Einträge mit dem Tag ‘Kunst’


Wer war… Frida Kahlo?

13. Juli 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 19 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

„Ich male mich, weil ich so oft allein bin und weil ich mich auch am besten kenne.“ In: Andrea Kettenmann: Frida Kahlo, 1907-1954.

Frida_Kahlo_(self_portrait) wikimedia commons

Frida_Kahlo_(self_portrait) wikimedia commons

Frida Kahlo war eine mexikanische Malerin und zählt zu den bekanntesten Künstler_innen Lateinamerikas. Sie hätte letzte Woche ihren 103. Geburtstag gefeiert und verstarb heute vor 56 Jahren, am 13. Juli 1954, in ihrer Geburtstadt Mexiko City. Als ihr Geburtsjahr gab Kahlo allerdings stets das Jahr 1910 an – das Jahr der Mexikanischen Revolution – um zu verdeutlichen, dass sie sich dem neuen Mexiko zugehörig fühlte. In ihren Werken bezog sich Frida Kahlo oft auf die frühe Kunst Mexikos, die der Azteken und Maya, und reflektierte ihre persönliche Leidensgeschichte – ihre Krankheiten und die dadurch verursachten Fehlgeburten, ihre Einsamkeit und Eheprobleme. Von Kahlos 143 Bildern sind über ein Drittel Selbstbildnisse.

Bereits im Alter von sechs Jahren erkrankte Kahlo an Kinderlähmung, von der ihr eine Behinderung am rechten Bein zurückblieb. 1925 hatte sie einen Busunfall, über dessen Auswirkung fembio.org schreibt:

Ein Busunglück hatte, als sie achtzehn Jahre alt war, schlagartig ihr Leben verändert. Die Folge der zahllosen Brüche und schwersten Unterleibsverletzungen sind 32 Operationen in 29 Jahren, einengende Gipskorsetts, immer wieder künstliche Streckungen der Wirbelsäule, zahlreiche Folgekrankheiten und dauernde Schmerzen, die Kahlo zum Teil nur mit Alkohol oder anderen Drogen erträgt. Um zu überleben, malt sich Kahlo in ihren detailgenauen, überwiegend kleinformatigen Selbstporträts die körperlichen und seelischen Verletzungen von der Seele. Tief verwurzelt in der indianischen Mythologie ihrer Heimat, benutzt sie eine symbolhafte, oft surreale Bildsprache.

Zurzeit in Berlin noch bis zum 9. August 2010 könnt ihr eine Frida Kahlo Ausstellung im Martin-Gropius-Bau mit über 170 Arbeiten (Malereien und Zeichnungen) bestaunen.

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Für die Reihe “Wer war…” freuen wir uns über eure Vorschläge oder auch Gastblogger_innen, die ihre Lieblingsfeminist_innen vorstellen. Vorschläge/Beiträge einfach an post[at]maedchenmannschaft.net senden.


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Wangechi Mutus „warrior girls“ erobern Berlin

4. Mai 2010 von Verschiedenen
Dieser Text ist Teil 13 von 26 der Serie Der Kommentar

Charlott Schönwetter ist Studentin der Soziologie und Afrikawissenschaften an der Humboldt Universität Berlin und schreibt auf ihrem Blog Afrika Wissen Schaft wissenschaftliche Essays und Hausarbeiten rund um Afrika, Asien, Soziologie und Gender.

Wenn ich an „Mainstream“-Kunstausstellungen denke (hier meine ich Ausstellungen, die nicht aus einem explizit feministischen Kontext entstanden sind), sehe ich vor meinem inneren Auge vor allem Kunst weißer Männer. Nach diesen ersten Erscheinungen muss ich unvermeidlich an das berühmte Plakat der Guerrilla Girls denken, welches fragt: Do women have to be naked to get into the Met. Museum? Unter dem Bild steht erklärend: Less than 5% oft the artists in the Modern Art sections are women, but 85% oft the nudes are female. (“Müssen Frauen nackt sein, um ins Met. Museum reinzukommen? Weniger als 5% der Künstler_innen im Bereich der Modernen Kunst sind Frauen, aber 85% der Nackten sind weiblich”).
Umso mehr freue ich mich, dass am 30. April in Berlin die Ausstellung “My Dirty Little Heaven” von Wangechi Mutu eröffnet wurde – eine Künstlerin, die bereits in San Francisco Museum of Modern Art, im Londoner Tate Modern und im Pariser Centre Pompidou ausgestellt hat.

Wangechi Mutu wurde 1972 in Nairobi geboren. Seit Mitte der 1990er lebt und wirkt sie in New York. Dort hat sie 1996 einen Bacholer of Fine Arts an der Cooper Union und 2000 einen Master of Fine Arts in Yale gemacht. Zuvor studierte Mutu auch Anthropologie. Die Einflüsse dieses Studiums kann man in den meisten ihrer Werke bewundern, denn diese fußen in einer sehr genauen Analyse, wie schwarze Frauenkörper im europäisch-nordamerikanischen Diskurs dargestellt und Bilder von diesen Körpern konsumiert werden. Mutu betrachtet die Widersprüche in den Darstellungen von bestimmten weiblichen und kulturellen Identitäten. Mit ihren Werken zu jenen Identitäten bringt auch Mutu als weibliche Künstlerin nackte Frauen in die Museen der Welt. Ihre verstörenden Bilder aber zeigen nackte Frauenkörper, um zum Nachdenken über Darstellungen von Schwarzen Frauen anzuregen. Obwohl sie eigentlich aus der Bildhauerei kommt, hat sie sich nach dem Studium der Collagen-Technik zugewandt. So kombiniert sie Fotos aus der National Geographic und Vogue gepaart mit Tinte, Farbe, Glitzer zu ihren ambivalenten „warrior girls“, wie sie sie nennt. In diesen Bildern treffen die beiden typischen Stereotypen – „wilde/edle Eingeborene“ und hypersexualisiertes Pin-Up –, die Mutu kritisiert und hinterfragt, direkt aufeinander. Eines ihrer Anliegen ist es außerdem gegen das weitverbreitete Afrika-Bild anzukämpfen, welches Afrika als archaischen Ort imaginiert.

In dem Film der Art Gallery of Ontario über und mit Wangechi Mutu sieht man, wie ihre Collagen entstehen, aber auch wie sie Kunstinstallationen vorbereitet. Sie erzählt in einer angenehm einfachen und direkten Art und Weise über ihre Intentionen.

Einen Teil ihrer Kunst kann man anlässlich ihres Gewinns des „Artist of the Year“ der Deutschen Bank nun bis zum 13.06. im Deutschen Guggenheim Berlin sehen.


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Happy Birthday Maria Lassnig

8. September 2009 von Helga
Maria Lassnig

Science-Fiction-Selbstporträt
Quelle: geschichtes gedicht

Heute vor 90 Jahren wurde Maria Lassnig geboren. Die österreichische Künstlerin ist bekannt für ihr Werk in Malerei und Trickfilm. Am bekanntesten sind dabei ihre Körpergefühlsbilder, mit denen sie eine ganze eigene Ausdrucksform schuf, und den weiblichen Körper und das Körperempfinden thematisierte.

1980 wurde sie als erste Frau Professorin für Malerei an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst. Als erste Künstlerin wurde ihr 1998 der Große Österreichische Staatspreis verliehen, die höchste Auszeichnung, die Österreich an seine Künstler vergibt. Erst letztes Jahr eröffnete sie eine neue Ausstellung in London.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!


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Vorreiterinnen gesucht

3. November 2008 von Barbara

Zum sechsten Mal sucht das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Bildende Künstlerinnen aus Deutschland für den

Gabriele Münter Preis.

Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro. Der Wettbewerb wendet sich an Profis, die in Deutschland leben und vor dem 31. Januar 1969 geboren sind. Passend dazu heißt das Thema des diesjährigen Wettbewerbes “VORREITERIN”. Der Einsendeschluss ist der 31. Januar 2009. Die Teilnahmebedingungen stehen unter www.frauenmuseum.de.

Wenn es auch in deiner Region einen Preis gibt, mit dem engagierte Frauen oder Gruppen ausgezeichnet werden, kannst du uns unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid geben.


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