Einträge mit dem Tag ‘Mode’


Steinzeitmenschen sind auch nicht mehr, was sie mal waren – Kurz verlinkt

4. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 184 von 190 der Serie Kurz notiert

“Steinzeitmenschen” – deren (angebliches) Verhalten muss ja gern her halten für heutige Geschlechterklischees. Julia Voss  geht in der FAZ gegen diese anti-emanzipatorischen Argumente vor und erzählt von aktuellen Forschungen.

Der Guardian berichtet davon, wie und warum Frauen in Ägypten gegen den aktuellen Verfassungsvorschlag auf die Straße gehen. (Englisch)

Das neue an.schläge-Magazin mit dem Titelthema “Games & Gender” ist da. Wie immer gibt es auch einige der Texet online zu lesen, z.B. zur Sparpolitik in Griechenland und wie diese insbesondere Frauen trifft,  Erfahrungen von Game_erinnen und ein feministischer Blick auf Mode.

Facebook lässt nur die Wahl zwischen “Mannsein” und “Frausei” – doch das lässt sich auch ändern. (Englisch)

Journalistin Hani Yousuf schreibt beim Tagesspiegel über die rassistische und sexistische Erlebnisse als Journalistin in Berlin. Mittlerweile arbeitet sie wieder in Karachi, Pakistan.

[TW: V*rg*w*lt*g*ng ausgeschrieben/ thematisiert] In Schleswig-Holstein tut sich einiges hinsichtlich der Beweissicherungen zu Vergewaltigungen, schreibt die taz.

Bei Africa Is A Country schreibt Grace Benton über aktuelle afrikanische Künstlerinnen.

In der neuen Ausgabe von Kritisch lesen gibt es eine Rezension zum Buch “Kinderkiste“, das Toni Morrison 1999 zusammen mit ihrem Sohn Slade verfasst hat.


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Lesestoff für das ganze Wochenende – die Blogschau

26. Januar 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 189 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Im Pfuilleton (danke, Sabine :) ) wird ja derzeit ständig behauptet, man könne Kindern rassistische Begriffe doch einfach “erklären”.  Schwarze Kinder hat dabei offenbar kaum jemand im Sinn…
Bei Bühnenwatch hat sich Anneke Gerloff  die Mühe gemacht, viele der in der Kinderbuchdebatte breitgetretenen white-supremacy-Argumente  auseinander zu nehmen. Auch Anarchistelfliege schreibt über den rassistischen Backlash, verlinkt gute Beiträge  und fasst nochmal einiges zusammen. Außerdem gibt es dort noch ein paar erläuternde Gedanken zum Unterschied zwischen Befindlichkeit und Betroffenheit.

Body policing und body shaming sind machtvolle Facetten von Sexismus – damit einher geht das oftmals komplett verinnerlichte Bewusstsein, dass der eigene Körper permanent von anderen wahrgenommen, reguliert, be- und abgewertet wird.  Nahezu alle Frauen* sind davon betroffen. Besonders krass erfahren das allerdings dicke Frauen*, denen ihr  “Versagen” im Kampf um das Erfüllen bestimmter Normen permanent vor Augen geführt wird.  Riotmango rantet gegen das Verleugnen von Privilegien, die schlanke Menschen in diesem Kontext gegenüber dicken haben.

Kotzen über das Erzbistum Köln und Verhütungspolitik:  ein offener Brief mit Hintergrundinfos.

Kinder und Jugendliche werden von Erwachsenen mit einer Menge Ansprüchen und Erwartungen konfrontiert – auch in links-alternativen Umfeldern, wie Somlu beschreibt.

Warum sie sich die offenbar obligatorische Diät zum Jahresanfang getrost spart, schreibt Katrin auf Reizende Rundungen. Toll aussehen geht sowieso auch hervorragend ohne.

Eine Taxifahrerin lehnt die Beförderung eines Fahrgastes ab, der sie bei einer vorherigen Fahrt sexuell belästigt hat. Bald darauf folgt die Kündigung, sie sei nicht „hart genug für diesen Beruf“ – das Mädchenblog berichtet über den unfassbaren Vorfall.

A propos unfassbar: Khaos.Kind schreibt einen offenen Brief an die EMMA, die sich in ihrer letzten Ausgabe in Sachen Bullshit selbst übertroffen hat.

Verharmlosung und Relativierung von sexistischen Übergriffen, Teil 6748: FDP-Politiker Rainer Brüderle hat eine Journalistin belästigt, und wer steht im Fokus der Kritik?  Na, ratet mal (Lösung bei Merle Stöver).
Die im Zuge des Vorfalls entstandene Twitterkampagne #aufschrei betrachtet das Antiblog und gibt praktische Hinweise, wie es weitergehen könnte. Auf Zehenspitzen sucht für sich einen Umgang mit Street Harrassment. Auch Frau Dingens erträgt den Normalzustand rape culture nicht mehr.

Ein neuer Stern am Bloghimmel:  Don’t degrade Debs, darling! startet mit wichtigen Fragen zur eigenen Identität:  “Habe ich das Recht Attribute die mir gefallen, die sich für mich erstrebenswert anfühlen anzunehmen oder muss ich dafür etwas erfüllen? Was ist entscheidend? Wie mich andere wahrnehmen? Wohl kaum! Wie ich mich selbst wahrnehme oder was ich mir wünsche zu sein? Kann ich Begrifflichkeiten entwerten oder ihnen die Schlagkraft nehmen, weil ich nicht genug irgendwas bin? Ab wann darf ich mich mit Dingen identifizieren?”

accalmie erklärt auf ihrem Blog noch mal das mit dieser Zensur und wer hier eigentlich wen ausschließt (auf Englisch).

Wie sich diskriminierendes Verhalten erkennen und bekämpfen lässt, darüber schreibt Zweisatz  – inzwischen bereits Teil 6.
Dazu passt eine anonyme Online-Umfrage, die Nejra Drljevic im Rahmen ihrer Bachelorarbeit in Sozialer Arbeit durchführt. Diese Befragung richtet sich an Frauen islamischer Religionszugehörigkeit und fragt u.a. nach Diskriminierungserfahrungen und Umgangsformen damit. Die Forscherin freut sich über rege Teilnahme.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Digitales, Diagnosen, Mode und deutsches Theater – Die Blogschau

27. Oktober 2012 von Sabine

Ryuus sucht einen Job und hat sich neben Tüdelü für eine unkonventionelle Art der Bewerbung entschieden.

Merle Stöver beleuchtet die Frage „Willst du mit mir gehen?“ und warum diese in Intimbeziehungen immer wieder gestellt werden sollte.

Plus Size Modebloggerinnen haben sich in Düsseldorf getroffen und kennengelernt. “Es war reizend”: Mode, Bloggen und Lachen. Dabei ist auch eine schöne Fotoreihe entstanden.

Der US-amerikanische Dramatiker wie Pulitzer-Preisträger Bruce Norris hat zu einem Boykott deutscher Theater aufgerufen, die mit Blackface arbeiten. Jetzt gibt es mit Bühnenwatch eine online Petition dazu. Mehr darüber, und warum Blackface eine rassistische Übung ist, lest ihr hier.

Es hat gedauert, zu lange. Fast 70 Jahre nach dem Nationalsozialismus und nach 20 Jahren seit Beginn der Initiative für einen würdigen Gedenkort wurde am 24. Oktober in Berlin das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas eingeweiht. Mehr dazu findet ihr bei der Initiative Amaro Drom e.V.

Aus aktuellem Anlass (#298725) empfiehlt Noah Sow zwei Sachen. Sie gehen ins Ohr und ins Auge. Stoff fürs Herz und für die Wissensarchive: Deutschland Schwarz Weiß und mehr Lektüre.

Was passiert mit feministischem Wissen im Netz? „Schauen wir zu, wie unser Wissen verloren geht“? Wer ist das „wir“, und warum die Suche nach Menschen, die Ahnung von digitalen Archiven haben wichtig ist, steht bei Katrin Ganz

Nadine arbeitet in „Einzelkämpfer_innen oder Kollektive? Auch eine Generationenfrage“ die Verbindungslinien zwischen jungen und älteren Feminist_innen heraus. Was Geschichtsschreibung mit feministischen Wellen, Trennungen zu tun hat, lest ihr bei ihr.

Die Sektiererei um „Critical Whiteness“ ist in aller Munde. Nun gibt es endlich ein exklusiv Interview von einem Aussteiger. Nachzulesen bei Anarchie und Lihbe. Hermann Herman ist Humanist.

Steinmädchen schreibt über den „Diagnosespaß“ (Teil I, II), den ersten erlebt sie bei ihrem Therapeuten. Er fährt mit dem Finger über die Narben an ihrem Arm, lehnt sich zurück und sagt: „Das ist ja nicht so schlimm“ Im zweiten Teil nimmt sie die „Borderline-Persönlichkeitsstörung“ unter die Lupe. Die Rechnung ist teuer.

Charlott hat eine schöne Übersicht über die bitteren Verhältnisse für Flüchtlinge in Deutschland geschrieben und darüber wie Asylsuchende in ihrem Protest (inkl. Terminhinweise) unterstützt werden können. Es ist kalt hier.

Termine: (weiterlesen …)


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Sherlock Holmes, Aufklärung, FrauenSommerUni und mehr in: der Blogschau

6. Oktober 2012 von Charlott
Dieser Text ist Teil 176 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Harald Martenstein kann mensch schon auch ignorieren. Dr. Mutti hat trotzdem einen Artikel von ihm über Geschlechter auseinandergenommen. Es geht um Überraschungseier, Klischees und auch um Schnecken.

I heart digital life macht sich Gedanken zum Thema (sexuelle) Aufklärung und wie tief bereits in dieser r*pe culture steckt.

Clara Rosa bittet: “Gebt mir was zu lesen“. Seit über einem Jahr bloggt sie über Klassismus. Sie selbst schreibt zu ihrem Wunsch nach mehr Beiträgen von anderen: “Ich habe diesen Blog aus Wut gestartet. Weil ich dachte ich platz bald, wenn ich nicht meine klassistischen Erlebnisse/Wahrnehmungen aufschreibe und mitteile. Das hat temporär geholfen. Und jetzt brauch ich EUCH. Eure Texte, Eure Wut, Euer Auskotzen.”

Vor zwei Wochen fand in Wien die FrauenSommerUni statt. Bei denkwerkstatt gibt es Fotos von der Veranstaltung. Auf der offiziellen Seite kann mensch einige der Vorträge als Videos nachschauen!

Manu stellt schockiert fest, dass Absätze diese Saison ganz groß bei Kinderschuhen rauskommen.

Mehr Geschackslosigkeiten aus der Modewelt bietet die deutsche Vogue. Kotzendes Einhorn berichtet, wie diese tatsächlich eine Fotostrecke im “Obdachlosen-Chic” shootete (und veröffentlichte).

Paula überlegt, wie sie mit Kommentaren auf ihrem Blog umgehen möchte. Und fragt sich, ob nicht Tandems oder Netzwerke von feministischen Blogger_innen, die gegenseitig das Freischalten übernehmen, eine Lösung sein könnten. Denn eines ist klar: “auf Dauer will ich mir von hasserfüllten A-Löchern nicht das Bloggen vermiesen lassen!”

Plötzlich, wenn es um Dirk Bach geht, sind massig viele Menschen überrascht das eine fundamentalistische christliche Seite, gegen homosexuelle Menschen wettert. Nele Tabler geht dieser Tendenz in ihrem Text “Biedermänner, Biederfrauen und die Hasstiraden von kreuz.dingenskirchen” nach.

Zwar ist der Film (und auch der folgende Post) bereits einige Monate alt, trotzdem unbedingt lesenswert: Bei autotrans* & w.i.r. gibt es eine Rezension zu “Tomboy”.

In der neusten Sherlock-Holmes-Adaption “Elementary” wird aus John (Watson) Joan und diese wird von Lucy Lui gespielt. Warum, was in erster Sekunde gar nicht schlecht klingt, Tür und Tor öffnet für das perpetuieren von Geschlechterklischees und Heteronormativität, hat Fiann ausführlich analysiert.

Seit September gibt es das neue feministische Blog Von Freiheit, Frieden und Frühlingsgefühlen, wo es bisher um Heteronormativität, geschlechtergerechte Sprache und r*pe culture ging. Ebenfalls seit September neu in der Blogosphäre: gemeinsam eltern. Dort beschreibt eine Gruppe von Menschen ihre Erfahrungen mit einem Familienmodell jenseits der Norm.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Was ist eigentlich “normal” – am Beispiel von #609060 und Brigitte

5. September 2012 von Helga

Neuer Chef und alte Leier: Die Brigitte könnte demnächst wieder zu Profi-Models zurückkehren. Von der 2009 angekündigten “Revolution” war bereits nach wenigen Wochen Schluss, als Leserinnen empfohlen bekamen, Weihnachten möglichst spaßfrei zu verbringen. Um bloß nicht zuzunehmen. Soviel zu mehr Vielfalt, aber von der war sowieso nicht viel zu sehen. Profis waren eure Models nicht, aber immer noch weiß, jung, schlank, etwas sportlich, aber nicht zu sehr. Ihr nanntet das “normal”.

Diese Frage stellen sich seit einiger Zeit im Internet auch viele Menschen. Im August begann Journelle, Fotos von sich in Oberbekleidung bei Instagram und Facebook hochzuladen – als Gegenentwurf zu den photogeshoppten Bildern, die tagtäglich auf uns einprasseln. Andere Bloggerinnen und ein Blogger “machten mit” (eine konkrete Aufforderung zum Auffordern gab es nicht) und markieren die Bilder und Tweets mit dem Zahlendreher #609060. Inzwischen ist daraus eine breite Diskussion geworden, die sich leider auf die Verwendung des Wortes “normal” konzentriert. Denn die meisten, die mitmachen, sind immer noch recht nah dran an Schönheitsidealen.

Dabei kommt schon quasi gebetsmühlenartig: Anders als bei Brigitte, bei denen eine Moderedaktion Models und Kleidung aussucht, könne hier jede_r einfach so mitmachen. Tun aber viele nicht. Die Frage nach dem “Warum” stieß birtona schon einmal an, die Antworten waren leider übersichtlich. Anke Gröner verwies darauf, dass Bilder dicker Menschen auch auf Seiten landen, die sich in Haß und Lästerei ergießen. Nur weil es außer einer Kamera und Internetzugang keine offensichtlichen Hürden gibt mitzumachen, heißt es noch lange nicht, dass keine da sind.

Denn je weiter entfernt Menschen vom Schönheitsideal sind, umso mehr Kritik müssen sie einstecken, wenn sie sich der Öffentlichkeit aussetzen. Allein die Erwähnung eines Modeblogs für Kopftuchträgerinnen reicht aus, eine generelle Debatte auszulösen, ob alle muslimischen Frauen unterdrückt sind. Alte und behinderte Menschen gelten immer noch als “eklig“, wie der Haspa-Skandal zeigte. Wundert es da wirklich jemanden, wenn eine Kopftuchträgerin sich das nicht nur einmal, sondern zehnmal überlegt und am Ende doch nicht mitmacht? Weil ihr vermutlich gleich noch eine Debatte über “den Islam an sich” aufgedrückt würde und sie vielleicht sogar beschimpft und bedroht werden würde? Weil ihr Foto nicht einfach das einer “normalen Frau” wäre.

Deswegen greift “macht doch einfach mit” zu kurz. Was es braucht, ist die Anerkennung möglicher Probleme, Bedenken und Zugangshürden. Und die Versicherung, dem vorzubeugen und zu helfen. Ganz verhindern lassen sich Anschuldigungen und Beleidigungen leider nicht, aber man kann zumindest vorher signalisieren, den Betroffenen beizustehen. Wenn dann immer noch Menschen nicht mitmachen wollen, zeigt es vor allem eins: Das noch lange nicht alle “normal” sind.

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Kommentarhinweis: Auch hier gilt natürlich, beim Thema zu bleiben und das ist weder die Frage ob alle muslimischen Frauen unterdrückt werden oder behinderte Menschen doch eklig sind. Derartige Kommentare werden nicht freigeschaltet.


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Raus aus der Komfortzone und mit Mut auf die Straße!

23. August 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 110 von 116 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

reizende Rundungen
Auch auf Twitter @fresheima, Facebook und Tumblr

Wie heißt du?
Katrin. Im Internet sonst auch gerne fresheima.

Seit wann bloggst du?
Bloggen tue ich schon seit 2005, früher hatte ich einen privaten Blog, mehr eine Art Tagebuch. Meinen Blog „reizende Rundungen“ habe ich jetzt seit August 2009, also drei Jahre lang.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe Anfang 2009 Plus Size Modeblogs für mich entdeckt, da ich aber zu dem Zeitpunkt noch keinen einzigen deutschen Blog kannte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen das zu ändern und selber einen Blog zu starten. Ich selber war wirklich sehr inspiriert von anderen Modeblogs und dem Selbstbewusstsein, mit dem dicke Frauen und Mädchen dort auftraten und meine Einstellung zu Kleidung hat sich zu der Zeit sehr verändert. Da ich persönlich finde, dass Deutschland immer noch sehr hinter anderen Ländern zurück bleibt, was Übergrößenmode betrifft, habe ich natürlich auch gehofft, meinem Unmut darüber eine Stimme zu verleihen, andere Frauen zu inspirieren oder Gleichgesinnte zu finden. (weiterlesen …)


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Femgeeks, nervige Leser und ein feministisches Teenie-Magazin – die Blogschau

7. Juli 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 165 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Puh, da habt ihr aber in die Tasten gehauen diese Woche!

Erst einmal ein großes YEAH an Femgeeks, das neue und nun erste deutsch­sprachige geekfeministische Gemeinschaftsblog, in dem sich Feminismus und Einblicke in Wissenschaft und Technik treffen werden.

Clara Rosa von Class Matters liest in links-queeren Wohnungsanzeigen immer öfter, dass das ausformulierte: „gegen -ismen und Diskriminierungen“ um Klassismus er­gänzt wird. In der Theorie klingt das ja ganz gut, aber was heißt das für die Praxis?

CD Hüllen selbst basteln? Na klar! Kotzendes Einhorn hat eine tolle Anleitung gefunden.

Die Modebloggerin Katrin von reizende Rundungen führt ihre neue, coole Hose vor.

Johanna sieht den freizügigen feministischen Protest der Femen aus der Ukraine kritisch, weil “mit dem antisexistischen Protest schlicht sexistisch umgegangen [wird]“.

ryuu ist genervt von der Debatte zu Arbeitskultur und Karriere, weil sie keinen Bock auf ätzende 50h Jobs mit wenig Zeit für Kultur und Repro-Arbeit hat.

Andreas Kemper schreibt über den ewig alten Mythos der “Jungen als Bil­dungs­verlierer” – alles Quatsch, wenn mensch genauer hinsieht.

Off the rokket hat ein schönes neues PinUp gezeichnet.

Italien hatte während der EM im Männer­fußball­spiel gegen Deutsch­land ge­punktet – und zwar gleich zwei Mal von Balotelli. Die Kommentare und Be­richt­erstattung zu seiner Jubelpose war danach durchwachsen: Von irgendwelchen komischen Analysen, warum er genau jene Pose einnahm bis zu vermeintlich lustigen Comics. post_gedanken erklärt, warum visuelle Ver­gleiche von Balotelli mit Godzilla und Pitti­platsch überhaupt nicht klar gehen und Viruletta fordert für alle Critical Whiteness Workshops.

Die kleine ethnologin schreibt über herabwürdigende und rassistische Darstellungen von Kindern aus dem Südsudan.

Als feministische oder rassismuskritische Bloggerinnen bekommt mensch öfter mal E-Mails von anstrengenden Menschen. Nachdem Charlott von Afrika Wissen Schaft immer wieder von dem gleichen Typen belästigt wurde, schrieb sie ihm einen offenen Brief.

Ein zweites YEAH: Die fuckermothers bloggen als Gästinnen beim Missy Magazine.

Auf L-Talk findet ihr einen interessanten Artikel zur Geschichte von Das Persönliche ist Politisch und was der Slogan auch heute noch bedeutet.

Die DrMutti schreibt über Kinder und Geschlechtssterotype, “Affenmädchen” und abstruse wissenschaftliche “Erkenntnisse”.

Nach dem Klick Termine in Berlin, Leipzig und Salzburg:

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“Für mehr Frauen in IT und Technik” – die Blogschau

12. Mai 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 158 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Eine werdende Mutter schreibt auf fuckermothers einen offenen Brief an “die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung”: “Deutschland und meine Brüste.”

Anlässlich des Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung schrieb Jule über die Begegnung mit einer jungen Frau, die auf Grund einer Hirnschädigung im elektrischen Rollstuhl sitzt.

„Ich bin die Böse“ stellt Anne Schüssler anläßlich der Urheberrechtsdebatte fest und fordert, endlich einen Dialog über Vorschläge zur Reform zu beginnen. Autorin Petra van Cronenburg schämt sich angesichts von „Wir sind die Urheber“ und fordert ebenfalls andere Ansätze.

Antje Schrupp hat diese Woche über Reichweite und Relevanz gebloggt. Außerdem kommentiert sie Udo Vetters abstruse Analyse des Ariana Friedrich-Falls.

Katrin bloggt auf Reizende Rundungen und ärgert sich über die “Über”größen-Kollektion von Tchibo.

Seit den letzten Monaten sind die Medien voll von Berichten über sexueller Missbrauch und Vergewaltigung – Angry Young Woman fasst zusammen.

Frau mit Bart schreibt über das Buch: “Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“.

Geschlecht und Sexualität in Schulbüchern werden weiterhin heteronormativ dargestellt, so DasEndeDesSex.

Der Lesben- und Schwulenverband Niedersachen und Bremen informiert: “Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Niedersächsische Landtag heute die Ergänzung von Art.3 Abs. 3 der Landesverfassung um das Merkmal der sexuellen Identität abgelehnt. Die Regierungsparteien sprechen damit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender den Schutz vor Diskriminierung ab.”

Anders Deutsch kommentiert es kritisch, wenn marginalisierte Gruppen ihre Unterdrückung als “besonders ausgeblendet darstellen und behaupten, dass bei anderen Machtverhältnissen viel mehr getan wird”: “Wozu immer wieder Opferhierarchien?

Auf Wir lieben Konsens wurde eine schöne Unterhaltung von Kindern mitgehört.

Naekubi von Danger! Bananas ist für mehr Frauen in IT und Technik und weniger plumpen Sexismus.

Termine (weiterlesen …)


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Mode als Indikator gesellschaftlichen Wandels

24. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 87 von 116 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Im Nahtschatten
(auf Twitter @Barbara_berlin, auch über Facebook und Bloglovin)

Wie heißt du?
Barbara Russ

Seit wann bloggst du?
Ich blogge seit April 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe Modedesign studiert, war aber immer mehr am Schreiben und am Lesen über Mode interessiert, als am Entwerfen und Schneidern. Nach der Ausbildung an der ESMOD habe ich zwei Jahre gearbeitet und den Traum vom Schreiben ein bisschen schleifen lassen. 2009 bin ich dann nach Berlin gezogen, habe noch mal angefangen zu studieren und bin durch meinen Freund
zum Bloggen gekommen. Es hat mir von Anfang an Spaß gemacht und war der erste Schritt zur Erfüllung meines Traums. Bloggen ist ein wunderbarer Einstieg – nicht nur in die Modebranche.

Worüber schreibst du?
Auf meinem eigenen Blog (Im Nahtschatten) schreibe ich über die Schattenseiten der Mode. Das muss nicht unbedingt etwas negatives heißen. Zum Beispiel kann das Modegeschichte oder Modetheorie beinhalten, die von den meisten Menschen nicht beachtet wird. Oder ich lese ein Buch, das mit Mode zu tun hat und stelle es vor. Mich interessiert das einfach mehr, als was irgendwer gerade auf der Straße trägt. Obwohl das auch wichtig ist, denn es dokumentiert Gesellschaft und gesellschaftlichen Wandel. Ich versuche die Dinge, die ich im Studium lerne, sei es Soziologie oder Kulturwissenschaft, auf Mode anzuwenden. Das Schreiben hilft auch gegen das Vergessen.
Auf den anderen Blogs (modabot, fashionfreax, globe-m) schreibe ich über Mode, Kultur & Lifestyle. (weiterlesen …)


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Mode ohne Models, rassistische Werbung und feministisches Dating – Kurz Notiert

5. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 125 von 190 der Serie Kurz notiert

Ein Interview mit Samhita Mukhopadhyay von feministing zu ihrem neuen Buch über Dating und Feminismus findet ihr auf The Globe and Mail.

Gerade wurden die Gewinner_innen des Alternativen Nobelpreise bekannt gegeben. Unter den Geehrten werden zwei Aktivistinnen sein, die sich seit Jahren für Frauen und Kinder einsetzen: die Rechtsanwältin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad und die US-amerikanische Hebamme Ina May Gaskin.

Kübra Gümüsay gehört laut dem Magazin für Journalisten zu den Top 30 Journalist_innen unter 30. Herzlichen Glückwunsch!

„Mütter spielen eine stärkere Rolle, ob ihre Kinder sexistisch eingestellt sind als Väter“ – diese Nachricht von Telepolis wurde gerade durch die Twittersphäre gereicht. Entwarnung für Männer gibt sie allerdings nicht: Sie waren durchweg sexistischer eingestellt als Frauen.

2007 zog sich die Technikbloggerin Kathy Sierra nach Todesdrohungen aus dem Internet zurück. Nun ist sie wieder da und äußert sich zur Pseudonymdebatte: Denkt nach was ihr schreibt und moderiert Kommentare! (Trankskript des Videos von geekfeminism)

Wie sehen Modelposen eigentlich aus, wenn sie von Frauen jenseits normschöner Idealmaße gezeigt werden?

Am 1. Oktober fanden SlutWalks in Seattle und in New York City statt. In New York kam es zu einem ekelhaften Vorfall, bei dem ein Trans*mann verhaftet und völlig unangemessen von der Polizei behandelt wurde.

Laut NDR.de liegt erstmals in Deutschland die Führung eines Landesparlaments ausschließlich in den Händen von Frauen: Der neue Landtag in Schwerin.

Homophobe Kackscheiße: Eine neue App auf dem französischen Markt soll herausfinden, ob der Sohn schwul ist.

Schon etwas älter, aber immer noch interessant: “Kann ein Geschlechtsteil rassistisch sein?” – fragt Oliver Baroni auf 20 Minuten Online. Wohl nicht – Aber Werbung für ein Intim-Hygieneprodukt durchaus.

Termine

Am 13. Oktober findet in der Begine in Berlin eine Veranstaltung zur Lesbenbewegung in Afrika statt. Die Referentin Liz Frank lebt seit 21 Jahren mit ihrer Lebensgefährtin in Windhoek, Namibia und ist Aktivistin der dortigen Lesbenbewegung.

Vom 13. bis 15. Oktober findet das QueerFilmFest in Rostock statt.


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