Einträge mit dem Tag ‘Karlsruhe’


Nazi-Drill im Kindercamp, kein Raum für Trauer – kurz verlinkt

5. November 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 300 von 362 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Heidi Benneckenstein stammt aus einer Familie von treuen Nazis, als Kind wurde sie in geheimen Lagern gedrillt. Ihre früheren Kameraden zündeln heute bei NPD und Pegida. Heidi Benneckenstein hat sich anders entschieden und stieg aus. Eine Reportage der ZEIT berichtet über ihren Werdegang und Nazi-Strukturen in Deutschland (Hinweis: Der Beitrag enthält rassistische Begriffe.)

Das Bielefelder Magazin weird wird dieser Tage 8 – genauso wie übrigens die Mädchenmannschaft, juchu! Zu diesem Anlass erschien eine Jubiläumsausgabe. Happy Birthday!

In DieStandard schreibt Brigitte Theissl über Fat Aktivismus im deutschsprachigen Raum – mit dabei sind auch Hengameh und Magda sowie die in Wien lebende Künstlerin Julischka Stengele.

Dr. Yasemin Shooman ist Historikerin und leitet die Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin und verantwortet dabei die Programme »Migration und Diversität« sowie das Jüdisch-Islamische Forum der Akademie. Auf ufuq.de kann mensch ihren Kommentar zur Diskussion um das Tragen des Kopftuchs im öffentlichen Dienst lesen: “Mein Kopf gehört mir.”

Englischsprachige Links

Nach dem Tod einer nahen Person erwartet das Umfeld oft ein „schnelles Vorankommen“, ein Weiterleben. Kiran Sidhu spricht im The Guardian über den Tod ihrer Mutter: „Our inability to talk about death has left us ill-equipped to talk about grief.“

Das neue kanadische Kabinett wurde vorgestellt und es besteht aus 15 Ministern und 15 Ministerinnen. Huffington Post stellt die Ministerinnen vor, u.a. Jody Wilson-Raybould, die erste indigene Justizministerin Kanadas.

Termine in Berlin, Bremen, Karslruhe, Recklinghausen:

7. November, Berlin: Veranstaltung zu Repressionen von Aktivist_innen, die an den Gegenprotesten zum „Marsch für das Leben“ teilgenommen haben.

Ebenfalls 7. November, Recklinghausen: Feminismus im Pott feiert Geburtstag und sammelt gleichzeitig Spenden für gute Zwecke.

Am 8. November in Karlsruhe: Vortrag des Vereins „Dritte Option“ , der aktuell für einen dritten Geschlechtseintrag „inter/divers“ klagt. Die Veranstaltung in Karlsruhe wird von 20 bis 22 Uhr live im  Querfunk übertragen.

14. und 15. November, Bremen: Workshop zu „Was tun gegen rassistische Polizeikontrollen?“ für Zeug_innen und (potenziell) Betroffene von rassistischen Kontrollen (Facebook-Link)

16. November, BerlinStolpersteinverlegung (PDF) im Gedenken an Elli Smula (1914–1943). Die Berliner Straßenbahnschaffnerin Elli Smula wurde 1940 als lesbisch denunziert, verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert, wo sie 1943 ermordet wurde.

26. November, Berlin: Buchpremiere von AnouchK Ibacka Valiente (Hg.) „Vertrauen, Kraft & Widerstand. Kurze Texte von Audre Lorde“ in der Begine, gelesen von Anges Lampkin, Schauspielerin.


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Papa und Vorbild

14. Januar 2010 von Helga

Graue Schrift auf hellem Grund, Worte in ** sind rot: Veranstaltungsreihe mit Fotoausstellung in Karlsruhe - 15. bis 29. Januar 2010 - VÄTER*VOR*BILDER - Männerkarrieren in Familie *und* Beruf Der VÄTER Blog weist auf eine Veranstaltungsreihe in Karlsruhe hin, die morgen eröffnet wird und bis zum 29. Januar 2010 läuft. Unter dem Titel „ VäterVorBilder – Männerkarrieren in Familie und Beruf“ geht es um die Vereinbarkeit derselben für Väter. Geplant sind z.B. Workshops, Freizeitevents und Filmvorführungen, außerdem gibt es eine begleitende Fotoausstellung, die Väter bei ihrer Erziehungs- und Alltagsarbeit dokumentiert. Weitere Infomartionen beim Karlsruher Bündnis für Familie.


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Sex vs. Religion

7. August 2009 von Verena

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat entschieden: Sexuelle Aufklärung in der Schule geht vor religiösen Empfindlichkeiten.

Wie unter anderem die ZEIT berichtet, hatten die Eltern zweier Grundschüler in Ostwestfalen geklagt, ihre Söhne sowohl von einem Theaterprojekt, das sexuellen Missbrauch thematisierte, als auch einer Karnevalsveranstaltung befreien zu können. ‚Karneval in Ostwestfalen’… fragt sich die Kölnerin in mir… ;)

Die Eltern argumentierten, das Theaterprojekt mit dem Titel „Mein Körper gehört mir“ bringe den Kindern bei, sie könnten ungeachtet göttlicher Gebote und nur aufgrund ihres Gefühls individuell über ihre Sexualität entscheiden. Karneval erklärten sie zu einem katholischen Fest, in dem sich die Feiernden „meist völlig enthemmt – befreit von jeglicher Moral – wie Narren benähmen“

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, Kinder müssten andere Denkweisen aushalten:

Denn solche mit dem Schulbesuch verbundenen Spannungen zwischen der religiösen Überzeugung einer Minderheit und einer damit in Widerspruch stehenden Tradition einer anders geprägten Mehrheit sind grundsätzlich zumutbar

Ferner argumentierten die Richter,

dass die Schule mit der Sensibilisierung der Kinder für etwaigen
sexuellen Missbrauch und dem Aufzeigen von Möglichkeiten, sich dem zu entziehen, das ihr obliegende Neutralitätsgebot nicht verletzt hat

Ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro müssen die Eltern nun zahlen – mit Sicherheit weniger als die Alimente, die ihre Söhne im Falle einer, durch Unwissenheit hervorgerufenen, Vaterschaft zahlen müssten.


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