Einträge mit dem Tag ‘Initiativen’

Frauen im Blaulichtmilieu

Friday, August 22nd, 2008 von Susanne

Dieses Plakat ist ein echter Hingucker, wenn man auf der Straße daran vorbeiläuft. Nach dem ersten Schock, ‘Frauen an den Herd?!’, kommt das Ganze sehr sympathisch rüber. Also doch mal schauen, was das soll. Aha, der Deutsche Feuerwehrverband will die Zahl der Feuerwehrfrauen verdoppeln und hat dafür die Aktion „Frauen am Zug“ ins Leben gerufen. Sie wollen damit ihr “Ziel plakativ und charmant irritierend vermitteln” - was, wie ich finde, gut gelingt.

Die Initiative selbst klingt richtig ambitioniert: Die Feuerwehr hat nicht nur erforschen lassen, warum im Westen nur sechs Prozent und im Osten nur elf Prozent der Feuerwehrleute weiblich sind, sondern daraus dann auch Leitlinien entwickelt, mit denen die Feuerwehr Mädchen und Frauen leichter in den Dienst integrieren können. Mit der Plakataktion soll diese Erneuerung der Feuerwehr nun auch der Öffentlichkeit gezeigt werden.

“Ich bin Feministin, aber …”

Tuesday, August 5th, 2008 von Susanne

Unsere Leserin Charlotte arbeitet gerade an einer sehr schönen Seminararbeit: Sie inszeniert Portraits von Feministinnen und Feministen, die mit alten Feminismus-Klischees aufräumen. Gestern haben Barbara (im Bild), Meredith und ich uns schon ablichten lassen. Jetzt seid ihr dran, wenn ihr Lust habt.

Charlotte sucht noch mehr Models, die sich im Foto feministisch positionieren wollen. Wer Lust hat mitzumachen, schreibt ihr einfach eine Mail. Die ganze Serie werden wir nach Abschluss hier in einer Bildergalerie zeigen.

Females in Front

Thursday, June 12th, 2008 von Anna

Innerhalb der nächsten 12 Monate werden vier Stellen frei. Und zwar bei der EU, es handelt sich um so genannte “Top-Jobs”, Spitzenämter.

Mindestens einer davon soll an eine Frau gehen.
So fordert es die die noch recht frische (Unterschriften-)Kampagne Females in Front, die von der dänischen Europaabgeordneten Christel Schaldemose ins Leben gerufen wurde.

“Es gibt 250 Millionen Frauen in Europa – da sollte es nicht zu schwierig sein, geeignete Kandidatinnen unter ihnen zu finden.”

Das Ziel sind 1 Million Unterschriften.

Also dann mal los!

Update: Ganz Europa ohne Diskriminierung!

Tuesday, June 10th, 2008 von Susanne

Die meisten von euch haben sicher die Aktion für ein starkes Anti-Diskriminierungsgesetz in ganz Europa schon unterstützt. Und wer es noch nicht getan hat: Höchste Zeit, eine Mail an die Bundeskanzlerin zu schicken und den Aufruf zu unterschreiben, am besten noch heute!

Seit dem Start der Initiative hat sich einiges getan, Initiatorin Franziska Brantner informierte uns über die Vorgänge in der Politik:

  • Das Europaparlament nutzte die Verabschiedung am 20. Mai des Fortschrittsbericht zur Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung, um die Kommission zur Vorlage einer umfassenden Rahmenrichtlinie aufzufordern. Dieser (leider unverbindliche) Bericht wurde vorgelegt von der britischen liberalen Abgeordneten Liz Lynne, und wurde mit breiter Mehrheit angenommen. Dabei haben Grüne, Sozialdemokraten und Liberale für den Bericht gestimmt und die konservativen und rechten Parteien mehrheitlich dagegen. Während die Abgeordneten der Liberalen Parteien aus den anderen europäischen Ländern dem Bericht zustimmten, haben bei der Endabstimmung 6 der 7 FDPler gegen den Bericht gestimmt.
  • Die EU-Kommission erwägt nun, zwei Richtlinien einzubringen: eine zu Behinderungen und eine für den “Rest” - und diese getrennt abzustimmen. “Teile und herrsche” - dabei brauchen die Richtlinien Einstimmigkeit. Die Kommission entscheidet außerdem, die Entscheidung darüber um eine Woche zu verschieben: Am 11. Juni entscheidet die Kommission, ob sie für eine starke Richtlinie, keine oder zwei ist. Das soziale Gesamtpaket wird nun erst am 5. Juli verabschiedet.
  • Der verantwortliche EU-Kommissar Spidla nennt in internen Beratungen mit NGOs in Brüssel nochmal direkt die deutsche Bundesregierung als Hauptblockade für eine starke Richtlinie und ruft für eine stärkere Öffentlichkeit zu diesem Thema in Deutschland auf.
  • In Anfrage des Bundestages am 28. Mai gibt die deutsche Justizministerin Zypries indirekt eine deutsche Oppositionshaltung zu. (Sie würde keine “offizielle Opposition” sehen, sagte aber auch nicht, wofür die Bundesregierung eintritt.)
  • In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 2. Juni warnt die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Martina Köppen, vor der EU-Richtlinie - sie wäre ein “Schlag für die Wirtschaft”. Es ist ein unglaublicher Vorgang: Die oberste Wächterin des Bundes über den Schutz vor Diskriminierung wendet sich öffentlich gegen einen wirksameren Schutz vor Benachteiligung auf europäischer Ebene, der deutsches Gesetz widerspiegeln würde. Es liegt letztlich auch im Interesse der deutschen Wirtschaft, wenn europaweit gleiche Antidiskriminierungsregeln gelten. Es grenzt daher an verantwortungslose Panikmache, wenn Frau Köppen über den noch gar nicht vorliegenden Richtlinienvorschlag von einem “Schlag für die Wirtschaft” spricht. Der gesetzliche Auftrag der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist ganz sicher nicht der Widerstand gegen eine Annäherung des europäischen Rechts an das AGG.

Das heißt für euch:
Heute noch trommeln und Freunde und Bekannte bitten, den Aufruf für eine einheitliche Anti-Diskriminierungsrichtlinie in Europa zu unterstützen!

Zu Martina Köppens Äußerungen gegen die Bemühungen der EU-Kommission um mehr Chancengleichheit hat die WDR-Moderatorin und Buchautorin Tanja Busse einen pointierten offenen Brief an die Anti-Diskriminierungsbeauftragte des Bundes geschrieben, den ihr online anhören könnt (ab ca. Minute 10 der Sendung).

Wir brauchen eure Unterschrift.

Monday, May 19th, 2008 von Susanne

Es geht um eine europaweite, einheitliche Anti-Diskriminierungsrichtlinie. Diese wurde 2004 zwar von Kommissionspräsident José Manuel Barroso versprochen, steht derzeit aber auf der Kippe - vor allem weil in Deutschland die CDU/CSU versucht, einen allgemeinen Rechtsanspruch bei Diskrimierung zu verhindern. Der neue Vorschlag von Barroso soll sich auf eine Richtlinie beschränken, die ausschließlich Behinderten Rechtssicherheit garantiert. Damit gäbe es keine europäische Vorgabe gegen Diskriminierung z. B. aufgrund von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, ethnischer Herkunft, Weltanschauung oder Alter.

Deshalb wollen wir gemeinsam mit anderen Publizistinnen und Publizisten, Politikerinnen und Politikern laut darauf aufmerksam machen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes mit all jenen solidarisieren, denen ein EU-Gleichbehandlungsgesetz in dem Moment helfen könnte, in dem sie eben nicht gleich behandelt werden.

Den Aufruf Ganz Europa ohne Diskrimierung! könnt ihr online unterschreiben, eine Protestmail senden und außerdem dieses Posting oder den Aufruf selbst an alle eure Freunde und Bekannte verschicken, in euren Blogs oder in eurer del.icio.us-Liste auf das Thema aufmerksam machen.

Ab auf die Straße: Aktionstag für gerechte Löhne

Monday, April 14th, 2008 von Susanne

Morgen, am 15. April, findet der erste deutsche Equal Pay Day statt. Dieser Tag wurde vom Frauennetzwerk Business and Professional Women Germany initiiert und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.

An diesem Tag wird es Podiumsdiskussionen und Aktionen in Fußgängerzonen geben, unter anderem in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Erfurt und Stuttgart.

Und es wurde die Aktion “Rote Tasche” ins Leben gerufen. Wer seine Position für eine geschlechtergerechte Bezahlung bezeugen will, soll morgen mit einer roten Tasche zur Arbeit gehen oder sich einen kleinen Pin anheften, auf dem eine rote Tasche und ein Geldschein zu sehen sind:

Wenn ihr an diesem Tag selbst eine Aktion oder Veranstaltung besucht, dann schreibt uns doch anschließend, was ihr erlebt habt und wie der Equal Pay Day bei den Menschen ankam.

Schluss mit dem Unsinn (.de)

Monday, April 14th, 2008 von Susanne

Das Bayrische Sozialministerium hat übrigens einen sehr netten Kinospot zum Thema ungleiche Löhne drehen lassen:

Die Webseite zur Aktion: www.schluss-mit-dem-unsinn.de

Allianz gegen Frauenarmut

Sunday, April 13th, 2008 von Susanne

Madeleine Albright, Königin Noor von Jordanien, Ashley Judd und Laura Bush machten sich heute in Washington für die Frauen-, Glaubens- und Entwicklungsallianz (WFDA) stark, die sich für verarmte Mädchen und Frauen in aller Welt einsetzt. Die Promifrauen haben bereits 1,5 Milliarden Dollar Spendenzusagen bekommen, die nun dafür eingesetzt werden sollen, das tägliche Leben von verarmeten Frauen in Entwicklungsländern zu verbessern.

Laut den Vereinten Nationen sind mehr Frauen als Männer von Armut betroffen; zwei Drittel der Menschen, die nicht lesen und schreiben können, sind Frauen; in Kriegen und Konflikten sind arme Frauen häufig Opfer von Vergewaltigungen. Die Vereinten Nationen sind eine der größten Unterstützer der Frauen-, Glaubens- und Entwicklungsallianz. Wer die Allianz ebenfalls unterstützen will, kann das hier tun.

Feminismus: Sieht so aus

Friday, April 4th, 2008 von Susanne

Ach, dieses Video macht mir so gute Laune. Vor allem hab ich mich gefreut, gleich drei Hauptdarsteller meiner Lieblingsserie “Ugly Betty” zu entdecken: America Ferrera, Ana Ortiz und Eric Mabius. Aber auch noch ein paar andere Prominente “outen” sich hier als Feministin oder Feminist:

Der Film gehört zur Kampagne “This is What A Feminist Looks Like” der Feminist Majority Foundation. (Die coolen T-Shirts kann man übrigens hier kaufen.)

Über Feministing

Bündnis für Familienfreundlichkeit

Tuesday, April 1st, 2008 von Susanne

Noch eine schnelle Nachricht am Abend: Heute präsentierten Familienministerin Ursula von der Leyen und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Ludwig Georg Braun, die “Gemeinsame Erklärung Erfolgsfaktor Familie“, unterzeichnet von mehr als 350 Unternehmen und Institutionen. Anlass war das erste Treffen des Unternehmensnetzwerkes “Erfolgsfaktor Familie“.

Die Unterzeichnenden wollen zeigen:
“Investitionen in familienfreundliche Rahmenbedingungen rechnen sich!”