Einträge mit dem Tag ‘Musik’


Samstagabendbeat mit Refiloe Motau aka Fifi the Rai Blaster

20. September 2014 von Charlott

Fifi the Rai Blaster ist eine südafrikanische Künstlerin. Während ihres Studiums in Pretoria ärgerte sie sich über das re_produzieren kapitalistischer Ideen durch ihre Kommiliton_innen und das wenige Hinterfragen des Systems. Ihr Unverständnis nahm sie mit ins Tonstudio und macht seither wunderbare Musik mit HipHop, Funk und Jazz-Einflüssen und gesellschaftskritischen Texten.


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Samstagabend-Hardcore mit Anti-Corpos

13. September 2014 von Magda

1, 2, 3, 4 – ein gellender Schrei hallte durch den Berliner Club So36 und ich fiel fast von der Bank, auf der ich es mir gemütlich gemacht hatte. Das war das erste Mal, dass ich Anti-Corpos live beim LaDIYfest in Berlin hörte. Daraufhin stellte ich mich auf die Bank, um die vier Musiker_innen der brasilianisch lesbisch-feministischen Hardcore Band besser sehen zu können und war sehr beeindruckt.

Gerade befinden sie sich in Deutschland und touren hart, unter anderem waren sie im August mit Yansn und Respect My Fist unterwegs. Das hier angekündigte Soli-Konzert in der Scherer 8 in Berlin wird nicht stattfinden. Anti-Corpos hat dazu auf ihrer Facebook-Seite ein Statement veröffentlicht.

Live im SO36 in Berlin nach dem Klick (mehr …)


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Wer war … Zitkala-Ša?

11. September 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 39 von 39 der Serie Wer war eigentlich …
Zitkala-Ša. (Foto 1898 aufgenommen von Gertrude Käsebier)

Zitkala-Ša. (Foto 1898 aufgenommen von Gertrude Käsebier)

Am 22. Februar 1876 wurde die Schriftstellerin, Aktivistin, Lehrerin und Musikerin Zitkala-Ša geboren. Wie viele Native American Kinder wurde sie in einem Internat beschult, welches Teil des kolonialistischen System der USA war. Sie musste ausschließlich Englisch sprechen, ihre Haare wurden abgeschnitten und zum Christentum sollte sie umerzogen werden. Zitkala-Ša wehrte sich schon früh – vor allem schreibend – gegen dieses System. Ihr Leben lang kämpfte sie ob in politischen Organisationen oder durch ihre schrifstellerische Tätigkeiten für die Selbstbestimmungsrechte von Native Americans. Sie verstarb am 26. Januar 1938.

Ihrem poltischen, künstlerischen, aktivistischen Schaffen in einem Blogpost gerecht zu werden, ist eigentlich unmöglich. Hier sollen nur einige ihrer Auseinandersetzungen und Errungenschaften angedeutet werden:

  • Während ihrer Zeit am Earlham College veröffentlichte sie eine Reihe von Essays in der Schulzeitung. Eines dieser Essays, in welchem sie die Zwangs-Christianisierung von Native American Schüler_innen an den Internaten anprangerte, gewann den Indiana State Oratorical Contest. (Als sie den Preis entgegennahm wurde sie mit rassistischen Bannern anderer Schüler_innen konfrontiert.)
  • Eine zeitlang arbeitete Zitkala-Ša selbst als Lehrerin. Gleichzeitig veröffentlichte sie aber Texte, die das Schulsystem vehement kritisierten. Aufgrund dieser Aktivitäten verließ sie dann auch den Schuldienst. Ihre eigenen Erlebnisse als Schülerin verarbeitete sie auch in späteren Geschichten.
  • Gemeinsam mit William Hanson schrieb sie The Sun Dance, ein Oper basierend auf Nakota Liedern. Die Oper wurde 1913 uraufgeführt und ist bis heute wohl die einzige (bekannter aufgeführte) Oper, die von Native Americans geschrieben wurde.
  • Sie war eine treibende Kraft für die Veränderungen der Staatsbürger_innenschafts-Rechte von Native Americans. Sie setzte sich dafür ein, dass Native Americans die US-amerikanische Staatsbürger_innenschaft erhalten konnten, ohne dass sie sich zu erst von ihren eigenen Nationen lossagen mussten. (Ein wichtiger Punkt, z.B. auch hinsichtlich von (rechtlichen) Landansprüchen.)
  • Im Jahr 1926 gründete Zitkala-Ša den National Council of American Indians und war bis zu ihrem Tod die Präsidentin.
  • Und dann ist natürlich auch nicht ihre schrifststellerische Tätigkeit zu vergessen, welche überhaupt Geschichten von und über Native Americans (hier in erster Linie Sioux) auf’s Papier brachte – und das nicht als Nebencharaktere in den (rassistischen) “Abenteuer”romanen weißer Menschen. In Geschichten wie beispielsweise “A Warrior’s Daughter”, wo die Protagonistin ihren Liebhaber retten muss, da er gefangen genommen wurde, schrieb sie vor allem auch Heldinnen in die Literatur ein.

Zum Weiterlesen auf Englisch:

Zitkala-sa” auf Native American Writers.

Zitkala-Ša: Nom de Defiance” beim Ms. Magazine.

 


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Samstagabendbeat mit Clara Rockmore

6. September 2014 von Charlott

Im Jahr 1928 patentiert der russischer Erfinder Léon Theremin das nach ihm benannte Instrument. Es war eines der ersten elektronischen Instrumente und hebt sich noch durch einen andere Besonderheit hervor: Es wird gespielt (fast) ohne es zu berühren. Heute wird das Instrument (außerhalb der “klassischen” Musik) häufig mit (männlich konnotierter) Geek-Kultur in Zusammenhang gebracht. So verwendet die Musik eines Babylon 5 Films ein Theremin und das Instrument hat in einer Big Bang Theory Folge einen großen Auftritt. Vergessen dabei wird oft jene Person, die als virtuoseste Theremin-Spieler_in gilt: Clara Rockmore. Rockmore, 1911 geboren, und klassisch an der Violine ausgebildet, war auch eine der ersten Spieler_innen überhaupt. Und nicht nur das, schon früh arbeitete sie direkt mit Léon Theremin zusammen, gab wesentliche Hinweise zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Instruments. Zu ihrer Lebzeit erschien ein Album The Art of the Theremin (1987). Posthum erschien im Jahr 2006 Clara Rockmore’s Lost Theremin Album. (Begleitet in dem Video und auch vielen anderen Aufnahmen wird sie von ihrer Schwester, der Konzertpianistin Nadia Reisenberg.)


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#feministsarehot, #schauhin, Breaking Bad – die Blogschau

6. September 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 255 von 256 der Serie Die Blogschau

Eine ausführliche Besprechung von Marlene Streeruwitz´ Roman “Nachkommen” hat Melusine Barby für Gleisbauarbeiten verfasst.

#feministsarehot? Fallstricke lauern bei verkürzendem Hashtag-Aktivismus hier und da. Einen greift Heng bei Tea-riffic auf: “Als eine dieser berüchtigten haarigen, dicken, lesbischen_typenhassenden, nicht-weißen, veganen Feministinnen, vor denen seit Jahrzehnten in den Medien gewarnt wird, habe ich es endlos satt, dass sich von “Menschen wie mir” abgegrenzt werden muss.”

Ebenfalls bei Tea-riffic, aber ein anderes Hashtag: Angesichts von rassistischen Übernahmeversuchen des Hashtags #schauhin fordern die Aktivist_innen der Kampagne dazu auf, das Hashtag zurück zu erobern. Sie haben einen Film gedreht, der noch einmal zeigt, was es mit dem sogenannten “umgekehrten Rassismus” auf sich hat.

Nadia stellt bei Shehadistan den Film “The Women of The Assad Opposition” vor und verlinkt ihn netterweise auch direkt zum Anschauen.

Viele Links und Infos rund ums Thema “Nähen für große Größen” hat Ringelmiez zusammen getragen.

Im Mai sollte Simran Sodhi aus Berlin ausgewiesen werden, was zum Glück verhindert werden konnte. In einem Interview mit ihrem Team von With Wings and Roots erzählt sie von ihren Erfahrungen in diesem Prozess, vom Kampf gegen die Ausweisung und von ihrer Arbeit.

Es gibt ein neues Blog zu den Verschränkungen von Rassismus, Fat Shaming und Heterosexismus: Hier ist Schwarz Rund.

Platt sexistische Werbung und kein Ende – diesmal proudly presented von Borco, Herstellerfirma von Sierra Tequila und Paloma Lemonade. Genderfail kauft das nicht.

Einen Videobeitrag zum Thema “Haare, menschliche Grenzen und mixed People” hat Wurzelfrau für uns bereit gestellt.  Schwarz Rund hat diesen Beitrag aufgegriffen und dazu noch etwas aus ihrer Perspektive geschrieben.

Kontextfrei und Spaß dabei? Steinmädchen kritisiert die selbsterklärte Anti-Stigma-Kampagne Ich bin in Therapie, weil sie den Kontext ausblendet, in dem psychiatrische Diagnosen und das Reden von psychischer Krankheit stehen.

Welche Serienheld_innen geliebt und welche gehasst werden, hat auch mit Sexismus zu tun. Auch bei der weit und breit gefeierten Serie “Breaking Bad”, wie Antiprodukt zeigt.

Jayrôme hat auf seinem Blog eine neue Rubrik gestartet: “In Ein Hoch auf …! möchte ich Trans* und gender queer Menschen aus dem deutschsprachigen Raum, die meine Bewunderung hervorrufen, jeden Monat mit einem Text würdigen.” Den Anfang macht seine schöne Freundschaftserklärung an den Musiker MSOKE.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Selbermach-Sommer

1. August 2014 von der Mädchenmannschaft

Wir gehen in die Sommerpause! Für einen Monat verabschieden wir uns von euch und sind am 1. September wieder frisch und sommergebadet zurück. Mit neuen Gedanken von neuen Autor_innen im MM-Team! Whheeee!!! Aber mehr verraten wir noch nicht. Ihr könnt die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag 31 Tage lang für Austausch, Feedback, Links und Hinweise nutzen. Gelegentlich schalten wir sogar Kommentare frei ;) Wir wünschen euch einen sahneeisvollen August. Als kleines Abschiedsgeschenk haben wir euch unsere Sommerplaylist zusammengestellt. Videos nach dem Gif!

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Samstagabendbeat mit Alsarah

12. Juli 2014 von Anna-Sarah

Auch von der Fusion-Festivalcrowd hoffentlich angemessen gewürdigt ist Alsarah gerade durch Europa getourt. Im März kam das Album “Silt” von Alsarah & The Nubatones raus, als Vorgeschmack gab es die “Soukoura”-EP. Und hier noch eine Zugabe.


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Samstagabendbeat mit The Lijadu Sisters

5. Juli 2014 von Anna-Sarah

In diesem Frühjahr haben die Zwillingsschwestern Kehinde und Taiwo Lijadu ihr Comeback auf der großen Bühne gefeiert. Hier und heute im Samstagabendbeat: zwei Songs von ihrem wegweisenden Abum “Danger”, erschienen 1976.


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“Songs of Gastarbeiter”, Gewaltandrohungen und Kriminialisierung antifaschistischer Proteste – kurz verlinkt

11. Juni 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 238 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Josef S. sitzt seit vier Monaten in Untersuchungshaft in Wien, weil er als angeblicher “Rädelsführer” der antifaschistischen Proteste gegen den im Januar durchgeführten Burschenschaftlerball angeklagt ist. Über den Mangel an Beweisen und fabrizierte Vorwürfe, die für das Gericht trotzdem keine Schwierigkeit darzustellen scheinen, berichtet Der Spiegel.

Aktivistinnen veranstalteten in der Wiener Secession eine Intervention gegen Kolonialismus, Rassismus und Sexismus und sprachen mit dieStandard.at über die Notwendigkeit, anwesend zu sein.

Der Frauenverband Courage war bei der Präsentation des 18. Grundrechte-Reports dabei, wo es auch um die Aberkennung des Gemeinnützigeitsstatus des Verbands ging.

Die Frauenstiftung filia ruft angesichts der aktuellen Flutverheerungen auf zur Unterstützung für Frauengruppen auf dem Balkan.

Die Purple Velvet International Female Hip Hop Tour mit Sookee, Shirlette Ammons, Lex LaFoy & DJ Doowap, nobigbutL & DJ Boogie Dan ist zu Ende gegangen. Ein Video fasst ein paar Eindrücke zusammen.

Ein Mann hat die taz aufgrund einer Ausschreibung, die sich ausschließlich an Frauen mit Migrationshintergrund richtete, verklagt – und Recht bekommen. Das Arbeitsgericht Berlin hat der Klage des Mannes tatsächlich entsprochen, berichtet der Tagesspiegel.

Hengameh Yaghoobifarah hat für das Migrazine die Musik-Compilation “Songs of Gastarbeiter” besprochen.

englischsprachige Beiträge

“Wenn Du aufhörst, etwas zu fühlen”: Reni Eddo-Lodge schrieb über Depressionen und Angstzustände.

Gerade läuft in den USA die zweite Staffel der Serie “Orange Is The New Black” an. Der New Yorker schreibt über die katastrophalen Zustände in einem der realen Gefängnisse (Riverhead), in dem gedreht wurde, und die Kampagne “Humanity Is The New Black”.

Reporting Around R. Kelly’s Child Shows Depth of Trans Ignorance” stellt Kat Callahan fest und zeigt anhand eines Artikels auf, wie Medienberichterstattung gewaltvoll misgendered und Stereotype re_produziert.

Shakesville wendet sich gegen die Rhetoriken a la “Beachte die Drohungen im Netz doch einfach nicht”, “Wenn du darauf eingehst, dann machst du doch nur, dass sie weiter machen”; stattdessen fordert sie: “And because I can talk about it, I’m going to. We need to talk about this. Those of us who can.” [Inhaltshinweis: Beschreibung von Gewalt(androhungen)]

Die Autorin und Cartoon-Zeichnerin Alison Bechdel hat für den The New Yorker ein Skizzenbuch angefertigt. Es geht um eine verflossene Liebe und wie diese Erinnerungen Jahre später eine immer noch treffen. Eine schöne Skizze für den Sommer.

Termine in Berlin und Hamburg:

Am 12.06.2014 in Hamburg: Vom Recht auf Selbstbestimmung – Sexarbeit und Migration. Vortrag und Diskussion.

Vom 14. 06. bis 10.08.2014 in Berlin: What is queer today is not queer tomorow. Ausstellung und Veranstaltungen.


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Samstagabendbeat mit “Four Women”

24. Mai 2014 von Anna-Sarah

Schon ein paar Jahre alt, aber jetzt erst entdeckt: diese Version des Nina-Simone-Klassikers “Four Women” von Kelly Price, Marsha Ambrosius, Jill Scott und Ledisi, präsentiert bei den Black Girls Rock Awards 2011.


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