Einträge mit dem Tag ‘Kultur’


Nachhaltig leben und über Kultur bloggen

5. Januar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 91 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Aus der Sockenschublade

Wie heißt du?
Alexandra (im Internet: Mirka von Lilienthal)

Seit wann bloggst du?
Seit 2008.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe begonnen Blogs zu lesen und kam irgendwann an den Punkt, wo ich dachte: “Das möchte ich auch machen!” Meine Neugier hinsichtlich (für mich) neuer Dinge im Internet war schon immer grenzenlos.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe primär über Kulturgut (Literatur, Film & Fernsehen, Musik…), aber auch über gesellschaftsrelevante und -kritische Themen, allen voran über nachhaltiges Leben. Für das Jahr 2011 hatte ich mir beispielsweise diverse Vorsätze gesteckt, über deren Durchführung ich regelmäßig berichte.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ich muss vorausschicken, dass ich die Hälfte meines Lebens online bin – also: Seit 9 Jahren. Und: Vor 9 Jahren war ich zudem 9 Jahre alt. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen, mit einem Internet, das ich selbst erleben konnte, uneingeschränkt. Im Vergleich zu manch anderen Kindern hatte ich Eltern, die mich einfach haben machen lassen, was vermutlich auch ein wenig daran lag, dass sie selbst zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich online waren. Ich habe so ziemlich alles mitgenommen, was man in seiner Internet-Historie nur mitnehmen kann: Kindercommunitys, den Knuddels-Chat, peinliche E-Mail-Accountnamen, Foren, in denen ich Mädchen kennen lernte, die heute Frauen sind und meine besten Freundinnen. Und schließlich fing ich mit dem Bloggen an, was mein Leben für immer verändern sollte. Mit 15 war ich Modebloggerin, das erzähle ich gerne, weil das wie eine Anekdote aus fernen Zeiten erscheint. Niemand, der mich heute kennen lernt, würde mich für eine Modebloggerin halten. Ich denke immer noch, dass man über die Kleidung, die man trägt, viel zum Ausdruck bringen kann, seine Meinungen und Einstellungen kommunizieren kann, aber das hat für mich nichts mehr mit High Heels, sondern mit “Bacon had a Mum”-T-Shirts zu tun. (weiterlesen …)


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Poetry slammen und bloggen!

17. März 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 67 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Ninia LaGrande

Wie heißt du?
Im Internet und auf Poetry Slams heiße ich Ninia LaGrande, im „richtigen“ Leben Ninia Binias.

Seit wann bloggst du?
Ich hatte schon seit 2000/2001 ein „Internettagebuch“ und eine eigene Homepage, mit der ich experimentiert habe. Den Blog „Ninia LaGrande“ in der Form gibt es seit März 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich wollte meine Kurzgeschichten, Gedichte und Fotos an einem Ort im Netz sammeln, um Freunden zu ermöglichen, jederzeit draufzugreifen zu können. Später kamen dann meine „Beschwerdebriefe“ und die feministischen Texte dazu.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe Texte und Geschichten, die sehr oft aus meinem Leben inspiriert sind. Ansonsten schreibe ich liebend gerne „Leserbriefe“ oder „Beschwerdebriefe“ an diverse Menschen und Firmen, die Sachen machen, die mir nicht gefallen. Ab und an rezensiere ich auch Filme, schwatze meinen Lesern meine Lieblingsmusik auf und erzähle von Theaterstücken, die ich mir angesehen habe. (weiterlesen …)


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Lesben sichtbar machen

30. August 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 48 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

www.KARNELE.de

Wie heißt du?
Nele Tabler

Seit wann bloggst du?
Ich habe damit 1999 bei lesbenliebenleben begonnen, diese Seite ist 2002 in der heutigen Karnele aufgegangen. Allerdings kannten wir das Wort „Blog“ noch nicht und haben von Kolumnen, Artikeln, Glossen gesprochen.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Bei lesbenliebenleben ging es darum, Lesben sichtbar zu machen. Wir wollten keine reine „Konsum-“ oder Infoseite für Lesben ins Netz zu stellen, sondern in einer allgemein verständlichen lockeren Sprache über die vielen Facetten des lesbischen Lebens schreiben. Für Deutschland war das noch ziemlich ungewöhnlich gewesen, wir haben uns dabei an Seiten von Lesben aus den USA orientiert.

Worüber schreibst du?
Priorität haben Themen, die irgendwie mit lesbischen Leben zu tun haben: Politik, Beziehung, Filme, Bücher usw. Häufig wird etwas von außen an mich herangetragen. Motto „Ist das nicht interessant/fürchterlich/absurd? Kannst Du nicht mal was darüber schreiben?“ Der nächste Satz lautet meist: „Nenne aber bloß nicht meinen Namen!“ Da geht es um Lesben, die Probleme wegen ihrer sexuellen Orientierung haben, sich am Arbeitsplatz oder von irgendeinem Amt diskriminiert fühlen. Ich versuche dann, solche Einzelerlebnisse in einem allgemeinen Text wie z. B. über Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern zu verarbeiten. (weiterlesen …)


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„Ich habe gelächelt und ihnen zugewunken”

8. Juli 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 43 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

EIN-FREMDWOERTERBUCH.blogspot.com

Wie heißt du?
Mein Blog heißt “ein fremdwörterbuch” und ich heiße Kübra Yücel.

Seit wann bloggst du?
Seit 2008.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ein paar blöde Menschen liefen mir über den Weg. Unter anderem ein großer Glatzkopf-Haufen, den ich auf dem Hamburger Nazi-Aufmarsch am 1. Mai antraf. Das war eine schöne Begegnung, weil ich eines realisierte: Es gibt sie wirklich: Menschen, die andere Menschengruppen hassen. Einfach so, aus Prinzip. Ich war sehr verwundert und stand mit großen Augen hinter der Presse-Absperrung. Der Haufen drehte sich langsam zu mir um und starrte mich durch die dunklen Sonnenbrillen an. Ich habe dann gelächelt und ihnen zugewunken.
Und das mache ich eigentlich bis heute noch: Ich lächele und winke den Menschen zu. Schaut her, das ist mein Leben, das bin ich. Ich bin Muslimin, Studentin, Bloggerin, ich liebe World-Musik, Kunst, Fotografieren, Städte, Menschen und Lakritze. Da finden Hass, Vorurteile und Idotie keinen Platz mehr.

Worüber schreibst du?
In letzter Zeit viel über den Islam und das Leben als Muslimin, aber außerdem über: Politik, Kunst, Musik, Kultur, Kurzfilme und das Leben in London, wo ich gerade studiere.
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Gedankenanschubserin

14. Dezember 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 23 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

TEILWEISE.blogspot.com

Wie heißt du?
Ann-Charlotte. Was zu sprachlichen Abenteuern seitens den Menschen, denen ich hier und da begegne geführt hat. Deswegen öfters Variation: Anchi.

Seit wann bloggst du?
Seit Mitte/Ende 2008. Anfangs auf einem Gemeinschaftsblog (http://gedankenschoepfer.blogspot.com, heute ist dieser Blog im Wachkoma, Tendenz tot) und ab Sommer 2009 alleine.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Erst durch einen Freund (beim Gemeinschaftsblog). Mein Solo-Blog ist aber mehr für mich entstanden, um Gedanken festzuhalten und mich mit Themen auseinanderzusetzen. Ich denke besser, wenn ich schreibe. Und klar: Hinter einem Blog steckt auch immer der kleine, naive Wunsch zu wirken, also Gedanken anderer anzuschubsen, Impulse zu geben. “teilweise” bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass ich nur eine subjektive Perspektive wiedergebe/ wiedergeben kann. Mosaikartig, nur einen möglichen Teil der Diskussion ohne einen absoluten “einzige Wahrheit-Anspruch”.

Worüber schreibst du?
Über Dinge, die mir auffallen/über die ich stolpere. In Gesprächen. In anderen Blogs. Überall. Ich bin eigentlich ziemlich planlos, was meine Themen angeht. Im Moment ist viel Gesellschaftliches, Mode, Kunst drin. Dahinter steckt aber keine bestimmte Intention oder Themenauswahl.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne das Internet hätte ich mit Sicherheit interessante Menschen/Gedanken/Kultur und Blog-Goldstücke nicht kennengelernt. …und nicht Stunden vor aussagelosem Mist verbracht…

Wovon braucht das Internet mehr?
Mehr qualitativ politische, kritische und feministische Blogs. Mehr internationale Verknüpfung. Mut zu creative commons. Mehr Diskussion im Kommentar. Mehr Bewusstsein für die Macht, die Bloggerinnen haben können. …und mehr kleine Kunst Blogs abseits von Art-Magazinen und Co…

Frauen im Web haben …
… sind in Blogs oft entweder durch Mode/Photographie/Kunst oder Politik/Gesellschaftlichem vertreten. Unbedingt Verküpfung, damit Mode nicht mit dümmlichen Magazinen gleichgesetzt wird. Und Feminismus nicht mit verstaubten Klischees.
… brauchen mehr Selbstbewusstsein und Kompromisslosigkeit. Weniger Rechtfertigung.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Ich + die obligatorische Tasse Kaffee + diese Blogs…
Der Freitag, style and the family tunes, Missy Magazine, flannel apparel / knicken, Stadtpiratin, Mädchenmannschaft, Spreeblick, stylorectic, rebel:art, lea loves, erschiessen baby, selbstdarstellungssucht, Die literarische Zukunft Deutschlands, Styleclicker, Stil in Berlin, hel looks, bln fm, the junction

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an mannschaftspost(at)web.de.


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Marlene Streeruwitz, Poetin

20. August 2008 von Barbara

“Jessica, 30″ ist ein Roman der österreichischen Autorin Marlene Streeruwitz von 2004. Das Buch besteht – Sprachinteressierte aufgemerkt! – aus drei einzelnen Sätzen, die von Kommas getrennt über 250 Seiten füllen. Es ist die atemlose Geschichte einer jungen Frau, die ihren Körper formt, durch Sport und keine Nahrung. Die für ein Schokoeis die Praterhauptallee rauf- und runterrennt, über ihre Freundinnen nachdenkt und ihre Mutter, die gerne Liebe finden würde oder wenigstens einen Partner. Ein dichter Gedankenstrom ist dieser Roman.

… ich brauche nicht eine strafende Mutter, die mir sagt, was ich machen soll und wie alles sein soll, wenn ich mich elend auf diese Pille fühle, dann will ich nicht hören, dass das gar nicht möglich ist, bei dieser Pillengeneration und dass ich das nachbete, was meine Mutter mir erzählt hat und die Mama erzählt schon die gleiche Geschichte, dass sie bei einer Gynäkologin war, in den 80er Jahren und die ihr gesagt hat, es ist nicht möglich, sich auf die Pille depressiv zu fühlen und die Mama hat gesagt, sie hat sich nicht schleppen können, vor Trostlosigkeit …

Streeruwitzens Werk ist umfangreich, im Februar 2008 veröffentlichte sie die Erzählung “Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin”. Einen Einblick ermöglicht die Website www.marlenestreeruwitz.at. Ihr Schreiben kann als Versuch gesehen werden, eine andere, weibliche Schreibsprache zu entwickeln; etwas, das Jahrzehnte zuvor bereits über die Literatur Ingeborg Bachmanns gesagt wurde.

Die Poetin Marlene Streeruwitz eröffnet am 28. August das 28. Poetenfest in Erlangen; Lesung und Gespräch finden um 20 Uhr im Markgrafentheater statt. Drei Tage später, am 31. August, findet im selben Rahmen um 17 Uhr im Erlangener Schlossgarten eine Diskussionsrunde zum Thema “Cool, schlau, sexy – Was will und was kann der ‘neue Feminismus’?” statt. Dabei bin neben María Cecilia Barbetta und Ulrike Draesner ich, die Moderation macht Verena Auffermann.


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