Einträge mit dem Tag ‘Lesben’


Schminke, Kekse, Schmierereien – die Blogschau

21. Januar 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 141 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Schminktipps mal anders: Lucie von klirrr macht sich Gedanken über die ver­meintlichen Unterschiede zwischen “natürlichem” und “künstlichem” Look und die Auswirkungen auf unser Schönheitsempfinden.

“Heldin des Alltags”: eigentlich ein irgendwie komischer Begriff, aber auf Irmela Mensah-Schramm, die seit 25 (!) Jahren unermüdlich in und um Berlin geklebte und gekritzelte Naziparolen wegkratzt, übermalt und entfernt und dafür nicht selten Ärger mit offiziellen und selbsternannten Ordnungshüter_innen bekommt, passt er dann doch ganz schön gut. Eine kleine Hommage gibt es bei laaleeluu.

Über den Umgang mit von gängigen Normen vermeintlich abweichenden sexuellen Identitäten bei Kindern inklusive krasser Pathologisierung ärgert sich das Mädchenblog. Zu Recht. Eine verstörende Geschichte dazu, erzählt im Interview einer betroffen(gemacht)en Familie, gibt es auch bei ATME e.V. – Aktion Transsexualität und Menschenrecht.

Immer wieder Kackscheiße in der Werbung – hier aufgespießt von kulturindustrie und wahnsinn. (weiterlesen …)


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Datenschutz-, Neid- und Rassismusdebatten – die Blogschau

12. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 133 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die ständig strahlende Woche konnte anscheinend nicht allzu viele Blogger_innen herauslocken, denn es war ganz schön was los in den Blogs.

Der Frage, was eigentlich queer bedeutet, ist Feministische Generationen nachgegangen. So, let’s have a baby würden gerne Eltern werden. Was als lesbisches Paar aber nicht einfach ist. Diskriminierung kommt dabei auch von der Bundesärztekammer.

An das Novemberpogrom 1938 erinnert sunday news mit einem Erlebnisbericht der Berlinerin Josepha von Koskull.

Das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Post-Privacy haben diese Woche Ninia LaGrande und Antje Schrupp beackert.

Noch aus dem Oktober aber eine beeindruckende Sammlung an sexistischen Werbungen hat feminism. rocks. zusammengestellt. Denn nackte Gitarren verkaufen sich am besten, wenn sie an nackten Frauen hängen. Oder?

Aus aktuellem Anlass: The Critical Witness hat Rassismusleugnungen und -verteidigungen gesammelt. Und verteilt nun Kekse! Rassistische Werbung und die Darstellung schwarzer Frauen als „exotisch“ hat menschenhandel heute aufgearbeitet.

Eine andere Debatte die dieser Tage durch die Blogosphäre schwappte: Neid und Missgunst. Klirrr hat sich Gedanken gemacht.

Aus der Sommerpause zurück ist das Piratenweib und stellt dank eines Kommentators gleich mal fest: Dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht jeden anspringen liegt nur daran, dass sie zu wenig Sex haben. Soso…

In die Debatte um das Betreuungsgeld bringt i heart digital life etwas Theorie und veröffentlicht etwas verspätet online ihre Magisterarbeit: „Die Konstruktion von Elternschaft, Mutterschaft und Vaterschaft im familienpolitischen Diskurs“. Außerdem gibt’s eine Folge „Der Computer kann alles“ zum Anhören, u.a. über den Schultrojaner.

Die Berlin Femme Mafia hat ein (englisch-sprachiges) Interview gegeben. Wer sich beeilt kann heute ab 14:30 in Berlin auch noch am Femmepowerment-Workshop teilnehmen.

MusicPlaylistView Profile

Bereits im März wurden die Kunstobjekte der Wiener Strickistinnen von KnitHerStory abgenommen und zerstört – entgegen allen Abmachungen. Ihre Forderungen nach Entschädigungen werden seitdem beharrlich ignoriert, so dass sie erneut eine Stellungnahme geschrieben haben.

Ihren Bewußtseinswandel von „ich weiß alles über Rassismus“ zu „erstmal den Betroffenen zuhören und ihre Aussagen annehmen“ hat Nadine auf Medienelite dokumentiert.

Ebenfalls wieder Thema war (leider natürlich) Sexismus. Feminismus, Politik und Alltag bloggte über die mühselige anti-sexistischen Arbeit in linken Gruppen. Ganz furchtbare Biologismen hat Paper Cuts in der Schule erlebt.

An ihre Kindheit als „Dreckstück“ hat sich engl@absurdum erinnert. Die denkwerkstatt ärgerte sich über die unreflektierte Berichterstattung zum „Frauenmangel in Asien“. Und im SozBlog schreibt im November Sabine Hark – begonnen hat sie mit einem Beitrag zur Frauenquote.

Nach dem Klick noch einige Termine:
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feministische Mütter, lesbische Nationalparks und schwule Muslime: Die Blogschau

22. Oktober 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 130 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Mittwoch war love your body day! Paula hat das zum Anlass genommen, auf ihrem Blog puzzelstuecke einen klugen Text zu Körperbildern, Sport und Photoshop zur veröffentlichen.

Es gibt einen neuen feministischen Blog, den wir euch gerne in seiner Gesamtheit ans Herz legen würden: Antonia bloggt auf feministmum zu Schwangerschaft, Mutter-Werden und Co.

Über den so genannten “protect life act” haben wir schon berichtet. Da das Ganze wie kulturindustrie und wahnsinn richtig feststellt eine Riesensauerei ist, hier auch nochmal der link zum Beitrag beim Mädchenblog.

Wie reagieren, wenn dich jemand einer Grenzverletzung beschuldigt? reSISTⒶS hilft weiter!

„Das Netz ist männlich, weiß, gut gebildet, mittelalt – oder nicht?“ fragt Eva Horn auf politikcamp.org

“Lesbische Nationalparks: Rangerinnen unterwegs” lautet eine Überschrift bei l-talk. Wer jetzt ein Fragezeichen im Gesicht hat, liest am besten einfach den Artikel. Und alle anderen auch natürlich.

Luise F. Pusch kommentiert auf FemBio die so genannte Gender Gap (also den Unterstrich bei zum Beispiel dem Wort “Leser_innen”) aus feministisch-linguistischer Sicht.

“Ich bin eine Frau. Ich bin Studentin. Ich bin Türkin. [...] Ich las Simone de Beauvoir und wurde Feministin.” Rummotzen schreibt über Identitäten. Und ob und wenn ja wie wichtig sie sind.

Passend dazu: anders deutsch über “Herkunft als Risiko?”

glücklich scheitern kommentiert die Kommentare, die folgen, wenn sie anderen Leuten erzählt, dass sie an der Uni Gender Studies lehrt: “Natur. Wissenschaft. Und der ganze Rest…”

Antje Schrupp schreibt über “Muslime und Schwule: ein konstruierter Gegensatz”.

Michaela von Erlebnisse und Gedanken fragt: “Wann hast gemerkt, dass du eine Frau bzw ein Mann bist?”

anarchieundlihbe thematisiert sexuelle Übergriffe durch Dozenten und die Folgen, wenn der kumpelhafte Direktor sowieso dafür bekannt ist, gerne mal mit den Studentinnen zu “flirten”.

“Ab 1. Jänner 2012 wird auch in Österreich die Verhetzung gegen Lesben, Schwule und Bisexuelle strafbar sein.” Mehr dazu bei queernews.at

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Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Fußball, Zickenkrieg und Vibratoren: Die Blogschau

25. Juni 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 114 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Das Gendercamp ist inzwischen schon ein bisschen her, die Rückblicke trudeln aber immer noch ein. Diesmal einer von ryuus hort.

Michaela von Erlebnisse und Gedanken hat Farah fotografiert und das Foto der Frauenzeitschift Freundin als Titelbild angeboten. Soweit nichts besonderes? Doch, das ist es, denn: “Sollte Farah ausgewählt werden, wäre sie die erste transidente Frau, die auf einem Cover einer großen deutschen Zeitschrift erscheinen würde.” Kritische wie postive Stimmen finden sich in den Kommentaren, wir sind gespannt, wie die Sache ausgeht.

Schaubild "Streit oder Zickenkrieg"

Der Graphitti-Blog enthüllt exklusiv ein Schaubild, das anscheinend jede_r deutsche Journalist_in über dem Schreibtisch hängen hat.

Für die tägliche Portion theoretisches Hirnfutter empfehlen wir: “Sehnsucht nach dem Grundeinkommen? Kritik an Sozialpolitik aus feministischen Perspektiven” von rechtundgeschlecht.

“Schulterschluss oder Augenwischerei” fragt sich Rheinsalon nach der Lektüre der Emma trifft Missys treffen eine Bloggerin Gesprächsrunde.

Konny schreibt auf ihren Lesbenseiten über ihren persönlichen Eindruck vom Lesbenfrühlingstreffen in Rostock.

Volker Beck von Bündnis 90/Die Grünen hat zusammen mit anderen Abgeordneten im Bundestag eine so genannte kleine Anfrage zum Thema “Weichmachern in Dildos und anderen Sexspielzeugen” gestellt. Wiesoweshalbwarum könnt ihr hier genauer nachlesen.

“Wo sind die Lesben in den Medien?” fragt die Kommunikations­wissenschaftlerin Elke Ammberg und hat mehrere Zeitungsartikel dazu analysiert. watch-salon kündigt uns das Buch zur Studie an.

Mariam Lau hat für Die Zeit einen Artikel darüber geschrieben, warum sie Heidi Klum hasse und ihre Tochter trotzdem Germany’s Next Topmodel sehen dürfe. Die Journalistin Katrin Schuster hat sich über diesen Text sehr geärgert und auch gleich aufgeschrieben, warum.

“Ja, wo laufen sie denn?”: Bärbel Kerber bei Miss Tilly über die Frage, wie “normal” Frauenfußball denn inzwischen wirklich ist und was das mit Emanzipation zu tun hat.

Für alle Berliner_innen oder Berlin Besucher_innen hier noch ein besonderer Termin:
Vom 27.06. bis zum 03.07. findet im Willy Kressmann Stadion im Viktoriapark in Kreuzberg das Internationale FrauenFußballKultur-Festival “Discover Football” statt. Infos und Termine gibt es auf der Webseite discoverfootball.de


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Kurz verlinkt: Wal Mart, Lesben in den Medien und queerer Hip Hop

22. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 109 von 138 der Serie Kurz notiert

Die größte Sammelklage der USA ist gestoppt: Wal-Mart sollte wegen systematischer Diskriminierung von Frauen Schadenersatz zahlen. Der Oberste Gerichtshof wies die Klage wegen “Überdimensionierung” zurück, berichtet dieStandard.at. Bei der taz gibt es noch mehr Informationen.

Die sudanische Schriftstellerin Leila Aboulela stellt auf altmuslimah ihr neues Buch Lyrics Alley vor.

Feministing ärgert sich über die Quasi-Nachfolgerin von Sarah Palin, Michelle Bachman, die ebenfalls mit repressiven wie konservativen Forderungen glänzt. Passend dazu nimmt das Crunk Feminist Collective den falsch verstandenen Feminismus der beiden unter die Lupe.

Der Freitag stellt in einem Artikel aus dem Guardian Jill Abramson vor, die erste Chefredakteurin der New York Times. Ein Portrait, das leider stark in der Klischeekiste wühlt, wie ChefredakteurInnen auszusehen und was sie zu sagen haben.

Lina Ben Mhenni, Dozentin der Universität Tunis, gilt als eine der Schlüsselfiguren der tunesischen “Jasminrevolution”. In ihrem Erfahrungsbericht schildert die couragierte Bloggerin und Polit-Aktivistin die gegenwärtige Situation der Frauen in dem Maghrebstaat.

Dorothea ist 28 Jahre alt und lebt asexuell. Für fudder.de hat sie aufgeschrieben, welche Akzeptanzprobleme und Ausgrenzungen es mit sich bringt, sexuelle Interaktionen teilweise oder gänzlich aus Desinteresse abzulehnen.

The Mary Sue portraitiert acht Frauen, die ihren eigenen Actionfilm verdient hätten.

DieStandard.at berichtet über die Homosexuellen-Paraden in Kroatien und Österreich.

Die Kommunikationswissenschaftlerin Elke Amberg spricht mit der taz über die kaum vorhandene Präsenz von Lesben in den Medien, die Vorteile der Schwulen und die Reduktion auf Mutterrollen und gutes Aussehen.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter hat ein Positionspapier zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik (PDF) veröffentlicht. Unter anderem soll das Ehegattensplitting abgeschafft sowie eine paritätische Aufteilung der Elternzeit verpflichtend eingeführt werden.

Colorlines stellen queere Rapper_innen vor.

Termine nach dem Klick! (weiterlesen …)


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“Yes – we are!” – Lesbische Aktivistinnen in Polen

10. Mai 2011 von Magda

Yes, we are“ ist eine Dokumentation über feministisch-lesbische Aktivistinnen in Polen und deren Kampf um An­erkennung und Rechte. Die Filme­macherin Magda Wystub be­gleitete und inter­viewte die Aktivistinnen im Rah­men ihres Filmprojekts, das ab dem 15. Mai in mehreren Städten Deutschlands und der Schweiz bestaunt werden kann. In der Presse­mit­teilung heißt es:

Der Film richtet die Aufmerksamkeit be­wusst auf emanzipa­torisch denkende Les­ben und die Viel­falt ihrer Strategien, sich in einer homo­phoben Um­gebung zu behaupten. Die viel­schichtigen Empfin­dungen und Analysen sowie der hetero­gene Alltag der Protagonistinnen ver­mitteln dabei gleich­zeitig einen breiten Ein­blick in das all­gemeine politische Kli­ma sowie die gesell­schaftlichen Um­brüche in Polen.

Yes, we are” on Tour (Angaben ohne Gewähr):

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Vernetzen und über lesbisches Leben diskutieren

9. Mai 2011 von Helga

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Der geheime Eulenclub

Wie heißt du?
Ich persönlich heiße Hanna, antworte hier jedoch stellvertretend für eine Gruppe von mehreren Frauen, die für das Blog schreiben. Vor ein paar Jahren haben wir einen Geheimclub gegründet, von dem wir vor Begeisterung darüber, dass er streng geheim ist, sofort allen erzählt haben. Als wir die Blog-Idee hatten, haben wir uns gedacht, dass wir den Club noch geheimer machen könnten, wenn wir ihn öffentlich ins Internet stellen. Deswegen heißen wir Geheimer Eulenclub.

Seit wann bloggst du?
Wir sind noch ganz neu. Angemeldet ist das Blog seit November 2010, aktiv erst seit März 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
In der November-Ausgabe der NEON war ein unserer Meinung nach ganz fürchterlicher Artikel namens „Das Busenwundern“ von Xenia Meiske über das Phänomen „Modelesben“. Ich habe mich darüber sehr aufgeregt und der NEON eine Leser-Mail geschrieben, auf die ich nie eine Antwort bekommen habe. Daraufhin habe ich frustriert im Internet nach Rezensionen gesucht, um zu gucken, ob sich noch andere so sehr darüber ärgern, und bin auf den offenen Brief an Xenia Meiske von Charly auf kweens.de gestoßen. Sowohl der Brief als auch die Diskussion, die sich in den Kommentaren entwickelt hat und in die sich sowohl Xenia Meiske als auch ein NEON-Redakteur eingemischt haben, haben mich sehr fasziniert. Charly hat sich über die gleichen Aspekte geärgert wie ich, aber sie hat über ihr Blog viel mehr Leute erreicht als ich und der NEON war das wichtig genug, darauf zu reagieren. Meine Mail war’s nicht. (weiterlesen …)


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Trampen, Pornos und Orgasmusfakten: Die Blogschau

2. April 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 102 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Tage werden wärmer und viele von euch haben besseres zu tun als zu bloggen. Eis essen zum Beispiel. Umso mehr freuen wir uns deswegen auch diese Woche wieder über die gesammelten Perlen aus der Blogosphäre:

beziehungsweise – weiterdenken bespricht den Film “Winter’s Bone”, der am Beispiel südliches Missouri/USA eindrücklich zeigt, “wie eine Gesellschaft funktioniert, in der Frauen nichts gelten und nichts zu sagen haben”.

“Sind moderne Feministinnen nicht mehr radikal genug?” Das fragt sich und uns der Mädchenblog.

Emma trifft Missy Magazin treffen eine Bloggerin. Julia Seeliger hat ihre eigene Meinung zu dieser Runde.

Gesammelte Feedbacks zur Demo der 20.000 Frauen anlässlich des diesjährigen Frauentages gibts bei zwanzigtausendfrauen.at zu lesen.

“Das Ende der Alleinverdiener-Ehe führt zu mehr materieller Ungleichheit” meint Antje Schrupp schon lange und beweist das jetzt auch mit einer Studie.

Zu fremden Menschen und Männern dürfen wir nicht ins Auto steigen! Niemals nie! Oder vielleicht doch? Übers feministische Trampen könnt ihr bei anarchie & lihbe lesen.

Ein Mann, der keine Pornos auf dem Rechner hat? Verdächtig, verdächtig! Warum erklärt Udo Vetter im law blog.

Der genderblog verlinkt ein Video mit dem verheißungsvollen Titel “10 things you didn’t now about orgasm”. Viel Spaß damit!

Bei gibts einen nachdenklichen Beitrag zu Bascha Mikas neuem Buch zu lesen.

diestandard.at stellt eine Studie vor, nach der es Chefinnen in Deutschland wenn, dann in kleinen Firmen gibt.

Mehr erfahren über Lesben in Ägypten. Bei l-talk.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Sexuelle Gewalt gegen Lesben in Südafrika

23. März 2011 von Magda

Südafrika hat eine vergleichsweise progressive Verfassung und war das erste Land Afrikas, welches die Homoehe 2006 erlaubte. Dass Gesetze nicht gleichzusetzen sind mit gesellschaftlicher Akzeptanz von öffentlich gelebter Liebe jenseits der heteronormativen Matrix, zeigt die anhaltende Gewalt gegen Lesben (und Schwule und Bisexuelle), die ihre Sexualität offen leben. Im US-amerikanische Time Magazin wurde am Internationalen Frauen(kampf)tag über die so genannten “korrigierenden” Vergewaltigungen (corrective rape) berichtet, bei denen Frauen, die lesbisch sind oder dafür gehalten werden, von Männern vergewaltigt werden, um sie – der kruden Logik der Vergewaltiger nach - zur Heterosexualität “umzuerziehen” und so von ihrem “Lesbischsein” zu “heilen”.

Offiziellen Zahlen nach sind seit 1998 Dutzende von lesbischen Frauen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vergewaltigt und ermordet worden. Die Dunkelziffer wird um ein Vielfaches höher geschätzt, auch auf Grund der Tatsache, dass homophob motivierte Verbrechen im südafrikanischen Strafjustizsystem nicht anerkannt sind. Selten wird Anklage erhoben, noch seltener kommt es zu Verurteilungen von Straftäter_innen. Die Polizei ignoriert gar Hilferufe, wie in einem verstörenden Video von nt-v beschrieben wird (Trigger-Warnung!).

Eine Gruppe feministischer/lesbischer Aktivist_innen um Ndumie Funda, die Gründerin der Organisation Luleki Sizwe, startete Ende 2010 eine Online-Petition, die bisher 170.000 Unterschriften aus 163 Ländern zählt. Diese wurde, wie queernews.at berichtet, letzte Woche dem südafrikanischen Parlament übergeben.

Gemeinsam mit über 100 weiteren NGO-Vertreter_innen aus Cape Town und den umgebenden Townships zog sie am 14. März zum Parlament Südafrikas, um vor dem Parlamentsgebäude eine Kundgebung und anschließend ein lange erwartetes Treffen mit Vertreter_innen des Justizministeriums abzuhalten.

Luleki Sizwe fordert nun, dass “korrigierende” Vergewaltigungen offiziell als Hate Crime (“Hassverbrechen”) klassifiziert und somit strafbar werden. Die Aktivist_innen setzen sich generell dafür ein, dass Gewalt gegen LGBTI stärker in den Fokus gerückt wird. Das Parlament Südafrikas sprach sich nun dafür aus in Zusammenarbeit mit Ministerien und NGOs an einem nationalen Aktionsplan gegen “korrigierende” Vergewaltigungen zu arbeiten. Bis Mai 2011 hat Luleki Sizwe nun Zeit, Daten zum Thema zu sammeln. Danach wissen wir mehr.


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Bloggen über Comics und „Alltäglichkeiten“

24. Januar 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 62 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr(e) Weblog(s) vor. Heute:

Nur ein Blog!
Ja! Es sind Comics!

Wie heißt du?
Ich bin irgendeine Userin und manchmal auch Comicleserin.

Seit wann bloggst du?
Ich begann im Mai 2005 mit einem Blog, den ich bald hinter mich ließ, weil ich im Dezember 2006 mit „Nur ein Blog!“ anfing. Und meinen Comicblog Ja! Es sind Comics! führe ich seit Mai 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Zuerst startete ich aus reiner Neugierde auf die Technik. Zuvor hatte ich eine statische Webseite, die ich mit HTML erstellte. Dann schrieb ich, weil es Spaß machte.

Worüber schreibst du?
Mit dem Comicblog habe ich meinem Hobby einen Ort gegönnt. Ich schreibe über von mir gelesene Comics, das Leben mit Comics und graphische Novellen und was es sonst noch um/über Comics und Comic-Verfilmungen gibt. Natürlich kann ich es nicht lassen, nach Frauenthemen zu suchen und freue mich über positiv dargestellte Lesben in Comics, über die ich dann berichte.

Der Blog “Nur ein Blog!” ist nicht nur lesbisch, aber auch lesbisch. Ich gestatte mir, ein bisschen von allem und sowieso zu präsentieren. Es ist ein Blog, in dem ich „Alltäglichkeiten“ sammele, wie z.B. von mir besuchte Frauenveranstaltungen und dokumentiere, resp. erinnere mich schriftlich an sie.

Ich mache Filme und Fotos zu CSDs u.ä., die ich blogge. Ich berichte, wenn ich die Veranstaltung besucht habe, z.B. über die DenkRäume, bei denen Christa Mulack, Frigga Haug, Antje Schrupp, Monika Barz… schon einen Vortrag hielten. (DenkRÄUME ist eine Veranstaltungsreihe im EVAngelischen Frauen-begegnungszentrum, Frankfurt/Main. Frauen sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu denken. Bekannte feministische Vordenkerinnen halten Referate und danach gibt es Gelegenheit zum Austausch.) (weiterlesen …)


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