Einträge mit dem Tag ‘Ikonen’


Happy Birthday Maria Lassnig

8. September 2009 von Helga
Maria Lassnig

Science-Fiction-Selbstporträt
Quelle: geschichtes gedicht

Heute vor 90 Jahren wurde Maria Lassnig geboren. Die österreichische Künstlerin ist bekannt für ihr Werk in Malerei und Trickfilm. Am bekanntesten sind dabei ihre Körpergefühlsbilder, mit denen sie eine ganze eigene Ausdrucksform schuf, und den weiblichen Körper und das Körperempfinden thematisierte.

1980 wurde sie als erste Frau Professorin für Malerei an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst. Als erste Künstlerin wurde ihr 1998 der Große Österreichische Staatspreis verliehen, die höchste Auszeichnung, die Österreich an seine Künstler vergibt. Erst letztes Jahr eröffnete sie eine neue Ausstellung in London.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!


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Samstagabendbeat

29. August 2009 von Verena

Herzlichen Glückwunsch Me’shell Ndegeocello!!!

Die US-amerikanische Musikerin wird heute 40 Jahre alt und gilt als eine der besten E-Bass Spielerinnen weiltweit. Mit ihrem Stil aus Funk, Blues, HipHop und Spoken Word Poetry gilt sie als Vorreiterin für Musikerinnen wie Erykah Badu oder Ursula Rucker. Zahlreiche Soloalben veröffentlichte Ndegeocello seit Mitte der 90er Jahre, in deren Texten Politik, Sexismus und Rassismus stets eine große Rolle spielen.


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Die Umweltaktivistin

8. Januar 2009 von Susanne

Unbedingt lesen: “Ich habe einen Traum” von Bette Midler, heute im Zeit Magazin Leben. Middler träumt von einer Million Bäume für New York. Deswegen hat sie vor 15 Jahren die Umweltgruppe Restoration Project gegründet und bringt seitdem New Yorks Parks auf Vordermann – inspiriert vom Schrebergarten ihres Frankfurter Schwiegervaters.

Tolle Frau, tolle Initiative.

(Foto: bettemidler.com)


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Die essentielle Frauen-Chronik 2008

6. Januar 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 20 von 58 der Serie Die Feministische Bibliothek

Aviva FrauenchronikEin kleiner Nachtrag noch in Sachen Rückblick 2008: Das fantastische Berliner Online-Frauen-Magazin Aviva gibt für das vergangene Jahr die “Essentielle Frauenchronik” heraus, die ich hier kurz wärmstens empfehlen möchte. Worum geht es? – Nun, dazu möchte ich gerne die Herausgeberin selbst zu Wort kommen lassen:

Die Idee entstand aus dem Bewusstsein bezüglich des Ungleichgewichtes in der Berichterstattung über Frauen und Männer durch die gängigen Medien. Dort sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert und werden mit ihren Leistungen nicht ausreichend dargestellt, was wiederum ein bestimmtes Bild in den Köpfen der Öffentlichkeit reproduziert: Frauen seien nicht gleichwertig in Wirtschaft, Kunst und Kultur, Medien und Sport, Recht und Wissenschaft oder Politik vertreten. Diesen Irrglauben ein wenig gerade zu rücken, ist Anliegen unseres Rück-Blicks

Deswegen enthält die Chronik einen riesen Haufen toller Frauen und was sie gemacht haben:

Die essentielle Frauen-Chronik” 2008 enthält nicht weniger als 371 Einträge, 115 Jubiläen und aktuelle Ereignisse, 165 Geburtstage und 91 Todestage. Insgesamt wird das Engagement von 306 Frauen gewürdigt, darunter berühmte, aber auch bislang kaum bekannte. Die zahlreichen Einträge der Chronik laden zum Nachdenken oder zum Schmunzeln ein. Eine ausführliche Literatur- und Linkliste ergänzt die Publikation und macht sie zu einem sinnvollen Nachschlagewerk.

Erhältlich ist die Chronik über den Dashöfer-Verlag, 226 Seiten broschiert, 29 Euro 80 (zzgl. 7% Mwst.)


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Wer war … Eleanor Roosevelt?

11. Dezember 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 2 von 28 der Serie Wer war eigentlich …

Gestern ist mir das Thema frecherweise durch die Lappen gegangen, aber Steffi hat in ihrem Blog alles über den Tag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte geschrieben, was man wissen muss. Und über die wichtigste Person, die an der Erarbeitung der Menschenrechtserklärung beteiligt war:

Eleanor Roosevelt

Vor ihrer Zeit als First Lady war die am 11. Oktober geborene Eleanor Roosevelt bereits in der Politik engagiert. So setzte sie sich besonders für Frauenrechte ein, kämpfte für einen sozialen Feminismus, die angemessene Vertretung von Frauen in der Demokratischen Partei und soziale Reformen zugunsten von Müttern, Arbeiterinnen und Kindern.
Außerdem engagierte sie sich für den Pazifismus und schrieb in der von ihr verlegten “Women’s Democratic News” zahlreiche kriegskritische Beiträge. In den USA war sie zu Beginn des zweiten Weltkriegs als eine der einflussreichsten Kriegsgegnerinnen bekannt.
Als First Lady verfolgte Eleanor Roosevelt weiterhin ihre eigene politische Agenda. Dies brachte ihr viel Kritik ein, denn in der traditionellen Rolle einer First Lady waren eine selbständige Tätigkeit oder eigenständiges politisches Engagement nicht enthalten. In ihrer Zeit als First Lady setzte sich Eleanor Roosevelt u.a. für die Rechte der Farbigen US-Bevölkerung ein und protestierte gegen die Rassentrennung.
Unter dem Nachfolger ihres Mannes im Präsidentenamt, Harry S. Truman wurde Eleanor Roosevelt zur US-Deligierten der Vereinten Nationen berufen. 1947 war sie die Vorsitzende der UN-Menschenrechtskommission.

Als diese koordinierte sie die Erarbeitung der Allgemeinen Menschenrechtserklärung, die am 10. Dezember 1948 verabschiedet wurde.

In den USA ist Eleanor Roosevelt eines der ganz großen weiblichen Ikonen der Geschichte. Hillary Rodham Clinton nennt sie wie viele US-Amerikanerinnen ihr Vorbild. In Europa ist sie leider (noch) nicht ganz so populär – was sich ja jetzt ändern könnte, anlässlich 60 Jahre Menschenrechte.


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Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an …

3. Dezember 2008 von Susanne

Wenn wahr ist, was der gute alte Udo Jürgens anno dazumal sang, dann geht es bei Alice Schwarzer jetzt erst so richtig los. Die feministische Vorreiterin wird heute nämlich 66 Jahre alt.

Die erste Aktion Schwarzers, die für großes Aufsehen sorgte, war 1971 das von ihr im Auftrag des Sterns organisierte öffentliche Bekenntnis von 374 Frauen “Wir haben abgetrieben!” 1977 gründete Alice Schwarzer ihr feministisches Frauenmagazin Emma, 1987 initiierte sie die Anti-Pornografie-Kampagne “PorNo”. Sie veröffentlichte zahlreiche Biografien, unter anderem über Romy Schneider und Marion Dönhoff. Im Mai 2007 veröffentlichte sie mit “Die Antwort” ihre Analyse zum aktuellen Stand des Feminismus’.

Auf ihrer Webseite schreibt Schwarzer: “Schön auch, nicht angestellt zu sein und mit 65 automatisch in Pension gehen zu müssen, sondern seine eigene Herrin zu sein.” Klingt danach, als ob wir wirklich gespannt sein können, was sie in den nächsten Jahren anpacken wird.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

(Foto geliehen bei AliceSchwarzer.de)


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Happy Birthday, Queen of less

27. November 2008 von Susanne

Die deutsche Modedesignerin Jil Sander ist heute 65 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass schreibt heute unter anderem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung:

Die Designerin orientierte sich an der Männermode, befreite die Frauen von Rüschen und gab ihnen Hosen. Dass heute in den Schränken der meisten Karrierefrauen ein Hosenanzug hängt, ist auch Jil Sander zu verdanken. Dabei hatte sie stets den neuen Typ Frau vor Augen: selbstbewusst, kompromisslos, berufstätig. Um solch ein Frauenbild zu sehen, brauchte Jil Sander nur in den Spiegel zu schauen. Sie war diese neue Frau.

Und FAZ.net schrieb 2005 über die “Queen of less”, Frauen seien für sie keine Barbiepuppen. Das Wort ‘glamourös’ komme in Sanders Wortschatz nicht vor. Sie bemitleide Frauen, „die wie Pralinen aussehen“.

Und auch die Wikipedia definiert den Jil Sander-Stil ähnlich tough-schön:

Ihr Markenzeichen, eine Art New Look für Karrierefrauen, die seit Anfang der achtziger Jahre begannen Führungspositionen zu erobern, ist der stark auf die Körperproportionen geschnittene Hosenanzug, sowie ein schlichter Trenchcoat und das weiße Oberhemd.

(Laufsteg-Foto von c’est moi / Flickr)


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Annäherung an Alma Mahler-Werfel

18. November 2008 von Barbara
Dieser Text ist Teil 19 von 58 der Serie Die Feministische Bibliothek

Geboren Ende des 19. Jahrhunderts in Wien als Tochter des bekannten Malers Emil Jakob Schindler galt Alma Schindler als “das schönste Mädchens Wiens”. Sie war verheiratet mit dem Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler, dem Architekten Walter Gropius sowie dem Dichter Franz Werfel. Einige andere bekannte Künstler wie Gustav Klimt oder Oskar Kokoschka zählten auch zu ihrem intimen Bekanntenkreis. Leichtfertig könnte man sie als hübsche Muse des Who-is-Who eines ausgehenden Jahrhunderts zählen, zu dessen künstlerischen Zentren die österreichische Hauptstadt auf jeden Fall gehörte. Doch Alma Mahler-Werfel komponierte selbst und schrieb und unterstützte das Schaffen ihrer Männer tatkräftig.

Alma Mahler-Werfel fasziniert die Geschichtsschreibung ebenso wie ihre Fans zu Lebzeiten und posthum. Neben der Autobiografie “Mein Leben” möchte ich besonders das relativ neue Werk “Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler-Werfel” von Oliver Hilmes empfehlen. In seinem 2004 veröffentlichten Buch widmet sich Hilmes nämlich auch einer bislang verborgen gebliebenen Seite von Mahler-Werfel: ihrem Antisemitismus, der ihr Denken bis zuletzt prägte. Zwei ihrer Ehemänner, Mahler und Werfel, waren jüdischer Abstammung.

Hier kommen einige höchst spannende Dinge zusammen: eine kreative Frau, eingesperrt in das bürgerliche Korsett ihrer Zeit. Der Fluchtweg scheint die Ehe mit einem Mann zu sein, der auch kreativ ist. Doch die Ehe war die Traufe nach dem Regen der Familie – sie schränkte das Freiheitsbewusstsein Alma Mahler-Werfels erneut ein. Als kämpferischer Geist gab sie sich aber damit nie zufrieden. Sie hätte mehr an ihrer eigenen Legende gearbeitet als an den Legenden der Männer an ihrer Seite, wird ihr vorgeworfen. Ein unzulässiger Vorwurf, finde ich.

Einige Auszüge:

Für eine junge Frau am Ende des 19. Jahrhunderts war das Erwachsenwerden mit ganz anderen Problemen verbunden, als sie heutzutage von Mädchen erlebt werden. Regelmäßiger Utnerricht, eine mit dem Abitur abgeschlossene Schulbildung oder gar ein Studium an der Universität waren für Mädchen damals praktisch undenkbar. … Schon früh stellte sie bei sich einen Mangel fest, worunter auch ihre späteren Partner erheblich zu leiden hatten: Ich kann nichts ganz ausdenken! Ich möchte eine große That thun. Möchte eine wirklich gute Oper componieren, was bei Frauen wohl noch nie der Fall war. …Die Neunzehnjährige glaubte, dass Frauen keine Genies sein können, weil sie zu wenig geistige Tiefe und philosophische Bildung haben. An anderer Stelle wünschte sie sich: Ach – nur ein Mann sein!

Bei Alma diente Judenfeindschaft als ihr hochwirksames Machtinstrument … lag für sie in der jüdischen Abstammung einer Person die Möglichkeit, dagegen ihre eigene “arische” Überlegenheit auszuspielen. Die “rassische” Herkunft eines Menschen war für Alma dessen wunder Punkt, seine Achillesverse. Hier wird etwas sichtbar, das für Almas ganzes Leben charakteristisch bleibt und in ihren Tagebüchern immer wieder deutlich hervortritt: ihr Wille zur Macht, ihr extrem ausgeprägtes Bedürfnis, andere Menschen, insbesondere Männer, zu unterdrücken und klein zu halten.

Ihre Beziehung zu Mahler hat sich trotz gelegentlicher Aufhellung auf ein mehr oder weniger gleichgültiges Nebeneinander eingependelt, das fast nur noch – und darin ist diese Verbindung typisch für die bürgerliche Ehe des beginnenden 20. Jahrhunderts – der äußeren Repräsentation dient.

“Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler-Werfel” von Oliver Hilmes ist bei btb erschienen. 480 Seiten, kartoniert, 10 Euro.

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Das Buch über diesen Link zu bestellen unterstützt die Mädchenmannschaft.

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Die Ladys vom Bosporus

15. Oktober 2008 von Susanne

Die Berliner Morgenpost behauptet heute, anlässlich der Buchmesse und deren Gastland Türkei: Istanbul ist eine Frau. Und stellt türkische Autorinnen vor, die hierzulande noch nicht einem größeren Publikum bekannt sind. Wie Halide Edip Adivar:

1884 geboren, setzte sich die junge Frau für die Rechte der Frauen ein, wurde eine der ersten Lehrerinnen des Landes, schloss sich der Armee Atatürks an und bereiste als Vertreterin der modernen Türkei die halbe Welt. Eigentlich hätte sie nur ihre Biografie verfassen müssen, anstatt außerdem 21 Romane.

Oder die 38-jährige Autorin Esmahan Aykol, die Kriminalromane verfasst, in der eine Kati Hirschel, eine Istanbulerin mit deutschen Wurzeln, ständig in neue Kriminalfälle verwickelt wird und nebenher versucht, ihr 40-jähriges Leben in der Großstadt zu managen versucht. Gleich der erste Roman der Kati Hirschel-Reihe 2001 war ein Bestseller.

Als Kultbuch gilt auch Perihan Magdens “Zwei Mädchen”, über die Freundschaft zwischen der rebellischen Behiye und der braven Handan. Magden erzählt das wie einen Thriller. Kutlu Ataman machte daraus 2005 einen preisgekrönten Film, und Orhan Pamuk nannte die 1960 geborene Magden “eine der originellsten Schriftstellerinnen unserer Zeit”.

Eine sehr politische Autorin ist Elif Shafak, geboren 1971 in Straßburg. Sie ist eine der wichtigsten Autorinnen der Türkei und schreibt wie Orhan Pamuk auch über eigentlich No-Go-Themen wie Armenier und Kurden und wurde ebenso wie Pamuk mit Anklagen wegen angeblicher “Verunglimpfung des Türkentums” vor Gericht gezogen.

Lesen!

Nachtrag 17. Oktober:
Auf zoomer.de gibt es noch mehr junge türkische Autorinnen zu entdecken.

(Logo: Frankfurter Buchmesse)


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Die Frauen-Biographie-Forschung

12. Oktober 2008 von Barbara

(c) fembio.orgUnter dem etwas an Hormonverhütung erinnernden Namen “Fembio” hat die Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch eine großartige Datenbank über Frauen erstellt. In der sogenannten Großen FemBio-Datenbank finden sich Einträge über 30.000 bedeutende Frauen aller Epochen und Länder, die nach zahlreichen Kriterien durchsucht und verknüpft werden können. Seit 1982 wurden Daten gesammelt, täglich kommen neue hinzu. In der Online-Datenbank wurden 6880 dieser Frauenportraits erfasst. Dort findet man Informationen von A wie die Dichterin Rose Ausländer über die medica-mondiale-Gründerin Monika Hauser bis zur Politikerin Clara Zetkin.

Die Definition der Fembio im Originalton:

Eine FemBiographie unterscheidet sich von “herrkömmlichen” Biographien vor allem durch den feministischen Blickwinkel. Ein gewöhnliches Lexikon informiert nicht darüber, wie diese Frauen wirklich gelebt haben. Wenn z.B. große Frauen von Männern behindert, benachteiligt, mißbraucht, gequält oder gar ermordet wurden, so erfahren Sie das in anderen Quellen meist nicht. Wenn die Frauen lieber mit Frauen als mit Männern zusammen lebten, so wird das in der Regel “diskret” übergangen. In einer FemBiographie werden aber solche biographischen Fakten genau so wichtig genommen wie alle anderen.


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