Sexismus reloaded
17. Februar 2010 von VerenaEr ist also mal wieder im Gespräch, der Sexismus. Auf der Anklagebank sitzen aber nicht die sexistischen Nutznießer kurzer Röcke und zeigefreudig betonter Kurven, nein, der Vorwurf ereilt eben jene Fräuleins, die ihre Zeigefreudigkeit als Zeichen weiblichen Selbstbewusstseins definieren und dem Sexismus damit die Argumentationsgrundlage entziehen.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de
Da muss was schief gegangen sein mit der sexuellen Freiheit, wenn sich vor allem junge Dinger dieser Freiheit gemäß ausschließlich aufs lasziv und halbnackt posieren verstehen, unbedingt proporno sind und Striptease als Gymnastikkurs im Fitnessstudio belegen – Männer jedenfalls können sich zu den willig bereit stehenden Wichsvorlagen beglückwünschen.
Oder, wie die britische Autorin Natasha Walter in ihrem Buch „ Living Dolls“ die Diskussion in Schwung bringt, opfern zahlreiche Frauen mit künstlichen Fingernägeln, operierten Brüsten und Extensions im Haar diese Freiheit längst einer auf den heterosexuellen Mann ausgerichteten Stereotypisierung, dessen, was sexy sein soll.
Denn im Ernst, ist „sexy sein“ wirklich etwas, dass wir bei H&M kaufen oder uns ins Gesicht malen können?
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