Einträge mit dem Tag ‘MINT’


Vorbilder gesucht, die dritte

7. Januar 2010 von Helga

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sucht role models: Frauen, die eines der vielzitierten MINT-Fächer studiert haben oder studieren. Auf dem Portal www.mint-role-models.de kann frau sich registrieren und dann bei Workshops und Veranstaltungen demonstrieren, dass Frauen sehr wohl mit Zahlen umgehen können.

Video Mint Role Models von mintrolemodels auf Vimeo.

Das Interesse an den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik lässt bei den deutschen Mädchen mit dem Beginn der Pubertät häufig nach. Um das uncoole und unweibliche Image dieser Fächer zu verändern, gibt es inzwischen eine Reihe von Initiativen. Das Online-Programm CyberMentor setzt auf kontinuierliche Begleitung der Mentees, mit LAN-Parties wirbt Girls Go IT für Medien- und IT-Berufe – eine Übersicht von Projekten bietet die komm mach MINT-Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In der englisch-sprachigen Blogosphäre schrieben Wissenschaftlerinnen über ihr Leben und Wirken im Letters to Our Daughters Project auf Scienceblogs und mit stemming.org gibt es auch eine Community zum vernetzen.

Damit Karriere in den MINT-Fächer in Deutschland für Mädchen wirklich attraktiv wird, fehlen bisher aber noch zwei Dinge: So hat sich die Arbeitslosenquoten unter Ingenieurinnen in den letzten Jahren stark verbessert, ist aber bis heute höher als unter Ingenieuren. Und auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist schwerer als in anderen Branchen. Wenn sich in Zukunft auch die Väter, wie angekündigt, mehr um den Nachwuchs kümmern wollen, müssen die Unternehmen noch kräftig nachbessern.


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Vorbilder gesucht

15. Dezember 2009 von Helga

Grün-lila CyberMentor Logo Das E-Mentoring Programm CyberMentor geht in eine neue Runde. Wieder sind Frauen gesucht, die in einem der MINT-Felder (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) tätig sind. Egal ob Chefin der eigenen Firma oder Studentin im Haupt- oder Masterstudium, hauptsache frau möchte die Begeisterung für ihr Fach weitergeben.

Ein Jahr lang läuft das Programm jeweils, während dieser Zeit sollte frau mit ihrer Mentee regelmäßigen Kontakt halten und über die Arbeit, das Studium, allgemeine MINT-Themen oder oder oder sprechen. Das CyberMentor-Portal unterstützt die Mentorinnen dabei mit Schulungen, regelmäßigen Chat-Angeboten und einem monatlich erscheinenden Magazin. Außerdem gibt es bei regionalen Treffen und in der Online-Community die Möglichkeit, weitere Mentorinnen und Mentees kennenzulernen.

Da man sich gerade in diesem Berufen und Studiengängen als Frau manchmal sehr exotisch fühlt, sind die Treffen eine tolle Gelegenheit sich zu vernetzen, festzustellen, was es für faszinierende Forschungsfelder gibt und spannende Geschichten zu hören. Ich war schon da und spreche aus eigener Erfahrung.

Wer mitmachen möchte: Die nächste Mentoring-Runde beginnt erst im April 2010, aber anmelden kann man sich ab jetzt.


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Nicht vergessen…

19. November 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 34 von 50 der Serie Kurz notiert

Die (feministischen) Themen der Woche, die hier bisher noch nicht zur Sprache kamen:

Der Spiegel berichtet von der Steinigung einer Ehebrecherin in Somalia. Die regierende radikale Miliz hat bereits vergewaltigte Teenager und geschiedene Frauen wegen „Ehebruchs“ zum Tode verurteilt.

Beim Spiegel gibt es auch ein Video mit der neuesten FEMEN-Aktion. Die ukrainischen Feministinnen protestieren gegen Sexismus und ungewollte, weitgehende Avancen von Kommilitonen und Professoren.

Die BBC berichtet über eine neue Studie zu Intimoperationen. Danach seien die Risiken noch viel zu unerforscht und würden von den Chirurgen verharmlost. Das Argument, vorstehende Schamlippen könnten Schmerzen bereiten, sei meist psychologisch bedingt, sonst müssten Männer, deren Genitalien noch viel weiter „herausragen“, weit größere Unanehmlichkeiten haben.

Neue Studien disktutiert auch die New York Times. Hilft Stillen beim Abnehmen nach der Geburt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber sollte man Stillen wirklich als Diätmethode sehen?

100.000 Euro lobte Nordrhein-Westfalens Innovationsministerium als ersten Gleichstellungspreis für Universitäten und Hochschulen aus. Die Uni Duisburg-Essen, die Uni Paderborn und die FH Bielefeld bekommen jeweils diese Summe, da sie ihren Ansprüchen auch Taten folgen liessen, so die taz. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Frauenanteil in den MINT-Fächern.

Am 24. November veranstaltet der VDE in Berlin das VDE-Symposium „Karrierestart für Absolventinnen von MINT-Studiengängen der Elektro- und IT-Branche“. Studentinnen und Berufseinsteigerinnen können dort andere „Young Professionels“ und Vertreter aus Firmen und Hochschulen treffen.

In Indien sind Wähler_innen nicht mehr auf die Geschlechtskategorien „männlich“ und „weiblich“ beschränkt: Transgender, Intersexuelle und Eunuchen können nun O wie „other“ ankreuzen, berichtet CNN.

Der Harvard Business manager über eine Kundinnenbefragung: Was wollen Frauen wirklich? Weniger Klischee und mehr Praktikabilität.

Christa Walliczek, Erzieherin, fordert im Interview mit der Sueddeutschen mehr Förderung und weniger reine Lippenbekenntnisse für Kinder aus sozial schwachen Familien.


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Firmenvorstellungen und LAN-Party

4. November 2009 von Helga

Das Bundesforschungsministerium ist nicht das schnellste und gab erst gestern eine Pressemitteilung zur Girls Go Intro heraus (die mich dann heute morgen via Twitter erreichte). Seit dem 2. November und noch bis zum 19. finden an der TU Darmstadt eine Reihe Veranstaltungen für Mädchen ab 12 statt. In verschiedenen Workshops können sie in die Medien- und IT-Welt hineinschnuppern und sich über Berufsfelder, Themen und Firmen informieren.

Fachleute, Studentinnen und Auszubildende berichten aus ihrem Arbeits- bzw. Studienalltag, und stehen Rede und Antwort zu Fragen rund um Studien- und Ausbildungswahl.

Die Terminübersicht und wie man sich anmelden kann, stehen auf www.girls-go-it.de.


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Was war, wie’s wird

23. Oktober 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 31 von 50 der Serie Kurz notiert

Ein paar Themen blieben wieder liegen, hier nun der Schnelldurchlauf:

In Spanien werden am Samstag bis zu zwei Millionen auf der Straße erwartet um gegen das geplante Abtreibungsgesetz zu demonstrieren, berichtet dieStandard. Besonders stört sie, dass 16-Jährige nun nicht mehr ihren Eltern Bescheid geben müssten, falls Zapatero das Gesetz durchbekommt.

Auf Spiegel Online gab es ein Interview mit Triathletin Nicole Schnaß. Sie berichtet über die Folgen der Hormontherapie ihrer Geschlechtsumwandlung.

Ebenfalls auf Spiegel Online: US-Wissenschaftler sagen voraus, dass die Evolution Frauen kleiner, dicker und gesünder machen wird. Warum wir derzeit so unevolutionär am großen, dünnen Schönheitsideal hängen erklären sie leider nicht.

Deutsche Forscher finden übrigens auch ganz viele Sachen raus, z.B. dass Frauen mehr weinen als Männer; Jungen und Mädchen aber noch gleich viel. Näheres nicht auf Und-dafür-haben-die-ne-Studie-gebraucht.de, sondern bei derWelt.

Das manager magazin hat den Gehaltsreport 2009 veröffentlicht. Der zeigt wieder einmal, dass Frauen weniger Geld verdienen als Männer. In einigen Branchen ist der Unterschied geringer, typischerweise männerdominierten. Aufholen tun die Managerinnen auch nicht, im Gegenteil, die Schere wird größer. Wenig erstaunlich, dass sie häufiger als Männer mit ihrem Gehalt unzufrieden sind.

Jaja, Frauen sollen endlich Forscherinnen und Ingenieurinnen werden. Der “Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen” weist passend auf den Helmholtz.Schülercampus hin. Die Helmholtz-Gesellschaft hat dort 15 Spiele online gestellt, in denen Jugendliche die beliebtesten Versuche aus Schülerlaboren virtuell durchführen können. Selber CSI spielen und genetische Fingerabdrücke vergleichen oder im Linearbeschleuniger neue Elemente herstellen kann man unter www.helmholtz-campus.de.

Terminhinweis an Münchener_innen: An der Ludwig-Maximilians-Universität startet die interdisziplinäre Ringvorlesung “Gendergraphien. Perspektiven der Geschlechterforschung auf Körper-Wissen-Praxen”. Wissenschaftler_innen berichten über verschiedene Verknüpfungen von Gender und Körper. Ab dem 26.10.2009 wöchentlich immer montags von 18-20 Uhr im Hörsaal HGB A 014.

Und zum Schluss: Sarah Haskins is back. Yay!


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Letters to Our Daughters

12. Mai 2009 von Helga

Mehr junge Frauen und Mädchen für eine Karriere als Naturwissenschaftlerin zu begeistern, ist schon länger ein Thema. Ein Problem dabei ist, dass es nur wenig sichtbare Naturwissenschaftlerinnen gibt, die als Vorbilder fungieren. So berichten auf scienceblogs.com “Dr. Isis” und PZ Myers von den Wissenschaftlern in ihrer eigenen Familie, bzw. der Familie Darwins. Von Wissenschaftlerinnen im Stammbaum ist dabei nie etwas überliefert.

Daher hat Dr. Isis das Projekt “Letters to Our Daughters” gestartet. Erfolgreiche Naturwissenschaftlerinnen schreiben Briefe an die Töchter/Leserinnen/Studentinnen über ihr Leben, ihre Herausforderungen und was sie an ihrer Arbeit so lieben. So schreibt etwa Dr. Janet Stemwedel:

As you pursue an education in science, and perhaps consider a career in science, you will encounter challenges. Do not let these challenges put you off. While science can be beautiful, captivating, and deeply satisfying, it can also be hard. The people around you who seem to find it totally easy did not always (or will not always) find it so. If they did, chances are they were just skimming the surface, missing some of the scientific puzzles worth puzzling over; once you notice them, it’s hard to let go of them.

Hier gehts zu allen Briefen des “Letters to Our Daughters Project”.


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Sei fresh und mach die Mentorin

16. März 2009 von Meredith

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass aus mir genauso gut eine Person hätte werden können, die was mit Mathe anfangen kann. Wenn da nicht eine riesige Wand aus Angst (Mathelehrerin: “Du bist ein hoffnungsloser Fall” oder auch “Kapierst du das immer noch nicht?!”) zwischen mir und den Naturwissenschaften aufgebaut worden wäre. So wie die Dinge stehen, high-five ich mich schon innerlich dafür, die binomischen Formeln nach ca. einer halben Stunde und drei abgekauten Fingernägeln erinnern zu können. Für mehr reicht es trotz 13 Jahren Schule nicht. Mit Sicherheit habe ich ein gewisses Talentproblem, aber, in der Kollegstufe auch erlebt, dass mit der richtigen Förderung doch einiges gehen kann, selbst wenn Mathegene eher nicht vorhanden sind.

Mathematisch-technisch begabte Mädchen haben hingegen an den Unis vor allem das Problem, dass ihnen kaum jemand ihre Existenz abnimmt. In Deutschland ist MatheNaturwissenschaft traditionell ein unwirtliches Terrain, wenn man weiblich ist. Die wenigen Frauen meiner Bekanntschaft, die in diesem Bereich weiter gemacht haben, mussten und müssen ständig um Akzeptanz der reinen Tatsache, dass sie Mathe können, kämpfen.

Wusstet ihr, dass man diesen unheimlichen Komplex aus Mathe-Naturwissenschaft-Technik auch MINT abkürzt? Finde ich gut, klingt nämlich gleich viel handlicher und erfrischend dazu.

Damit künftig weniger junge Frauen Angst, Abweisung oder Unsicherheit erleben, wenn es um MINT-Fächer geht, gibt es eine neue CyberMentor-Initiative des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen. Gesucht werden 1000 Frauen, die Schülerinnen und Studentinnen in diesen Programmen per E-Mentoring unterstützen. Diana Schminke vom CyberMentor-Programm schreibt:

Anliegen von CyberMentor ist es, mehr Mädchen für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. Für den Programmstart im April haben sich bereits über 1000 Mädchen beworben. Um möglichst vielen Mädchen eine Teilnahme zu ermöglichen, werden dringend weitere Mentorinnen gesucht (aktueller Anmeldestand der Mentorinnen: 650).

Die Anmeldefrist für den Mentoring-Start im April 2009 ist der 20. März 2009. (Auch spätere Anmeldungen sind möglich. Falls ein Einstieg in die kommende Runde nicht mehr klappen sollte, garantieren wir einen Platz in der nächsten Runde.)

Im Mittelpunkt des Projekts steht der E-Mail-Austausch zwischen einer Schülerin und einer Mentorin. Darüber hinaus erwartet die Teilnehmerinnen eine Internet-Community, persönliche Treffen und Schulungen. So soll ein Netzwerk von MINT-interessierten Schülerinnen und MINT-Frauen entstehen, von dem beide Seiten profitieren werden.

Scheinbar ist die Anfrage riesengroß und dementsprechend dringend gesucht werden Mentorinnen. Mehr dazu auf der Website von CyberMentor.


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