Einträge mit dem Tag ‘Mathematik’


Transphobie, Schwarze Feministen und die Schmerzensmanndebatte – kurz notiert

1. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 138 von 256 der Serie Kurz notiert

Auf The Root erzählt Byron Hurt, wie er erst den Sexismus seines Vaters weiterlebte – und dann zum Schwarzen Feministen wurde.

Nachdem im kanadischen Vancouver die Anzahl sexualisierter Übergriffe kontinuierlich gestiegen war, ist sie im letzten Jahr erstmals gesunken – und zwar um sage und schreibe zehn Prozent. Von offizieller Seite wird dies zurückgeführt auf eine Ende 2010 gestartete Aufklärungskampagne, die sich – und hier wird es interessant, weil untypisch – unter dem Titel Don’t Be That Guy (Sei nicht dieser Typ) mittels Plakaten an junge Männer wendet und damit den Fokus vom poten­tiellen Opfer von Gewalt zum potentiellen Täter verschiebt.

Das Feuilleton diskutiert, ob wir wieder härtere Typen brauchen. Mit Standpunkten von vorgestern und unnötiger Verbissenheit. Der junge Mann hat seine Rolle ver­loren? Gut so! Auch die FAZ widmet sich der aktuellen Weiche-Männer-Diskussion:
Zum Schießen / Totlachen / auf dem Boden kringeln.

Geodreiecke sind unhandlich und niemand hat sie dabei – aber zum Zeichnen sind sie eigentlich ganz praktisch. Mathematikerin Vi Hart erklärt, wie man sich aus einem Stück Papier schnell bei den verschiedensten Winkeln behilft. Mit einem Angle-a-Tron:

Noch einmal Kanada: Seit einem halben Jahr quasi unbemerkt blieb eine Regelung des kanadischen Verkehrsministeriums. Danach dürfen nur Menschen in Flugzeuge gelassen werden, deren soziales Geschlecht mit dem Eintrag in ihren Ausweispapieren übereinstimmt. Trans­personen, die ihren Pass noch nicht geändert haben oder das noch gar nicht dürfen, dürfen damit in Kanada nicht mehr in Flugzeuge steigen. Ebenso genderqueere Menschen, die auf den ersten Blick nicht klar einem Geschlecht zugeordnet werden können, wie Christin Milloy berichtet.

Inzwischen gibt es schon eine Petition an die kanadische Regierung, Transmänner und -frauen nicht weiter zu diskriminieren. Eine weitere Petition gibt es für das Transmädchen in Berlin, das in die Psychatrie eingewiesen und zwangsweise als Junge erzogen werden soll.

Das Medizinstudium ist inzwischen weiblich dominiert, im Beruf sind Ärztinnen aber deutlich unzufrieden. Das ärzteblatt berichtet, dass fast 80 Prozent Unter­schiede in der Beurteilung ihrer Arbeit sehen; Fast 90 Prozent sind der Meinung, dass Männer schneller befördert werden.

Nach langen Querelen werden im Berliner „Homo-Mahnmal“ nun auch lesbische Paare gezeigt, so Queer.de. Erinnert wird an die von Nationalsozialisten verfolgten Homosexuellen – da Lesben im Gesetz nicht erwähnt wurden, beschränkte man sich bisher auf schwule Paare. Dennoch wurden auch lesbische Frauen als „Asoziale“ eingestuft und verfolgt.

Die Termine wieder nach dem Klick: (mehr …)


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Mädchen können wirklich genauso gut Mathe wie Jungen!

21. Dezember 2011 von Helga

Seit Jahren bereits werden die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen kleiner, wenn es um die Matheleistungen geht. Schon 2009 war klar, dass die Ergebnisse vor allem mit der Chancengleichheit der Geschlechter korrelierten. Aus­schlag­gebend seien sozio-kulturelle Faktoren so die Forscherinnen der University of Wisconsin.

Kinderbeine in rosa Hosen und Schuhen, die über einem Hüpfspiel mit bunten Zahlen schweben (in Strawberry Free Creative Commons)

Nun hat das Team um Janet Hertz mit einer neuen Studie (PDF) in Notices of the AMS nachgelegt. Das letzte Argument unterschiedlicher Fähigkeiten war die größere Streuung: Es gäbe sowohl mehr besonders begabte Jungen, wie auch besonders unbegabte. Die Ergebnisse von Mädchen lägen dagegen dichter beieinander. Das gilt tatsächlich für einige, aber nicht alle Länder. Setzt man die Streuung unter Jungen und Mädchen ins Verhältnis, ist die Streuung unter taiwanesischen Achtklässlern größer als unter ihren Klassenkameradinnen. Genau anders herum ist aber in Tunesien, während in Marokko die Streuung unter allen Schüler_innen gleich ist.

In einigen Ländern mit mehr Streuung unter den männlichen Schülern zeigte sich noch etwas anderes. So war die Streuung unter den Schülern in Bahrein deutlich höher als die der Schülerinnen, im Durchschnitt erzielten Mädchen dort aber bessere Leistungen als die Jungen. Der Grund könnte kulturell bedingt sein: Vermutlich verlassen dort schlechte Schülerinnen weiterhin früh die Schule.

Auch für andere Thesen gibt es keine Beweise, so helfe Geschlechtertrennung im Unterricht nicht. Stattdessen untermauert die Studie noch einmal die vorherigen Ergebnisse, denn in Ländern mit mehr Chancengleichheit erzielen alle Schüler_innen bessere Matheleistungen. Besonders für wohlhabende Länder zeige sich, dass die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt der Hauptindikator für gute Leistungen sei. „Viele Leute glauben, Geschlechtergerechtigkeit sei ein Nullsummenspiel.“ so Janet Mertz. „Wenn Frauen mehr bekommen, kriegen Männer weniger. Aber unsere Resultate zeigen, dass, zumindest bei Mathetests, Geschlechtergerechtigkeit eine Win-Win-Situation ist.“


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“Lesben und Schwule sind ungewollt kinderlos, von Staats wegen” – Kurz notiert

11. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 106 von 256 der Serie Kurz notiert

Noch ein paar Stunden kann die Petition “Stop the ‘Kill the Gays’ Law Now” (deutsche Version: “Stoppt das Anti-Homosexuellen Gesetz in Uganda“) unter­schrieben werden. Diese fordert den ugandischen Präsidenten Museveni dazu auf, ein Veto gegen das Gesetz einzulegen, das lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Lebens­weisen unter Todesstrafe stellen würde.

Jürgen Kriege schrieb auf frauensprache.com die Er­fahrungen sei­nes Autor_innen­teams auf, wel­ches un­bewusst Ge­schlechter­stereo­type in einem Mathe­matikbuch reproduzierte.

Kristina Schröder hat es sich zum Ziel gesetzt, die finanziellen Hilfen bei der künstlichen Befruchtung aufzustocken, um “ungewollt kinderlose Paare besser zu unterstützen”. Auf die Frage, ob auch Homo­sexuelle davon pro­fitieren, ant­wortet die Familien­ministerin aus­weichend. Julia Seeliger bringt es in der Taz auf den Punkt: “Lesben und Schwule sind ungewollt kinderlos, von Staats wegen.”

Fundstück der Woche und passend zum Mutter­tag auf thesocietypages.org: Mutter und Tochter vereint in Glück­seligkeit – und zwar beim Saubermachen!

Lori von feministing.com macht sich Ge­danken über den Tod Osama Bin Ladens und die teils skurrilen Reaktionen wie Freude und Jubel. Sie analysiert, welche Rolle Gender dabei spielen könnte und ver­linkt ein sehens­wertes Video, in dem Kin­der zum Tod Bin Ladens befragt werden.

Das Projekt Deaf Not Dumb hat ein wunderbares Rap-Video in Gebärdensprache gemacht und prangert die dis­kriminierende An­nahme an, dass gehör­los oftmals mit dumm gleich­gesetzt wird.

Der Forschungsbereich Gender & Medien der Universität Wien hat einen Call for Pape (doc) ausgerufen: “GFM Best Publication Award Gender&Medien”. Eingereicht werden können wissen­schaft­liche Aufsätze in deutscher oder englischer Sprache, die im Jahr 2010 publiziert worden sind. Deadline: 31. Mai 2011.


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Frauen für Mathe begeistern? Einfach!

9. August 2010 von Helga

Ein Cartoon mit zwei Bildern. Als Überschrift steht oben: PROBLEM: THERE ARE DISPROPORTIONATELY FEW WOMEN IN MATHEMATICS. Darunter sind zwei Bilder, jeweils mit drei Menschen am Tisch, eine Frau schlägt immer etwas vor. Links die SENSIBLE SOLUTION - CAN WE TRY TO REMOVE THE STIGMA OF MATH AS UNFEMININE? Links die COMMON IDEA - CAN WE MAKE MATH PINK?

(via Pharyngula.)


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Skaten, twitter, Israel, Kopfrechnerin, Sexarbeit, Keuschheit, Sex and the City und Ost-Feminismus

9. Juni 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 84 von 256 der Serie Kurz notiert

Beim Thema Skaten fallen einem meist nur männliche Skater ein. Der Fotograf Max Hamilton hat daher britische Skaterinnen fotografiert und zeigt die Fotos auf seiner Webseite.

Seit kurzem folgt und retweetet die feministisch-queere Twitterszene FeministHulk – das Ms. Magazine hat sogar ein Interview bekommen. Dabei gibt es noch mehr Superhelden. Die Comics Alliance hat überlegt, wie deren Tweets wohl aussehen könnten.

Die 89-jährige Journalistin Helen Thomas hat Generationen von US-Präsidenten mit ihrer scharfen Zunge zugesetzt. Nun musste sie wegen wegen ihrer unflätigen Kritik an Israel antisemitischen Äußerungen (youtube) das Pressekorps im Weißen Haus verlassen.

Die elfjährige Priyanshi Somani aus Indien ist neue Weltmeisterin im Kopfrechnen.

Carolin Küppers berichtet in der Jungle World über die Arbeitsbedingungen in der südafrikanischen “Sexarbeit” und die erwartete stärkere Repression während der WM.

Eine illustrierte Geschichte über männliche Keuschheitsgeräte findet ihr hier.

Ebenfalls in der Jungle World: Petra Müller thematisiert die vor etwa einem Jahr vom Bundestag beschlossene Verschärfung des Schwangerschaftkonfliktgesetzes und konstatiert: “Wessen Situation sich dadurch verbessert hat, ist weitgehend unklar.”

Urban Outfitters hat mal wieder ein bescheuertes T-Shirt mit der Aufschrift “Eat Less” auf dem Markt – nicht zum ersten Mal.

Die Junge Welt schreibt über Feminismus in der DDR.

Feministing und Muslimah Media Watch rezensierten den neuen Sex and the City II. Muslimah Media Watch befindet:

Any feminism that was in the original series has been trussed to death with accessories—SATC2 is just porn for rich western women.

Feministing hat außerdem noch eine Video-Rezension vorbereitet:


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Kurz und knapp

2. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 72 von 256 der Serie Kurz notiert

Ein Parade-Beispiel für Gender-Sozialisation:

Weniger Alkohol, weniger Marihuana und weniger Verstöße gegen das Gesetz – alles eine Folge des Kinderkriegens?Telepolis berichtet von einer Studie, nach der Frauen in sozial schwachen Stadtteilen von einer Geburt mehr profitieren, als etwa vom Heiraten.

Die großartige Rachel Maddow hatte gestern Geburtstag! Sie wurde knackige 37 Jahre alt.

Hier gibt’s die Top13 besten weiblichen MC’s.

Auf feministing ärgert man sich über Lady Gaga, die gesagt haben soll: “Popstars sollten nichts essen!”

Das Bitch Magazine stellt die deutsche Hildegard von Bingen vor.

In Belgien könnte es zu einem Verbot der Vollverschleierung kommen. Der Innenausschuss des Parlaments in Brüssel hat einstimmig einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, wie auf tagesschau.de berichtet wird.

Auf fudder.de wird stolz verkündet: “Ich stehe dazu: Ich studiere Gender Studies!”.

Und zu guter Letzt:

Auf Sociological Images wundert sich Mathestudent Ian über das Geschenk seiner Freundin, die in einer Kinderabteilung folgendes T-Shirt aufgabelte, welches von den Hersteller_innen wohl eher für kleine Mädchen gedacht war: Too pretty to do Math (“Zu hübsch, um Mathe zu lernen”).


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Wer war… Ada Lovelace?

24. März 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 10 von 41 der Serie Wer war eigentlich …

www.computerhistory.orgHeute ist der zweite Ada Lovelace Tag, an dem die herausragenden Leistungen von Frauen aus Technologie und Wissenschaft gefeiert und geehrt werden sollen. Dieser Tag wurde nach der ersten Programmiererin in der Geschichte, Ada King, Countess of Lovelace, benannt, die ebenfalls als Namensgeberin der Programmiersprache “Ada” gilt. Die 1815 in Middlesex (heute London) geborene und mit 36 Jahren an Krebs verstorbene Lovelace entwarf Konzepte zur Programmierung einer mechanischen Maschine, die zu ihrer Zeit technisch noch nicht realisierbar war.

Komm-mach-Mint beschreibt den Erfolg des zum zweiten Mal stattfindenden Ada Lovelace Tages wie folgt

Vergangenes Jahr beteiligten sich über 2000 Bloggerinnen, indem sie in Hunderten von Webblogs über erfolgreiche Technikerinnen oder ihre eigene Karriere als Wissenschaftlerin berichteten. Auch Unternehmen informierten über ihre Aktivitäten, für mehr Frauen in MINT-Berufen zu sorgen. Der Erfolg der Aktion war Grund dafür, den Ada Lovelace Tag in diesem Jahr erneut stattfinden zu lassen und das Web 2.0 dazu zu nutzen, international die zahlreichen und innovativen Beiträge von Frauen in MINT breitenwirksam sichtbar zu machen. In Zeiten des Fachkräftemangels und noch zu geringer Zahlen von Frauen in den klassischen MINT-Fächern wie der Elektrotechnik, der Informatik, der Physik und dem Maschinenbau unverzichtbar, um mehr Frauen für MINT zu gewinnen.

Auf Frauen-Informatik-Geschichte heißt es zu Lovelace’s mathematischen Talent

Ada Lovelaces mathematisches Verständnis zeichnete sich durch außerordentliches Vorstellungsvermögen aus. Sie war davon überzeugt, dass eine Maschine eines Tages dafür genutzt werden könne, komplexe Musikstücke zu komponieren und Graphiken zu erstellen, und sowohl wissenschaftliche wie praktische Anwendung finden werde. Sie sollte Recht behalten.

Die Zahlenzauberin kürt Emmy Noether zu ihrer “Tech Heroine” und auch das Piratenweib und Helga auf Drop the Thought machen auf den Tag aufmerksam. In unserer Reihe “Wer war eigentlich…?” berichteten wir im Januar über die russische Mathematikerin Sofja Kowalewskaja.

© www.sidneypadua.com

Comic Geeks, aufgepasst: Auf sydneypadua gibt es außerdem ein Comic, welches zeigt, wie sehr Ada Lovelace ihrer Zeit voraus war.


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Wer war… Sofja Kowalewskaja?

15. Januar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 5 von 41 der Serie Wer war eigentlich …

Sofja Wassiljewna Kowalewskaja wurde heute vor 160 Jahren in Moskau (Russland) geboren. Sie war eine russische Mathematikerin und wurde die erste Mathematikprofessorin Europas. Neben ihren mathematischen Werken schrieb sie auch gerne Dramen.

Quelle: math-blog.com

Quelle: math-blog.com

Kowalewskaja’s Interesse für Mathematik wurde auf ungewöhnliche Weise geweckt: Bei Renovierungsarbeiten im Haus reichte die Tapete nicht mehr für das Kinderzimmer. Flugs holte man altes Papier vom Dachboden und tapezierte damit das Zimmer. So zierte fortan eine Vorlesung von Differential- und Integralrechnung die Wand der jungen Sofja*.

Als sie sich dafür entschied, Mathematik zu studieren, arrangierte sie eine Scheinehe, um Russland verlassen und studieren zu können – gegen den Willen ihres Vaters. Zu dieser Zeit durften Frauen das Land nicht ohne die Erlaubnis des Vaters oder des Ehemannes verlassen. Kurze Zeit nach ihrer Hochzeit verließ Kowalewskaja im April 1869 Russland und studierte in Wien, Heidelberg und Berlin, wo Frauen meist nur als Gasthörinnern zugelassen waren. In Berlin wurde ihr gar der Zutritt zur Universität versagt, woraufhin sie Privatstunden von Karl Weierstrass erhielt. Kowalewskaja schrieb drei Arbeiten über partielle Differentialgleichungen, abelsche Integrale und Saturnringe und präsentierte diese der Universität Göttingen als ihre Doktorarbeit. 1874 wurde ihr dafür der Doktortitel mit summa cum laude verliehen.

Auf Grund ihres Geschlechts blieben ihr Anstellungen in der Lehre vorerst verwehrt, welches ihre Motivation und in der Konsequenz auch ihre Forschung lähmte. 1878 brachte sie eine Tochter zur Welt. Ab 1880 nahm sie das Studium der Mathematik wieder auf. Vier Jahre später erhielt sie auf Grund der Unterstützung des Weierstraß-Schülers Gösta Mittag Leffler eine Stelle als Privatdozentin in Stockholm (Schweden) und wurde im Juni des gleichen Jahres für fünf Jahre als außerordentliche Professorin angestellt. Kowalewskaja wurde somit die erste Mathematikprofessorin Europas. Im Februar 1891 verstarb sie in Stockholm.

*vgl. Kowalewskaja, “Erinnerungen an meine Kindheit”.

Mehr Informationen zu Mathematikerinnen gibt es auf mathematikerin.de.


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Neues aus der Wissenschaft

8. Juni 2009 von Helga

Neues aus der Rubrik “Männer und Frauen sind nur so lange total unterschiedlich, bis mal jemand eine ordentliche Studie darüber macht”.

Mädchen können genauso gut Mathe wie Jungs. Janet Hyde und Janet Mertz von der University of Wisconsin haben international Daten verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Unterschiede in Schulergebnissen seit Jahren kleiner geworden sind. Trotzdem erzielten zumindest in den USA mehr Jungen Bestnoten als Mädchen, auch wichtige Mathematikpreise sind weiterhin fest in Männerhand.
Allerdings sind ein klein wenig mehr Schülerinnen mit asiatischem Migrationshintergrund als Schüler unter den Besten. In Großbritannien, Island und Thailand ist es genauso. Insgesamt korrelieren die Ergebnisse mit dem Level an Chancengleichheit der Geschlechter in einzelnen Ländern. Mathematische Begabung ist also keine Frage der Biologie, sondern hängt von sozio-kulturellen Faktoren ab, folgern die Autorinnen.

Und Männer sind genauso wählerisch wie Frauen beim Kennenlernen. Untersucht wurde dies bisher beim Speed-Dating. Da zeigten sich Frauen stets wählerischer als Männer und wollten weniger der Kandidaten wieder treffen, als umgekehrt. Allerdings saßen bei diesen Studien immer die Frauen am Tisch, während die Herren die Runde machen mußten.
Eli J. Finkel und Paul W. Eastwick von der Northwestern University in Illinois haben daher den Spieß einmal umgedreht und auch geschaut, wie die Zahlen mit vertauschten Rollen aussehen. Saßen die Männer, während die Damen von Tisch zu Tisch wanderten, wurden diese plötzlich wählerischer. Angesprochen zu werden und sich begehrt zu fühlen erhöht anscheinend die Ansprüche mehr als vermeintliche biologische Faktoren.


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