Einträge mit dem Tag ‘Musik’


Samstagabendbeat mit Half Girl (und “Cats Against Catcalling”)

1. Juni 2013 von Charlott

Es ist soweit: Gestern erschien die nun mehr sechste Riot Grrrl Compilation. Für diese taten sich Riot Grrrl Berlin und Hollaback Berlin zusammen und bringen uns jetzt 95 (!!!) Bands_Künstler_innen nach Hause. Der Titel “Cats Against Catcalling” ist inspiriert durch das gleichnamige Hollaback-Tumblr. Die ganze Compilation ist wie immer kostenfrei runterzuladen. Einige der Songs beschäftigen sich explizit mit dem Thema street harassement (wie zum Beispiel “My Dress Is Not A Yes” von Feminist Princess oder “Je Ne Suis Pas Interessée” von Nele Needs A Holiday), andere nutzen die weitere Themenpalette.

Mit dabei sind auch Half Girl, jene Band bei der auch Julie Miess, die früher Bassistin bei Britta war, spielt. Und die rufen dem Motörhead-Sänger zu: Lemmy, I am a feminist! (Video via Mädchenblog)


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“Positiv denken” ist nicht alles – Kurz Verlinkt

29. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 192 von 195 der Serie Kurz notiert

Über das ewige Mantra des “positiv Denkens” schreibt the body is not an apology, denn letzten Endes sind die dazugehörigen Meme auch schnell anschlussfähig für Gedanken wie “Wenn du es nur hart genug versuchst, kannst du es schaffen”, wobei gesellschaftliche Strukturen ignoriert und Benachteiligungen individualisiert werden. (Englisch)

““Some of Us are Brave” – Das Erbe Schwarzer Aktivistinnen in Deutschland” – der von Sharon Dodua Otoo für’s Missy Magazine geschriebene Text ist nun auch beim ISD e.V. erschienen.

Der SPIEGEL verkündete groß, mit Bezug auf eine Studie, dass vor allem Männer Opfer von Gewalt in Partnerschaften wäre. Doch was sagt die Studie wirklich? Andrej Holm nimmt sie im Freitag auseinander und kommt zu ganz anderen Ergebnissen als die SPIEGEL-Autoren.

Beim SWR gibt es einen Beitrag zu Frauen in der extremen Rechten. Dort heißt es dann: “Rechte Frauen werden unterschätzt. Sie engagieren sich, sind nett, interessiert. Dadurch finden sie unauffällig ihren Weg in die Mitte der Gesellschaft.”

Der Nobelpreis für Literatur ist bekanntermaßen auch eher ein boys club. Ms. Afropolitan stellt fest, dass von den (mickrigen) zwölf Preisen, die jemals an Frauen gingen, nur Nadine Gordimer als Frau aus Afrika gewann. Bis heute hat nie eine Schwarze Afrikanerin gewonnen. Dabei hätte es doch bisher schon viele würdige Autorinnen gegeben. (Englisch)

Vor einiger Zeit forderte eine Petition “ARD, ZDF und die dritten Programme: Klärt endlich angemessen über den Sexismus in dieser Gesellschaft auf!”. Nun gab es (unbefriedigende) Antworten.

Kennt ihr inspirierende Musiker_innen? Und würdet über diese vielleicht sogar einen kurzen Text schreiben? Bei LaMoustache wird Unterstützung für ein Projekt in Kommunikationsdesign gesucht.

Und nun noch ein etwas älterer Artikel für all jene, die gerne “Aber, aber die Wissenschaft_Medizin…!” rufen, wenn es um fat acceptance geht. In dem Text im International Journal for Epidemiology nehmen die Wissenschaftler_innen erst verschiedene Standardaussagen (wie z.B. “Es gibt klare Verbindungen zwischen ‘Übergewicht’ und Gesundheit.”) auseinander und fragen sich dann, wenn es doch kaum wissenschaftliche Belege gibt, warum wird dann solche Panik gemacht? (Englisch)

Es gibt ein neue Zeitschrift, die ihr euch auch runterladen könnt: Body Politics. Dort dreht sich alles um Körpergeschichte, die erste Ausgabe beschäfftigt sich mit Fordismus.

Termine in Berlin, Heidelberg, Linz und Würzburg:

Am 1. Juni spielt Adowoa Hackman in der Beginne in Berlin. Wir hatten sie im letzten Jahr auf der Mädchenmannschaft interviewt.

Am 8. und 9. Juni findet in Würzburg das nun III. FemFest statt.

12.-15. Juni in Heidelberg: Es findet das erste Heidelberger lady*fest statt.

22. Juni in Linz: Femcamp Linz (das zweite österreichische offene BarCamp mit Frauenschwerpunkt) steht an.


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Samstagabendbeat mit Ebow X

18. Mai 2013 von Anna-Sarah

Auf der Website von Ebow X gibt es ein besonderes Schmankerl, um mal einen Begriff aus der Musikerin Heimatregion zu bemühen: Und zwar ein 23minütiges Nonstop-Snippet-Video, eigentlich besser gesagt fast einen Kurzfilm zum inzwischen etwa ein Jahr alten Mixtape “Habibi’s Liebe & Kriege”. Eine Besprechung  von Sookee könnt ihr in der Februar-Ausgabe der an.schläge lesen (und in verschiedenen Interviews mit Ebow u.a. warum sie den ständigen M.I.A.-Vergleich nicht so dolle findet), zum Audiostream geht’s hier, noch mehr gibt’s bei Ebows Soundcloud. Und eine Facebookseite hat die Künstlerin auch. Gerade auch weil ich mir bei Ebows Texten nicht immer zu 100% sicher bin, was ich davon halte(n sollte): ich bin gespannt auf das Album, das noch dieses Jahr erscheinen soll und freu mich sehr drauf.


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Elektro, Herrenclubs und die Krise der Männlichkeit – kurz notiert

24. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 187 von 195 der Serie Kurz notiert

10 Pionierinnen elektronischer Musik und queere Musik_erinnen of Color, die ihr unbedingt kennen solltet.

In Boston sind durch einen Terroranschlag auf den Boston Marathon mehrere Menschen gestorben. Die Medien berichteten ohne Unterlass – leider nicht ohne Rassismen zu bemühen, wie Bitch Magazine berichtet.

Obwohl immer behauptet wird, dass wir in einer hypersexualisierten Gesellschaft leben, wird anscheinend nur sehr selten ehrlich über Sex gesprochen. Eine neue Webseite soll dem entgegenwirken, berichtet Salon.com.

Der Guardian widmet sich “The Sessions“, einem Film, der Behindertwerden und Sex thematisiert. Ebenfalls im Guardian: Ein Bericht über #ShoutingBack, das Pendant zu #Aufschrei in Großbritannien.

Eine neue Ausgabe des Zines Masculine Femininities wurde veröffentlicht.

In Oldenburg wurde einer Frau der Wunsch auf die “Pille danach” verwehrt.

100 Prozent Mann sammelt Positionen, die noch nie von Frauen eingenommen wurden. Welcome to the Herrenclubs!

Der Guardian hat einen Nachruf auf Bi Kidude, der ersten Sängerin Zanzibars, veröffentlicht.

“Die im Anschluss an den #Aufschrei geführte Debatte über die Krise von Männlichkeit ist eine Form altbewährten Konservatismus”, schreibt Claire Horst für Analyse & Kritik.

Disney hat die hauseigenen Prinzessinnen einem Redesign unterzogen: Nach wie vor finden sich kaum Charaktere of Color unter den Figuren und Heldinnen wie Mulan oder Pocahontas wurden mit dem neuen Make Over weiß “gewaschen”, kritisiert sparksummit.com.

Eine Modelagentur warb vor einer Klinik für Essstörungen in Schweden um neue Klientinnen, berichtet dieStandard.at.

In Hamburg fand vergangenes Wochenende erstmals eine Frauenflüchtlingskonferenz statt. Die Junge Welt sprach mit Eylem Silan, die sich in der Vorbereitungsgruppe engagierte.

Eine Highschool-Studentin wurde von ihrem Direktor bedroht, weil sie eine Anti-Verhütungsmittelveranstaltung an ihrer Schule öffentlich kritisierte.

Servicepost für Cis-Frauen auf autostraddle.com: Mit Trans*frauen interagieren, ohne ständig Transphobie zu reproduzieren.

Zimbabwe hat mit einer überwältigenden Mehrheit für einen Entwurf gestimmt, nach der nun Geschlechtergerechtigkeit und Frauenrechte in der Verfassung Eingang findet.

Auf addicting.info finden sich zehn verschiedene Begriffe, die eigentlich viel besser passen würden als “Pro Life“, ein Begriff mit dem sich Abtreibungsgegner in den USA schmücken.

Body Love Wellness kritisiert den aktuellen Werbeclip von Dove.

Termine in Berlin und Gießen findet ihr nach dem Klick

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Samstagabendbeat mit san:set

20. April 2013 von Magda

Durch eine Verlinkung auf Facebook durch Konnys Lesbenseiten wurde mir diese tolle Singer-Songwriterin in die Timeline gespült: san:set (Facebook-Link). Mit ihren selbstgeschriebenen Songs hat sie im Flug mein kleines Herz erobert:

“Ich habe Musik nie gelernt, ich habe sie immer nur gefühlt”


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Samstagabendbeat mit Nanjira

13. April 2013 von Magda

Die kenianische Mathematikerin und Social Media Expertin Nanjira ist politisch ganz schön aktiv und war erst kürzlich bei der Internationalen Aktivist_innen-Konferenz “Mobilize” zu Besuch, bei der die Mädchenmannschaft die Podiumsdiskussion und den Workshop zu feministischen Bündnissen ausrichtete. Dort konnte mensch bereits bei einer improvisierten Session ihre tolle Stimme bewundern. Erst vor wenigen Wochen hat Nanjira nun auch ihr erstes Video veröffentlicht. In ihrer Musik spielt Politik eine wichtige Rolle: In “Walking” thematisiert sie häusliche Gewalt und wünscht sich nichts mehr, als dass Betroffene die Kraft haben, zu fliehen. (Inhaltswarnung: Darstellung häuslicher Gewalt)

Nanjira ist auf twitter und facebook.


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Samstagabendbeat mit Rokia Traoré

6. April 2013 von Charlott

Am 8. April (also quasi gleich) kommt das nun mehr fünfte Album (“Beautiful Africa”) der Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Rokia Traoré raus. Anlass genug für eine kleine Samstagabendbeat-Würdigung.

Neben tollen Alben, wie der bereits 2000 erschienenen und bis heute wunderbaren Platte “Wanita”, hat Traoré auch mit Toni Morrision an einem Theaterstück (“Desdemona“) gearbeitet. Traoré schrieb die Musik und entsprechenden Lyrics und trat auch in den Inszenierungen auf.

Am liebsten würde ich euch jetzt alle einen Theatersaal zerren. Da das aber eher nicht möglich ist, gibt es hier heute ganze 100 Minuten Konzert. Und davor noch ein Zitat von Traoré:

Sie [Europäer_innen] haben entschieden wie afrikanische Musik sein soll. Wenn also ein_e europäische_r Musiker_in nach Afrika geht um eine Platte aufzunehmen, weil er_sie einen anderen Sound möchte, dann ist das großartig, es ist genial. Aber wenn Afrikaner_innen etwas mit europäischen Einflüssen machen, dann ist das nicht normal. (Übersetzung von mir)


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Doing Gender, Doing Sexism, Doing rebel grrrl convention – Die Blogschau

6. April 2013 von Sabine
Dieser Text ist Teil 197 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Berliner Bar 111 hat wieder Neues in der Kategorie Sexismus anzubieten. Helga wünschte, es sei ein Aprilscherz. Diesmal sind sie auf der Suche nach Personal. Dreimal dürft ihr raten, wie da die Vorstellungen sind.

Auf femgeeks gibt es jetzt eine Linksammlung, sie ist unterteilt in acht Kategorien. Schön viel Stoff. Und bei Distelfliege geht es direkt weiter mit einer Critical Whiteness Leseliste.

Ein Praktikum an einer Grundschule: In welchen Situationen spielt das Geschlecht der Kinder eine Rolle? Und was heißt es, wenn Doing Gender passiert? Jo, die Jungs haben die Fußballbücher.

Warum regt das Thema neue Väter „oder dessen mediale Behandlung“ so auf? Auf Zehenspitzen hat ihre Sicht dazu aufgeschrieben.

Philosophinnen in Schulbüchern? Leider Mangelware, konstatiert Marit Rullmann.

Rebel Grrrl Convention. Mega cool! Hier eine Einladung zur Mitgestaltung eines Treffens von FrauenLesbenTrans*Intersex, die Musik machen wollen, auflegen, performen und einen politischen Anspruch an ihre Arbeit haben. Interessiert?

Auf Shehadistan findet ihr einen „offenen Brief an Femen“ (engl.). „We are proud Muslimahs, and we’re sick of your colonial, racist rubbish disguised as “women’s liberation”!“ und das hat Gründe, weiterlesen hier.

Nadia hat an den 19. Todestag von Kurt Cubain erinnert. Er hatte auch mal einen Brief an Bikini Kill geschrieben: Kurdt liebt sie total. Und wir vermissen ihn.

Prof. Dr. Grada Kilomba, Autorin, Dozentin, Lyrikerin, Denkerin. Kurz: eine der meist inspirierenden Schwarzen Frauen in Europa hat jetzt neben der HU Berlin eine Bloganschrift.

by the way: You should be a super heroine.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Samstagabendbeat mit Laura Mvula

30. März 2013 von Charlott

2013 könnte das Musik-Jahr für Laura Mvula werden. Bei Africa Is A Country schaffte es bereits ihre digitale EP “iTunes Festival 2012” auf die Liste der besten Alben 2012. Obwohl ja eigentlich gar kein Album und überhaupt – aber was gut ist, ist einfach gut.

Am 4. März kam nun ihr Debüt-Album “Sing To The Moon” heraus. Und es ist – wie zu erwarten war- ziemlich großartig. Diese Woche gab es endlich das Video zur neuen Single “That’s Alright”:

Und falls ihr Laura Mvula weiterfeiern wollt, gibt es hier noch das Video zu “Green Garden”:


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Wider die Eindimensionalität

25. März 2013 von Liz
Dieser Text ist Teil 15 von 18 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Die Münchner All-Girl-Band candelilla ist ganz schön klug. Das beweist sie auf ihrem herausfordenden neuen Album “HeartMutter”, findet Liz Weidinger in ihrer Kolumne auf derFreitag.

Foto - Nikolas Fabian Kammerer

Foto – Nikolas Fabian Kammerer

Endlich ist HeartMutter offiziell zu haben, endlich schreien die vier Münchnerinnen von candelilla so oft ich will ihre Textefragmente in mein Hirn. Und endlich kann ich ihrer Aufforderung aus Lied Nummer 27 Folge leisten und mir ein Bild vom sorgsam zusammengebastelten, zweiten Studioalbum machen, es mit meinen Gedanken verknüpfen – und doch so gar nicht verstehen.

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