Einträge mit dem Tag ‘Hitlisten’


Top 100 Bloggerinnen

8. März 2010 von der Mädchenmannschaft

Zum Weltfrauentag auch ein Blick in die weibliche digitale Welt. Lantzschi greift eine Idee von Annina auf und eröffnet auf Medienelite.de eine Liste der

100 must-read deutschsprachigen Bloggerinnen

Sie startet mit

(1) Mädchenmannschaft (merci!)
(2) Antje Schrupp
(3) I Heart Digital Life
(4) Liz
(5) Happy Schnitzel
(6) Tessa

Eine super Idee, die auf Ergänzung wartet. Von uns schon mal zwölf weitere Lieblingsbloggerinnen:

(7) Anne Roth
(8) Kaltmamsell
(9) Mädchenblog
(10) Side-Glance
(11) Stadtpiratin
(12) Medienelite
(13) Frl. Zucker
(14) Frau Liebe
(15) Julia Seeliger
(16) Franziskript
(17) Bubi Zitrone
(18) Denkwerkstatt

Die Liste ließe sich jetzt schon um dreißig, vierzig weitere tolle Bloggerinnen ergänzen. Aber ihr sollt ja auch noch was zu tun haben. Also ab mit euren Nummern (19) bis (100) in die Kommentare  hier oder dort oder dort!

Und weil es wirklich viele viele viele tolle Bloggerinnen zu entdecken gibt, hat Annina auch gleich eine Webseite gestartet, auf der man in Zukunft all die super Bloggerinnen kennenlernen kann:

GirlsCanBlog.org


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Samstagabendbeat

7. März 2009 von Katrin

Paff Meisi wollte ich schon lange einmal verlinken. Hier nun einer ihrer/seiner neueren Songs. Manchen von euch ist sie/er vielleicht schon aus Torstraße intim bekannt – meine Lieblings-Internet-Sitcom.


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Unser Jahresrückblick 2008

31. Dezember 2008 von der Mädchenmannschaft

Sprachlosester Moment des Jahres: „the winner of the award for the best weblog in german language is Mädchenmannschaft“
Irritation des Jahres: Lady Bitch Ray überreicht Oliver Pocher ein Döschen Fotzensekret.
Was 2008 irgendwie so war wie immer: Bei den Querelen in Hessen ist das Verhalten von Roland „brutalstmögliche Aufklärung“ Koch angemessen und verständlich, Andrea Ypsilanti hingegen wird zur nervigen Frau, die endlich zur Vernunft kommen soll.
Die gute Wahl 2008: Der alternative Nobelpreis für Monika Hauser.
Skeptisch gemacht hat mich 2008: Die Kampagne zur HPV-Impfung.

Ein wunderbares 2009 wünscht Euch Anna. Lasst es krachen!

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Die Entscheidung des Jahres ist für mich die Berufung von Hillary Clinton als US-amerikanische Außenministerin.
Der beschissenste Trend des Jahres ist die Auffassung, Kinder seien ein Status-Symbol, das jetzt auch die Coolen cool fänden.
Der Mutmacher des Jahres ist das neben dem BOB-Award für maedchenmannschaft.net als Bestes Deutsches Weblog 2008 die Ankündigung, dass es im Februar 2009 eine 2. Ausgabe von Missy geben wird.
Was ich aus 2008 definitiv nicht vermissen werde,
ist der medial inszenierte Generationenstreit zwischen Feministinnen unterschiedlichen Alters.
Was 2009 endlich kommen muss,
ist ein Round-Table-Gespräch mit Alice Schwarzer und jungen Feministinnen.

Viele Grüße, alles Gute für 2009, lasst den Feminismus nicht sterben, sondern hochleben, wünscht Barbara

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Schönster unpolitischer Moment des Jahres, war ein Konzert der wunderbaren Gustav unter freiem Himmel
Schönster politischer Moment des Jahres, war Claudia Roths inbrünstige und flammende Rede auf der Landesfrauenkonferenz der Berliner Grünen, in der sie ihre Freude über den Jungen Feminismus äußerte
Persönlicher Triumph des Jahres: auch ein kleiner Junge kann sehr gefühlvoll, verschmust und sprachbegabt sein! – Erziehung ohne Gender-Stereotype kann gelingen.
Der herzhafteste Lacher des Jahres entwich mir, als ich Feuchtgebiete (mit all den angeekelten Rezensionen im Hinterkopf) las und Helen ihr selbstgemachtes Tampon genussvoll im Krankenhausfahrstuhl deponierte…
Plädoyer für 2009: Bitte habt auch ein ♥ für Männer
Erkenntnis des Jahres: Ich bin Feministin – Hooray!
Eigener Ruf in diesem Jahr: Katrin ist Dr. Sex der Mädchenmannschaft
Ey, wenn nächstes Jahr nicht endlich… diese Große Koalition abgelöst wird, und mit ihr diese miserable Gender-Politik, dann geb ich mir aber die Kugel!!

Prost meine Lieben! Ich freue mich auf ein diskussions- und aktionsreiches neues Jahr! Eure Katrin

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Persönlicher feministischer Yiha!-Moment des Jahres: Als mir ein sehr wichtiger Mensch sagte, er sei jetzt übrigens auch Feminist. Weil dieser Mensch vor einem Jahr noch darauf beharrt hatte, Humanismus sei doch viel wichtiger als Feminismus.
Professioneller feministischer Top-Moment des Jahres: Als nach unserer Buchpräsentation in München zwei junge Damen auf mich zukamen und sich für „Wir Alphamädchen“ bedankten, mit den Worten, sie fänden sich darin absolut wieder.
Langweiligstes und schlimm überstrapaziertes Wort des Jahres: „Zickenkrieg„, s. a. NEON und EMMA.
Größte Irritation 2007: Wenn ich mich entscheiden muss, dann war das die Aussage einer relativ prominenten Feministin, sie sei ja sowohl Maskulinistin als auch Feministin. Da hab ich kurzfristig oxymoronischen Schluckauf bekommen.
Die ermüdenste feministische Debatte fand für mich gar nicht in Deutschland statt, sondern in den USA, wo sich Frauen darüber die Köpfe einschlugen, ob sie Hillary Clinton per Geschlecht zu unterstützen hatten.
Aufgepasst in 2009: In 2008 haben sich Abtreibungsgegner ziemlich intensiv bewegt. Es kommen möglicherweise wieder größere Konflikte auf uns zu.
Deprimierendste Person des Jahres: Sarah Palin.
Meine Kunst-Entdeckung des Jahres: Pipilotti Rist.
Frau des Jahres: Chris Köver, Mit-Macherin von Missy Magazine.
Der schreibende Mann, der mich 2008 immer wieder echt froh gemacht hat: Alex Rühle.

Liebe Leserinnen und Leser, danke für spannende Diskussionen, Feedback und Inspiration. Ich wünsche euch allen eine tolle Feierei. Viel Freude und Fortschritt 2009! Meredith

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Da konnte 2008 gegenüber 2007 trumpfen: Man kann wieder über Feminismus sprechen, sich sogar „Emanze“ nennen, ohne sich ins gesellschaftliche Abseits zu katapultieren. Da ist am Ende des Jahres was Gutes von dem ganzen Hype übrig geblieben.
Hat dieses Jahr brutal genervt: die Erhöhung des Kindergeldes um wieder 10 Euro ab dem 1. Januar 2009. Man fragt sich, wann die Bundesregierung mal den Empfehlungen der EU und dem Vorbild der Nachbarländer folgen wird und diese verdammten zehn Euro in eine bessere Kinderbetreuung steckt. Zehn Euro mehr im Portemonnaie hilft Eltern nur sehr bedingt; ein gesetzlich garantierter Betreuungsplatz mit ausgebildetem (ergo: gut bezahltem) Personal dagegen viel.
Die erstaunlichste Leistung des Jahres: brachte die 8-jährige Nojoud Muhammed Nasser, die sich von ihrem 30-jährigen Ehemann scheiden ließ.
Auf den Punkt gebracht: Jutta Allmendinger hat in „Das zweite Geschlecht steht auf“ geschrieben, was in der diesjährigen Debatte über berufstätige Frauen mal gesagt werden musste.
2008 war nur der Anfang: für Sarah Haskins. 2009 dann „The Daily Show“? Dank Sarah und „Target Women“ haben wir 2008 wieder eine Menge über uns Frauen gelernt.
Kurz vor Schluss noch mal richtig nett zu uns: die Blogger um Thomas Knüwer und Franziskript, die uns am Montag zum „Besten Themenblog“ gekürt haben.
2009 braucht: mehr Krawall & Remmidemmi

Ich freu mich, wenn ihr uns auch im nächsten Jahr treu bleibt; viel Spaß beim Reinfeiern! Eure Susanne

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Die Frau des Jahres ist für mich Charlotte Roche, weil sie der Muschidebatte mal ordentlich in den Hintern getreten hat
Der Mann des Jahres ist Barack Obama, weil er aus Idealismus Realismus machte
Der Erfolg des Jahres
ist Missy – das erste Popkulturmagazin für Frauen in Deutschland; Byte.fm – Internetradio mit hervorragenden Sendungen, auch von Frauen
Aufreger des Jahres: Die Erziehungsdebatte über Jungs
Musikerinnen des Jahres
: Cat Power, Gustav, Joan as a PoliceWoman, Yo Majesty, Bernadette La Hengst, Clara Luzia und und und …
Was ich aus 2008 nicht vermissen werde, sind keusche Disney-Retorten wie Hannah Montana und Jonas Brothers etc.

Eure Verena


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Wilde Mädchen 2008

31. Dezember 2008 von Verena

Kat von D. – Unternehmerin

Die Tattoos sind überall. Auf Armen und Beinen, den Handgelenken und Fingern, dem Bauch, am Hals und im Gesicht. Ein paar kleine Sterne zieren sogar die Schläfe. Katherine von Drachenberg, kurz Kat von D., ist Tätowiererin und der einzige Grund, das strunzige Männer-TV DMAX einzuschalten. In ihrer Sendung LA Ink zeigt die Amerikanerin nicht nur, wie sie Rockstars und Normalos den Körper veredelt, sondern auch, was es heißt, sich als Jungunternehmerin zu beweisen.
Sie hat ihren eigenen Tattooshop in Los Angeles, organisiert Tattoo-Conventions und kümmert sich um Freunde und Familie. Gegen letztere musste sie ihren Plan, Tätowiererin zu werden, lange Zeit verteidigen. Dass sie nun damit in ihrem eigenen Laden Geld verdient, zeigt mal wieder, wie sich die Verfolgung der eigenen Wünsche über Hindernisse hinweg auszahlt.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Andrea Ypsilanti – Ausdauer-Spezialistin

Wortbruch – das steht auf Andrea Ypsilantis politischem Grabstein ganz oben. Dabei hatte eigentlich niemand damit gerechnet, dass die SPD-Lady auch nur einen Fingernagelbreit an der Vormachtstellung Roland Kochs in Hessen kratzen könnte. Doch dann machte der ein paar saudumme Bermerkungen über Ausländer und plötzlich schien eine Ministerpräsidentin Ypsilanti gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Naja, hätte es dann nicht das Problem der Regierungsbildung unter Duldung der Linken gegeben und jede Menge Häme für eine Politikerin, die eben nicht klein beigibt, wenn der Gegenwind auffrischt.

In der Presse soll die Frage gestellt worden sein, ob Frau Ypsilanti vielleicht so uneinsichtig sei, weil sie eine Frau ist. Eine tolle Überlegung von Deutschlands auiflagenstärkster Tageszeitung. Zum kotzen!

Ok, Andrea Ypsilanti hat sich verkalkuliert und angenommen der Wortbruch ließe sie nur kräftig gegen die Wand laufen, bevor sich dann doch die richtige Tür öffnet. Leider hat ihr die Wand letztlich das Genick gebrochen. Aber sie hat es versucht und sich nicht kleinreden lassen von schlechter Presse, mangelndem Rückhalt in der eigenen Partei und vermutlich auch ihren eigenen Zweifeln.

Haruko –Do-It-Yourself Mut

MySpace ist eine Möglichkeit, sich als Musiker und Künstler zu präsentieren. Nachwuchsbandwettbewerbe eine andere. Auch ohne Bohlen und Co. gibt es in Deutschland zahllose Bandcontests, in denen eine Jury den musikalischen Nachwuchs bewertet. Egal ob von Staat oder Wirtschaft subventioniert, hier hat jeder die Chance, sich vor einem größeren Publikum und Fachleuten zu präsentieren. Schade nur, dass es meistens Jungs sind, die die Gelegenheit zu so einem Wettbewerb wahrnehmen.
Anders Susanne Stanglow alias Haruko. Beim niedersächsischen „Rock in der Region“-Contest schafften es nämlich auch die elfenhaften Gitarrenmelodien der Solistin ins Finale. Dort spielte die Sängerin ganz allein mit ihrer Gitarre zerbrechlich-schön gegen die lautstarken Krachmacher der Konkurrenzbands an. Zwar reichte das nur für den vorletzten Platz, aber sich einfach mal mit den eigenen Songs und der eigenen Idee auf die Bühne zu stellen, die an diesem Abend für ein ganz anderes musikalisches Feld – nämlich Rock – reserviert war, verdient den Wildes-Mädchen-2008-Button!

Lady Bitch Ray – Pussy-Poserin

Nicht nur Charlotte Roche wollte uns in diesem Jahr vom verklemmten Muschikorsett befreien. Auch Lady Bitch Ray betonte auf ihre ganz eigene Weise die Notwendigkeit weiblicher Emanzipation. „Frauen müssen lernen, offen zu ihrer Fotze zu stehen“, tönte die Rapperin bei Schmidt und Pocher und verschreckte damit nicht zum ersten Mal das ARD-Publikum. Bereits bei „Menschen bei Maischberger“ bereicherte sie die Talkrunde verbal um „Titten“ und „Fotzen“. Dass so viel Provokation es überhaupt ins Abendprogramm der Öffentlich-Rechtlichen geschafft hat, könnte an Lady Bitch Rays intellektuellem Hintergrund liegen. Als Reyhan Sahin promoviert die junge Türkin an der Bremer Universität mit einem Stipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das ermöglicht ihr die Erläuterung des „bilateralen Zeichenmodells“ nach Ferdinand de Saussure genauso wie des von ihr propagierten Vagina Styles.

Trotzdem, irgendwie scheint Lady Bitch Ray nicht als echte Feminstin durch zu gehen. Zu figurbetont die offenherzigen Outfits, zu künstlich die roten Fingernägel. Und dann auch noch ihre Vagina Gesetze, in denen Make-Up und High Heels als mindestens so wichtig aufgezählt werden wie eine fordende Muschi. Und da ist es dann wieder das Vorurteil, Tussen könnten keine Feminstinnen sein.

Leider, leider, leider – denn die Lady will das Wort „bitch“ positiv prägen. Eine „bitch“ sei eine Frau, die weiß, was sie will und sich nimmt, was sie will. Das ist doch ein astreiner feministischer Ansatz. Was den Rest betrifft, nun, wir können nun mal nicht alls gleich aussehen, gleich auftreten und die selben Schwerpunkte setzen. Wenn die eine sich den Arsch unterm Minirock abfrieren will und die andere jeglicher Form von Mode abschwört, so können doch beide einen feministischen Anspruch vefolgen. Mit Lady Bitch Rays „Fotzenpower“ sollen Frauen in ihrer Weiblichkeit bestärkt werden. Sie sollen selbstbewußter werden und Gleichberechtigung einfordern. Vom feministischen Ansatz her zwar ein körperlich stark konzentriertes Feld, aber irgendwo muss man ja nun mal anfangen.

Juno – Coole Teengöre

Schwanger mit 16 – in den meisten Fällen ein Teenager Albtraum. Juno hat uns in diesem Kinojahr gezeigt, wie man trotz dicken Babybauchs die Coole in der Highshool bleibt. Und noch wichtiger: Wie man eigenständig Entscheidungen trifft. Erst Abtreibung, dann nicht, dafür Adoption. Und weil die Adoptiveltern doch nicht so perfekt sind, wie es auf den ersten Blick scheint, entscheidet Juno hier einfach auch noch mal schnell ein paar Grundsätzlichkeiten. Und behält obendrein bei allem eine kesse Lippe.

Auch nicht schlecht die Geschichte der Drehbuchautorin Diablo Cody: Von der Stripperin und Blogerin zur Drehbuchautorin und Oscargewinnerin. Bei der diesjährigen Oscarverleihung wurde „Juno“ nämlich als bestes Drehbuch prämiert.

Johanna Jahnke –Rugbyspielerin

Johanna Jahnke ist Studentin, Mutter, Veganerin und – Rugbyspielerin. Wow! Die Hamburgerin war jahrelang Kapitänin beim Frauenrugbyteam des FC St. Pauli und spielt im Nationalteam. Mit elf Jahren begann sie mit dem Sport, der für Laien mehr nach Raufen als nach Strategie aussieht. Die Rugby-Frauen des FC St. Pauli sind sogar Rekordsieger in der Bundesliga. Zwischen 1995 und 2008 wurde die Mannschaft acht Mal Deutscher Meister.

Beim Rugby kommt es neben Mut auch auf Taktik an. Statt Brutalität ist zwar Härte gefragt, aber eben auch Teamgeist. Und welcher Sport ist nicht vom Wettbewerb geprägt? Und blaue Flecken gibt es beim Ballett auch. In einem Artikel der Hamburger Obdachlosenzeitung „Hinz und Kunzt“ wird beschrieben, wie Rugby früher zur Männlichkeit erziehen sollte. „Doch da Mut, Kraft und ein trainierter Körper schon lange keine rein männlichen Attribute mehr sind, läuft dieses Vorurteil ins Leere“ heißt es dort. Na schön wäre es.

Was dem weiblichen Rugby-Sport noch fehlt ist die Anerkennung abseits des Feldes. Als Sponsoringpartner werden die Frauen kaum beachtet. Wer an Regina Halmich oder die Nationalfußballerinnen denkt, weiß, wie lange es dauert, bis die Öffentlichkeit eine als männlich konotierte Sportart auch mit Frauen verbindet. Die „Deutsche Rugby Frauen Vereinigung“ (DRF) kümmert sich speziell um die Rugbyspielerinnen in Deutschland.


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Deutschlands Regionen im Gender-Vergleich

4. November 2008 von Susanne

Manchmal sind Bilder einfach stärker als Worte. Während man in der Diskussion Tage, Wochen, Jahre damit verbringen kann, über die Chancengleichheit von Frauen und Männer in diesem Land zu reden, stellt nun die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung – zusammen mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – einfach ein paar Landkarten ins Netz, unter dem Titel „Gender-Index“.

Und die haben es in sich: Auf der Karte oben ist zum Beispiel zu sehen, wie viele Kinder unter drei (oben) bzw. über drei (unten) Jahren teilweise (links) oder ganztags (rechts) betreut werden. Ein Blick und es ist klar: In Ostdeutschland werden Kinder insgesamt öfter in Kindertagesstätten betreut (grün und blau), in Westdeutschland verbringen dagegen weniger als fünf Prozent der Kinder unter drei Jahren ihren Tag nicht zuhause (hellgrün).

Diesen schnellen Überblick gibt es aber nicht nur zur Frage der Kinderbetreuung, sondern auch zum Beispiel für die Chancen von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Da stellt sich heraus, dass Frauen und Männer im Osten ähnliche Chancen haben – während im Westen die Chancen der Frauen geringer sind -, dass diese allerdings bei beiden Geschlechtern schlechter als im Westen sind.

Insgesamt werden 19 Indikatoren aus den Bereichen Ausbildung, Erwerbsleben und Partizipation gezeigt; der allgemeine „Genderindex“ ist der Mittelwert aus diesen Indikatoren. Für 439 Städte und Kreise ist so eine Rangliste entstanden, bei deren Lektüre ich feststellen musste, dass ich mich in Genderfragen bei jedem meiner Umzüge verschlechtert habe: Aufgewachsen in Berlin (Platz 15), studiert in Leipzig (Platz 21), bin ich mit meiner jetzigen Wahlheimat München noch mal zwei Pätze runter, also auf Platz 23, gefallen. Insgesamt schneiden aber alle drei Städte nicht schlecht ab.

Doch diese Zahlen- und Kartenspielerei soll nicht nur zur persönlichen Belustigung und dem allgemeinen Interesse dienen. Vor allem die Politik und die Unternehmen sind die Adressaten der Ergebnisse: Kreis- und Stadtverwaltungen sollen angespornt werden, konkret mehr für die Chancengleichheit von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen zu tun. Und die Unternehmen bekommen so eine Entscheidungshilfe für ihre Standortwahl, wenn es ihnen darum geht, so unkompliziert wie möglich Fachfrauen und -männer anwerben zu können.

Und wer hat nun „gewonnen“? Die Hans-Böckler-Stiftung schreibt zwar:

Es gibt im Ranking des Gender-Index deshalb keine Sieger und Verlierer. Allen Kreisen ist gemein, dass bis zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit noch Handlungsbedarf besteht. Trotzdem zeigen sich Regionen mit im Durchschnitt geringeren, mit mittleren und mit höheren Geschlechterunterschieden.

Hier trotzdem ein Blick auf die interessante Gruppe auf dem Treppchen:
1. Bitterfeld
2. Starnberg
3. Leipziger Land


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Gute Frauentypen in guten Büchern

2. Oktober 2008 von Susanne

Vor einiger Zeit verlinkte die Userin anika im Selbermach-Sonntag auf zwei Bücherlisten auf Zeit Online, die als Empfehlungen für Menschen dienen sollen, die in der Literatur nach Rollenvorbildern suchen. Wie anika selbst schon anmerkte, war vor allem die Liste für Mädchen und Frauen haarsträubend, weil sie vor Klischees nur so strotzte.

Nun stand ich vor kurzem selbst vor dem Problem, einer jungen Frau ein gutes Buch schenken zu wollen, mit dessen Protagonistin sie sich vielleicht identifizieren könnte und habe selber drüber nachgedacht, welche Bücher da in Frage kommen. Es war ganz schön schwierig und ich habe mich dann nicht für einen Roman, sondern eine Biografie entschieden, nämlich Carson McCullers‘ Autobiografie „Illumination and Nightglare“, weil das 320 inspirierende Seiten sind.

Aber gerade weil die Suche nach dem guten Frauentyp in guten Büchern manchmal so schwer ist, wird es Zeit für eine eigene Hitliste:
Was sind die besten Role Model-Bücher für Frauen?


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Die neuen Heldinnen

15. August 2008 von Susanne

Laut wissen.de sind das die da auf den Bildern:

Oben von links nach rechts:
Antonia Rados, Anke Engelke, Heather Nova, Ingrid Betancourt, Judith Holofernes

Unten von links nach rechts:
Juli Zeh, Julia Jentsch, Sophia Loren, Cornelia Funke, Alanis Morisette

Einverstanden? Oder nicht? Wer fehlt? Und warum ist die super?

(Bild von wissen.de geliehen)


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Von Emma prämierte Textperlen

20. Mai 2008 von Susanne

Die Siegerinnen und Sieger des Emma-Journalistinnen-Preis 2008 stehen fest. Gewonnen haben (und hier verlinkt zum Nachlesen):

1. Preis:
Renate Meinhof, „Alles bleibt anders“, Süddeutsche Zeitung

2. Preis:
Barbara Hardinghaus, „Der Jahrhundertmensch“, Spiegel

3. Preise:
Christiane Kohl, „Eingeholt vom alten Schrecken“, Süddeutsche Zeitung
Susanne Krieg, „Braut wider Willen“, Geo
Sonja Banze, „Die Ding-Dynastie“, Park Avenue

Drei Männerpreise:
Mario Kaiser, „Die Freiheit der anderen“, Spiegel
Florian Klenk, „Die nackte Gewalt“, Die Zeit
Dirk Kurbjuweit, „Die Frauenrepublik“, Spiegel

Sonderpreis:
Susanne Schneider, „Hurra, ich lebe noch!“, SZ-Magazin

Förderpreis:
Pia Döhler für die Serie „Rollentausch – Frauen in Männerberufen“, Neue Presse Coburg


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Sind Grips und Macht unsexy?

28. März 2008 von Susanne

Das Männermagazin FHM kürte die „100 Unsexiest Women In The World“ – heraus kam eine höchst erstaunliche Liste. Denn es befinden sich Damen wie Britney Spears, Lindsay Lohan, Anne Will, Sarah Jessica Parker oder Charlotte Roche darauf, aber auch – natürlich? – Hillary Clinton, Alice Schwarzer und Angela Merkel. sueddeutsche.de kommentierte (in einer recht witzigen Bildergalerie) knapp: „Bleibt die Erkenntnis: Grips und Macht sind unsexy.“


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Frauen der Woche

18. Januar 2008 von Susanne

Ab sofort stellt die gute alte Brigitte auf ihrem Online-Portal jeden Freitag fünf „Frauen der Woche“ vor – Frauen, die der Redaktion positiv oder negativ aufgefallen sind. Den Anfang machen die grüne Politikerin Bilkay Öney, Präsidentengattin-Anwärterin Mademoiselle (oder Madame?) Carla Bruni-Sarkozy, Mona Lisa, die Dresdnerin Sara-Ann Lampmann, die gegen den Bau der Waldschlösschenbrücke kämpft und die blinde Kölnerin Sabriye Tenberken, die mit Kindern einen Siebentausender bestieg.

Die neue Serie verspricht, an alte Brigitte-Traditionen anzuknüpfen, nämlich interessante Geschichten zu erzählen und Nachrichten kritisch zu kommentieren. Das Heft kümmert sich ja derweil weiter um unsere Problemzonen.


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