Einträge mit dem Tag ‘Musik’


Samstagabendbeat mit Lily & Madeleine

18. Oktober 2014 von Charlott

Für alle, die bereits First Aid Kit und ähnliches lieben, hier ein weiteres Schwestern-Duo: Lily & Madeleine sind gerade einmal 17 und 19 Jahre alt, haben diese Woche aber mit “Fumes” bereits ihr zweites Album herausgebracht. Thema dieser Platte sei Empowerment, sich Weiterentwickeln, Erwachsenwerden und dabei eigene Entscheidungen zu treffen, sagt Madeleine in einem Interview mit Rookie.


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Yes mean Yes, Mos Maiorum, Ferguson – kurz verlinkt

15. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 251 von 252 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die liebreizende Band Respect My Fist hat ein Musikvideo zu ihrem Song “Ich blute” gedreht.

Was Feminist_innen quasi schon immer predigten, wird nun in Kalifornien Gesetz: Das neue Gesetz “Yes means Yes” besagt, dass von allen Seiten Einvernehmlichkeit herrschen muss, wenn es zu sexuellen Handlungen kommt. Viel bescheuerte Kritik kam darauf hin und Margarete Stokowski kommentiert das in der taz.

Über die wegweisende Arbeit der Wissenschaftlerin Nikita Dhawan und die Versuche, postkoloniale Perspektiven in der deutschen Unilandschaft zu etablieren, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Klingt erschreckend, ist aber nur die Spitze des Eisbergs” – Tupoka Ogette schreibt beim MiGAZIN über Rassismus an Schulen.

Seit Anfang der Woche (und bis zum 26. Oktober) läuft die europaweite Polizeiaktion “mos maiorum”, welche Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus aufspüren soll.  Das Projekt Map Mos Maiorum sammelt seitdem Informationen zu den Kontrollen. Auf Travel Warning EU gibt es eine Reisewarnung in vielen Sprachen zum Weiterverteilen.

englischsprachige Links

Schon etwa ein jahr alt, aber immer noch aktuell ist ein Bericht von Al Jazeera: Die inzwischen zehnjährige Nabila Rehman verlor ihr Großmutter durch eine US-amerikanischen Dronenangriff, ihre Geschwister wurden verletzt. Für ihre Geschichte interessierte sich bei einer Anhörung in Washington jedoch kaum jemand.

Ein Gespräch zwischen bell hooks und Laverne Cox zu Feminismus gibt es nun als Videomittschnitt.

Die Proteste in Ferguson werden von Frauen getragen, analysiert MSNBC: “Since Aug. 9, when a police officer shot and killed unarmed 18-year-old Michael Brown in broad daylight, women have made up a significant number of the protesters in the streets. Many of the women heard their voices go hoarse after spending hours leading chants and making up rhymes. A number of them have been arrested — even more than once.”

Gestern war Ada Lovelace Day. Dazu passend fragte der Guardian mit einem Quiz “Was wisst ihr über Frauen in der Wissenschaft?“.

Termine in Berlin, Frankfurt-Bockenheim und Wien
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Samstagabendbeat mit Vashti Bunyan

4. Oktober 2014 von Charlott

Vashti Bunyan veröffentlichte ihr erstes Album “Just Another Diamond Day” im Jahr 1970, nachdem sie einige Jahre lang mit ihrer feinen Pop und Folk inspirierten Musik aufgetreten war und bereits Singles herausgebracht hatte. Die Platte allerdings verkaufte sich schlecht und Bunyan wandte der Musik-Industrie ihren Rücken zu.

Doch auch wenn nur wenige Menschen das Album erwarben, erreichte es in einigen Kreisen einen Kult-Status. Anfang der 2000er mit Musikerinnen wie Joanna Newsom und einer neuen Folk-Szene am Horizont wurde Bunyans Debut wiederveröffentlicht. Aktuelle Künstler_innen nahmen zu ihr Kontakt auf und sie begann sich an Aufnahmen zu beteiligen und eigene neue Songs zu schreiben. Im Jahr 2005 erschien dann – 35 Jahre nach dem Debut! – ihr zweites Album “Lookaftering”. Zwei Jahre später brachte sie “Some Things Just Stick in Your Mind – Singles and Demos 1964 to 1967″ heraus.

Diese Woche erschien “Heartleap”, ein weiteres Album mit neuem Material. Die Songs hat Bunyan über die letzten sieben Jahre in ihrem Heimstudio aufgenommen. “The whole point of the album was finally to learn a way that would enable me to record the music that is in my head, by myself”*, wird sie zitiert und sie sagt, es wird ihr letztes Album sein.

Zum heutigen Abend ihre zweite Single aus dem Jahr 1966:

*Übersetzung: “Das Ziel des Albums war es endlich eine Methode zu erlernen, die es mir ermöglicht die Musik, wie sie in meinem Kopf ist, selbst so aufzunehmen.”


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Samstagabendbeat mit Refiloe Motau aka Fifi the Rai Blaster

20. September 2014 von Charlott

Fifi the Rai Blaster ist eine südafrikanische Künstlerin. Während ihres Studiums in Pretoria ärgerte sie sich über das re_produzieren kapitalistischer Ideen durch ihre Kommiliton_innen und das wenige Hinterfragen des Systems. Ihr Unverständnis nahm sie mit ins Tonstudio und macht seither wunderbare Musik mit HipHop, Funk und Jazz-Einflüssen und gesellschaftskritischen Texten.


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Samstagabend-Hardcore mit Anti-Corpos

13. September 2014 von Magda

1, 2, 3, 4 – ein gellender Schrei hallte durch den Berliner Club So36 und ich fiel fast von der Bank, auf der ich es mir gemütlich gemacht hatte. Das war das erste Mal, dass ich Anti-Corpos live beim LaDIYfest in Berlin hörte. Daraufhin stellte ich mich auf die Bank, um die vier Musiker_innen der brasilianisch lesbisch-feministischen Hardcore Band besser sehen zu können und war sehr beeindruckt.

Gerade befinden sie sich in Deutschland und touren hart, unter anderem waren sie im August mit Yansn und Respect My Fist unterwegs. Das hier angekündigte Soli-Konzert in der Scherer 8 in Berlin wird nicht stattfinden. Anti-Corpos hat dazu auf ihrer Facebook-Seite ein Statement veröffentlicht.

Live im SO36 in Berlin nach dem Klick (mehr …)


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Wer war … Zitkala-Ša?

11. September 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 39 von 40 der Serie Wer war eigentlich …
Zitkala-Ša. (Foto 1898 aufgenommen von Gertrude Käsebier)

Zitkala-Ša. (Foto 1898 aufgenommen von Gertrude Käsebier)

Am 22. Februar 1876 wurde die Schriftstellerin, Aktivistin, Lehrerin und Musikerin Zitkala-Ša geboren. Wie viele Native American Kinder wurde sie in einem Internat beschult, welches Teil des kolonialistischen System der USA war. Sie musste ausschließlich Englisch sprechen, ihre Haare wurden abgeschnitten und zum Christentum sollte sie umerzogen werden. Zitkala-Ša wehrte sich schon früh – vor allem schreibend – gegen dieses System. Ihr Leben lang kämpfte sie ob in politischen Organisationen oder durch ihre schrifstellerische Tätigkeiten für die Selbstbestimmungsrechte von Native Americans. Sie verstarb am 26. Januar 1938.

Ihrem poltischen, künstlerischen, aktivistischen Schaffen in einem Blogpost gerecht zu werden, ist eigentlich unmöglich. Hier sollen nur einige ihrer Auseinandersetzungen und Errungenschaften angedeutet werden:

  • Während ihrer Zeit am Earlham College veröffentlichte sie eine Reihe von Essays in der Schulzeitung. Eines dieser Essays, in welchem sie die Zwangs-Christianisierung von Native American Schüler_innen an den Internaten anprangerte, gewann den Indiana State Oratorical Contest. (Als sie den Preis entgegennahm wurde sie mit rassistischen Bannern anderer Schüler_innen konfrontiert.)
  • Eine zeitlang arbeitete Zitkala-Ša selbst als Lehrerin. Gleichzeitig veröffentlichte sie aber Texte, die das Schulsystem vehement kritisierten. Aufgrund dieser Aktivitäten verließ sie dann auch den Schuldienst. Ihre eigenen Erlebnisse als Schülerin verarbeitete sie auch in späteren Geschichten.
  • Gemeinsam mit William Hanson schrieb sie The Sun Dance, ein Oper basierend auf Nakota Liedern. Die Oper wurde 1913 uraufgeführt und ist bis heute wohl die einzige (bekannter aufgeführte) Oper, die von Native Americans geschrieben wurde.
  • Sie war eine treibende Kraft für die Veränderungen der Staatsbürger_innenschafts-Rechte von Native Americans. Sie setzte sich dafür ein, dass Native Americans die US-amerikanische Staatsbürger_innenschaft erhalten konnten, ohne dass sie sich zu erst von ihren eigenen Nationen lossagen mussten. (Ein wichtiger Punkt, z.B. auch hinsichtlich von (rechtlichen) Landansprüchen.)
  • Im Jahr 1926 gründete Zitkala-Ša den National Council of American Indians und war bis zu ihrem Tod die Präsidentin.
  • Und dann ist natürlich auch nicht ihre schrifststellerische Tätigkeit zu vergessen, welche überhaupt Geschichten von und über Native Americans (hier in erster Linie Sioux) auf’s Papier brachte – und das nicht als Nebencharaktere in den (rassistischen) “Abenteuer”romanen weißer Menschen. In Geschichten wie beispielsweise “A Warrior’s Daughter”, wo die Protagonistin ihren Liebhaber retten muss, da er gefangen genommen wurde, schrieb sie vor allem auch Heldinnen in die Literatur ein.

Zum Weiterlesen auf Englisch:

Zitkala-sa” auf Native American Writers.

Zitkala-Ša: Nom de Defiance” beim Ms. Magazine.

 


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Samstagabendbeat mit Clara Rockmore

6. September 2014 von Charlott

Im Jahr 1928 patentiert der russischer Erfinder Léon Theremin das nach ihm benannte Instrument. Es war eines der ersten elektronischen Instrumente und hebt sich noch durch einen andere Besonderheit hervor: Es wird gespielt (fast) ohne es zu berühren. Heute wird das Instrument (außerhalb der “klassischen” Musik) häufig mit (männlich konnotierter) Geek-Kultur in Zusammenhang gebracht. So verwendet die Musik eines Babylon 5 Films ein Theremin und das Instrument hat in einer Big Bang Theory Folge einen großen Auftritt. Vergessen dabei wird oft jene Person, die als virtuoseste Theremin-Spieler_in gilt: Clara Rockmore. Rockmore, 1911 geboren, und klassisch an der Violine ausgebildet, war auch eine der ersten Spieler_innen überhaupt. Und nicht nur das, schon früh arbeitete sie direkt mit Léon Theremin zusammen, gab wesentliche Hinweise zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Instruments. Zu ihrer Lebzeit erschien ein Album The Art of the Theremin (1987). Posthum erschien im Jahr 2006 Clara Rockmore’s Lost Theremin Album. (Begleitet in dem Video und auch vielen anderen Aufnahmen wird sie von ihrer Schwester, der Konzertpianistin Nadia Reisenberg.)


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#feministsarehot, #schauhin, Breaking Bad – die Blogschau

6. September 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 255 von 259 der Serie Die Blogschau

Eine ausführliche Besprechung von Marlene Streeruwitz´ Roman “Nachkommen” hat Melusine Barby für Gleisbauarbeiten verfasst.

#feministsarehot? Fallstricke lauern bei verkürzendem Hashtag-Aktivismus hier und da. Einen greift Heng bei Tea-riffic auf: “Als eine dieser berüchtigten haarigen, dicken, lesbischen_typenhassenden, nicht-weißen, veganen Feministinnen, vor denen seit Jahrzehnten in den Medien gewarnt wird, habe ich es endlos satt, dass sich von “Menschen wie mir” abgegrenzt werden muss.”

Ebenfalls bei Tea-riffic, aber ein anderes Hashtag: Angesichts von rassistischen Übernahmeversuchen des Hashtags #schauhin fordern die Aktivist_innen der Kampagne dazu auf, das Hashtag zurück zu erobern. Sie haben einen Film gedreht, der noch einmal zeigt, was es mit dem sogenannten “umgekehrten Rassismus” auf sich hat.

Nadia stellt bei Shehadistan den Film “The Women of The Assad Opposition” vor und verlinkt ihn netterweise auch direkt zum Anschauen.

Viele Links und Infos rund ums Thema “Nähen für große Größen” hat Ringelmiez zusammen getragen.

Im Mai sollte Simran Sodhi aus Berlin ausgewiesen werden, was zum Glück verhindert werden konnte. In einem Interview mit ihrem Team von With Wings and Roots erzählt sie von ihren Erfahrungen in diesem Prozess, vom Kampf gegen die Ausweisung und von ihrer Arbeit.

Es gibt ein neues Blog zu den Verschränkungen von Rassismus, Fat Shaming und Heterosexismus: Hier ist Schwarz Rund.

Platt sexistische Werbung und kein Ende – diesmal proudly presented von Borco, Herstellerfirma von Sierra Tequila und Paloma Lemonade. Genderfail kauft das nicht.

Einen Videobeitrag zum Thema “Haare, menschliche Grenzen und mixed People” hat Wurzelfrau für uns bereit gestellt.  Schwarz Rund hat diesen Beitrag aufgegriffen und dazu noch etwas aus ihrer Perspektive geschrieben.

Kontextfrei und Spaß dabei? Steinmädchen kritisiert die selbsterklärte Anti-Stigma-Kampagne Ich bin in Therapie, weil sie den Kontext ausblendet, in dem psychiatrische Diagnosen und das Reden von psychischer Krankheit stehen.

Welche Serienheld_innen geliebt und welche gehasst werden, hat auch mit Sexismus zu tun. Auch bei der weit und breit gefeierten Serie “Breaking Bad”, wie Antiprodukt zeigt.

Jayrôme hat auf seinem Blog eine neue Rubrik gestartet: “In Ein Hoch auf …! möchte ich Trans* und gender queer Menschen aus dem deutschsprachigen Raum, die meine Bewunderung hervorrufen, jeden Monat mit einem Text würdigen.” Den Anfang macht seine schöne Freundschaftserklärung an den Musiker MSOKE.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Selbermach-Sommer

1. August 2014 von der Mädchenmannschaft

Wir gehen in die Sommerpause! Für einen Monat verabschieden wir uns von euch und sind am 1. September wieder frisch und sommergebadet zurück. Mit neuen Gedanken von neuen Autor_innen im MM-Team! Whheeee!!! Aber mehr verraten wir noch nicht. Ihr könnt die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag 31 Tage lang für Austausch, Feedback, Links und Hinweise nutzen. Gelegentlich schalten wir sogar Kommentare frei ;) Wir wünschen euch einen sahneeisvollen August. Als kleines Abschiedsgeschenk haben wir euch unsere Sommerplaylist zusammengestellt. Videos nach dem Gif!

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Samstagabendbeat mit Alsarah

12. Juli 2014 von Anna-Sarah

Auch von der Fusion-Festivalcrowd hoffentlich angemessen gewürdigt ist Alsarah gerade durch Europa getourt. Im März kam das Album “Silt” von Alsarah & The Nubatones raus, als Vorgeschmack gab es die “Soukoura”-EP. Und hier noch eine Zugabe.


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