Einträge mit dem Tag ‘Machtfragen’


Was wir nicht bedenken, wenn wir über Datenschutz und Kontrollverlust reden

13. Januar 2012 von Helga

Erst konnten sie nur telefonieren, dann auch fotografieren und jetzt sagen sie einer jederzeit, wo die nächste Bushaltestelle ist und wann der nächste Bus fährt: Handys. Besonders letzteres ist eine seit Jahren umstrittene Funktion. Zwar lässt sich jedes Handy durch seine Kommunikation mit dem nächsten Funkmast halbwegs orten, dank GPS geht das mit Smartphones aber deutlich besser. Apples iPhones und Googles Android-Handies sammeln darüber hinaus noch WLAN-Netzwerke und verbessern damit ihre Lokalisierungsfunktion.

Blaue Karte von Europa mit roten Punkten, die 881 iPhones darstellen, die meisten in Deutschland, dort vor allem im Ruhrgebiet, Berlin, München und Hamburg.

In diesem Bild sind 881 iPhones versteckt (CC-BY crowdflow.net)

Wer diese Daten in die Hände bekommt, kann mit ihnen Bewegungsprofile erstellen, wenn auch keine perfekten. Dass Apple die Lokalisierungsdaten dauerhaft im iPhone speichert und dieses „Feature“ lange geheim hielt, sorgte trotzdem für Ärger. Dabei fokussiert sich die Debatte auf zwei Probleme: Zum Einen die Sammelwut der Firmen und die Unsicherheit, wie sie mit diesen Daten umgehen. Zum Anderen die Aussicht, dass sie beim Staat landen und wir der „gläsernen Bürgerin“ wieder ein Stück näher kommen. In beiden Fällen steht auch der Kontrollverlust im Raum, also das (un)absichtliche Veröffentlichen der Daten.

Vergessen wird dabei leider immer wieder die Frage nach Macht, bzw. fehlender Macht, wie Gus Hosein von Privacy International im Gespräch mit GenderIT.org deutlich macht:

[…] there is always a power imbalance in any relationship, whether it is between generations, between employee and employer, or, of course, in the home. When it comes to gender issues specifically, particularly in developing countries, we have seen some worrying trends about the distribution, say, of mobile telephony – about who in the household can have access to a mobile phone. Even when, say, women in the household are granted access to a mobile phone by the dominant male, he still has ownership over that phone.

Es gibt immer ein Machtgefälle in jeder Beziehung, sei es zwischen den Generationen, zwischen Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in oder, natürlich, zu Hause. Wenn es speziell um Geschlechterfragen geht, besonders in Entwicklungsländern, dann haben wir einige besorgniserregende Trends zur Verteilung von Mobiltelefonen gesehen – also wer in einem Haushalt dazu Zugang hat. Selbst wenn Frauen in einem Haushalt Zugang zu einem Handy bekommen vom männlichen Familienoberhaupt, dann ist er immer noch der Besitzer des Telefons.
So wird aus einem Gerät und technischem Fortschritt, die neue Freiheiten und Möglichkeiten erlauben, gleichzeitig ein weiterer Kontrollmechanismus. Die Bewegungsfreiheit, die Handies und Smartphones auf der einen Seite bieten, werden auf der anderen gleich wieder beschränkt.


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Statt handeln lieber das Umfeld verbessern

19. Januar 2011 von Barbara
Dieser Text ist Teil 12 von 13 der Serie Der F-Blick in die Politik

In dieser Kolumne werden die politischen Aktivitäten der Bundesregierung rund um das Reizthema “Frauenpolitik” kritisch betrachtet, das sich zumeist hinter der Familienpolitik verstecken muss.


Hatte das vergangene Jahr doch schon viel Traurigkeit mit dem Thema “Quote” verbunden, das in der aktuellen Bundesregierung einfach keine richtige Lobby hat, wenn es um Frauenpolitik geht, bringt das neue Jahr gleich noch mal einen Dämpfer.

Nicht Deutschland, nein das Nachbarland Frankreich führt nach Norwegen und Spanien eine Frauenquote für die Spitzenpositionen in den Unternehmen ein. Unternehmen, die bisher keine Frau an der Spitze haben, müssen innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes (übrigens: ein Vorschlag der konservativen Regierungsmehrheit) eine Frau berufen. Innerhalb von sechs Jahren sollen 40 Prozent der Verwaltungsratsposten mit Frauen besetzt werden. Und wer es bis dahin immer noch nicht geschafft hat, muss sogar mit kleinen Strafen rechnen.

So wird in naher Zukunft neben den vielen französischen Aufsichtsräten auch jede Menge französische Aufsichtsrätinnen geben (können wir gleich mal üben, dieses Wort auch in unseren Sprachgebrauch zu integrieren, auch wenn es beim ersten Aussprechen vielleicht noch komisch klingen mag). Und das harte Klima in der Wirtschaft könnte sich tatsächlich in ein angenehm temperiertes Gleichberechtigungs-Durchatmen verwandeln – ist die Spitze eines Unternehmens geschlechtergerecht, bleibt ja mehr als Hoffnung für den Rest. Doch die FAZ klebt an diesen Gerechtigkeitsvorstoß gleich wieder das Vorurteil der ungeliebten Quotenfrau (scheinbar ist dort immer noch nicht klar, was eine solche Quote bedeutet, nämlich dass bei gleicher Eignung eine Bewerberin bevorzugt wird, solange bis es eben 40 Prozent Aufsichtsrätinnen gibt):

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Den eigenen Frieden verteidigen

25. November 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 17 von 21 der Serie Freitagsgedanken

Eine alte Frage in Sachen Geschlechtergerechtigkeit stellt sich neu: Diskriminiert die einseitige Wehrpflicht Männer? Wenn ja, wollen wir mehr Frauen in der Bundeswehr?

(C) Frl. Zucker - fraeuleinzucker.blogspot.com/

Frauen gelten im Vergleich zu Männern gemeinhin als friedfertiger und weniger aggressiv. Manche besonders biologistisch orientierten Menschen ziehen als Begründung dieser scheinbaren Tatsache das Testosteron heran. Aber auch einige Vertreterinnen der sogenannten Neuen Frauenbewegung haben sich als Hüterinnen der menschlichen Friedfertigkeit angesehen und sind in einen tosenden Sturm gegen Alice Schwarzer ausgebrochen, als diese sich für einen Zugang von Frauen zum Militär aussprach (erschienen 1978 in einem Aufsatz der Emma ).

Schwarzer begründete diese ungewöhnliche Forderung mit drei wesentlichen Fakten: 1. Sei das Militär nur ein weiterer Bereich der Gesellschaft, in dem es um Macht ginge und auch hier glänzten typischerweise Frauen durch Abwesenheit, was als Missstand gesehen werden müsse. 2. Sei das Militär ein Ort, der zur ideologischen und realen Verfestigung des Männlichkeitswahns diene. Durch den Ausschluss aus diesem Bereich würden zugleich Frauen weiterhin in die typische Opferrolle der Hilflosigkeit gedrängt. 3. Sei das Militär „ein extremster Ausdruck der Aufgabenverteilung zwischen Männern und Frauen: hier steht ein Jahr Wehrdienst gegen 20 Jahre Mutterdienst.“

Zwar relativierte Schwarzer in ihrem Aufsatz gleich selbst ihre Forderung nach weiblichem Zugang zum Militär, indem sie deutlich machte, dass Wiederaufrüstung, Kasernendrill und Waffengeprotze sie persönlich schon immer schockiert hätten. Außerdem wehrte sie sich auch sofort gegen die – wie sie es nannte – Milchmädchenrechnung, dass die Frauen, wenn sie Gleichberechtigung wollten, auch zum Militär müssten: Darüber könne man reden, wenn die Männer auch alle Frauenpflichten wahrnähmen. (weiterlesen …)


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Männer sind Hüter der Gläsernen Decke

30. September 2009 von Susanne

In Diskussionen um Frauen um Führungspositionen wird denjenigen, die von der “Gläsernen Decke” sprechen gerne mal unterstellt, diese Decke gäbe es nur in ihren Köpfen und in der Wirklichkeit würden es Frauen auch nach ganz oben schaffen – wenn sie nur gut genug seien.

An diesem Märchen wird eine neue Studie arg rütteln. Zeit Online sprach vor der Veröffentlichung der Ergebnisse schon mal mit dem Studienleiter und Soziologen Carsten Wippermann und erfuhr von ihm ganz Erstaunliches:

Zum einen sprachen die von uns befragten Männer sehr positiv über Frauen. Auf der Einstellungsebene haben diese Manager eine große Sympathie für Frauen in Führungspositionen. Aber man kann dies leicht als gender political correctness entlarven, wenn man in die Tiefe geht.

(…)

Wir haben ausgemacht, dass latent drei verschiedene Mentalitätsmuster mit ihrer je eigenen Logik laufen, die schwer zu enthebeln sind. Wird Frauen der Zugang zu Posten in Kontrollgremien geboten, schließen sich gleich wieder andere Türen. Die dominierenden Mentalitätsmuster wirken wie ein mehrfach abgeriegeltes System.

Das müssen Sie genauer erläutern. Wie funktioniert das?
Alle 30 von uns befragten Manager konnte man einem Typus zuordnen. Der eine ist sehr konservativ. Bei ihm kann man eine kulturelle und funktionale Ablehnung von Frauen qua Geschlecht ausmachen. Zitate aus den Interviews sind: Frauen seien eine Irritation im inner circle und unerwünscht im Vorstand. Der andere Typus hat eine emanzipierte Grundhaltung und geht davon aus, dass Frauen chancenlos gegen die Machtrituale seien. Das Topmanagement verlangt Härte und das steht im Widerspruch zum Frauenbild in unserer Gesellschaft. Es fielen Formulierungen wie: Ein Vorstandsposten ist eine andere Sportart – und Frauen hätten nicht die Härte dafür. Frauen, die entsprechend auftreten, wirken dann nicht mehr authentisch – und für diesen Typus ist aber Authentizität ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor. Der dritte Typus zeigt einen radikalen Individualismus. Diese Männer sagen, dass das Geschlecht eigentlich keine Rolle dabei spielt, wenn es um die Besetzung einer Führungsposition geht. Aber es gebe nicht genügend Frauen, die authentisch und flexibel genug dafür seien. Alle drei Haltungen kommen in einem Unternehmen vor. Das heißt: Erfüllt eine Frau eine der genannten Anforderungen, steht sie damit im Widerspruch zu den anderen beiden. Die gläserne Decke ist also dreifach gesichert.

Dabei mache es keinen Unterschied, wie alt die befragten Männer gewesen seien, alle Muster ließen sich in allen Altersklassen finden. Interessanterweise sagten dann aber alle Befragten, dass sie mehr oder weniger davon überzeugt seien, dass gemischte Führungsteams besser arbeiten würden als reine Männerteams. Auf der theoretischen Ebene kann man also durchaus Fortschritte zu sagen wir mal 1958 erkennen – Frauen werden nicht mehr per se als ungeeignet gesehen und man ist sich des Nutzens für ein Unternehmen bewusst – aber jeder Manager legt sich dann doch ein für ihn beruhigendes Konstrukt zurecht, warum es klar sei, dass auch in seinem Unternehmen nur so wenige Frauen Führungsrollen übernehmen.

Wippermann kündigt am Ende des Interviews an, dass es Handlungsempfehlungen nach der Veröffentlichung durch das Bundesfrauenministerium im Dezember geben wird. Worauf ich nach dem Ausgang der Bundestagswahl gleich doppelt gespannt bin. Denn jedes “Liebe Manager, jetzt lasst doch auch mal Frauen ran!”, das wir in den letzten vier Jahren so oft gehört haben, wäre ein Hohn angesichts der Ergebnisse der Studie.

Wir halten euch auf dem Laufenden.


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Von einem Matriarchat

16. Juni 2009 von Barbara
Dieser Text ist Teil 29 von 58 der Serie Die Feministische Bibliothek

Der argentinische Arzt, Journalist und Fotograf Ricardo Coler hat bereits mehrere Bildbände und Reportagen über Matriarchate veröffentlicht. Sein 2005 in Argentinien erschienenes Buch „Das Paradies ist weiblich“ über eine ethnische Minderheit in China, die Mosuo, wurde in Argentinien schnell zum Bestseller. Nun ist es auf Deutsch erschienen. Coler besuchte für längere Zeit die Mosuo. Eine Gemeinschaft von etwa 35.000 Menschen in der Provinz Yunnan. Sie betreiben Ackerbau und Viehzucht sowie Handel mit den benachbarten Dörfern. Sie sind gläubige Buddhisten und leben in einem Matriarchat. Was bedeutet die Umkehrung der für uns gängigen Machtverhältnisse für den Alltag dieser Menschen? Einige Beispiele:

  1. Die Mosuo leben zusammen mit ihren Blutsverwandten: Familienoberhaupt ist immer eine Frau – die Matriarchin. Das kann die Großmutter, die Mutter oder die älteste Tochter sein. Alle anderen Familienmitglieder ordnen sich der Matriarchin unter. Sie sind alle mit ihr verwandt – ist es etwa die Großmutter, sind es ihre Töchter und Söhne, Enkeltöchter und Enkelsöhne. Die leiblichen Väter leben nicht mit ihren Kinder oder Partnerinnen zusammen.
  2. Es gibt keine feste Partnerschaft zwischen Mann und Frau wie wir sie kennen, sondern etwas, das im Buch als „Besuchsehe“ bezeichnet wird. Jeden Abend empfängt eine Mosuo-Frau einen Mosuo-Mann ihrer Wahl als Besuchs-Geliebten. Es kann jede Nacht derselbe, oder auch jede Nacht ein anderer sein. Der Mann bleibt über Nacht, zeugt möglicherweise ein Kind, und verlässt im frühen Morgengrauen wieder das Zimmer der Frau. An ihrem Alltagsleben und an ihrer Familie nimmt er keinen Anteil.
  3. Die Frauen haben das Sagen. Und die Arbeit – sie packen mit an, schmeißen den Haushalt und kontrollieren das, was die Männer in ihrem Auftrag erledigen. Lediglich in ganz großen Belangen fällen Männer Entscheidungen, z. B. im Viehkauf oder Hausbau. Coler zitiert dazu eine der Matriarchinnen: „Große Entscheidungen, na ja, nichts wirklich Wichtiges, aber das können die Männer, und sie nehmen uns damit das ein oder andere Problem ab.“

Schwer vorzustellen, ein solcher Alltag. Diese Macht der Frauen scheint die Männer sehr zu entmündigen. Das Zusammenleben der Mosuo erscheint auch Coler nicht sehr ausgeglichen:

„Wie es einer Gemeinschaft von Müttern entspricht, werden die Männer wie Kinder behandelt. Ich frage mich, ob das nicht Einfluss auf die erotische Anziehungskraft dieser Männer hat. Die Frauen verhalten sich wie verantwortungsvolle Erwachsene, sie nehmen ihre Arbeit ernst. Der Mann hingegen erhält Befehle, er wird gescholten, … verbringt viel Zeit mit seinen Freunden, fühlt sich für nichts verantwortlich, wechselt ständig die Geliebte und wohnt das ganze Leben bei seiner Mutter.“

Warum begehren die Mosuo-Männer nicht auf? Fordern Gleichberechtigung?

An manchen Punkten jedoch hat das Matriarchat richtiggehend Vorbildcharakter: Eine Matriarchin zum Thema Kinder & Beruf:

„Eine Frau bekommt ihr Kind und bleibt fast ein Jahr bei ihm. Sie gibt ihm zu essen und beschäftigt sich mit ihm. Wenn es Zeit wird, zur Arbeit zurückzukehren, übergibt sie den Sprössling der Großmutter. Und die älteren Tanten sind ja auch noch da. Die Mutter kann in ihren gewohnten Alltag zurückkehren, und das Kind wächst trotzdem im häuslichen Umfeld auf.“

„So einfach ist das“, meint Coler dazu. Klingt einfach, aber ist es das auch? Fehlt dem Kind nicht der leibliche Vater? Nach dem Lesen dieses Buches bleiben Fragen unbeantwortet. Man möchte selbst nach China reisen und Antworten auf die Fragen suchen, die das Buch nicht beantwortet oder gar nicht erst stellt. Warum hat sich bei den Mosuo ein Matriarchat entwickelt? Warum hat es so lange durchgehalten, als Ausnahme im patriarchalischen China? Und warum haben nicht auch einige der umliegenden Regionen diese Gesellschaftsform übernommen? Seit Maos Herrschaft, so schreibt Coler, hat die chinesische Regierung zwar immer wieder versucht, die Mosuo umzukrempeln. Zwangsehen, Zwangswohngemeinschaften, strenge Gesetze – was auf Dauer aber alles nichts bewirkt hat. Einige Soldaten seien bei den Mosuo geblieben, weil ihnen die selbstbewussten Frauen so gut gefallen hätten.

An manchen Stellen erscheinen mir Colers Fragen etwas boulevardesk. Er möchte von den Mosuo für meinen Geschmack zu häufig wissen, wie sie über Verlieben, Eifersucht, Fremdgehen oder dem Bedürfnis nach fester Bindung denken. Die anderen wichtigen Themen wie z. B. dass es keine Homosexualität bei den Mosuo gibt (Warum? Kann das sein? Oder hat man ihm das einfach nicht erzählen wollen?), dass die Mädchen in der Schule immer gut und wissbegierig sind, die Jungen aber nicht, und deswegen die Schulen auch oft wieder verlassen müssen (Liegt das hier an der Erziehung? Warum sind die Jungen eher nur am Dösen und Spielen, nicht am Lernen interessiert?), kommen leider etwas kurz. Dennoch bleibt „Das Paradies ist weiblich“ ein höchst interessanter Einblick in ein lebendiges Matriarchat.

Ricardo Coler, „Das Paradies ist weiblich. Eine faszinierende Reise ins Matriarchat.“ Aufbau Verlag, 2009. Gebunden. 165 Seiten.

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MS-Mamafreundlichkeit

29. Januar 2008 von Barbara

Das Unternehmen Microsoft, so ein Bericht des aktuellen Spiegels, glänzt durch Mamafreundlichkeit. Nicht nur, dass Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt werden würden, auch für Mütter setzt sich der Konzern ein. Home Office, Teilzeitarbeit, Glauben an die Mitarbeiterinnen und ihre Kraft – so werden Frauen mit Kindern nicht auf die Blacklist gesetzt, sondern gefördert.

Hinzu kommt, dass der deutsche MS-Geschäftsführer an weibliche Führung glaubt. Er hat sich nicht nur die Studie “Women Matter” von McKinsey, die zeigt, dass Frauen in der Führungsebene Unternehmen in finanzieller und organisatorischer Hinsicht gut tun, zu Herzen genommen, sondern auch eine der US-amerikanischen Frauenorganisation Catalyst:

“Wo sich mindestens drei Frauen im Vorstand finden, steigen die Erträge nachweislich. Drei allerdings müssen es sein, um die dominierende Kultur in einer Gruppe zu beeinflussen. Die klassische Einzelkämpferin, so viel steht fest, kann nichts verändern. Entweder sie passt sich dem männlichen Verhaltenskodex an – oder sie scheitert.”

Fünf Top-Managerinnen gibt es bei Microsoft, der immer wieder zu einem der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands gewählt wird. Die Damen in der Führungsetage sind allesamt Mütter. Eine Seltenheit in der Wirtschaftswelt. In punkto Gleichstellung liegt der Konzern also vorn – Lob für die MS-Mamafreundlichkeit.


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