Einträge mit dem Tag ‘Kinder’


50/50 bedeutet nicht die Auflösung aller Ungerechtigkeiten

28. März 2013 von Gastautor_in

Dieser Text erschien vor einigen Tagen als Gastbeitrag auf Lisas Blog fuckermothers. Jochen König ist Autor und lebt mit seiner dreijährigen Tochter in Berlin. Wir danken ihm und den Fuckermothers für die Erlaubnis zum Crossposten!

Gerade habe ich mich an einen Text übers Elternsein und Geschlechterverhältnisse gesetzt, den ich seit ein paar Wochen schreiben möchte, da erscheint ein Artikel von Stefanie Lohaus auf Zeit Online vielfach auf meiner facebook-timeline: Es geht um das Prinzip 50/50. Sie beschreibt wie sie sich mit ihrem Partner gleichberechtigt um das gemeinsame neugeborene Kind kümmert und greift dabei zwei Aspekte auf, über die ich aus meiner Perspektive als Vater seit einiger Zeit nachdenke.

Sicherlich ist es ein Fortschritt, dass solche Modelle in einer solch breiten Öffentlichkeit diskutiert werden. Das Abfeiern von 50/50-Arrangements finde ich jedoch ermüdend. Der Zusammenhang zwischen Elternsein und Geschlechterungerechtigkeit lässt sich nicht auflösen, indem die Väter die Hälfte der möglichen Elternzeit nehmen. (weiterlesen …)


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Keine Sternstunden, viele Privilegien und starke Stimmen – kurz verlinkt

6. März 2013 von der Mädchenmannschaft

Erinnert ihr Euch noch an die Oscars, den Kater danach? Haben weiße Feminist_innen die Angriffe auf Quvenzhané Wallis ignoriert? Es ist eine empirische Frage. Sie ist jetzt ausgewertet und analysiert.

“Für wie doof hält der Stern seine Leserinnen, wenn solchen Worten keine Taten folgen?“ fragt Annette Bruhns, Vorsitzende von ProQuote Medien, zur “neuen” Chefredation beim Nachrichtenmagazin Stern und seiner versprochenen Frauenquote.

Ab wann ist mensch fett, dick? Es kann sich je nach Kontext verändern, findet Jocelyn. Eines verändere sich jedoch nicht, das Privileg dünn zu sein, die Frage nach Würde und der Repräsentation.

Puh, machmal ist es echt schwierig Rassismus zu erkennen… Hier eine wertvolle Lektüre für weiße Gutmenschen  und alle Interessierten.

Bild 1“Support Queer Women of Color Media. Support ELIXHER Magazine. ELIXHER is an award-winning online destination for Black lesbian, bisexual, transgender and queer women. We are committed to making ELIXHER self-sustainable.” Anschauen, unterstützen, weiterleiten. Großartiges Projekt.

Trans* und “gefangene” Körper in den Medien: “Ich bin nicht in meinem Körper gefangen. Ich bin gefangen in euren Vorstellungen. Und ich werde diesen Körper zurückfordern von jenen, die ihn atmen lassen wollen und ihn mit ihren Dogmen ernähren.”

Ein offener Brief an Amanda Marcotte: Ein tweet und “die Brücke, die mein Rücken ist.” Aneignungen, weißer Feminismus und Brownfemipower.

20 Dinge, die Lesben nicht mehr hören wollen. Vorschau: “You’re probably just doing it to get attention from men” Nope, that was Katy Perry.

Du willst ein ally/Bündnispartner sein? Eine kleine Anleitung.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) kritisiert den vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung:  “Alle Jahre wieder steht es schwarz auf weiß: Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich oft arm”.

Das Ms. Magazine berichtet über die Online-Ausstellung ‘Don’t Miss Muslima!’ beim International Museum of Women.


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Wie mein Kind ein Junge wurde

6. März 2013 von Melanie
Dieser Text ist Teil 38 von 39 der Serie Muttiblog

Ich hab mir lange und viele Gedanken darüber gemacht, wie ich das mit der ‘geschlechtsneutralen’ Erziehung meines Kindes halten will. Was das für mich überhaupt – bei einem Säugling, bzw. Kleinkind (er ist jetzt knapp 2 Jahre) – bedeutet.

Ich bin an einen Punkt gekommen, wo ich nicht mehr an die Möglichkeit ‚geschlechtsneutraler’ Erziehung glaube. Einfach, weil es in meinem Umfeld scheinbar nicht möglich ist. Auch wenn einige schwedische Kindergärten Konzepte für geschlechtsneutrale Erziehung haben – ich finde den Begriff schon problematisch. ‚Neutral’ ist nämlich in einer Welt, in der alle ziemlich kategorisch in zwei Geschlechter eingeteilt werden keine Option. Kinder werden immer als Mädchen oder Junge „angerufen“. Abgesehen davon sehe ich meinen Einfluss auf die Erziehung meines Kindes zwar keineswegs als unwichtig, aber doch bescheiden an, wenn man überlegt, mit wem Kinder täglich zu tun haben: Erzieher_innen, andere Kinder und deren Eltern/Bezugspersonen, weitere Verwandte und Bekannte…

Unabhängig von Klamotten, die immer wieder ein brennendes Thema sind (siehe fuckermothers, stilhaeschen, oder zum cross-dressing laufmoos) und Spielzeug (siehe dasnuf) drängen sich mir ein paar Beobachtungen auf, die ich an konkreten Beispielen schildern möchte: (weiterlesen …)


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Mini-Schritte: Erweitertes Adoptionsrecht für nicht-heterosexuelle Paare

19. Februar 2013 von accalmie

Nicht nur von der Ehe werden nicht-hetero­sexuelle Paare in Deutsch­land weiter­hin aus­ge­schlos­sen: es wird schwulen und les­bi­schen Paaren, auch in ein­ge­tra­gen­en Le­bens­part­ner­schaf­ten, immer noch un­mög­lich ge­macht, Kinder zu adop­tieren. An diesem dis­kri­mi­nieren­den Grund­zu­stand wird bis­lang poli­tisch nur halb­her­zig ge­rüttelt. Aller­dings hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, das bereits 2012 fest­stellte, dass die “Un­gleich­be­hand­lung von ein­ge­tra­gener Le­bens­part­ner­schaft und Ehe” beim Fami­lien­zu­schlag für Beamt_innen ver­fassungs­wi­drig ist, in seinem heutigen Urteil einen kleinen Schritt in Richtung Dis­krimi­nier­ungs­ab­bau ge­macht:

(c) Sara and Ryan

Das Gericht gab der Verfassungsbeschwerde eines lesbischen Paares statt und urteilte, dass schwule und lesbische Partner_innen in einer ein­ge­tragenen Le­­bens­­part­­ner­­schaft künf­tig die be­reits von einer_m der bei­den adop­­tier­­ten Kin­der eben­­falls adop­­tieren dür­fen. Das heisst, dass eine so­ge­nannte Suk­zes­siv­adop­tion mög­lich ist. Bis­lang war es nicht-hetero­sexuellen Paaren nur mög­lich, “leibliche” Kinder des_der Partner_in zu adop­tieren.

Ein gemeinsames Adoptionsrecht besteht jedoch weiter­hin nicht.

Die Be­richt­er­stattung vieler Medien lädt ebenfalls zum Kopf­schütteln ein: nicht in einem der Artikel wird Hetero­norma­tivi­tät oder das beliebte Wort “Homosexualität” als Bezeichnung/Markierung eines von einer vermeintlichen Norm “Abweichenden” hinter­fragt. Auch bleibt bislang un­thema­ti­siert, dass nicht-heterosexuelle Paare be­reits durch das Ver­bot der Ehe­schlie­ßung (…mal unabhängig davon, wie man zur Ehe als Institution stehen mag…) grund­legend dis­krimi­niert wer­den und die Sinnlosigkeit, an diesem “separate and unequal”-Konzept festzuhalten, immer deutlicher wird.

Mit diesem neuen Urteil bewegt das Bundes­ver­fassungs­ge­richt die gesetz­liche Lage nichts­desto­trotz in eine bessere Rich­tung – in diesem Jahr stehen außer­dem weitere Ent­schei­dungen be­vor. Viel­leicht setzt sich tatsächlich irgendwann die einfache Erkenntnis durch, dass Grundrechte für alle Menschen gelten.


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Sti-Sta-Stillen

1. Februar 2013 von Lisa

Monster-Mütter füttern Flasche, sagt der Mythos (Foto: fuckermothers)

Dieser Text erschien gestern bei fuckermothers.

Die Stilldebatten sind über den Jahreswechsel in eine neue Runde gegangen. Zum einen gab es Ende 2012 einen tollen Text von talentfreischön mit dem Titel ‘Wie, Du stillst nicht?‘. Darin schreibt sie:

“Ich bin Stillverweigerin. Oha. Etwas schlimmeres kann man seinem Kind kaum antun, wenn man die veröffentlichte Meinung und die gängigen Mütterdiskurse als Maßstab nimmt. (…) Die Mutterrolle wird biologisiert und naturalisiert – und damit die faktische Wahlfreiheit “Brust oder Flasche – oder irgendwas dazwischen?” unterminiert. Aber was heißt schon Wahlfreiheit? Wer die einfordert ereilt den Ruch des Egoismus – seit je her das schlimmste Stigma, das einem als Mutter in Deutschland aufgezwängt werden kann. ‘Du willst nicht das Beste für Dein Kind – und ich definiere was das Beste ist! -? Du RABENMUTTER!’”

Zudem kritisiert sie einen Ratgeber für nicht-stillende Mütter, der stattdessen den grauenhaft anmutenden Begriff des ‘Mutterleibservice’ einführt. Sie erklärt: “Mir geht es – nur für den Fall, dass ich in den Verdacht gerate – nicht darum, pauschal das Stillen zu verurteilen oder ein Loblied auf die Flasche zu singen. Mich interessiert die öffentliche Diskussion und was sie mit Frauen und Paaren macht. Ich finde, erwachsene Frauen sollten sich selbstbewusst und eigenverantwortlich um ihr Kind kümmern – und die betroffenen Väter ebenso.”

Dagegen beschäftigt sich ein Artikel auf Offbeat Families nicht mit einer freiwilligen Weigerung, sondern damit, dass manche Frauen schlicht nicht stillen können. Viele von ihnen leiden unter gesellschaftlichem Druck und strikten medizinischen Vorgaben. In dem Text beschreibt Andrea Karim ihre eigene Geschichte, da sie ihre Tochter auf Grund von Schilddrüsenproblemen und großen Brustwarzen nicht stillen konnte. Nach frustrierenden und oft schmerzhaften Versuchen erkennt sie schließlich: ”being a good mother has nothing to do with breastfeeding (…) for the most part, my child is fed, and yes nourished, by formula. Like millions of other kids, who all grew up just fine.”

So wichtig es ist, für die Rechte für Frauen einzutreten, die nicht stillen wollen oder können – so wichtig ist es, auch für die Rechte Frauen zu kämpfen, die stillen wollen. Denn trotz des breiten Still-Imperativs soll es meist weiterhin fernab der Öffentlichkeit erfolgen. Frauen werden so von vielen Lebensbereichen und Aktivitäten ausgeschlossen. In den USA wurde eine Mutter aus einem Geschäft der Kette Hollister verwiesen, weil sie dort ihr Kind stillte. Anschliessend kam es zu Protesten und Still-Ins in verschiedenen Hollister-Filialen – Fotos der Aktion können hier angesehen werden. Keinerlei Lorbeeren hat sich auch 2012 wieder Facebook verdient. Besonders in englischsprachigen Ländern werden immer wieder Fotos von stillenden Frauen gelöscht und teilweise deren Accounts gesperrt. Vor allem The Feminist Breeder lieferte sich einen erbitterten Kampf mit Facebook um einige Fotos, phd in parenting fasst die Auseinandersetzung in einem (in diesem Land leider nicht einfach verfügbaren) Video zusammen. Trista Hendren fragt deswegen: “Does Facebook Hate All Women—or just Feminists?


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Lesestoff für das ganze Wochenende – die Blogschau

26. Januar 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 190 von 204 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Im Pfuilleton (danke, Sabine :) ) wird ja derzeit ständig behauptet, man könne Kindern rassistische Begriffe doch einfach “erklären”.  Schwarze Kinder hat dabei offenbar kaum jemand im Sinn…
Bei Bühnenwatch hat sich Anneke Gerloff  die Mühe gemacht, viele der in der Kinderbuchdebatte breitgetretenen white-supremacy-Argumente  auseinander zu nehmen. Auch Anarchistelfliege schreibt über den rassistischen Backlash, verlinkt gute Beiträge  und fasst nochmal einiges zusammen. Außerdem gibt es dort noch ein paar erläuternde Gedanken zum Unterschied zwischen Befindlichkeit und Betroffenheit.

Body policing und body shaming sind machtvolle Facetten von Sexismus – damit einher geht das oftmals komplett verinnerlichte Bewusstsein, dass der eigene Körper permanent von anderen wahrgenommen, reguliert, be- und abgewertet wird.  Nahezu alle Frauen* sind davon betroffen. Besonders krass erfahren das allerdings dicke Frauen*, denen ihr  “Versagen” im Kampf um das Erfüllen bestimmter Normen permanent vor Augen geführt wird.  Riotmango rantet gegen das Verleugnen von Privilegien, die schlanke Menschen in diesem Kontext gegenüber dicken haben.

Kotzen über das Erzbistum Köln und Verhütungspolitik:  ein offener Brief mit Hintergrundinfos.

Kinder und Jugendliche werden von Erwachsenen mit einer Menge Ansprüchen und Erwartungen konfrontiert – auch in links-alternativen Umfeldern, wie Somlu beschreibt.

Warum sie sich die offenbar obligatorische Diät zum Jahresanfang getrost spart, schreibt Katrin auf Reizende Rundungen. Toll aussehen geht sowieso auch hervorragend ohne.

Eine Taxifahrerin lehnt die Beförderung eines Fahrgastes ab, der sie bei einer vorherigen Fahrt sexuell belästigt hat. Bald darauf folgt die Kündigung, sie sei nicht „hart genug für diesen Beruf“ – das Mädchenblog berichtet über den unfassbaren Vorfall.

A propos unfassbar: Khaos.Kind schreibt einen offenen Brief an die EMMA, die sich in ihrer letzten Ausgabe in Sachen Bullshit selbst übertroffen hat.

Verharmlosung und Relativierung von sexistischen Übergriffen, Teil 6748: FDP-Politiker Rainer Brüderle hat eine Journalistin belästigt, und wer steht im Fokus der Kritik?  Na, ratet mal (Lösung bei Merle Stöver).
Die im Zuge des Vorfalls entstandene Twitterkampagne #aufschrei betrachtet das Antiblog und gibt praktische Hinweise, wie es weitergehen könnte. Auf Zehenspitzen sucht für sich einen Umgang mit Street Harrassment. Auch Frau Dingens erträgt den Normalzustand rape culture nicht mehr.

Ein neuer Stern am Bloghimmel:  Don’t degrade Debs, darling! startet mit wichtigen Fragen zur eigenen Identität:  “Habe ich das Recht Attribute die mir gefallen, die sich für mich erstrebenswert anfühlen anzunehmen oder muss ich dafür etwas erfüllen? Was ist entscheidend? Wie mich andere wahrnehmen? Wohl kaum! Wie ich mich selbst wahrnehme oder was ich mir wünsche zu sein? Kann ich Begrifflichkeiten entwerten oder ihnen die Schlagkraft nehmen, weil ich nicht genug irgendwas bin? Ab wann darf ich mich mit Dingen identifizieren?”

accalmie erklärt auf ihrem Blog noch mal das mit dieser Zensur und wer hier eigentlich wen ausschließt (auf Englisch).

Wie sich diskriminierendes Verhalten erkennen und bekämpfen lässt, darüber schreibt Zweisatz  – inzwischen bereits Teil 6.
Dazu passt eine anonyme Online-Umfrage, die Nejra Drljevic im Rahmen ihrer Bachelorarbeit in Sozialer Arbeit durchführt. Diese Befragung richtet sich an Frauen islamischer Religionszugehörigkeit und fragt u.a. nach Diskriminierungserfahrungen und Umgangsformen damit. Die Forscherin freut sich über rege Teilnahme.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Computer, Technik & Mädchen

29. November 2012 von Lisa

Der folgende Text erschien am Montag bei fuckermothers.

Vermeintlich können Männer Technik, Naturwissenschaft und Computer besser. Diese Festlegung beginnt bereits in der Kindheit. Beispielsweise werden in Spielzeugkatalogen Spielzeuge auf den Bereichen Technik und Handwerk fast immer von Jungen präsentiert, Puppen und Haushaltsgegenstände dagegen von Mädchen. Eine heilsame Ausnahme bildet die schwedische Version des ‘Top Toy’-Kataloges. Hier wurde Wert darauf gelegt, dass allen Kindern alle Spielzeuge offen stehen. Deswegen wurde in den Abbildungen auf eine strikte geschlechtliche Trennung verzichtet.

Auch einige Computerspiele haben nur männliche Helden. Damit signalisieren sie potentiell interessierten Mädchen, dass ‘das nichts für sie ist.’ Für das Spiel Windwalker aber gibt es nun Abhilfe: Ein Vater, der es mit seiner Tochter Maya spielte, war genervt, dass es nur eine männliche Hauptfigur gab. Er wollte nicht, dass sie mit dem Gedanken aufwächst, dass Mädchen keine Heldinnen sein können. Zunächst machte er die ‘Gender-Übersetzung’ nur mündlich, wenn er ihr den Text auf dem Bildschirm vorlas – schließlich programmierte er das ganze Spiel um:

“It’s annoying and awkward, to put it mildly, having to do gender-translation on the fly when Maya asks me to read what it says on the screen. (…) I’m not having my daughter growing up thinking girls don’t get to be the hero and rescue their little brothers.”

Hier gibt er nun eine Anleitung, wie die Pronomen des Spiels verändert werden können, so dass im Text nun ‘she’ statt ‘he’ steht.

Einen anderen Weg die Ingenieurin Debbie mit ihrer Spielzeugidee ‘Goldieblox’. Sie möchte damit Mädchen für Naturwissenschaft und Technik begeistern und sammelt momentan über ein Video Geld, um das Projekt zu realisieren. Ich bin unentschieden, was ich von Video und Idee halte. Das Vorhaben an sich ist sicherlich unterstützenswert und ich kenne viele Menschen, die von dem Video gerührt und begeistert sind. Für meinen Geschmack ist es allerdings etwas zu ‘kitschig’ und ich hatte den Eindruck, dass es mit einigen Stereotypen arbeitet (a la: ‘Mädchen mögen Prinzessinen, Rosa und lesen gern’). Ein notwendiger Schritt hin zu mehr Gleichheit oder eine Verstärkung von Differenzen?

In eine ähnliche Richtung geht das Computerspiel ‘MINT-Land‘, Es wurde an der ETH Zürich entwickelt und soll das Interesse von Mädchen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wecken. Schön wären allerdings, wenn auch umgekehrt Spiele entwickelt würden, die Jungen für Putzen, Pflegen und Kochen begeistern.


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Erlebnisse im TV, im Internet und in der Drogerie – die Blogschau

3. November 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 180 von 204 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Christine Olderdissen guckte Tatort und ärgert sich über das dort verbreitete verquere Weltwissen über lesbische Liebesbeziehungen – kein Ausrutscher, sondern alte Tradition.

Brandneu hingegen: das Institut für Klassismusforschung.

Melanie hat einen Hollaback!-Workshop besucht und berichtet für die Femgeeks von ihren Eindrücken.

Das Steinmädchen erzählt über ihre bisherigen Erfahrungen mit Netzfeminismus, die Bedeutung von Solidarität und macht der Mädchenmannschaft eine kleine wundervolle Liebeserklärung. Hach! Außerdem war sie vergangenen Mittwoch bei den Protesten gegen die Opferindustrie-Propaganda der Kachelmanns dabei. Bonus: ein kommentierter Medienspiegel!

Im Missy-Interview erzählt Sarah Diehl von ihrem gerade erschienen Roman Eskimo Limon 9.

Melanie erlebt hingegen sprachlos machendes in der Kassenschlange.

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Glückliche Feminist_inn_en im Glitzerkleid – die Blogschau

8. September 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 172 von 204 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

So ist es nämlich (auch): Feminismus macht glücklich! Warum, erklärt das Steinmädchen. Eat this, Verbitterte-Emanzen-Herbeifantasierer_innen!

Wie die Dresdner Neueste Nachrichten es in einem unglaublichen Move schaffen, Pussy Riot in einen Topf mit Nazis zu schmeißen, wie die Leser_innenschaft darauf reagiert und wie eklig das alles ist: nachzulesen bei e*vibes.

Wie ziehen wir unsere Kinder an? “Kritische Cis*-Reflexion für gendersensible/linke/alternative Menschen, die Verantwortung für junge Kinder haben”, fordert Joke von laufmoos in wichtigen Reflexionen über Geschlecht von Kindern und dessen Re/Präsentation.

Antinormativer Flausch hier, queerer Glitzer dort? Na ja: Bei Schwangerschaft hört der queere Spaß auf, befindet Grantel angesichts des Unsicht- und Undenkbarmachens schwangerer Trans*_Inter*-Personen in der queer-feministischen Blogosphäre.

Wie ihre Motive, gegen die Pinkifizierung von Mädchenwelten anzuarbeiten, verzerrt und falsch dargestellt werden, schreibt Stevie Schmiedel von Pinkstinks in ihrer Klarstellung.

Laura Gehlhaar schreibt bei den Leidmedien über die gängigen Klischees der Behinderung in Film und Fernsehen, und warum sie so fatal sein können.

Die Einsicht, dass die Wikipedia ein krasses Sexismusproblem hat, spricht sich anscheinend dann doch langsam herum. Tenthousand Spoons hat eine handliche Typologie der Experten (sic) erstellt, die sich in dieser Debatte natürlich unbedingt zu Wert melden müssen.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Jede Menge Lesestoff, frisch aus den feministischen Blogs

11. August 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 171 von 204 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Keine Lust auf Sommerloch? Dann ab in die Blogosphäre!

Bei der FAZ fragte Deus ex Machina wie das eigentlich gehen soll, mit dem artgerechten Arbeiten. Rücken kaputt durch langes Sitzen und Zeit draufgegangen für all den „Ausgleich“ – was bleibt uns dann eigentlich vom Leben?

Die West-Östliche Diva war beim „Shabab Talk“ der Deutschen Welle und sprach über die Olympia-Teilnahme der saudischen Frauen. Wer kein Arabisch versteht, kann ihre Blogzusammenfassung lesen.

Feminist_innen beschäftigen sich heute mit vielen Diskriminierungen und landen öfters bei der Frage: „Wenn ich’s nichts richtig machen kann, darf ich dann überhaupt noch was machen?takeover.beta über den Spagat zwischen „Nichts-tun“ und Ausbrennen.

Nachklapp der Wiener Zeltstadt der Frauen. Die ARGE Dicke Weiber hat ihr Manifest zu Schlankheitsterror und Gewichtsdiskriminierung online gestellt. Außerdem gibt es eine Rezension zu „Fettberg“ von Phyllis Kiehl.

Lesestoff gibt es auch beim mädchenblog. Dort wurde „Gender Studies“ rezensiert.

„I am not yours – Ich gehöre Dir nicht“ AlsMenschVerkleidet über die Versuche, sie zurechtzubiegen, ob mit Ermahnungen oder sexualisierter Gewalt.

Egal wie „hübsch“ 6-Jährige sind – ansprechen und ausquetschen muss mensch sie auf der Straße noch lange nicht. Eine Mutter auf Berlin Hollaback! über die erste Lektion ihrer Tochter in „Frauen sind Freiwild auf der Straße“.

„Ü-Eier in pink? Bei Ferrero dürfen Mädchen alles, aber nur in rosa. #Ichkaufdasnicht“ An Apple a Day schlägt einen neuen Twitter-Hashtag vor. Auslöser sind die neuen rosa Überraschungseier, die Ferrero extra entworfen hat, weil sich laut ihrer Marktforschung „Mädchen in keine Schublade pressen lassen“. Hat das eigentlich jemand gegengelesen?
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