Einträge mit dem Tag ‘Interview’


Codebabes, Fußballtrainerinnen und tolle Aktivist_innen – kurz verlinkt

8. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 234 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Initiative #untragbar wendet sich gegen die menschenverachtenden und nicht selten tödlichen Zustände in der globalen Textilindustrie.

Ein Interview mit Renate Lasker-Harpprecht, die zwei Jahre in den Vernichtungslagern Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte, hat Die Zeit geführt.

Über Menschenrechtsverbrechen an Intersex-Kindern in der Schweiz berichtet zwischengeschlecht.info.

Vor einem Jahr begann der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München – und der NSU-Skandal geht weiter.

In Berlin sind mehrere Geflüchtete in den Hungerstreik getreten. Die aktuelle Pressemeldung findet sich bei Asylum Rights Evolution. Unterstützung wird vor Ort dringend benötigt.

englischsprachige Links

“Gefängnisse sind für niemanden sicher” – ein Gespräch zwischen den Aktivist_innen CeCe McDonald, Reina Gossett und Dean Spade in mehreren Videoclips gibt es  auf der Website des Barnard Center.

For Harriet veröffentlichte ein Interview mit der Juristin und Aktivistin Michelle Alexander über die (gesellschaftlichen) Konsequenzen der Gefängnisindustrie.

20 queere Personen of Color, die wir kennen sollten, listet das Outsmart Magazine.

Programieren lernen mit strippenden Frauen – Sarah Perez von TechCrunch findet’s eher uncool.

Feministing berichtet über die zunehmenden Proteste und Aktionen in Nigeria, um die entführten Schülerinnen zurück zu holen. Eine Zusammenfassung der Ereignisse, Hintergründe und Stellungnahmen nigerianischer Aktivist_innen veröffentlichte auch noch einmal der Guardian. Allerdings gibt es auch Repressionen gegen Protestierende, so Al Jazeera. Fungai Rufaro Machirori widmet den entführten Mädchen und dem Kontext, in dem diese Gewalttat steht, ein Gedicht. Spectra Speaks und Minna Salami erinnern daran, dass langfristig es nicht damit getan ist die Mädchen “zurückzubringen”, sondern auch die allgemeinen Lebenssituationen von Mädchen in Nigeria in den Fokus gerückt werden sollten.

Vergewaltigungsanklagen, die immer öfter aus hanebüchenen Gründen fallen gelassen werden, sind auch in den USA ein Problem, beschreibt The Independent.

Die Portugiesin Helena Costa wird als erste Trainerin eines europäischen Männer-Erstliga-Vereins das Team von Clermont, Frankreich, coachen.

Die Schauspielerin Gabourey Sidibe hat bei den Gloria Awards eine vielbeachtete Rede u.a. über Selbstbewusstsein und feministische Inspiration gehalten – ihr könnt sie hier, bei Vulture, nachlesen. Concern Trolling durch “besorgtes” Publikum gab es gratis dazu, kritisiert Ragen Chastain bei Dances With Fat.

Außerdem verrät sie zehn Gründe, warum sie nie wieder eine Diät machen wird.

Termine in Annaberg-Buchholz, Berlin, Innsbruck, Passau:

Seit vorgestern und noch bis zum 10.5. in PassauAye Aye Soeur! – Kulturfestival zu Gender, Gleichstellung und Feminismus

Im gleichen Zeitraum in Innsbruck: Intersex-Aktivist_innen inititeren Info und Proteste gegen den 25. Jubiläums-Kongress der “Europäischen Gesellschaft für Kinderurologie (ESPU)”

Am 8. Mai in Berlin: Queerfeministischer Filmabend mit FAT UP mit Filmen rund um fette Diskriminierung und fette Selbstermächtigung.

Am 23. Mai in Berlin: Demo für die Abschaffung des im “Transsexuellengesetz” vorgesehenen Gutachterverfahrens. Hier geht es zum Facebook-Event.

Am 26. Mai findet zum wiederholten Mal ein “Marsch für das Leben” in Annaberg-Buchholz (Sachsen) statt. Es gibt erstmalig Gegenaktivitäten.


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Ein feministischer Spielplatz – Interview mit dem Künstler_innenkollektiv COVEN Berlin

14. April 2014 von Charlott

Ein Gespräch mit den Macher_innen des Künstler_innen-Kollektivs COVEN Berlin über ihre letzte Ausstellung und ihre allgemeinen Ansätze, sowie welche Möglichkeiten Kunst bietet.

Ihr habt euch als Kollektiv im letzten Jahr zusammengefunden. Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Wie haben die einzelnen Personen dazu gefunden? Und warum findet ihr es wichtig als Kollektiv zu arbeiten?

Die Ausstellung ©Judy Mièl 2014

Die Ausstellung ©Judy Mièl 2014

COVEN Berlin wurde in der Küche der Gründerinnen Lo Pecado und Judy Mièl ins Leben gerufen. Nach monatelangem Reden, Lästern, Lachen und Philosophieren über das Erwachsenwerden als queere Frauen in einer patriarchalen, hetero-normativen Gesellschaft wollten wir unsere Erfahrungen teilen, den Küchentisch verlassen und uns in die öffentliche Sphäre wagen. Was zunächst als Blog begann, entwickelte sich zu einem Online-Magazin, einem Kollektiv aus Menschen mit verschiedenen Herkünften, Hintergründen und Fachkenntnissen. Zum einen kamen diese aus unseren Freund_innenkreisen, zum anderen hatten wir online zur Kooperation mit COVEN Berlin aufgerufen. Wir wurden überrascht wie viele interessante und motivierte Leute sich tatsächlich gemeldet hatten. Als wir am Anfang noch zu zweit waren, hatten wir mit Lo den theoretischen, journalistischen und inhaltlichen Teil und mit Judy den kreativen, visuellen Teil kombiniert, jedoch aufgrund des zeitlichen Aufwands eines Online-Magazins lange nicht abgedeckt. Jetzt sind wir ein multi-mediales Kollektiv, eine Gruppe von ‘Feminist Conqueerors’.

Wie kann ich mir die Kooperation und Zusammenarbeit im Kollektiv vorstellen?

COVEN Berlin ist eine (Online-)Plattform mit flachen Hierarchien, welches Vielfältigkeit als Leitmotiv trägt. Jede Meinung, Geschichte und Perspektive zählt. Wir wollen unseren festen, sowie auch temporären Teammitgliedern und Beitragenden einen offenen Raum anbieten um einen multidirektionalen Dialog zu führen und sich mit Worten und Bildern jeglicher Form auszudrücken. Unsere Hauptintention ist es, persönliche Erfahrungen, Gedanken und Reflexionen zu Gender und Sexualität zu teilen. Da COVEN Berlin Menschen mit verschiedenen soziokulturellen Hintergründen verbindet, stimmen nicht unbedingt alle Meinungen überein, was wir jedoch ausschließlich als Bereicherung für das Kollektiv verstehen.

Eure letzte Ausstellung hieß “FEMINIST CONQUEERORS: A PLAYGROUND”. Was war die Idee dahinter? Was sollten Besucher_innen mitnehmen?

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Historische Drag Kings, safere Sextipps, eindimensionale Medienschablonen – die Blogschau

29. März 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 240 von 256 der Serie Die Blogschau

Wichtige Geschichte(n): Das ButchBlog über “historische Drag Kings in den USA“.

Was an der verharmlosenden Berichterstattung über die Hebammenkrise falsch und problematisch ist, fasst Anja bei Von guten Eltern zusammen. Dazu auch noch passend: Auf der Seite selbstgeboren.de werden Geburtsberichte von Personen gesucht, die eine “kraftvolle und selbstbestimmte Geburt erlebt haben” haben. Nicole analysiert auf literatier, welche fraglichen Bilder durch diesen Aufruf (und dem Diskurs um “selbstbestimmte, natürliche Geburten”) transportiert und verstärkt werden.

Über Safer Sex für Trans*-Menschen (und andere) gibt es viel zu lesen und verlinkt bei wunder2welt.

Auf unregelmäßige Gedankensplitter wird dargestellt, warum (queer_)feministisches Wissen gespeichert werden sollte. Der Artikel ist Teil einer längeren (geplanten) Serie zum warum und wie des Archivierens von feministischen Wissen.

Einen Mangel an sexueller Bildung und was partriarchale Strukturen und die Pille danach damit zu tun haben, beschreiben Franziska Barth und Anna Wegricht bei wildwuchsutopien.

Steinmädchen schreibt über das beklemmende Gefühl des Kontrollverlusts, wenn das Geld nicht reicht.

Bloggerin Katrin (Reizende Rundungen) hat dekaderei ein Interview gegeben – “über den persönlichen als auch kollektiven Kampf gegen Fatshaming, das von “Frauenzeitschriften” propagierte Schönheitsideal, die Zerschlagung von Mode und Körperregime und ihren Umgang mit anonymer Hate-Speech”.

“Warum wir auf diese Art Bezeugungen verzichten können, bei denen sich weiße Hetero-Männer für möglichst viel Publicity gegenseitig dafür auf die Schultern klopfen, wie unfaßbar fucking tolerant sie sind, ja, ganz von sich selber gerührt, ohne zu checken, dass genau diese Kultur das Problem stärkt, vom dem sie sich so stolz abheben wollen” erklärt Eve Massacre auf Breaking The Waves.

Hilfreiche Tipps wanted: Das FemCamp Wien braucht eine Location! 120 Leute sollen sich am 20. und 21. Juni in Wien zur feminstischen Vernetzung treffen können.

Die österreichische feministische Online-Zeitschrift diestandard (von der Mädchenmannschaft sowohl häufig verlinkt als auch kritisiert) steht angesichts drohenden Ressourcen-Entzugs vor dem Aus. Was das bedeutet, erklärt Lea Susemichel in der an.schläge.

(Post-)Schwangere Körper in den Medien – aufZehenspitzen bietet eine gruselige Zitatezusammenstellung.

Über “Neues zu schädlichen Arbeitsumfeldern in der IT-Branche” anhand der Beispiele GitHub und Mozilla schreibt Melanie bei femgeeks.

Kurzfristiger Demo-Tipp: Eine Kneipe im Wrangelkiez in Berlin hat Schwarzen Menschen Hausverbot erteilt. Dagegen wird am Sonntag (morgen) um 17 Uhr demonstriert: Hier das Facebook-Event und der Demo-Aufruf der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (auf Englisch).

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“Es gab keine Reflexionen über Mutterschaft aus feministischer Perspektive” – Fritzi und ich in Warschau, im Gespräch mit Sylwia Chutnik

25. März 2014 von Lisa

Jochen König ist Autor, wohnt mit seiner vierjährigen Tochter Fritzi in Berlin, interessiert sich für die gesellschaftlichen Debatten rund um Feminismus, Familie und Geschlecht und hat ein Buch über sein Leben mit Fritzi geschrieben, das sich um diese Themen dreht.

Im Zug ist es nur eine Stunde von Berlin bis zur deutsch-polnischen Grenze. Und trotzdem haben viele Menschen hier wenig bis keinerlei Bezug zu Polen. Bis vor wenigen Jahren wusste ich selbst kaum etwas über dieses Land. Der Blick richtet sich eindeutig Richtung Westen. In deutschen Schulen wird französisch unterrichtet, die Französische Revolution ist auch weniger geschichtlich Interessierten ein Begriff und gesellschaftspolitische Debatten in Frankreich (wie beispielweise über die Homoehe) sind auch in deutschen Medien präsent. Vergleichbare Diskussionen in Polen werden dagegen in Deutschland kaum wahrgenommen. In Warschau bin ich unter anderem mit Sylwia Chutnik verabredet, um sie zu interviewen. Sie ist Mitbegründerin der Fundacja MaMa und im Jahr 2008 erschien ihr Roman Kieszonkowy atlas kobiet – 2011 auch auf Deutsch unter dem Titel Weibskram. (Ein weiteres Interview mit ihr, das auf ‘fuckermothers’ bereits erschien, führte Anna Kasten.)

Fritzi und ich machen uns auf den Weg nach Warschau. Etwas mehr als fünf Stunden im Zug von der einen Hauptstadt in die andere. Wir wohnen in Warschau in einem Hostel in Praga, einem Stadtteil östlich der Wisła (Weichsel), der in vielerlei Hinsicht an Prenzlauer Berg in den 90er Jahren erinnert. Als ich zuletzt vor mehr als zehn Jahren in Warschau war, habe ich im Zug noch einen Stempel in meinen Reisepass bekommen und mich während meines gesamten Aufenthalts nicht getraut die Wisła zu überqueren. Nur aus sicherer Entfernung, vom westlichen Ufer aus, habe ich das alte Stadion in Praga mit dem damals angeblich größten Basar Osteuropas gesehen. Heute steht an selber Stelle das Nationalstadion, das für die Fußballeuropameisterschaft der Männer 2012 errichtet wurde.

Mit Sylwia Chutnik treffen wir uns im zur Fundacja MaMa gehörenden MaMa Cafe etwas südlich der Innenstadt. Das Café hat sogar Club Mate im Angebot. Es dient vor allem als Anlauf- und Begegnungsort für Mütter. Darüber hinaus versucht sich die Stiftung an gesellschaftlichen Debatten rund um Mutterschaft zu beteiligen und unterstützt Frauen/Mütter auf vielfältige Art und Weise. Fritzi spielt in der Spielecke des Cafés und ich stelle Sylwia ein paar Fragen.

2006 hast du die Fundacja MaMa gegründet. Kannst du erklären wie es dazu kam? Was war der Ausgangspunkt und was war das Ziel?

Seit ich 16 Jahre alt bin, bin ich Teil einer anarcho-feministischen Bewegung, organisiert eher in informellen Gruppen. Als ich mit 24 Jahren dann Mutter wurde, ich hatte gerade mein Studium beendet, merkte ich, dass meine eigenen feministischen Gruppen nichts über Mutterschaft wussten. Viele hatten ein Problem mit meinem Mutter-sein. Sie verstanden nicht, dass ich eine Mutter sein wollte. Du Arme, du hast ein Kind, deine politischen Aktivitäten sind nun Geschichte, dein Leben ist vorbei. Es gab keine Gruppen oder Projekte, die sich mit Feminismus und Mutterschaft auseinandersetzten. Es gab keine Reflexionen über Mutterschaft aus feministischer Perspektive. Als mein Sohn zweieinhalb war, war ich so frustriert. Ich hatte keinen Platz mehr in meiner feministischen Bewegung. Außerdem stand ich unter dem Druck des Mythos der Mutter Polin. Eine Mutter solle ihre eigenen Ambitionen vergessen, um dem Staat einen Soldaten für den Krieg zu schenken. Dazu der popkulturelle Druck, erfolgreich im Beruf und eine gute Ehefrau zu sein. Und ich war mittendrin. Ich wollte etwas Offizielles starten. Ich hatte auch keine Lust mehr auf große Diskussionen und Plena, die ich aus den Kollektiven und Gruppen kannte, bei denen ich bisher mitgemacht hatte. Also gründeten wir zu dritt eine Stiftung.

Wie ist die Situation heute?

Wir sind jetzt mehr Leute. Seit drei Jahren haben wir größere Räume. Wir werden in den Medien wahrgenommen. Wir waren starke junge Mütter, die etwas tun wollen. Aus medialer und popkultureller Perspektive waren wir gut genug, um wahrgenommen zu werden. Wir haben das für uns genutzt. Wir wussten, was wir wollten. Wir haben uns an der öffentlichen Debatte beteiligt und durch die Medien haben wir es geschafft unsere Botschaften zu verbreiten. Was sich dagegen nicht verändert hat: wir sind zwar größer geworden, haben aber immer noch kaum Geld.

Was bedeutet für dich/euch Feminismus im Kontext von Mutterschaft?

Am Anfang war das gleichzeitige Sprechen über Mutterschaft und Feminismus ein Oxymoron. In der öffentlichen Wahrnehmung hatte eine Feministin jeden Monat eine Abtreibung und konnte deshalb gar keine Kinder haben. Wir mussten also am Anfang erst einmal diskutieren, was es bedeutet Mutter und Feministin zu sein. Wichtig ist auch für uns: pro-choice – selbst entscheiden zu können, ein Kind zu bekommen oder nicht. Dazu glauben wir, dass es Müttern bereits besser geht, wenn sie sich aus dem Haus trauen. Wir sind stärker und nicht so frustriert, wenn wir zusammen sind und einen Ort haben, an dem wir uns treffen können.

Es herrscht ein ungeheurer Druck auf Mütter: Sie müssen gute, liebevolle Mütter sein, dazu erfolgreich im Job und gleichzeitig sexuell attraktiv. Wie läuft der Diskurs in Polen?

Vier Aspekte spielen in dem Zusammenhang in Polen eine Rolle. Der bereits angesprochene post-romantische Mythos der Mutter Polin. Die kommunistische Zeit ist von Bedeutung, die Entbehrungen und dabei trotz aller Widrigkeiten eine gute Mutter zu sein. Der Katholizismus, der den Müttern eindeutig die Rolle als Hausfrau zuweist, die für Kinder und Haushalt zuständig ist, während der Ehemann Geld verdienen geht. Dazu kommt dann noch der Kapitalismus, der uns sagt, was wir brauchen und was wir nicht brauchen und was wir mit unseren Ehemännern und Kindern machen möchten. Es ist harte Arbeit als Mutter zu erkennen, dass es auch in Ordnung ist keinem dieser Wege zu folgen.

In Deutschland gibt es in den letzten Jahren einen regelrechten Hype um neue Väter. Gibt es etwas Vergleichbares in Polen?

Immer mehr Frauen sind sauer auf die Väter und haben keine Geduld mehr. Wir sind ganz am Anfang. Väter fangen an übers Vater-sein zu sprechen und es gibt auch einige Diskussionen in den Medien. Väter fangen an Spaß am Vater-sein zu haben. Es ändert sich etwas. Ich möchte daran glauben. Es sind aber kleine Schritte. Wir sind in Warschau, einer großen Stadt, ich hoffe das ist nicht der einzige Grund für meine Hoffnung. Nicht weit entfernt von hier gibt es seit einem halben Jahr einen Väter-Club. Wir freuen uns darüber. Erst dachten wir, das sei eine echte Revolution, aber es gehen nicht sehr viele Väter dort hin. Darüber hinaus gibt es viele Vätergruppen, die vor allem zusammen gegen ihre jeweiligen Ex-Frauen kämpfen und sich gegenseitig in Fragen ums Sorgerecht unterstützen. Wir sind eine Stiftung für Mütter und wir warten sehnsüchtig auf eine ähnliche Stiftung für Väter.

Meine Sprachkenntnisse reichen leider nicht aus, um mich mit Sylwia Chutnik über diese Themen auf Polnisch zu unterhalten. Das hier dokumentierte Gespräch haben wir auf Englisch geführt – die gekürzte und sicherlich an vielen Stellen fehlerhafte und ungenaue Übersetzung ins Deutsche stammt von mir.

Während Fritzi auf meinem Schoß sitzt, plaudern wir noch etwas über ihr Buch und ihre darin sehr düster und pessimistisch formulierte Perspektive auf die polnische Gesellschaft („Marysia Kozak war elf Jahre alt und ahnte, dass die Welt fürchterlich war.“) sowie die Beteiligung der Fundacja MaMa an der von MTV Poland produzierten Sendung Teen Mom Poland. Ich erzähle ihr auch noch etwas von meiner pessimistischen Perspektive auf die so genannten neuen Vätern und dass in Deutschland alle gefeiert werden, die etwas mehr Zeit mit den eigenen Kindern verbringen, dass wir von einer gerechten Aufteilung der Verantwortung für Kinder allerdings noch sehr weit entfernt sind.

Fritzi und ich verbringen noch zwei weitere Tage in Warschau. Wir spazieren in der Wintersonne durch die Straßen, treffen noch weitere spannende Menschen und versuchen uns auf unseren Wegen durch die Stadt mit dem Bussystem zurecht zu finden. Dann sitzen wir wieder im Berlin-Warszawa-Express. Zuhause schwärmt Fritzis vor allem von unserem Besuch in der Galeria Bzzz! im Centrum Nauki Kopernik.


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Männerkunst,Transgender Treff, Fat Fashion – die Blogschau

19. Oktober 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 221 von 256 der Serie Die Blogschau

Wenn Pop-Art-Sexist Mel Ramos und Nazi-Kunstgröße Richard Müller, ergänzt durch Werke von Wolfgang Joop,  eine gemeinsame Ausstellung im Leipziger Museum der bildenden Künste bestreiten, “wird nicht mal ver­sucht, zu ver­schlei­ern, dass es sich um eine Aus­stel­lung von Män­nern für Män­ner han­delt”, so die outside the Box.

Einen Bericht von Michaela Werner über den  letzten Transgender Euregio Treff gibt es beim gleichnamigen Blog: “Es war ein unheimlich schöner und ausgelassener Abend, in dem wir uns über viele Dinge unterhalten konnten, die man so nur in einem persönlichen Gespräch angemessen darlegen kann.” Das nächste Treffen in der Bodenseeregion findet am 9. November statt.

Nadias Weg “von der digitalen WG in die erste eigene Web-Wohnung” – Die berühmt-berüchtigte “Bloggerin von Shehadistan” im Interview bei blogger-antworten.de.

“Gedankensalat” zum großen Thema Selbstfürsorge serviert Unter der Glasglocke und setzt sich mit Kritik am Selfcare-Konzept auseinander:  “Ich verstehe die Kritik nicht als Kritik an den Umgängen und Strategien an sich, sondern als Kritik an der Dominanz der Texte, dem Vokabular und der Nicht-Berücksichtigung von Lebensrealitäten. Ich verstehe sie als ein Aufzeigen von gewaltsamen und klein haltenden Strukturen, die aus psychiatrischem System und christlicher Fürsorge-Geschichte kommen und die sich durch diese Texte zu Selbst-Fürsorge ziehen.”

Die Fatty Fashion Fun Challenge ändert ihre Mitspielregeln und erklärt, warum die Mindestkleidergröße für die Teilnahme nun bei  46 liegt: “Niemand kann gegen das Körperempfinden eines anderen Menschen argumentieren und das wollen wir auch nicht, aber wir wollen auch nicht unterstützen, dass ganz durchschnittliche Figuren als dick und außerhalb der Norm angesehen werden. Das Problem an der Sache ist, dass wir nun wiederum eine Einteilung vornehmen müssen, eine Rolle die uns nicht gefällt, aber für uns leider notwendig.”

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Lesbische Geschichte sichtbar machen: “Wir wollten diese Gesellschaft provozieren”

30. September 2013 von Magda

Die LESgenden Doku-Reihe erzählt filmisch die Geschichten von Lesben und kreiert somit ein Zeitzeugnis, in dem die Protagonistinnen selbst zu Wort kommen. In kurzen Filmporträts erzählen die Aktivistinnen über ihr Leben, ihre Politik und ihre Projekte. Manche sahen sich als Teil der Frauenbewegung, einige verorteten sich in der Lesbenszene, die den Heterosexismus der Frauenbewegung kritisierte, andere sind/waren weniger oder gar nicht an feministische und andere herrschaftskritische Kontexte gebunden. Besonders beeindruckt war ich vom Interview mit Monika Mengel, Gründungsfrau der 1. deutschen Lesbenband Flying Lesbians, in dem sie aus ihrer Perspektive den Zeitgeist der 1970er beschreibt.

Es ging uns nicht um Akzeptanz, es ging uns auch nicht darum, geduldet zu werden in dieser Gesellschaft, Es ging uns eigentlich um einen Angriff. Wir waren gegen diese plumpe Gesellschaft, gegen diese Form der Intoleranz, nicht nur uns gegenüber, sondern gegen viele Andere auch. Wir wollten diese Gesellschaft provozieren.

Ich konnte leider nicht herausfinden, wie viele Portraits noch geplant sind, hoffe aber, noch weitere spannende Geschichten zu hören. Es fällt allerdings auf, dass bisher ausschließlich weiße Lesben zu Wort kommen. Vielleicht sind ja noch Portraits mit Aktivistinnen wie z.B. Katharina OguntoyeMaisha M . Eggers oder Peggy Piesche geplant, um einen Teil von Bewegungsgeschichte sichtbar zu machen, der kaum in der Geschichtsschreibung Erwähnung findet: Aktivismus von Schwarzen/of Color lesbischen Feministinnen in Deutschland.

Die bereits veröffentlichten Folgen:

  • Folge 1: Monika Mengel, Gründungsfrau der 1. deutschen Lesbenband Flying Lesbians.
  • Folge 2: Carolina Brauckmann, Sängerin und Songwriterin.
  • Folge 3: Sarah Dienstag, Mitarbeiterin beim YouTube V-Log Nosy Rosie.
  • Folge 4: Susi Beckers, Golden Girl, verstarb im Juli diesen Jahres.
  • Folge 5: Ulrike Anhamm, Gründungsfrau von lespress.

LESGenden ist eine Kooperation von phenomenelle mit der Filmproduktionsfirma Sistas Inspiration und der Journalistin Sandra Doedter. LESgenden findet ihr auch auf Facebook.


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Male Tears, Rassismus und Vernetzung – die Blogschau

28. September 2013 von Viruletta
Dieser Text ist Teil 218 von 256 der Serie Die Blogschau

Zum Herbsteinbruch eine lauwarme Suppe gefällig? Heng hat da auf ihrem Blog Tea-riffic eine ganz besondere für euch aufbereitet; sie besteht ausschließlich aus den Tränen von Schmerzensmännern. Satt werden trotzdem alle, denn ein junger Typ, der eine Frau* auf der Straße angegraben und von ihre eine falsche Nummer kassiert hat, vergießt gleich eimerweise Male Tears darüber.

Auch bei der taz wird sich beklagt; darüber, dass auf dem Black-Lux-Festival Rassismus so “penetrant” thematisiert worden sei. Azadê hat den Artikel auf Kanaction aufgegriffen und schreibt: “Wissen Sie, was so richtig penetrant ist? Jeden Tag Rassismus zu erleben“.

e m m i hat ein Interview mit der großartigen Bloggerin von riotmango geführt. In dem Interview erklärt die Autorin unter anderem, warum Fat Empowerment und Körpervielfalt auf ihrem Blog gerade eine so große Rolle spielen. Und wie sie eigentlich zu dem Mangosymbol gekommen ist.

Kübra Gümüsay hat auf ein fremdwörterbuch eine Liste deutsch-muslimischer Blogger*innen, Modeblogger*innen und Youtuber*innen zusammengestellt.

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Internationale Perspektiven und Musik – kurz verlinkt

21. August 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 199 von 247 der Serie Kurz notiert

In den vergangenen Tagen haben sich allerhand spannende Linktipps angesammelt – daher gibt es diese Woche “Kurz verlinkt” gleich zweimal. Hier Teil 1.

Die Musikerin Almut Klotz, u.a. Mitberünderin der legendären Lassie Singers, ist gestorben. Im Missy Magazine gibt es einen Nachruf.

Die Initiatorin des Hashtags #SolidarityIsForWhiteWomen, Mikki Kendall, erklärt im Guardian nochmal, warum die Aktion so wichtig war und ist. Auch bei Ebony schreibt sie über die Aktion und über Solidarität und Gemeinschaft zwischen Feministinnen of Color und weißen Feministinnen [beide Texte auf Englisch].

Großes Gelächter, aber auch berechtigter Ärger in der feministischen US-Medienwelt: Typ zeigt mal, wie eine feministische Website geht, dafür werden 6,5 Millionen Dollar  lockergemacht [auf Englisch] .

Und die 14jährige kanadische Aktivistin Rachel Parent zeigt der Welt, wie mit überheblichen, herablassenden TV-Interviewern fertig zu werden ist [Text und Video auf Englisch].

Über die Finanzierung eines Fonds für betroffene von sexualisierter Gewalt in der Familie gibt es weiterhin Streit, so Die Welt, weil die Länder nicht wie vereinbart zahlen wollen.

Powerful: Bei Body Love Wellness gibt es eine Auswahl körperpositiver Spoken-Word-Performances [Text und Videos auf Englisch].

Am 25. Juli demonstrierten Zehntausende in Chiles Hauptstadt Santiago für das Recht auf weibliche Selbstbestimmung und Abtreibung. Die Jungle World sprach mit den Feministinnen Lelya Troncoso Pérez und Hillary Hiner über die Proteste und die Abtreibungsdebatte in Chile.

FEMEN – wer steckt dahinter, wer finanziert sie? Bei Marie Rioux gibt es Hintergrundinfos [auf Englisch].

Eine neue Studie zeigt, dass Bildung und Einkommen einen großen Einfluss auf die Frage hat, ob einer Frau aus medizinischen Gründen die Gebärmutter entfernt wird, so DieStandard.

Ebenfalls bei DieStandard ein Interview mit der Anti-FGM-Aktivistin Bogaletch Gebre: “Unser Elend ist zum Geschäft geworden”.

Außerdem schreibt DieStandard über eine fundamentale Gesetzesänderung in Deutschland: Das neue Personenstandsrecht gesteht intersexuellen Babys erstmals ein unbestimmtes Geschlecht vor dem Gesetz zu. Warum damit allerdings längst nicht alles in Butter ist, ist bei OII-Deutschland nachzulesen.

Großartige Ressource: die Oberlin Alumni Association hat eine Liste von Büchern, darunter viele “Klassiker_innen”, über ‘Race’, Gender, Sexualität, Klasse und Kultur zusammen gestellt, die als Gratis-PDFs im Netz verfügbar sind [auf Englisch].

440hz – bald auch in deiner Stadt! Lad sie jetzt ein!

 

Termine in Berlin und Frankfurt/Main (mehr …)


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Dustin weint, Welt jubelt

11. Juli 2013 von Anna-Sarah

…oder auch:

Studien bestätigen: Bei jedem an 1 Feminist_in gerichtetes genervtes Ächzen, Augenrollen, “Man kann’s auch übertreiben”, “Ihr wollt ja nur Unterdrückung umkehren” und “Du willst dich aber auch partout über irgendwas aufregen, ne?” wird irgendwo auf der Welt 1 Typ unter einer Kekslawine begraben, weil er “Ich finde das nicht so gut, dass Frauen manchmal benachteiligt sind” gesagt hat.

Ein als Mann* markierter Mensch, am liebsten berühmt, muss eigentlich nur öffentlich sagen, dass er Frauendiskriminierung nicht so cool findet, und zack: Props und Anerkennung, und wenn dabei sogar das Wort Feminismus vorkommt, gibt es kein Halten mehr und der Champagner fließt in Strömen – so altbekannt wie nervig. OK, ich spitze zu, aber zumindest was Social Media angeht, staune ich immer wieder, für welche schlichten bis empörend aneignerischen und fauxministischen Statements und Handlungen Männer* mit geradezu euphorischem Lob (manchmal auch direkt mal mit Kolumnen in feministischen Zeitschriften) bedacht werden.  Aktuell zu beobachten bei einem offenbar schon älteren Video, das eine Interviewszene mit Dustin Hoffman zeigt. Der berühmte Schauspieler äußert sich dort über seine aus der Arbeit am Film “Tootsie” gewonnene Erkenntnis, dass Schönheitsstandards Frauen bisweilen hart zu schaffen machen und vergießt ein paar Tränchen angesichts all der durch den eigenen Tunnelblick verpassten Chancen, noch mehr tolle Frauen kennzulernen.

Aber nicht alle freuen sich darüber. Wie Tyler Coates gestern auf Flavorwire schrieb (ja, auch die Mädchenmannschaft rückt zuweilen mal einen Male-Ally-Cookie raus einself, wobei es wegen der normalisierenden Verwendung der Formulierungen “good looks” und “male genitalia” leider keine bunten Streusel oben drauf gibt):

Pardon me for not wanting to jump on the Dustin Hoffman Appreciation bandwagon all of a sudden; I tend not to get my hard-hitting analyses of gender inequality from the straight white dudes who have pretty much profited from the pervading culture that rewards good looks and, well, male genitalia. When men come to great conclusions about how sexism exists (usually too late and with great amounts of self-satisfaction), they’re granted hero status; when a woman does it, she’s bitter, sensitive, angry, man-hating, etc.

Entschuldigt, dass ich nicht Knall auf Fall  in die Dustin-Hoffman-Jubelchöre einstimmen mag, aber ich neige nicht unbedingt dazu,  weiße Heterotypen, die bisher ordentlich profitiert haben von dieser alles durchdringenden Kultur, die gutes Aussehen und, tja, männliche Genitalien belohnt, als bevorzugte Quelle für pointierte Analysen über Geschlechterungerechtigkeiten anzusehen. Wenn Männer zu der großartigen Einsicht gelangen, dass Sexismus existiert (üblicherweise zu spät und mit einer Riesenportion Selbstgefälligkeit), wird ihnen der Heldenstatus zugebilligt; wenn eine Frau das macht, ist sie verbittert, empfindlich, wütend, männerfeindlich usw.

Ich möchte – wie nett von mir ;)  – niemandem verbieten, sich über einen vor Rührung über sich selbst weinenden Hollywoodstar zu freuen oder sich davon empowert zu fühlen, aber manchmal wünsche ich mir bei sowas schon mehr Kontextualisierung. Besonders in feministischen Zusammenhängen. Und mindestens dasselbe, nein: noch eine Kelle mehr Cheerleading für nichttypisierte Sexismuskritiker_innen. Und für Leute, die  nicht aufhören gegen Sexismus zu kämpfen, obwohl es täglich rauhen Gegenwind anstatt Applaus gibt.


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Heroische Frauen, mieser Journalismus – kurz verlinkt

10. Juli 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 197 von 247 der Serie Kurz notiert

Minna Salami schreibt auf Ms. Afropolitan über afrikanische Feminismen und ihre Geschichte (englischsprachig)

Der neue Wegbereiterinnen Kalender ist da! Der Wandkalender im Format DIN A 3 präsentiert auch in diesem Jahr zwölf aktive Frauen aus der Geschichte (PDF).

Zwei Musikerinnen des Pussy Riot-Kollektivs sind inkognito auf Tour. Die taz hat sie interviewt.

Laut dem Handelsblatt haben auch konservative Regierungsabgeordnete in Costa Rica für ein neues Ehe-Gesetz gestimmt – allerdings offenbar ohne sich den Text vorher genau durchzulesen, denn das Gesetz erlaubt auch lesbische und schwule Ehen.

Auch im deutschen Bundesrat standen dieser Tage spannende Themen auf der Agenda: erleichterter Zugang zur “Pille danach”, die Gleichbehandlung schwuler und lesbischer Ehen im Einkommenssteuerrecht und die Möglichkeit der vertraulichen Geburt.

Die Filmindustrie schließt Frauen systematisch aus, stellt nun auch die Süddeutsche Zeitung fest.

Der Sportjournalismus ist nicht viel besser: Angesichts des Wimbledon-Erfolgs von Tennisspieler Andy Murray war vielfach zu hören und zu lesen, dass dieser “seit 77 Jahren der erste britische Sieg” sei – was allerdings nur dann stimmt, wenn man die vier Tennisspielerinnen nicht mitzählt, die in dieser Zeit in Wimbledon gewonnen haben (englischsprachig).

Das superbe US-amerikanische Bitch Magazine macht auch diesmal wieder einige Artikel aus der Print-Ausgabe online zugänglich – darunter eine Kulturgeschichte des Phänomens Junggesellinnenabschied, eine Analyse der Diskussionen um den Feminismus von Popstar Beyoncé und der Erklärung, warum Fett ein queeres und feministisches Thema ist. Welche_r es sich leisten kann: große Abo-Empfehlung!

In ihrem Spoken-Word-Vortrag “Embarrassed” wendet sich Hollie McNish gegen die doppelmoralischen Einschränkungen, denen sie sich als stillende Mutter im öffntlichen Raum ausgesetzt sah (englischsprachig).

Die New York Times erinnert daran, dass “Rasse” keine biologische, sondern eine soziale Kategorie ist (englischsprachig).

In Deutschland geht die Kampagne gegen racial profiling in die zweite Runde: “Es handelt sich dabei um eine von der Kampagne Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) initiierte Beschwerdebrief-Aktion an die Bundespolizei, die Menschen auf einem niedrigschwelligen Niveau handlungsfähig machen und das strukturelle Problem des Racial Profiling sichtbar machen soll”.

Vor 20 Jahren wurde die feministische Musikikone Mia Zapata ermordet; ByteFM erinnert.

s.e. smith schreibt bei XOJane: “Ob es euch passt oder nicht – der westliche Yoga-Hype ist ein Paradebeispiel für kulturelle Aneignung” (englischsprachig).

Über heroische Leistungen von Piloten wird bisweilen viel gesprochen – was aber ist mit dem Kabinenpersonal, deren Fähigkeiten und Einsatz bei Notfällen, fragt Lisa Wade bei Sociological Images (englischsprachig)?

In vielen Regionen hat heute der Ramadan begonnen. Zu diesem Anlass gibt Muslimah Media Watch sechs Tipps für das Schreiben und Sprechen über  muslimische Frauen (englischsprachig). Ramadan Mubarak!

Termine in Berlin, Mainz, Halle/Saale und Hamburg nach dem Klick: (mehr …)


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