Die Gesundheitsreform in den USA und ihre Chancen für Frauen
5. November 2009 von MagdaDie USA und die Notwendigkeit einer Gesundheitsreform
Gestern vor einem Jahr wurde Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA gewählt. Knapp zehn Monate nach seinem Amtseintritt im Januar 2009 werden im US-amerikanischen Repräsentantenhaus und im Senat aktuell Gesetzesentwürfe einer neuen Gesundheitsreform diskutiert. Das Reformpaket sieht neben Kostensenkungen im Gesundheitswesen einen Versicherungsschutz für 97-98% der US-AmerikanerInnen vor. Für jene AmerikanerInnen, die jetzt schon eine Krankenversicherung haben und zufrieden sind, ändert sich nichts. Die Reform versucht jene Menschen zu erreichen, die sich bisher keine Versicherung leisten konnten.
Wie diestandard.at berichtete, haben gegenwärtig etwa 46 Millionen der 300 Millionen AmerikanerInnen keinen Versicherungsschutz, obwohl die USA pro Kopf die weltweit höchsten Ausgaben für Gesundheit haben. 15% der US-AmerikanerInnen müssen demnach entweder auf medizinische Hilfe verzichten oder verschulden sich im Falle eines Krankenhausbesuches enorm.
Im Repräsentantenhaus hat man sich nun auf einen Gesetzentwurf zu einer staatlichen Krankenversicherung verständigt, die u.a. durch eine Reichensteuer (in Form von Einkommensteuererhöhungen für jene, die mehr als $500.000 im Jahr verdienen) und Einkürzungen bei Medicare&Medicaid finanziert werden soll, um so Krankenversicherungsleistungen für bisher Unversicherte bereitzustellen. Für die Umsetzung des Entwurfs würden die Kosten über zehn Jahre unter der von Obama vorgegebenen Höchstsumme von 900 Milliarden Dollar bleiben.
“Health Care is a Women’s Issue”
Auch Michelle Obama, First Lady & Mom-in-Chief, macht sich für eine Reformierung des Gesundheitssystems stark und betonte in einer Rede Mitte September, dass eine Gesundheitsreform aus zweierlei Gründen wichtig für Frauen sei:
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