Einträge mit dem Tag ‘Missy’


Helle Blogs

6. Februar 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 16 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Eine kleine Beobachtung für diejenigen, die ihren Blick auch mal vom Rechner weg bewegen: Die Tage werden wieder länger! Deshalb, ein erhellender Blick auf die Blogs in dieser Woche:

Antje Schrupp schlägt den Bogen von Haiti, wo just nur noch Frauen an den Verteilstationen Lebensmittel erhalten sollen, zu unserer Kultur und der Forderung nach mehr Frauen in verantwortlichen Positionen. Ob wir Frauen diese Verantwortung besser zu nutzen wüßten…

L-Talk berichtet über die Firmenidee zweier Investmentbanker, Anlagenfonds und Vermögensverwaltung speziell für eine lesbische, schwule, bi- oder transsexuelle Unternehmens-Zielgruppe anzubieten.

Auf ihren Artikel “Diverser leben, arbeiten und Widerstand leisten. queerende Perspektiven auf ökonomische Praxen der Transformation” auf der neuen arranca!-Seite weist I heart Digital Life hin. Im neuen Webauftritt können außerdem alle seit 1993 erschienen arranca!-Artikel eingesehen werden.

Der Väter-Blog gibt einen Buch-Tipp ab: Das Papa-Handbuch erklärt unter anderem, wie sich das Sex-Leben junger Eltern wieder aktivieren lässt.

Auf medienelite.de gibt es ein paar Gedanken zur Integration.

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Blog, Blogger, Bloggigst…

9. Januar 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 19 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Anke Domscheit war gerade in Indien unterwegs und dokumentierte diese Reise in ihrem neuen Blog. So war sie z.B. in einer Nightschool, die es Mädchen ermöglicht, abends in die Schule zu gehen, wenn sie tagsüber arbeiten oder ihre Geschwister betreuen müssen.

Im mädchenblog fragt dodo “Ab wann ist Werbung eigentlich sexistisch?” und leonie schreibt über den französischen Streit um die Burka.

Dass die „Zeitschriftenrevolution” der Brigitte, keine Models mehr abzubilden, den Schlankheitswahn nur noch weiter anheizt, findet der Hobbyweltverbesserer(in)-Blog. Die neue Strategie besticht bisher durch Laienmodels die locker als echte Models arbeiten könnten und die Nach-Weihnachten-Diät. Auch A Blog Of One’s Own ist nicht begeistert.

Ein etwas anderer Rückblick: Auf Svenja-And-The-City beschreibt Svenja die letzten zehn Jahre und ihre Verwandlung vom Mann zur Frau.

Neues gibt’s beim Missy Magazine: Dort bereichert ab sofort jeden Monat eine Gastbloggerin das Geschehen. Den Anfang macht die Stadtpiratin. Kostprobe:

In einem neuen abgeklärten und lässigen Jahrzehnt hat an der Oberfläche niemand ein Problem mit nichts. Schon gar nicht mit Sex, egal in welcher Form. Das Schulterklopfen für den Platzhirsch und die ungläubigen Blicke auf die leichte Barschnecke passieren dabei wesentlich subtiler und sind mit Sicherheit Teil der Ursache für die scheinbare Unsterblichkeit der Masche.

Mit mehr Männer- und Jungenförderung will die neue Bundesregierung dem Bildungsnotstand entgegentreten. Medienelite schaut nach, wer wirklich zu den Bildungsverlierern gehört und *SPOILER* von deren Förderung hat Dr. Kristina Köhler bisher nichts gesagt.

Kommentare, die gegen die Netiquette verstoßen, fliegen wieder raus. Doch oft genug gibt es auch hier Kommentare bei denen wir uns nicht sicher sind, ob es eine ernste Nachfrage ist oder direkt aus Derailing for Dummies. Das geht nicht nur uns so: Weiteres bei Aus Liebe zur Freiheit.

Geschlechtsangleichende Operationen, wie die von Amanda Simpson, sind bis heute für einige Leute so spannend, dass jedes Detail beleuchtet werden muss. Selbst wenn die Betroffene nurs ein normales Leben will. Mehr auf Bad hair days.

Die neuesten Ergüsse des Gerhard Amendt über den (verpassten) Kampf gegen den Feminismus hat Ti_Leo ausführlich analysiert.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Diese Woche in den Blogs

24. Oktober 2009 von Magda
Dieser Text ist Teil 2 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Zuerst einmal: Happy Birthday, liebe Missy!

Ein stolzes Jahr wurde sie gestern – auf das nächste Jahr (und die vielen darauf folgenden!)
Titelbild des Missy-Magazines auf einem Tisch

Gebloggt wurde diese Woche zu folgenden Themen:

Auf queernews macht man sich Gedanken wie eine neue gay online community aussehen könnte. Dazu gibt es hier eine Umfrage.

Außerdem gibt es zwei erfreuliche Nachrichten zur Stärkung der Rechte Homosexueller bzw. gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aus Deutschland und den USA zu berichten:
Ebenfalls auf queernews wird der gerade veröffentlichte Beschluß des Bundesverfassungsgerichts freudig kommentiert. Danach muss die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) hinterbliebenen LebenspartnerInnen dieselbe Hinterbliebenenrente gewähren wie hinterbliebenen EhegattInnen. Wie diestandard.at schrieb, weitete der US-Kongress diese Woche das Anti-Diskriminierungsgesetz auf Homosexuelle aus – neben Hautfarbe, Staatsangehörigkeit oder der religiösen Zugehörigkeit können nun homophob motivierte Übergriffe als so genannte Hassverbrechen (hate crimes) systematisch verfolgt und bestraft werden.

Wie der mädchenblog berichtete, zieht sich die türkischstämmige Autorin und Rechtsanwältin Seyran Ateş nach wiederholten Morddrohungen komplett aus der Öffentlichkeit zurück.

Auf zwischengeschlecht.info fordert man die GesetzgeberInnen auf,

Massnahmen zur sofortigen Beendigung aller Zwangseingriffe an Zwittern, Aufhebung/Verlängerung der Verjährungsfristen und Bestrafung aller TäterInnen

durchzuführen, um die Grundrechte von Zwittern auf körperliche Unversehrtheit zu sichern.

Antje Schrupp widmet sich in dieser Woche dem Thema Bedürftigkeit und konstatiert:

Nur wenn wir Bedürftigkeit und Fürsorge als „normalen“ menschlichen Zustand begreifen, werden wir auch das Rechts- und Sozialsystem so einrichten, dass niemand dabei auf der Strecke bleibt.

Dafür hat sie Michaela Moser, Vizepräsidentin des Europäischen Armutsnetzwerks, interviewt:

Vorzeige-Feministin der Woche ist Nicole Kidman: diestandard.at berichtete, dass sich die Schauspielerin und Sonderbotschafterin des UNO-Entwicklungsfonds für Frauen (UNIFEM) im US-Kongress für die weltweite Achtung der Frauenrechte eintrat und sagte:

Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist vielleicht eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Doris Lessing

And last but not least:

Die FemBio kürte Doris Lessing zu einer der Frauen der Woche, da die Schriftstellerin (u.a. “Das Goldene Notizbuch” und “Die Kluft”) und Nobelpreisträgerin (2007) am 22. Oktober 90 Jahre wurde.

Herzlichen Glückwunsch!

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Diese Woche warmgebloggt

27. Juni 2009 von Verena
Dieser Text ist Teil 46 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Diese Woche war Sommeranfang und trotzdem fröstelten angesichts Dauerregen so manche Finger an der Tastatur. Gebloggt wurde trotzdem:

Das side-glance blog stellt die Frage, inwiefern Leistung oder Know-How im Zusammenhang mit Aussehen bewertet werden.

Das Väterblog berichtet über den Startschuss eines neuen Internetportals für Väter in Niedersachsen.

Bei flannelapparel macht Tessa sich – zum wiederholten Male – Gedanken über die weibliche Bloggersphäre. Aber das Thema kann ja nicht oft genug aufgegriffen werden.

Das Missy-Magazine hat seine Netzkultur-Rubrik „Electric Ladyland“ von Verena Kuni jetzt auch online im Angebot.

Frau Langstrumpf löst ein Was-ziehe-ich-heute-an-Problem.

Im pudri blog weist Mary auf die Versammlung der Modebloggerinnen in Berlin hin. Motto: „Aus der Umkleide an die Front Row“. Termin: 4. Juli in Berlin.

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Missy on Air

18. April 2009 von Verena

Statt des sonntäglichen TV-Tatorts empfehlen wir euch für morgen, den 19. April, offene Ohren fürs Internetradio bytefm. Missy-Macherin Stefanie Lohaus ist zu Gast in der Sendung Was ist Musik und erzählt von der aktuellen Missy-Ausgabe und den coolen Frauen, von denen und für die das Magazin gemacht wird. Musik gibt es auch, unter anderem von Princess Superstar, Cat Power und den Türen.

Die Sendung läuft am Sonntag ab 20 Uhr und in der Wiederholung am Dienstag von 13 bis 16 Uhr und am Mittwoch von 8 bis 11 Uhr.

Viel Spaß!


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Kurz notiert zu Ostern

9. April 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 24 von 152 der Serie Kurz notiert

Und das war auch noch los in dieser Woche:

Gehaltsunterschiede und Arbeitssituationen bei HochschulabsolventInnen: 95 Prozent der Männer, aber nur 80 Prozent der Frauen arbeiten. Warum? Elternzeit und Hausarbeit bleibt immer noch in vielen Fällen allein an den Frauen hängen – die Taz berichtet.

Die Kolumne „Electric Ladyland“ von Verena Kuni – viele kennen sie aus dem Missy-Magazine – gibt es jetzt nicht mehr nur gedruckt, sondern auch online – wie es sich für eine Kolumne über die Netzkultur auch gehört. Wo? – Bei missy-magazine.de natürlich!

Comic

Wem dieses Bild schon gefällt, der ist beim Artikel über „Women’s Comics oft he `70s and `80s“ genau richtig aufgehoben – da findet sich so manche interessante Zeichnung. Wo – auf bitchmagazine.org - einfach anklicken

Ihr habt eine ganz dringende Frage, die die Politik bewegen sollte? Dann seid ihr beim Freitag genau richtig – und könnt sogar etwas gewinnen! Mehr dazu: hier.

Ein sehr sehr interessanter Artikel über sexuelle Dienstleistungen für behinderte Menschen auf jetzt.de – eine Frage bleibt offen: Gibt es auch Männer, die diesen Service für behinderte Frauen anbieten?

Julia Seeliger war bei „Hart aber Fair“ und diskutierte über den Sinn oder Unsinn der Ehe, sowie über neue Familienmodelle. Wer’s verpasst hat kann es auf wdr.de nachholen.


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Samstag der 13.

10. Dezember 2008 von Katrin

Missy-Flugblatt wird ein guter Tag! Zumindest für alle BerlinerInnen. Denn Samstag wird ordentlich gefeiert: Die Missy-Release-Party steigt im Festsaal Kreuzberg! Ladies of all gender are welcome – wie es so schön auf der Missy-Seite heißt. Einlass ist 20.00 Uhr und ab 21.00 Uhr steigt ein Talk mit den Missy-Macherinnen und Gästen, eine davon bin ich, Katrin. Danach steigt eine wilde Party, die vom Berliner Party-Kollektiv ://about_blank mitorganisiert wird. Das Line-Up sieht wie folgt aus:

live:
- quio (hip hop, electronica, femmes with fatal breaks, berlin)
- mass kotki (electro punk, warschau)
- small town girls (electro pop, hamburg)
- timi mei monigatti und les margaux mit gastauftritt von christine de la crise (performance)

djs:
- bonnie (in love with/ scala/ berlin)
- plüschgeknister (://about_blank / berlin)

Ebenfalls diesen Samstag beginnt in Berlin die Ausstellung re.act feminism – Performancekunst der 1960er und 70er Jahre heute”.

Bild

Bis zum 08. Februar 2009 wird es dort eine dauerhafte Ausstellung und regelmäßige Auftritte von KünsterInnen-Gruppen geben, die sich mit Performance-Kunst als Ausdrucksmöglichkeit einer angestrebten Emanzipation von alten Rollen auseinandersetzen. Veranstaltet wird die Ausstellung von der Akademie der Künste Berlin. Schaut doch mal auf der Seite vorbei für weitere Informationen.

(Bild über: re.act feminism/AdK.de)


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Hey Playgirl

20. November 2008 von Susanne

Die Feministinnen-Sammelkarte, die in jeder Missy zu finden sein werden, soll es nun auch online zum Downloaden, Ausdrucken, Ausschneiden geben. Juhu! Karte Nr. 1 ist gerade online gegangen:
VALIE EXPORT, österreichische Medienkünstlerin.

Bis ein ganzes Set entsteht, also 32 Karten beieinander sind, werden zwar acht Jahre vergehen (4 Missys pro Jahr; Applaus für den Optimismus), aber dann! Sticht meine Feministin deine aus …


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Quoten für Musikmagazine

22. Oktober 2008 von Barbara

Auf Zoomer.de fordert Missy-Macherin Chris Köver Musikmagazine auf, Quoten für die Musikkritik einzuführen. Gute Idee? Nach der Privatwirtschaft und der Wissenschaft eine weitere typische Jungsdomäne quotieren zu wollen?


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Guten Tag, liebe Missy!

21. Oktober 2008 von der Mädchenmannschaft

Jetzt ist es also endlich da, die lang ersehnte erste Ausgabe des Missy Magazine. Und wie ist es so geworden? Wir haben mal aufgeschrieben, welche Gedanken uns so durch den Kopf gingen bei der ersten Lektüre.

+ + +

Eins vorweg: Ich hatte leider noch keine Zeit, Missy die Aufmerksamkeit zu widmen, die ihr definitiv gebührt. Deswegen hier das Statement nach einmal hektisch Durchblättern („Juhu, endlich!“) und einmal mit Genuss genauer ansehen und anlesen. Der allererste Eindruck: Ich sehe auf fast jeder neuen Seite eine neue interessante Frau und habe sofort Lust, zu erfahren, was hinter diesen vielen klugen Köpfen steckt. Spannend! Das Heft selber hat genau die richtige Mischung zwischen kleinen Notizen und großen Artikeln und ist somit sowohl für die U-Bahn als auch abends fürs im-Bett-lesen geeignet.

Hier nun eine wilde Aufzählung der Artikel, bei denen ich hängen geblieben bin, kleine Missy-Häppchen, bis ich mehr Ruhe habe:
„Lieblingsstreberinnen – Paris Geller“. „Das Rezept aus der Fernsehserie“. Die Bildstrecke von Birgit Wudtke. Der Artikel über’s Abstillen. Die Modestrecke (die mir das wunderbare Wort „Nerdinen“ beschert – hier der einzige, ganz persönliche Wehmutstropfen, ich finde Modestrecken generell überflüssig). „Vor uns“. Kamasutratest und Vibratorkauf. „Wann hast Du Dich das letzte mal auf Grund deines Geschlechts benachteiligt gefühlt?“.

Missy ist ein großer, toller, bunter Strauß und wohl wirklich das, was wir lange vermisst haben. Danke! sagt Anna.

+ + +

Ich mag die Fotos von Anna Plaschg, weil sie so perfekt in den Oktober passen. Und ihre Musik ein wenig so klingt, als würde man durch Laub gehen.

Ich erschrecke vor der Kamasutra-Tabelle, weil ich aufgrund der gezeichneten Abbildungen an Froschschenkel denke. Und den Baum trotz Laubumrahmung als einen zu großen Phallus im Verhältnis zu den gespreizten Beinen sehe.

Ich wünsche mir noch mehr ganzseitige Fotos, weil ich denke, dass wir in einem Popkulturmagazin für Frauen auch lernen können, anders, sozusagen weiblich zu betrachten. Und nicht nur auf Perfektion oder Schönheit zu achten.

Ich mag eine Geschichte sehr, die von den Künstlerinnen-Portraits, auch weil mir diese Antwort von Birgit Wudtke gefällt: “Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, alles kontrollieren zu können.”

Also Anfang geglückt! Vielen Dank für was zum Mögen, Erschrecken, Wünschen und Zitieren, Barbara

+ + +

Was ist wohl aus diesem so spannend klingendem Projekt geworden? Wird es den hohen Erwartungen entsprechen können?

Es kann! Nach dem ersten Überfliegen der Themen war ich angenehm überrascht, wie viel bislang Ungelesenes und Neues das Heft zu bieten hat. Auch bei näherer Betrachtung und ausführlicher Lektüre ist mir noch nicht ganz klar, wie ein Team von eigentlich nur fünf Frauen so ein thematisch breit gefächertes, stilistisch schönes, professionelles und unterhaltendes Werk auf die Beine hat stellen können!

Wahrscheinlich brauchte es dafür wirklich eine gute Portion Anmaßung, wie es im Editorial beschrieben wird. Was ich besonders toll fand? Das Interview mit dem 18-jährigen Ausnahmetalent Soap&Skin, der Kamasutra-Test, die Anleitung zum Platten-ineinander-mischen und die zum Stricktierchen-herstellen, daneben habe ich sehr gelacht über „Wie klebe ich mir einen Bart an“ (wird auf der nächsten Party ausprobiert!) und fast geweint wegen des Berichtes über Genitalverstümmelung in Burkina Faso.

Außerdem: Die Einkaufsliste an neuer Musik und neuen Büchern ist wieder enorm gewachsen und ja: Ich habe definitiv das Gefühl super zu sein, alles erreichen zu können und jetzt sofort damit anfangen zu müssen!

Danke ihr Tollen! sagt Katrin

+ + +

Erst mal großes Kompliment: Missy, you’re lookin’ damn fine. Streckenweise ein bisschen viel grafischer Firlefanz, aber im Großen und Ganzen sieht das Heft wirklich sehr, sehr gut aus. Und der Inhalt kann da durchaus mithalten. Ich habe mich beim Lesen immer wieder bei diversen in-mich-rein-gefreuten Yo’s! und Yeahs! erwischt, auch wenn für meinen Geschmack die Popthemen in ihrer Detailliertheit die Grenzen zum Ober-Nerdismus doch etwas belasten.

Einziger Störfaktor: Der Aufbau. Nach vielen tollen Fotos und Pop-Mode-Sex-Spaß kommen erst die harten Themen. In der Hinsicht ist Missy meiner Meinung nach immer noch zu nahe an dem klassischen Frauenmagazin-Schema dran. Ist klar, Genitalverstümmelung zieht Leserinnen und Leser nicht so stark wie Vibrator-Selbstversuche und Shopping-Tipps, aber schade ist diese Reihenfolge trotzdem. Wenn Missy noch einmal gerührt oder geschüttelt wird, ohne die strenge Ressort-Gliederung, dann ist sie für mich absolut Superstar, findet Meredith

+ + +

Die Missys haben das gemacht, was ich mir seit meinem 19. Geburtstag wünsche und im Notfall auch selber machen wollte: ein tolles Magazin für kluge und aufgeweckte Frauen. Mir kam immer was dazwischen und weil mir irgendwann klar geworden ist, dass das wohl die nächsten 50 Jahre so bleiben wird, bin ich umso glücklicher und erleichterter, dass es nun dieses Heft gibt.

Ich mag, dass man hier auf 90 Seiten viele tolle Frauen kennenlernen kann; dass Leute von nebenan mal sagen, wann sie sich wegen ihres Geschlechts benachteiligt fühlten (denn das gibt ja keine und keiner gerne zu); dass die Fotos sehr schön und um Klassen komplexer als die üblichen Frauenzeitschriftenbildchen sind; dass Christiane Rösinger eine Kolumne hat und in der ersten Folge gleich mal mitten ins Schwarze trifft (Stillen killt die Gleichberechtigung); und ich freu mich zu sehen, dass es in diesem Heft schon eine stattliche Zahl von Anzeigen gibt, so etwas wie Missy also vielleicht wirklich finanzierbar sein könnte.

Ich vermisse aber auch etwas: mehr (alltags-)politische Themen. Ich – und sicherlich nicht nur ich, sondern auch andere Frauen – will wissen, was die Politik, die Wirtschaft, die Gesellschaft mit meinem Leben tun. Missy, ich wünsche mir mehr Alltag und mehr kleine Themen groß. Mehr Hintergründe und Analysen. Klar, in dem Magazin geht es um „Popkultur für Frauen“, ist ja auch der Untertitel. Aber: Sind wir nicht alle ein bisschen Pop? Auf jeden Fall, Missy, schön, dass es dich gibt! Deine Susanne

+ + +

[Hinweis: Die Mädchenmannschaft füllte in dieser
Ausgabe des Missy Magazines die Nachrichtenseite.]

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