Einträge mit dem Tag ‘Humor’


Schmerzensboys und die Schröder-Twitter-Petze – die Blogschau

28. April 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 155 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Einer der Lacher der Woche: Wie mit Twitter-Aktivist_innen umgehen? Einfach mal wie die Schröder alle ans BKA melden! Das verdient ein eigenes Logo, und das findet Ihr bei karnele.

Bilanz nachträglich zum Record Store Day bei different needs: Zwölf Prozent weibliche Beteiligung am Plattenanteil der Sammlung. Und bei Euch so?

Eine der schlechten Nachrichten der Woche: keine Einigung bei GEMA vs. YouTube. Einen Bericht inkl. Vlog dazu gibt es von Michaela Bodensee.

Pfüi, Media Markts Woman`s World: NotMyMediaMarkt” sagt Manu. Dafür brandneu und absolut sehenswert: Queere Comics auf inbetweenillustrations. Die zweifelhafte “Aber jetzt tut mal endlich jemand was!”-Aktion rund um KONY 2012: Den Aktionstag am 20. April hat die Facebook-Welt dann doch nicht mehr groß gefeiert. afrikawissenschaft liefert dazu nochmal ein Update. Aus der Welt ist diese Region aber natürlich nicht: Die kleine Ethnologin schreibt über nackte Frauenproteste in Uganda.

Schmerzensboys reloaded? Den schönsten Wochenendrückblick gibt`s bei anarchieundlihbe.

Interessante Beobachtung in Bezug auf Norwegens Breivik-Prozess: Wenig sachlich wird über die AnklägerInnen Breiviks berichtet, die reduktion auf Weiblichkeit ist Standard -schön zusammengefasst bei Uli Koch.

Humorless Feminists haben einen bunten Strauß literarischer und popkultureller “Alternativen” im Angebot.

Snaczny schreibt über Equalismus und Feminismus in der Piratenpartei.

Du hasst Seminare? Super, dann bitte einmal weiter zum Text von glücklich scheitern, da wird nämlich der Part “aus Gründen” aufbereitet.

Eindrucksvolle Rede von Kthi Win, nachzulesen auf Sina`s Blog: Speech by Sex Worker from Burma at AWID-Conference.

Und last not least: Prinsregentenheim rezensiert Safranskis Heidegger-Biographie., und das L-Mag liefert eine Vorschau auf die nächste Printausgabe.


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Was Feministinnen wirklich tun

17. Februar 2012 von Magda

Es gibt so ein schönes neues Meme im Netz, dass verschiedene Berufe oder Bezeichnungen auf’s Korn nimmt und die unterschiedlichen Wahrnehmungen aufzeigt. Das Meme zu Feministinnen wollen wir euch selbstverständlich nicht vorenthalten:

Von oben links nach unten rechts:

  1. Was FOX News (konservativer US-amerikanischer Nachrichtensender) über mich denkt
  2. Was die Gesellschaft über mich denkt
  3. Was ich über mich denke
  4. Was ich wirklich tue

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Die Sache mit dem Humor

14. November 2011 von Helga

Wenn schon nicht stark, dann wenigstens lustig – Humor gehört laut gängiger Überzeugung zu den Eigenschaften, mit denen Männer um Frauen werben. Fiese Schattenseite und eine Erklärung, warum es so wenig weibliche Comedians gibt: Frauen seien einfach weniger lustig.

Doch so einfach ist das nicht, sagt nun Laura Mickes der University of California, San Diego. Sie bat 32 Studierende, sich in kurzer Zeit Witze für vorgegebene Cartoons auszudenken (Link zur Studie, PDF). Andere Studierende sollten anschließend die Witzigkeit bewerten, ohne das Geschlecht der jeweiligen Autor_innen zu kennen. Die Autoren schnitten dabei tatsächlich etwas besser ab als die Autorinnen. Allerdings nur 0,11 Punkte auf einer Skala von 1 bis 5. Und: Männer fanden Autoren lustiger als dies Frauen taten.

Anschließend zeigten die Forscher_innen in einem Erinnerungstest verschiedene Cartoons, mit Angabe des Geschlechts der Autor_innen. Unerstaunlicherweise behielten die Proband_innen dabei lustige Cartoons besser im Gedächtnis als unlustige. Außerdem schrieben sie die lustigeren Cartoons durchgängig männlichen Autoren zu, selbst wenn das gar nicht stimmte. Hier bestätigten die Proband_innen ihr Vorurteil (alle gaben an anderer Stelle an, Männer lustiger als Frauen zu finden).

Die Evolutionstheorie, nach der Männer mit Humor Frauen beeindrucken, ließ sich in dieser Studie also nicht bestätigen. Dennoch schnitten die Autoren etwas besser ab als die Autorinnen. Daran könnten immer noch die Vorurteile schuld sein. So schätzten die Autorinnen den Erfolg ihrer Witze als deutlich geringer ein, als die Autoren. Sie rechneten mit einem um 0,8 Punkte schlechterem Ergebnis (was deutlich über dem tatsächlichen Unterschied von 0,11 Punkten liegt).

Also liebe Damen, so unlustig seid ihr gar nicht. Aber vielleicht werden Eure besten Witze später immer Männern zugeschrieben.

(via New York Times)


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Warum ich gern die dicke Anna wär

16. Dezember 2010 von Kübra
Dieser Text ist Teil 4 von 35 der Serie Das Wort zum Freitag

Auch ich wurde in der Schule mit schlecht geschriebenen Jugendbüchern über Mobbing gequält – von Erwachsenen, die uns Jugendliche voll gut verstanden. Eines der Mobbingbücher handelte von Anna, einem fülligeren Mädchen, das von seinen Mitschülern geärgert wird. Irgendwann passiert ganz viel Drama. Am Ende wird Anna selbstbewusst. Happy End. Langweilig. Eine Szene aber blieb mir im Kopf hängen:

Als Anna mit ihrem neuen Selbstbewusstsein ins Schwimmbad geht, ruft ein Junge „Fette Anna!“ und lacht sie aus. „Fett schwimmt oben!“, ruft Anna zurück. Und lacht auch. Er ist irritiert. Dann lachen sie zusammen und werden Freunde. Frei nach der Pausenhofregel: Wenn dich jemand auslacht, dann lach mit. Denn das kommt souverän rüber.

So einfach ist das. Im letzten Jahr war ich in den Religionsleistungskurs einer Schule eingeladen. Das Thema war der Islam und ich das lebende Beispiel. Der Lehrer, gleichzeitig Leiter der Schule, stellte mich der Klasse so vor: „Das ist Kübra, sie ist Muslimin, aber trotzdem ganz nett.“ Einen Moment der Stille. Betretenes Schweigen. Da fing ich an zu lachen, die Klasse mit mir mit. Und auch der Lehrer, wenn auch zögerlich. Letztendlich hatten wir viel Spaß. Hat man ja sonst kaum in der Schule.

Auch mit meinen – muslimischen wie nichtmuslimischen – Freunden witzeln wir im Alltag über die geheimen Waffenlager unter meinem Kopftuch oder die verrückte Terrorhysterie. An Flughäfen flüstern wir „Terror“, „Bombe“ und „Trainingscamp“.

Sobald aber Muslime mit Fremden, mit Kritikern vor allem, über den Islam, ihre Religion, diskutieren, ist erst mal Schluss mit Humor. Das Thema ist so persönlich, privat und emotional geladen, dass viele von uns verkrampfen.

Fast automatisch gehen wir auf Verteidigungskurs und sehen uns als Vertreter der Religion, die sich der ganzen Welt erwehren müsse. Und ja, wir kennen auch den Vorwurf, der daraus resultiert: Muslime seien humorlos. (weiterlesen …)


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Nicht verwirren lassen: die Debatte zur Homo-Ehe

13. August 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 39 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt
Debatte zur Homo-Ehe (zum Vergrößern bitte einmal klicken)

Debatte zur Homo-Ehe (zum Vergrößern bitte einmal klicken)

Von Patrick Farley.


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Viereinhalb Minuten Feminismus mit Gloria Steinem

26. Juni 2010 von Magda

Die wunderbare Feministin und Journalistin Gloria Steinem zu Gast bei Komiker Stephen Colbert (“femin-ish feminist”): Sie sprechen über Sexismus in der Arbeitswelt, das Sexleben feministischer Väter und den Erfolg konservativer Frauen in der amerikanischen Politik. Und all dies in viereinhalb Minuten, die ihr nicht verpassen solltet.

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
Gloria Steinem
www.colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Fox News

Mehr, mehr, mehr? In der Gesprächsrunde “A Womans World?” sprach Katie Couric vor ein paar Tagen mit Gloria Steinem und Jehmu Greene über das “Ende der Männer”, Sexismus und die feministische Bewegung heutzutage (via feministing.community).


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Kurz informiert

18. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 79 von 153 der Serie Kurz notiert

Mehr Frauen mit Humor an die Mikrofone! Aber bitte nicht mit platten, rassistischen Äußerungen.

Juanita W. Goggins, US-amerikanische Aktivistin der Bürgerrechtsbewegung, die 1974 als erste Afroamerikanerin in das Repräsentatenhaus von South Carolina gewählt wurde, erfror laut der New York Times am 20. Februar in ihrem Haus.

Zwar schon etwas älter, aber immer noch eine lesenswerte Analyse der nicht-existenten Geschlechterpolitik der Pirat_innen-Partei von p-pricken.de.

Nachdem im amerikanischen Mississippi eine High School Prom abgesagt wurde, weil die 18-jährige Constance McMillan ihre Freundin mit zu dieser Abschlußfeier bringen wollte, hat autostraddle jetzt eine Gallerie nur für lesbische Prom-Dates und ihre fantastischen Bilder eröffnet!

In West-Jerusalem haben mehrere tausend Israelis gegen die Geschlechtertrennung in Bussen demonstriert, die durch die von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Stadtteile fahren, wie broadsheet@salon berichtet.

Zu lesen in der Jungle World: In Tschechien kämpfen homosexuelle Aktivisten gegen alte Vorurteile, gesellschaftliche und rechtliche Diskriminierung, aber auch gegen die eigene politische Passivität.

Die Frontfrau und Managerin der Heavy Metal-Band „Arch Enemy”, Angela Bossow, gab Global Comment ein Interview über die wachsende Bedeutung von Frauen in Heavy Metal.


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Witzischkeit kennt (keine) Grenzen

8. Februar 2010 von Helga

Der mädchenblog verlinkte gerade einen Artikel über die Situation der Komikerinnen in Österreich. In Deutschland wird die Situation ähnlich sein – obwohl es durchaus viele Texterinnen gibt, sind diejenigen, die auftreten, männlich. Die Führungsetagen sind weiterhin von Männern besetzt, die auch nur Männer empfehlen, bis hin zum konkreten Limitieren der Teilnehmerinnenanzahl. Und entgegen dem Klischee „Frauen sind nicht witzig” seien humoristische Auftritte von Frauen gesellschaftlich einfach nicht akzeptiert, so Kabarettistin Susanne Pöchacker:

„Kollegen bei ‚Was gibt es Neues‘ [können] durchaus von ‚Orschbudern‘ reden, und wenn ich einmal das Wort ‚Tampon‘ nenne, werden’s alle komplett weiß – als hätte ich auf den Tisch gekotzt. Das ist ein Unterschied!”

Wenn dann doch mal eine Frau ins Rampenlicht gerückt wird, dann auch nur in ebendieser Eigenschaft¹:

Die Journalistin Bettina Eibel-Steiner wurde von ihrem Chefredakteur gefragt, ob sie eine humoristische Kolumne in Anlehnung an „Das Tagebuch der Bridget Jones” schreiben möchte. Es sollte kein Kommentar im klassischen Sinn sein (nicht tagesaktuell), sondern das „weibliche Lebensumfeld” behandeln: „Es ging darum, dass einmal eine Frau schreibt”, sagt Eibel-Steiner.

¹ vgl. Sarah Haskins‘ Qualifikation in Target Woman: Woman.


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Die teuerste Binde der Welt?

27. Januar 2010 von Helga
Weiße Slipeinlage mit Apple Logo vor schwarzem Hintergrund. Weiße Schrift: iPad. Like a tampon. Only more expensive.

Über jezebel.com

Falls es tatsächlich jemand noch nicht mitbekommen hat:
Apple hat tatsächlich einen Tablet-Mac herausgebracht. Und statt dem leicht unglücklichen iSlate den ebenfalls leicht unglücklichen Namen iPad gewählt, wohl in Anlehnung an den iPod. Ein Pad bezeichnet im Englischen neben vielen Dingen aber auch eine Monatsbinde (und bei manchen anscheinend auch Tampon). Seitdem nehmen die Witze in meinem Twitterstream kein Ende.

Jill von Feministe mit dem Klassiker: ”Can I use the #iPad if I’m in a bathing suit? If I use the #iPad, am I still a virgin?” Mehr Witze hat Jezebel gesammelt.

PS: Und natürlich ist in den Kommentaren Platz, für weitere Witze. Nur nicht über humorlose Feministinnen.


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Gegen den Besserverdienenden-Feminismus

22. November 2008 von Barbara

Ist schon wieder einige Zeit her, aber diese Harald Martenstein-Kolumne aus dem Zeit Magazin Leben über Frauen, die gemein behandelt werden, habe ich im Kopf behalten:

Es hat mich fast vom Stuhl gehauen, als ich im ZEITmagazin gelesen habe, dass so etwas mal wieder eine männliche, frauenfeindliche Schweinerei sei, Denunziation, die sich in Wörtern wie “nervig” und “anstrengend” ausdrücke, die Männer und angeblich nur Männer für erfolgreiche Frauen verwendeten. (…) Dieser Besserverdienenden-Feminismus geht mir auf die Nerven. Leute, die oben angekommen sind, durchaus zu Recht, und dann so tun, als seien sie Opfer. Falls das Wort “Frauensolidarität” etwas bedeuten würde, dann würden sie sich um die Frauen sorgen, die gesteinigt, zwangsverheiratet oder zwangsweise beschnitten werden, das gibt es ja alles noch, aber nein, am wichtigsten sind ihnen ihre kleinen Karriereprobleme.

Ausnahmsweise sind mal nicht die jungen Feministinnen per definitionem gemeint. Sondern alle möglichen Frauen, die bereits etwas erreicht haben. Also die nervigen Frauen.


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