Einträge mit dem Tag ‘Hebammen’


Die Hebammen streiken

1. März 2011 von Helga

Hebammen in weiß-roten Storchenkostümen, Schilder mit der Aufschrift „m@ke babies“ haltendNoch im Mai letzten Jahres schien es für die Heb­ammen in Deutsch­land besser aus­zu­sehen, das Ergebnis reich­te aller­dings trotz der bis­her er­folg­reichsten On­line­petition hinten und vorne nicht. Im Januar hatten noch einmal über 9.000 Men­schen einen offenen Brief der Nord­elbischen Kirche unter­schrie­ben.

Ab heute wird es daher in Nord­rhein-West­falen eine Reihe an Streiks, De­mons­tra­tionen und Aktionen geben, mitten im Karneval. Nicht be­troffen wird die Geburtshilfe sein.


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Samstagabendbeat für die Schwangeren dieser Welt

19. Februar 2011 von Helga

Schon von 2008 aber (leider) immer noch aktuell: Die Kampagne von oxfam, die sich für sichere Schwangerschaften und Geburten einsetzt.

If you think this is dangerous, try giving birth in poor countries without a midwife, hospital or medicine.

Wenn Du denkst, das sei gefährlich, versuche, in einem armen Land ohne Hebamme, Krankenhaus oder Medizin zu gebären.

Tatsächlich waren die Breakdancerinnen professionelle Tänzerinnen in Schwangerschaftsanzügen, aber mitgrooven ist auch mit Bauch ausdrücklich erwünscht!


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Einsatz für Mutter und Kind – Hebammen in aller Welt

28. Dezember 2010 von Helga

In Deutschland hat sich die Situation für Hebammen in diesem Jahr deutlich verschlechtert, die versprochene Hilfe des Gesundheitsministeriums lässt weiter auf sich warten. Doch wie sieht es in anderen Ländern dieser Welt aus?

Die afghanische Pionierin Pashtoon Azfar haben wir bereits vorgestellt. Inzwischen ist ihr Projekt der Hebammenausbildung in den Nachbarländern kopiert worden, berichtete Gender Across Borders. Auch npr berichtete von den Fortschritten (hier das Transkript zum Nachlesen):

In den USA ist es in mehreren Bundesstaaten den examinierten Hebammen verboten, Hausgeburten zu begleiten. Werdende Mütter, die eine Hausgeburt bevorzugen, müssen diese entweder ohne qualifizierte Hilfe angehen oder die Hebamme riskiert den Verlust ihrer Lizenz. RH Reality Check stellte im Rahmen der Nationalen Hebammen-Woche im Oktober verschiedene Organisationen vor, die sich für eine Änderung der Gesetze einsetzen.

Auch in Ruhiira, Uganda, gibt es seit 2007 ein Programm, um Hebammen auszubilden. Sie leisten wichtige Arbeit, um Schwangere über HIV aufzuklären und die Übertragung auf die Neugeborenen zu verhindern, sowie den Frauen Mittel zur Familienplanung an die Hand zu geben. Besonders die Verringerung der Müttersterblichkeit während der Geburt ist auch einer der Punkte der Milleniumsziele der Vereinten Nationen, die bis 2015 erreicht werden sollen.

Schließlich gibt es im Women’s Media Center ein Porträt der palästinensischen Hebamme Feeza Shraim, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihrer Arbeit nachgeht. Dafür wurde sie sogar mit einem Internationalen Award für die Gesundheit und Menschenwürde der Frauen ausgezeichnet.


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Einsatz für Geburtshilfe? Fehlanzeige!

19. Oktober 2010 von Helga

Plakat des Hebammenverbandes: Für den Erhalt der Hebammenhilfe in Deutschland!! als Schriftblase über den Schemen von Köpfen und Armen einer DemonstrationSeit dem 1. Juli diesen Jahres zahlen frei­beruf­liche Heb­ammen und Frauen­ärzt­_innen deutlich höhere Ver­sicherungs­prämien, wenn sie Geburten betreuen, etwa als Beleg­hebamme.

Nach starken Protesten und der bisher erfolg­reichsten Online­petition gab es von den Kranken­kassen mehr Geld, um die Kosten­steigerungen aufzufangen. Allerdings nicht viel, erinnert pflegen-online.de:

„Das war aber keine Eini­gung“, so Martina Klenk die Präsi­dentin des Hebammen­verbandes, „das war Er­pressung. Das Ergebnis der Schieds­stelle ist eine Katas­trophe für die Kolleginnen. Bezogen auf das Gesamt­volumen der Heb­ammen­leistungen beträgt die Er­höhung weniger als 2%. Diese Er­höhung ist weder Existenz sichernd, noch können Heb­ammen davon die gestiegenen Haft­pflicht­prämien zahlen“.

Getan hat sich seitdem erstmal nichts mehr. Bundes­gesund­heits­minister Rösler versprach zwar Ver­besserungen, entzog sich dann aber mit Verweis auf die Schieds­stelle. Statt­dessen haben bereits 400 Heb­ammen ihre Arbeit als Geburts­helferinnen aufgegeben, wohn­ort­nahe Versorgung und verläßliche Geburts­hilfe werden so mitten in Deutschland immer mehr zur Mangelware.

Im Sommer gab es daher verschiedene Mahn­wachen, die am Donnerstag mit einer Abschluss­mahnwache in Berlin beendet werden. Der Ort ist passenderweise das Gesundheits­ministerium in Berlin, Friedrichstr. 108, vor dem von 14 bis 16 Uhr schweigend demonstriert werden soll.


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Frauen als Farbtupfer der Netzpolitik?

20. August 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 28 von 48 der Serie Meine Meinung

Die Debatte um Netzneutralität, Netzpolitik und die Beteiligung von Frauen schlägt weiter Wellen, heute im FAZ-Blog Deus Ex Machina. Denn bei der Initiative Pro Netzneutralität finden sich unter den Erstunterzeichner_innen sehr wenig, unter den späteren Unterzeichner_innen wenig mehr Frauen. Warum, warum, warum?

Auch wenn es noch gern beklagt wird, ist die Vernetzung von Frauen, auch und gerade den technikaffinen, inzwischen schon deutlich vorangeschritten. Es gibt Frauen*ImNet, SheGeeks, die TechNixen, die Girls On Web Society oder die Webgrrls. Explizit Frauen anzusprechen und mit einzubeziehen wurde von den Initiatoren geplant, aber dann leider nicht umgesetzt. Anders als Violandra Temeritia von Ávila bin ich der Meinung, dass es durchaus wichtig ist, von Anfang an auch Unterzeichnerinnen als Vorbilder zu haben. So ist die Initiative zwar in der Öffentlichkeit, aber wegen einer Genderdebatte, nicht wegen ihrer Ziele.

Ein ähnliches Problem hatte schon die Piratenpartei und genau wie dort besteht ein weiteres Mal die Gefahr, dass die Debatte abgleitet. So wichtig es ist, Gleichberechtigung anzusprechen, droht gleichzeitig der Unmut derjenigen, die ihr ursprüngliches Ziel in Gefahr sehen. Schlimmstenfalls endet das in einem unnötigen Kleinkrieg, der es der realen Welt leicht macht, die Netzbewohner_innen wieder als wilde Randerscheinung des Lebens abzutun. Damit unter gingen sowohl die Gender- wie auch die Netzneutralitätsbewegung.

Warum nun ist die Begeisterung für Netzneutralität bisher vor allem unter den Bloggern zu spüren und da auch nur eingeschränkt? So haben inzwischen gerade etwas über 8.000 Menschen unterschrieben, bei der Hebammenpetition waren es vor kurzem 180.000. Viel genützt hat es den Hebammen leider nicht, mit gerade einmal 8 Euro pro Krankenhausgeburt extra spricht der Hebammenverband von einem katastrophalen Ergebnis. Erst vor zwei Tagen hieß es, dass die Mehrheit an Beleggynäkolog_innen ihre Arbeit aufgeben wird, wenn es nicht doch noch zu einer besseren Einigung kommt. Unterstützung aus der (weiblichen) Bevölkerung bedeutet leider immer noch nicht politische Macht und Ver­änderungs­mög­lich­keiten. Was aber kein Grund ist, darauf zu verzichten! (weiterlesen …)


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Seifenblasen, Sexy Sexismus und scharfe Worte

19. Juli 2010 von Meredith

Was letzte Woche so geblogged wurde:

Gute Nachrichten aus London bei queernews: Das britische Supreme Court hat das Asylrecht bestätigt für Menschen, die in ihren Heimatländern auf Grund ihrer Homosexualität verfolgt werden.

Und aus Bayern! Dort werden mit dem neuen Beamtenrecht schwule und lesbische Eingetragene Lebenspartnerschaften mit Ehen gleichgestellt.

Die Frage, ob Frauen auch in die Wehrpflicht mit einbezogen werden sollten, wird auch hier immer wieder diskutiert. Nach den neusten Entwicklungen stellt sie sich zwar in Deutschland auch nicht mehr lange – einen interessanten Beitrag dazu im Hinblick auf Österreich kann man aber in der Denkwerkstatt lesen.

Und für die Augen: Irgendeine peinliche Biermarke aus Österreich ist auf die tolle Idee gekommen, ihre Sorten mit Frauentypen zu vergleichen, dafür drei Frauentypen (Brünett und schlank, Blond und schlank, rothaarig und, äh, schlank) Topfrei und mit irren Blicken zu fotografieren. Sexistische Werbung – immer wieder sexy!
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Hebammen, Sport, Burka, Sarah Palin, Models

15. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 69 von 152 der Serie Kurz notiert

Die Zukunft der Hebammen als Geburtshelferinnen ist noch ungeklärt – ein Artikel in der ZEIT macht derweilen klar, dass es Geburtshelfer_innen heißen muss. Sie berichtet über Deutschlands derzeit einzigen Entbindungspfleger.

Frauensportarten werden immer beliebter – bei Frauen. Beim Fernsehen eher nicht, sagt eine Studie des Center for Feminist Research der University of Southern California. Im Fokus steht die Berichterstattung des US-amerikanischen Senders ESPN.

Die ZEIT schreibt in einem Kommentar über das aktuelle Burka Verbot in Frankreich: “Ein Burka-Verbot beendet die Unterdrückung von Frauen nicht.”

Im Interview mit Zeit online erklärt der Vorstandvorsitzende von Nestlé, Gerhard Berssenbrügge, warum er nichts von einer Frauenquote hält. Schließlich müsste es doch darum gehen, “die besten Köpfe ins Top-Management zu holen – unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt”. Soso…

Laut Spiegel Online spricht einiges dafür, dass Sarah Palin sich 2012 als US-Präsidentschaftskandidatin der Republikanischen Partei bewerben will.

Und noch mal Spiegel Online: Hier scheint die Tatsache, dass NRW nun von einer Ministerpräsidentin regiert wird, die auch noch weitere Frauen in Kabinett holt, von besonderer Bedeutung zu sein. Oder wie lassen sich Artikel-Überschriften wie diese erklären: Frauen-Doppelpack vor Machtübernahme in NRW, Angriff der Power-Frauen, Kraft holt fünf Frauen ins Kabinett

TransGriot beklagt den immer noch anherrschenden Mangel an schwarzen Models und verlinkt einen thematisch passenden Film “The Colour Of Beauty” .


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Mehr Geld für Hebammen – genug?

7. Juli 2010 von Helga

Heller Hintergrund mit blauer Überschrift: Geburtshilfe ohne Hebammen? - darunter die lila Silhouette einer Schwangere und die blaue Silhouette einer zweiten Frau - darunter ein blauer Kasten mit gelber Schrift: Unterstützt die Online-Petition des Deutschen Hebammenverbandes! Forderung erfüllt. So könnte man die Einigung der Krankenkassen und Hebammen bezeichnen, von der die Zeit gestern berichtete. schließlich gibt es für eine außerklinische Geburt künftig 100 Euro mehr und der Satz für eine Krankenhausgeburt steigt um 8 Euro. Im Vergleich zum ersten Angebot (14,19 Euro bzw. 4,39 Euro) immerhin eine deutliche Steigerung.

Doch schaut man sich die Zahlen genauer an, bleibt nicht viel übrig. Die sogenannten Belegstationen in Krankenhäusern ohne feste Geburtenstation werden sich kaum retten lassen, wenn Hebammen statt 224 Euro nun 232 Euro verdienen, der jährliche Beitrag zur Haftpflichtversicherung aber trotzdem auf fast 3700 Euro steigt. Zudem sind weitere Steigerungen der Prämien absehbar.

In seinem Rundbrief zeigt sich der Deutsche Hebammenverband daher deutlich unzufrieden:

Die Schiedsstellenverhandlung ist, unter dem Vorsitz von Frau Prof. Dagmar Felix, nach zähen sechsstündigen Verhandlungsrunden mit einem enttäuschenden Resultat zu Ende gegangen. Das erzielte Ergebnis bleibt weit hinter den Erwartungen der Berufsverbände zurück. […]
Das Schiedsstellenergebnis ist nicht nur unbefriedigend, es ist im Grunde katastrophal.

Obwohl bereits seit Monaten bekannt war, dass die Prämien zum 1. Juli steigen, gab es monatelang keine Einigung. Die Erhöhung kommt daher für einige Hebammen bereits zu spät. Sie hatten aufgrund der ungewissen Zukunftsaussichten ihre Haftpflicht zum Monatsanfang gekündigt. Um überhaupt eine Lösung zu finden, musste schließlich die Schiedsstelle beauftragt werden. Deren unabhängige Vertreter warfen den Hebammen vor, unwirtschaftlich zu arbeiten und verlangten stattdessen, mehr Geburten zu betreuen. Für viele Eltern sei ein wichtiger Grund, sich von einer Hebamme begleiten zu lassen, die intensive Betreuung mit Rufbereitschaft rund um die Uhr. Mit „Auftragssteigerungen” werde die Betreuungsqualität deutlich leiden und sei daher nicht umsetzbar, so die Hebammen.

Die im Mai gestartete Petition des Hebammenverbandes hatten über 180.000 Menschen unterstützt und so eine Anhörung im Petitionsausschuss erreicht. Von dort gibt es allerdings noch keine Ergebnisse. Auch die Gesundheitsminister_innenkonferenz Anfang des Monats hatte das Thema auf der Tagesordnung, wollte aber vor konkreten Maßnahmen die Einigung der Schiedsstelle abwarten.


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Hoffnung für Hebammen

29. Mai 2010 von Barbara

Ein erstes Happyend ist zu vermelden: Bundesgesundheitsminister Rösler sagt den Hebammen Unterstützung zu. Nachdem die Bedrohung für den Berufsstand der Geburtshelferinnen aufgrund einer immens hohen Haftpflichtversicherungsprämie, die ab Juli 2010 verpflichtend ist, medial und in der Öffentlichkeit immer sichtbarer wurde – die Onlinepetition des Deutschen Hebammenverbands wurde knapp 100.000-mal unterzeichnet -, hat sich der Deutsche Hebammen­verband mit Minister Philip Rösler am 26. Mai zu einem Krisengespräch getroffen.

Der Deutsche Hebammenverband meldet:

Wie zu erwarten gab es keine sofortigen Lösungs­angebote, um die steigenden Haft­pflicht­prämien für freiberufliche Geburtshilfe ab dem 1.7. 2010 zu kompensieren. Stattdessen wurden in wohlwollender und wert­schätzender Atmosphäre klare Abmachungen zwischen Ge­sund­heits­minister Philipp Rösler und Martina Klenk, der Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, getroffen. Der Minister versprach zeitnahe Treffen zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Spitzenverband der Krankenkassen, bzw. dem Gesamtverband der Versicherungs­wirtschaft. Auch ein runder Tisch zwischen dem Ge­sund­heits­ministerium, dem Familien­ministerium und dem Arbeits­ministerium ist geplant, um die Zuständigkeiten für die Belange der Hebammen zu klären.

Was die „klaren Abmachungen“ und die „zeitnah versprochenen Treffen“ bringen werden – wird man sehen.


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Kurzfilm zu Geburten

17. Mai 2010 von Helga

Das National Film Board of Canada veranstaltet gerade einen Online Shortfilm Contest. Einer der Filme ist Mother of Many von der britischen Regisseurin Emma Lazenby und dokumentiert die vielfältigen Aufgaben von Hebammen während einer Geburt.

Wer den Wettbewerb gewinnt, entscheiden die Zuschauer_innen. Abgestimmt wird über das Klicken des „Like”-Buttons unter dem entsprechenden YouTube-Video. Die Abstimmung endet leider schon heute, also schnell geschaut und geklickt.

(Vielen Dank an Leser_in Sarah für den Hinweis.)


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