Einträge mit dem Tag ‘Ikonen’

Die Frauen-Biographie-Forschung

Sunday, October 12th, 2008 von Barbara

(c) fembio.orgUnter dem etwas an Hormonverhütung erinnernden Namen “Fembio” hat die Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch eine großartige Datenbank über Frauen erstellt. In der sogenannten Großen FemBio-Datenbank finden sich Einträge über 30.000 bedeutende Frauen aller Epochen und Länder, die nach zahlreichen Kriterien durchsucht und verknüpft werden können. Seit 1982 wurden Daten gesammelt, täglich kommen neue hinzu. In der Online-Datenbank wurden 6880 dieser Frauenportraits erfasst. Dort findet man Informationen von A wie die Dichterin Rose Ausländer über die medica-mondiale-Gründerin Monika Hauser bis zur Politikerin Clara Zetkin.

Die Definition der Fembio im Originalton:

Eine FemBiographie unterscheidet sich von “herrkömmlichen” Biographien vor allem durch den feministischen Blickwinkel. Ein gewöhnliches Lexikon informiert nicht darüber, wie diese Frauen wirklich gelebt haben. Wenn z.B. große Frauen von Männern behindert, benachteiligt, mißbraucht, gequält oder gar ermordet wurden, so erfahren Sie das in anderen Quellen meist nicht. Wenn die Frauen lieber mit Frauen als mit Männern zusammen lebten, so wird das in der Regel “diskret” übergangen. In einer FemBiographie werden aber solche biographischen Fakten genau so wichtig genommen wie alle anderen.

Forschende Frauen

Monday, September 8th, 2008 von Susanne

Im Kölner Frauen Media Turm wurde am Wochenende die Ausstellung “Frauen, die forschen” eröffnet, in der “die Lage der Wissenschaftlerinnen heute sowie die Funktion von Bildern in der Geschlechterpolitik” analysiert werden. Es geht um Frauen, die aktuell in der Forschung Spitzenpositionen besetzen und um Frauen, die in den vergangenen Jahrhunderten Pionierarbeit geleistet haben, wie zum Beispiel Emmy Noether (Bild), die die moderne Algebra mitbegründet hat. Bis zum 12. Dezember läuft diese Ausstellung und gleichzeitig ist ein Buch erschienen, in dem 25 Spitzenforscherinnen portraitiert werden.

“Die Öffentlichkeit traut dem Denken der Frauen nicht”

Friday, September 5th, 2008 von Susanne

In der aktuellen Ausgabe der Zeit stellt sich die Literaturkritikern Susanne Meyer in einem sehr lesenswerten Essay eine interessante Frage: Warum gibt es in Deutschland keine weiblichen intellektuellen Ikonen wie es Susan Sontag für Amerika war - oder auch die Publizistin Joan Didion?

Bei der Lektüre des Essays wird klar: Es gibt eine ganze Menge Gründe dafür. Gründe, die sich gegenseitig bedingen und reproduzieren:

Ein deutsches Phänomen, findet die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun, die in Italien aufwuchs, in Frankreich und Amerika gelehrt hat und zum Wintersemester an der Humboldt-Universität zu Berlin als Graduiertenkolleg »Geschlecht als Wissenskategorie« anbietet. Fragt man Braun, warum sich in Deutschland Frauen immer wieder zurücknähmen, sagt sie, das Problem sei eine Abwehr des Mutterbildes, und zwar weniger das der Nazis als das des Weiblichkeitsideals der fünfziger Jahre.

Sie beschreibt es die Hausfrau, die Gattin, die aufopferungsvolle Weiblichkeit. Die gewählte Abstinenz von einer öffentlichen Rolle. Der dezidierte Nichtintellektualismus, der in dieser Rolle liegt. Die Rolle der intellektuellen Frau ist nicht deutlich vorgezeichnet. »Ich bitte Sie, wenn bei uns eine Alice Schwarzer als große Emanzipationsfigur gilt«, sagt Braun. »Alice Schwarzer!«, sagt Bovenschen. Und erinnert sich, wie die Debatte um den Paragrafen 218 in alle Diskussionen »hineingegrätscht« sei, alle anderen Themen aus dem Feld geschlagen habe. Das hielt die Mädchen beschäftigt. Frauen verpassten es, sich in jene Zeitdebatten einzumischen, in denen Didion und Sontag prominente Rollen spielten. In differenzierten Essays, nicht als Stichwortgeberinnen in Talkshows.

(…)

Bei uns, sagt Braun, traue die Öffentlichkeit dem Denken der Frauen nicht. Mehr noch trauten sich Frauen etwas zu, werde das nicht gerne gesehen. So ist es: Frauen, die eine starke Meinung haben, werden vor allen Dingen als Frauen gesehen. Man schaut auf ihre Frisur, die Schuhe, siehe oben.

»Schriftsteller sollten uns mit dem, was sie tun, frei machen, lockern, aufrütteln. Sie sollten dem Mitgefühl und neuen Interessen neue Wege bahnen«, sagte Susan Sontag, als sie im Mai 2001 den Jerusalem-Preis entgegennahm, in einer Rede, die auch der neue Band enthält, und definiert für sich eine grandiose Rolle, ohne Bescheidenheit. (…) Es fällt schwer, sich in der deutschen Landschaft eine Frau zu denken, die sich so zu produzieren wagte.

(…)

So liest man also mit ein wenig Neid die Essays von Didion und Sontag, eine Gattung übrigens, die dem deutschen Geist natürlich zuwiderläuft. Der Essay sei bei uns ja eine Kümmerform, sagt Bovenschen, der erst vor zwei Jahren gelang, mit aphoristischen Betrachtungen, Älter werden, einen Publikumserfolg zu erringen. »Sontag und Didion schreiben journalistisch!«, sagt Braun, »und das ist bei uns ein Totschlagargument unseriös!«

Liebe Ladys, wie sind eure Zukunftspläne? Kommen darin auch laute Auftritte und klare Ansagen in der Öffentlichkeit drin vor? Oder wäre das tatsächlich un-vor-stell-bar?

Spooky: Buffy Schuld an Kirchenaustritten

Wednesday, August 27th, 2008 von Susanne

Endlich mal wieder etwas für die Rubrik “Wissenschaftler Quatsch”:

Sarah Michelle Gellar und ihre Fernsehserie “Buffy” ist daran schuld, dass sich immer mehr Menschen der traditionellen Religion abwenden - behauptet zumindest eine britische Studie. (…) Die Autorin Dr. Kristin Aune: “Weil sich die Serie so intensiv mit der weiblichen Selbstbestimmung auseinandersetzt, ist die (heidnische Religion) Wicca so attraktiv für junge Frauen geworden. Kurz gesagt - Frauen verlassen dafür die Kirche.”

Na dann.
Ich meine: Hä?

Dufte Braut im Showbiz

Saturday, April 26th, 2008 von Susanne

Nette Notiz heute in der “Leute”-Rubrik der Süddeutschen Zeitung :

Julia Roberts (40), Oscar-Preisträgerin, benutzt aus Prinzip keine Deodorants. Sie brauche nur die altmodische Kombination aus Seife und Wasser, um ihre Achselhöhlen frisch zu halten, verriet die Schauspielerin (”Pretty Woman“) in der US-Talkshow von Oprah Winfrey, wie die Webseite FemaleFirst.co.uk schreibt.

Die dreifache Mutter sagte, sie erfrische sich mittags, wenn sie arbeiten müsse. Die Aufregung um ihre Haarpracht in den Achselhöhlen, den sie 1999 bei der Premiere ihres Films “Notting Hill“ in Großbritannien erlebt hat, könne sie auch heute nicht nachvollziehen.

Roberts hatte damals auf dem roten Teppich für Aufsehen gesorgt, weil sie ihr buschiges Achselhaar nicht wegrasiert hatte. “Es war, als hätte ich einen Chinchilla unter dem Arm gehabt. So hat die Welt darauf reagiert“, wundert sie sich noch heute.

Jetzt kommt de Muddi!

Thursday, April 17th, 2008 von Katrin

Eine noch recht neue Neon.de-Userin, gerade erst von mir entdeckt, um die 50, kräftig und mit einem gesegneten Maul ausgestattet, sacht, wie et iss. Erklärt uns die Jugend, die Männer und natürlich: die (Alpha-)Frauen.

Ich habe herzhaft gelacht und möchte hier niemanden diesen Text vorenthalten: Isch bin et, de Muddi!. Kleiner Auszug gefällig?

“Überhaupt, war de Mann nu ma de Chef im Haus. Abba, dat kann isch schon verstehn’, wenn de Kerle sisch verpissen anstatt die Olle ma anständisch über de Küschentisch zu knallen. So zickisch wie die Weibsbilder heutzutage sind. Dat Alize Schwarzer sollte man keulen. Iss doch escht wahr!”

hach, Muddi.

Neue deutsche Mädchen im Interview

Thursday, April 3rd, 2008 von Susanne

Die beiden Autorinnen des Buches “Neue Deutsche Mädchen“, Jana Hensel und Elisabeth Raether haben dem Online-Feuilleton satt.org ein interessantes Interview gegeben. Lest selbst, an dieser Stelle nur zwei Fragen nebst Antworten zu Charlotte Roche und jungen Feminismus als Ausschnitt:

Eine Frage zu Charlotte Roches Buch “Feuchtgebiete”: Ist dieses Buch wichtig für den Feminismus (…)?
Jana Hensel:
Zugegebenermaßen habe ich das Buch noch nicht gelesen, aber was mir auf jeden Fall gefällt ist, dass sich mit Charlotte Roche eine Frau zu Wort meldet, der man den Feminismus nicht schon an der Nasenspitze ansieht. Sie ist jung, klug und erfolgreich und außerdem feministisch. Elisabeth und ich kommen ja auch aus dem Leben und nicht aus dem Gender-Seminar.

Da das Modell Schwarzer/Emma offensichtlich ausgedient hat: Wen seht Ihr als neue role models? Wen wünscht Ihr euch? Wie sieht “moderner Feminismus” aus?
Jana Hensel:
Ich glaube schon, dass das Modell Charlotte Roche zukunftstauglich ist. Also, dass Frauen aller Couleur den Feminismus zum Thema machen sollten, sodass sich das Wort Feminismus von selbst erledigt. Ich mag es, ehrlich gesagt, nicht besonders. Es klingt nach Bewegung, Kampf, schlechtem Gewissen und Besserwisserei. Ich vermeide es, so oft es geht.

Och, wir finden Feminismus ja ein ganz großartiges Wort und assoziieren mit Feministinnen auch eher Charlotte Roche als “schlechtes Gewissen und Besserwisserei”.

“Es war einmal ein Mädchen, das hieß Anne”

Friday, March 28th, 2008 von Katrin

Gehört eigentlich in jedes CD-Regal: Meine Freundin Rieke war mit ihrer Schwester auf fast jedem Konzert, das es in ihrer Nähe gab. Hunderte Menschen wurden von ihm in ihrem Alltag begleitet und kannten seine Lieder in- und auswendig. Bis heute reist er durch die Lande, um etwas zu bewegen – im wahrsten Sinne des Wortes: um zum Tanzen, zum Lachen und Singen anzuregen. Wie viele Fantasien hat er wohl schon angeregt? Wie viele Menschen für ein Leben lang beeinflusst?

Die Rede ist von keinem gewöhnlichen Pop-Star, nicht von Robbie Williams, sondern vom Liedermacher Fredrik Vahle. Vor 35 Jahren, im Jahre 1973, kam seine erste Platte auf den Markt, “Die Rübe”. Der heute 66-Jährige hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Kindern Spaß zu machen. Aber nicht die Sorte inhaltsleerer, oberflächlicher Spaß wie die Teletubbies, sondern Spaß mit Tiefgang und Gefühl. Seine Lieder waren von Anfang an auch immer politisch, er griff Themen wie Arbeit und Arbeitslosigkeit, Migration, Sexismus und – ja – auch Feminismus und Demokratie auf. Im Lied”Das Trampeltier” wird zum Beispiel der zivile Ungehorsam propagiert, “Die Rübe” zeigt, dass alle Kinder – auch die von Gastarbeitern – zusammen viel erreichen können und “Anne Kaffeekanne” steht für selbstsichere, freche Mädchen, die sich weder nach Konventionen richten, noch von irgendwem zur Hausfrau machen lassen.

Denn die kleine Anne ist ein bisschen verrückt: Sie bläst gerne Trompete auf einer Kaffeekanne und zwar so nervig und penetrant, bis alle Nachbarn “Aufhören!” schreien. Statt sich aber davon einschüchtern zu lassen, schnappt sich das Mädel ihren Besen und kehrt dieser Nachbarschaft den Rücken zu, auf der Suche nach Gefährten in der ganzen Welt, mit denen sie auf Augenhöhe leben kann. Und wenn ihr jemand doof kommt, dann wird er eiskalt links liegen gelassen. Ein Eskimo am Nordpool zum Beispiel, der sich freut, dass Anne ihm jetzt jeden Tag Lebertran kochen könnte. Oder ein gefährlicher Löwe, der sie fressen will – Anne hat keine Angst.

Selbstbewusst zieht sie weiter und schneit bei Heidi in den Alpen vorbei. Diese würde sie gerne mitnehmen auf ihre abenteuerliche Reise, doch Heidi, das alte Heimchen, hat keinen Bock, bleibt lieber zu Hause. Anne schert sich nicht drum. Als im Schwarzwald der Oberförster mit seinen strohblonden Haaren mit den Worten “du bist genau die richt’ge Frau, du bringst mir die Pantoffeln für die Tagesschau” versucht, Anne hinter den Herd zu verbannen, steht er ganz schnell wieder alleine da. Richtig so!

Erst der kleine Hansi Heinemann, aus Wanne-Eikel, der nicht versucht, das fliegende Fräullein in irgendeine Rolle zu quetschen, sondern einfach mitreisen möchte, wird aufgenommen. Auf Augenhöhe eben – Jungs und Mädchen.

Wer sich angesichts solcher Kinderlieder, durch die eine ganze Kinder-Generation fast schon “indoktriniert” wurde, wundert, dass heute so viele Alphamädchen rumlaufen, wer sich noch fragt, wie es zu solchen Ergebnissen in der Brigitte-Studie kommen konnte, die zeigt was Frauen wollen – nämlich alles und das ganz selbstbewusst, der sollte einmal die alten CDs von Fredrik Vahle rauskramen. Dieser Herr, mit dem langen weißen Bart hat sicherlich sein Schärflein dazu beigetragen.

Danke!

Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (der ihm im Jahr 2000 verliehen wurde) hat er ohne Frage mehr als verdient. Mein Sohn hört übrigens auch fast täglich “Die Rübe”, den “Spatz” und natürlich Frau Kaffeekanne. Soll ja auch mal ein ordentlicher Feminist werden, der kleine Mann.

Dran denken: Ein Lächeln in Gedenken an Susan Sontag

Wednesday, January 16th, 2008 von Susanne

Heute wäre die großartige Susan Sontag 75 Jahre alt geworden. Sie war ihr Leben lang die intellektuelle weibliche Stimme, die uns in Deutschland leider immer noch fehlt. Susan Sontag kritisierte den Vietnam- und den Irakkrieg und kommentierte fortlaufend Missstände in der amerikanischen Gesellschaft. Sie äußerte sich aber nicht nur zu politischen Themen, sondern schrieb auch über Fotografie, Kunst, Film und Literatur; und auch über das Thema Krankheit - sie selbst starb mit 71 Jahren an Leukämie. Sontag lebte aber auch, wie sie dachte: engagiert und selbstständig. Während sich andere Intellektuelle während des Bosnienkrieges in den Feuilletons über die Intervention stritten, fuhr sie nach Sarajewo. Dort inszenierte sie zwischen den Scharfschützen mit einem Theaterensemble “Warten auf Godot” von Beckett. Sie setzte sich immer auch politisch ein für Themen, die ihr wichtig waren, egal, ob es um Frieden oder Feminismus ging. Und weil sie auch eine überaus gebildete und analytische Frau war, ist und bleibt sie ein riesengroßes Vorbild. Ihr Tod 2004 war ein unfassbarer Verlust für diese Welt.

Für alle, die Susan Sontag noch nicht für sich entdeckt haben, unbedingt zu empfehlen: Daniel Schreibers Biografie “Susan Sontag: Geist und Glamour”, und natürlich ihre Essays.

Simone de Beauvoir zum 100.

Wednesday, January 9th, 2008 von Susanne

Simone de Beauvoir und ihr Werk zu entdecken, macht Spaß, öffnet die Augen und beeindruckt - vor allem weil die Philosophin nicht nur radikal, sondern auch weitsichtig war und viele ihrer Gedanken auch heute noch uneingeschränkt gültig sind. Wer sich auf die Suche nach der Frau machen will, die heute 100 Jahre alt geworden wäre, hier ein paar Lese-Empfehlungen:

Für den schnellen Überblick beleuchtet die ARD Simone de Beauvoirs Lebensstationen.

Auf einestages.de schreibt Alexa Henning von Lange über Beauvoirs Vermächtnis.

Für die taz schreibt Barbara Vinken eine Hommage.

Der österreichische Standard empfiehlt, unbedingt Beauvoirs Werke wieder zu lesen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt über Simone de Beauvoirs Kampf gegen das “Das können Frauen einfach nicht”.

Der Deutschlandfunk stellt die neuesten Biografien über die Beauvoir vor.

Ich selbst empfehle, unbedingt “Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht” von Hans-Martin Schönherr-Mann zu lesen.

Wem ihr legendäres Werk “Das andere Geschlecht” selbst zu umfangreich ist, dem sei das letzte Kapitel, “Die unabhängige Frau” ans Herz gelegt. Hier zeichnet de Beauvoir einen Weg zur Befreiung der Frauen, indem sie erklärt, woher die Unterdrückung überhaupt kommt:

“Wir haben gesehen, warum die Männer ursprünglich die Frauen unterjocht haben. Die Entwertung der Weiblichkeit war eine notwendige Etappe der menschlichen Evolution, die aber auch zu einer Zusammenarbeit der Geschlechter hätte führen können.”

Sehr modern, was sie damals schon sah: Ein Miteinander der Geschlechter ist ein Weg aus dem Gefängnis der Frauen, das die Männer gebaut haben.

Den Gedanken vom Einbeziehen der Männer betont auch die Süddeutsche Zeitung in ihrem Feuilleton-Beitrag:

“… Aus dieser Wirklichkeit ist Sartre nicht wegzudenken als dienstbarer Geist, der stets darauf hinwies, dass die Frauenbewegung gettoisiert werde, wenn sie nicht auch von Männern getragen werde. Sartres Forderung ist so wenig wie die Simone de Beauvoirs eingeholt: An den Sieg der Frauenbewegung könnte er erst glauben, wenn ein Mann einen Gedenkartikel über Simone de Beauvoir geschrieben und so seinen Castor dem Orkus entrissen hätte.”

Der Tagesspiegel denkt über die Schwierigkeit nach, die Philosophin zu biografieren.

Und Die Presse aus Österreich behauptet einfach kategorisch “Simone de Beauvoir lebt“.

Immer noch nicht genug? Noch mehr lesen.