Einträge mit dem Tag ‘Kunst’


Burkini-Verbot, einvernehmlicher Sex und Queer Rap – kurz verlinkt

24. August 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 324 von 324 der Serie Kurz notiert

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Vorgestern wurde Gina-Lisa Lohfink zu einer Geldstrafe aufgrund „falscher Verdächtigung“ verurteilt. Identitätskritik nimmt Aussagen der Staatsanwältin als Ausgangspunkt, um darüber zu schreiben, was in dieser Gesellschaft offensichtlich unter „einvernehmlichen Sex“ verstanden wird.

Vor zehn Jahren konnte Natascha Kampusch sich befreien. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht sie über sexistische Frauenbilder und Vorstellungen davon, wie sich ein Opfer zu verhalten hat.

„Das geplante Teilhabegesetz soll Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Durch den derzeitigen Entwurf können behinderte Menschen aber z.B. gegen ihren Willen gezwungen werden in Heimen und anderen Einrichtungen zu leben.“, heißt es auf der Kampagnen-Seite von #AlleinZuHaus. Noch 18 Tage lang kann eine Petition gegen den Gesetzesentwurf unterzeichnet werden.

Im DeutschlandRadioKultur geht es um Queer Rap. Zu Wort kommen dazu Mykki Blanco und SchwarzRund.

Der hauptsächlich in Berlin agierende Verein Ruby Tuesday e.V. sucht neue Mitglieder und freut sich auch sonst über Unterstützung (z.B. in Form von Spenden). Seit nunmehr acht Jahren organisiert Ruby Tuesday Musikworkshops, Musikfestivals/-Konzerte und Musikcamps. Seit 2015 gibt es so z.B. ein queeres Musikempowermentprojekt.

meinbezirk berichtet über die Arbeit der „Queer Base“, einer Anlaufstelle für LGBTIQ-Geflüchtete in Wien.

Auch wenn die Diskussion um „Afropolitanism“, die der fluter hier aufnimmt, schon lange um einiges weiter/ ausdifferenzierter geführt wird, so lohnt sich doch ein Blick auf die fünf Autorinnen, die vorgestellt werden.

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In Frankreich wurde ein Burkini-Verbot durchgesetzt. Wie das in der Praxis aussieht, konnte nun zB in Nizza beobachtet werden, wo vier bewaffnete Polizisten eine muslimische Frau zwangen Kleidung (die nicht einmal ein Burkini war) abzulegen. Angelastet wurde ihr das Folgende: Sie trüge kein „outfit respecting good morals and secularism„.

Feministing stellt das peruanische Mutter-Tochter-Duo, Bila Flores und Mabel Valdiviezo, vor, die mit Kunst Themen wie Migration und Geschlecht bearbeiten.

Rad Women Doing Rad Things“ – Auf Bookriot werden acht Bücher über Erfinderinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen etc. präsentiert.

Termine

25.08. in Berlin: Der Film „Vessel“, über die Organisation „Women on Waves“, wird gezeigt.

05.-09.10. in Berlin: Mehrere Tage lang wird die Football Pride Week stattfinden.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Clean Eating, #TeamGinaLisa und jüdisches Leben in Berlin – kurz verlinkt

10. August 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 323 von 324 der Serie Kurz notiert

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Hengameh Yaghoobifarah war am Montag beim weiteren Prozesstag um Gina-Lisa Lohfink, dort sagte einer der Täter aus und der Bericht beim Missy Magazine macht (leider natürlich nicht überraschend) wütend.

Der Bundesgerichtshofes hat einen Antrag auf einen Geschlechtseintrag als „inter/divers“ abgelehnt. Die Kampagnengruppe Dritte Option, die das Verfahren inhaltlich vorbereitet und während der bisherigen Dauer begleitet hat, schreibt in einer Presseerklärung zu dem Fall.

Bei der Trans*Inter*Tagung in München haben 40 Menschen, die sich als nichtbinär oder genderqueer verstehen, Forderungen an Gesellschaft, Medizin und Politik zusammengetragen. Die Ergebnisse dieses ersten Brainstormings hat der Trans Recht e.V. veröffentlich. (Link zu PDF)

In der ZEIT interviewt Mareice Kaiser die Bestatterin Lea Gscheidel. Sie sprechen über den Umgang mit Trauer und Tod, Vertrauen und Seifenblasen.

„Deutschland vermisst jüdische Kultur? Hier sind wir und so denken wir. Ein Gruppenporträt der Dritten Generation, der Enkel von Holocaustüberlebenden in Berlin„, schreibt Mirna Funk ebenfalls bei der ZEIT.

Teresa Buecker hat bei Edition F mit der Fotografin Kirsten Becken über ihr Mutter-Tochter Kunstprojekt zu Schizophrenie „Seeing Her Ghosts – Art Book Project“ gesprochen.

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Großartiges Video bei KQED: Die Musikerinnen Michelle Gonzales (frühere Drummerin von Spitboy) und Christine Tupou (Try the Pie) essen Tacos und sprechen über ihre Erfahrungen als Frauen of Colour in der weiß-männlich dominierten Punkszene.

New study finds men are often their own favourite experts on any given subject“ – Eine Überschrift, die quasi alles sagt und hier sicher wenige überrascht. In der Studie ging es um das Zitierverhalten von Wissenschaftler_innen.

Gleich zwei wichtige neue Texte von Flavia Dzodan gibt es bei Medium: Zum einen schreibt sie über „Clean Eating and Dirty Women„, zum anderen geht es in „My feminism will be capitalist, appropriative and bullshit merchandise“ um die kommerzielle Verwertung ihres wahrscheinlich berühmtesten Zitats „My feminism will be intersectional or it will be bullshit.“.

Termine in Berlin, Leipzig und Münster

12. bis 14. August in Münster: Es findet ein queer_feministisches Sommercamp mit Vorträgen, Workshops, Musik und vielem mehr statt.

13. August in Berlin: Um 13 Uhr beginnt die Demonstration zu #NiUnaMenos. (FB-Link) Auf deutsch schrieb Stefany hier über die Hintergründe.

Ab dem 15. August in Leipzig: Los geht es beim Sidekick Leipzig e.V. – Feministisches Thai-/Kickboxen und Selbstbehauptung! Geflüchtete FrauenTransInter können dort kostenfrei trainieren. (FB-Link)

22. August in Münster: Hengameh Yaghoobifarah spricht ab 19 Uhr über die „Abwertung von Femininität in queeren Kontexten„. (FB-Link)

23. August in Berlin: Ab 17 Uhr beginnt das III. M*straßen-Umbenennungsfest. (FB-Link)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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#BlackLivesMatter, erzwungene Sterilisation und Gerüchte über Geflüchtete – kurz verlinkt

27. Juli 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 322 von 324 der Serie Kurz notiert

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Vielfältige, empowernde Spielzeuge und Bücher gibt’s bei Diversity Spielzeug.

Junge Frauen in ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement zu stärken und bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen – das ist das Ziel von  It´s Our Turn! Teilnehmen können Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 20 Jahren. Die Hälfte der Plätze ist für junge Frauen mit Fluchtgeschichte reserviert.

Mit dem Anne-Klein-Frauenpreis ehrt die Heinrich-Böll-Stiftung Frauen, die mutig und hartnäckig für Menschenrechte, Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung eintreten. Bis zum 15. September können Kandidatinnen vorgeschlagen werden.

Seitdem Sharon Dodua Otoo den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hat, ist sie viellerorts in den Medien präsent und gibt wunderbare Interviews. Beim boersenblatt sprach sie über das Vorlesen in Klagenfurt, Schreibpläne und die Nicht-Existtenz von apolitischer Kunst. „Wir können sprachlich viel mutiger sein“, sagt sie zu dem in einem wirklich schönem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau über emanzipatorische und diskriminierende Sprachformen, den Literaturbetrieb und die Rolle von Aktivismus.

Tove Tovesson schreibt beim Missy Magazine über „die Frage nach einem transfreundlichen Leben in einer transfeindlichen Welt„.

Gerüchte über Geflüchtete gibt es an jeder Straßenecke oder aber auch in Reden von Politikern wie Thomas de Maizière. Der Bayrische Rundfunk sprach mit Medienpädagogin Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung und Karolin Schwarz von hoaxmap über die Enttstehung dieser Gerüchte, wie diese gezielt zur Stimmungsmache eingesetzt werden und mit welchen Folgen.

Magda Albrecht stellt in ihrem Instagram-Account die Broschüre „Wir stehen alleine da“, eine Infobroschüre, die sich mit antisemitischen Ideologien und Alltagserlebnissen befasst, vor.

Noch bis zum Ende der Woche kann sich auf den Nachwuchsförderpreis des Ökonominnen-Netzwerks efas beworben werden.

englischsprachige Links

In der letzten Woche fand in Berlin eine weitere #BlackLivesMatter-Demonstration statt. ADEFRA veröffentlicht Prof. Maisha Auma Eggers Statement, in dem sie unter anderem daran erinnert, dass die Gründer_innen der #BlackLivesMatter Bewegung drei queere Schwarze Frauen sind: „We must stop erasing that! We must stop erasing crucial parts of Ours and Each others Lives! If any of Us Black Folks is not free, then we are all not free.“

Autostraddle stellt zehn Frauen mit Behinderung und deren Aktivismus vor.

Für Kunstliebhaber_innen und solche, die es werden wollen, lohnt sich ein Blick auf den Twitter-Account womens art, auf dem mehrfach täglich Künstlerinnen und ihre Werke vorgestellt werden.

AlJazeera berichtet über ein Theaterstück, in dem Roma Frauen über Erfahrungen mit erzwungener Sterilisation sprechen.

Long Read, der die investierte Zeit sehr lohnt: Kwe Today schreibt über koloniale Rechtstraditionen, Federal Missing and Murdered Indigenous Women and Girls Inquiry, Sexarbeit, indigene feministische Rechtstheorie und mehr.

Termine

Vor zwei Tagen startete die „Women in Exile-Sommerbustour durch Deutschland„. Die nächsten Termine sind: 28.07 in Leipzig, 29. und 30.07. in Nürnberg, 31.07. in Frankfurt/Oberursel, 01.08. Oberursel und 02./03.08. in Köln.

01.08. in Berlin: Das nächste Treffen des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung findet statt.

06.08. in Berlin: Eröffnung der Ausstellung „WELCOME TO FUTURISTAN„. (FB-Link)

25.-27.08. in Berlin: Unter dem Jahresmotto #hegemoniehacken findet die diesjährige Linke Medienakademie mit besonderem Fokus auf Gender und Medien statt.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Hartz IV Sanktionen abschaffen, #TeamStillFat und Straßenumbenennungen – kurz verlinkt

24. März 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 312 von 324 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

HartzIV ist ein furchtbares System und die Abschaffung sollte das große Ziel sein. Bis dahin wäre es ja schon einmal super gegen die Sanktionen vorzugehen, die tagtäglich Menschen schikanieren. Das Projekt „Sanktionsfrei“ will dies tun und sammelt noch sieben Tage lang Geld. Falls es euch irgendwie möglich ist, unterstützt diese Kampagne!

Herzlichen Glückwunsch an unsere Autorin Julia Roßhart! Gerade ist im w_orten & meer Verlag ihr Buch erschienen: „Klassenunterschiede im feministischen Bewegungsalltag. Anti-klassistische Interventionen in der Frauen- und Lesbenbewegung der 80er und 90er Jahre in der BRD.“

Nach jahrelangem Einsatz von Aktivist_innen sollen nun endlich im Berliner Bezirk Wedding drei Straßen umbenannt werden, die immer noch die Namen von Personen tragen, die Teil des kolonialistischen Systems waren. Für die Umbenennung können Vorschläge eingereicht werden. Es sollen mit den neuen Namen „Persönlichkeiten, insbesondere Frauen, der (post)kolonialen Befreiungs- und Emanzipationsbewegung aus Ländern Afrikas“ geehrt werden.

Feministische Sachbeschädigung in Dresden. Bekenner_innenschreiben und Pressespiegel“ – e*vibes berichtet und sammelt.

Nach den Ergebnissen der letzten Landtagswahlen schrieb der Migrationsrat Berlin-Brandenburg: „Wir fordern eine diskriminierungsfreie Gesellschaft! Schluss mit der Banalisierung der AfD!„.

Englischsprachige Links

„The Power of Putas“: Zur Sexworker_innen-Bewegung in Brasilien schreiben Thaddeus Blanchette und Laura Murray bei Open Democracy.

Musik, Spaß und Kreativität kann es auch im Klassenraum geben! Ein Hoch auf die Mathelehrerin aus New Orleans, die ihren Schüler_innen mit Beyoncé das Lernen versüßt.

„The upcoming biopic about [Nina Simone] proves that the world still isn’t ready to tell her story.“, schreibt Ta-Nehisi Coates beim Atlantic darüber, dass Zoe Saldana die Sängerin spielt.

Discwoman ist ein New Yorker Elektronik-Kollektiv. Die Selbstbeschreibung: „platform, collective, and booking agency — representing and showcasing cis women, trans women, and gender queer talent in electronic music.“ i-D hat eine der Gründer_innen interviewt.

Okay Africa interviewt den Künstler Tahir Carl Karmali zu seiner Reihe Jua Kali, in welcher Arbeiter_innen des informellen Sektors in futuristischen Collagen porträtiert werden.

Everything Water Touches“ ist ein interaktives Video von Zackary Canepari und Jessica Dimmock, veröffentlicht bei The New Yorker, welches die Auswirkungen des vergifteten Wassers auf die Bevölkerung in Flint aufzeigt.

Auf ihrer Facebookseite schreibt Ashleigh Shackelford unter dem Hashtag #TeamStillFat über Vorher- und Nachher-Bilder.

Termine

Es gibt einen Call for Papers für die Feministische FrühlingsUni 2016: Eure Beiträge könnt Ihr noch bis Ende März einreichen. Es geht in der Ausschreibung um drei Achsen: „[:Bewegung*en:] von Körper|normen, [:Bewegung*en:] in Arbeit und [:Bewegung*en:] in Geschichte*n“.

In Wien: Premiere! Und zwar: „Meine Nase läuft. Deine Stars hautnah“, am 25. April in der Bar&Co des Theater Drachengasse. Die Performer_innen Banafshe Hourmazdi, Frederik Müller und Golschan Ahmad Haschemi unternehmen in ihrem Stück einen  Streifzug zwischen Politik und Aktivismus und kritisieren den massentauglichen Nationalismus sowie die Verharmlosung von rassistischen Strukturen in Österreich aus einer feministischen und queeren Perspektive.


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Rechter Terror, Überwachung und eine radikale Bibliothekarin – kurz verlinkt

3. März 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 310 von 324 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die Diversity und Anti-Rassismus-Trainerin Tupoka Ogette hat im Februar jeden Tag ein Posting zum Black History Month veröffentlicht, was auf ihrer Facebook-Seite nachgelesen werden kann.

Obwohl eine ganze Reihe von extremen Rechten untergetaucht sind und diese mit Haftbefehlen gesucht werden, sieht das BKA von einer öffentlichen Fahndung ab. tageschau.de fragt: „Bildet sich eine neue Terrorzelle?„.

Im aktuellen an.schläge-Magazin geht es um das Thema Überwachung. Wie immer könnt ihr auch einige der Texte online nachlesen: Anne Roth beispielsweise spricht in einem Interview über die Gefahr, die von Geheimdiensten ausgeht, und gibt Tipps zum Schutz der Privatsphäre und Irmtraud Voglmayr schreibt über Überwachung im öffentlichen Raum, Ängste und Geschlecht.

Die Webseite des Missy Magazines trägt schöne neue Kleider und es gibt nun mehr online Inhalte. Drn Anfang machen zum Beispiel ein Zwischenruf von Women in Exile e.V. zu „Rassistische Gesetzes­verschärfungen im Namen von Frauenrechten?„, ein Interview mit Amelia Umuhire zu ihrer Webserie „Polyglott“ und Kolumnen von Azadê Peşmen sowie Birte Lanius.

Englischsprachige Links

„This Radical Librarian May Soon Run the World’s Largest Library„: The Nation stellt Dr. Carla Hayden, die von Obama als Leiterin der Library of Congress nominiert wurde. Falls der Senat sie bestätigt, wäre sie die erste Frau und die erste Schwarze Person, die der Bibliothek in ihrer über 200-jährigen Geschichte vorsitzt.

Andrea Bower fragt in ihren Kunstwerken „Whose Feminism Is It Anyway?„. the creators project stellt einige ihrer Fotografien von trans Aktivist_innen und Skulpturen vor.

Autostraddle ist durch 88 Jahre Oscar-Geschichte gegangen und hat sich alle jemals nominierten für die Schauspielkategorien angeguckt und dabei noch einmal eindrücklich präsentiert, wie selten PoC nominiert werden (oder gar gewinnen) und wie zu dem weiße Schauspieler_innen dafür nomniert werden, dass sie PoC spielen oder den_die white saviour mienen.

Termine

Für Termine rund um den Frauenkampftag könnt ihr in unsere extra erstelle Liste gucken! Auch in den Kommentaren wurde noch viel ergänzt.

Die nächste Become a Menstruator Ausstellung kommt, und diesmal heißt sie Under the Red Flag. Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 5. März, 20 Uhr in der Chemnitzer Contemporary E-Artis Galerie.

Am 8. März feiert Speakerinnen.org den zweiten Geburtstag im berliner taz-Café – alle Infos dazu findet Ihr hier.

Ihr könnt Euch für das lady*fest 2016 in Lüneburg (11. – 13. März) anmelden, und zwar hier.

 


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Rabenmütter, rechte Politikerinnen und #CampusRassismus – kurz verlinkt

16. Dezember 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 2 von 324 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Clara-Zetkin-Frauenpreis 2016: DIE LINKE lobte anlässlich des Frauentages 2016 zum sechsten Mal einen Preis aus, mit dem herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik gewürdigt werden. Noch bis zum 31. Januar 2016 könnt ihr euch bewerben bzw. ein Projekt vorschlagen.

Der Raben Mütter e.V. hat eine Anfrage der Seemia Media GmbH erhalten, die einen Beitrag über einen alleinstehenden Vater drehen wollen. In einem öffentlichen Brief, den ihr hier als PDF runterladen könnt, wenden sie sich gegen Stereotype und Vorannahmen über „alleinstehende Väter“ und deren Ex-Partnerinnen, die bereits in der Anfrage enthalten sind.

Bei der ZEIT schreibt Stefanie Lohaus über rechte Spitzen-Politikerinnen wie Frauke Petry oder Marine und Marion Le Pen und fragt, was diese mit Feminismus zu tun haben. (Zum Weiterlesen in diese Richtung empfiehlt sich auch ein Blick in unsere Reihe „Gender und Rechts(extremismus)„.)

Die Aktion #CampusRassismus hat es diese Woche auch in einige Medien geschaft. So können in der ZEIT Amina Yousaf und Zuher Jazmati von ihren Erfahrungen berichten und in der taz wird über die „ganz alltägliche Diskriminierung“ geschrieben.

Englischsprachige Beiträge

Vom Mai bis September 2016 soll im Schwulen Museum Berlin eine Ausstellung mit Titel „Millionaires can be trans*/You are so brave*“ entstehen. Jetzt gibt es einen Open Call für interessierte trans Künstler_innen.

Victoria Law hat dieses Jahr 50 Bücher von Autorinnen of Colour gelesen – aus unterschiedlichsten Genres wie SciFi, Memoiren und Gedichte. Beim Bitch Magazine stellt sie diese vor.

17 Badass Women You Probably Didn’t Hear About In 2015, stellt Buzzfeed vor, darunter Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen und Astronautinnen.

Termine

9. Januar 2016 in Münster: Die antisexistische Gruppe „We love consent“ veranstaltet einen kostenlosen (Spenden werden erbeten) Aktionstag mit FLTI*Rap Workshop, einem Vortrag zu Frauen im Hip Hop Malestream, Konzert und Party. Weitere Infos findet ihr hier (Facebook-Link).

30. – 31. Januar 2016 in Frankfurt am Main: Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) lädt zur Jubiläumsveranstaltung anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens ein. Mehr zum Programm und zur Anmeldung hier.


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Skateboard-Fahrerinnen, Selbsthilfe und Suffragetten – kurz verlinkt

7. Oktober 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 296 von 324 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Weiblich, sexy, rechtsextrem„, heißt ein beklemmend eindringlicher Film von Caterina Woj, der sich mit rechtsradikalen Frauen* auseinandersetzt und nun im WDR ausgestrahlt wurde.

Linkspartei und Grüne fordern im Bund mehr Unterstützung für Frauenhäuser, berichtet die taz.

Auch wenn häufig in den Hintergrund gerutscht: Der NSU-Prozess läuft immer noch und die Aktivist_innen von NSU Watch begleiten diesen kritisch, z.B. darüber, dass zahlreiche Beweis- und Beweisermittlungsanträge der Nebenklage zu Netzwerk und Hintergünden vom Gericht nun abgelehnt wurden.

Auf Suck My Trucks findet ihr einen historischen Rückblick auf Frauen auf dem Skateboard. Zum Ende hin gibt es auch noch Hinweise auf heutige Netzwerke für alle Interessierten.

„Sie gab dem Publikum Freiheit“, schreibt die FAZ zum Tod der feministischen Videokünstlerin und Filmemacherin Chantal Akerman (u.a. „Jeanne Dielman, 23, Quai du commerce, 1080 Bruxelles“). Ihr nun letzter Film erschien im letzten Jahr: In „No Home Movie“ setzte sie sich mit ihrer Mutter und deren Erinnerungen an Ausschwitz auseinander.

Das Netzwerk Care Revolution hat nun eine öffentliche Facebook-Gruppe zum Austausch.

englischsprachige Links

Mia Birdsong spricht in einem bewegenden TED-Talk darüber, wie falsch das Denken über Ideen zur Beendigung von Armut (in Amerika) ist.

Eine ausführliche PDF zur Selbsthilfe nach sexualisierter Gewalt für Transmenschen wurde kürzlich von Forge forward veröffentlicht.

Verónica Bayetti Flores bespricht auf Feministing die Publikation „“Take Charge!” A Reproductive Health Guide for Women with Disabilities“.

„I was moved by Serena’s positioning herself in relation to other African-Americans. A crucial component of white privilege is the idea that your accomplishments can be, have been, achieved on your own.“ Die Dichterin Claudia Rankine schrieb für das New York Times Magazine ein Essay über die Bedeutung von Serena Williams.

Im Alter von 100 Jahren verstarb die Aktivistin und Autorin Grace Lee Boggs. Democracy Now erinnert an sie mit einer Zusammenstellung von Videos.

Ab dem 01. November wird es den zwei-wöchentlich erscheinenden Podcast Native Appropriations geben. Darum wird es gehen: „Native Appropriations is a forum for discussing representations of Native peoples, including stereotypes, cultural appropriation, news, activism, and more. The podcast series, hosted by Dr. Adrianne Keene, features Indigenous & non-Indigenous movers and shakers whose work lets us know that EVERY REPRESENTATION MATTERS.“

Meryl Streep und andere (weiße) Schauspielerinnen, die in dem neuen Film „Suffragette“ mitwirken, posierten mit „I’d rather be a rebel than a slave“-T-Shirts. Jamilah Lemieux schreibt bei Ebony über diesen neuen Höhepunkt von „white feminism“.

Termine in Berlin, Hamburg und dem Internet

09. bis 11.10. im Internet: The Fat Activism Conference ist eine virtuelle Konferenz, mit einer Vielzahl von Vorträgen und Diskussionsrunden.

10. bis 11.10. in Berlin: Die Konferenz „Vernetzt euch! – Strategien und Visionen für eine diskriminierungskritische Kunst- und Kulturszene“ findet in der Udk statt.

20. bis 25.10. in Hamburg: Die Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg bieten über fünf Tage Kurzfilme, Spielfime, Dokumentationen.


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Wichtige Wegbereiterinnen, weiße Feministinnen, wahre Feminazis – kurz verlinkt

30. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 294 von 324 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Das geplante „Prostituiertenschutzgesetz“ soll eine staatliche Registrierung aller Sexarbeiter*innen einführen. Hydra e.V. ruft alle Kolleg*innen und Unterstützer*innen dazu auf, ihren Protest dagegen zu erklären: „Wir lassen uns nicht registrieren! Eine Zwangsregistrierung birgt die Gefahr von Outing und drängt uns in die Illegalität.“ Alle Infos in mehreren Sprachen und die Petition findet ihr auf der Webseite von Hydra e.V.

Der Wegbereiterinnen XIV Kalender für 2016, herausgegeben von Gisela Notz, ist nun da! Jeden Monat wird eine spannende Wegbereiterin vorgestellt: „Kennen Sie Nuriye Ulviye Mevlancivelek, die Gründerin der ersten muslimischen feministischen Frauenzeitschrift im Osmanischen Reich? Und wer war Germaine Tillion? Oder Lucy Parsons?“

Bei derStandard schreibt Oona Kroisleitner über geschlechtsspezifische Erfahrungen von Flucht: „Warum Flucht von Frauen anders ist„.

Nächsten April findet in Köln das 33. Internationale Frauenfilmfestival statt – Einreichungen sind ab sofort möglich.

Englischsprachige Links

Den Begriff „Feminazi“ kennen wir alle als Beschimpfung feministischer Personen. Broadly aber hat sich gefragt, was ist eigentlich mit wirklichen „Feminazis“, also rechten Frauen, die sich selbst als Feministinnen bezeichnen.

Weiße Feminist_innen möchten oft wissen, wie sie Frauen auf Color in ihren Aktivismus einbeziehen können. Warum das die falsche Frage ist, erklärt Mia McKenzie auf Black Girl Dangerous.

Das Künstler_innenkollektiv The Nest hat queere Menschen in Kenia zu ihren Lebensrealitäten und Erfahrungen befragt. Daraus entstand der fiktionalisierte, viel gefeierte Episodenfilm „Stories of our Lives“. Da in diesem nur ein winziger Bruchteil der gesammelten Narrative einfließen konnte, haben sie jetzt ein Buch herausgegeben. Für dieses gibt es auch einen wunderbaren Trailer:

afriPOP! stellt die Posterreihe „Sibahle“ vor, in der die simbabwische Künstlerin Ruramai Musekiwa großartige afrikanische Frauen feiert.

Termine in Berlin, Frankfurt/Main, Weimar

1.Oktober in Berlin: Das geplante „Prostituiertenschutzgesetz“ soll eine staatliche Registrierung aller Sexarbeiter*innen einführen. Dagegen wird ab 11.30 protestiert (Link zum Facebook-Event).

12. Oktober in Frankfurt: Schülerinnen-Demo zum Internationalen Mädchentag

Vom 12. bis 18. Oktober in Weimar: das Festival unerhört! Erste feministische Radiotage Weimar. Dort wird es u.a. Workshops, Vorträge und ein großes Abschlusskonzert geben.

20. und 21. November in Berlin: Kongress Was ist Leistung II? – Care-Arbeitsbedingungen der Frauen der Überparteilichen Frauenintitiative Stadt der Frauen e.V.

 


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Prekäre Kunst: Protest & Widerstand

10. September 2015 von Charlott

Ab diesem Samstag geht es los: Unter der großen Überschrift „Prekäre Kunst: Protest & Widerstand“ wird es in Berlin im restlichen September eine Ausstellung sowie eine Veranstaltungsreihe (mit Symposium, Film, Spoken Word und Musik) geben, die sich mit Rassismus/ Sexismus (und deren intersektionalen Verknüpfungen) im Berliner Kulturbetriebs auseinandersetzen. So heißt es in der Ankündigung:

Insbesondere Schwarze Künstlerinnen und Kuratorinnen sowie Künstlerinnen und Kuratorinnen of Color sind im Berliner Kunst- und Kulturbetrieb, mit wenigen Ausnahmen, weder Entscheidungsträgerinnen noch gibt es eine gewichtige Anzahl von selbstgestalteten Räumen, in denen sie sich präsentieren können beziehungsweise sich repräsentiert fühlen. Schwarze Frauen und Frauen of Color erfahren die Strukturen des Kunst- und Kulturbetriebs nicht nur als rassistisch, sondern auch als geschlechterdiskriminierend und erleben so ihr Arbeitsfeld „Kunst“ in mehrfacher Hinsicht als ausschließend und prekär.
Anhand der Frage nach Möglichkeiten der Aneignung, Unterwanderung oder dem Produzieren alternativer Kontexte soll ein Dialog über die verschiedenen Strategien entstehen, wie kulturschaffende Schwarze Frauen und Frauen of Color strukturellem Rassismus, Alltagsrassismus, Sexismus und den Erfahrungen von Marginalisierung und Nicht-Repräsentation im weißen Kunstbetrieb entgegenwirken (können). Gleichzeitig soll darüber beraten werden, inwiefern (Kunst-)Räume wirkliche Inklusion ermöglichen können und welche solidarischen Praxen dafür Voraussetzung sind. „Prekäre Kunst: Protest & Widerstand“ möchte diskriminierende Strukturen und Repräsentationspraktiken markieren, aufbrechen und langfristig verändern.

Zum Auftakt gibt es am 12.09. um 19 Uhr die Eröffnung – mit Artist Talk – der Ausstellung „The Company We Keep“ von Meloday LaVerne Bettencourt, Karina Griffith und Lerato Shadi. Die Ausstellung ist im Anschluss vom 13.9.-16.10.2015 immer Mi.-Sa. von 16-19 Uhr geöffnet.

Die weiteren festen Termine:

Fr., 18.9.2015, 19 Uhr: Spoken Word mit Bahati, Chantel C, NJ

Mi., 16.9.2015, 19 Uhr: Film + Gespräch ERIS (36 min., UK 2012, engl.), Regie: Claire Hooper, Publikumsgespräch mit der Schauspielerin Danielle Marie Shillingford. (engl.)

Sa. und So., 26.9.-27.9.2015: Symposium mit Vorträgen von Dr. Onur Suzan Nobrega (Race, Precarity And Artistic Labour In Berlin), Sandrine Micossé-Aikins (Being is one thing… – Protest und Widerstand), Iris Rajanayagam (Die Illusion der Post-Gender und Post-Racial Gesellschaft. Weiße Räume öffnen?! Von Repräsentationskritik zu Selbstrepräsentation – Möglichkeiten und Grenzen. Praxiserfahrungen einer Kuratorin of Color), Julia Lemmle (I am a white academic feminist artist. I´ve got no reason to cry); Filmvorführung und Diskussion zu „Die Umzüge“ von Karina Griffith und „PAST PRESENT TENSE“ von Christa Joo Hyun D´Angelo sowie Podiumsdiskussionen zum einen zu Wann Protest, wann Widerstand? mit Dr. Daude, Micossé-Aikins, Dr. Nobrega und die Abschlussdiskussion mit Bettencourt, D´Angelo, Dr. Daude, Griffith, Lemmle, Micossé-Aikins, Dr. Nobrega, Rajanayagam, Shadi, moderiert vom Kuratorinnenteam (Dr. Stacie CC Graham, Katharina Koch, Anne Kohl).

So., 27.09.2015, 20 Uhr: Musik mit three women (Jeannine Mayani / Gonza Ngoumou / Bona Ngoumou)

Lesetipp:


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Angela Davis, Rachel Dolezal, Miriam Schapiro – kurz verlinkt

24. Juni 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 285 von 324 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links
Angela Davis war in Berlin und hat sich u.a. mit Aktivist_innen über die aktuelle Situation von Geflüchteten und dem Aktivismus Schwarzer Frauen unterhalten. Beim Missy Magazine berichten Birke Carolin Resch und Tai Linhares über das Zusammentreffen.

Tupoka Ogette sprach beim Deutschlandradio Kultur über den Fall Rachel Dolezal.

englischsprachige Links
„The Charleston shooter killed mostly black women. This wasn’t about ‚rape'“, schreibt Rebecca Carroll beim Guardian und analysiert zum einen, wie weiße Frauen als besonders schützenswert konstruiert werden und Schwarze Frauen wegwerfbar.

In der New York Times schreibt Roxane Gay darüber, wie schnell medial ein Narrativ von Vergebung (des Anschlags von Charleston durch die Angehörigen der Opfer) aufgegriffen wurde, wie schnell für weiße Täter_innen Entschuldigungen gesucht werden und warum ihnen nicht vergeben wird.

Weitere Texte rund um den Anschlag in Charleston, z.B. zur Geschichte der Emanuel African Methodist Episcopal Church, weiteren Terrortaten weißer, christlicher Männer und der langen Tradition der Instrumentalisierung von (vermeintlichen) Vergewaltigungsbedrohungen, hat Feministing zusammengetragen.

Über Tim Hunts sexistische Bemerkungen zu Frauen in Laboren haben wir berichtet. Ms. Magazine ergriff den Anlass und stellt „5 “Disruptive” Women Scientists Who Broke the Mold“ vor.

Die feministische Künstlerin Miriam Schapiro ist verstorben. Mira Schor erinnert an sie bei Hyperallergic.

Durch ein 2013 verabschiedetes Gesetz (einem diesbezüglichen Gerichtsurteil folgend) haben zehntausende Menschen mit haitianischen Vorfahren in der dominikanischen Republik über Nacht ihre Staatsbürgerschaft verloren. Die Deportationen sollen diese Woche beginnen. Vox berichtet über die Hintergründe.

Alok Vaid-Menon (von Darkmatter) spricht in diesem Video über „The Pain & Empowerment of Choosing Your Own Gender“:

Und bei Everyday Feminism schreibt Sam Dylan Finch: „Is Your Trans Allyship Half-Baked? Here Are 6 Mistakes That Trans Allies Are Still Making“ und geht dabei Themen nach wie den Fokus auf’s Aussehen und dem „Born This Way“-Narrativ.

Termine in Berlin

26.06. in Berlin: Ab 18 Uhr findet der nächste Next Generation Adefra Stammtisch in der Begine statt. (FB-Link)

02.07. in Berlin: Konferenz in der Topographie des Terrors: „Antisemitismus heute: Erfassen, erforschen, bekämpfen“. (FB-Link)


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