Einträge mit dem Tag ‘Lesben’


Sexuelle Gewalt gegen Lesben in Südafrika

23. März 2011 von Magda

Südafrika hat eine vergleichsweise progressive Verfassung und war das erste Land Afrikas, welches die Homoehe 2006 erlaubte. Dass Gesetze nicht gleichzusetzen sind mit gesellschaftlicher Akzeptanz von öffentlich gelebter Liebe jenseits der heteronormativen Matrix, zeigt die anhaltende Gewalt gegen Lesben (und Schwule und Bisexuelle), die ihre Sexualität offen leben. Im US-amerikanische Time Magazin wurde am Internationalen Frauen(kampf)tag über die so genannten “korrigierenden” Vergewaltigungen (corrective rape) berichtet, bei denen Frauen, die lesbisch sind oder dafür gehalten werden, von Männern vergewaltigt werden, um sie – der kruden Logik der Vergewaltiger nach - zur Heterosexualität “umzuerziehen” und so von ihrem “Lesbischsein” zu “heilen”.

Offiziellen Zahlen nach sind seit 1998 Dutzende von lesbischen Frauen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vergewaltigt und ermordet worden. Die Dunkelziffer wird um ein Vielfaches höher geschätzt, auch auf Grund der Tatsache, dass homophob motivierte Verbrechen im südafrikanischen Strafjustizsystem nicht anerkannt sind. Selten wird Anklage erhoben, noch seltener kommt es zu Verurteilungen von Straftäter_innen. Die Polizei ignoriert gar Hilferufe, wie in einem verstörenden Video von nt-v beschrieben wird (Trigger-Warnung!).

Eine Gruppe feministischer/lesbischer Aktivist_innen um Ndumie Funda, die Gründerin der Organisation Luleki Sizwe, startete Ende 2010 eine Online-Petition, die bisher 170.000 Unterschriften aus 163 Ländern zählt. Diese wurde, wie queernews.at berichtet, letzte Woche dem südafrikanischen Parlament übergeben.

Gemeinsam mit über 100 weiteren NGO-Vertreter_innen aus Cape Town und den umgebenden Townships zog sie am 14. März zum Parlament Südafrikas, um vor dem Parlamentsgebäude eine Kundgebung und anschließend ein lange erwartetes Treffen mit Vertreter_innen des Justizministeriums abzuhalten.

Luleki Sizwe fordert nun, dass “korrigierende” Vergewaltigungen offiziell als Hate Crime (“Hassverbrechen”) klassifiziert und somit strafbar werden. Die Aktivist_innen setzen sich generell dafür ein, dass Gewalt gegen LGBTI stärker in den Fokus gerückt wird. Das Parlament Südafrikas sprach sich nun dafür aus in Zusammenarbeit mit Ministerien und NGOs an einem nationalen Aktionsplan gegen “korrigierende” Vergewaltigungen zu arbeiten. Bis Mai 2011 hat Luleki Sizwe nun Zeit, Daten zum Thema zu sammeln. Danach wissen wir mehr.


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Bloggen über Comics und „Alltäglichkeiten“

24. Januar 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 61 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr(e) Weblog(s) vor. Heute:

Nur ein Blog!
Ja! Es sind Comics!

Wie heißt du?
Ich bin irgendeine Userin und manchmal auch Comicleserin.

Seit wann bloggst du?
Ich begann im Mai 2005 mit einem Blog, den ich bald hinter mich ließ, weil ich im Dezember 2006 mit „Nur ein Blog!“ anfing. Und meinen Comicblog Ja! Es sind Comics! führe ich seit Mai 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Zuerst startete ich aus reiner Neugierde auf die Technik. Zuvor hatte ich eine statische Webseite, die ich mit HTML erstellte. Dann schrieb ich, weil es Spaß machte.

Worüber schreibst du?
Mit dem Comicblog habe ich meinem Hobby einen Ort gegönnt. Ich schreibe über von mir gelesene Comics, das Leben mit Comics und graphische Novellen und was es sonst noch um/über Comics und Comic-Verfilmungen gibt. Natürlich kann ich es nicht lassen, nach Frauenthemen zu suchen und freue mich über positiv dargestellte Lesben in Comics, über die ich dann berichte.

Der Blog “Nur ein Blog!” ist nicht nur lesbisch, aber auch lesbisch. Ich gestatte mir, ein bisschen von allem und sowieso zu präsentieren. Es ist ein Blog, in dem ich „Alltäglichkeiten“ sammele, wie z.B. von mir besuchte Frauenveranstaltungen und dokumentiere, resp. erinnere mich schriftlich an sie.

Ich mache Filme und Fotos zu CSDs u.ä., die ich blogge. Ich berichte, wenn ich die Veranstaltung besucht habe, z.B. über die DenkRäume, bei denen Christa Mulack, Frigga Haug, Antje Schrupp, Monika Barz… schon einen Vortrag hielten. (DenkRÄUME ist eine Veranstaltungsreihe im EVAngelischen Frauen-begegnungszentrum, Frankfurt/Main. Frauen sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu denken. Bekannte feministische Vordenkerinnen halten Referate und danach gibt es Gelegenheit zum Austausch.) (weiterlesen …)


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Keine Klischees mehr!

13. Dezember 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 58 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

KWEENS.de

Wie heißt du?
Charlott

Seit wann bloggst du?
Schwer zu sagen, eigentlich schon immer. Von 2002 – 2007 hatte ich meine Website nachtangst.net, auf der ich meine Prosa online gestellt habe, aber auch da gab es schon einen kleinen Blog in HTML Format. Einige kleine Blogspot-Blogs folgten, Lesbian Ranting startete dann 2007 und wurde 2008 zu Kweens. Zwischendurch habe ich auch einige Monate für eurout geschrieben.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
An einem langweiligen Bürotag wollte ich lesbischen Gossip lesen. Nicht auf Englisch, sondern auf Deutsch, wurde zu dem Zeitpunkt aber nicht so richtig fündig. Also richtete ich mir kurzerhand einen Blog ein, nannte ihn Lesbian Ranting und legte los.

Worüber schreibst du?
„Popkultur auf Lesbisch“: Popkulturelles, was queer oder pur lesbisch ist, was Spaß macht, aneckt, anregt und vor allem keine Klischees erfüllt. Und wenn doch, dann schon mit stolz geschwellter Brust.
„Lesbian Ranting“: Dinge die mich aufregen, stören, nerven, abgeschafft gehören und vor allem über die die Luft rausgelassen gehört.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ich wurde nach einiger Zeit, als ich den Blog gerade eingerichtet hatte, von Anja angemailt. Nach einem Treffen, vielen Mails und Gesprächen, zog Lesbian Ranting schließlich zu WordPress um, bekam den neuen Namen Kweens und wurde somit quasi zu unserem „Gemeinschaftsprojekt“. Der alte Name findet sich aber immer noch im Untertitel wieder.
Nadin, die dritte im Bunde, hätte ich ebenfalls ohne das Internet nie kennengelernt – sie habe ich damals über eine Studivz-Gruppe gefunden und darf sie heute zu einer meiner engsten Freundinnen zählen.

Wovon braucht das Internet mehr?
Mehr Respekt für das, was anders ist. Und das fängt ja leider schon oft bei „Frauen“ an.

Frauen im Web…
.… sollten vor allem zusammenhalten. Es bringt uns nichts, wenn wir uns in den eigenen Reihen anzicken. Nur wenn wir zusammen auf den Tisch hauen, kann da drauf auch was wackeln.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Ohnotheydidn’t, Et Musique Pour Tous, feministing, Mädchenmannschaft, Spreeblick, spiegel.de, Fefes Blog und alles, was mir bei Twitter vor die Füße fällt.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Von weiblichen Nerds und feministischen Ehefrauen

4. November 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 65 von 152 der Serie Kurz notiert

In der taz könnt ihr ein Interview mit der ugandischen Juristin Jane Adong Anywar lesen. Sie hat eine Initiative gegründet um Opfern von Vergewaltigung zu helfen, denn diese seien durch die UN-Resolution 1325 nicht ausreichend geschützt.

Spiegel Online beklatscht die Pariser Künstlerinnenschau im Centre Pompidou.

Fellowship of FSFE führte ein Interview mit Leena Simon über freie Software und Frauen in Nerdumgebungen.

Feminismus und Hochzeit gehen nicht zusammen? Anushay Hossain erzählt auf dem MsMagazineBlog eine andere Geschichte.

In den USA fanden Dienstag die Kongresswahlen statt. Die Ergebnisse dürften die Anhänger_innen der demokratischen Partei nicht gerade glücklich stimmen: Obama verlor die Mehrheit im Repräsentantenhaus und hat nur noch eine knappe Mehrheit im Senat. Im Juni berichteten wir bereits über einige der konservativen Politikerinnen, die sich um einen Sitz als Gouverneurin oder Senatorin bewarben. Von den drei vorgestellten Frauen war lediglich Nikki Haley erfolgreich, die nun Gouverneurin von South Carolina ist. Gute Nachrichten trotzalledem: es gab einige Lichtblicke für LGBT, wie Queernews.at berichtet.

Wer die NEON liest, ärgert sich vielleicht genau wie Charly über den Artikel “Das Busenwundern” über so genannte “Modelesben” in der letzten NEON-Ausgabe.

Vergangenen Freitag verbrachten Magda, Verena und Nadine von der Mädchenmannschaft ihre Zeit auf dem Genderkongress der Bundeszentrale für politische Bildung mit spannenden Vorträgen und kontroversen Diskussionen zu Geschlechterpolitik, Körperwissen und Rassismus. Die Missy-Magazine-Crew übernahm die Konferenzdokumentation. Halfjill hat auf Afrika Wissen Schaft mit einer eigenen Nachlese begonnen. Wer mehr über die Referent_innen und ihre Themen, Theorien und Texte erfahren will, kann sich im Reader umschauen.

Aktuelle Termine zu feministischen Veranstaltungen, die ihr gerne in den Kommentaren aktualisieren oder ergänzen könnt, findet ihr hier.


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Lesben sichtbar machen

30. August 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 48 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

www.KARNELE.de

Wie heißt du?
Nele Tabler

Seit wann bloggst du?
Ich habe damit 1999 bei lesbenliebenleben begonnen, diese Seite ist 2002 in der heutigen Karnele aufgegangen. Allerdings kannten wir das Wort „Blog“ noch nicht und haben von Kolumnen, Artikeln, Glossen gesprochen.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Bei lesbenliebenleben ging es darum, Lesben sichtbar zu machen. Wir wollten keine reine „Konsum-“ oder Infoseite für Lesben ins Netz zu stellen, sondern in einer allgemein verständlichen lockeren Sprache über die vielen Facetten des lesbischen Lebens schreiben. Für Deutschland war das noch ziemlich ungewöhnlich gewesen, wir haben uns dabei an Seiten von Lesben aus den USA orientiert.

Worüber schreibst du?
Priorität haben Themen, die irgendwie mit lesbischen Leben zu tun haben: Politik, Beziehung, Filme, Bücher usw. Häufig wird etwas von außen an mich herangetragen. Motto „Ist das nicht interessant/fürchterlich/absurd? Kannst Du nicht mal was darüber schreiben?“ Der nächste Satz lautet meist: „Nenne aber bloß nicht meinen Namen!“ Da geht es um Lesben, die Probleme wegen ihrer sexuellen Orientierung haben, sich am Arbeitsplatz oder von irgendeinem Amt diskriminiert fühlen. Ich versuche dann, solche Einzelerlebnisse in einem allgemeinen Text wie z. B. über Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern zu verarbeiten. (weiterlesen …)


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Im Schatten der WM. Genderthemen in Südafrika

29. Juni 2010 von Nicole

Nach dem kleinen Blick auf die mediale Aufbereitung der Kombination Frauen & Fußball heute einige Lesetipps unter der Rubrik Genderthemen in Südafrika, die eher wenig mit der WM und dem Ball zu tun haben. Oder vielleicht doch ein bisschen. Die aktuelle Ausgabe des L.Mag berichtet über Frauenorganisationen in den Townships, die sich gegen sexuelle Gewalt insbesondere gegen lesbische Frauen und Mädchen – und auch gemeinsam Fußball spielen. Eine der Gruppen, die u.a. Opfer von Vergewaltigungen unter der zynischen Bezeichnung „corrective rape“ unterstützt, ist Luleki Sizwe.

In dem im April 2010 von Jens Erik Ambacher und Romin Khan bei der Assoziation A herausgegebenen Sammelband Südafrika. Die Grenzen der Befreiung gibt es ebenfalls einige Beiträge rund um das Thema Gender: Shireen Hassim analysiert die Frauenbewegung im Südafrika nach der Apartheid, Rita Schäfer stellt Strategien der Frauenrechtsorganisationen gegen geschlechtsspezifische Gewalt dar und Mandisa Mbali schildert die Geschichte der „Treatment Action Campaign“ im südafrikanischen AIDS-/HIV-Aktivismus. Rita Schäfer hat zudem in der aktuellen Ausgabe Nr. 117 der Peripherie. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt, die sich schwerpunktmäßig mit der WM befasst, einen Text zum Thema Prostitution während der Weltmeisterschaft 2010 veröffentlicht.


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Warmgebloggt im Sommer

12. Juni 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 91 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Im Genderblog kommentiert Rochus den legendären Tweet der Familienministerin Schröder. Außerdem untersucht er in einem anderen Posting zwei Listen aus der Bravo mit Rachevorschlägen an die oder den Ex auf ihre impliziten Geschlechterstereotype.

DieStandard.at gibt es nun auch auf Twitter.

Auf Geschichten von der honigsüßen Welt fragt Lori: “Vergewaltigung - ein dehnbarer Begriff?

Ein transphober Artikel eines Reporters von Deleware News über eine Gruppe badender Männer, die optisch “eher wir Frauen aussahen”, wurde von Associated Press ungeprüft übernommen und schlug heftige Wellen. Bad Hair Days klärt auf: Es handelt sich um “eine Gruppe männlich identifizierter Menschen mit transidentem Hintergrund“.

Missy Stargast Nadine plädiert bei diesem warmen Wetter für “Titten Raus!

Termine

Der Frauenprojektbereich Mia der Uni Paderborn lädt am 14. Juni um 20 Uhr zu einem gemeinsamen Filmabend ein. Der Film erzählt die Geschichte einer Familie über fünf Frauengenerationen und beginnt um 20 Uhr in H1.232, im Anschluss gibt es eine Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Der Antifaschistische Frauenblock Leipzig hat mehrere Termine u.a. am 17. Juni, 19:30 Uhr, GfzK: “Die Zweite Frauenbewegung — Wie aus Selbstbestimmungsrecht Self-Managment wurde” mit Paula-Irene Villa, Soziologin.

Ebenfalls am 17. Juni veranstaltet das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung eine Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen der Kontrolle polizeilichen Handelns. Es wird über unabhängige Kontrolleinrichtungen, das Konzept der Ombudspersonen, Monitoringstellen und Perspektiven zivilgesellschaftlichen Engagements diskutiert. Mehr Infos: hier.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Kurz gefreut, geärgert oder hinterfragt

12. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 78 von 152 der Serie Kurz notiert

Wir gratulieren: Am 8. März wurde Anke Domscheit mit dem Frauenpreis des Landes Berlin ausgezeichnet (wir berichteten). Im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel sagt sie: “Eine Frau gilt entweder als Mäuschen – oder als karrieregeil und aggressiv. Ich entscheide mich definitiv für aggressiv und karrieregeil“.

In einem Artikel im Guardian schaut Charlotte Raven in die 1990er zurück, wo ihre Generation dem Feminismus den Rücken kehrte und kritisiert die heutige Generation an Frauen, die im Sinne von Sex Sells denken, sie könnten alles tun.

Ebenfalls im Guardian diskutiert Lionel Shriver die Relevanz von Betty Friedans’ 1963 erschienenen Beststellers The Feminine Mystique in Hinblick auf Betty Draper, eine Figur der US-amerikanischen Serie Mad Men.

Laut einem Artikel in der Zeit scheint der Preis für die Eingliederung von Frauen in die Arbeitswelt darin zu bestehen, dass die neuen Frauenjobs oft schlechter bezahlt und abgesichert sind: Zwei von drei Niedriglohnstellen sind “Frauenjobs”.

Fünf lesbische Frauen sprachen mit dieStandard.at über ihr Selbstverständnis, nervige Fragen, Vorurteile und Geschlechterklischees: Die vielen Arten lesbisch zu sein.

Indiens erstes Lesbenmagazin heißt Jiah – For the Woman with Heart. Seit Januar 2010 ist es auf dem virtuellen Markt erhältlich und soll viermal im Jahr erscheinen, ab kommenden Jahr auch in Druckform (via L-Mag)

Rudi Assauer hat nichts gegen Homosexuelle, aber im Fußball hätten sie doch nichts zu suchen, so die taz. Warum sagt er nicht genau, aber in der Debatte um schwule Schiedsrichter hat seiner Meinung nach anscheinend die Homosexualität dem Ansehen des DFB geschadet – und nicht der Missbrauch und die Belästigung von Kollegen.

Der Einfluss von Hormonen und Genen auf die (sexuelle) Entwicklung ist bis heute ein Feld mit vielen Fragezeichen. Nach der Untersuchung eines Halbseitenzwitterhuhns tragen die Gene nun einen Punktsieg davon, berichtet orf.at. Halbseitenzwitter haben jeweils eine weibliche und eine männliche Körperhälfte und das unabhängig vom Hormonspiegel, sondern aufgrund der in den Zellen vorhandenen Geschlechtschromosomen.


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Wer war… Audre Lorde?

18. Februar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 7 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Audre Geraldine Lorde wurde heute vor 76 Jahren am 18. Februar 1934 in Harlem, New York City, geboren und verstarb am 17. November 1992 an Krebs. Die US-amerikanische Schriftstellerin, Dichterin und Aktivistin bezeichnete sich selbst als “black lesbian feminist mother poet warrior (schwarz, lesbisch, feministisch, Mutter, Dichterin, Kriegerin).

Quelle: womanizerblog.com

Quelle: womanizerblog.com

Lorde veröffentlichte über 20 Bücher mit Gedichten und Prosa. Eines ihrer bekanntesten Bücher ist Sisters Outsiders, welches sich mittels Essays und Reden mit den Interdependenzen von Geschlecht, race und Klasse beschäftigt. In diesem Buch findet man auch ihren berühmten Ausspruch

The Master’s Tools Will Never Dismantle the Master’s House”

(zu deutsch: “Die Werkzeuge des Herrn werden niemals das Haus des Herrn niederreißen”), welches vielseitig interpretiert werden kann. Die gängigste Interpretation dieses Zitats lautet, dass Praktiken und Strategien, die kritiklos in patriarchale/rassistische Institutionen eingebettet sind, niemals zur so genannten Frauenbefreiung und/oder Befreiung von people of color beitragen können.

Lorde betonte Zeit ihres Lebens, dass die Verbindung von feministischen und anti-rassistischen Kämpfen von größter Notwendigkeit sei und inspirierte auch die afrodeutsche Frauenbewegung mittels Workshops und Seminaren, die sie in den 1980ern in Berlin hielt.

“I am a Black Feminist. I mean I recognize that my power as well as my primary oppressions come as a result of my blackness as well as my womaness, and therefore my struggles on both of these fronts are inseparable.”

(Zu deutsch: “Ich bin eine schwarze Feministin. Ich verstehe, dass meine Macht und meine primären Unterdrückungserfahrungen die Konsequenzen meiner Hautfarbe sowie meines Geschlechts sind und meine Kämpfe an beiden dieser Fronten untrennbar voneinander sind.”)


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Beth Ditto über Mut und Mode

9. November 2009 von Magda
thetotam.com

thetotam.com

Auf style.com hat Beth Ditto von The Gossip ein wunderbares Interview gegeben. Beth, die sich selbst als “fat feminist lesbian from Arkansas” beschreibt, spricht über Mode und wie wichtig es sei, sich darin wohlzufühlen. Sie plädiert dafür, den Mut zu haben, modische Regeln zu brechen und häufig einfach mal auf Konvention zu pfeifen – Queerstreifen und breite Muster machen dick? Whatever!

Sie beschreibt außerdem ihre High School Zeit, in der sie mit wenig Geld ausgestattet war und sich eher unauffällig als Butch kleidete, was in Arkansas durchaus Prügel nach sich ziehen konnte. Als Beth 18 Jahre wurde, fing sie an, sich gegen die in ihrer Kinder- und Jugendzeit verinnerlichten Regeln zu wehren und wählte von nun an mit Vorliebe bunte und auffällige Kleidung.


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