Einträge mit dem Tag ‘MINT’


Historische Drag Kings, safere Sextipps, eindimensionale Medienschablonen – die Blogschau

29. März 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 240 von 259 der Serie Die Blogschau

Wichtige Geschichte(n): Das ButchBlog über “historische Drag Kings in den USA“.

Was an der verharmlosenden Berichterstattung über die Hebammenkrise falsch und problematisch ist, fasst Anja bei Von guten Eltern zusammen. Dazu auch noch passend: Auf der Seite selbstgeboren.de werden Geburtsberichte von Personen gesucht, die eine “kraftvolle und selbstbestimmte Geburt erlebt haben” haben. Nicole analysiert auf literatier, welche fraglichen Bilder durch diesen Aufruf (und dem Diskurs um “selbstbestimmte, natürliche Geburten”) transportiert und verstärkt werden.

Über Safer Sex für Trans*-Menschen (und andere) gibt es viel zu lesen und verlinkt bei wunder2welt.

Auf unregelmäßige Gedankensplitter wird dargestellt, warum (queer_)feministisches Wissen gespeichert werden sollte. Der Artikel ist Teil einer längeren (geplanten) Serie zum warum und wie des Archivierens von feministischen Wissen.

Einen Mangel an sexueller Bildung und was partriarchale Strukturen und die Pille danach damit zu tun haben, beschreiben Franziska Barth und Anna Wegricht bei wildwuchsutopien.

Steinmädchen schreibt über das beklemmende Gefühl des Kontrollverlusts, wenn das Geld nicht reicht.

Bloggerin Katrin (Reizende Rundungen) hat dekaderei ein Interview gegeben – “über den persönlichen als auch kollektiven Kampf gegen Fatshaming, das von “Frauenzeitschriften” propagierte Schönheitsideal, die Zerschlagung von Mode und Körperregime und ihren Umgang mit anonymer Hate-Speech”.

“Warum wir auf diese Art Bezeugungen verzichten können, bei denen sich weiße Hetero-Männer für möglichst viel Publicity gegenseitig dafür auf die Schultern klopfen, wie unfaßbar fucking tolerant sie sind, ja, ganz von sich selber gerührt, ohne zu checken, dass genau diese Kultur das Problem stärkt, vom dem sie sich so stolz abheben wollen” erklärt Eve Massacre auf Breaking The Waves.

Hilfreiche Tipps wanted: Das FemCamp Wien braucht eine Location! 120 Leute sollen sich am 20. und 21. Juni in Wien zur feminstischen Vernetzung treffen können.

Die österreichische feministische Online-Zeitschrift diestandard (von der Mädchenmannschaft sowohl häufig verlinkt als auch kritisiert) steht angesichts drohenden Ressourcen-Entzugs vor dem Aus. Was das bedeutet, erklärt Lea Susemichel in der an.schläge.

(Post-)Schwangere Körper in den Medien – aufZehenspitzen bietet eine gruselige Zitatezusammenstellung.

Über “Neues zu schädlichen Arbeitsumfeldern in der IT-Branche” anhand der Beispiele GitHub und Mozilla schreibt Melanie bei femgeeks.

Kurzfristiger Demo-Tipp: Eine Kneipe im Wrangelkiez in Berlin hat Schwarzen Menschen Hausverbot erteilt. Dagegen wird am Sonntag (morgen) um 17 Uhr demonstriert: Hier das Facebook-Event und der Demo-Aufruf der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (auf Englisch).

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Happy Ada Lovelace Day!

15. Oktober 2013 von Charlott

Happy was?! Ada Lovelace war eine britische Mathematikerin und wird als eine der ersten Programierer_innen der Welt angesehen. Einmal im Jahr soll der nach ihr benannte Tag dazu genutzt werden um auf interessante Frauen aus den Bereichen Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, und Technik hinzuweisen, diese vorzustellen und deren Wirken in den Mittelpunkt zu rücken. Auf der Seite Finding Ada, kann jede_r eigene Beiträge einreichen und so mit an einer großen Sammlung arbeiten.

Ganz passend ist das aktuelle Thema des an.schläge-Magazin “Gender und Naturwissenschaft” mit der Überschrift Finding Ada Lovelace.  Online könnt ihr ein Interview mit Brigitte Ratzer von der TU Wien lesen, wo diese auch noch einmal bestärkt, wie wichtig es ist, dass es Vorbilder in diesen Gebieten gibt.

Wie die Anwendung von technischem Wissen für feministische Interventionen aussehen kann, seht ihr übrigens bei den Gewinnerinnen des All-Women-Hackathons vom letzten Wochenende. Diese haben ein Spiel mit dem Namen “Period Quest” erdacht, welches Mythen und Tabus rund um das Thema Menstruation direkt angeht. Programmiert haben sie ein Level dieses Spiels: Cuterus Leaks!


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Sommer, Hitze und mal wieder Rassismus-Fails – die Blogschau

22. Juni 2013 von Nadine
Dieser Text ist Teil 207 von 259 der Serie Die Blogschau

Auf kleinerdrei gibt es einen sehr umfangreichen und mit vielen Hinweisen und Tipps gespickten Text zu Programmieren für Mädchen.

Me Myself and Child schreibt über Sommer_Ferien mit Kind.

RagingJosefine thematisiert ihre Versuche an einer Schauspielschule angenommen zu werden und was das alles mit Lookismus zu tun hat.

Accalmie nimmt auf ihrem privaten Blog den letzten rassistischen “Satirebeitrag” der taz zu Barack Obama auseinander.

Angela Merkel hat während Obamas’ Besuch in Berlin Internet als “Neuland” bezeichnet. Das sorgte für einige Lacher, das Hashtag #neuland auf Twitter und gleichzeitig jede Menge rassistische Vergleiche und Metaphern, analysiert Femgeeks.

In die Reihe der Webseiten, die bei Gewalt gegen Frauen nicht sensibilisiert sind, reiht sich nun auch die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein, berichtet Helga auf Femgeeks.

Wenn sich Oberschenkel beim Laufen in der sommerlichen Hitze ständig berühren, kann das mitunter sehr schmerzhaft werden. Auf Identitätskritik gibt es praktische Tipps, was eine_r gegen vorbeugend tun kann.

Schläge und Prügel waren vor einiger Zeit gesellschaftlich anerkannte Erziehungsmethoden. Somlu schreibt einen sehr persönlichen Text über Gewalterfahrungen in ihrer Kindheit.

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Bionade, feministische “Humorlosigkeit” und die nächste Löschdebatte bei Wikipedia – kurz verlinkt

15. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 189 von 252 der Serie Kurz notiert

Wir berichteten letzte Woche über den trans*feindlichen Werbespot von Bionade. Durch eure vielen Beschwerden reagierte Bionade mit einem Statement (Facebook-Link), welches weder eine Auseinandersetzung mit den Kritiken, noch eine Entschuldigung beinhaltet (sondern sogar behauptet, bei Bionade gäbe es gar keine Diskriminierung!). Falls ihr noch die Kraft habt, lasst Bionade weiterhin wissen, dass Diskriminierung kein Verkaufsschlager sein darf. Für die Zukunft kann folgendes gelten: Das schöne an (trans*feindlicher) Bionade – mensch kann sie auch weglassen!

In dem Band “Aufstand aus der Küche” von Silvia Federici wird neben zwei neuen Beiträgen auch die bereits 1974 verfasste feministisch-marxistische Ökonomiekritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die US-amerikanische Satirezeitschrift The Onion ist mal wieder vorn mit dabei, was sexistische Gewalt angeht. (englisch)

The New Yorker berichtet über einen Fall in Cleveland, nach dem drei Frauen, die ein Jahrzehnt als vermisst galten und zum Teil bereits für tot erklärt wurden, aus dem Haus, in dem sie festgehalten worden waren, befreit werden konnten. Ein Mann hatte eine der Frauen dabei beobachtet, wie sie vergeblich versuchte, die Tür von innen aufzubrechen. Er ordnete das Gesehene sofort als häusliche Gewalt ein und half ihr die Tür zu zerstören. (englisch)

Bei Shakesville erklärt Melissa McEwan noch einmal, was es mit feministischer “Humorlosigkeit” bezüglich *istischer “Comedy” auf sich hat (englisch).

CosmoTV berichtet über einen Dokumentarfilm von Mirza Odabaşi zum rassistischen Brandanschlag auf ein Solinger Wohnhaus vor 20 Jahren, bei dem fünf Menschen getötet worden sind. Der Film wird Ende Mai in Solingen uraufgeführt.

DieStandard.at würdigt die kürzlich verstorbene Frauenrechtlerin Hannelore Mabry.

The feminist wire analysiert die Karrieren und Selbst_Repräsentationen von Beyoncé und Lauryn Hill und entdeckt trotz der Unterschiede nicht wenige Gemeinsamkeiten. (englisch)

Ms.Magazine veröffentlicht einen Nachruf auf Brustkrebsaktivistin Barbara Brenner (englisch)

Angelina Jolie hat sich angesichts ihres genetisch stark erhöhten Brustkrebsrisikos für eine präventive Mastektomie entschieden. In der NY Times berichtet sie darüber – politisch brisante Punkte wie die Debatte um körperliche Selbstbestimmung, Gesundheitsrisiken, Gesundheitsindustrie und damit in Verbindung stehende finanzielle Faktoren werden zwar lediglich angerissen, dennoch ist das Öffentlichmachen dieser Entscheidung per se bereits als politischer Akt zu werten. (englisch)

der verein xart splitta gestaltet raum_rahmen für trans_x_ende, trans_xend empowernde kreative anwesende konkrete visionäre künstlxsche aktionen_ideen_politiken. aktuell gibt es zwei aufrufe für spoken word, kurzfilme, performances, tanz, musikstücke,… für einen performanceabend sowie fotos, gemaltes, collagen, gezeichnetes, geschriebenes … für ein printprojekt.

La Voix du Yemen interviewt Alaa Al-Eryani, die kürzlich die Initiative The Yemeni Feminist Movement startete.

with WINGS and ROOTS, ein Dokumentarfilmprojekt, das die Geschichten und Visionen fünf junger Menschen in Berlin und in New York erzählt, braucht eure Unterstützung!

Rassistischer Polizei-Alltag in Deutschland: Weil eine Frau, die auf offener Straße zusammengebrochen war, sich nicht ausweisen konnte und kein für die Beamten verständliches Deutsch sprach, wurde sie in Gewahrsam genommen, anstatt notärztliche Versorgung einzuleiten. Erst als ihr Mann sie als vermisst meldete und wenig später schließlich vor Ort war, reagierte die Polizei.

Der aktuelle Löschantrag für den Begriff “Femizid” heizt die Debatte über die Macht der Maskulisten auf der Wissensplattform an, schreibt dieStandard.at.

Termine in Berlin, Bochum, Göttingen, Braunschweig und deutschlandweit anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie gibt es nach dem Klick!

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Ein kleiner Rückblick auf den Ada Lovelace Day

26. Oktober 2012 von Charlott

Letzte Woche fand am 16.Oktober der “Ada Lovelace Day”. Dieser Tag soll dazu genutzt werden tolle Frauen aus den Bereichen Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, und Technik vorzustellen. Für den englischsprachigen Raum läuft vieles rund um den Tag auf der Webseite Finding Ada zusammen. Dort gibt es unter anderem eine Karte auf der diesjährige Beiträge vermerkt sind. Hier möchte ich aber vor allem auf ein paar deutschsprachige Beiträge hinweisen. Vielleicht fallen euch ja auch noch mehr ein, die ihr gern in den Kommentaren verlinken könnt.

Die Femgeeks haben natürlich auf den Tag hingewiesen. Melanie hat zu dem Anlass über ihre Begeisterung für Laura Chapall, die sich mit Computernetzwerken auseinandersetzt, geschrieben.

Helga hat auf ihrem Blog Drop the Thought die Wissenschaftlerin Ina Schäfer vorgestellt, welche an der TU Braunschweig eine Professur am Institut für Softwaretechnik und Fahrzeuginformatik. Helga erklärt in ihrem Beitrag auch, was das eigentlich bedeutet und gibt noch einen Hinweis auf eine weitere spannende Person.

Mit Ryuu geht es weit hinaus ins Weltall. Sie stellt die beeindruckkende Astronautin Sunita Williams vor und schreibt da zum Beispiel:

Astronaut_innen an sich finde ich ja besonders und spannend genug, aber Williams hat ein paar bemerkenswerte Stats: Sie ist derzeit die Frau mit der längsten EVA-Gesamtdauer (44 Stunden und 2 Minuten bei insgesamt 6 EVAs) und erst die zweite Frau nach Peggy Whitson, die auf der ISS das Kommando innehat.

Der nächste Ada Lovelace Day findet nächstes Jahr am 15. Oktober statt. Also viel Zeit um eine (oder gleich mehrere!) Frau(en) auszuwählen, die mensch gern vorstellen möchte!


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Frauen und MINT: Die EU zeigt, wie mensch es lieber nicht machen sollte

26. Juni 2012 von Helga

Zum Wochenende hin kursierte ein quietschrosa Video der Euro­päischen Kommission durchs Internet. Hinter all den Bubble Tea-Blubber­bläschen die durch das Bild hüpften war dabei nicht ganz klar, um was es eigentlich gehen sollte. Denn, Überraschung, dahinter steht die Kampagne Science: It’s a Girl Thing, mit der Mädchen für Natur­wissen­schaften begeistert werden sollten. Inzwischen ist das Video offiziell vom Netz (und inoffiziell hier), Astro­dicticum Simplex hat aber doku­mentiert, wie es aussah:

In dem knapp eine Minute langen Spot sah man einen ernsthaft am Mikroskop arbeitenden Klischeewissenschaftler (Brille, weißer Kittel), der sich plötzlich mit drei heranmarschierenden Models in High-Heels und kurzen Röcken konfrontiert sieht. Die drei Frauen entstammten allerdings nicht seiner Fantasie, sondern sollten wohl die neue Generation der weiblichen Wissenschaftlerinnen darstellen. Danach folgt jede Menge Rosa, Lippenstifte, Make-Up, bunte Kugeln und blubbernde Flüssigkeiten in Glaskolben. Das sollte wohl offensichtlich die Wissenschaft demonstrieren, die für Mädchen interessant ist.

Klar, was hilft auch besseres gegen einen Stereotyp, “Wissen­schaftler = Mann im weißen Kittel”, als ein anderer Stereotyp? Wenig begeistert zeigten sich daher auch die Geek Sisters:

[...] natürlich spricht nichts dagegen, dass man Wissenschaftlerin sein kann und sich hübsch anziehen. ABER dieser Clip kombiniert diese Dinge so ungeschickt, dass die eigentliche Botschaft kaum noch zu erkennen ist. Es werden die alten Klischees verwendet wie: Frauen müssen sexy sein, Frauen interessieren sich nur für Make-Up, Frauen müssen attraktiv für Männer sein und zufällig sind sie vielleicht auch schlau genug, um eine Formel zu berechnen.

Männer sind aktiv, Frauen sind Deko. Schade, dass auch bei der EU anscheinend niemand sitzt, der oder die sich schon etwas länger mit der Forschung zu Stereo­typen befasst. Oder irgend­jemand, der das Projekt Drawings of Scientists kannte. Da lernen Kinder “echte” Wissen­schaftler­_innen kennen und lernen, dass sie “ganz normale” Menschen sind. Immerhin: Inzwischen kommen sie auch zu Wort, wie Daniela Wolf, die Informatik­didaktik studiert.


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Rumnerden oder MINT-Karriere machen – jetzt anmelden für die April-Termine

15. März 2012 von Helga

Schon mal hereinschnuppern in die Grundlagen eines Ingenieurinnenstudiums? Das geht am MINT-Kolleg in Stuttgart. Interessierte können sich als Gasthörer_innen einschreiben und ab dem 10. April schon einmal 10 Semesterwochenstunden Mathe, Chemie und Informatik pauken.

Bis zum 2. April müssen sich Studierende der TU Berlin entscheiden – dann endet die Anmeldefrist für das Programm „Gender Studies in den Ingenieur­wissen­schaften. Technik – Wissenschaft – Praxis“. Für den Besuch der semester­be­glei­ten­den Seminare gibt es ein Zertifikat, am 16. April geht’s los.

Noch vor kurzem waren wir auf der Suche nach Projekten, die speziell Frauen einladen, Programmieren zu lernen. In Berlin gibt es nun am 13. und 14. April um Ruby on Rails. Was frau damit schönes machen kann, verraten die Rails Girls. An­melde­schluss ist der 5. April.

Im Rahmen der Hannover-Messe gibt es am 27. April auch den Kongress WoMenPower, mit einer Reihe an Workshops zu Berufs(wieder)einstieg und glä­ser­nen Decken. Das ganze kostet ne Stange Geld, für Studentinnen gibt es einen Rabatt. Entscheiden müsst Ihr Euch bis zum 20. April.

Nicht mehr im April, sondern erst im Mai ist Flossie 2012, eine zweitägige Konferenz für Frauen mit Interesse an freier und offener Software (FLOSS). Bis zum 19. März ist der Call for Papers verlängert worden. Los geht es dann am 25. Mai in London.


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Noch fix anmelden: Frauen in der Wissenschaft

24. Februar 2012 von Helga

Kurzentschlossenen Technik-Student_innen der TU Berlin steht vor dem Semesterbeginn noch ein Blockseminar ins Haus: „Was haben Natur- und Technik­wissenschaften mit Gender zu tun?“ Für die Veranstaltung im März ist der Anmeldeschluss am 27. Februar, im Sommersemester wird es die Veranstaltung noch einmal geben. Das Seminar ist Teil des Programms „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften. Technik – Wissenschaft – Praxis“ für Studierende und Promovierende mathematischer, ingenieur-, natur- und technik- wissenschaftlicher Fächer – wer auch die weiteren Seminare belegt, kann mit einem Zertifkat zu Gender- und Diversitykompetenzen abschließen.

Am 6. März diskutieren in Berlin Vertreter_innen von Forschungsorganisationen über die Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Darunter sind Jutta All­mendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen. Bei den Problemen, Karriere in der Wissenschaft zu machen, soll es auch um die Hürden für Männer gehen – ob damit wohl die Vereinbarkeit von Familie und Job gemeint ist? Die Anmeldefrist ist der 28. Februar.


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Affirmative Action, Alltagssexismus und Asylbewerber_innen – kurz verlinkt

15. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 139 von 252 der Serie Kurz notiert

In der Kirgisischen Republik ist ein Gesetz gegen das Kidnappen und die an­schlie­ßende Verheiratung von Frauen gescheitert. Die Abgeordnete Asiya Sasykbayeva kritisiert, dass viele progressive Politiker dagegen gestimmt hätten, weil es auch gegen Polygamie eingesetzt werden könnte. Die ist bereits verboten, dennoch käme sie weiter vor, wie auch das „Bräutekidnapping“, so Eurasianet.

Frauen in Behinderteneinrichtungen sind in Deutschland massiver Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt, so die tagesschau. Fehlende Meldepflichten und schlechte Heimaufsicht verschlimmern die Situation der Betroffenen, die derzeit auch keine offiziellen Möglichkeiten haben, sich zu wehren.

Seitenweise Bermerkungen über ihr Aussehen und einfach herbeifantasierte, sexualisierende Aussagen – sound of the city erklärt Autor(_innen), wie sie nicht über Musikerinnen schreiben sollten.

Warum ist Affirmative Action (öffentliche Maßnahmen zum Abbau von Dis­kri­mi­nierung) eigentlich so wichtig? Dieses Video zeigt es anschaulich:

Nach einem Jahr im Gefängnis ist die bahreinische Aktivistin Fadheela Al-Mubarak wieder frei, berichtet Al Akhbar. Als erste Frau war sie vor ein Militärgericht gestellt worden, nachdem auch im Bahrein Proteste im Rahmen des Arabischen Frühlings ausgebrochen waren. Verurteilt wurde sie übrigens wegen „Anhören von revolutionärer Musik“.

Wie könnte ein modernes Familienrecht überhaupt aussehen? Ob Abschaffung der Benachteiligung von homosexuellen Menschen oder die Öffnung des Sorgerechts, um soziale Elternschaft zu ermöglichen – die Queer-Theoretikerin Sushila Mesquita hat einige Ideen. DieStandard.at sprach mit ihr darüber.

Zu zehn Jahren Gewaltschutzgesetz hat die taz Kriminalhauptkommissarin Heike Lütgert interviewt. Neben Zahlen zu „vorgetäuschten“ Vergewaltigungen und Gewalt gegen Männern gibt es taz-typisch leider auch ein Dekolleté-Foto.

Nicht jede ihrer Kolumnen finden wir gut, diese aber schon: Sybille Berg über Alltagssexismus und das Altern.

In Irland ist eine Frau in Beugehaft gesteckt worden – nachdem sie drei Männer identifiziert hat, denen sie Vergewaltigung vorwirft, wollte sie diese nicht noch einmal sehen. Auch dass sie stattdessen versuchte, Selbstmord zu begehen, brachte den zuständigen Richter nicht davon ab. „Strafe“ muss schließlich sein, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Ayslbewerber_innen können sich in Baden-Württemberg künftig freier bewegen. Ganz abgeschafft wird die Residenzpflicht aber nicht, auch wenn es bei SWR4 zunächst so klingt.

Termine und ein Call for Lectures nach dem Klick (mehr …)


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Endlich mal selber machen: Programmieren!

2. Februar 2012 von Helga

2012 als Jahr des Programmierens? Auf Fiona, die gerade über ihren Einstieg ins Programmieren bloggt, haben wir vor kurzem schon hingewiesen und damit ist sie nicht die einzige. Auch Haley Mlotek vom Toronto Standard hat sich daran gewagt und zwar mit Ladies Learning Code – einem Projekt, das Frauen „digital alphabetisieren“ möchte, um Ihnen so eine Stimme und mehr Macht zu geben. Trotz der explizit politischen Aussagen beschreibt man sich nicht als feministisch, wie Mlotek verwundert feststellt, aber immerhin habe sie viel gelernt. Nicht speziell auf Frauen aber auf Anfänger_innen ausgerichtet ist Code Academy, das als Onlineprojekt unabhängig von Zeit und Ort „durchgespielt“ werden kann.

Auch wenn es 2013 vielleicht anders aussehen wird, derzeit sind Pro­grammierer­innen selten und in der Open Source-Szene sind sie noch seltener. Das muss nicht sein, dachte sich auch Valerie Aurora und gründete mit Mary Gardiner vor knapp einem Jahr “The Ada Initiative” (benannt nach Ada Lovelace). Inzwischen ist die Initiative gewachsen und hat einiges vor, schreibt TechWorld. Dass es neben Ada Lovelace noch weitere gute Programmiererinnen gibt, beweist ein Beitrag bei it republik.

Während besseres Technikverständnis, mehr Mitsprachemöglichkeiten und überhaupt die Möglichkeit, selbst Programme zu schreiben, gute Gründe sind, sich mit Informatik auseinander zu setzen, ist es das oft angeführte Geld leider nicht. Wie auch Ingenieurinnen verdienen Entwicklerinnen von Computerspielen tat­sächlich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Selbst wenn sie besser qualifiziert sind, so develop.

Mehr Informationen zu Frauen in den MINT-Fächern (Mathe­matik, Infor­matik, Natur­wissen­schaften und Tech­nik) findet Ihr im MINT-Dossier.


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