Einträge mit dem Tag ‘Humor’


Doofe Fragen, das echte Leben und rassistische Soße – die Blogschau

14. Dezember 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 229 von 260 der Serie Die Blogschau

riot_nrrrd lässt uns an ein paar Fragen teilhaben, die ihm_ihr immer wieder mal gestellt werden, die er_sie aber niemals ernsthaft beantworten wird. Außerdem sagt riot_nrrrd im Nachgang zum unsäglichen Silke-Burmester-Artikel über “Behindertenwitze” nochmal an, wo es da hakt.

Über psychiatrische Zwangsbehandlung von Hungerstreikenden in Klagenfurt berichtet Der Lindwurm – wenn “Menschen, die sich gegen politische Zustände wehren, für verrückt erklärt werden und man ihnen noch die letzten Menschenrecht aberkennt”.

Franziska Naja ärgert sich über einen Text, der das so verkürzte wie beliebte Argument, Netzfeminismus und Genderstudies hätten mit dem echtem Leben(tm) nix zu tun, bedient.

“Obwohl Supermärkte trivialer kaum sein könnten, spiegeln sie, wie kein anderer Ort, die Alltäglichkeit von Rassismen und Sexismen wider” – zum Beispiel durch penetrantes Affirmieren des Wortes “Zigeuner”, wie Filiz Demirova bei EDEWA analysiert. Den Beitrag gibt es dort auch in englischer Sprache sowie als Audiofassung zum Nachhören im Radio.

Unsichtbarmachung, Wegnennung, Misogynie: Karnele ärgert sich über “Schwulenverehrung und Lesbenhass” in diversen Medien.

Musikhören als Kreativitätsförderung, oder auch: Wie mensch an der Universität intervenieren kann. Mehr NOISEAUX, weniger Richard Wagner – ein Text von Jayrôme C. Robinet.

Es gibt Neuigkeiten von der Petition gegen Sexismus im öffentlich-rechtlichen TV – leider , wenn auch wenig überraschenderweise, keine guten. ARD und ZDF lassen keine Auseinandersetzung mit den Forderungen erkennen und sehen keinen Grund an ihrer Praxis irgendwas zu ändern. Juhu.

Das Fat Up Kollektiv macht ein Zine! Und zwar mit euren Beiträgen: “Gedichten, Texten, Erzählungen aus dem eigenen Leben oder Fiktion, Überlebens_Ratschläge/Guides für fette Feiertage/Familienfeste, Rezensionen, Tipps und Schnipps bis zu Bildern, Gemälden, Collagen oder Comics und noch mehr und mehr und übermehr – schickt uns eure fetten Beiträge an fatup@riseup.de bis Ende Januar (2014) und gestaltet mit uns ein dickes, fett-ziges Zine für alle fett-positiv gelaunten und denkenden Mit_Menschen!”

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Bionade, feministische “Humorlosigkeit” und die nächste Löschdebatte bei Wikipedia – kurz verlinkt

15. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 189 von 253 der Serie Kurz notiert

Wir berichteten letzte Woche über den trans*feindlichen Werbespot von Bionade. Durch eure vielen Beschwerden reagierte Bionade mit einem Statement (Facebook-Link), welches weder eine Auseinandersetzung mit den Kritiken, noch eine Entschuldigung beinhaltet (sondern sogar behauptet, bei Bionade gäbe es gar keine Diskriminierung!). Falls ihr noch die Kraft habt, lasst Bionade weiterhin wissen, dass Diskriminierung kein Verkaufsschlager sein darf. Für die Zukunft kann folgendes gelten: Das schöne an (trans*feindlicher) Bionade – mensch kann sie auch weglassen!

In dem Band “Aufstand aus der Küche” von Silvia Federici wird neben zwei neuen Beiträgen auch die bereits 1974 verfasste feministisch-marxistische Ökonomiekritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die US-amerikanische Satirezeitschrift The Onion ist mal wieder vorn mit dabei, was sexistische Gewalt angeht. (englisch)

The New Yorker berichtet über einen Fall in Cleveland, nach dem drei Frauen, die ein Jahrzehnt als vermisst galten und zum Teil bereits für tot erklärt wurden, aus dem Haus, in dem sie festgehalten worden waren, befreit werden konnten. Ein Mann hatte eine der Frauen dabei beobachtet, wie sie vergeblich versuchte, die Tür von innen aufzubrechen. Er ordnete das Gesehene sofort als häusliche Gewalt ein und half ihr die Tür zu zerstören. (englisch)

Bei Shakesville erklärt Melissa McEwan noch einmal, was es mit feministischer “Humorlosigkeit” bezüglich *istischer “Comedy” auf sich hat (englisch).

CosmoTV berichtet über einen Dokumentarfilm von Mirza Odabaşi zum rassistischen Brandanschlag auf ein Solinger Wohnhaus vor 20 Jahren, bei dem fünf Menschen getötet worden sind. Der Film wird Ende Mai in Solingen uraufgeführt.

DieStandard.at würdigt die kürzlich verstorbene Frauenrechtlerin Hannelore Mabry.

The feminist wire analysiert die Karrieren und Selbst_Repräsentationen von Beyoncé und Lauryn Hill und entdeckt trotz der Unterschiede nicht wenige Gemeinsamkeiten. (englisch)

Ms.Magazine veröffentlicht einen Nachruf auf Brustkrebsaktivistin Barbara Brenner (englisch)

Angelina Jolie hat sich angesichts ihres genetisch stark erhöhten Brustkrebsrisikos für eine präventive Mastektomie entschieden. In der NY Times berichtet sie darüber – politisch brisante Punkte wie die Debatte um körperliche Selbstbestimmung, Gesundheitsrisiken, Gesundheitsindustrie und damit in Verbindung stehende finanzielle Faktoren werden zwar lediglich angerissen, dennoch ist das Öffentlichmachen dieser Entscheidung per se bereits als politischer Akt zu werten. (englisch)

der verein xart splitta gestaltet raum_rahmen für trans_x_ende, trans_xend empowernde kreative anwesende konkrete visionäre künstlxsche aktionen_ideen_politiken. aktuell gibt es zwei aufrufe für spoken word, kurzfilme, performances, tanz, musikstücke,… für einen performanceabend sowie fotos, gemaltes, collagen, gezeichnetes, geschriebenes … für ein printprojekt.

La Voix du Yemen interviewt Alaa Al-Eryani, die kürzlich die Initiative The Yemeni Feminist Movement startete.

with WINGS and ROOTS, ein Dokumentarfilmprojekt, das die Geschichten und Visionen fünf junger Menschen in Berlin und in New York erzählt, braucht eure Unterstützung!

Rassistischer Polizei-Alltag in Deutschland: Weil eine Frau, die auf offener Straße zusammengebrochen war, sich nicht ausweisen konnte und kein für die Beamten verständliches Deutsch sprach, wurde sie in Gewahrsam genommen, anstatt notärztliche Versorgung einzuleiten. Erst als ihr Mann sie als vermisst meldete und wenig später schließlich vor Ort war, reagierte die Polizei.

Der aktuelle Löschantrag für den Begriff “Femizid” heizt die Debatte über die Macht der Maskulisten auf der Wissensplattform an, schreibt dieStandard.at.

Termine in Berlin, Bochum, Göttingen, Braunschweig und deutschlandweit anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie gibt es nach dem Klick!

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Ein paar Meinungen aus modern-feministischer Sicht

25. Januar 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 2 von 9 der Serie Feminist Fun Friday

In unserem Jahresrückblicks-Podcast hatten wir versucht mal wieder in den Fokus zu rücken, dass es sich bei der Mädchenmannschaft um ein Freizeitprojekt handelt. Alle Beteiligten stecken hier viel Herzblut, Energie und Zeit hinein  – aber eben nicht so viel, dass wir ständig am Telefon sitzen und/oder innerhalb weniger Stunden auf Mails und Fragen antworten können. Das verstehen aber nicht alle. Und am wenigsten bezahlte oder gar hauptberufliche Journalist_innen. Und da bekommen wir – neben vielen tollen, interessanten, wertschätzenden Anfragen für spannende, gewinnbringende Kooperationen oder für Beiträge unsererseits, über die wir uns sehr freuen – dann auch immer wieder Anfragen, von denen einige an unfreiwilliger Komik kaum zu überbieten sind. Auf eine wollen wir hier exemplarisch antworten. Lehnt euch zurück. Have fun. Und danke an Andreas Hüning und Herrmann F. Herman, die diese Antwort mit ihren Kommentaren inspiriert haben!

Hallo liebe Mädchenmannschaft,

unter der Telefonnummer auf dem Blog geht leider nur der AB ran, deswegen versuche ich es mal per Mail.
Ich schreibe gerade einen kleinen Text über Barbie. Konkret soll er sich am geplanten “Barbie Dreamhouse Experience” in Berlin – eine lebensgroße Barbie-Villa aufhängen, und dafür bräuchte ich ein paar Meinungen aus modern-feministischer Sicht.
Ich schreibe die Fragen einfach mal hier auf, die mir so einfallen:

Grundsätzlich: Was gibt es zu Barbie aus feministischer Perspektive zu sagen? Ist es immer noch nur der Alptraum der verzerrten Schönheitsideale und der Magersucht?

Ist die “Karriere-Barbie” (eine Barbie-Serie, die vor ein paar Jahren Barbie mit Laptop und Aktentasche zeigte) etwas Progressives?

Was ist eigentlich mit Ken? Der Typ ist ja offenbar total unterdrückt und steht im Schatten von Barbie. Patriarchat sieht doch anders aus.

Ich würde mich über ein paar nette Antworten sehr freuen. Das alles brauche ich leider sehr schnell, bis spätestens heute um 15 bis 16 Uhr. Morgen soll es reingehen.  (…)

Erreichbar bin ich per Telefon: (…)

Viele Grüße
(…)

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Who wants to be veräppelt by Ulmen.tv?

18. Januar 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 1 von 9 der Serie Feminist Fun Friday

Eigentlich hätten wir ja auch alle gern irgendwie mal Wochenende, sollte mensch meinen. Aber dann … oh well, seht selbst, was wir und andere WWTFMG-Kritikerinnen vorhin im Postfach hatten – da sind wohl die ganz großen Marketingstrategen am Werk, was?

Liebes Team von maedchenmannschaft.net,

gerne würden wir euch zu einer exklusiven Vorab – Vorführung der Show “Who wants to fuck my girlfriend?” einladen, und euch im Anschluss daran um eure Meinung bitten.
Wir wollen ganz bewusst viele kontroverse Meinungen zu unserem Format zeigen, deshalb möchten wir euch und auch anderen nach der Vorführung die Möglichkeit geben deine Meinung in Form eines ein- bzw. mehrminütigen Statements in die laufende Kamera zu sprechen.

Wir können euch versichern, dass euer Statement nicht verfremdet oder in irgendeiner Weise diffamierend genutzt wird.
Die Statements von euch und anderen Kritikerinnen und Kritikern werden 1:1 an das Ende – quasi als Kommentar – jeder Folge geschnitten und nicht verändert.

Das Screening und die Dreharbeiten finden am nächsten Mittwoch, 23.01.2013 in Berlin statt.
Den genauen Ort und die Zeit teilen wir euch gerne noch mit.

Bitte gebt uns doch gerne eine möglichst schnelle Rückmeldung, ob ihr Zeit und Lust hast dabei zu sein und auch bereit seid ein Statement beizusteuern, dass ausgestrahlt werden darf.

Wir freuen uns von euch zu hören.

Mit besten Grüßen,

Who wants to LOL with (me &) my grrrlfriends?

Ninia LaGrande hat sich coolerweise die Mühe gemacht, auf diese so erbärmlich als Interesse verkleidete Zumutung zu antworten. Unsere Anwort kann daher heute relativ knapp ausfallen:

 


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Lach doch mal, Integration und Schönheit – die Blogschau

19. September 2012 von Sabine
Dieser Text ist Teil 174 von 260 der Serie Die Blogschau

Aufgrund technischer Probleme war die Blogschau am vergangenen Samstag (16.09.12) leider nicht vollständig. Hier nun Klappe die 2.:

Warum die Benennung der neuen Berliner Integrationsbeauftragten eher nicht integrierend wirkt und 13 der 14 Migrant_innenvertreter_innen die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung zur Neubesetzung boykottiert haben, das steht auf anders deutsch.

Zeitungen kämpfen online um Klicks, um ihre Angebote zu finanzieren. Lucie schaut sich in der Süddeutschen um: Mario Barth erhält bald eine Kolumne und body shaming im Hot-or-Not Stil sind auch dabei. Es soll fresh („freche Schreibe“) sein und ist letztendlich doch „nur Spaß“.

Hobbit nimmt sich hingegen ein Skalpell und zerlegt einen sexistischen Witz in seine Einzelteile – so was sollte obligatorisch in die Lehrpläne aufgenommen werden.

Antje Schrupp findet Norm entsprechende Körper aus Modejournals banal, die Frage des Aussehens ist jedoch eine ganz wichtige. Die Wahl der Kleidung kommuniziere nämlich Standpunkte, Wertehaltungen und dafür gebe es einen guten Grund.

Die Denkwerkstatt fragt: „Wo sind die Feministinnen“ in Österreich und kommt dabei zu einem spannenden Ergebnis.

„Aber, ich als Frau…“  Derailing, wer kennt es nicht? Hier einige Argumente der Entgegnung.

Kattascha hat einen ausführlichen Artikel über das Ehrenamt, Motivationen und mitgliederfreundliche Strukturen am Beispiel der Piraten geschrieben.

„Gemütlich sitzen da Kind und Eltern beisammen, das aufgeschlagene Buch vor sich, sie reden über Alltagsrassismus, das Kind lauscht aufmerksam den Ausführungen der Eltern mit ihren kultur- und sozialwissenschaftlichen Studienabschlüssen.“ Mit Kindern sollte geredet werden, warum manches trotzdem unnötig ist, findet sich bei Dr. Mutti. [Text ist mit Triggerwarnung: N-Wort einmal in Anführungszeichen, 1. Absatz]

Und noch ein paar Termine:

Von heute, dem 19. September an bis zum 29. veranstaltet Zwischengeschlecht.info Proteste gegen Zwangsoperationen an Inter­sexuellen und Infoabende in Leipzig, Dresden und Halle.

Gestern startete der Film Call me Kuchu über die ugandische LGBT-Community seine Tour durch die Kinos in Deutschland, Zwischenstop heute ist z.B. Frankfurt.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Schmerzensboys und die Schröder-Twitter-Petze – die Blogschau

28. April 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 157 von 260 der Serie Die Blogschau

Einer der Lacher der Woche: Wie mit Twitter-Aktivist_innen umgehen? Einfach mal wie die Schröder alle ans BKA melden! Das verdient ein eigenes Logo, und das findet Ihr bei karnele.

Bilanz nachträglich zum Record Store Day bei different needs: Zwölf Prozent weibliche Beteiligung am Plattenanteil der Sammlung. Und bei Euch so?

Eine der schlechten Nachrichten der Woche: keine Einigung bei GEMA vs. YouTube. Einen Bericht inkl. Vlog dazu gibt es von Michaela Bodensee.

Pfüi, Media Markts Woman`s World: NotMyMediaMarkt” sagt Manu. Dafür brandneu und absolut sehenswert: Queere Comics auf inbetweenillustrations. Die zweifelhafte “Aber jetzt tut mal endlich jemand was!”-Aktion rund um KONY 2012: Den Aktionstag am 20. April hat die Facebook-Welt dann doch nicht mehr groß gefeiert. afrikawissenschaft liefert dazu nochmal ein Update. Aus der Welt ist diese Region aber natürlich nicht: Die kleine Ethnologin schreibt über nackte Frauenproteste in Uganda.

Schmerzensboys reloaded? Den schönsten Wochenendrückblick gibt`s bei anarchieundlihbe.

Interessante Beobachtung in Bezug auf Norwegens Breivik-Prozess: Wenig sachlich wird über die AnklägerInnen Breiviks berichtet, die reduktion auf Weiblichkeit ist Standard -schön zusammengefasst bei Uli Koch.

Humorless Feminists haben einen bunten Strauß literarischer und popkultureller “Alternativen” im Angebot.

Snaczny schreibt über Equalismus und Feminismus in der Piratenpartei.

Du hasst Seminare? Super, dann bitte einmal weiter zum Text von glücklich scheitern, da wird nämlich der Part “aus Gründen” aufbereitet.

Eindrucksvolle Rede von Kthi Win, nachzulesen auf Sina`s Blog: Speech by Sex Worker from Burma at AWID-Conference.

Und last not least: Prinsregentenheim rezensiert Safranskis Heidegger-Biographie., und das L-Mag liefert eine Vorschau auf die nächste Printausgabe.


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Was Feministinnen wirklich tun

17. Februar 2012 von Magda

Es gibt so ein schönes neues Meme im Netz, dass verschiedene Berufe oder Bezeichnungen auf’s Korn nimmt und die unterschiedlichen Wahrnehmungen aufzeigt. Das Meme zu Feministinnen wollen wir euch selbstverständlich nicht vorenthalten:

Von oben links nach unten rechts:

  1. Was FOX News (konservativer US-amerikanischer Nachrichtensender) über mich denkt
  2. Was die Gesellschaft über mich denkt
  3. Was ich über mich denke
  4. Was ich wirklich tue

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Die Sache mit dem Humor

14. November 2011 von Helga

Wenn schon nicht stark, dann wenigstens lustig – Humor gehört laut gängiger Überzeugung zu den Eigenschaften, mit denen Männer um Frauen werben. Fiese Schattenseite und eine Erklärung, warum es so wenig weibliche Comedians gibt: Frauen seien einfach weniger lustig.

Doch so einfach ist das nicht, sagt nun Laura Mickes der University of California, San Diego. Sie bat 32 Studierende, sich in kurzer Zeit Witze für vorgegebene Cartoons auszudenken (Link zur Studie, PDF). Andere Studierende sollten anschließend die Witzigkeit bewerten, ohne das Geschlecht der jeweiligen Autor_innen zu kennen. Die Autoren schnitten dabei tatsächlich etwas besser ab als die Autorinnen. Allerdings nur 0,11 Punkte auf einer Skala von 1 bis 5. Und: Männer fanden Autoren lustiger als dies Frauen taten.

Anschließend zeigten die Forscher_innen in einem Erinnerungstest verschiedene Cartoons, mit Angabe des Geschlechts der Autor_innen. Unerstaunlicherweise behielten die Proband_innen dabei lustige Cartoons besser im Gedächtnis als unlustige. Außerdem schrieben sie die lustigeren Cartoons durchgängig männlichen Autoren zu, selbst wenn das gar nicht stimmte. Hier bestätigten die Proband_innen ihr Vorurteil (alle gaben an anderer Stelle an, Männer lustiger als Frauen zu finden).

Die Evolutionstheorie, nach der Männer mit Humor Frauen beeindrucken, ließ sich in dieser Studie also nicht bestätigen. Dennoch schnitten die Autoren etwas besser ab als die Autorinnen. Daran könnten immer noch die Vorurteile schuld sein. So schätzten die Autorinnen den Erfolg ihrer Witze als deutlich geringer ein, als die Autoren. Sie rechneten mit einem um 0,8 Punkte schlechterem Ergebnis (was deutlich über dem tatsächlichen Unterschied von 0,11 Punkten liegt).

Also liebe Damen, so unlustig seid ihr gar nicht. Aber vielleicht werden Eure besten Witze später immer Männern zugeschrieben.

(via New York Times)


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Warum ich gern die dicke Anna wär

16. Dezember 2010 von Kübra

Auch ich wurde in der Schule mit schlecht geschriebenen Jugendbüchern über Mobbing gequält – von Erwachsenen, die uns Jugendliche voll gut verstanden. Eines der Mobbingbücher handelte von Anna, einem fülligeren Mädchen, das von seinen Mitschülern geärgert wird. Irgendwann passiert ganz viel Drama. Am Ende wird Anna selbstbewusst. Happy End. Langweilig. Eine Szene aber blieb mir im Kopf hängen:

Als Anna mit ihrem neuen Selbstbewusstsein ins Schwimmbad geht, ruft ein Junge „Fette Anna!“ und lacht sie aus. „Fett schwimmt oben!“, ruft Anna zurück. Und lacht auch. Er ist irritiert. Dann lachen sie zusammen und werden Freunde. Frei nach der Pausenhofregel: Wenn dich jemand auslacht, dann lach mit. Denn das kommt souverän rüber.

So einfach ist das. Im letzten Jahr war ich in den Religionsleistungskurs einer Schule eingeladen. Das Thema war der Islam und ich das lebende Beispiel. Der Lehrer, gleichzeitig Leiter der Schule, stellte mich der Klasse so vor: „Das ist Kübra, sie ist Muslimin, aber trotzdem ganz nett.“ Einen Moment der Stille. Betretenes Schweigen. Da fing ich an zu lachen, die Klasse mit mir mit. Und auch der Lehrer, wenn auch zögerlich. Letztendlich hatten wir viel Spaß. Hat man ja sonst kaum in der Schule.

Auch mit meinen – muslimischen wie nichtmuslimischen – Freunden witzeln wir im Alltag über die geheimen Waffenlager unter meinem Kopftuch oder die verrückte Terrorhysterie. An Flughäfen flüstern wir „Terror“, „Bombe“ und „Trainingscamp“.

Sobald aber Muslime mit Fremden, mit Kritikern vor allem, über den Islam, ihre Religion, diskutieren, ist erst mal Schluss mit Humor. Das Thema ist so persönlich, privat und emotional geladen, dass viele von uns verkrampfen.

Fast automatisch gehen wir auf Verteidigungskurs und sehen uns als Vertreter der Religion, die sich der ganzen Welt erwehren müsse. Und ja, wir kennen auch den Vorwurf, der daraus resultiert: Muslime seien humorlos. (mehr …)


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Nicht verwirren lassen: die Debatte zur Homo-Ehe

13. August 2010 von Magda
Debatte zur Homo-Ehe (zum Vergrößern bitte einmal klicken)

Debatte zur Homo-Ehe (zum Vergrößern bitte einmal klicken)

Von Patrick Farley.


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