Einträge mit dem Tag ‘Irak’


Kurz und knapp zum Wochenanfang

22. Februar 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 44 von 74 der Serie Kurz notiert

Die Islamdebatte geht weiter. Hilal Szezgin kommentiert in der Taz:

“So unterschiedliche AutorInnen wie die Islamwissenschaftler Katajun Amirpur und Navid Kermani, die Migrationsforscherin Yasemin Karakasoglu, die Journalistin Mely Kiyak, der Schriftsteller Feridun Zaimoglu und ich haben bereits unzählige Male unser Unbehagen an einer Islam-Debatte dargelegt, die falsch verallgemeinert, unzumutbar polemisiert und ein wohlfeiles Ventil für jene Ressentiments bietet, die man früher Ausländerfeindlichkeit nannte und heute oft die Form von Islamfeindlichkeit annehmen.”

Matthias Franz, Organisator des Kongresses “Neue Männer – muss das sein?” hat der Taz ein Interview gegeben, in dem er über die Probleme spricht, die die Auflösung des traditionellen männlichen Rollenmodells mit sich bringt.

Wie dieStandard.at berichtet, wird die im März stattfindende Parlamentswahl im Irak wahrscheinlich die letzte Chance auf eine echte Beteiligung von Frauen am politischen Prozess sein. Diese Wahl wird die letzte sein, bei der es eine Frauenquote von 25% gibt.

Ebenfalls auf dieStandard.at fragt sich Ina Freudenschuss, was der Kampf um Frauenrechte mit Homosexuellen-Aktivismus zu tun hat? Sie findet: Eine ganze Menge!

An US-amerikanischen Universitäten kämpfen junge Frauen gegen Sex vor der Ehe und befinden: Das ist “echter” Feminismus! Und wenn man doch mal “sündige Gedanken” hat? Die Abstinenz-Aktivistinnen raten: Einfach mal einen tüchtigen Spaziergang einlegen, wie der Spiegel.de berichtet.

Happy Birthday: Die Pille wird 50!

Und: This is what a feminist looks like (via)- Feminismus Österreich-Style:


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Schwanger in der Kriegszone

18. Dezember 2009 von Magda

Auf religiondispatches.org berichtet Kathryn Joyce von einer in Fallujah (Irak) stationierten Marinesoldatin namens Amy, die schwanger wurde und sich für einen Abbruch entschied. Amy hatte nun folgende Möglichkeiten:

a) Sie erzählt ihrem/ihrer Vorgesetzten, dass sie schwanger ist und hofft auf medizinische Versorgung in einem Militärkrankenhaus. Auf Grund der starken Präsenz der AbtreibungsgegnerInnen im amerikanischen Kongress dürfen Militärkrankenhäuser Abtreibungen allerdings nur im Falle von Lebensgefahr, Vergewaltigung oder Inzest durchführen. Dies ist also keine Option.

b) Amy könnte auch einen medizinischen Ausgang in Fallujah beantragen und auf eigene Faust ein Krankenhaus suchen, welches Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Abhängig vom Gebiet kann dies mehr oder weniger sicher sein.

c) Oder: Amy wird zurück zu ihrem Heimatstandort nach North Carolina geschickt, wo sie privat eine Abtreibungsklinik finden muss.

Soldatin in Anbar Province 2006. US Army photo by Lance Cpl. Clifton D. Sams

Soldatin in Anbar Province 2006. US Army Foto von Lance Cpl. Clifton D. Sams

In jedem Fall müssen Frauen wie Amy mit Konsequenzen oder gar Karriereeinbüßen rechnen.

So kann Amy beispielsweise abgemahnt werden, weil sie unerlaubten Sex hatte. Zwar existiert der so genannte “sex ban” im Militär nun offiziell nicht mehr; auf Grund von diversen Einschränkungen findet er dennoch immer noch Anwendung. Nicht überraschend sind überdurchschnittlich viele Frauen von diesen Verwarnungen betroffen, da man nun einmal nur Frauen ansehen kann, wenn Sex Konsequenzen hat. Bei einer Verwarnung schwinden selbstverständlich die Chancen auf eine Beförderung bzw. kann dies sogar das Ende von Amy’s Karriere bedeuten. Als Frau in einem männlich dominierten Beruf ist man darüber hinaus eventuell auch Spott und Vorwürfen ausgesetzt, die darauf hinauslaufen, dass Frauen “ja nun einmal nichts im Militär zu suchen hätten”.

Aus diesen Gründen hat Amy mehrmals versucht, selbst eine Abtreibung durchzuführen. Mit online bestellten pflanzliche Abtreibungsmitteln und dem Putzstock ihres Gewehrs versuchte sie ein erstes Mal, einen Abbruch durchzuführen. Nach dem zweiten missglückten Versuch erzählte sie einer Vorgesetzten von ihrer Schwangerschaft und lieferte sich selbst ins Militärkrankenhaus ein, von dem sie in die USA ausgeflogen werden sollte, um dort privat eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Als man ihr dann mitteilte, dass sie dafür abgemahnt wird, dass sie Sex in einem Kriegsgebiet hatte, führte sie in der gleichen Nacht noch einen nun “erfolgreichen” Schwangerschaftsabbruch durch.

Nachdem ein/e Psychater/in ihr in der Konsequenz bescheinigte, dass sie unter Depression und PTSD (posttraumatic stress disorder = posttraumatische Belastungsstörung) leide, erwirkte Amy ihre eigene Entlassung aus dem Dienst.

“They convinced themselves that anyone who would do a self-abortion is crazy,” Amy says. “It’s not a crazy thing. It’s something that rational, thinking women do when they have no options.”

(Zu deutsch: “Sie glaubten, dass eine Frau, die selbst eine Abtreibung durchführt, verrückt sein muss,” sagt Amy, “aber es ist keine verrückte Sache. Es ist etwas, was rational denkende Frauen tun, wenn sie keine Optionen haben.”)


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Rechtlosigkeit trifft Fanatismus: Selbstmord-Attentäterinnen im Irak

27. November 2009 von Magda

Die Leiterin des Baghdad-Büros der New York Times, Alissa J Rubin, schrieb auf guardian.co.uk einen interessanten Artikel mit dem Titel  Inside the Mind of a Female Suicide Bomber, in dem sie die Beweggründe irakischer Selbstmord-Attentäterinnen skizziert.

In den letzten Jahren gelang es anti-amerikanischen Widerständlern immer seltener, geplante Anschläge in die Tat umzusetzen, da auf öffentlichen Plätzen und vor Regierungsgebäuden in Irak auf Grund von sich häufenden Selbstmordattentaten erhöhte Sicherheitsstufen implementiert wurden. Die Tatsache, dass Frauen weniger als potentielle Täterinnen gesehen und demnach seltener auf Sprengstoff untersucht werden, benutzten die Widerständler zu ihrem Vorteil:

Quelle: http://alhannah.com

www.alhannah.com

Die weite und bodenlange Abaya, das traditionelle Gewand vieler Irakerinnen, ist das ideale Versteck für Unmengen an Sprengstoff. Auf Verdacht eines Attentats müsste man demnach alle Frauen untersuchen, die dieses Gewand tragen, was bei der verhältnismäßig kleinen Anzahl an den in Irak stationierten Soldatinnen kaum möglich ist. Wie Rubin betont, spielt hier außerdem eine Rolle, dass AmerikanerInnen im Umgang mit irakischen Frauen angeblich eher vorsichtig sind, um die “Sittsamkeit” der Irakerinnen durch Durchsuchungen nicht zu verletzen.

Bisher haben sich rund 60 Selbstmord-Attentäterinnen in die Luft gesprengt und mehrere hunderte Menschen mit in den Tod gerissen. Attentäterinnen bekommen für ihren “Dienst” weniger Lohn als ihre männlichen Pendants. Wie Rubin beschreibt, spielt Rache an den amerikanischen BesetzerInnen und religiöser Eifer eine bedeutende Rolle für Frauen. Die meisten der Attentate fanden im Jahre 2007 und 2008 statt – die Zahlen gingen dieses Jahr insgesamt für Männer und Frauen zurück. Auf Grund der hohen Todesrate der Selbstmord-AttentäterInnen ist es selbstverständlich schwierig, sie zu verhören und ihre Beweggründe zu verstehen.

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Wieder nur Verliererinnen

3. Juli 2009 von Helga

Die Stellung und das Leben der Frauen verbessern. Das war eines der Argumente, um Saddam Hussein zu stürzen. Doch wie die Deutsche Welle neulich berichtete, ist genau das Gegenteil eingetreten.

Bis Anfang der achtziger Jahre hätten die Irakerinnen zu den bestausgebildeten, emanzipiertesten Frauen der arabischen Welt gehört, erklärt Nadje Al-Ali. Doch die Diktatur, der iranisch-irakische Krieg und besonders das ab 1990 verhängte Sanktionsregime hätten bewirkt, dass hunderttausende Irakerinnen ihre Arbeitsplätze und Bildungschancen verloren. Die Invasion 2003 und die anschließenden Gewaltexzesse hätten diese Entwicklung noch einmal beschleunigt.

Mädchen gehen nicht mehr zur Schule aus Angst vor Entführungen oder weil die Familie es sich einfach nicht leisten kann. Gewalt in Familie und Ehrenmorden an Frauen bleiben unbestraft. Die amerikanischen Truppen setzen die Frauen unter Druck, Informationen über ihre männlichen Verwandten und deren (Terror-)Absichten herauszugeben. Insgesamt 800.000 Witwen müssen ihre Familien alleine durchbringen. Auch die Entwicklung der irakischen Politik verheißt nichts Gutes für die Frauen:

Noch gilt im Irak das alte, einheitliche Personenstandsrecht von 1959, das trotz vieler frauenfeindlicher Veränderungen während der Diktatur Saddam Husseins nach Ansicht engagierter Frauenrechtlerinnen immer noch recht fortschrittliche Elemente enthält. Doch der Artikel 41 der neuen irakischen Verfassung sieht vor, dass die Iraker ihren Personenstand künftig nach Maßgabe ihrer Religion oder ihres eigenen Ermessens individuell entscheiden sollen. Die bisherigen Erfahrungen in anderen arabischen und islamischen Ländern haben gezeigt, dass solcherart gespaltenes Personenstandsrecht für Frauen meist von Nachteil ist: denn es wird nicht klar definiert, welche Interpretationen des islamischen Rechtes zum Tragen kommen sollen und wer die Interpretationshoheit innehaben soll.

Die gute Nachricht: Viele Irakerinnen organisieren sich in Frauenorganisationen und engagieren sich für Verbesserungen. Doch der ständige Kampf, der von außen in das Land getragen wird, macht ihnen das Leben schwer. Für sie kein Grund aufzugeben.


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Kampf um die Frauenstimme

30. Januar 2009 von Meredith

Morgen, am Samstag, finden im Irak landesweit Kommunalwahlen statt. In der New York Times ist nachzulesen, wie es dem weiblichen Wahlvolk damit geht.

Für das irakische Parlament gilt eine Frauenquote von 25 Prozent, doch für die kommunalen Räte nicht. Für diejenigen Frauen, die gewählt werden, wird es also ein harter Kampf, denn besonders gern gesehen sind sie von ihren männlichen Kollegen offenbar nach wie vor nicht.

Von 14.000 Kandidaten sind etwa 4.000 Frauen und sie müssen ziemlichen Mut aufbringen. Denn die politische Gewalt betrifft auch sie: Am Mittwoch wurde eine Politikerin von bewaffneten Milizen in ihrem eigenen Haus erschossen. Bisher sind Frauen von dezidiert politisch motivierten Angriffen zumindest körperlich verschont geblieben. Meist beschränkten sich ihre Gegner darauf, Wahlplakate zu verschandeln und Drohungen auszusprechen. Viele Frauen trauen sich daher nicht mal, Wahlplakate anzubringen oder sonst öffentlich für ihr Kampagnen zu werben – sie organisieren stattdessen eher private Veranstaltungen.Wer etwa ganz traditionell von Haus zu Haus geht, beweist schon einen extrem großen Willen.

Die Stimmung ist so schlecht, dass auch erfolgreiche, gebildete Frauen teilweise resignieren:

Bushra al-Obeidi, a law professor at Baghdad University, has rebuffed all efforts to persuade her to become a candidate. She feels the odds are stacked against women, starting with laws she views as discriminatory and derogatory toward women — one allows a rapist to largely escape punishment if he marries his victim. Ms. Obeidi also has little faith in the commitment to gender equality among the current political leadership, which is dominated by religious parties.“I assure you,” she said, “they are against women. They are lying to us.”


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Angst vor dem Namen auf einem Wahlplakat

23. Januar 2009 von Susanne

Focus Online berichtet über irakische Frauen, die bei den Wahlen für das Parlament und die Provinzverwaltungen eigentlich kandidieren möchten, sich aber nicht trauen. Denn obwohl es für diese Wahlen eine 25-Prozent-Quote für Frauen gibt, müssen diese bei einer Kandidatur mit Gewalt rechnen. Die Frauen erscheinen bei den Wahlen 2009 zum ersten Mal mit ganzem Namen auf den Wahllisten, wo früher nur das Symbol ihrer Partei zu sehen war. Das macht sie persönlich angreifbar:

Frauen haben nach der Verfassung zwar die gleichen Rechte wie die Männer, was Wahlen, Eigentum und Gerichtsfähigkeit betrifft. Doch in der irakischen Gesellschaft herrschen tiefe Meinungsverschiedenheiten über ihre Rolle und die des Islams.

(…)

Inzwischen wird schon befürchtet, dass gar nicht genug Frauen antreten werden, um die 25-Prozent-Quote zu erfüllen. Für Said Arikat, Sprecher der UN-Mission im Irak, ist dieses Phänomen nicht überraschend: „Manche Statistiken zeigen, dass Frauen in den Ländern, die von geschlossenen zu offenen Wahllisten übergehen, nicht so gut damit fahren.“ Allerdings kann nach seiner Einschätzung die Umstellung auch für Männer schwierig sein: „Zu Wahlen im Irak anzutreten, erfordert Mut und Engagement von allen Kandidaten.“

(…)

Die frühere irakische Frauenministerin Nirmin Othman, die inzwischen Umweltministerin ist, äußert Verständnis für die Angst vieler Frauen. Gleichwohl sei die Teilnahme an den Wahlen wichtig, um den Irak weiter zu verändern. „Wir brauchen Frauen in Bezirkstagen, Provinzverwaltungen und im Parlament – einfach überall, wenn wir wollen, dass unsere Belange bei der Entscheidungsfindung gehört werden“, sagt sie.


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Mutter von Ehrenmordopfer im Irak erschossen

2. Juni 2008 von Meredith

Vor ein paar Wochen haben wir hier auf den Fall des irakischen Mädchens Rand hingewiesen. Sie war im Mai von ihrem eigenen Vater ermordet worden, weil sie sich in einen britischen Soldaten verguckt hatte. Rands Mutter Leila hatte sich in einem – für irakische Verhältnisse – todesmutigen Akt von ihrem Mann scheiden lassen.

Die letzten Wochen hatte sie auf der Flucht verbracht und sich in diversen Frauenhäusern vor dem Mann, der ihre Tochter totgeschlagen und ihr den Arm gebrochen hatte, versteckt.

Gestern wollten zwei irakische Frauenrechtsaktivistin Leila zur Grenze Richtung Amman bringen. Auf dem Weg zum Auto wurde Leila mit drei Schüssen von Unbekannten ermordet, die beiden Aktivistinnen kamen mit schweren Schussverletzungen davon.

Die Situation der Frauen im Irak scheint sich immer mehr zu verschlimmern. Weder die Polizei noch weite Teile der irakischen Gesellschaft interessieren sich für die vielen Fälle sogenannter Ehrenmorde, die in den letzten Jahren passiert sind.

Die beiden Helferinnen müssen nun auch um ihr Leben fürchten und den Irak daher verlassen. Allerdings fehlt es ihrer Organisation an Geld. Die guten Frauen bei jezebel haben sich Kontaktdaten zu der NGO verschafft, wer helfen will, sollte ihnen einfach eine Mail schicken.


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Der Hass eines Vaters

16. Mai 2008 von Meredith

For Abdel-Qader Ali there is only one regret: that he did not kill his daughter at birth. ‘If I had realised then what she would become, I would have killed her the instant her mother delivered her,’ he said with no trace of remorse.

Das steht im Observer. Der Iraker hatte vor zwei Wochen seine 17-jährige Tochter, eine Studentin namens Rand, tot geschlagen und gewürgt, weil sie sich in einen britischen Soldaten verguckt hatte. Die beiden hatten sich bei einer Hilfsorganisation kennengelernt. Doch Rand hatte kaum Kontakt zum dem Mann, sondern nur ein paar Mal mit ihm gesprochen. Bei Teenagern reicht so eine “Beziehung” ja gerne aus, um sie intensiv ins Schwärmen zu bringen. Rand war zum ersten mal verknallt und das führte sie in den Tod.
Als ihr Vater sie öffentlich mit dem Briten sprechen sah, stürzte er sich auf sie, warf sie zu Boden und stieg ihr auf die Gurgel.

Als ihre vollkommen schockierte Mutter Rands Brüder zu Hilfe rief, eilten die herbei – und begannen ebenfalls auf Rand einzutreten.

Abdel-Quader und seine Söhne sind auf freiem Fuß. Als seine Frau ihm ankündigte, ihn zu verlassen, brach er ihr den Arm. Das Schlimmste, was Abdel-Quader passiert ist: dass er von seinem Job beurlaubt ist.

In dem Observer-Interview brüstet er sich mit seiner Tat und sagt, er würde immer wieder so handeln und er sei froh, keine Tochter mehr zu haben.

Liebe Leser, wer kennt sich mit diesem Thema aus? Was kann man tun, um solche Fälle zu verhindern und/oder Rands Mutter zu helfen?


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Soviel zur Befreiung des Irak

10. Dezember 2007 von Meredith

In der nordirakischen Stadt Basra sind im vergangenen Jahr 40 Frauen die Opfer eines islamistisch motivierten Mordfeldzuges geworden.

In vielen Vierteln Basras sind auf den Hauswänden Todesdrohungen gegen Frauen zu sehen, die geschminkt oder ohne Kopftuch auf die Straße gehen, berichtet die AP. Und an den Leichen der Opfer werden islamistische Botschaften angebracht mit Erklärungen wie “Diese Frau hat gegen die göttlichen Lehren verstoßen” und Warnungen an andere, die es ihnen gleich tun.

Interessanterweise hat in den USA vor kurzem eine rechtskonservative Publizistin eine Tirade gegen liberale Feministinnen gehalten und behauptet, die US-Truppen hätten im Irak mehr für die Befreiung der Frauen getan, als das feministische Etsbalishment überhaupt. Fragt sich nur, was die Frauen im Irak denken, die nicht mehr frei entscheiden können, was sie tragen möchten, ohne um ihr Leben zu fürchten.


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