veröffentlichte nochmal einen Performance-Text: „Sport und ich in anderen Galaxien„.

Zu GNTM absolut zu empfehlen: Techno Candys Review-Reihe Das wiederum brachte Identitätskritik auf die Idee, sich GNTM auch nochmal reinzupfeifen. Ergebnis: Hier.

Einen Text über die ambivalenten Gefühle, die Mutterschaft auslösen kann, schrieb aufZehenspitzen.

Women in Exile berichten vom Workshop „Von persönlichen Problemen zu politischen Forderungen„, bei dem sich Flüchtlingsfrauen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt trafen.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Bereute Mutterschaft, beredeter Widerstand und beeindruckende Schlagzeugerinnen – kurz verlinkt

9. April 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 277 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Radio-Feature mit drei Aktivistinnen zum Anhören: Riots not Diets? Fettaktivismus zwischen Intervention und Schutzraum.

Frauen, die ihren beruflichen Werdegang wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen unterbrochen haben, sich neu orientieren oder auf einen Wiedereinstieg vorbereiten möchten, können im Rahmen des Berliner Projekts „Medienkompetenz und Work-Life Balance – Wiedereinstieg für Frauen“ an einem Einzel-Coaching teilnehmen.

„„So genau wollten wir das gar nicht wissen“ – Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe“ untersucht Charlie Kaufhold beim Feministischen Institut Hamburg.

Nicht jede Mutter ist glücklich mit ihrer Rolle und manche würden – wenn sie denn die Zeit zurückdrehen könnten – sich gegen Mutterschaft entscheiden, doch darüber sprechen ist gesellschaftlich nicht akzeptiert. Die Süddeutsche Zeitung berichtet über ein Studie der Soziologin Orna Donath.

dieStandard porträtiert Irma Schwager, eine Wiener Kommunistin, die als Teil der französischen Widerstandsbewegung Wehrmachtsoldaten durch Gespräche und Flugblätter von der Falschheit des Krieges zu überzeugen versuchte und damit ihr Leben auf das Spiel setzte.

englischsprachige Links

Charles Onyango-Obbo kommentiert in der New York Times al-Shabaabs Terrorangriff auf die Garissa-Universität in Kenya, bei der 148 Menschen getötet wurden. Bei Twitter erinnern unter dem Hashtag #147NotJustANumber (bezugnehmend auf die zuerst veröffentlichte Anzahl Ermordeter) Familien, Freund_innen und Kommiliton_innen an die Opfer.

„I’m thinking about the fat people who were able to show love to themselves and in turn, show me how to love myself“: queering the game of life plädiert für dicke_fettes, queeres Self-Empowerment und Sichtbarkeit als Protestzeichen gegen öffentlich zelebrierte Dickenfeindlichkeit.

Purvi Patel wurde nach einer Fehlgeburt zu insgesamt 41 Jahren Haftstrafe wegen Fetizids und Kindesmisshandlung verurteilt. Bei RH Reality Check findet ihr Hintergründe zu diesem Fall und könnt eine Protestpetition unterschreiben.

Bei TheToast trägt Cate Burlington Dinge zusammen, die Kollegen (in ihrem Tech Umfeld) zu ihr sagten, und kommentiert diese. Die Sprüche sind wie zu erwarten eine Ansammlung hetero_sexistischer Klischees, aber Burlingtons Anmerkungen sind so pefekt, dass man sie sofort gern zur neuen besten Freundin hätte.

Magda fragte hier bei der Mädchenmannschaft einmal „Wie viele Schlagzeugerinnen kennst du?„, für alle, die da immer noch lange überlegen müssen, gibt es nun den richtigen Artikel bei Grimy Goods: „The 20 Best Female Drummers — by all means, badass„.

Qualifizierst du dich für den „Fat Bitches Club„? Dances With Fat hat eine Liste erstellt.

französischsprachige Links

Am 8. März wurden in Peking neun feministische und LGBT-Aktivist_innen festgenommen, weil sie bei einer Aktion auf sexualisierte Übergriffe aufmerksam machen wollten. Fünf sind immer noch im Gefängnis, berichtet Yagg.

Termine in Berlin

10.-12. April, Berlin: Specs On – International Feminist Art Music Festival.

18. April, Berlin: Pempamsie: Ein Workshop für Schwarze Mütter mit Sharon Dodua Otoo (mit Anmeldung).


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Raben-Mütter e.V. sucht Unterstützung

27. März 2015 von Gastautor_in

Who`s that Grrrl: Anne Bonnie Schindler findet es komisch, wenn Frauen sich hauptsächlich über ihre Mutterrolle identifizieren –  obwohl ihre eigene enorm prägend für ihre Sicht der Dinge wurde.
Später in Berlin als Türsteherin tätig, gründete sie im Jahr 2011 den alternativen Sexladen „Other Nature“. Die Gründung eines Vereins für Mütter, die ohne ihre Kinder leben, ist der Tatsache geschuldet, dass sie selbst vor 11 Jahren ihre beiden Kinder, damals gerade erst 5 und 2,5 Jahre alt, bei ihrem leiblichen Vater ließ. Auch wenn solch eine Entscheidung nicht spurlos an allen Beteiligten vorüber zieht, steht Anne Bonnie voll hinter diesem Schritt und möchte Frauen ermutigen, sich mit ihrer eigenen Mutterrolle auseinander zu setzten.

Mein Name ist Anne Bonnie, ich bin 34 Jahre alt und reif, mein Herzensprojekt in Angriff zu nehmen. Die Gründung eines Vereins, der sich einem tabuisiertem Thema widmet: Müttern, die gehen.

Wir leben in einer Zeit, in welcher das Mutterideal noch immer geprägt ist von bedingungsloser Hingabe, grenzenloser Liebe, der Aufopferung der Mutter und von dem Glauben an einen biologischen Determinismus, nur als Mutter ganz Frau zu sein.

Mütter, welche ihr Kind bei einer anderen Betreuungsperson lassen, werden von der Gesellschaft kritisch beäugt. Sofort reagieren auch andere Mütter mit einem Gefühl von Verlust oder Verrat am Kind: „Ich könnte das nicht“. Die Mehrheit der Menschen richtet den Blick nach dem Befinden des Kindes. Und dies in einem Ausmaß, welches bei Trennung vom Vater oder einer nicht biologischen Bezugsperson nicht im Ansatz vorhanden ist. Die Mutter ist das Maß aller Dinge. Die Mutterrolle seit vielen Generationen überidealisiert, wird Frau bei der Trennung von ihren Kinder regelrecht verteufelt.

Auch ich konnte, nachdem ich meine beiden Kinder nach der Trennung bei ihrem Vater aufwachsen ließ, viele Vorurteile kennenlernen: Vermutungen wie ich müsse wohl gewalttätig oder drogenabhängig sein, zumindest aber doch egoistisch oder gefühlskalt, sind nur einige Beispiele. Oder meine Mitmenschen verlieren sich in einem Übermaß an Mitleid mit meiner Situation. Ich werde plötzlich zum Opfer, oder zu einer Heldin, welche für das Kindeswohl ihre eigenen mütterlichen Bedürfnisse hinten anstellt. Natürlich leidend. Doch weder das eine noch das andere beschreibt meine Situation.

Sogenannten Rabenmüttern wird eine sachliche Diskussion verwehrt. Wenn tatsächlich eine Diskussion stattfindet, ist diese entweder gänzlich beschränkt auf die Belange der Kinder oder wird dominiert von Vorurteilen.

Dieser Beschränkung möchte ich entgegenwirken.

Schon seit langem geht der Trend von der biologischen Familie hin zur sozialen Familie. Es steht nicht mehr ausschließlich im Vordergrund, wer mit wem verwandt ist, sondern wer sich um wen in welchem Maße kümmert und Verantwortung übernimmt. Der Verein Raben-Mütter e.V. versteht sich als Ausdruck diesen Wandels.

Ich glaube, die biologische Mutter muss nicht zwangsläufig eine intensivere Bindung aufgrund der Geburt mit dem Kind erleben.

Raben-Mütter e.V. möchte Ansprechpartnerin sein und Hilfestellung leisten für den Abbau von Stigmata von sog. schlechten Müttern. Über die Mutterrolle und ihre Mythen aufklären. Einen gesellschaftlichen Diskurs ermöglichen.

Raben-Mütter e. V. versteht sich als feministisch und pro Queer Families, möchte nicht an alten Idealen festhalten, sondern Wege für alternative Familienmodelle aufzeigen. Im Streitfall genauso kompetent Hilfestellung geben, wie bei persönlichen, individuellen Problemen.

WICHTIG! An dieser Stelle sei erwähnt: Dass Mütter gehen, hat NICHTS mit Feminismus zu tun (diesem Vorurteil erliegt gerne eine konservative Strömung), sondern entsteht ganz individuell aus der Biographie der Frau, der Familie. Aber ohne eine feministische Deutung ließe sich das Phänomen, mit welchem Rabenmütter bedacht werden, nicht verstehen.

Während Vereine wie Väter e.V. gesellschaftlich eine wichtige Rolle spielen könnten, indem sie Väter in ihrer Rolle empowern, Rollenbilder hinterfragen, präsentieren sich diese Vereine häufig als konservativ und rückschrittig. Es geht um die Stärkung der Rechte der Väter gegen die angebliche Übermacht der Mutter, welche „willkürlich über das Kindeswohl entscheiden“ könne. Es geht um Rechtstreitereien, Gerichtsurteile und Macht. Weniger um einen Diskurs.

Raben-Mütter e.V. möchte es hingegen Müttern erleichtern, einen vorurteilsfreien Diskurs über ihre Rolle als Mutter zu führen, auch in Trennungsphasen.

Denn der Bruch einer Familie ist ein großer Einschnitt im Leben aller Beteiligter. Ein Ziel ist es, aufzuklären, dass es einen Unterschied zwischen der Trennung von Kindern und der Trennung der Bindung zu den Kindern gibt.

Bei Müttern wird dieser Unterschied meist nicht berücksichtigt. Die Trennung der Familie wird als Trennung der Bindung zu den Kindern interpretiert. Die Stärkung der sog. Rabenmutter geht somit einher mit der Stärkung des anderen Elternteils oder einer anderen Betreuungsperson.

Ich möchte aufzeigen, dass es Hilfestellen fern ab von Rechtsanwält_innen gibt. Dass es für die erwachsenen Personen Ziel sein muss, in einer so verletzlichen Zeit nicht mit weiteren Verletzungen zu agieren und das gegenseitige Vertrauen und auch das Kindeswohl im Auge zu behalten. Sich fern ab von der „Pflicht erfüllenden Mutterrolle“ fragen: Wer kann sich wo am Besten für das Kind einsetzen? Nur wenn Mütter gesellschaftlich nicht mehr als schlechte Mütter geächtet werden, können sie sich einer selbstbestimmteren Sicht öffnen.

Willkommen sind Frauen, welche ihre Mutterrolle verstehen möchten. Müttern, die gehen.
Egal, was deine Beweggründe sind. Auch wenn einer der Beweggründe, ein Kind nicht aufzuziehen, in vorurteilsbeladenen Situationen wie z.B. Drogenproblemen liegt, möchten wir Unterstützung bieten.
Adoption, oder Trennung. Karriere, weniger vorhandene Muttergefühle, finanzielle Probleme, Gefängnisaufenthalt, oder Drogenproblemen. Psychisch oder physische Erkrankung. Mit oder ohne Drama. Wir möchten allen Frauen vorurteilsfrei entgegen treten. Und natürlich allen anderen, die sich angesprochen fühlen.

Raben-Mütter e.V. möchte:

  • Ansprechpartnerin sein
  • Familienstrukturen im Wandel verstehen
  • Abbau vom Über-Ideal „Mutter“
  • Abbau von Stigmata von sog. Rabenmüttern
  • an einem gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen zum Thema alternative Familienmodelle
  • individuellen Rat geben für Raben-Mütter
  • Trennungsprozesse für Familien erleichtern

anhand von:

  • regelmäßigen Posts
  • Literaturhinweisen
  • Hinweise auf Veranstaltungen, politischen Aktionen
  • Vernetzung mit anderen
  • Sammlung von Rechtsurteilen
  • Beratung durch Mediator_innen
  • Austausch via Blog- Arbeit
  • Anlaufstelle für private Gespräche
  • regelmäßige Mitgliedertreffen für Evaluationen (zunächst nur innerhalb Berlins)
  • Workshops (zunächst nur innerhalb Berlins)

Hierfür suche ich:

  • Menschen, die meine Umfrage ausfüllen und weiterleiten
  • Vereinsmitglieder
  • Menschen, die mir Ratschläge zum Thema Vereinsgründung geben
  • Informationen zu Fördergeldern
  • ehrenamtliche Mediator_innen für Rechtsfragen

Mehr Infos auch unter: www.raben-muetter.de und info(at)raben-muetter.de.


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Wie mein Kind ein Junge wurde – Teil 2

6. Januar 2015 von Melanie
Dieser Text ist Teil 44 von 45 der Serie Muttiblog

Minime ist inzwischen dreieinhalb. Vor gut einem Jahr beschrieb ich meine Beobachtungen, wie aus ihm ein Junge gemacht wird: Durch Interpretation seines Verhaltens, Auswahl seiner Geschenke und Anziehsachen und so weiter. Inzwischen ist Minime ein kleiner Mensch, der durchaus selber kommunizieren kann und ich sehe plötzlich, dass es nicht nur „Erwartungen“ sind, die an ihn heran getragen werden, ich sehe oft deutlich, wie seine Bedürfnisse und Wünsche ignoriert werden, wenn sie nicht den geschlechtsspezifischen Anforderungen entsprechen. Oft tut es mir richtig weh, wenn ich sehe, wie er versucht, einen Wunsch oder ein Bedürfnis zu formulieren und dieses ignoriert, übergangen oder lächerlich gemacht wird. Ein paar konkrete Beispiele:

Im Schuhladen. Winterschuhe stehen auf dem Einkaufszettel. Wir sind in einem kleinen Laden für Kinderschuhe. Minime hat wenig Interesse, die Schuhe anzuprobieren, ihm gefallen scheinbar die tristen (Jungs!)Farben nicht. Neben ihm sitzt ein ca. 8 Jahre altes Mädchen und probiert Turnschläppchen an, wie wir (Mädchen) sie früher im Turnunterricht trugen. Mit Glitzer! Minime war fasziniert. „Ich will auch Glitzerschuhe!“ Ich merke sofort: Ich komm aus diesem Laden nicht raus und kriege ihn auch nicht dazu, was anderes anzuprobieren, bevor er solche Schuhe hat. Ich wende mich also an die Verkäuferin. Ihr Gesichtsausdruck überrascht mich: Sie wirkt peinlich berührt und versucht Minime zu überreden: „Aber probier doch hier mal die Schuhe, die sind besonders cool!“ Wie vermutet interessiert sich Minime grade nur noch für diese Glitzerschuhe. Ich sage „Ist schon ok, haben sie welche in seiner Größe?“ Jetzt kann ich den Gesichtsausdruck der Verkäuferin nicht mehr deuten. Glaubt sie, ich mein das nicht ernst? Ist sie verwirrt, schockiert? Sie versucht noch ein schwaches, an Minime gerichtetes „Komm, ich zeig Dir noch kurz…“ aber Minime steht schon wie versteinert vor dem Mädchen, dass die Glitzerschuhe anhat. Mit wunderschönen Glitzerschuhen verlassen wir doch noch den Laden.

Beim Kinderschminken. Minime möchte ein Schmetterling werden. Das sagt er, laut und deutlich. Der junge Mann, bei dem er sich zum Schminken anstellt, schaut – ja wie. Verdutzt? „Hier guck mal, möchtest Du ein Pirat sein?“ (Er deutet auf seine Vorlage). „Nein, ein Schmetterling!“ „Oder hier, hier habe ich einen Bären!“ Jetzt ist Minime überfordert. Er schaut wirklich so, als wenn er sich fragte, warum sein Gegenüber ihn nicht versteht. Ich werfe also ein: „Er möchte ein Schmetterling sein“ – Vielleicht braucht der junge Mann diese Legitimation meinerseits, aber endlich fängt er an, aus Minime einen Schmetterling zu machen.

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Nikolaus waren wir bei Freunden zu einer Nikolausfeier. Die Eltern brachten kleine Geschenke mit, die in einen großen Beutel gesteckt wurden, die der „Nikolaus“ später verteilen sollte. Für Minime hatte ich ein Buch. Die Mädchen in der Runde bekamen fast ausnahmslos Feen und Pferde aus der Playmobil-Serie. Minime war hin-und-weg. Sein Buch fand er zwar auch toll, aber erst mal wollte er mit Feen und Pferden spielen. Es war gar nicht leicht, jemanden zu finden, der bereit ist, ihm Weihnachten eine kleine Fee mit Pferd zu schenken (wir hatten unsere Geschenke schon zusammen, sonst hätte ich es einfach selber gemacht).

Im Kindergarten. Ich hole Minime ab. Die Erzieherin und die Kita-Leiterin stehen neben uns und unterhalten sich über die kaputte Telefonanlage und wie sie weiter verfahren werden. Die Erzieherin sagt, sie würde noch einmal probieren, den Stecker rauszuziehen und wieder rein zu tun, ansonsten würde sie den Techniker anrufen. Die Kita-Leiterin dreht sich lachend um und ruft: „Ja ja, Frauen und Technik!“ Minime starrt ihr hinterher.

Die Liste ließe sich endlos weiter führen. Minime hat inzwischen ein Gespür dafür entwickelt, was „Mädchen“ und „Jungen“ dürfen. Er scheint zu verstehen, dass bestimmte Sachen und Verhaltensweisen für Mädchen ODER Jungen sind. Dann sagt er zum Beispiel: „Mama, ich bin jetzt ein Mädchen“, wenn er Haarspangen möchte. Und ich weiß nicht, ob ich ihm sagen soll, dass er einfach ein Junge ist, der Haarspangen trägt, oder ihm die Option „ich bin ein Mädchen“ einfach lasse. Am liebsten wäre mir, dass das überhaupt kein Thema sein müsste.

 


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Die Mär von solidarischer Umverteilung und warum Toleranz scheiße ist – die Blogschau

15. November 2014 von Nadia
Dieser Text ist Teil 265 von 295 der Serie Die Blogschau

Deutscher Patriotismus und warum der 9. November kein Tag zum Feiern ist/war: Dazu gab es einen Text auf Spunk, dem Blog der Grünen Jugend.

Hengs erstes Zine-Projekt „My Body, My House“ ist online.

Respect my Fist stellten Überlegungen zu Freiheitskonzepten, Schwesterlichkeit und Wir-Bezügen an.

Toleranz? Toleranz ist scheiße, sagt sanczny.

Freiwillige, solidarische Umverteilung? Clararosa nimmt ein Ideal unter die Lupe.

Es gibt ein neues Classmatterszine, tada!:

Ein Interview zu Sexarbeit und Mutterschaft führte umstandslos.

Maisha Eggers schrieb über Schwarze Frauen im ‚Shondaland‘ und die feministische Kulturpolitik einer digitalen Diaspora.

Schutzräume nur „für Frauen*“ – wer ist willkommen, wer nicht? Ein sehr lesenswerter Text (zu einem immer noch aktuellen Thema) dazu erschien auf progress-online.

Querulant_ins erste Lesetour in Audio und Bild gibt es hier zum Angucken und Anhören.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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