Einträge mit dem Tag ‘Hebammentag’


Soli-Miete für Geflüchtete, Deutschland im Antirassismus-Test und die Liebe für Selfies – kurz Verlinkt

7. Mai 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 280 von 361 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

In Hamburg findet ab dem 12. Mai eine Veranstaltungsreihe zu Klassismus statt, u.a. mit Tanja Abou zum Thema Arbeiter_innentöchter und Prololesben.

Ihr könnt das selbstorganisierte Wohnen der geflüchteten  und  Aktivisten in Berlin mit einer kleiner Soli-Miete unterstützen: Eine E-Mail an soliroom(at)web.de schreiben und nach konkreten Infos fragen. Bereits kleine Beträge helfen! (via @post_gedanken auf twitter).

Gestern und vorgestern wurde geprüft, ob Deutschland die Antirassismus-Konvention erfüllt. ZEIT schrieb über die diskutierten Themen und die kritischen Positionen von Organisationen wie dem Menschenrechtsinstitut, die Ergänzungen/ Anmerkungen zum Bericht der Bundesregierung eingereicht hatten.

Die vom Missy Magazine moderierte Veranstaltung auf dem taz.lab „Sag’s korrekt Bitch“ kann nun nachgehört werden. Es diskutieren Reyhan Şahin, Sprachwissenschaftlerin, Rapperin (‚Lady Bitch Ray‘) und Autorin, Ferda Ataman, Leiterin Mediendienst Integration und Lann Hornscheidt, Professx für Gender Studies und Sprachanalyse an der HU Berlin, zu gendergerechter Sprache.

Nach dem Tod Freddie Grays, eines jungen Schwarzen Manns in Baltimore: Die Staatsanwältin Marilyn Mosby erhob Anklage gegen die fünf Polizist_innen, die für Grays Tod verantwortlich sein sollen, berichtet die taz.

Englischsprachige Links

Bei Rookie gibt Tyler einige Tipps (natürlich auch mit der Einschränkung, dass diese nur Ideen sind und vieles auch nicht oder anders funktionieren könnte): „How to Talk to Your Parents About Transitioning„.

Falls Menschen etwas über die Geschichte von Suffragetten (in den USA) wissen, dann fallen häufig die Namen Susan B. Anthony oder Alice Paul. Autostraddle erweitert durch eine kleine Geschichtsstunde das Feld mit Vorstellungen zu sieben weiteren Aktivistinnen.

Die feministische Fernseh- und Filmkritik-Seite Bitch Flicks hat einen Call for Writers zum Thema „Schlechte Mütter“ gestartet, an dem ihr euch beteiligen könnt.

Dolores Huerta gründete in den 1960ern u.a. gemeinsam mit Cesar Chavez die Organisation United Farm Workers. Auch heute ist sie noch aktiv für Farm-Arbeiter_innenrechte im Einsatz. Gaylynn Burroughs schreibt beim Ms. Magazine über ihren andauernden Aktivismus.

Trust your selfie: Auf The Belle Jar gibt es einen offenen Brief an alle Freund_innen, die gern Selfies von sich schießen – perfekt zum Herumreichen.

Französischsprachige Links

Vierzig französische Politikjournalistinnen protestieren in der Libération gegen Sexismus und sexualisierte Übergriffe.

Termine 

9. Mai, Berlin: Das Cutie.BPoC Fest lässt eine Soli-Sause steigen, um das Festival zu finanzieren. Unterstützer_innen können für ihr Geld nicht nur den Eintritt investieren, sondern auch in eine Tombola mit coolen Preisen oder in eine queere Tarot-Session.

13. Mai, Berlin: Das Missy Magazin veranstaltet eine Party zu ihrer Crowdfunding Kampagne #mehrmissy.

14.-16. Mai, Hildesheim: Simone Dede Ayivi ist mit „Performing Back“, einer künstlerischen Auseinandersetzung mit der Kontinuität deutscher kolonialer Vergangenheit, jeweils um 20:00 im Theaterhaus Hildesheim/ Langer Garten 23c zu Gast// Facebook-Link zum Event.


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Heute ist internationaler Hebammentag

5. Mai 2015 von Melanie

Der internationale Hebammentag wird am 05.05. gefeiert und soll auf die Bedeutung der Hebammenarbeit hinweisen. Und gefühlt seit Jahren steht die Arbeit der Hebammen zur Diskussion:

Die Karte der Unterversorgung für Hebammenhilfe wächst und wächst, die Weiterführung der Berufshaftpflicht (ohne die eine Hebamme nicht praktizieren darf) ist ungewiss und das, obwohl die Vorteile durch Hebammenbetreuung klar auf der Hand liegen. Die Politik bewegt sich kaum, trotz Online-Petitionen und Protestmärschen, wie sie z.B. letztes Jahr statt gefunden haben.

Umso wichtiger ist es, die Hebammenarbeit oder die Elternproteste weiter zu unterstützen! Es kann nicht sein, dass Hebammen ihre Arbeit aufgeben müssen und vor allem dass Schwangere ohne Hebammenhilfe bleiben. Es geht nicht – nur – darum, ob Kinder gesund auf die Welt gebracht werden, sondern auch um das Recht der Schwangeren auf Wahl des Geburtsortes, empathische Schwangerschaftsbegleitung und Hilfe und Unterstützung im Wochenbett. Kurzum: um die Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das Nicht-Pathologisieren von Schwangerschaft und Geburt.

Wieso sich an der Situation der Geburtshilfe und auf Seiten der Krankenkassen und Versicherungen so wenig tut, erklärt H. Hansen auf kleinerdrei. Was ihr tun könnt, damit das Thema auf der politischen und medialen Agenda bleibt? Zum Beispiel den Verein Hebammenunterstützung/ Motherhood  unterstützen, fehlende Hebammenhilfe auf der Karte der Unterversorgung eintragen, und Euch auf dem Laufenden halten und Aktionen und Meldungen teilen – in sozialen Medien, im RealLife oder wo auch immer.

Ihr wollt mehr über die Situation von Hebammen erfahren? Dann schaut auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes nach, lest den Blog von Anja „Von guten Eltern“ – sie ist selber Mutter und Hebamme und berichtet regelmäßig über die Situation in der Geburtshilfe. Oder stöbert hier in den alten Artikeln über Hebammen: zum Beispiel diesen, diesen, diesen oder diesen.

 


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Erdrückender Stillstand bei den Hebammen

4. Mai 2012 von Helga

Morgen ist wieder der Internationale Hebammentag – allerdings ließe sich dieses Jahr der Text von letztem Jahr zu den politischen Entwicklungen 1 zu 1 übernehmen. Getan hat sich seitdem leider nichts, genau wie es bereits vor einem Jahr zu vermelden war. Dass bereits immer mehr Hebammen die Geburtsbegleitung aufgegeben haben und kleine Städte ihre Geburtsstationen schließen reicht in Deutschland nicht aus, um politische Prozesse in Gang zu setzen. Wahlfreiheit heißt schließlich nicht, auch wirklich Wahlmöglichkeiten zu haben. Auch die bisher erfolgreichste deutsche Petition mit fast 190.000 Unterschriften führte zu nichts.

Zum Juli steht nun eine weitere Erhöhung der Haftpflichtsätze an und die Entwicklung der letzten Jahre könnte sich noch einmal beschleunigen. Immerhin: Eine Sache ist in der letzten Woche dann doch passiert. Einem Werbeunternehmen war das Bild eines Neugeborenen zu eklig, so dass die Firma sich weigert, das Bild aufzuhängen. Dass einem Baby die Nabelschnur hochgehalten wird und es in der Luft zu schweben scheint, bildet zwar die Situation der Hebammen derzeit treffend ab, ist am Ende aber vielleicht zu passend. Dabei ist das Mädchen nur noch mit etwas sogenannter Käseschmiere bedeckt, Blut ist keines zu sehen. Wenn es um Geburten geht, gilt in Deutschland also weiter: Augen zuhalten, Finger in die Ohren stecken und bloß nicht drüber sprechen.

Einem neugeborenen Mädchen, noch bedeckt mit einer weiß-gelben Paste, der Käseschmiere, wird die Nabelschnur hochgehalten, so dass es in der Luft zu schweben scheint.

Wer das ändern möchte, kann morgen in einigen Städten ein weiteres Mal auf die Straße gehen.


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Heute gehen die Hebammen auf die Straße

5. Mai 2011 von Helga

Vor einem Jahr beklagten die deutschen Hebammen die anstehenden drastischen Erhöhungen bei den Versicherungsprämien und bekamen dann ein paar Euro mehr. Das hat nicht gereicht, viele Hebammen haben die Geburtsbetreuung aufgegeben. Zum heutigen Internationalen Hebammentag daher noch mal eine Grafik von Hebammen für Deutschland, die das Problem verdeutlicht.

Übersicht der Erlöse von Hebammen und den Kosten für die Versicherungsprämien seit 2003. Die Versicherungsprämie ist von 1352,56 Euro auf 3689 Euro oder 4611,25 Euro (ohne bzw. mit Vorschaden) gestiegen. Pro Beleggeburt erhält die Hebamme 237,85 Euro, für eine Hausgeburt 548,80 Euro und für eine Geburt im Geburtshauserhält 467,20 Euro. Die Beträge sind seit 2003 kaum gestiegen.

Über hebammenfuerdeutschland.de

Mehr zur aktuellen Situation und den Entwicklungen der letzten Monate findet Ihr in der Seitenleiste im Dossier.


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Aktionen zum Internationalen Hebammentag

4. Mai 2010 von Helga

Heller Hintergrund mit blauer Überschrift: Geburtshilfe ohne Hebammen? - darunter die lila Silhouette einer Schwangere und die blaue Silhouette einer zweiten Frau - darunter ein blauer Kasten mit gelber Schrift: Unterstützt die Online-Petition des Deutschen Hebammenverbandes! Morgen, am 5. Mai, ist der Inter­nationale Heb­ammen­tag. Dieses Jahr startet dann auch die On­line-Petition, mit der sich die Hebammen gegen die deutliche Anhebung der Berufshaftpflicht wehren.

Dazu hat HAIGE für uns einen Button gebastelt, der ab morgen direkt auf die Petition verlinken wird. Wer seine Leser_innen ebenfalls auf die Petition hinweisen möchte, darf den Button gerne bei sich einbinden.

Wer nicht online unterschreiben möchte, kommt hier zum entsprechenden Formular als PDF, das ab morgen (Datum beachten!) ebenfalls gezeichnet und dann postalisch an den Bundestag geschickt werden kann.

Geplant sind für morgen außerdem Ver­an­staltungen in vielen deutschen Städten. Ob auch eine in Eurer Stadt dabei ist, erfahrt Ihr nach dem Klick: (mehr …)


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