Einträge mit dem Tag ‘Lohndifferenz’


Die Tasche zum Equal Pay Day

16. März 2010 von der Mädchenmannschaft

Rote Umhängetasche mit schwarzem Druck: Eine Frau in Jeansjacke, die in der linken Hand ein Megaphon hält und in der rechten Hand ein hellrotes HerzRote Taschen raus! Denn: Am 26. März findet der Equal Pay Day statt; der Tag, der für die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen steht. Um für das Jahr 2009 die derzeitige Lohndifferenz von 23 Prozent auszugleichen, müssen Frauen  bis zum 26. März 2010 arbeiten.

Ungerecht? Genau! Deshalb: Rote Tasche raus! Wer sich heute, am 26. März mit einer roten Tasche zeigt, trägt sie als Symbol für diese Ungerechtigkeit. Und wer keine rote Tasche hat: Bei uns in der Mannschaftskollektion gibt es eine zu kaufen.


Facebook | |


Gleichstellung im Berufsleben

19. Februar 2010 von Susanne

Zwei Grafiken zeigen, wie unterschiedlich Frauen und Männer die Gleichstellung in ihrem Unternehmen bewerten und wie unterschiedlich auch die Löhne von Frauen und Männern sind

Diese Grafiken zeigen Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und einer Studie der Strategieberatung Bain & Company. Sie lässt einen innehalten, denn sie verdeutlicht zum einen (rechts) ziemlich gut, wie unterschiedlich die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern wahrgenommen wird. Männer halten Frauen weitestgehend für gleichgestellt, Frauen geben dagegen viel häufiger an, dass dem nicht so ist.

Außerdem wird noch einmal die Lohnungleichheit in harten Zahlen aufgezeigt (linke Grafik). Wenn man heute auf die 23 Prozent Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern hinweist, wird man nicht selten (vor allem von Männern) mit dem “Argument” abgespeist, das hätten sich die Frauen selbst zuzuschreiben. Tatsächlich ist fast die Hälfte des Einkommensunterschiedes auf Teilzeitstellen und schlechter bezahlte Branchen zurückzuführen. Aber es bleiben erschreckende zwölf Prozent direkter Lohnunterschied.

(weiterlesen …)


Facebook | |


Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?

9. Februar 2010 von Barbara

In München hält Antje Schrupp am Mittwoch, 10. Februar 2010 ab 19.30 Uhr einen Vortrag zum Reizthema Lohndifferenz. Ein kurzer Auszug aus dem Programm:

Obwohl die alte Forderung der Frauenbewegung nach “gleichem Lohn für gleiche Arbeit” heute von niemandem mehr ernsthaft bestritten wird, verdienen Frauen immer noch im Schnitt 22 % weniger als Männer. Liegt es an der Starrheit des Systems? Ergreifen Frauen die “falschen” Berufe? Welche Rolle spielt die Kinderbetreuung? Und wie verhält sich die Forderung nach gleicher Bezahlung zu der sich immer stärker öffnenden Einkommensschere allgemein?

Atelierhaus, Baumstraße 8 b, München
Eintritt EUR 9 / EUR 7, mehr Infos bei den Frauenstudien


Facebook | |


Seid doch mal asoziale, aufgeblasene, narzistische Wichtigtuerinnen

22. Januar 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 23 von 48 der Serie Meine Meinung

Die Frage, warum Frauen trotz besserer Bildung, Mentoringprogrammen und gesetzlich verbotener Diskriminierung immer noch weniger erfolgreich seien, wird nun seit geraumer Zeit gestellt. Statt “Frauen wollen nicht erfolgreich sein, sondern lieber niedliche kleine Babies bekommen”, erklärte Clay Shirky kürzlich, Frauen könnten nicht erfolgreich sein, weil nur die wenigsten das Zeug hätten arrogante, selbstverherrlichende Fieslinge* zu sein.

They are bad at behaving like self-promoting narcissists, anti-social obsessives, or pompous blowhards, even a little bit, even temporarily, even when it would be in their best interests to do so. Whatever bad things you can say about those behaviors, you can’t say they are underrepresented among people who have changed the world.

Zu Deutsch: Sie sind schlecht darin, sich wie selbst-vermarktende Narzissten, asoziale Besessene oder aufgeblasene Angeber zu verhalten, nicht mal ein bißchen, nicht mal kurzzeitig, nicht mal wenn es in ihrem besten Intresse wäre, es zu tun. Was auch immer man an schlechten Dingen über solche Verhaltensweisen sagen kann, dass die unterrepräsentiert sind unter den Menschen, die die Welt verändert haben, ist es nicht.

Damit hat er unzweifelhaft recht – doch die Welt verändern heißt nicht zwangsläufig, etwas Sinnvolles zu tun, die Welt voranzubringen. Vielmehr verdanken wir auch die größten Desaster Menschen, die sich überschätzt haben. Das spektakuläre Versagen der Heimatschutzbehörde nach den Verwüstungen von Katrina hat beispielsweise einem Mann, verursacht, der den Job nicht aufgrund seiner Kompetenz bekam. Michael Brown ist auch ein Bekannter von George W. Bush, dem derzeit wohl besten Beispiel, was gnadenlose Selbstüberschätzung für katastrophale Folgen haben kann. Sein verzweifelter Versuch, den Diktator abzusetzen, an dem sein Vater einst gescheitert war, ließ ihn den Anschlag auf das World Trade Center missbrauchen und zu Lügen greifen. Nun haben wir zwei Staaten mit unnötigen kriegsähnlichen Handlungen, ein Ende ist nicht in Sicht, die Situation der Frauen oft noch schlechter als vorher.

(weiterlesen …)


Facebook | |


Angela Merkel in der Emma

31. August 2009 von Susanne

In der druckfrischen September-Emma hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Alice Schwarzer ein Interview gegeben. Darin spricht sie auch über die immer noch bestehende direkte Lohnungleichheit, die immer noch bei rund zehn Prozent liegt, und gibt Frauen einen Rat:

“Ich rate jeder Frau, die für die gleiche Arbeit weniger als ihr Kollege verdient, selbstbewusst zum Chef zu gehen und zu sagen: Da muss sich was ändern!”

Joah, gut, ein netter Tipp. Wären die Frauen da draußen vermutlich nicht allein drauf gekommen. Aber Ironie beiseite. Angela Merkel ist sich des Problems bewusst, will aber keine politischen Konsequenzen aus der Benachteiligung ihrer Geschlechtsgenossinnen ziehen. Sie lehnt im Interview staatliche Regelungen ab, fordert aber im gleichen Atemzug, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen – will aber auch dieses Ziel ausschließlich dadurch erreichen, dass

“[wir] von seiten der Politik immer wieder mahnen und Druck machen.”

Zu all dem fallen Alice Schwarzer leider keine wirklich kritischen Nachfragen ein; das Interview wirkt so kurz vor der Wahl vor allem wie ein schönes Wahlkampfgeschenk von Emma an Angela.

Angela Merkels einzige weibliche Konkurrenz, die grüne Spitzenkandidatin Renate Künast, sowie die bayrische FDP-Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger reagierten auch prompt auf das Interview:

Gleiche Löhne sind nach Meinung von FDP und den Grünen nicht nur eine Frage des Selbstbewusstseins: [...] Leutheusser-Schnarrenberger sagte dem Tagesspiegel, die Ursachen für Lohnunterschiede seien “komplexer” als von Merkel dargestellt. “Viel zu viele Frauen arbeiten in Teilzeit und in Minijobs, weil ausreichende Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder fehlen”, sagte die FDP-Politikerin. Zahlreiche Studien belegten, dass in “kaum einem anderen europäischen Land so wenige Mütter arbeiten wie in Deutschland”. [...] Renate Künast, sagte, Merkel habe “keine Ahnung von der Lebenswirklichkeit von Frauen”. Sie mache die Frauen zu “Bittstellerinnen, statt ihnen mit Gesetzen den Rücken zu stärken.” Es sei “beschämend, dass Frauen immer noch fast ein Viertel weniger verdienen als Männer.” Nötig sei ein Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft.


Facebook | |


Die Lohnschere

24. Februar 2009 von Barbara

Die Nachricht des Tages war ja heute wieder einmal die Lohnschere: Schwarz auf weiß wissen wir es jetzt wieder, dass in Deutschland Frauen 23 Prozent weniger verdienen als Männer. Schlechter verdienen als der europäische Durchschnitt, der liegt nämlich bei 17,4 Prozent weniger. Weil das dem EU-Kommissar Spidla sauer aufstößt, plant er einen Aktionstag für den 3. März, so die Süddeutsche Zeitung, an dem diese Ungleichheit thematisiert werden soll. Mit Internetseite in 22 Sprachen.

Wir bleiben gespannt.


Facebook | |



Anzeige