Einträge mit dem Tag ‘Indien’


Film, Fernsehen, feministische Forschung – kurz verlinkt

25. Januar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 136 von 138 der Serie Kurz notiert

In Computerspielen ist der Standardcharakter meist … standard. Weiß, männlich, durchtrainiert. Aber genau wie Gamerinnen die Nase voll haben von leicht bekleideten Busenwundern, sind auch Computerspieler langsam angenervt vom 08/15-Helden. The Mary Sue über Vorlieben bei der Wahl von Spielcharakteren.

Nach Korruptions- und Manipulationsskandalen ist die südkoreanische Parteienlandschaft in Bewegung geraten, berichtet Bikya Masr. Gleich drei Parteien werden nun von Frauen geführt, die zusammen 262 der 299 Sitze der Nationalversammlung kontrollieren. Trotz enormer Fortschritte in den letzten Jahren ist der Anteil von Politikerinnen in Süd-Korea noch relativ niedrig.

Zehn Autoren, die mal so richtig gegen das Literaturestablishment rebelliert hätten, stellte neulich Flavorwire vor. Ob man wen vergessen habe, fragte man immerhin auch. Hatte man: Keine einzige Autorin erschien in der Liste! Aufgrund der Kritik zog die Seite dann nach und stellte zehn „Bad Girls“ der Literaturgeschichte vor.

Nichts wirklich Neues bei Disney: Jungs sind clever, Mädchen werden nach ihrem Aussehen beurteilt, zumindest wenn es nach einer neuen T-Shirt-Kollektion geht. Goofy, Micky und Donald werden nach ihrem Charakter dargestellt, Minnie ist einfach nur “hot”, so Shine.

Sexuelle Belästigung ist, trotz Gesetzen, in Indien weiter ein großes Problem. Care2 berichtet von einem Vater, dessen Sohn erstochen wurde, als er Frauen schützen wollte. Er appelliert an die Regierung, endlich entschlossen gegen Belästigung vorzugehen.

Wahrscheinlich klettern die meisten von uns nicht unbedingt voller Vorfreude auf den gynäkologischen Stuhl. Aber für Frauen, die eine Vergewaltigung erlebt haben, sind diese Untersuchungen nicht selten einfach nur der blanke Horror. Bei Jezebel gibt es  einen Erfahrungsbericht über die  nötigen Vorbereitungen, damit die Untersuchung dennoch so erträglich wie möglich verläuft.

Der Jahresreader 2011 vom Feministischen Institut in Hamburg ist da.

Warum der Gebrauch des vermeintlich cool-subversiven Begriffs “tranny” problematisch ist, ist nachzulesen bei funkyfest.

Sex and the City-Star Cynthia Nixon hat für Kontroversen gesorgt, als sie in einem Interview verkündete, ihre eigene Homosexualität sei frei gewählt.

Die Historikerin Yasemin Shooman hat für die Deutsche Islamkonferenz die Stereotypisierung muslimischer Frauen in öffentlichen Diskursen untersucht.

2012 geht der Marburger Kamerapreis an die Französin Agnès Godard. Godard wurde für ihre exzellente Arbeit in den vergangenen 20 Jahren sowie für ihren Einfluss und ihren Beitrag zum europäischen Kino ausgewählt. Am 2. März wird der Preis im Rahmen der 14. Marburger Kameragespräche verliehen. Die Vorreihe zu den Kameragesprächen beginnt am 8. Februar mit der Vorführung von Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) im Marburger Filmkunsttheater.

Allerhand wissenswertes über die explizit antifeministische,  gerne mal am äußeren rechten Rand entlanglavierende Männerrechtsbewegung und ihre Aktivitäten hat das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung in einer umfangreichen Studie  zusammen getragen. Die komplette Publikation ist als pdf gratis herunterzuladen. Auch der österreichische derstandard berichtet und zitiert einen beteiligten Wissenschaftler: “Es geht den Akteuren – und das sind nicht nur Männer – um die Stärkung oder zumindest den Erhalt männlicher Vorrechte und das Zurückdrängen feministischer Argumentationen bzw. Institutionen. Dies gipfelt teilweise in Vernichtungsphantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen.”

Und noch ein paar Termine: (weiterlesen …)


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Pink, Schwarzer und noch mehr kurz Notiertes aus dem Gender-Farbkasten

22. September 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 122 von 138 der Serie Kurz notiert

Ein Jahr lang ließ sie all ihre (Körper-)Haare wachsen, schlief während ihrer Regel im Garten im Zelt und schwieg in der Kirche: Die christliche Bloggerin Rachel Held Evans lebte nach den Buchstaben der Bibel. Damit, so Slate, rüttelte die Verfechterin von Gleichberechtigung ein weiteres Mal die evangelikalen Kirchen auf.

Kurz kommentiert L-Mag die gerade erschienene Autobiographie von Alice Schwarzer samt des späten Coming-Outs. Eine längere Besprechung von “Lebenslauf” hat Chris Köver für DIE ZEIT geschrieben.

Französinnen, Dänninen und Russinnen – nur Deutsch_innen gibt es nicht. Das diskutierte vor geraumer Zeit die Runde von Frühstück bei Stephanie:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Eher kritisch beäugt der Freitag ein internationales Netzwerktreffen erfolgreicher Frauen zur Bucherscheinung von Kerstin Plehwes “Die Macht der Frauen”. Da wird sich über Begriffe wie “Patriarchat” gewundert und das locker übergeworfene Kopftuch kommentiert. Wirkt so, als müsste frau Frauen, die Geld haben und aus einem – vermutlich – neokonservativen Umfeld kommen, ihren Feminismus absprechen.

Kyriarchy und Privilege präsentieren eine Reihe von Privilegien-Listen, unter denen sich altbekannte wie “white privilege” und “male privilege”, aber auch weniger bekannte wie “heterosexual privilege” und “monogamous privilege” befinden.

Nicht nur Hijras, auch andere Transgender gibt es in Indien, die um ihre Idenität kämpfen, wie DNA-india berichtet.

Mit Khadra X. Ismail Yonis hat Somaliland hat seine erste Bügermeisterin. Unpo.org erkennt darin den Beweis wachsender Gleichberechtigung in dem afrikanischen Staat. Ein Argument, das hierzulande mit Verweis auf die Kanzlerin auch gerne herangezogen wird.

Dradio Wissen nimmt Bezug zu einer Studie, nach der Mädchen Pink mögen, weil sie so erzogen worden sind. Dazu gibt es auch eine schöne Passage im Buch von Natasha Walter, die erklärt, das es zu Beginn des 20. Jahrhunderts genau anders herum war: Blau für die Mädchen, rosa für die Jungs.

Schon von 2009 aber leider immer noch zutreffend:

Nach dem Klick die Termine (weiterlesen …)


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Weibliche Tweets, Neu-Delhi-Slutwalk und tunesische Feministinnen – kurz notiert

4. August 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 115 von 138 der Serie Kurz notiert

Mehr Straßen und Plätze nach Frauen benennen! Hier wurden Düsseldorfer_innen befragt, wen sie gern verewigt wissen würden. Den meisten Befragten fiel übrigens spontan immer mehr als eine Person ein.

Mit 75% Sicherheit sagen Forscher_innen jetzt voraus, ob Mann oder Frau einen Tweet abgesetzt haben. Indikatoren: “My husband” und “my yoghurt” verraten Frauen, Biertweets und “my wife” sind Männerdomänen, so die ZEIT. Auf Twitter gab es prompte Reaktionen:

Tweet von @JollySea (Jøël Ådamø): "my yoghurt" "my yoga" "my husband". Und jetzt? bit.ly/o4PlRJ (via @habichthorn @hanhaiwen) - 34 minutes ago via web

Nicht allzu freizügig aber mächtig umstritten: The Star berichtet vom Slutwalk in Neu Delhi. Die Stadt hat die höchste Zahl an Vergewaltigungsanzeigen in Indien – gleichzeitig werden Frauen, die eine Anzeige machen, einem „Fingertest“ unterzogen um zu sehen, ob sie an „Sex gewöhnt sind“.

Wie sieht derzeit die Situation der Frauen und besonders von feministischen Aktivistinnen in Tunesien aus? Steal this Hijab hat nachgefragt.

Quotenfrauen in Vorständen und Aufsichtsräten als “verschlissenes Label”? Anke Domscheit-Berg, Gründerin von fempower.me und ehemalige Direktorin von Microsoft Deutschland dazu im Freitag.

Queer Audio Performance Festival in Berlin: „Empowerment, der Protest gegen Heteronormativität, gegen die Ausgrenzung durch die weiße, enthinderte, heterosexuelle Normalität.“

In der CDU gibt’s Ramba-Zamba: Parteiinterne Reformer_innen wehren sich gegen „verknöchertes Denken“ in Bezug auf die ewiggestrige Diskussion um die Gleichstellung schwuler und lesbischer Partnerschaften mit Hetero-Ehen.

„Lach doch mal wieder und bitte beschwer Dich nicht soviel.“ Diese guten Ratschläge, die Feminist_innen oft genug hören, nimmt Barbara Ehrenreich auseinander:


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Fußball, Google+ und Philosophie: überall Frauen.

20. Juli 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 113 von 138 der Serie Kurz notiert

Das Bitch Magazine schreibt ausführlich zu “Homophobic Friends“, dem Videoprojekt von Tijana Mamula, die aus 10 Staffeln der bekannten US-Serie Friends Szenen herausschnitt und neu zusammensetzte, die homophobe, trans*phobe und/oder heterosexistische “Witze” enthielten. Heraus­gekommen ist eine “neue Folge Friends”, “Homophobic Friends”, eben.

J-Walk veröffentlicht DEN Hausfrauenguide anno 1955.

In New York darf frau übrigens oben ohne durch die Straßen gehen. Jordan Matter hat 80 Frauen dabei über Jahre fotografiert, berichtet der Bust Blog und verweist auf eine fotografische Vorschau zum Buch “Uncovered”.

Schwarz weißes Foto eines älteren Pärchens auf einem Motorrad. Er lenkt mit schwarzem Helm und Sonnenbrille, sie sitzt oben ohne dahinter.

Der “Gender and Digital Politics“-Report (PDF) meint, es gäbe wenig politische Bloggerinnen. Cath Elliott ist auf owni.eu anderer Meinung. Der Total Politics Award, im Report als Indiz angeführt, habe bisher eine Reihe an (feministischen) Bloggerinnen ignoriert, außerdem stelle sich mal wieder die Frage: „Warum entscheiden eigentlich immer Männer, was Politik ist und was nicht?“

Die indische Webseite Tehelka hat 11 bizarre Ver­gewaltigungs­ent­schuldigungen gesammelt.

Japan ist Fußballweltmeisterin! Gratulation! DieStandard.at fasst noch einmal die Berichterstattung zusammen. Nicole von der Mädchenmannschaft konstatiert für das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung, dass Frauenfußball mitnichten eine andere, besondere Spielart des Fußballs sei. Image- und Werbekampagnen versuchten im Vorfeld der WM dem Frauenfußball einen “weiblichen” Anstrich zu verpassen. Im Dietz Verlag erscheint bald der Bildband “Schuhgröße 37 – Frauenfußball in Ägypten, der Türkei, Palästina und Berlin“. Bis zum 27. August findet dazu u.a. im Kreuzberg Museum eine Ausstellung statt.

Auf DRadioWissen erfahren wir ganz überraschenderweise, dass die “Karrierechancen von Männer und Frauen in der Forschung weiter ungleich verteilt” sind.

Mashable verweist darauf, dass das kürzlich gestartete Google-Network, Google+, männlich dominiert ist und bestätigt damit weiterhin die Ungleichverteilung der Geschlechter im Netz. Wo sind sie, die Frauen? Hier.

Apropos Google, Frauen, Wissenschaft: Bei der “Google Science Fair”, einer Art „Jugend forscht” finanziert von verschiedenen Firmen, haben dieses Jahr nur Mädchen gewonnen.

Die Taz stellt Kazim Erdogan vor, der Männern hilft, sich von Rollenbildern zu befreien.

Unique, das Hochschulmagazin der Uni Wien, schreibt zu Frauen in der europäischen Philosophiegeschichte: “Ein Blick auf Vergessene und Verdrängte, auf Mechanismen des Ausschließens und Mühsal wie Tücke der Rekonstruktion”

Reuters berichtete von einer Demo afghanischer Frauen, die so gegen sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit protestierten.


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Schön, schöner, weiß

20. Januar 2011 von Magda

In den letzten Jahren hat Jezebel die New Yorker Modeszene intensiv beobachtet: Obwohl Models of Color* zeitweise vermehrt für Laufstege gebucht wurden, hat dieser Trend offensichtlich nicht angehalten. Die traurige Bilanz: Die Modewelt ist und bleibt weiß dominiert. Die Dominanz eines weißen Schönheitsideals wird nicht nur anhand der geringen Anzahl von People of Color deutlich, sondern auch in der Art und Weise, wie diese abgebildet werden. Besonders Frauen werden oft im Kontext von Exotik, Wildheit und/oder Natur dargestellt. Darüber hinaus werden sie an Kriterien gemessen, die sich an einem weißen Ideal orientieren – je näher die Hautfarbe an diesem Ideal, desto besser gebucht und desto öfter fotografiert.

Folgende Nachricht mag in diesem Kontext wenig überraschen: Die über die indischen Grenzen bekannte Bollywood-Schauspielerin und ehemalige Miss World Aishwarya Rai Bachchan war auf der Dezember-Ausgabe des indischen Elle Magazins abgebildet, und zwar regelrecht “weiß gewaschen” (engl: whitewashing). Laut diverser Quellen soll die bekannte Darstellerin nicht erfreut gewesen sein, dass ihr Bild mittels Airbrushing und Photoshop stark verfälscht wurde. Gerüchte besagen, dass Bachchan überlegt, das Magazin wegen der Nachbearbeitung des Coverfotos zu verklagen. Eine Petition von change.org kann bereits unterschrieben werden.

Das so genannte “Weißwaschen” ist in Indien ein lukratives Geschäft. So gibt es diverse Cremes, die die Haut angeblich verändern sollen und sogar eine Facebook-Application, die die Profilbilder automatisch “weiß macht”.

Das Magazin Elle wird übrigens nicht zum ersten Mal beschuldigt, an der Hautfarbe eines Models herumzudoktern. Im September war die Schauspielerin Gabourey Sidibe (“Precious”) auf dem Cover der amerikanischen Ausgabe der Elle zu sehen – und zwar auch deutlich “weißgewaschen”.

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* Models of Color ist von der Bezeichnung People of Color (PoC) abgeleitet, eine selbstbestimmte Bezeichnung von und für Menschen, die nicht weiß sind.


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Indien ein Jahr danach

26. Juli 2010 von Helga

Seit einem Jahr sind in Indien „sexuelle Akte wider die Natur” (§377) nicht mehr unter Strafe gestellt. In der Presse wurde dies vor allem als Homosexualität nicht länger unter Strafe gefeiert – dabei ist die Entscheidung leider noch gar nicht endgültig. Vor dem indischen Supreme Court war gleich Einspruch eingelegt worden, über den bis heute nicht entschieden ist.

Oft übersehen wird auch, dass der Paragraf noch aus der britischen Kolonialzeit stammt, wie Indien Aktuell berichtet. Da queere Lebensweisen an sich nicht verboten wurden, gab es einerseits Freiräume, andererseits wurden über den Paragrafen 377 viele marginalisierte Gruppen (Transgender, Sexarbeiter_innen …) noch weiter verfolgt und bedroht.

Und nun? Balaji Ravichandran warnt im Guardian vor überzogenen Hoffnungen:

Since decriminalisation, the political parties have been abnormally quiet about the issue. The religiously inclined politicians obviously think it the end of humanity. But, the rest, even when pressed, don’t want to get involved. It is, truly, political suicide.

Die politischen Parteien sind unnormal leise gewesen seit der Dekriminalisierung. Religiös eingestellte Politiker_innen denken offensichtlich, es sei das Ende der Menschheit. Aber der Rest will nicht involviert werden, selbst wenn sie unter Druck gesetzt werden. Es ist wahrhaft politischer Selbstmord.

Auch in den Medien habe sich wenig getan, schlimmer noch, das Wort „gay” werde inzwischen sogar zensiert wie sonst nur Schimpfwörter. Deutlich progressiver sind da die indischen Einwanderer_innen in den USA. Mit gleichgeschlechtlichen Ehen und Paaren kämen sie immer besser zurecht, Unverheiratete und Kinderlose haben es dagegen weiter schwer berichtet npr.


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Neuigkeiten weltweit

8. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 71 von 138 der Serie Kurz notiert

Auf WomensRights erforscht Sarah Menkedick die Beweggründe der tschetschenischen Selbstmordattentäterinnen, die sich in der Moskauer U-Bahn in die Luft sprengten.

Rosa Werbeplakat mit einer lächelnden Frau und arabischer Schrift

Nadine Moawad ärgert sich über die stereotype Werbung einer Supermarktkette im Libanon, die eine Lotterie ausschrieb und diese mit diversen Sprüchen wie “Wenn ich eine Million gewinne, dann …” beworb. Unter dem Bild einer Frau steht: “Wenn ich eine Million gewinne, finde ich mit Sicherheit einen Ehemann”. Moawad bearbeitete die Werbung und machte daraus: “Wenn ich eine Million gewinne, werde ich eine Werbeagentur aufmachen, die Frauen nicht als Idiotinnen darstellt.”

Eine der mächtigsten Frauen der Welt ist Chanda Kochhar, die die FAZ gerade im Profil vorstellte. Als CEO der größten indischen Privatbank ICICI rät sie Frauen, auf ihrem Karriereweg nicht um Sonderbehandlung zu bitten. Und hat selbst ein Unterstützungsnetzwerk aus Eltern, Schwiegereltern und Hausangestellten.

Auf BitchMedia erklärt Jessica Yee, warum Verschleierungsverbote ein feministisches Thema sei, welches mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte.

The Sexist: Du bist erst ein Vergewaltigungsopfer, wenn die Polizei dies bestätigt. Und wieder dabei: Vergewaltigungsentschuldigungen.

Nicht neu, aber wohl immer noch relevant: Auf gewichtsdiskriminierung.de wird aus Glenn Gaessers’ Buch “Big Fat Lies: The truth about your weight and your health” zitiert:

Über die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 25 würde es vorziehen, von einem LKW überfahren zu werden, als dick zu sein, und zwei Drittel hätten lieber einen schlechten Charakter oder wären dumm als dick.

In Portland (Oregon, USA) wurde ein Transgender Café eröffnet, welches Transgenders die Möglichkeit gibt, Geld für eine Krankenversicherung zu verdienen.

In Portland (Maine, USA) sind rund zwei Dutzend Frauen im Rahmen des GoTopless-Tags halbnackt durch die Stadt gezogen, um für das Recht auf freien Oberkörper zu demonstrieren. Die Demonstration endete aber wohl etwas anders als geplant (via Spiegel).

Topless Parade in Portland Maine from Jared Anderson on Vimeo.


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Kurz gefreut, geärgert oder hinterfragt

12. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 78 von 138 der Serie Kurz notiert

Wir gratulieren: Am 8. März wurde Anke Domscheit mit dem Frauenpreis des Landes Berlin ausgezeichnet (wir berichteten). Im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel sagt sie: “Eine Frau gilt entweder als Mäuschen – oder als karrieregeil und aggressiv. Ich entscheide mich definitiv für aggressiv und karrieregeil“.

In einem Artikel im Guardian schaut Charlotte Raven in die 1990er zurück, wo ihre Generation dem Feminismus den Rücken kehrte und kritisiert die heutige Generation an Frauen, die im Sinne von Sex Sells denken, sie könnten alles tun.

Ebenfalls im Guardian diskutiert Lionel Shriver die Relevanz von Betty Friedans’ 1963 erschienenen Beststellers The Feminine Mystique in Hinblick auf Betty Draper, eine Figur der US-amerikanischen Serie Mad Men.

Laut einem Artikel in der Zeit scheint der Preis für die Eingliederung von Frauen in die Arbeitswelt darin zu bestehen, dass die neuen Frauenjobs oft schlechter bezahlt und abgesichert sind: Zwei von drei Niedriglohnstellen sind “Frauenjobs”.

Fünf lesbische Frauen sprachen mit dieStandard.at über ihr Selbstverständnis, nervige Fragen, Vorurteile und Geschlechterklischees: Die vielen Arten lesbisch zu sein.

Indiens erstes Lesbenmagazin heißt Jiah – For the Woman with Heart. Seit Januar 2010 ist es auf dem virtuellen Markt erhältlich und soll viermal im Jahr erscheinen, ab kommenden Jahr auch in Druckform (via L-Mag)

Rudi Assauer hat nichts gegen Homosexuelle, aber im Fußball hätten sie doch nichts zu suchen, so die taz. Warum sagt er nicht genau, aber in der Debatte um schwule Schiedsrichter hat seiner Meinung nach anscheinend die Homosexualität dem Ansehen des DFB geschadet – und nicht der Missbrauch und die Belästigung von Kollegen.

Der Einfluss von Hormonen und Genen auf die (sexuelle) Entwicklung ist bis heute ein Feld mit vielen Fragezeichen. Nach der Untersuchung eines Halbseitenzwitterhuhns tragen die Gene nun einen Punktsieg davon, berichtet orf.at. Halbseitenzwitter haben jeweils eine weibliche und eine männliche Körperhälfte und das unabhängig vom Hormonspiegel, sondern aufgrund der in den Zellen vorhandenen Geschlechtschromosomen.


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Berichte aus der barefoot school

11. Januar 2010 von Susanne
Dieser Text ist Teil 26 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

ANKESEYE.wordpress.com

Wie heißt du?
Anke Domscheit

Seit wann bloggst du?
In Teamblogs seit April 2009. In meinem eigenen Blog ankeseye.wordpress.com seit November 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich wollte einfach mehr Menschen mit meinen Ideen erreichen. Ich habe eine missionarische Veranlagung bei bestimmten Themen, für Chancengleichheit und Feminismus, Umweltfragen und mehr Demokratie durch Social Media – ein Government 2.0 also. Ich möchte andere begeistern dafür, sie aufmerksam machen auf bestimmte Problemfelder, aber auch Ideen zeigen, wie man etwas besser oder anders machen kann. Ich entwickele aber nicht nur eigene Ideen sondern sehe mich vor allem auch als jemand, die weltweit nach Ideen sucht, die es bereits gibt und die im Idealfall auch schon praxiserprobt sind. Da gibt es viel mehr als man denkt. Man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden, die Bauzeichnung und Einsatzmöglichkeiten im Netz zu veröffentlichen – um bei diesem Bild zu bleiben – spart Anderen Zeit und bringt Innovation dorthin, wo man sich vielleicht keine eigenen Entwickler leisten kann. Energie kann dann eingesetzt werden für die Veränderung selbst. Meine Erfahrung ist, dass die großen Herausforderungen unserer Zeit weniger daran scheitern, dass es keine Lösungen für diese Probleme gibt sondern daran, dass diese entweder nicht ausreichend bekannt sind oder aber es an der Akzeptanz hapert. An beiden Punkten möchte ich ansetzen.

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Que(e)rbeet

9. Januar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 21 von 138 der Serie Kurz notiert

Das neue Jahr bringt uns eine Menge Rückblicke:

Auf salon.com erfährt man mehr über das lebendige feministische Jahr 2009 und auf stilettorevolt.com wurden die besten zehn Filme 2009 gekürt, die entweder von Frauen gemacht wurden und/oder starke Frauen-Charaktere präsentierten.

KinoliebhaberInnen kommen auch bei diesem Rückblick auf eine Dekade queere Filme auf ihre Kosten:

Während in den 1990er die “inoffizielle Geburt von queeren Filmen” stattfand, konnte man in den letzten zehn Jahren einen kleinen Aufschwung der queeren Filmszene beobachten. Auf windycitymediagroup.com  beschreibt Richard Knight, Jr. sehenswerte LGBT Filme.

Ein Hoch auf Portugal: Mit den Stimmen der SozialistInnen und mehrerer kleiner linker Gruppierungen wurde in Portugal die Homoehe eingeführt. Kinder adoptieren dürfen Schwule und Lesben weiterhin nicht – berichtet taz.de.

Auf thefbomb.com, ein Blog für und von jungen FeministInnen im Jugendalter, beschreibt die lesbische Trans Steph, warum sie der Gay Pride Bewegung kritisch gegenübersteht.

Ein Artikel auf timesofindia.com erzählt uns von den feministischen Bewegungen in Indien - Feminism India-Style eben.

Jessica Valenti von feministing.com spricht über ihren größten Karrierefehler (inklusive Skript).

Auf salon.com stellt man die kontroverse Frage, ob erzwungene Sterilisation jemals OK sei (insbesondere angesichts der Tatsache, dass erzwungene Sterilisation in den USA Geschichte hat).

Laut spiegel-online.de rechnet das Deutsche Jugendinstitut damit, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Kita-Plätze gebraucht werden als bislang erwartet. Den von der Bundesregierung für 2013 angepeilten Bedarf von Plätzen für 35 Prozent der Kleinkinder halten die Experten für viel zu niedrig.

Auch Schlafen sei ein feministisches Thema – so zumindest Ariane Huffington von huffingtonpost.com.

Die lustigste Nachricht der letzten Tage kam über TPM: Bristol Palin ist Botschafterin der Candie’s Foundation, für die sie Abstinenz unter Jugendlichen propagiert. Erinnerung: Palin ist neunzehn Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines einjährigen Sohns.


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