Einträge mit dem Tag ‘Militär’


Kurz verlinkt zum ausführlichen Diskutieren

2. Februar 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 13 von 152 der Serie Kurz notiert

Guardian-Autorin Nesrine Malik hält die Debatte um die Kleiderordnung in Ägypten für ein Ablenkungsmanöver, das von der viel wichtigeren und grundsätzlichen Debatte über die Freiheitsrechte ablenken soll.

Helen Mirren sagt im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung: “Ich wurde von meinen Eltern ausdrücklich zu ökonomischer Unabhängigkeit erzogen, und das ist für mich die klare Wurzel des Feminismus. Wenn man ökonomisch unabhängig ist, ist man in vieler Hinsicht frei, und das war ich immer und bin es noch. Obwohl ich verheiratet bin, habe ich mein eigenes Geld. Trotzdem liebe ich hochhackige Schuhe und Nagellack, das ist kein Widerspruch.”

Model und Miss Universe 2004 Jennifer Hawkins hat sich für die Australische marie claire nackig gemacht – unretouchiert und für einen guten Zweck, nämlich zugunsten der Butterfly Foundation, die die bei Essstörungen hilft. Im Portrait zu den Fotos heißt es:

She has also found herself in the guise of role model to young women. Modelling, she concedes, is fraught with difficulty when it comes to the issue of body image, and Jennifer is keen to emphasise that she’s always eaten healthily and stayed active to maintain her “athletic” figure. It’s a shame, she adds, that young girls worry about their bodies, when “for so many years, later in life, you have to worry about that”.

Mehrere amerikanische Zeichentrickfiguren wurden gerade „überarbeitet”. Statt klein und knuddelig sehen sie nun schlanker und langmähniger aus. Die Feministing-Kommentator_innen sind gespalten.

Mehr Frauen in der Technikbranche und vor allem bei Existenzgründungen will techfluff.tv – und veröffentlicht eine Liste mit Vorbilder(innen).

Nach dem Erdbeben in Haiti werden obdachlose Frauen zunehmend Opfer von Gewalt, wie dieStandard.at berichtet.

Wie feministing.com schreibt, wurde der Mörder von George Tiller für schuldig befunden und bekam lebenslänglich. George Tiller war einer der letzten Abtreibungsdoktoren, der in den USA noch Spätabtreibungen durchführte.

Lantzschi von Medienelite.de machte uns auf folgendes Fundstück aufmerksam – gendergerechte Sprache gibt’s nun auch auf dem Einkaufszettel :). Seht selbst:

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Schwanger in der Kriegszone

18. Dezember 2009 von Magda

Auf religiondispatches.org berichtet Kathryn Joyce von einer in Fallujah (Irak) stationierten Marinesoldatin namens Amy, die schwanger wurde und sich für einen Abbruch entschied. Amy hatte nun folgende Möglichkeiten:

a) Sie erzählt ihrem/ihrer Vorgesetzten, dass sie schwanger ist und hofft auf medizinische Versorgung in einem Militärkrankenhaus. Auf Grund der starken Präsenz der AbtreibungsgegnerInnen im amerikanischen Kongress dürfen Militärkrankenhäuser Abtreibungen allerdings nur im Falle von Lebensgefahr, Vergewaltigung oder Inzest durchführen. Dies ist also keine Option.

b) Amy könnte auch einen medizinischen Ausgang in Fallujah beantragen und auf eigene Faust ein Krankenhaus suchen, welches Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Abhängig vom Gebiet kann dies mehr oder weniger sicher sein.

c) Oder: Amy wird zurück zu ihrem Heimatstandort nach North Carolina geschickt, wo sie privat eine Abtreibungsklinik finden muss.

Soldatin in Anbar Province 2006. US Army photo by Lance Cpl. Clifton D. Sams

Soldatin in Anbar Province 2006. US Army Foto von Lance Cpl. Clifton D. Sams

In jedem Fall müssen Frauen wie Amy mit Konsequenzen oder gar Karriereeinbüßen rechnen.

So kann Amy beispielsweise abgemahnt werden, weil sie unerlaubten Sex hatte. Zwar existiert der so genannte “sex ban” im Militär nun offiziell nicht mehr; auf Grund von diversen Einschränkungen findet er dennoch immer noch Anwendung. Nicht überraschend sind überdurchschnittlich viele Frauen von diesen Verwarnungen betroffen, da man nun einmal nur Frauen ansehen kann, wenn Sex Konsequenzen hat. Bei einer Verwarnung schwinden selbstverständlich die Chancen auf eine Beförderung bzw. kann dies sogar das Ende von Amy’s Karriere bedeuten. Als Frau in einem männlich dominierten Beruf ist man darüber hinaus eventuell auch Spott und Vorwürfen ausgesetzt, die darauf hinauslaufen, dass Frauen “ja nun einmal nichts im Militär zu suchen hätten”.

Aus diesen Gründen hat Amy mehrmals versucht, selbst eine Abtreibung durchzuführen. Mit online bestellten pflanzliche Abtreibungsmitteln und dem Putzstock ihres Gewehrs versuchte sie ein erstes Mal, einen Abbruch durchzuführen. Nach dem zweiten missglückten Versuch erzählte sie einer Vorgesetzten von ihrer Schwangerschaft und lieferte sich selbst ins Militärkrankenhaus ein, von dem sie in die USA ausgeflogen werden sollte, um dort privat eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Als man ihr dann mitteilte, dass sie dafür abgemahnt wird, dass sie Sex in einem Kriegsgebiet hatte, führte sie in der gleichen Nacht noch einen nun “erfolgreichen” Schwangerschaftsabbruch durch.

Nachdem ein/e Psychater/in ihr in der Konsequenz bescheinigte, dass sie unter Depression und PTSD (posttraumatic stress disorder = posttraumatische Belastungsstörung) leide, erwirkte Amy ihre eigene Entlassung aus dem Dienst.

“They convinced themselves that anyone who would do a self-abortion is crazy,” Amy says. “It’s not a crazy thing. It’s something that rational, thinking women do when they have no options.”

(Zu deutsch: “Sie glaubten, dass eine Frau, die selbst eine Abtreibung durchführt, verrückt sein muss,” sagt Amy, “aber es ist keine verrückte Sache. Es ist etwas, was rational denkende Frauen tun, wenn sie keine Optionen haben.”)


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Unter Wölfen

11. November 2008 von Barbara

Gefunden auf alternet.com:

… “women serving in the U.S. military today are more likely to be raped by a fellow soldier than killed by enemy fire in Iraq,” Congresswoman Jane Harman, D-Calif., told the House Subcommittee on National Security and Foreign Affairs in May.

Das gibt es nicht erst seit heute, wie ein Bericht von 1995 zeigt:

“Ninety percent of women under 50 who have served in the U.S. military and who responded to a survey report being victims of sexual harassment, and nearly one-third of the respondents of all ages say they have been raped.”

Und nicht nur im US-amerikanischen Militär, sondern zum Beispiel auch in der israelischen Armee:

“Frauen würden in der Armee von männlichen Kollegen als ‘pures Sexobjekt’ betrachtet. In fast allen von Männern geleiteten Abteilungen sei eine ‘tief chauvinistische, herrische Haltung’ gegenüber Frauen auszumachen – und die Annahme, die Armee sei ein ‘Harem’.”


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