Einträge mit dem Tag ‘Kunst’


I Throw Myself At Men

27. Januar 2012 von Helga

Lilly McElroy ist Künstlerin und Fotografin. In den Bildern des Projekts “I Throw Myself At Men” schmeißt sie sich auf fremde Männer. Die Bilder stellen Fragen zu Geschlechterbildern, Beziehungen und sozialen Verbindungen.

Eine weiße Frau in schwarzem Shirt und Rock springt auf einen stämmigen weißen Mann zu, der bewegungslos in einem Diner steht.

Was hat Dich inspiriert, das Projekt zu starten?

Ich mache Kunst über das Verlangen, mit anderen Verbindungen einzugehen. Vorher habe ich schon Fremde ohne ihre Einwilligung umarmt und mich an Cowboys gedrückt. Dieses Projekt war eine natürliche Weiterentwicklung. Es schien mir wichtig zu sein, etwas über das Verlangen nach romantischen Verbindungen zu machen.

Wie haben die Männer reagiert, nachdem Du die Anzeigen geschaltet hast?

Ich bekam eine handvoll Antworten auf die Anzeigen und die Männer schienen wirklich interessiert, was ich da mache und warum. Trotzdem bin ich dann schnell übergangen, einfach Männer in Bars anzusprechen. Es war natürlicher und erlaubte es mir, schneller zu arbeiten.

Wie hast Du dann überhaupt Fotos gemacht, Du selbst bist ja in der Luft?

Ich habe mit mehreren anderen Fotograf_innen zusammengearbeitet. Wir haben die Szene vorbereitet und sie haben dann den Auslöser gedrückt.

Du wolltest ja Verbindungen formen, ist das passiert?

Ich hoffe doch! Ich hatte eine Menge kurzer und lustiger Momente mit Menschen und ich fand sie sehr positiv. Es hat sich nichts längerfristiges entwickelt, aber ich denke, das ist ok. (weiterlesen …)


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Prosa, Kunst und unsichtbare Mütter – die Blogschau

27. Dezember 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 139 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Ein paar feministische Blogperlen, die über Weihnachten bei uns liegen geblieben sind, aber immer noch lesenswert sind:

High on Cliches erklärt, warum Feminismus Feminismus heißt – und nicht Humanismus. Auch TheGurkenkaiser kommentiert einen Blogtext, in dem vom Feminismus Abstand genommen wird, um sich dem so genannten “Equalismus” zu widmen – und schreibt ein paar Gedanken zum Verhältnis von Männern und Feminismus auf.

Zu Weihnachten gab Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB), Berlin Woman ein Interview und sprach unter anderem über soziale Mobilität.

Watch Salon berichtet darüber, wie das neue Heft der Deutschen Journalistenschule fast ausgesehen hätte – wie ein Unterwäscheheftchen.

'invisible mother' via flickr von art-e-ology

fuckermothers berichtet über die Bildpraxis der ‘invisible mother‘ in der frühen Kinderfotografie.

Bei anarchie und lihbe gibt es einen nachdenklich Text zu feministischen Anliegen in der Kunst.

Ein neues Prosa-Blog am Blogstarhimmel: Am Anfang! Und gefragt wird nach euren Lieblings-Anfangssätzen.

Auf Erlebnisse und Gedanken findet ihr eine Rezension von “Transsexualität – Transidentität“.

Unterschreiben könnt ihr eine E-Petition, bei der es um die Neuberechnung der Verhältniszahlen von psychisch erkrankten Menschen und ambulanten Psychotherapeut_innen geht.

Ausgehtipp: Die Queer Queeks treffen sich am 29. 28. Dezember in Berlin im Silverfuture.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Kleider machen Leute

12. Dezember 2011 von Helga

Switcheroo” ist ein cooles Fotoprojekt von Hana Pesut, in dem Paare (aber auch Freund_innen und Eltern und Kinder) ihre Kleidung tauschen.

Zwei Bilder eines Paares. Im ersten Bild trägt eine junge Frau ein blaues loses Oberteil und eine eng schwarze Hose und ein junger Mann Jeans mit schwarzem Shirt und Tarnjacke. Im zweiten Bild haben sie die Kleidung getauscht.

Garret und Judy

Zwei Bilder eines eines Paares. Im ersten Bild trägt eine ältere Frau ein lila Somerkleid und rote Blumen und ein älterer Mann eine kurze dunkle Hose, ein grünes Shirt, Sonnenbrille und Strohhut. Im zweiten Bild haben sie die Kleidung getauscht.

Susan und Randy


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Abigail Sterns pinke Alpträume

14. Oktober 2011 von Nadia

Die Collagen der in New York lebenden Künstlerin Abigail Stern Collagen sind ganz süße kleine Horror-Sammlungen: Puppen, Schmetterlinge, Spielzeug und Icons werden teilweise befremdlich zusammen gewürfelt und dann in einem Zuckerguss aus pink und rosa zusammen gepackt.  Die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der unmittelbaren Umgebung – so beschreibt Stern ihr Vorgehen, dass sie letztendlich von der abstrakten Malerei zum figurativen Arbeiten brachte. ”On the edge” – “am Rande” - nennt sie ihre Kunst. Wir haben einige ihrer Werke und Bilder ihrer aktuellen Ausstellung in Seoul hier zusammen gestellt.


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Politik als Teil des Lebens – und der Musik

13. Oktober 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 8 von 11 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

M’bala und Akosua machen seit ca. 2,5 Jahren zusammen als Rising Thoughts Musik. Hauptsächlich spielt M’bala Gitarre und Akosua Djembe. Neuer­dings ist auch Percussion dabei, weil das den Sound “voller und rhythmischer” macht. Privat hören die beiden so gut wie alles von Dubstep bis Bikutsi, Jazz, Raggae und HipHop. Akosua ist Mit­begründerin des Künstler_innenkollektivs Label Noir in Berlin. Im Interview mit der Mädchenmannschaft sprechen M’bala und Akosua über ihren politischen Anspruch, Poesie und ihre Pläne für ein neues Album.

Rising Thoughts - Photo Credits: Cassius Prudent

Ihr seid beide nicht nur musikalisch unterwegs, sondern nehmt auch an Poetry Slams und Open Mics teil. Seid ihr quasi vom Sprechen zum Singen ge­kommen?

M’bala: Wir haben uns bei der Poetry Veranstaltung “Outspoken 2007″ kennengelernt und waren zum ersten Mal gemein­sam auf der Poetry Bühne des Black History Month in Hamburg. Wir sind also durch die Poesie über­haupt ent­standen. Ich war bis vor unserer Be­gegnung keine Sängerin und habe nur ab und zu was geschrieben – und eigent­lich nur für mich. Durch Rising Thoughts fing ich an regelmäßig zu singen und zu schreiben.

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“The Future”-Preview mit Miranda July in Hamburg

12. Oktober 2011 von Anna-Sarah

Foto eines Filmplakats für Miranda Julys "The Future", aufgenommen und auf flickr veröffentlicht von 92YTribecaEin Kulturtermin im Norden zum Vormerken:  Am 23.10. läuft im Hamburger Abaton Kino eine Preview des neuen Films “The Future” von und mit der US-amerikanischen Regisseurin, Schauspielerin, Künstlerin und Schriftstellerin Miranda July, der dieses Jahr im Rahmen der Berlinale Premiere hatte. July wird dabei selbst anwesend sein. Der Ticketverkauf startet heute.

Einen Beitrag über “The Future” inklusive Trailer gibt es in der Arte-Mediathek.

 

 

 

 

 


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„Inspiration, Motivation und Beistand“

21. Juli 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 76 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Bittersuesz
(auf Twitter: Bittersuesz)

Wie heißt du?
Ann

Seit wann bloggst du?
Zum ersten Mal habe ich 2005 gebloggt. Meinen jetzigen Blog führe ich seit Januar 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil ich das Bedürfnis verspürte, Erlebtes nicht nur für mich selbst aufzuschreiben.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe sowohl über eigene Erlebnisse und Gefühle, mal als Momentaufnahme, mal als rückblickende, reflektierende Erzählung, mal als simple tagebuchartige Sequenz, als auch, seit kurzem, über gesellschaftliche, politische und andere Themen. Des Weiteren ist mein Blog eine Plattform, um meine Photographie und auch andere mehr oder weniger künstlerische Werke zu präsentieren, welche wiederum auch von Privatknipserei bis zum Pro-Choice-Statement rangieren.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ich hätte weder so viele beleidigende, belästigende und/oder bedrohende Nachrichten bekommen noch hätte ich mich immer so schön von Hausaufgaben etc. ablenken können, haha. Aber vor allem hätte ich nicht so viele wunderbare Menschen kennen gelernt, so viele wunderbare Bilder gesehen, so viele wunderbare Texte gelesen, so viele wunderbare Songs gehört und so viel Inspiration, Motivation und Beistand erhalten!!

Wovon braucht das Internet mehr:
Größtenteils genau von dem, wovon die Welt mehr braucht, z.B. Respekt.

Frauen im Web sind…
Sie sind nicht anders als offline, außer, wie die meisten Menschen im Internet, mutiger. Sie haben im Internet aber bessere Chancen, sich zu vernetzen als im Real Life, glaube ich.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Öhm, zuallererst meine Emails. Dann Facebook und Twitter und alle interessanten verlinkten Artikel. Außerdem einen Haufen Blogs.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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„In einer Welt tickender Uhren und grauer Männer ein eigener Platz“

30. Juni 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 74 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

another visual diary

Wie heißt du?
Manouk.

Seit wann bloggst du?
Ein wenig seit einem Jahr und regelmäßig seit Anfang 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Die Idee für another visual diary ist aus einer Photoserie für mein Zine Momo entstanden.
Ich blogge um in einer Welt tickender Uhren und grauer Männer einen Platz zu haben, an dem ich Momente, Stimmungen und Ideen aufzubewahren kann und um Bilder, Gedanken, Musik und Kunst mit anderen zu teilen, weil ich, im Sinne der Riot Grrrls und des D.I.Y., denke: Wir alle haben etwas zu sagen und anderen Menschen zu geben. Ich will nicht immer nur Konsument*in sein, ich will selbst etwas machen. Außerdem möchte ich mich mit anderen austauschen und vernetzen.

Worüber schreibst du?
Another visual diary sollte eigentlich ein reiner Photoblog werden, in dem ich einerseits Momente und Arbeiten der letzten Jahre sammeln und miteinander verbinden kann und andererseits einen Platz und einen Ansporn für neue Projekte habe und das alles mit anderen teilen kann.
Meine Bilder und ihre Titel sind persönlich, aber sie geben gleichzeitig viel Raum für eigene Assoziationen. Die Motive sind vielfältig von Street Art, Alltäglichkeiten und Körperlichkeiten bis hin zu Künstlerischen von mir.

Aber auch wenn Bilder sehr viel sagen können, gibt es noch mehr zu sagen und so schreibe ich über die verschiedensten Themen: über Musik und Kunst, die mich berühren, über Dinge die mich umtreiben im Alltag und im Herzkopf, über Reisen und über queer*feministische Themen, denn die brauchen mehr Platz, im Web und auch im alltäglichen Leben.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Immer wieder so viele Projekte, Kunst und Musik zu entdecken und stundenlang still sitzen.

Wovon braucht das Internet mehr:
Riot Grrrls, Kunst und Vernetzung.

Frauen im Web sind…
zu wenig, aber immer besser vernetzt. Interessant und bunt.

Deine tägliche Web-Lektüre:
-

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Intersexualität, Kunst in Pakistan, Wir sind Helden, Männerbilder im Hardcore und Selbstverteidigung

22. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 48 von 138 der Serie Kurz notiert

Im On The Issues Magazine erzählt Thea Hillman, wieviel Kraft und Bedeutung in Namen liegen. Sie erzählt dabei ihre eigene Geschichte und wie zur gleichen Zeit aus einer Krankheit eine Gemeinschaft wuchs. Inzwischen wird Intersexualität auch als Sexualdifferenzierungsstörung bezeichnet – Abkehr vom Fokus auf sexuelle Orientierung oder Konstruktion als Krankheit?

„Wo sind eigentlich die berühmten Künstlerinnen?“ In Pakistan, meint die Newsweek und stellt etwa Aisha Khalid vor. Denn inzwischen dominieren sie nicht nur die heimische Kunstszene, sondern feiern auch weltweit Erfolge.

In der vergangenen sonntaz erschien ein Interview mit Wir-sind-Helden-Sängerin Judith Holofernes. Online leider nur angeteasert, aber auch schon hier lohnenswert, allein wegen der Umschreibung Ursula von der Leyens als “bestimmt auch im Arsch”.

Patrick kritisiert auf seinem Blog Derangierte Einsichten, dass die australische ThinkUKnow-Kampagne ganz bestimmte stereotype Ansichten über weibliche Sexualität transportiert.

Termine:

Am kommenden Samstag, den 25. September, könnt ihr zwei Workshops mit Andrea Kügler zu Männerbilder im Hardcore und Emo besuchen und abends mit den StattMatratzen abrocken. Die Workshops und das Konzert finden am Tag der Offenen Tür des in Europa einzigartigem Archiv der Jugendkulturen in Berlin statt, das leider von der Schließung bedroht ist.

DieStandard.at hat aktuelle Termine der Wiener Wen Do-Gruppe für feministische Selbstverteidigung. Wen Do ist feministische Selbstverteidigung, die von Feministinnen entwickelt wurde und wird, und ausschließlich an Frauen, Lesben und Mädchen weitergegeben wird. Das Angebot richtet sich an Anfängerinnen und Fortgeschrittene.


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Neues von den bloggenden Ladies

7. August 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 70 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Kratzbürste und der Mädchenblog haben unterschiedliche Ansichten zu Iris Dankemeyers Artikel “Fuck Polyamory“.

Die Denkwerkstatt führte zum Thema “Feminisierungs-Krisen und Väterrechtlern” ein Interview mit Paul Scheibelhofer, Nachwuchswissenschaftler und Soziologe, der vorwiegend zu den Themen Männlichkeit, Migration, Rassismus und Jugend forscht. (Teil 1 und Teil 2).

Julia Seeliger antwortet auf Alice Schwarzers Brief an Kachelman und rät ihr in der taz zum Abtreten. Dodo vom Mädchenblog kritisiert die Art und Weise, wie Seeliger Kritik an Schwarzer übt.

Zu deutsch: Müssen Frauen nackt sein, um ins Met. Museum zu gelangen? Weniger als 5% der Künstler_innen im Bereich der Modernen Kunst sind Frauen, aber 85% der Nackten sind weiblich.

Annina von Girls Can Blog erinnert uns an ein bekanntes Bild der Guerrilla Girls von 1989. Neugierig, wie viele Künstlerinnen mehr als 15 Jahre später, im Jahr 2005, in der Modern and Contemporary Section des Metropolitan Museum mit ihren Werken vertreten sind? Achtung: Nicht zu viel erwarten.

DieStandard.at berichtet, dass der US-Senat der Ernennung von Elena Kagan als Oberste Richterin im US-amerikanischen Supreme Court zugestimmt hat. Drei der neun Supreme Court Richter_innen sind nun weiblich – das gab es zuvor noch nie in der amerikanischen Geschichte.

Der ZtG Blog weist auf ein kostenfreies Angebot zur Existenzgründung für arbeitslose Frauen von Akelei e.V. hin. Der Grundlagenkurs für Unternehmensgründerinnen findet vom 7. Oktober bis 10. November 2010 statt.

Queernews erinnert: Vor neun Jahren, am 1. August 2001, trat in Deutschland nach langen Diskussionen das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Kraft.

Und: InFemme hat ein feministisches Stück Putenfilet gefunden!

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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