Einträge mit dem Tag ‘Musik’


Black History Month: Samstagabendbeat mit Akua Naru und Dynasty

28. Februar 2015 von Anna-Sarah

Den Samstagabendbeat widmen wir im Februar dem Black History Month/Black Future Month: Jede Woche stellen wir Schwarze Künstler_innen und ihren Aktivismus vor. Den Anfang machten die US-amerikanischen Rapperinnen Rapsody, stahhr und Sa-Roc; in der Woche darauf konntet ihr mehr zur großartigen Miriam Makeba lesen und hören. Letzten Samstag präsentierten wir drei tolle, Schwarze Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum.

Heute feiern wir im Samstagabendbeat zwei großartige Livekünstlerinnen, deren Bezugnahme auf widerständige(n) Geschichte(n), auf Wegbereiter_innen und Wegbegleiter_innen in ihrer Kunst immer präsent ist: Akua Naru  – die übrigens bis zum Sommer auf Tour auch im deutschsprachigen Raum ist – und Dynasty.


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Black History Month: Samstagabendbeat mit Joy Denalane, Noiseaux und Y’akoto

21. Februar 2015 von accalmie

Den Samstagabendbeat widmen wir im Februar dem Black History Month/Black Future Month: Jede Woche stellen wir Schwarze Künstler_innen und ihren Aktivismus vor. Den Anfang machten die US-amerikanischen Rapperinnen Rapsody, stahhr und Sa-Roc; letzte Woche konntet ihr mehr zur großartigen Miriam Makeba lesen und hören. Heute machen wir Platz für drei tolle, Schwarze Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum.

Die Berlinerin Joy Denalane wurde den meisten durch ihre Zusammenarbeit mit Freundeskreis bekannt: 1999 sang sie mit Max Herre das Duett “Mit Dir.” Von 2002 bis 2011 hat Denalane vier Studioalben und ein Live-Album veröffentlicht, auf denen sie in deutsch und englisch singt. Sie hat bereits mit Künstler_innen wie Hugh Masekela, Youssou N’Dour, Common, Bilal und dem Dresdner Symphonieorchester kollaboriert, und Joy Denalane thematisiert immer wieder (die Intersektionen von) Rassismus und Sexismus. “Soweto” findet sich auf ihrem Debütalbum “Mamani” (2002) wieder.

Noah Sow ist Aktivistin, Autorin (u.a. “Deutschland Schwarz weiss: Der alltägliche Rassismus”, 2008), Künstlerin, Musikerin (“Noiseaux”) und Produzentin aus Hamburg, die viele zunächst durch ihre Arbeit als Moderatorin und Redakteurin bei diversen Radio- und Fernsehsendern kennenlernten. Im Jahr 2001 gründete Noah Sow den Braunen Mob, eine Gruppe Schwarzer Aktivist_innen, die sich kritisch mit Rassismus in der deutschen Medienlandschaft auseinandersetzt und interveniert. Auch “No Democracy” von Noiseauxs letztem Album, “Spectrum” (2012), ist musikalische Gesellschaftskritik – in das ganze Album (beschrieben als “Elektro Loop Afro Chanson”) und weitere Lieder reinhören könnt ihr hier. Es lohnt sich auch immer, Noahs Blog zu besuchen und einen Blick ins Noiseauxs Interview mit Magda aus dem Jahr 2012 zu werfen.

Y’akoto ist eine deutsch-ghanaische Sängerin und Tanzpädagogin, die in Hamburg, Lomé und Paris lebt. Sie sang bereits mit Joy Denalane, Erykah Badu und Nneka, und ihr Debütalbum (“Babyblues”, 2012) wurde sowohl in Europa als auch in den USA gefeiert. Im letzten Jahr hat Y’akoto ihr zweites Album, “Moody Blues”, veröffentlicht, von dem der Song “Perfect Timing” kommt. Mehr zu Y’akoto, ihrer Musik und anstehenden Konzerten (wieder ab Mai diesen Jahres) könnt ihr auf ihrer Homepage entdecken.

Und zum Schluss zurück vom Black Future zum Black History Month: Heute vor fünfzig Jahren wurde der Schwarze Menschenrechtsaktivist Malcolm X (El-Hajj Malik El-Shabazz) ermordet. Mehr zu seinem Wirken, inklusive Videos verschiedener Interviews, findet ihr in dieser Zusammenstellung bei The Root.


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It’s my party and I cry if I want to – Zum Tod von Lesley Gore

17. Februar 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 45 von 45 der Serie Wer war eigentlich …

Gestern verstarb die Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin und Aktivistin Lesley Gore im Alter von 68 Jahren an Krebs. Dies teilte ihre Partnerin Lois Gatton mit: “Sie war ein wunderbarer Mensch – fürsorglich, großherzig, eine großartige Feministin, eine großartige Frau, ein großartiger Mensch, eine großartige Philanthropin.”

Mit 16 Jahren nahm Gore Gesangsunterricht in New York. Tapes, die sie aufnahm, gelangten zum Produzenten Quincy Jones und er wollte mit ihr arbeiten. Gleich ihre erste Single “It’s my Party (And I’ll Cry If I Want To)” (1963) wurde zum Nummer-1-Hit in den USA. Trotz des großen Erfolgs besuchte Gore weiter die Highschool – und vor ihrem Wohnhaus campten Fans. Einen weiteren Hit (und ihre letzte Top-10-Single) landete sie mit “You Don’t Own Me”, der 1996 als Abschlussong im Film The First Wives Club (Der Club der Teufelinnen) gesungen von Diane Keaton, Bette Midler and Goldie Hawn, noch einmal groß an Beliebtheit gewann. Über den Song, der ihr persönlicher Liebling war, sagte Gore selbst:

When I first heard that song at the age of 16 or 17, feminism wasn’t quite a going proposition yet. Some people talked about it, but it wasn’t in any kind of state at the time. My take on that song was: I’m 17, what a wonderful thing, to be able to stand up on a stage and shake your finger at people and sing you don’t own me.

Gore nahm 12 Alben auf und es erschienen eine Reihe von Compilations. Ihr letztes Album mit neuem Material brachte sie 2005 heraus, “Ever Since”, woraus Songs für Soundtracks für Serien wie CSI und The L Word übernommen wurden. Für den Film Fame (1980) schrieb sie gemeinsam mit ihrem Bruder Michael Gore den Song “Out Here on My Own“, welcher für einen Oscar nominiert wurde.

Neben ihrer Musikkarriere (und einigen Schauspielabstechern) beendete sie außerdem ein Studium am Sarah Lawrence College und engagierte sich politisch. Im Jahr 1968 war sie als Freiwillige aktiv in der Präsidentschaftskampagne von Robert Kennedy. Es verband sie außerdem eine Freundschaft mit der feministischen Aktivistin und Politikern Bella Abzug. Auch für diese setzte sie sich ein. Darüberhinaus war sie immer wieder in verschiedenen Projekten und Aktionen aktiv. In den 2000ern trat sie im Fernsehen als Gastgeberin des LGBT-Newsmagazins In The Life auf.

I’m young and I love to be young
I’m free and I love to be free
To live my life the way I want
To say and do whatever I please


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Black History Month: Samstagabendbeat mit Miriam Makeba

14. Februar 2015 von Charlott

Wie accalmie letzte Woche ankündigte, wollen wir diesen Februar anlässlich des Black History Months im Samstagabendbeat Schwarze Künstler_innenen und ihren Aktivismus vorstellen. Ein würdiger Anlass um endlich mal etwas zur südafrikanischen Musikerin und Aktivistin Miriam Makeba zu veröffentlichen.

Makeba wurde 1932 in Johannesburg geboren und erlebte ihre ersten sechs Monate im Gefängnis, wo ihre Mutter, eine Hausangestellte, wegen dem Verkauf illegal gebrauten Biers (ein Nebenerwerb in den ökonomisch sowieso sehr schwierigen Zeiten) einsaß. Makeba fing als Teenager an wie ihre Mutter Geld durch putzen zu verdienen. Mit 17 Jahren gebar sie ihre Tochter Bongi, die später eine ganze Reihe von Songs für Makeba schrieb und deren früher Tod mit nur 35 Jahren ein einschneidener Schicksalsschlag war.

Makeba tauchte bereits ab den 1950ern in die Musikszene des vibriernden Sophiatowns ein. Mit der Band Manhatten Brothers tourte sie durch Südafrika, Simbabwe und Congo. Im Jahr 1956 veröffentlichte sie den Song “Pata Pata“, der – als er zehn Jahre später nochmals in den USA erschien – zu einem ihrer größten Hits wurde. Makeba selbst bedauerte in Interviews, dass gerade dieser Song und nicht eines ihrer ernsteren Werke so symbolhaft für sie stand. Im Jahr 1959 flog Makeba nach Venedig zum Filmfestival für ihre Rolle in dem Film “Come Back Africa”. Das Erscheinen des Films, welcher einen kritischen Blick aufs Apartheid-Südafrika warf, verunmöglichte ihre Rückkehr nach Südafrika. Ihr Pass wurde für ungültig erklärt. Mit der Hilfe von Harry Belafonte migrierte Makeba in die USA.

Makeba verband zeitlebens immer ihre Musik mit politischem Aktivismus, auch wenn sie betonte, dass sie ‘einfach’ von ihren Erfahrungen singe. Die Sängerin, die viele Songs in afrikanischen Sprachen, vor allem Xhosa und Zulu, sang, kündigte einen weiteren Hit häufig mit folgendem Satz bei Konzerten an: “Die Kolonisatoren nennen den Song Click Song, weil sie nicht Qongqothwane sagen können.” Im Jahr 1963 sprach sie erstmals vor den Vereinten Nationen über das südafrikanische Apartheidssystem. Als Konsequenz wurde ihr die südafrikanische Staatsbürgerinnenschaft aberkannt und ihre Alben wurden in Südafrika verboten. Makeba heiratete den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael und sie zogen aufgrund politischer Verfolgung nach Guinea. In Interviews betonte sie immer wieder, dass Rassismus kein rein südafrikanisches Problem ist – nur dort in spezifischer Art und Weise institutionalisiert.

Miriam Makeba kehrte im Juni 1990, nach der Freilassung Nelson Mandelas, nach Südafrika zurück und konnte erstmals zum Grab ihrer Mutter reisen, an deren Beerdigung sie hatte nicht teilnehmen können. Sie starb 2008 nach einem Herzinfarkt, den sie bei einem Konzert in Italien zur Unterstützung der Anti-Camorra Kampagne von Roberto Saviano erlitt.

Zum Weiterlesen: Portait zu Miriam Makeba auf South African History Online.

Zum Weitergucken: 2011 erschien der Dokumentarfilm Mama Africa von Mika Kaurismäki.


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Black History Month: Samstagabendbeat mit Rapsody, Stahhr und Sa-Roc

7. Februar 2015 von accalmie

Februar ist Black History Month (Monat der Schwarzen Geschichte). Seinen Ursprung hat der Black History Month in den USA, wo er seit 1976 institutionalisiert ist. Historiker Carter G. Woodson und Pastor Jesse E. Morland gründeten 1915 die “Association for the Study of African American Life and History”, um den weiß-zentrierten Geschichtsschreibungs-Kanon mit Forschung und Lehre zu Afroamerikaner_innen zu erweitern. 1926 fand dann die erste “National Negro History”-Woche statt – absichtlich in die zweite Februarwoche gelegt, um somit auf die Geburtstage von Frederick Douglass und Abraham Lincoln zu fallen. Schulen, Universitäten und Gemeinden nahmen in den kommenden Jahrzehnten die Idee auf, informierten über und feierten Schwarze Geschichte und Kultur, und dank der Schwarzen Bürger_innenrechtsbewegung der 1950er und 1960er wurde die Woche schließlich zum Monat ausgedehnt.

Viele Länder weltweit feiern mittlerweile den Black History Month, inklusive Deutschland. Weitere Infos dazu findet ihr bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD); Veranstaltungen für Hamburg und Berlin sind hier und hier zusammengestellt. Das unabhängige Musiker_innenlabel “Saint Hero” erklärte diesen Februar indes zum “Black Future Month” und präsentiert AfroFuturistic-Kunst. Dem Black History/Black Future Month widmen wir im Februar den Samstagabendbeat: In den nächsten Wochen stellen wir Schwarze Künstler_innen und ihren Aktivismus vor. Den Anfang machen die US-amerikanischen Rapperinnen Rapsody aus North Carolina und stahhr und Sa-Roc aus Atlanta, Georgia.

Rapsody wurde bereits durch ihre Zusammenarbeit mit diversen Künstler_innen, unter anderem Erykah Badu, Common, Jean Grae, Rah Digga und Kendrick Lamar bekannt. Nach mehreren Mixtapes erschien 2012 ihr Debütalbum “The Idea of Beautiful”, und im letzten Jahr hat sie die EP “Beauty and the Beast” veröffentlicht. Das Stück “Drama” enstand im Kontext der tödlichen Schüsse auf Michael Brown durch den Polizisten Darren Wilson in Ferguson, Missouri. Rapsodys letztes Mixtape, “She Got Game”, kann man hier kostenlos herunterladen.

Auch stahhr (das doppelte H steht für Hip Hop) und Sa-Roc sind feste Größen in Atlantas Hip Hop-Landschaft. 2008 erschien stahhrs Debüt-Solo-Album “Almost Neva Was” und sie arbeitete bereits mit Künstler_innen wie Jasiri X, Del, J-Live und Staci Epps zusammen. Aufgewachsen in Washington D.C., hat Sa-Roc seit ihrem Atlanta-Debüt 2002 zahlreiche EPs, LPs und Mixtapes veröffentlicht (ein weiterer Reinhör-Tipp: Ihr Lied “Queen’s Philosophy” auf dem 2012er-Album “Ether Warz”). “Black God Theory” findet sich auf ihrer neuen LP, “Extra-Terrestrial”, wieder (die ab nächster Woche verfügbar ist).


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Beratung für Frauen mit Behinderung, Zwangsheterosexualisierung, Björk und Musik-Biz-Sexismus – kurz verlinkt

28. Januar 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 264 von 267 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links
Mädchen und Frauen mit Behinderungen erfahren besonders häufig Gewalt. Aus diesem Grund wird gerade die Internetplattform suse-hilft.de aufgebaut, auf der – möglichst barrierefrei – nach Informationen und Ansprechpersonen recherchiert werden soll: “Wo finde ich bei mir in der Nähe eine Therapeutin, die Gebärdensprache oder Leichte Sprache kann? Wo finde ich eine Anwältin, die sich mit dem Thema auskennt? Welche Selbstbehauptungstrainerin in der Nähe macht Kurse auch für behinderte Frauen?” Das Projekt benötigt noch Geld und kann über betterplace.org unterstützt werden.

Das Oberlandesgericht in Celle hat abgelehnt, dass in einer Geburtsurkunde der Eintrag “inter” oder “divers” geführt werden kann.

Homofeindlichkeit und Zwangsheterosexualisierung in der Therapie, Fall 472136127: Nun zog ein Betroffener vor Gericht, berichtet die taz.

Noch bis zum 01. März können bei filia. die frauenstiftung Projektideen zur Mädchenförderung eingereicht werden, um Gelder von bis zu 5000€ zu erhalten.

Der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde hat einen Offenen Brief zur M-Straße in Berlin, Dieter Hallervorden und kolonialrassistischen Kontinuitäten verfasst.

Das LOTTA-Magazin gibt “Stichworte zur Gründungsgeschichte” der NPD, die 2015 im 50. Jahr besteht.

englischsprachige Links

Wenn Schauspieler die gleichen nervigen Fragen beantworten müssten wie Schauspielerinnen (Kleid, Haar, Make-Up, Gewichtsabnahme…), dann würden die sich wundern: Kevin Spacey hat sich gewundert.

Als Geologen in den 1950ern anfingen den Meeresboden des Atlantiks mit Sonargeräten zu vermessen, durften Frauen nicht mit auf die Boote (weil sie natürlich Unglück brächten). Aus dem Datenmaterial die erste wirklich detaillierte Karte hat dann aber doch eine Frau erstellt: Marie Tharp. Mental Floss zeichnet ihre Geschichte nach und wie sie an den Grundfesten der Geologie rüttelte.

Egal welche Krankheit eine dicke_fette Person hat und wie sie behandelt werden könnte, erst einmal abnehmen lassen? Ja, es gibt Mediziner_innen die so etwas empfehlen. Dances With Fat nimmt die Empfehlung auseinander.

MTV stellt 12 neue queere Hip Hop Acts vor.

Ein neues Album der isländischen Sängerin Björk erscheint und in einem Interview hat sie erstmal sehr ausführlich über den im Musikbusiness erlebten Sexismus gesprochen. Feministing greift diese Aussagen in einem Artikel zu Björk und überhaupt “mansplaining” auf. Slate nimmt die Aussagen als Anlass, um Zitate von weiteren Künstlerinnen (so unterschiedliche wie Solange Knowles, Grimes und Taylor Swift) zusammenzustellen.

Celebrating the Love between Queer Women of Color – In 25 Gorgeous Photos!” – präsentiert Everyday Feminism.

Bei Flavorwire zerlegt Judy Berman Jonathan Chaits Artikel im New York Magazine, der “Political Correctness” als Einschränkung der (linksliberalen) Meinungsfreiheit bezeichnete.

Termin in Berlin:

04. Februar in Berlin, ab 19.00 Uhr: Lesung und Filmvorführung mit der simbabwischen Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga.


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Samstagabendbeat mit Missy Elliott

24. Januar 2015 von Anna-Sarah

Wir starten ins neue Jahr mit einer All-Time-Favoritin. Keine langen Reden notwendig.


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Samstagabendbeat mit ‘Colored Girls Hustle Hard’

10. Januar 2015 von Anna-Sarah

Vor etwas über einem Jahr schon einmal im Samstagabendbeat angekündigt, ist inzwischen ist das Mixtape da. Spätestens jetzt also: downloaden!


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Samstagabendbeat mit der MM-Best-of-2014-Winter-Playlist

20. Dezember 2014 von der Mädchenmannschaft

Bevor wir uns morgen in die zweiwöchige Winterpause verabschieden und euch bis Anfang Januar eine schöne Zeit und einen guten Rutsch in das neue Kalenderjahr wünschen, wird hier nochmal gesummt, gesungen, gewippt, gewackelt und getanzt! Das Mädchenmannschafts-Team hat euch eine Winterbeatlist (in jedem Sinne des Begriffs…) mit der Auswahl unserer persönlichen 2014-Lieblingslieder zusammengestellt. Ihr hattet ganz andere musikalische Favorit_innen dieses Jahr? Wir freuen uns über eure Ergänzungen in den Kommentaren. Weitere Lieblingssongs findet ihr auch in unserer 2014-Sommer-Playlist.

accalmie: Sia – Chandelier

Anna-Sarah: Mz 007 – Important

Charlott: Angel Haze – A Tribe Called Red

 

(mehr …)


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Das Jahr 2014 – Ein Feministisches Lexikon

19. Dezember 2014 von Charlott

Welche Themen standen auf unserer feministischen Agenda 2014? Welche Ereignisse haben das Jahr geprägt? Welche Personen und ihren Aktivismus haben wir bewundert? Zum Abschluss des Jahres gibt es dieses Mal ein Lexikon. Zu jedem Buchstaben könnte es natürlich noch zig weitere Einträge geben – ergänzt doch eure in den Kommentaren!

A wie Aktivismus, Ausschlüsse und Ablasshandel
Ein Thema, welches sich eigentlich durch jedes Jahr zieht/ ziehen sollte: Wie wollen wir unseren Aktivismus gestalten? Wie können dabei unterschiedliche Positionen bedacht und genutzt werden? Welche Taktiken und Praxen haben sich bewährt? Nadine machte sich darum einmal Gedanken darüber, wer wann auf Podien sitzt, wo Absagen vielleicht Sinn machen und wo nicht (und was das mit unterschiedlichen sozialen Positionierungen zu tun hat) und über Geldspenden als Art der ökonomischen Umverteilung.

B wie #BlackLivesMatter und #BringBackOurGirls
Am 09. August dieses Jahres wurde der Schwarze Jugendliche Michael Brown von dem weißen Polizisten Darren Wilson in Ferguson, Missouri, erschossen. Gegen den Polizisten wurde nicht mal ein Verfahren eingeleitet. Es handelt sich dabei natürlich nicht um einen Einzelfall, sondern es ist ein Beispiel für die anhaltende rassistische Polizeigewalt – die keinerlei Konsequenzen hat. In ihrem Text “Wenn Schwarzer Menschen nicht lächeln…” verlinkt Sharon eine ganze Reihe von weiteren Beispiel aus den USA und Deutschland. Von Ferguson ausgehend und durch weitere publik werdende Taten (die ebenfalls kaum Konsequenzen nach sich zogen) entwickelte sich in diesem Jahr eine Protestbewegung, die im Internet unter anderem unter dem Hashtag #BlackLivesMatter und auf den Straßen vieler Städte anzufinden war. In Berlin versammelten sich am 29. November Aktivist_innen am Brandenburger Tor, um den Opfern zu Gedenken und darauf zu verweisen, dass es stimmt: #FergusonIsEverywhere, Ferguson (d.h. rassistische Strukturen, die Gewalt legitimieren) sind kein rein us-amerikanisches Phänomen. So wird sich am 07. Januar zum bereits zehnten Mal der Tod von Oury Jalloh jähren. Derzeitig sammelt die Initiative im Gedenken an Oury Jalloh Geld um ein weiteres Gutachten zur Brand- und Todesursache anfertigen zu können.

Außerdem sollten nicht die 200 Mädchen, die am 14. April in Nigeria entführt wurden, vergessen werden.

C wie Chancengleichheit
Chancengleichheit, Chancengerechtigkeit, Teilhabe, Akzeptanz, > Toleranz, Inklusion – ein Wörtersalat, der häufig eher das “gut gemeint” als das “gut gemacht” abdeckt, wenn es um die Rechte von Menschen mit Behinderung geht. Hannah hat sich im November die Anhörung des Ausschusses “Arbeit und Soziales” zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen angehört und aufgezeigt, welche Diskussionen rund um das Bundesteilhabegesetz (nicht) geführt werden. Außerdem erklärte sie in einem weiteren Text, was der Begriff Inklusion eigentlich umfassen sollte und wie er häufig stattdessen ausgehöhlt wird.

D wie Diskurspolizei
Sprachdebatten zwischen “Darf man denn hier gar nichts mehr sagen!” und “Diese Gender-Leute drängen ja immer einen Sprachgebrauch auf!” begleiteten auch das Jahr 2014. Am prominentesten ist sicher die medial breit geführte “Debatte” um Lann Hornscheidts Sprachinterventionen. Auf einen öffentlichen Brief von WissenschaftlerInnen antwortete hier Jayrôme mit “Es ist Zeit, Realität als real zu betrachten“. Im Juli hatte außerdem accalmie die Verwendung diskriminierender Begriffe, die Verteidung dieser Praxis und das Umwerten als die echte Diskriminierung (TM) von Begriffen, die sonst unmarkierte Normen benennen, seziert.

E wie Elliot Rodger
Am 23. Mai tötete Elliot Rodger in Isla Vita, Kalifornien, sechs Menschen. Zuvor hatte er in Videos und einer über hundert Seiten langen “Autobiographie” seine Misogynie verbreitet. In vielen deutschsprachigen Medien wurde die Tat dekontextualisiert und individualisiert. Ich schrieb über die Hintergründe der Tat, wie sie vielleicht verhindert hätte werden können. (mehr …)


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