Einträge mit dem Tag ‘Hillary Clinton’


Was bleibt, ist Protest.

11. November 2016 von Magda

Bei der Präsidentschaftswahl in den USA zitterten nicht nur US-Amerikaner_innen. Die Welt schaute zu, wie ein von der KKK gefeierter frauen- und queerfeindlicher Rassist ins Weiße Haus gewählt wurde. Die New York Times veröffentlichte schon vor Monaten eine stets aktualisierte Liste von über 280 Menschen, Orten oder Dingen, die Donald Trump auf Twitter beleidigte und diskriminierte (während Melania Trump nun gegen Mobbing im Netz kämpfen möchte…).

Das Ergebnis

Die ernüchternden Fakten nach der Wahl am 8. November: Auf die Bevölkerung hochgerechnet hat 25,5% der US-Wähler_innen Trump gewählt, 25,6% Hillary Clinton, 46,9% der US-Amerikaner_innen wählte gar nicht, 1,7% für den unabhängigen Kandidaten Johnson (Quelle: United States Election Project). Obwohl Clinton insgesamt mehr Stimmen erhielt, gewinnt Trump. Warum? Weil US-Präsidenten (die männliche Form bleibt weiterhin Realität) indirekt gewählt werden, und zwar durch Wahlleute (meist „Wahlmänner“ genannt). Die Wahlergebnisse in den einzelnen US-Bundesstaaten bestimmen, für welche Kandidatin oder Kandidaten die Wahlleute des jeweiligen Staates stimmen müssen. Entscheidend sind meist die großen Staaten, da die Anzahl der Wahlleute von der Bevölkerungszahl des einzelnen Bundesstaates abhängt. Wer diese gewinnt, gewinnt die Mehrzahl der Wahlleute, auch wenn die absolute Anzahl der Stimmen – wie im Fall Clinton/Trump – ein anderes Ergebnis bedeuten würde.

Screenshot: Hillary Clinton's Full Concession Speech | NBC News

Screenshot: Hillary Clinton’s Full Concession Speech | NBC News

Die Zahlen und Analysen

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Was Hillary Clintons Gesundheitszustand mit deinen Krankentagen zu tun hat

13. September 2016 von Charlott

Sonntag. Es ist warm in New York. Hillary Clinton befindet sich auf einer Gedenkveranstaltung zum 11. September. Sie verlässt diese frühzeitig. Wenige Zeit später ist überall ein Video zu sehen, wie Clinton kurz vorm Einsteigen in ein Auto zusammen sackt und gestützt wird. Eien Frage, die unverholen in den Raum geworfen wird: Kann Clinton überhaupt Präsidentin werden, wenn sie doch so offensichtlich (gesundheitliche) Schwäche zeigt?

Hillary Clintons Gesundheitszustand ist nicht erst seit Samstag Thema, bereits seit längerem brodelt die Gerüchteküche ihrer politischen Gegner_innen und Diagnose nach Diagnose wird in den Topf geworfen. Die Episode am Wochenende aber ließ diese Debatten erneut aufflammen – nicht nur auf rechten Nischen-Blogs oder einer neuen Trump-Rede, sondern unter einem weit verbreiteten Hashtag und in den landesweiten Tagesmedien. Auch deutschsprachige Medien halten nicht zurück, berichten von einem „Malheur“ und finden die Spekulationen verständlich, da es in New York warm aber doch nicht „tropisch heiß“ gewesen wäre.

Eine Frage, die nicht gestellt wird: Warum ist der Gesundheitszustand überhaupt so ein Politikum? Die Antwort auf diese Frage nämlich betrifft bei weitem nicht nur eine Hillary Clinton oder andere Politiker_innen, die sich auf Machtpositionen bewerben, sondern rüttelt an grundsätzlichen Vorstellungen. Eine Antwort auf diese Frage könnte auch den Blick dafür öffnen, dass während viele Menschen voller Verve darüber diskutieren, wie krank der Körper von Politiker_innen sein darf, bei anderen Menschen an der Seitenlinie sich die Bauchschmerzen verstärken (oder auch Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, das Schwindelgefühl).

Präsident_innen sollen ein Land führen und gleichzeitig repräsentieren – nach innen und nach außen. Eigenschaften, die dafür als positiv besetzt gelten: durchsetzungsstark, viril, kraftvoll, leistungsfähig, jederzeit einsatzbereit. Das alles ist schon besonders schwer zu verkörpern für Frauen, ein gesunder Körper aber (und was genau gesund ist, wäre einen weiteren Artikel wert) ist in jedem Fall dafür Voraussetzung. Gesund sein wird gleichgesetzt mit Leistungsfähigkeit; Leistungsfähigkeit (zu dem noch oft gleichgesetzt mit Leistungswillen) ist eine Grundqualifikation. Und das gilt eben bei weitem nicht nur für Präsidentschaftskandidat_innen, sondern zum Beispiel auch für Arbeitnehmer_innen, die nicht zu viele Krankentage nehmen wollen oder Menschen mit Kinderwunsch und körperlichen Einschränkungen, denen nahe gelegt wird keine Kinder zu bekommen, da sie als „zu schwach“, „zu anfällig“ wahrgenommen werden. Ohne gesunden Körper lässt sich so ein Wettlauf in unserer Leistungsgesellschaft kaum (langfristig) gewinnen.

Diese Prämissen sind so fest etabliert, dass eben die Frage danach, ob der Gesundheitsstatus einer Präsidentschaftskandidatin genutzt werden sollte, um über ihre Fähigkeit das Amt auszuüben zu diskutieren, gar nicht erst gestellt wird und weiterreichende Fragen, wie jene danach, was überhaupt wünschenswerte Eigenschaften sind und wodran Leistung fest gemacht wird, noch viel weniger. (Und auch Clintons Kampagne wirft diese Fragen nicht wirklich auf, sondern Clinton zeigt sich stattdessen schnellstmöglichst wieder fröhlich in der Öffentlichkeit und macht deutlich, dass es ihr blendend geht.)

Die Debatte macht wieder einmal deutlich, gesunde Körper sind die anzustrebende Norm (was um so absurder scheint, um so länger eine_r darüber nachdenkt, könnte doch jede Person jederzeit erkranken, egal was healthy lifestyle Gurus uns versuchen weiszumachen). Gesunde Körper sind nicht nur gesund, sondern gelten als fähig und gut. Die neoliberale Leistungsgesellschaft hingegen muss sich mal wieder keine unbequemen Fragen stellen lassen.


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Ke$ha, Comics von und für Frauen und Kartoffel-Ein-Mal-Eins – kurz verlinkt

25. Februar 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 309 von 340 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Magda möchte eine Liste mit Aktivist_innen zusammenstellen, die sich mit Körpernormen und Dickendiskriminierung kritisch auseinandersetzen, um Journalist_innen und Veranstalter_innen eine Auswahl an Menschen in dem Feld zu präsentieren. Willst du mit auf die Liste?
Dann sende folgende Infos an magda(at)maedchenmannschaft(punkt)net: Name / Stadt / Themen / Website bzw. Kontakt/ Du  machst gerne: (Interviews, Workshops…).

Im Jahr 1934 wurden als  jüdisch definierte Namen aus dem phonetischen Alphabet in Deutschland gestrichen. Fortan hieß es: „N wie Nordpol“ statt „N wie Nathan“. Und das ist bekanntlich auch heute noch so…

Hengameh hat jetzt auch eine taz-Kolumne mit dem Titel „Habibitus“ und erklärt in der ersten Ausgabe noch einmal ganz langsam, warum „Kartoffel“ kein rassistischer Ausdruck ist.

In einer weiteren taz-Kolumne („Deutschland, was geht?“) schreibt Nemi El-Hassan: „Ich bin auch so wütend, weil ich meine Eltern in dem Bus von Clausnitz sehe. Wenn ich eines weiß, dann, dass wir alle kollektiv dafür verantwortlich sind, dass Ausschreitungen wie die von Clausnitz ein für alle Mal der Vergangenheit angehören müssen. Sonst haben wir in zwanzig Jahren nichts gelernt.“

Englischsprachige Links

Neela Goshan schreibt bei der Huffington Post über die Präsentation der Studie „Research on the Lived Realities of Lesbian, Bisexual and Queer Women in Kenya“ der Gay and Lesbian Coalition of Kenya (GALCK).

(c) Ed Rhee

(c) Ed Rhee

Warum alle Feminist_innen sich für Kesha interessieren sollten, erklärt Najva Sol bei APW. CBC berichtet vom Gerichtsverfahren um Keshas Vertrag mit Sony und dem Produzenten „Dr. Luke“, dem Kesha sexualisierte und psychische Gewalt vorwirft. Warum Kesha nicht einfach ein Mixtipe veröffentlichen kann und was das über Veträge in der Musikindustrie aussagt, fasste bereits 2015 The Verge zusammen. „#FreeKesha but don’t forget the other women silenced by fear,“ kommentiert Harriet Minter dazu in The Guardian.

„Pro-Life“ ist ein Euphemismus. Wie Think Progress berichtet, gibt es für den Browser Chrome nun eine Erweiterung, die jede Erwähnung von „Pro Life“ in das korrekte „Anti Choice“ ändert.

Bernie Sanders oder Hillary Clinton? Im Prozess der US-amerikanischen Vorwahlen der Demokratischen Partei bezüglich der Präsidentschaftskandidat_innen lautet die Antwort für Schwarze Feminist_innen oft „weder noch“. Warum, zeigt MSNBC.

Beim neuen Podcast von Black Girl Dangerous geht es unter anderem um Beyoncés Super-Bowl- und Kendrick Lamars Grammy-Auftritte – das Transkript findet ihr hier.

Ihr steht auf feministische Comics? „The Complete Wimmen’s Comix“ ist ein über 700-seitiges Comics-Set, mit Werken unter anderem von Trina Robbins, Aline Kominsky-Crumb, Lee Marrs, Alison Bechdel, Willy Mendes, “Hurricane Nancy” Kalish, Malinda Gebbie, Mary Fleener, und Dori Seda. Autostraddle stellt das Sammelwerk vor.

Hammer: Zum Black History Month war die 106-jährige Virginia McLaurin zu Gast im Weißen Haus und veranstaltete eine spontane 30-Second-Dance-Party:

Termine

Auch in diesem Jahr stellen wir für den Frauenkampftag am 8. März Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Ihr wisst schon von Veranstaltungen/Demos/Screenings/Parties, etc., veranstaltet selbst welche oder habt sonstige Tipps? Dann ab damit in die Kommentare – danke!


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Gloria Steinem, Hillary Clinton und die politischen Entscheidungen ‚junger Frauen‘

9. Februar 2016 von Charlott

Im November finden in den USA die nächsten Präsidentschaftswahlen statt. Seit Beginn dieses Monats laufen die Vorwahlen, bei denen über die Kandidat_innen innerhalb der Parteien entschieden wird. Dabei offenbaren sich natürlich auch die unterschiedlichsten Lager. Im Kreise der Demokrat_innen wird in erster Linie diskutiert: Hillary Clinton oder Bernie Sanders.

Gloria Steinem, Gründerin des feministischen Ms. Magazines, hat sich klar hinter Clinton gestellt, und nun in einem Interview in der Bill Maher Show verlautbaren lassen, dass junge Frauen, welche für Sanders eintreten, dies ausschließlich täten, da in diesem Lager die Männer/ „boys“ sind. (Im gleichen Interview äußerte sie sich zudem transfeindlich…)

Und auch wenn Steinem mittlerweile auf Facebook sagte, dass sie das alles so natürlich nie gemeint hätte – die Aussage hat ihre Runden gemacht. Und sie ist auf verschiedenen Ebenen gefährlich (und passt allzu gut in – nicht nur US-amerikanische – Vorstellungen, wie Frauen zu Politik zu verorten sind). Zum einen spricht sie sehr vielen ‚jungen Frauen‘ (wer auch immer genau damit gemeint ist) ihre politische Eigenständigkeit ab; die Aussage ist zum anderen hetero_sexistisch und paternalistisch. Sie wiederholt ein klassisches Bild von Frauen, die keine eigenen Meinungen haben und ausschließlich im Bezug auf Männer handeln.

Darüber hinaus aber ist es nur eine weitere Aussage, die das Ablehnen von Hillary Clinton als valide politische Entscheidung negiert. Dabei heißt es dann auch schnell: Wer gegen Clinton ist, der_die ist dies mit Sicherheit aus Sexismus. Wenn aber nicht differenziert werden kann zwischen sexistischen/ misogynen Angriffen gegen Clinton, die es natürlich gibt, und beispielsweise feministische/ anti-rassistische Kritik an Inhalten, bleibt deutlich, dass eine wirkliche Auseinandersetzung unerwünscht ist. (Um die Wahlen 2008 schrieb Steinem übrigens in einer Kolumne , dass sie nicht für Obama sei (sondern für Clinton), da Schwarze Männer das Wahlrecht vor Frauen erhalten hätten und ja besser als Frauen (ohne jegliche Differenzierungen) Machtpositionen eingenommen haben.)

Und Kritiken gibt es ebenfalls an Sanders – denn auch nicht alle ‚jungen Frauen‘ die Clinton kritisieren, landen bei ihm. Und auch nicht alle ‚älteren Frauen‘ (und Menschen anderer Gender). Denn auch hier perpetuiert Steinem das Klischee, dass sich politische Positionen (oder in ihren Worten ja noch mehr das tatsächliche Haben von politischen Positionen vs. dem Nachrennen von Männern) in erster Linie an Generationen festmachen und nicht etwa an komplexeren Situierungen, Lebenserfahrungen und Politisierungsprozessen. Steinem betonte zu dem im Interview, dass ältere Frauen radikaler seien, da Frauen mit dem Alter an Macht verlieren. Eine Aussage, die gerade zu zynisch erscheint, wenn dann ein Dreigespann von Steinem, Clinton und Madeleine Albright, drei weißen älteren Frauen mit sehr wohl Zugang zu bestimmter Macht, auftritt. Denn auch Albright nutzte das Wochenende um ‚junge Frauen‘ zu maßregeln, die sich nicht hinter Clinton stellen: „There’s a special place in hell for women who don’t help each other!“ („Es gibt einen speziellen Platz in der Hölle für Frauen, die einander nicht helfen!“) Und damit wären wir wieder bei einer allseits beliebten Feminimusfrage: Wer verlangt eigentlich Solidarität von wem?


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Verarmungsmaschine Hartz IV, Hologramm-Proteste und Hillary Clinton – kurz verlinkt

15. April 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 278 von 340 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Eine neue Ausgabe der an.schläge ist erschienen. Im Mittelpunkt steht diesmal „Zehn Jahre Hart IV„. Online könnt ihr bereits das Interview „Verarmungsmaschine Hart IV“ mit der Politikwissenschaftlerin Karin Lenhart lesen.

Für 2014 zählte die Polizei 162 rechts motivierte Angriffe auf Unterkünfte für Geflüchtete, fast dreimal so viele wie 2013, berichtet die tagesschau. Und 2015 wird offensichtlich nicht besser: Allein gestern schrieb die ZEIT über (bisher noch ungeklärte) Feuer in Berlin und Hamburg und die Frankfurter Rundschau schreibt über Ermittlungen nach Schüssen auf ein Geflüchteten-Unterkunft in Hofheim.

In Spanien gibt es seit Ostern hohe Geldstrafen für Proteste vor dem Regierungsgebäude, Twittern von unangemeldeten Demos und dem Fotografieren von Polizist_innen im Einsatz. Dagegen richtete sich in Madrid eine Demonstration – die aus Hologrammen bestand!

Geld von euch möchte das Missy Magazine, wofür verraten die Macher_innen bei startnext.

englischsprachige Links

Letzte Woche verwiesen wir auf einen Bericht über fünf chinesische Aktivist_innen, die festgenommen worden waren. Nun sind die „Bejing Five“ nicht mehr im Gefängnis, sondern ‚frei‘ unter „conditional release“. Das berichtet The Mary Sue.

Ein Webcomic zu queeren 50er-Jahre Girl-Gangs? Ja, genau! Autostraddle stellt Rock and Riot vor.

Hillary Clinton hat diese Woche verkündet wieder für das Amt der_des US-Präsident_in kandidieren zu wollen. Feministing hat erste Reaktionen zusammengetragen. Racism Review schreibt: „Hillary Clinton: Good for White Feminism, Bad for Racial Justice„.

Termine in Berlin, Bochum, Eberswalde und Kiel:

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Männergesundheit und andere „Frauensachen“ – die Woche im Überblick

18. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft

Die US-Außenministerin Hillary Clinton wurde auf einem Bild, das in der jüdisch-orthodoxen Zeitung Di Tzeitung veröffentlicht wurde, einfach weg retuschiert. Die Erklärung laut taz: „[D]as Blatt aus Brooklyn druckt niemals Frauen ab, da ihre Abbildung die männliche Leserschaft sexuell zu verführen droht.“

Die Journalistin Pumza Fihlani wird demnächst heiraten und stößt als moderne Frau in Südafrika auf traditionelle Rollenbilder. Bei der BBC erzählt sie von ihrem Versuch, die inneren und äußeren Konflikte zu lösen.

Mit Quoten beschäftigt sich im Migazin Martin Hyun. Denn in den Führungsetagen geht es seit Jahren sowohl für Deutsche mit Migrationshintergrund, als auch für Frauen nicht voran.

Aus Karachi nach Berlin – die pakistanische Journalistin Hani Yousuf ist derzeit bei der Welt. Sie fragt sich, wo in Deutschland (etwa in der morgendlichen Redaktionskonferenz) eigentlich die Frauen seien und warum „westliche Frauen alle anderen Frauen nach ihren Standards“ beurteilen.

Über Vergewaltigung als Kriegstaktik sprach Barbara Unmüßig aus Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung im Deutschlandradio Kultur.

Endlich! Das Video zum re:publica 2011-Panel „Guck mal wer da spricht“ ist online:

re:publica XI: Guck mal, wer da spricht from Philip Steffan on Vimeo.

Gleich vier Tage am Stück ist eine saudische Hausfrau in Jeddah unfallfrei Auto gefahren. Und hat damit die Debatte um das Fahrverbot für saudische Frauen noch einmal angeheizt, berichtet das Time Magazine. Auf Facebook sind unter dem Titel “I will drive starting June 17” inzwischen 3.000 Frauen und Unterstützer versammelt.

Männergesundheit ist Frauensache! Zumindest in Österreich. Dort startete kürzlich die Kampagne „Ich schau auf meinen Mann“ target=“_blank“. Heteronormativ, sexistisch und ein Rollenbild, das an die 1950er erinnert, verpackt in ein schickes Design mit Schlüpfern. dieStandard.at vergibt gleich mal eine ihrer berühmten Zitronen für diesen Fehlversuch, Stereotype mit Stereotypen zu bekämpen.

Roseanne Barr, bekannt aus der gleichnamigen Sitcom der 1990er Jahre, schreibt in einem sehr persönlichen Text über ihre Rolle als feministische Ikone, über ihr Serien-Alter-Ego, die Fernsehbranche und den ganzen Rest.

Geht es nach dem Willen der Jugendorganisation von Südafrikas Regierungspartei, wird die Anti-Baby-Pille schon für Zwölfjährige ein Muss, berichtet die taz.

Die Ceiberweiber haben die unsägliche Debatte um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn noch mal zusammengefasst und kritisch kommentiert.

Zum Schluss noch der Hinweis auf unsere Terminliste für Mai, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen könnt.


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Neues aus der Blog-Welt

20. März 2010 von der Mädchenmannschaft

Was war los in den Blogs? Wir haben mitgelesen:

US-Außenministerin Hillary Clinton meint, in Sachen Gleichberechtigung wäre die Welt vorangekommen. diestandard.at zitiert die Politikerin, die keinesfalls die Hände in den Schoß legen möchte: „Zu verdanken haben wir das der harten Arbeit mutiger Frauen und Männer. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Es ist höchstens das Ende des Anfangs.“

Comicfigur mit langen Haaren am Schreibtisch, die einen Brief schreibt. To the authors of porn for women: Your book features pictures of hot, clothed guys cooking, doing laundry, and vacuuming. The idea seems to be that my deepest fantasies like the rest of my life likely revolve around housework. So I wanted towrite and clarify: In my porn, people FUCK.

Comicstrip zum Thema "Porn for women"

Einen tollen Comic über das, was Frauen gerne in Pornos sehen möchten, haben wir bei xkcd.com gefunden (siehe oben).

Der Genderblog berichtet über eine Gruppe von Leuten, die an ihrer vierten Konferenz über antisexistische Praxen arbeiten. Inhaltlich geht es darum: „Schwerpunkte der nächsten Konferenz sollen wie in den letzten Jahren der Umgang mit und der Kampf gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt sein.“

Bei Moderne Mädchen geht es um die DSF-Dokumentation „Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball“ von Aljoscha Pause, die mit dem Grimme-TV-Preis ausgezeichnet wurde.

Im Zündfunk lief ein Beitrag über den ganz normalen Wahnsinn, den Mütter mit Kindern erdulden müssen (unsere Muttibloggerinnen können ein ähnliches Lied singen). Im dazugehörigen Blog wurde viel diskutiert – und auch unter der Gürtellinie gepöbelt.

Auf bzw-weiterdenken gibt es einen Artikel von Mithu Sanyal über das Buch „McSex. Die Pornofizierung unserer Gesellschaft“, das die niederländische Journalistin Myrthe Hilkens verfasst hat. Mithu Sanyal denkt dabei auch über ihre Erfahrungen mit Pornofilmen nach: „…fiel mir auf, dass ich noch nie in meinem Leben einen Porno geguckt und auch nur eine sehr rudimentäre Vorstellung davon hatte, wie ich das nachholen sollte“.

Bei starke-meinungen.de bloggt Margaret Heckel über die Quote anlässlich der Neuigkeiten über die Telekom, die ja nun quoten-bereit ist. Und sie analysiert das Geschrei, das über das Reizthema Quote hierzulande jederzeit und an allen Orten aufkommt, als typisch deutsches Problem:

„In keinem dieser Länder ist die “Quotenfrau”-Diskussion so ausgeprägt wie bei uns. Aber schließlich gibt es auch in keinem dieser Länder den Kampfbegriff “Rabenmutter”, mit dem Mütter sich gegenseitig das Leben schwer machen.

Ladies, vergesst den Quatsch mit den “Quotenfrauen”. Jede braucht mehr als die Finger beider Hände, um unfähige Männer zu nennen, die trotzdem befördert werden und es nach oben schaffen. Einmal oben angekommen, wird niemand mehr darüber reden, diejenige sei eine “Quotenfrau”.  Männer haben sich diesen Schwachsinns-Begriff ausgedacht, damit die Frauen sich gegenseitig darüber zerfleischen!“

Beim Piratenweib wurde eine Hommage an die feministische Linguistin Luise F. Pusch veröffentlicht.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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And the next Secretary of State ist …

21. November 2008 von Susanne

Laut New York Times wird Hillary Rodham Clinton die neue Außenministerin der USA, berichtete heute Abend Spiegel Online. Die NY Times schreibt zu Hillary Clintons Qualifikationen für dieses wichtige Amt unter anderem:

Mrs. Clinton would bring a distinctive background to the State Department. As first lady, she traveled the world for eight years, visiting more than 80 countries, not only meeting with foreign leaders but also villages, clinics and other remote areas that rarely get on a president’s itinerary. (…) But more than any first lady before her, Mrs. Clinton delved deep into particular policy issues in the international arena, from women’s rights to microlending to alleviate poverty.


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