Einträge mit dem Tag ‘Kongo’


Twilight, Feminismus in Marokko und Comic-Ladys

3. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 92 von 153 der Serie Kurz notiert

Twilight-Fans und Nicht-Fans aufgepasst: GeekMom erklärt, wie man mit Hilfe von Twilight eine Diskussion über Beziehungen, Sex und Liebe initiieren kann.

Bereits im Oktober schrieben wir über die Massenvergewaltigungen im Kongo. DieStandard.at berichtet von erneuten Massenvergewaltigungen. Der mutmaßliche Auftraggeber war ein hochrangiger Armeeoffizier, der seinen Soldaten befohlen haben soll, den Tod eines Kameraden in dieser Weise zu „rächen“.

Schüler_innen der King City Public School in Toronto planten, am Opposite Gender Dayin Kleidung des jeweils anderen Geschlechts zu kommen. So sollte jede_r sich besser in das Leben der anderen einfühlen und sich mit Geschlechterrollen auseinandersetzen. Nachdem Eltern darüber aufgebracht reagierten, wurde die Aktion abgeblasen so milkboys. Unter Aktivist_innen sind solche Tage ebenfalls umstritten, hier lautet die Kritik aber, dass Transphobie verstärkt werden könnte.

Im Januar berichteten wir über die neue Frauenorganisation „UN Women”. Wie der Guardian nun schreibt, steht das Budget der Organisation allerdings noch in den Sternen und die Besetzung ist bisher noch sehr schmal. Die Verpflichtung der Vereinten Nationen, sich mehr um die Belange von Mädchen und Frauen zu kümmern, muss noch in die Tat umgesetzt werden.

Der Transmann TQ spricht auf Racialicious über Körper, Sex und Sexualität.

Jungle World: Marokkanische Feministinnen engagieren sich für die Gleichstellung von Frauen und gegen patriarchale Strukturen. Unter ihnen gibt es Frauenrechtlerinnen, die nach einem Weg suchen, der feministische Ansätze mit der Ethik des Islam vereinen soll.

Kopftücher sind so unterschiedlich wie ihre Trägerinnen. Eine 65jährige Tschetschenin erzählt auf daStandard.at, wie ihre Landsfrauen das Gebot der “Bedeckung” auslegen.

Das Blog 500 Photographers stellt jede fünf Fotograf_innen vor, darunter die iranische Künstlerin und Journalistin Newsha Tavakolian. Deutschen Leser_innen ist sie vielleicht aus dem Stern bekannt; Sie widmet sich besonders Frauenrechten.

Ladies Making Comics weist auf den Black History Month hin, besonders auf die Schwarzen Frauen in der Comic-Szene und bittet um Mithilfe: Bis zum Ende des Februar sollen alle im Women in Comics Wiki gelisteten Künstlerinnen einen eigenen Eintrag haben. Hier gibt’s noch mehr zum Black History Month.

Stellenagebot: LesMigraS, der Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin, sucht zum 15. Mai 2011 eine_n Mitarbeiter_in für die Antidiskriminierungs- und Antigewaltarbeit.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


Facebook | |


“Ich verstecke mich nicht hinter meinen Brüsten” – die Blogschau

23. Oktober 2010 von Anna
Dieser Text ist Teil 53 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Zum späten Samstagabend hier noch ein bisschen Lesestoff:

Ninette Halbbluthobbit ist Feministin und hat einen tollen, starken Text darüber geschrieben: “Warum schreib ich das? Mir war einfach danach. Ich wollte das mal in die Welt hinausposaunen, dass ich ziemlich stolz darauf bin, dass meine Mutter mich so erzogen hat, unabhängig und selbstständig zu sein und mich nicht hinter meinen Brüsten zu verstecken, weil ich etwas nicht kann.”

Happy Birthday liebes Missy Magazin! Ganze zwei Jahre bist du schon alt! Wir freuen uns mit dir: “Dass es Missy heute nicht nur gibt, sondern dass es dem Heft so gut geht wie nie zuvor, verdanken wir vor allem euch, die ihr Missy lest, kauft, abonniert, bei euren FreundInnen anpreist.” Aber gerne doch!

litaffin.de stellt eine Befragung von mehr als 1200 angestellten und freiberuflichen Beschäftigten aus Verlagswesen, Zwischen- und Sortimentsbuchhandel vor, aus der hervorgeht: “Auch in der Buchbranche verdienen Frauen weniger als Männer”

Passend dazu schreibt annnalist über die Situation von Frauen in den Medien: “Ein Prozent der Nachrichten-Beiträge in Deutschland wirken Geschlechter-Stereotypen entgegen.”

Die Zahlenzauberin wird Mama! Wir gratulieren und empfehlen ihren Text: “Das Männerbild meiner Krankenkasse”. Da geht’s um einen Mutterpass (in rosa) und einen Vaterpass (in blau. Mit Fußballmetaphern). Viel Spaß.

Die denkwerkstatt sprach mit der Literturwissenschaftlerin Anna Babka “über die Effekte von Sprache und geschlechtersensibles Formulieren”: “Sprache bildet schließlich nicht nur ab, sie kreiert, sie handelt.”

queer-o-mat.de bespricht “Unsa Haus – ein nichtnormatives (Kinder)Buch”: “Zudem definieren sich die Kinder nicht vorzugsweise über ihr Geschlecht, sondern über ihre Interessen, Träume und Lebenswünsche, die ein viel festeres Band zwischen ihnen zu schweißen in der Lage sind”. Am Ende des Artikels findet sich auch ein link zur PDf-Version des Buches.

dieStandard.at über Massenvergewaltigungen im Kongo: “Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der UN-Friedensmission MONUSCO im vergangenen Jahr bis zu 15.000 Menschen vergewaltigt worden.”

Über “it get’s better” haben wir ja schon berichtet. Das Projekt hat unter anderem durch die Teilnahme von US Präsident Obama noch mehr Bekanntheit erlangt. mels blog fasst den aktuellen Stand zusammen und weist darüber hinaus auf folgendes hin: “Auch auf deutschen Schulhöfen sind “schwul” und “Schwuchtel” aber immer noch bzw. sogar wieder vermehrt verbreitete Schimpfwörter und werden Jugendliche drangsaliert, weil sie anders sind.”

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


Facebook | |


Über niedliche Karrieristinnen und Vagina-Lovers

20. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 57 von 153 der Serie Kurz notiert

Susanne Frömel kommentiert im Süddeutsche Zeitung Magazin Niedlichkeit als Karrieremittel: “Ganz und gar unerträglich”.

DieStandard.at berichtet über ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Arabischen Emirate gegen einen Mann, der seine Frau und Tochter schlug. Unglaublich: Das Gericht erklärte den Angeklagten zwar für schuldig, wies aber zugleich darauf hin, dass das “islamische Recht die Züchtigung der Ehefrau erlaube, wenn sie keine Spuren hinterlasse”.

Netzpiloten macht auf ein Projekt von der Saudi-Araberin Amira Al Sharif aufmerksam, die gerade in New York Fotografie studiert. In dem am 23. November startenden Projekt möchte Al Sharif das Leben junger amerikanischer Frauen dokumentieren und die so entstandenen Fotografien mit Bildern ihrer “Schwestern” aus Jemen, wo sie aufgewachsen ist, kontrastieren.

ElanTheMag berichtet über die erste LKW-Fahrerin in Gaza-Stadt.

Quelle: twitter.com/danilo

Quelle: twitter.com/danilo

Bitte melden: Die Künstler_innen der Streetartaktion “Ich liebe meine Vagina” werden gesucht.

Weil ein paar High School Schülerinnen im amerikanischen Bundestaat Alabama sich nicht an die Kleiderordnung ihres Abschlussballs gehalten haben, wurden sie teils mit körperlicher Züchtigung bestraft, wie Patrick auf seinem Blog Derangierte Einsichten beschreibt.

Zu Männlichkeit und Performanz bloggt Lisa auf Sociological Images.

Wir schrieben bereits über die Greueltaten im Kongo. Wie SpiegelOnline berichtet, demonstrierten viele Opfer nun offen gegen die sexuelle Gewalt im eigenen Land. Der Protestzug wurde von der First Lady des Landes angeführt.

Zur Integration von Hausfrauen in den Arbeitsmarkt schreibt unsere Barbara für den WDR 5 Politikum (PDF).

Zum Schluß noch ein Termin: Morgen, am Donnerstag den 21. Oktober, wird im Berliner Silverfuture (Weserstr. 206) ein Film im Rahmen der Kampagne „Stop Trans*-Pathologization 2012“ gezeigt. Diagnosing Difference fragt “How does it feel to have your gender identity included in the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders?”

Mehr aktuelle Termine zu feministischen Ausstellungen, Konferenzen und Workshops haben wir bereits hier aufgelistet. Wenn wir eine Veranstaltung vergessen haben, postet sie einfach in die Kommentare.


Facebook | |


Dokumentation des Grauens: Gewalt im Kongo

7. Oktober 2010 von Magda

Die Horrornachrichten aus dem Kongo, ein Land gebeutelt von den Kongokriegen und den bis heute andauernden Konflikten im Ostkongo, überschlugen sich in den letzten Monaten. Die Details zu den Greueltaten von 1993 bis 2003, inklusive der Mittäterschaft anderer afrikanischer Staaten wie Ruanda und Uganda, sind in dem gerade erschienen 550-seitigen UN-Bericht dokumentiert und sparen keine menschliche Untat aus: Folter, brutale sexuelle Gewalt, Mord.

Das Einsetzen von systematischer sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe ist kein neues oder seltenes Phänomen (siehe: “Sexuelle Gewalt in Simbabwe“). In Kriegen wie im Kongo werden Frauen wie Kinder – zunehmend auch Männer – systematisch Massenvergewaltigungen ausgesetzt. Ob lokale Milizen oder die nationale Armee, Vergewaltigung wird als Zeichen von Macht und zur Demoralisierung der Bevölkerung eingesetzt. Und es wirkt.

Die scheinbar vergangenen Kriegserfahrungen der 1990er sind auch heute noch bittere Realität. Die Zeit berichtet, dass Ende Juli und Anfang August dieses Jahres in 13 Dörfern in der Provinz Nord-Kivu binnen weniger Tage 242 Frauen und Kinder vergewaltigt wurden. Im Laufe des Augusts wurden 260 weitere Vergewaltigungen in anderen Teilen von Nord-Kivu sowie in der Provinz Süd-Kivu registriert. Aus Angst vor Rache und erneuter Gewalt hatten die Bewohner_innen eines Dorfes in Nord-Kivu die in der Nähe stationierten Blauhelmsoldaten (die Friedenstruppen der UN) nicht zur Hilfe gerufen.

Nun haben die UN Fehler und Versäumnisse im Kongo zugegeben. So sollen nun vermehrt Patrouillen durch die Blauhelmsoldaten stattfinden, um die Kontakte zur Bevölkerung zu verbessern. Laut dieStandard.at wurde ein kongolesischer Milizenführer am Dienstag festgenommen – ein “erster, wenn auch kleiner Erfolg”.

Am 16. Oktober finden in Köln und Berlin Solidaritätsaktionen statt, die den Zusammenhang zwischen Militarisierung, Krieg und sexualisierter Gewalt sichtbar machen sollen. Mehr Informationen gibt es im Aufruf Solidarisch mit Kongo (PDF), unter MarcheMondiale oder info[at]marchemondiale.de.


Facebook | |


Lesenswertes aus der Blogosphäre

5. Dezember 2009 von Magda
Dieser Text ist Teil 13 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Auch dieses Jahr öffnet der Weblog der Gender Bibliothek der Humboldt Universität in Berlin jeden Tag ein Türchen ihres Adventskalenders, in dem “genderrelevante bzw. feministische Recherche- und Informationsmöglichkeiten im Internet” vorgestellt werden.

Auf DieStandard.at kann man ein Video von CARE anschauen, welches auf den Krieg im Kongo aufmerksam macht und deren schrecklicken Auswüchse beschreibt. So heißt es im Video, dass Frauen im Ost-Kongo gefährdeter als Soldaten sind, weil Vergewaltigung in der Bürgerkriegsregion Nord Kivu eine ständige Gefahr darstellt: Täglich werden allein in dieser Region 40 Frauen vergewaltigt.

Im VÄTER Blog fragt man sich, ob die neue Familienministerin eine “Neue Ministerin für junge Väter?” sei.

Queernews.at hat mehr Informationen zu der Abstimmung gegen die Öffnung der Ehe im New Yorker Senat. Somit reiht sich New York nicht in die Riege der amerikanischen Staaten ein, in denen gleichgeschlechtliche Paare heiraten können (Connecticut, Iowa, Massachusetts, Vermont und New Hampshire).

AfterEllen.com

AfterEllen.com

Auf L-Talk freut man sich über die Gewinnerin von Finnland’s Next Top Model 2009, Nanna Grundfeldt, die erste offen lesbische Gewinnerin dieser Show. Auch das US-Orginal ist niemals von einer (offen) lesbischen Frau gewonnen worden.

Das Bild entstand im Rahmen der Kampagne: Die Teilnehmerinnen sollten ein Wort wählen, das sie beschreibt und das Gefühl darstellen, das es in ihnen auslöst. Nanna wählte “homo” als Wort und “Stolz” als Gefühl.

Die Stadtpiratin setzte sich in ihrem Artikel “Popkulturelle Subjektivität” mit der Kritik am so genannten “Popfeminismus” auseinander und resumierte:

Die Integration der Populärkultur in heutige Feminismen ist eine notwendige zeitgeschichtliche Weiterentwicklung, in der Frauen mit Erfolg für sich nutzen, um männlich dominierte Strukturen aufzubrechen. (…) Der herandiskutierte Makel des Popfeminismus ist bei näherer Betrachtung kein wirklicher. Indem der Feminismus sich aus einer rein politischen Ebene der kulturellen öffnet, ergeben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten für Frauen, um in breiteren Gesellschaftsschichten als eigenständiges Subjekt wahrgenommen zu werden.

Melanie von side-glance hat gerade ihr Informatikstudium begonnen und erzählt, was man(n) so alles falsch machen kann, wenn man mit ihr Small-Talk betreiben wollte:

“So wenig Frauen hier”…. “Frauen und Informatik, schon komisch”…”Wow, als Frau, das ist aber ungewöhnlich”… blahblah blah blah blah.. und so verging der erste Tag und ich konnte es einfach nicht mehr hören.

Gesehen in DieStandard.at und auch aufgegriffen vom mädchenblog sind hier ein paar Leckerbissen in Form von Werbefotos eines Möbelhaus. Das Kommentieren überlasse ich mal euch.

1259282309929

“Für den kleinen Handwerker”

1259282310810

“Für die kleine Hausfrau”

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


Facebook | |


Gegen die Hilflosigkeit

25. November 2007 von Meredith

Seit über vier Jahren sind die Frauen im Kongo dem schlimmsten sexuellen Terrorismus ausgesetzt, den man sich vorstellen kann. Vor allem ruandische Milizionäre vergewaltigen jeden Tag Hunderte von Frauen auf unglaublich brutale Art. Die Folgen für Körper und Psyche der Opfer sind verheerend, ihre Unterleiber werden zerstört, von ihren Seelen ganz zu schweigen.

Schon länger verstören uns diese Nachrichten, doch bisher schien es praktisch unmöglich, irgendetwas zu tun.Nun können wir von hier aus nicht die Vergewaltiger zur Strecke zu bringen. Doch tatsächlich kann man den Frauen helfen. Salon.com hat Tipps dazu. Und hier gibt es eine E-Mail von Erika Beckmann zu lesen. Sie ist Projektleiterin am südkongolesischen Panzi-Krankenhaus und hilft Frauen, therapeutisch mit dem Trauma umzugehen.


Facebook | |



Anzeige