Einträge mit dem Tag ‘Intersexualität’


Selbstfürsorge, Hollaback und Thatcher – kurz verlinkt

17. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 186 von 195 der Serie Kurz notiert

Bei Buzzfeed gibt es 18 großartige Illustrationen rund um das Thema Street Harassement. (Leider auch mal mit ableistischer Sprache…) [Englisch]

In Schweden wollte eine Dessous-Kette durchsetzen, dass die Mitarbeiterinnen Namensschilder tragen, auf denen auch die BH-Größe vermerkt ist. Über das Urteil eines Arbeitsgerichts berichtet die taz.

The Feminist Current schreibt über Zusammenhänge zwischen (Post-)Feminismus, Geschlecht und Veganismus - auch bekannt als der “PETA-Complex”. Und was das alles mit Femen zu tun hat. [Englisch]

M.I.A. ist nicht nur Musikerin, sondern hat auch schon zuvor einiges an Kunst fabriziert. Complex stellt ihr zehn besten “art moments” zusammen. [Englisch]

An Margeret Thatchers Politiken gibt es vieles wichtige zu kritisieren (neben all dem neoliberalistischem Zeug, doch auch ihre Äußerungen über Anti-Apartheids-Kämpfer_innen, welche Terror_istinnen seien, und ihre Rolle im Nordirlandkonflikt), aber rechtfertigt das sexistische Beschimpfungen? Nein tut es nicht, stellt dieStandard heraus.

Die Auszahlung von Sozialhilfe an die Schulleistungen von Kindern zu koppeln? Eine ganz großartige Idee, dachten (u.a.) Politiker_innen in Tennesse. Die acht-jährige Aamira Fetuga ging dagegen vor. [Englisch]

Zwar schon etwas älter, aber nie zu spät: Die Dokumentation “Eyes of The Rainbow” über Assata Shakur, US-amerikanische Bürgerrechtlerin, kann mensch kostenfrei online anschauen. [Englisch]

Marga Spiegel ist 100 Jahre alt geworden und hat ein neues Buch herausgebracht. Es heißt “100 Jahre – 4 Leben. Eine deutsche Jüdin erzählt.” und wird bei dieStandard vorgestellt.

In Dortmund fand das FrauenFilmFestival statt (wir wiesen darauf hin). Nun stehen auch die Preisträgerinnen fest. Für den besten Spielfilm wurde die polnische Regisseurin Małgośka Szumowska ausgezeichnet.

Bei The DIY Courier gibt es Selbstfürsorge-Tipps für depressive Zeiten. [Englisch]

In Österreich gibt es eine neue Rentenregelung. Alle sollen jetzt gleich behandelt werden, wie das aber aufgrund von bestehenden Ungerechtigkeistverhältnissen vor allem Frauen nun mehr benachteiligt, kann mensch bei an.schlaege nachlesen.

Das Gleichstellungsbüro der Universität zu Köln hat den Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache überarbeit.

Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Wir haben unsere Netiquette nochmal geringfügig geupdatet.

Termine in Berlin und Jena:

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Sex, “Normalität” und Rötelimpfungen – die Blogschau

9. Februar 2013 von Charlott
Dieser Text ist Teil 192 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Melanie hat bei glücklich scheitern noch ihren “Senf zu #aufschrei” veröffentlicht, übt Kritik und berichtet von eigenen Erfahrungen. Bei Anarchistelfliege wird schon einmal gefragt, was denn vom #aufschrei bleibt.

Wie über den Islam und Muslime schreiben? Bei den ruhrbaronen gibt es Hinweise.

riottrrrans rechnet mit dem Konzept “Sex” ab und schreibt da unter anderem: “Sex zur partner_innenschaftlichen Pflicht zu erklären, schafft die Grundlage für die Überschreitung körperlicher Grenzen und führt zusätzlich dazu, dass Menschen, schon ohne den partner_innenschaftlichen Vorwurf, ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie nicht mit ihrer/ihrem Partner_in schlafen.”

Katrin von Reizende Rundungen zeigt eine kreative Antwort auf die typischen Diätwerbungen – da heißt es dann “Shame Loss” statt “Weight Loss”.

Nächste Woche findet der Aktionstag zu One Billion Rising statt. Zu diesem Anlass gibt es bei ewig unzufrieden eine differenzierte Kritik an dem Konzept.

Identitätskritik schreibt über aktuelle Therapieerfahrungen, denn: “In einem Tweet in den letzten Tagen schrieb ich, dass weniger Gewalt auch eine Alternative wäre zur nächsten Therapie. Leider kann ich mir das mal wieder nicht aussuchen.”

Vor acht Jahren starb wurde Hatun Sürücü ermordet. Sakine erinnert an sie auf textprodüksiyon.net.

Was heißt eigentlich “normal”? Und was macht das, wenn ständig mit diesem Konzept um sich geworfen wird? Auf Don’t degrade Debs, darling! gibt es dazu einen unbedingt lesenswerten Beitrag.

Antiprodukt twitterte “Wie gehen überhaupt die Zwangs-Rötelimpfungen bei Grundschülerinnen in der Schule klar? “Damit du später mal eine gesunde Wurfmaschine bist”” und analysiert das weiter in einem Blogbeitrag.

Seit einem Jahr gibt es den Blog Auf Zehenspitzen (Gratulation!) und zum Jubiläum gibt es ein kleines Resümee zum Umgang mit Elternschaft.

Die queerfeministische Gruppe diss_ analysiert, was an Femen problematisch ist.

Zwischengeschlecht berichtet, dass der UN-Sonderberichterstatter für Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung sich zu missbräuchliche Praktiken im Gesundheitswesen geäußert hat und da auch auf Zwangsoperationen bei Intersex-Menschen eingeht.

Es gibt ein neues Blog in der feministischen Blogosphäre! Bei queerdenke_n gibt es seit einigen Tagen “Subjektives über Feminismus, Queerness & Sexualität“.

Und für alle die heute Abend in Berlin sind und noch nichts vor haben: Mit “Take Back the Night” startet eine radikalfeministische Partyreihe
für trans*_dykes_woman only.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Lach doch mal, Integration und Schönheit – die Blogschau

19. September 2012 von Sabine
Dieser Text ist Teil 175 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Aufgrund technischer Probleme war die Blogschau am vergangenen Samstag (16.09.12) leider nicht vollständig. Hier nun Klappe die 2.:

Warum die Benennung der neuen Berliner Integrationsbeauftragten eher nicht integrierend wirkt und 13 der 14 Migrant_innenvertreter_innen die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung zur Neubesetzung boykottiert haben, das steht auf anders deutsch.

Zeitungen kämpfen online um Klicks, um ihre Angebote zu finanzieren. Lucie schaut sich in der Süddeutschen um: Mario Barth erhält bald eine Kolumne und body shaming im Hot-or-Not Stil sind auch dabei. Es soll fresh („freche Schreibe“) sein und ist letztendlich doch „nur Spaß“.

Hobbit nimmt sich hingegen ein Skalpell und zerlegt einen sexistischen Witz in seine Einzelteile – so was sollte obligatorisch in die Lehrpläne aufgenommen werden.

Antje Schrupp findet Norm entsprechende Körper aus Modejournals banal, die Frage des Aussehens ist jedoch eine ganz wichtige. Die Wahl der Kleidung kommuniziere nämlich Standpunkte, Wertehaltungen und dafür gebe es einen guten Grund.

Die Denkwerkstatt fragt: „Wo sind die Feministinnen“ in Österreich und kommt dabei zu einem spannenden Ergebnis.

„Aber, ich als Frau…“  Derailing, wer kennt es nicht? Hier einige Argumente der Entgegnung.

Kattascha hat einen ausführlichen Artikel über das Ehrenamt, Motivationen und mitgliederfreundliche Strukturen am Beispiel der Piraten geschrieben.

„Gemütlich sitzen da Kind und Eltern beisammen, das aufgeschlagene Buch vor sich, sie reden über Alltagsrassismus, das Kind lauscht aufmerksam den Ausführungen der Eltern mit ihren kultur- und sozialwissenschaftlichen Studienabschlüssen.“ Mit Kindern sollte geredet werden, warum manches trotzdem unnötig ist, findet sich bei Dr. Mutti. [Text ist mit Triggerwarnung: N-Wort einmal in Anführungszeichen, 1. Absatz]

Und noch ein paar Termine:

Von heute, dem 19. September an bis zum 29. veranstaltet Zwischengeschlecht.info Proteste gegen Zwangsoperationen an Inter­sexuellen und Infoabende in Leipzig, Dresden und Halle.

Gestern startete der Film Call me Kuchu über die ugandische LGBT-Community seine Tour durch die Kinos in Deutschland, Zwischenstop heute ist z.B. Frankfurt.

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Intersexuelle Menschen sichtbar machen und schützen

11. September 2012 von Gastautor_in

Leo studiert „Nonprofit-Management und Public Governance“ und interessiert sich für Gender- und Queerthemen. Er_Sie hat einer Veranstaltung über Intersexualität gelauscht.

Die SPD-Bundestagsfraktion veranstaltete am 4. September 2012 eine Podiums­dis­kussion zum Thema „Inter­sexuelle Menschen an­er­kennen. Selbst­be­stimmung im Identitäts­geschlecht“ in der Berliner Zwölf-Apostel-Kirche.

Mechthild Rawert, MdB (SPD) sagte zu Beginn: „Wir wollen alle Menschen sichtbar machen.“ Mut in der Debatte machte das Referat der argentinischen Botschaft über deren neue Gendergesetzgebung. Zum Schluss fasste Rawert zusammen: „Wir sind gegen kosmetische Operationen im Kindesalter. Wir wollen ein Ende der Dis­kri­mi­nierung und brauchen Unterstützungsangebote für Eltern und intersexuelle Menschen. “

Vor der Diskussion hatten die SPD-Fraktion und die Zwölf-Apostel-Gemeinde dort zum Vespergebet geladen. Die Predigt hielt Bruder Franziskus vom evangelisch-hochkirchlichen Rogatekloster. Er kritisierte, die Kirche habe bisher nicht genug für intersexuelle Menschen getan. Er bat Gott, alle Leben gleichsam zu schützen. Gott sei mit den Minderheiten. Amen. Wenn’s denn hilft.

Simon Zobel vom Verein Intersexueller Menschen und Amnesty International fragte ihn, wenn Gott mit den Minderheiten sei, wer die Mehrheiten seien. Und antwortete selbst: Es sind die Konstrukte Mann und Frau. Zobel kritisierte, viele intersexuelle Menschen würden nicht erfasst im „Raster von Fehlbildungen und Abweichungen“. (weiterlesen …)


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Unbequem und solidarisch bleiben – die Blogschau

1. September 2012 von Viruletta
Dieser Text ist Teil 176 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Nachdem Fiona Baines von Maskulisten aus der Wikipedia-Community gemobbt worden ist, hat Wikimedia nun wenigstens eine Stellungnahme gepostet, in der dazu aufgerufen wird, sich mit Betroffenen zu solidarisieren. Femgeeks haben den Vorfall zum Anlass genommen, die deutsche Wikipedia einer ausführlichen Analyse zu unterziehen, in der sie den Ist-Zustand analysieren und Vorschläge für die Zukunft machen.

Dem Thema Maskulisten haben sich auch Kathrin Ganz, Leah Bretz und Nadine gewidmet und einen Artikel für den Sammelband “Die Maskulisten” über Hatr.org geschrieben, eine Plattform, die laut Selbstbezeichnung “Scheiße zu Geld” macht.

different needs rezensiert “Mach’s selbst”, ein DIY-Buch (nicht nur) für Mädchen*.

Auch das mädchenblog kann mit einer Rezension aufwarten; utrumque widmet sich dort einem neu erschienenen Buch zum Thema Intersexualität.

Viruletta schreibt auf ihrem Blog über das Privileg, die Welt durch eine rosa Brille zu sehen.

Nachdem ein Filmstudierender einen fiktiven, extrem sexistischen Werbespot für das Kultgetränk Club Mate ins Internet gestellt hatte, hat die Raummaschine eine E-Mail an die dazugehörige Brauerei und anschließend einen Blogpost über den Vorfall geschrieben, in dem sie den Mailverkehr abbildet und dazu aufruft, viel mehr unbequeme Mails zu schreiben.

Das Khaos.Kind schreibt über die Problematik, die entsteht, wenn potentiell von einer Diskriminierung Betroffene die dahinterstehenden Strukturen und Machtverhältnisse leugnen.

TRIGGERWARNUNG: Die Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt nimmt einen taz-Artikel auseinander, in dem sexualisierte Gewalt als ein minderschweres Verbrechen dargestellt wird, das in einem Nachruf ruhig schon mal schön geredet werden darf.

Wie es sich anfühlt, wenn der persönliche Schutzraum vor den Augen des eigenen Kindes plötzlich von der Polizei gestürmt wird, beschreibt MUTTERSEELENALLEINERZIEHEND und schildert dabei Sexismus, Polizeigewalt und das Ausspielen von Macht. Nichts für schwache Nerven.

High on Clichés ruft im vierten Teil ihrer Serie You can stop r*** dazu auf, bedingungslose Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und Täter*innen aus dem sozialen Umfeld auszuschließen.

Auf menschenhandel heute wird erklärt, welche Folgen die Vorstellung, dass es sowas wie das “perfekte Opfer” gibt, für Betroffene unterschiedlicher Gewaltverhältnisse haben kann, die nicht in dieses konstruierte Bild passen.

glücklich scheitern schreibt über Probleme und Diskriminierungen, mit denen Mütter bei der Jobsuche konfrontiert sind.

Termine: (weiterlesen …)


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Würde und Selbstbestimmung statt Bevormundung – Petition für Reform des Transsexuellenrechts

5. Juli 2012 von Maria
Dieser Text ist Teil 7 von 15 der Serie Feminismus im Recht

Das Bundesverfassungsgericht musste sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Ent­scheidungen schützend vor die Menschenrechte von Trans*-Menschen stellen. Es hat diverse Regelungen des Trans­sexuellen­gesetzes (TSG) für verfassungswidrig und nicht anzuwenden erklärt – so zum Beispiel das Erfordernis der Scheidung und der operativen Herstellung von Fort­pflanzungs­un­fähig­keit vor der Personen­stands­änderung (die Mädchen­mannschaft berichtete). Eine grund­legende Reform des Trans­sexuellen­rechts steht bisher aber aus.

In einem aktuellen partizipativ erarbeiteten Forderungspapier (PDF) stellt ein bundesweiter Arbeitskreis aus über 30 Trans*-Gruppen und Einzelpersonen dar, wie das Recht gestaltet werden könnte, was an der Würde und der Selbst­be­stimmung von Trans*-Menschen orientiert ist, sowie Transgender und intersex nicht ausschließt. Eine entsprechende Petition kann aktuell von Privatpersonen und Organisationen (außer Parteien) mitgezeichnet werden. Arn Sauer, der an der Ent­wick­lung des Positions­papiers beteiligt war und Mit­autor einer Studie zu Dis­kri­mi­nierungen von Trans*Personen in Deutsch­land: „Wir wollten einen umsetzungs­orientierten Forderungs­katalog vor­legen, der klar macht, wie eine Reform in unserem Sinne aussehen kann. Wir brauchen jetzt gesell­schaftliche Unter­stützung.“ Dieser Beitrag stellt die wichtigsten For­derungen vor und berichtet über die poli­tischen Hinter­gründe.

Abschaffung der Begutachtung vor Änderung von Vornamen und rechtlicher Geschlechtszugehörigkeit

Im Moment muss eine „transsexuelle Prägung“ durch Gutachten bescheinigt werden, ein Gericht entscheidet dann über die Vornamens­änderung und/oder die Änderung des Geschlechts­eintrages im Personen­stands­register. Die Be­gut­achtung der Identität eines Menschen von außen, argumentiert das Papier, ist kaum möglich und steht dem Staat auch nicht zu. Anhand welcher Kriterien soll ein Gut­achten ermitteln, ob eine vom Ursprungs­geschlecht abweichende Geschlechts­zu­gehörigkeit vorliegt – durch Bezug­nahme auf Geschlechter­stereotypen, welche wiederum das Individuum in der Entfaltung einschränken? Die Änderung sollte stattdessen ohne Gutachten auf Antrag durch einen Verwaltungs­akt einer Behörde erfolgen. Auch Minder­jährigen soll diese Möglichkeit offen stehen.

Abschaffung stigmatisierender Sondergesetze (weiterlesen …)


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Im Sport sind Frauen wieder Menschen zweiter Klasse

2. Juli 2012 von Helga

Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele wird es dieses Jahr keine Sport­art geben, in der Frauen nicht teilnehmen. Und zum ersten Mal wird jedes Land Athletinnen entsenden, selbst Saudi-Arabien. Dennoch werden Frauen noch lange nicht gleichberechtigt behandelt.

So deutete es sich vor zwei Jahren bereits an: Bei diesen Olympischen Spielen dürfen nicht alle Frauen teilnehmen. Ausgeschlossen werden Frauen mit hohem Tes­tos­teron­level – und das nicht bei nachgewiesenem Doping sondern bei natürlich er­höh­tem Testosteron­spiegel. An dieser Entscheidung ist soviel falsch, dass es schwer ist, mit einer Kritik anzufangen.

Wann genau der Testosteron­spiegel bei einer Frau „zu hoch“ ist, ist umstritten. Bei allen Menschen schwankt er abhängig von Tages­zeit, Alter, sozialem Status und körperlicher Fitness. Darüber hinaus ist auch der oft an­ge­prangerte Vorteil für Frauen nicht zwingend der Fall. So ist lange bekannt, dass es auch Frauen gibt, deren Körper Testosteron nicht verarbeiten kann. Unter Athletinnen sind sie sogar überrepräsentiert.

Trotzdem wird immer wieder angeführt, mehr Testosteron gäbe einen unfairen Vorteil. Dieser geschlechtlich-konnotierte Vorteil ist allerdings der einzige, der jetzt zu Konsequenzen führt. Alle anderen Mutationen und Variationen der Natur werden hingenommen oder sogar gefeiert. Die englische Ausgabe der Wikipedia widmet den körperlichen Besonderheiten von Michael Phelps einen extra Absatz. Männer mit biologischem Vorteil: hui. Frauen mit biologischem Vorteil: Freaks, verkleidete Männer, pfui. (weiterlesen …)


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Die Photoshopisierung von Frauen und Asiatinnen-Klischees im Feuilleton – die Blogschau

30. Juni 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 163 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Bilder von Familie, und zwar mit allem drum und dran und nicht nur auf das klassische Mutter-Vater-Kindchen-Schema fokussiert, aufgetan von den Fuckermothers.

„Anweisungen, um sich nicht wie ein Dummkopf Aufzuführen, nachdem Du des Rassismus bezichtigt wurdest“ – hat das evilmelblog sehr gut zur Verfügung gestellt (Anm.: Im Text wird das Wort “farbig” verwendet; ich geh jetzt mal von einer nicht komplett gelungenen Übersetzung aus).

Eine gute Nachricht bei 1000 Kreuze in die Spree: Die Krankenkasse BKK IHV hat den Vertrag mit Abtreibungsgegnern gekündigt. (Wir berichteten.)

Wie auf jetzt.de alle möglichen rassistischen, neo-kolonialistischen und sexistischen Klischees über „Asiatinnen“ in einem Satz auftauchen, einmal zerlegt auf dangerbananas.

besserlesen mit einer Rezension zum kirchen-kritischen Klassiker von Uta Ranke-Heinemann: Eunuchen für das Himmelreich.

Über verschiedene Ausformungen der Polyamorie gibt es auf baumderglückseligkeit kluge Gedanken. Danach gab’s eine Antwort, und gleich zwei verschiedene Gegenantworten.

Einen ziemlich eindrücklichen Text über die Krise in Spanien gab es letzte Woche auf fotografiona.

(Street) Harassment oder: Warum „Hallo“ nicht einfach „Hallo“ ist: I do give a Damn hat sich mal die Mühe gemacht, das genau zu erklären.

Das Mädchenblog macht auf die Kampagne “Keep it real Challenge” aufmerksam, die es sich zum Ziel gemacht hat die Photoshop-isierung in US-amerikanischen (Frauen- und Mädchen-)Magazinen anzuprangern.

Eine kontroverse Diskussion um das Plakatmotiv zur IT-Girl-Kampagne gibt es bei Frikasch.

Und noch eine Rezension: Le Petite Plaisirs hat “Make Love. Ein Aufklärungsbuch” genau geprüft.

Die Pressemitteilung des Deutschen Bundestags zu Operationen zur Geschlechtsfestlegung bei intersexuellen Kindern geht in eine richtige Richtung. Alles en Detail nochmal nachzulesen kann mensch bei Das Ende des Sex.

Termine nach dem Klick: (weiterlesen …)


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Zu zögerlich, zu wenig – die Empfehlungen des Ethikrats zu Intersexualität

23. Februar 2012 von Helga

Für den Umgang mit intersexuellen Kindern hat der Deutsche Ethikrat heute seine Empfehlungen (PDF) veröffentlicht. Darunter sind einige gute Ansätze, die die tagesschau auflistet:

Für die künftige Behandlung empfiehlt das Gremium Kompetenzzentren, Betreuungsstellen sowie Aus- und Weiterbildung für medizinisches Personal. Um Entschädigungsansprüche durchzusetzen wird eine Ombudsperson empfohlen. Zudem sollten die Verjährungsfristen für straf- oder zivilrechtliche Ansprüche ausgedehnt werden. Nach Operationen, die die sexuelle Selbstbestimmung verletzt haben, sollten die Fristen bis zum 18. beziehungsweise dem 21. Lebensjahr ausgesetzt werden.

Auch die Überarbeitung der Geschlechtseinträge in Pass und Personalausweis wird angeregt und die Einführung einer dritten Kategorie neben Mann und Frau vorgeschlagen – sollte sich dies durchsetzen, müssten sich die Betroffenen allerdings mit eingetragenen Lebenspartnerschaften zufrieden geben. Damit beginnen auch die Probleme des Berichts. Intersexualität wird weiter pauschal als Krankheit eingestuft, die es bereits bei Babies zu behandeln gilt, so die Zeit. (weiterlesen …)


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Heute ist der internationale Tag gegen Genitalverstümmelung

6. Februar 2012 von Anna

Am heutigen 6. Februar findet zum neunten Mal der “Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung” statt. DieStandard.at schreibt:

Laut dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF werden etwa drei Millionen weibliche Personen jährlich einer Genitalverstümmelung unterzogen.
[...]
Mädchenbeschneidungen sind vor allem in Afrika kulturell tief verwurzelt, auch wenn sie von keiner Religion vorgeschrieben sind. [...] Immer wieder sterben Mädchen an den Folgen, häufig kommt es zu Infektionen und chronischen Entzündungen. Viele beschnittene Frauen leiden ihr Leben lang an Depressionen und Angstzuständen; auch bei Geburten sind sie vermehrten Risiken ausgesetzt.

Genitalverstümmelung ist jedoch kein Problem einzelner afrikanischer Länder, auch Frauen und Mädchen in anderen Staaten sind davon bedroht, wie zum Beispiel diese Reportage des Deutschlandfunks eindrucksvoll darstellt. Integra, das deutsche Netzwerk gegen Genitalverstümmelung, fordert daher einen nationalen Aktionsplan zum Schutz vor weiblicher Genitalverstümmelung. Solche Aktionspläne gibt es bereits in anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich oder den Niederlanden.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org weist anlässlich des heutigen Tages darauf hin, dass jeden Tag “in Deutschland in einer Kinderklinik mindestens ein wehrloses Kind irreversibel genitalverstümmelt” werde. Sie betrachtet die so genannten “korrigierenden oprativen Eingriffe” bei angeblich “unklaren” Geschlechtsteilen der betroffenen Kinder als “westliche Form der weiblichen Genitalverstümmelung”. Mehr Informationen dazu gibt es im Blog von Zwischengeschlecht und auch in diesem Streitgespräch in der Zeit zwischen Lucy Veith (Leiterin des Vereins Intersexuelle Menschen) und Olaf Hirot (Professor für Kinderheilkunde mit dem Spezialgebiet Hormonstörungen und Sprecher des Netzwerks DSD/Intersexualität).


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