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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Kinder</title>
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		<title>Engagement für ein freiheitliches und demokratisches Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 07:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Frage der Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute: Manu bloggt Wie heißt du? Manu. Manubloggt. Manuela Schauerhammer. Seit wann bloggst du? Unter manubloggt.de seit 2006, vorher hatte ich mal &#8216;ne statische Webseite, die ich quasi als Blog nutzte. Angefangen hat&#8217;s damit etwa 2003, davor war ich mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:</em></p>
<p><a title="manubloggt.de" href="http://manubloggt.de/" target="_blank"><strong>Manu bloggt</strong></a></p>
<p><strong>Wie heißt du?</strong><br />
Manu. Manubloggt. Manuela Schauerhammer.</p>
<p><strong>Seit wann bloggst du?</strong><br />
Unter <a href="http://manubloggt.de/" target="_blank">manubloggt.de</a> seit 2006, vorher hatte ich mal &#8216;ne statische Webseite, die ich quasi als Blog nutzte. Angefangen hat&#8217;s damit etwa 2003, davor war ich mehr forenaktiv.</p>
<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3577/3450235510_095af9f5fd.jpg" alt="Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite" width="450" height="470" /></p>
<pre>(c) Frl. Zucker, <a href="http://fraeuleinzucker.blogspot.com/" target="_blank">fraeuleinzucker.blogspot.com</a></pre>
<p><strong>Warum hast du damit angefangen?</strong><br />
Die erste Seite war eher so eine Art virtuelles Tagebuch-Ding, recht kleinkreisig und privatthemenzentriert. Liegt sicher auch daran, dass ich bis 2006 noch sehr viel Uni-Schreibkram hatte mit Diplomarbeit und Co., und zu der Zeit viel meiner Energie da reinfloss, die dann danach erst für andere Projekte frei wurde. Diese Entwicklung kann man sogar im Archiv von manubloggt.de noch ein bisschen mit nachvollziehen.</p>
<p><strong>Worüber schreibst du?</strong><br />
Über alles Mögliche, von Netzpolitik über demokratische Erziehung bis hin zu Alltagserlebnissen. Von Kinderanekdoten bis zu Möbelbauanleitungen, von Privatem und Öffentlichem.</p>
<p><strong>Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:</strong><br />
Ich würde mich anders organisieren, mich anders durch die Welt bewegen, vermutlich würde ich auch in anderen Mustern denken und mich damit anders verhalten. Ich hätte vieles nicht (so einfach) erfahren. Ich hätte unglaublich viele tolle Menschen nicht kennen gelernt. Ich hätte diesen Text nicht parallel zu zwei Pad-Sitzungen mit jeweils unterschiedlichen Leuten, mit denen ich gerade virtuell in verschiedenen Projekten zusammenarbeite, schreiben können. Kurzum: Mein Leben wäre ohne das Internet ein anderes.</p>
<p>Aber die liebste Web-Anekdote? Das ist ein bisschen wie die Frage nach einem Lieblingsessen. Es gibt so viel Leckeres, das lässt sich doch so nicht beantworten. Am meisten persönlich beeindruckt im letzten Jahr hat mich wohl der unglaublich starke Rückhalt aus dem Netz, als ich wegen einer im Blog veröffentlichen Recherche eine Klagedrohung in der Hand hielt. An dieser Stelle noch mal allen, die das jetzt vielleicht auch hier lesen, DANKE dafür. <span id="more-22687"></span></p>
<p><strong>Wovon braucht das Internet mehr:</strong><br />
Damit das Internet das bleibt, was es derzeit ist &#8211; ein freiheitliches Kommunikationsmedium, das als Werkzeug für eine offene und demokratische Gesellschaft genutzt werden kann &#8211; braucht es mehr freiheitliches Bewusstsein und hieraus folgend mehr Engagement von uns allen! Für Netzneutralität, gegen Zensur und gegen jegliche Art der Manipulation.</p>
<p>Dabei sollte das Engagement für ein freiheitliches Internet immer vielschichtig gedacht und praktiziert werden. Wir diskutieren viel über Freiheit, aber viele von uns könnten auch praktisch viel mehr tun: Die Schaffung von dezentraler, nicht kommerzieller Infrastruktur ist entscheidend dafür, das &#8220;Netz&#8221; gegen kommerzielle und politische Interessen zu verteidigen und demokratisch zu gestalten. Wir müssen selbst viel stärker praktische Verantwortung dabei übernehmen, indem wir! selbst! gemeinsam dezentrale Netzzugänge (Freifunk, Tor, i2p, freenet) zur Verfügung stellen.</p>
<p>Das Zusammenstehen für eine freie, offene Gesellschaft, die sich ihrer Verantwortung auch für die demokratische Freiheit des Netzes bewusst ist, sollte von uns allen auch noch viel stärker nach außen transportiert werden. Ein einfacher Beitrag hierfür kann sein, am Samstag den 10. September 2011 in Berlin zur Demo <a href="http://freiheitstattangst.de/" target="_blank">Freiheit statt Angst</a> zu kommen – 13 Uhr geht&#8217;s am Brandenburger Tor los, den Nachmittag über ist dann eine festivalartige Kundgebung am Alex. Kommt alle hin! Da hab ich persönlich als Teil der Demoorga in den letzten Wochen übrigens ziemlich viel meiner Zeit hineingesteckt. Die Woche drauf gibt’s dann auch noch eine <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freedom_Not_Fear_2011/Brussels" target="_blank">Demo und ein Aktionstreffen in Brüssel</a>, wo sich eine Teilnahme lohnt.</p>
<p><strong>Frauen* im Web…</strong><br />
… haben &#8216;ne ganze Menge beizutragen und sollten sich nicht scheuen, das auch zu tun.</p>
<p><strong>Deine tägliche Web-Lektüre:</strong><br />
Nicht jeden Tag alles immer gleich, aber vieles sehr oft: Zeitungen und Nachrichtenportale, insbes. <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank">Sueddeutsche.de</a>, <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank">tagesspiegel.de</a> und <a href="http://taz.de/" target="_blank">taz.de</a> sowie den <a href="http://meedia.de/" target="_blank">Meedia</a>-Überblick morgens, <a href="http://www.heise.de/" target="_blank">heise</a> / <a href="http://www.heise.de/tp/" target="_blank">telepolis</a>, <a href="http://www.spiegel.de/" target="_blank">spiegel.de</a>; dann <a href="http://netzpolitik.org/" target="_blank">netzpolitik.org</a>, oft <a href="http://www.gulli.com/" target="_blank">http://www.gulli.com/</a> und viele Blogs, die ich trotz Feedreader irgendwie doch gerne auch „richtig“ ansurfe, sehr häufig z.B.  <a href="http://vasistas-blog.net/" target="_blank">http://vasistas-blog.net/</a>; <a href="http://www.laquadrature.net" target="_blank">http://www.laquadrature.net</a>; <a href="http://opalkatze.wordpress.com/" target="_blank">http://opalkatze.wordpress.com/</a>; <a href="http://annalist.noblogs.org/" target="_blank">http://annalist.noblogs.org/</a>; <a href="http://www.bildblog.de/" target="_blank">http://www.bildblog.de/</a> &#8211; und viele, viele andere, je nachdem, was gerade anliegt. Und natürlich so ziemlich durchgehend all das, was mir meine <a href="https://twitter.com/manubloggt" target="_blank">manubloggt-Twitter</a>-Timeline so zwischen die Tasten spült.</p>
<p><em>Tipps und Bewerbungen für die </em>WWW Girls<em> an post(at)maedchenmannschaft.net</em>.</p>
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		<series:name><![CDATA[WWW Girls]]></series:name>
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		<title>Guter Wille heilt keine bösen Taten</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 15:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kübra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Hatice bügelt, ich falte. Wir ordnen Teile meines Ceyiz, der Aussteuer, die jede türkische Braut von den Eltern mitbekommt, in meinen Schrank ein. Verziertes Bettzeug, handbearbeitete Handtücher, Decken und Kissenbezüge. &#8220;Frag mich: Bist du glücklich? Bin ich nicht&#8221;, sagt Hatice. Urplötzlich. Sie steht vor dem Bügelbrett und hält inne. Ich bin irritiert. Ich kenne sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hatice bügelt, ich falte. Wir ordnen Teile meines Ceyiz, der Aussteuer, die jede türkische Braut von den Eltern mitbekommt, in meinen Schrank ein. Verziertes Bettzeug, handbearbeitete Handtücher, Decken und Kissenbezüge.</p>
<p>&#8220;Frag mich: Bist du glücklich? Bin ich nicht&#8221;, sagt Hatice. Urplötzlich. Sie steht vor dem Bügelbrett und hält inne. Ich bin irritiert. Ich kenne sie nur flüchtig, sie kam heute zu mir, um mir ein wenig im Haushalt zu helfen. Ich sehe, wie ihr eine Träne über die Wange läuft. Sie streicht sie weg. &#8220;Weißt du, Kübra, ich habe meine Ceyiz nie benutzt&#8221;, sagt sie und lächelt mich an.</p>
<p>Hatice ist Mitte vierzig, sie könnte meine Mutter sein. Sie hat traurige Augen, eine leise Stimme und eine herzliche, liebevolle Art. &#8220;Warum nicht?&#8221;, frage ich und lege die Wäsche zur Seite. Sie erzählt. Mit siebzehn Jahren kam sie als Braut aus der Türkei nach Deutschland zu einem Mann, den sie weder kannte noch liebte.</p>
<p>Ihr Vater hatte den Bräutigam ausgesucht, und mit dem Ceyiz im Gepäck hatte er seine Tochter nach Berlin geschickt. Man versicherte ihr, sie hätten ihr dort eine kleine Wohnung fertig eingerichtet. Nur sie fehle noch.</p>
<p>Sie kam in Berlin an und alles fehlte. Es gab nur die Wohnung der Schwiegereltern, darin eine Matratze im Wohnzimmer und eine kleine freigeräumte Ecke im Kleiderschrank. Fünf Jahre lang. Hatices Ceyiz blieb ungeöffnet im Keller. Es gab kein Zimmer, das sie hätte einrichten, kein Bett, das sie hätte beziehen können.</p>
<p><span id="more-19102"></span>Mit der Geburt des ersten Kindes zogen sie und ihr Mann endlich aus &#8211; raus aus der Wohnung, in der ihre Schwiegereltern alles bestimmten und ihr Mann &#8211; &#8220;er ist ein liebenswürdiger Mensch&#8221; &#8211; stillschweigend gehorchte.</p>
<p>Heute hat sie drei Kinder. Ihr Ceyiz ist noch immer ungeöffnet. &#8220;Es ist doch nie zu spät. Du kannst noch immer Deutsch lernen und deine Ceyiz auspacken&#8221;, sage ich und schäme mich meiner Unfähigkeit, etwas Sinnvolles zu sagen. &#8220;Ich habe keine Lebenslust mehr&#8221;, entgegnet sie.</p>
<p>Hilflos sehe ich Hatice zu. Ich ärgere mich über all die Menschen, die Fehler machten und die ich doch irgendwie verstehe. Ihren Mann, der aus falsch verstandenem Respekt vor seinen Eltern kuschte; die Schwiegereltern, die in der Fremde um jeden Preis die Familie zusammenhalten wollten, Hatices Vater, der nur das Beste für seine Tochter hoffte.</p>
<p>Nein, guter Wille heilt die schlechte Tat nicht. &#8220;Innerlich habe ich ihnen nie vergeben&#8221;, sagt Hatice. &#8220;Aber ich hatte bereits die drei glücklichsten Momente in meinem Leben: die Geburten meiner Kinder. Sie reichen mir auf ewig.&#8221;</p>
<p>Wie kann das reichen, frage ich mich. Ich kann sie nicht verstehen. In mir brodelt es.</p>
<p>Am Abend besuche ich Verwandte in Hamburg. Meine Tante liegt in den Wehen, und als wir in die Klinik kommen, ist das Kind bereits da. Meine Tante liegt erschöpft auf dem Bett und hat noch Schmerzen &#8211; aber sie lächelt glücklich. Ihre Augen leuchten. Sie strahlt. Und ich glaube, ich kann ein bisschen verstehen, was das große Glück weniger Momente vermag. Auch wenn es kein Unrecht ungeschehen macht.</p>
<p><em>(Dieser Text erschien ursprünglich als Kolumne in der <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/guter-wille-heilt-keine-boesen-taten/" target="_blank">Taz</a>.)</em></p>
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		<series:name><![CDATA[Das Wort zum Freitag]]></series:name>
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		<title>Magie für Mädchen, Kämpfe für Jungen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 07:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir reden oft über den Einfluss der „Medien“, doch wie sieht sowas eigentlich konkret aus? The Achilles Effect hat sich der Spielzeugwerbung einmal angenommen. Mit welchen Schlagwörtern werden „typische“ Jungen- und Mädchenspielzeuge in Fernsehwerbungen bepriesen? Nach der Durchsicht von jeweils rund 30 Spots waren bereits deutliche Unterschiede in der Ansprache sichtbar. So gehören zu den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir reden oft über den Einfluss der „Medien“, doch wie sieht sowas eigentlich konkret aus? <em>The Achilles Effect</em> hat sich der Spielzeugwerbung einmal angenommen. Mit welchen Schlagwörtern werden <a href="http://www.achilleseffect.com/2011/03/word-cloud-how-toy-ad-vocabulary-reinforces-gender-stereotypes/" target="_blank">„typische“ Jungen- und Mädchenspielzeuge</a> in Fernsehwerbungen bepriesen? Nach der Durchsicht von jeweils rund 30 Spots waren bereits deutliche Unterschiede in der Ansprache sichtbar. </p>
<p>So gehören zu den häufigsten Wörtern die an Jungen gerichtet sind: <em>battle</em> (Kampf), <em>power</em> (Macht, Kraft) und <em>heroes</em> (Helden), sowie jede Menge weiterer kampf-betonter Begriffe.<br />
<div id="attachment_19274" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.wordle.net/show/wrdl/3372921/Words_Used_to_Advertise_Boys%27_Toys" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2011/04/wordle-BoysToys-sm-300x182.png" alt="Schwarzer Hintergrund mit bunten Wörtern, am größten sind: battle, power, heroes, stealth, beat" title="Wordle: Wörter die in der Werbung für Jungenspielzeuge verwendet werden" width="300" height="182" class="size-medium wp-image-19274" /></a><p class="wp-caption-text">Bild über www.achilleseffect.com</p></div></p>
<p>Bei den Mädchenspielzeugen stehen dagegen <em>love</em> (Liebe), <em>friendship</em> (Freundschaft) und <a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/Ptitlee7kbu7t3" target="_blank"><em>magic</em> (magisch)</a> im Vordergrund. Spaß (<em>fun</em>) und Parties scheint man Jungen nicht zu gönnen, ansonsten drehen sich die Schlagwörter überwältigend oft ums Aussehen und um Babies.</p>
<div id="attachment_19275" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.wordle.net/show/wrdl/3372936/Words_Used_in_Advertising_for_Girls%27_Toys" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2011/04/wordle-GirlsToys-sm-300x196.png" alt="Schwarzer Hintergrund mit bunten Wörtern, am größten sind: love, magic, fun, girl" title="Wordle: Wörter die in der Werbung für Jungenspielzeuge verwendet werden" width="300" height="196" class="size-medium wp-image-19275" /></a><p class="wp-caption-text">Bild über www.achilleseffect.com</p></div>
<p>Außerdem wird im Vergleich deutlich, dass „männlich“ weiter als Standard gesehen wird, „weiblich“ als das Abweichende: Bei Mädchenspielzeugen wird darauf hingewiesen, dass sie für <em>girls</em> (Mädchen) sind, bei den Jungenspielzeugen findet sich dagegen kein Hinweis auf Geschlechterzugehörigkeit.</p>
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		<title>Kurz notiert: Mädchenbildung in Afghanistan und Proteste in Tunesien</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 09:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Taliban sollen in Afghanistan wieder an der Regierung beteiligt werden – im Zuge der Gespräche gaben hochrangige Vertreter an, Mädchenbildung künftig nicht mehr im Wege zu stehen. Gegenüber der BBC zeigen sich weibliche afghanische Abgeordnete aber skeptisch, denn bisher gibt es in den Taliban-dominierten Gebieten immer noch keine Mädchenschulen. Ob wir Menschen als männlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Taliban sollen in Afghanistan wieder an der Regierung beteiligt werden – im Zuge der Gespräche gaben hochrangige Vertreter an, <a href="http://www.bbc.co.uk/news/uk-12188517" target="_blank"><strong>Mädchenbildung </strong>künftig nicht mehr im Wege zu stehen</a>. Gegenüber der <em>BBC</em> zeigen sich weibliche afghanische Abgeordnete aber skeptisch, denn bisher gibt es in den Taliban-dominierten Gebieten immer noch keine Mädchenschulen.</p>
<p>Ob wir Menschen als <strong>männlich oder weiblich einschätzen</strong>, hängt auch vom Fingerspitzengefühl habt. Wer weiche Dinge hält oder besonders sanft schreibt, ordnet danach Gesichter androgyner Testpersonen als weiblich ein. Harte Gegenstände lassen die Gesichter dagegen männlich erscheinen, berichtet <em>LizzyNet</em> über eine <a href="http://www.lizzynet.de/dyn/224422.php" target="_blank">Studie der Tufts University</a>.</p>
<p>In der <a href="http://diestandard.at/1293370973776/Spanien-Schleier-Verbot-vorlaeufig-aufgehoben  " target="_blank">katalanischen Stadt Lleida</a> ist das Tragen einer <strong>Burka oder eines Niqab</strong> in öffentlichen Einrichtungen vorläufig wieder gestattet, wie <em>dieStandard.at</em> berichtet.</p>
<p>Auf <em>Zeit.de</em> ist der <strong>Kurzfilm “</strong><a href="http://www.zeit.de/kultur/film/2011-01/film-zwischen-welten-wendland-shorts" target="_blank"><strong>zwischen welten</strong></a>” von Dorothea Carl verlinkt, der dokumentiert, wie Migrantinnen mit den unterschiedlichen Erwartungen in ihrer alten Heimat und in Deutschland umgehen.</p>
<p>Auf <em>MuslimahMediaWatch</em> beleuchtet Tasnim die <strong>Rolle der Frauen in </strong><a href="http://muslimahmediawatch.org/2011/01/women-in-tunisias-revolution/" target="_blank"><strong>Tunesiens Revolution</strong></a> und ob bzw. wie diese von den Medien dargestellt werden. Es fällt auf: Anders als etwa bei den Protesten, die z.B. im Iran stattgefunden haben, werden Frauen in Tunesien nicht als Symbolfiguren des Widerstands hochstilisiert.</p>
<p>Chally von <em>feministe </em>ärgert sich in ihrem Artike “Can&#8217;t We Just Be Friends?”, dass Erwachsene <strong>spielende Kinder automatisch als </strong><a href="http://www.feministe.us/blog/archives/2011/01/18/can%E2%80%99t-we-just-be-friends/" target="_blank"><strong>Freund und Freundin</strong></a> sehen. Ein Junge und ein Mädchen mögen sich als Spielgefährt_innen und wollen einfach nur befreundet sein? Nein, nein: ein niedliches Paar sind sie, die Kleinen!!</p>
<p>Die türkische Schriftstellerin, studierte Soziologin („<em>Zum Mann gehätschelt &#8211; zum Mann gedrillt“</em>) und Menschenrechtsaktivistin <strong>Pinar Selek</strong>, derzeit Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des deutschen <a href="http://www.pen-deutschland.de/htm/aktuelles/pinar-selek,aufruf.php" target="_blank">P.E.N.-Zentrums</a>, droht die Wiederaufnahme eines Verfahrens, welches ihr schon in den 1990ern wahrscheinlich völlig zu Unrecht angehängt wurde. Wenn ihr Pinar Selek unterstützen möchten, genügt eine E-Mail an christaschuenke[at]mac[punkt]com. Direkt online unterschreiben könnt ihr unter <a href="http://www.ps-signup.de/" target="_blank">www.ps-signup.de</a>.</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/applaus-fur-susanne-baer/" target="_blank"><strong>Susanne Baer</strong></a>, ab dem 1. Februar 2011 Richterin am Bundesverfassungsgericht, beschäftigt sich mit den Fragen: „Wie steht es verfassungsrechtlich um Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, Netzzugang und Netzneutralität? <a href="http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/januar/braucht-das-grundgesetz-ein-update" target="_blank">Braucht das Grundgesetz ein Update?</a>“ (Ein passende Video war schon im November bei der <a href="http://opalkatze.wordpress.com/2010/11/17/prof-dr-susanne-baer-braucht-das-grundgesetz-ein-update/  " target="_blank">Opalkatze</a> auf <em>&#8230;Kaffee bei mir</em> verlinkt.)</p>
<p><strong>Queer/feministische Termine</strong> für diese und nächste Woche findet ihr in <a href="http://maedchenmannschaft.net/feminismus-gegen-kaelte-veranstaltungen-im-januar/" target="_blank">unserer Übersicht für Januar</a>, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen, etc. mit herrschaftskritischem und emanzipatorischem Anspruch. Veranstaltungshinweise bitte mit Link an <em>post[ät]maedchenmannschaft[punkt]net</em>, auf unsere <a href="http://facebook.com/maedchenmannschaft" target="_blank">Facebook-Wall</a> oder per Twitter an <a href="http://twitter.com/grrrls_team" target="_blank">@grrrls_team</a>.</p>
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		<title>Glorifizierte Väter und tote Frauen in Musikvideos</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/glorifizierte-vater-und-tote-frauen-in-musikvideos/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 17:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Feministing berichtet wieder einmal vom Dreier schlechthin &#8211; Biologismus, Sexismus und Heteronormativität: Der Geruch von weiblichen Tränen soll den Testosteron-Spiegel von Männern sinken lassen, so eine neueste Studie. Nicht nur das: Weil Männer triebgesteuerte Wesen sind, die nur über Hormone zur Interaktion befähigt werden, wollen sie im Angesicht tränenreicher Frauen auch gleich keinen Sex mehr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Feministing</em> berichtet wieder einmal vom Dreier schlechthin &#8211; <strong>Biologismus, Sexismus und Heteronormativität</strong>: <a href="http://feministing.com/2011/01/07/for-serious-news-of-the-day-womens-tears-are-a-boner-killer/" target="_blank">Der Geruch von weiblichen Tränen soll den Testosteron-Spiegel von Männern sinken lassen</a>, so eine neueste Studie. Nicht nur das: Weil Männer triebgesteuerte Wesen sind, die nur über Hormone zur Interaktion befähigt werden, wollen sie im Angesicht tränenreicher Frauen auch gleich keinen Sex mehr. Also Ladys, wenn ihr mal wieder kein Bock auf &#8216;ne schnelle Nummer mit ihm habt, einfach losflennen. &lt;/ironie off&gt;</p>
<p>In der <em>Huffington Post</em> appelliert Joanne Herman dafür, bereits in der Schule <a href="http://www.huffingtonpost.com/joanne-herman/should-we-teach-children-_b_805133.html" target="_blank">Kinder und Jugendliche an Trans*Konzepte beziehungsweise Transsexualität heranzuführen</a>, um ihnen eine <strong>freiere Wahl bezüglich ihres Genders</strong> und gegebenenfalls Geschlechtes zu ermöglichen und bereits trans* lebende junge Menschen zu empowern. <a href="http://www.bilerico.com/2011/01/unconventional_wisdom_on_trans_stories_in_schools.php" target="_blank">Kritik an diesem Vorhaben</a> übt Alex vom <em>Bilerico-Project</em>.</p>
<p>Dass Kindererziehung noch immer keine gleichberechtigte Aufgabe im Leben einer heterosexuellen Familie ist, ist keine Überraschung. Überraschend hingegen ist der Pathos, der ganze Artikel begleitet, wenn über <strong>Väter in Elternzeit</strong> berichtet wird, als sei die von Männern temporär geleistete Reproduktionsarbeit etwas, was mensch auf einen Podest stellen müsste. Melanie Rühl von der <em>FAZ</em> schien sich an <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EA6F83E0B60F6464693AFCA81600728FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">ihrem Reportageobjekt offenbar nicht sattsehen und -schreiben zu können</a>.</p>
<p>Vergangenen Sommer schrieben wir über die <a href="http://maedchenmannschaft.net/jerusalem-verkehrsplanung-mit-konfliktpotenzial/" target="_blank">Geschlechtertrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln Jerusalems</a>. Diese wurde nun vom <a href="http://diestandard.at/1293370154030/Israel-Geschlechtertrennung-in-Bussen-gestoppt" target="_blank">Obersten Gerichtshof Israels für illegal erklärt</a>, weiß <em>dieStandard.at</em>.</p>
<p>Nepal will laut Nachrichtenagentur AFP seinen Einwohner_innen bei der nächsten <strong>Volkszählung</strong> neben des obligatorischen Mann-Frau-Default auch <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iUjXoBA5dPXY8etqO2acLBOMWBGw?docId=CNG.549d9012fb77ecdc111aaffaea9ad062.371" target="_blank">Transgender zur Selbstbestimmung des Geschlechtes</a> anbieten. Auch Indien soll 2011 eine Volkszählung mit sogenannter &#8220;third gender category&#8221; planen. Dies wurde aus Regierungskreisen allerdings noch nicht bestätigt.</p>
<p>Die Frauen in <strong>Kanye Wests neuem Musikvideo</strong> sind attraktive Leichen, derer sich die männlichen Protagonisten ganz selbstverständlich bemächtigen dürfen. Frauenfeindlichkeit und sexualisierte Gewalt findet <em>Melinda Tankard Reist</em> allerdings überhaupt nicht sexy und fordert ihre Leser_innen dazu auf, <a href="http://melindatankardreist.com/2011/01/act-to-prevent-release-of-kanye-west%E2%80%99s-monstrous-women-hating-music-video/" target="_blank">eine entsprechende Petition mitzuzeichnen</a>.</p>
<p><strong>Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen</strong> ist erreicht. Ein Kampf dafür also obsolet. Wie lange haben sich Feminist_innen solche Sätze schon auf der Zunge zergehen lassen müssen? Laurie Penny analysiert<em> auf NewStatesman</em> den <a href="http://www.newstatesman.com/blogs/laurie-penny/2011/01/women-equality-hakim-choice" target="_blank">Mythos des Gleichberechtigungsmythos</a>.</p>
<p>In seinem monatlichen <strong>Bericht über sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit</strong> fokussiert <em>Gender Across Borders </em>dieses Mal die <a href="http://www.genderacrossborders.com/2011/01/10/sexual-and-reproductive-health-and-rights-situation-report-the-european-court-on-abortion/" target="_blank">jüngsten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum Recht auf Abtreibung</a>.</p>
<p><strong>Erfolg für LGBT*-Aktivist_innen in den USA</strong>: Demnächst sollen <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2011/01/07/AR2011010706741.html" target="_blank">auf allen Anträgen für Reisepässe Hinweise auf das Geschlecht der Eltern entfernt werden</a>, um den verschiedenen Formen familiären Zusammenlebens Rechnung zu tragen, heißt es bei der <em>Washington Post</em>. Antragssteller_innen müssen also nicht mehr zwingend einen weiblichen und einen männlichen Elternteil angeben. Unklar ist noch, ob diese Änderung auf alle staatlichen Dokumente ausgeweitet wird.</p>
<p>Das <em>Kinderhilfswerk Plan</em> fordert die Vereinten Nationen auf, <a href="http://www.plan-deutschland.de/fokus-maedchen/maedchen-petition/?projektID=0" target="_blank">den 22. September zum Internationalen Mädchentag zu erklären</a>. Hier könnt ihr die entsprechende <a href="http://plan-international.org/girls/get-involved/sign-the-petition.php" target="_blank">Petition mitzeichnen</a> und die zivilgesellschaftliche Organisation bei ihrem Vorhaben unterstützen.</p>
<p><strong>Queer/feministische Termine</strong> für diese und nächste Woche findet ihr in <a href="http://maedchenmannschaft.net/feminismus-gegen-kaelte-veranstaltungen-im-januar/" target="_blank">unserer Übersicht für Januar</a>, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen, etc. mit herrschaftskritischem und emanzipatorischem Anspruch. Veranstaltungshinweise bitte mit Link an <em>post[ät]maedchenmannschaft[punkt]net</em>, auf unsere <a href="http://facebook.com/maedchenmannschaft" target="_blank">Facebook-Wall</a> oder per Twitter an <a href="http://twitter.com/grrrls_team" target="_blank">@grrrls_team</a>.</p>
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		<title>Homophobie im Rap, beim Fußball und in der CDU</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/homophobie-im-rap-beim-fussball-und-in-der-cdu/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 09:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmacklosigkeiten aktuell]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen Podcast mit der queer/feministischen Rapperin Sookee über HipHop, Sexismus, Homophobie aber auch progressiven Beispielen in der Rap-Musik findet ihr auf dem Ficko-Magazin. Katar soll die Männerfußball-WM 2022 ausrichten. Homosexualität ist in Katar verboten und steht unter Strafe. Fifa-Präsident Joseph Blatter gibt lesbischen und schwulen Fans (bzw. den Spielern) gute Ratschläge zu diesem Problem: Abstinenz. Über erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen <a href="http://www.ficko-magazin.de/2010/12/kunst/kunst-hoeren/podcast-mit-sookee/  " target="_blank">Podcast</a> mit der queer/feministischen Rapperin Sookee über HipHop, Sexismus, Homophobie aber auch progressiven Beispielen in der Rap-Musik findet ihr auf dem Ficko-Magazin.</p>
<p>Katar soll die Männerfußball-WM 2022 ausrichten. Homosexualität ist in Katar verboten und steht unter Strafe. Fifa-Präsident Joseph Blatter gibt lesbischen und schwulen Fans (bzw. den Spielern) <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=13339" target="_blank">gute Ratschläge</a> zu diesem Problem: Abstinenz.</p>
<p>Über <a href="http://www.freitag.de/alltag/1050-sag-einfach-nein" target="_blank">erste Erfolge</a> der britischen Pink-stinks-Kampagne könnt ihr im <em>Freitag</em> lesen.</p>
<p>Ekelhaft: Unionsfraktionschef Kauder sagte in einem <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/323597/323598.php" target="_blank">Interview mit der Berliner Zeitung</a>, dass er nicht glaube, dass Kinder sich wünschten, in einer homosexuellen Partnerschaft aufzuwachsen. Die partnerschaftliche Verbindung von Homophobie und Populismus sorgt allerdings <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=13387" target="_blank">berechtigterweise für Kritik</a>.</p>
<p>Das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung veröffentlichte ein Essay von Gitti Hentschel: &#8220;<a href="http://www.gwi-boell.de/web/frieden-sicherheit-essay-gitti-hentschel-geschlechteranalysen-2884.html" target="_blank">Friedens- und Sicherheitspolitik braucht Geschlechteranalysen&#8221;</a>.</p>
<p>Auch in den USA wird Netzneutralität auf feministischen Seiten wie <a href="http://feministing.com/2010/12/22/net-neutrality-passes-obstacles-remain/" target="_blank">feministing.com</a> diskutiert.</p>
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		<title>Es ist rosa, es glitzert und Jungen mögen es auch!</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 08:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine wirklich schöne Geschichte hat Jezebel gerade vorgestellt. In der US-amerikanischen TV-Show new day war Familie Kilodavis zu Gast, deren jüngster Sohn Dyson am liebsten Kleider trägt, sowie alles was glitzert. Während es für Mädchen noch relativ einfach ist, Jungensachen zu machen, ist es umgekehrt fast unmöglich. Dass „Du Mädchen“ so zum Schimpfwort wird, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wirklich schöne Geschichte hat <em>Jezebel</em> gerade vorgestellt. In der US-amerikanischen TV-Show <em>new day</em> war Familie Kilodavis zu Gast, deren jüngster Sohn Dyson <a href="http://jezebel.com/5664165/meet-princess-boy--his-awesome-family" target="_blank">am liebsten Kleider trägt, sowie alles was glitzert</a>.  Während es für Mädchen noch relativ einfach ist, Jungensachen zu machen, ist es umgekehrt fast unmöglich. Dass „Du Mädchen“ so zum Schimpfwort wird, ist eines der traurigen Symptome. Trotz aller Kritik und Anfeindungen ermöglichen Dysons Eltern es ihm aber, sich auszuprobieren und geschlechtsspezifische Vorgaben hinter sich zu lassen.</p>
<p>Im folgenden Video berichtet etwa seine Lehrerin, wie sich selbst die „Macho“-Lehrer der Schule als Ballettänzerinnen verkleidet haben, um Dyson zu unterstützen. Seine Mutter hat inzwischen ein Buch geschrieben, „My Princess Boy“, in dem sie von ihren Erfahrungen berichtet und sich gegen Mobbing einsetzt. Taschentücheralarm ist spätestens dann angesagt, wenn Dysons großer Bruder Dkobe erzählt, dass er erst Angst hatte, sein Bruder könne gehänselt werden. Für ihn sei es aber wichtiger, dass Dyson glücklich wird, dann sei er auch glücklich.</p>
<p><object height="288" width="470"><param name="movie" type="application/x-shockwave-flash" value="http://www.king5.com/v/?i=104882999" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="AllowFullScreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.king5.com/v/?i=104882999" AllowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" height="288" wmode="transparent" width="470"></embed></object></p>
<p>Wie <em>Jezebel</em>-Kommentatorin <a href="http://jezebel.com/comment/30780900/" target="_blank">tattooedjunecleaver anmerkt</a>, bedeutet eine Vorliebe für rosa Kleider und Glitzer zunächst einfach eine Vorliebe für rosa Kleider und Glitzer, nicht mehr. Doch das Ignorieren von Geschlechterkonventionen ist bis heute schwierig. So berichtete die <em>FAZ</em> gerade über eine Frankfurter Boutique, in der Männer <a href="http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EDEF91B3933B84C78BA97433FED877D14~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Frauenkleidung und -schminke ausprobieren</a> können, so etwa Monika:</p>
<blockquote><p>Wichtig sei ihm vor allem, möglichst wenig aufzufallen, möglichst authentisch wie eine Frau auszusehen, sagt der 65 Jahre alte Mann. Mit Sexualität oder Homosexualität habe dieser Wunsch nichts zu tun, manchmal fühle er sich als Frau einfach wohler.</p></blockquote>
<p>Seine Ehefrau konnte mit diesem Wunsch nichts anfangen, wie wohl die meisten Deutschen. Aber vielleicht sind Dyson Kilodavis und seine Familie ein Zeichen einer neuen, offeneren Zeit. Es wäre schön.</p>
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		<title>Aktivismus, Bravo, Sex, Kinderbekleidung, schwule Männer, Rabenmütter und Steinigung im Iran</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 07:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jessica Valenti schreibt über ein wichtiges Thema: Wie viel ist uns feministischer Aktivismus wert? Die Jungle World hat eine Analyse zur Darstellung von Homosexualität in der Jugendzeitschrift &#8220;Bravo&#8221;. Schwule Männer sind auch heute noch vom Blutspenden ausgeschlossen, weil sie zu einer HIV-Risikogruppe gehören, berichtet Tagesschau. Auf feministe findet ihr einen ausführlichen und persönlichen Beitrag zum Thema &#8220;sluthood&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Jessica Valenti</em> schreibt über ein wichtiges Thema: <a href="http://jessicavalenti.com/?p=599" target="_blank">Wie viel ist uns feministischer Aktivismus wert</a>?</p>
<p>Die <em>Jungle World</em> hat eine Analyse zur <a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/31/41476.html" target="_blank">Darstellung von Homosexualität in der Jugendzeitschrift &#8220;Bravo&#8221;</a>.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/inland/blutspende102.html" target="_blank">Schwule Männer sind auch heute noch vom Blutspenden ausgeschlossen</a>, weil sie zu einer HIV-Risikogruppe gehören, berichtet <em>Tagesschau.</em></p>
<p>Auf <em>feministe</em> findet ihr einen ausführlichen und persönlichen Beitrag zum Thema &#8220;<a href="http://www.feministe.us/blog/archives/2010/07/26/my-sluthood-myself/" target="_blank">sluthood</a>&#8221; (&#8220;Schlampentum&#8221;), der mit vielen der gängigen Mythen und Vorurteilen aufräumt.</p>
<p>Auf <em>Heise</em> gibt es einen Bericht zum Thema &#8220;<a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/148109" target="_blank">Rabenmütter</a>&#8221;</p>
<blockquote><p><span style="font-weight: normal;">Eine amerikanische Studie nimmt arbeitenden Müttern von Kleinkindern das schlechte Gewissen: Selbst wenn Kinder schon unter einem Jahr außerhalb betreut werden, gebe es keine nachteiligen Effekte auf die Entwicklung.</span></p></blockquote>
<address><em><a href="http://annalist.noblogs.org/post/2010/08/08/mely-kiyak-ber-sakineh-ashtiani-zur-steinigung-verurteilt" target="_blank">Anne Roth</a></em> <span style="font-style: normal;">macht auf eine Kolumne von Mely Kiyak aufmerksam, die sich in die Situation einer Frau versetzt, die zur Steinigung verurteilt worden ist. Es geht um Sakineh Ashtiani, der im Iran </span><a href="http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-211-2009-2/sakineh-ashtiani-weiter-hinrichtungsgefahr#hintergrundinformationen"><span style="font-style: normal;">Ehebruch vorgeworfen</span></a><span style="font-style: normal;"> wird, wofür sie im Mai 2006 erstmalig verurteilt wurde. Eine weltweite Protestkampagne hatte die Hinrichtung im Juli 2010 verhindert. Das Todesurteil wurde jedoch noch nicht aufgehoben &#8211; die </span><a href="http://freesakineh.org/"><span style="font-style: normal;">Petition könnt ihr hier</span></a><span style="font-style: normal;"> unterschreiben.</span></address>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12788" title="polarn-o-pyret-768x1024" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/08/polarn-o-pyret-768x1024-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><em>Sociological Images</em> freut sich über ein Geschäft, das <a href="http://thesocietypages.org/socimages/2010/08/05/why-not-gender-neutral-clothes/" target="_blank">geschlechtsneutrale Kleidung</a> für Kinder anbietet.</p>
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		<series:name><![CDATA[Kurz notiert]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Wissenschaftler sind auch nur Menschen (und manchmal weiblich)</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wissenschaftler-sind-auch-nur-menschen-und-manchmal-weiblich/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 19:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotype]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem US-amerikanischen Projekt Drawings of Scientists zeichnen Siebt&#173;klässler&#173;_innen Bilder von Wissenschaftler_innen vor und nach dem Besuch des Fermilabs, eines Forschungszentrums für Teilchenphysik. Außerdem beschreiben sie ihre Erwartungen, bzw. ihr Einstellung nach dem Besuch. So beschrieben viel mehr Kinder Wissenschaftler_innen als „normale Personen” nach dem Besuch und die Anzahl der Laborkittel verringerte sich gewaltig. Außerdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem US-amerikanischen Projekt <a href="http://ed.fnal.gov/projects/scientists/index.html" target="_blank">Drawings of Scientists</a> zeichnen Siebt&shy;klässler&shy;_innen Bilder von Wissenschaftler_innen vor und nach dem Besuch des Fermilabs, eines Forschungszentrums für Teilchenphysik. Außerdem beschreiben sie ihre Erwartungen, bzw. ihr Einstellung nach dem Besuch.</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/06/wissenschaftler_innen.png"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/06/wissenschaftler_innen-223x300.png" alt="Von einem Kind gezeichnete Bilder mit einer Beschreibung in Englisch darunter- Links das *vorher* Bild eines Mannes in weißem Laborkittel mit schwarzer rechteckiger Brille und Erlenmeyerkolben in der Hand | Rechts das *nachher* Bild einer Frau in rosa Pulli und lila Hose mit kinnlangen braunen Haaren und pinkem Lippenstift" title="Kinder zeichnen Wissenschaftler_innen" width="223" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-12044" /></a></p>
<p>So beschrieben viel mehr Kinder Wissenschaftler_innen als „normale Personen” nach dem Besuch und die Anzahl der Laborkittel verringerte sich gewaltig. Außerdem gab es noch einen weiteren Effekt, <a href="http://restructure.wordpress.com/2010/06/11/scientists-are-normal-people-children-discover/" target="_blank">berichtete das Blog Restructure!</a>:</p>
<ul>
<li>Among <strong>girls</strong> (14 in total), <strong>36%</strong> portrayed a <strong>female scientist</strong> in the “before” drawing, and <strong>57%</strong> portrayed a <strong>female scientist</strong> in the “after” drawing.</li>
<li>Among <strong>boys</strong> (17 in total), <strong>100%</strong> portrayed a <strong>male scientist</strong> in the “before” drawing, and <strong>100%</strong> portrayed a <strong>male scientist</strong> in the “after” drawing.</li>
</ul>
<p>Unter den Mädchen erhöhte sich der Anteil der gezeichneten Wissenschaftlerinnen von rund einem Drittel auf über die Hälfte aller Zeichnungen. Die Jungen zeichneten durchweg Wissenschaftler, vorher wie nachher. Diese (unwissenschaftlichen) Ergebnisse decken sich mit denen einer britisch-australischen Studie, die <a href="http://www.sciencebase.com/science-blog/scientific-stereotype.html" target="_blank">Sechs- bis Achtjährige untersuchte</a>. Auch dort zeichneten Jungen niemals Wissen&shy;schaftler&shy;innen, Mädchen äußerst selten und bei die meisten Kinder zeichneten Weiße, selbst wenn sie es selbst nicht waren.</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/06/wissenschaftler_innen-2.png"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/06/wissenschaftler_innen-2-223x300.png" alt="Von einem Kind gezeichnete Bilder - Links das *vorher* Bild eines Mannes in weißem Laborkittel mit schwarzer Brille und Erlenmeyerkolben mit giftgrüner in der Hand | Rechts das *nachher* Bild einer Frau in blauem Pulli und schwarzer Hose mit schulterlangen braunen Haaren" title="Kinder zeichnen Wissenschaftler_innen" width="223" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-12045" /></a></p>
<p>Ob das Bild des weißen, etwas älteren, verrückten Wissenschaftlers tatsächlich Auswirkungen hat auf das Interesse von Kindern an der Wissenschaft, bleibt erstmal ungeklärt. Auch ob die Kinder sich tatsächlich niemand anderes darunter vorstellen oder bewußt auf das Klischee zurückgreifen ist umstritten. Ein spannendes Experiment schlägt <a href="http://geekfeminism.org/2010/06/23/scientists-are-normal-people-some-children-discover/#comment-5557" target="_blank">Geek Feminism-Kommentator_in maggie</a> vor:</p>
<blockquote><p>I suspect that if they were asked to draw a nurse, the boys would all draw females. It would be interesting to see if they took a field trip to a hospital with a lot of male nurses working, if they would continue to draw the nurse as female.</p></blockquote>
<p><em>Auf Deutsch: Ich denke, dass die Jungen alle Frauen zeichnen würden, wenn sie gebeten werden, Krankenschwestern zu zeichnen. Es wäre interessant zu sehen, ob sie weiterhin Frauen zeichnen, wenn sie ein Krankenhaus besucht haben, in dem eine Menge männlicher Krankenpfleger arbeiten.</em></p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=12043&amp;md5=d3b1750a26ce12a69ff2a4ed5a9bba87" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schnipp, schnapp, Klitoris ab</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/schnipp-schnapp-klitoris-ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 20:34:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Himmelschreiendes Unrecht]]></category>
		<category><![CDATA[International Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftlicher Quatsch]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Intersexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade haben wir noch einmal auf die Kampagne von Terre des Femmes hingewiesen, die sich für bessere medizinische Versorgung beschnittener Frauen einsetzen. Dass Operationen im weiblichen Genitalbereich nicht nur in vermeintlich rückständigen Ländern vorgenommen werden, beweist eine Studie aus den USA. Dort publizierten Ärzt_innen die Ergebnisse ihrer Forschung von Klitorisreduktionen an kleinen Mädchen, dabei ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade haben wir noch einmal auf die Kampagne von Terre des Femmes hingewiesen, die sich für <a href="http://maedchenmannschaft.net/nach-der-verstuemmelung-auch-noch-allein-gelassen/">bessere medizinische Versorgung beschnittener Frauen</a> einsetzen. Dass Operationen im weiblichen Genitalbereich nicht nur in vermeintlich rückständigen Ländern vorgenommen werden, beweist eine <a href="http://www.thehastingscenter.org/Bioethicsforum/Post.aspx?id=4730&#038;blogid=140" target="_blank">Studie aus den USA</a>. Dort publizierten Ärzt_innen die Ergebnisse ihrer Forschung von <em>Klitorisreduktionen an kleinen Mädchen</em>, dabei ist ein Detail gruseliger als das andere.</p>
<p>Bereits die Krankheit, die behandelt werden soll, ist umstritten. Bei der sogenannten Klitorishypertrophie ist die Klitoris „ungewöhnlich groß oder penisähnlich” &#8211; schon die Abgrenzung von normal und krankhaft ist nicht klar und liegt eher im Ermessen des Betrachters. In den meisten Fällen ist sie ein Symptom eines intersexuellen Syndroms. Physische Beeinträchtigungen aufgrund einer großen Klitoris sind allerdings sehr selten, als Grund für die Reduktion wird daher meist die mögliche psychische Beeinträchtigung der Mädchen während ihrer Entwicklung angeführt. Dabei überschätzen Eltern und Ärzt_innen aber die unter Kindern stattfindenden Doktorspiele, denn bisher gibt es keine Belege für derartige negative Folgen.</p>
<p>Wohl aber, dass die Operationen die Mädchen traumatisieren und selbst die neuen, „weniger invasiven und nervenerhaltenden” Methoden mehr zerstören als helfen. Wie bei Genitalverstümmelungen drohen regelmäßige Infekte, Inkontinenz und Probleme beim Sex. Ästhetik, Angst vor sozialer Ausgrenzung aufgrund gesellschaftlich-traditioneller Vorgaben und Beharren auf der Unbedenklichkeit der Prozedur &#8211; die Beweggründe sind ebenfalls die gleichen. Die Abgrenzung von <em>guten</em> Reduktionen und <em>schlechter</em> Verstümmelung beruht mehr auf <em>wir</em> versus <em>die</em>. </p>
<p>In der bereits 2007 erschienen aber nun erstmals kritisch beleuchteten Studie wurde dann ein noch höheres(!) Level an medizinischer Fragwürdigkeit erreicht. Darin beweisen die Forscher_innen die „Harmlosigkeit” einer neuen Reduktionstechnik, bei der die Spitze der Klitoris abgetrennt und nach der Reduktion des Schaftes wieder aufgenäht wird. Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit wurde den Mädchen anschließend mit Fingernägeln, Q-Tips und Minivibratoren an der Klitoris und dem weiteren Intimbereich herumgedrückt, um den Blutfluss und das „Gefühl” zu überprüfen. Ein Vorgang, der auch noch jährlich wiederholt werden soll. Mit dem Etikette „Forschung” werden auf einmal Vorgänge salonfähig, die ansonsten unter sexuellen Missbrauch fallen.</p>
<p>Als ob dies alles noch nicht schlimm genug wäre, fielen den Kritikerinnen Alice Dreger und Ellen K. Feder noch weitere Probleme auf: So klärte man die Eltern der Studienteilnehmerinnen vermutlich nicht über die möglichen negativen Folgen auf, sondern empfahl die Reduktionen entgegen aller Forschungsergebnisse als Mittel, die gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Schließlich <a href="http://www.psychologytoday.com/blog/fetishes-i-dont-get/201006/can-you-hear-us-now" target="_blank">fehlte auch noch die Erlaubnis</a> des Institutional Review Boards (IRB), das Forschungsprojekte auf ihre ethische Unbedenklichkeit abklopft. Ein Umstand der zumindest diese unglaubliche Studie erklärt. Darüber hinaus ein Anstoß, medizinische Praktiken stärker kritisch zu hinterfragen und die eigene Vorurteile zu überprüfen.<br />
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