Einträge mit dem Tag ‘Hannover’


Trans Awareness Week, Stromsperren, kein Verlass auf den Rechtsstaat – kurz verlinkt

19. November 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 302 von 355 der Serie Kurz notiert

Dies hier ist tatsächlich das 300. „Kurz verlinkt“, welches wir für euch vorbereitet haben. Ein wenig Konfetti muss da drin sein!

deutschsprachige Links

Die letzte „Die Anstalt“ – Folge befasst sich umfassend mit Rassismus, der NSU, V-Männern und den Verstrickungen des Staates. Auch Esther Bejarano, Musikerin und Überlebende von Auschwitz ist zu Gast (ab Minute 42) und sagt: „Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen.“

#Netzheldinnen gesucht: Kreativ- und Schreibwettbewerb des Emanzipationsministeriums NRW für Mädchen und junge Frauen zum Thema Respekt im Netz.

Nach einem neuen Gesetztesentwurf des Bundesministeriums des Inneren soll ein Verstoß gegen die Residenzplicht als Rücknahme des Asylantrags gewertet werden. ProAsyl veröffentlichte eine erste Einschätzung des Papiers.

„Weil Verbraucher sich ihre Stromrechnung nicht mehr leisten können, haben die Energieversorger im vorigen Jahr so oft die Leitung abgeklemmt wie noch nie.“, berichtet neues deutschland.

Die Seite Klasse gegen Klasse berichtet über eine Demonstration in Madrid am 07. November, wo etwa 300.000 Menschen auf die Vielzahl von Morden an Frauen aufmerksam machte.

Deutschlandradio Kultur hat Sharon Adler – Vorstand der Stiftung „Zurückgeben“ – interviewt. Die Stiftung setzt sich dafür ein, dass die Erb_innen jener, die sich am Schicksal der Juden_Jüdinnen bereicherten, heute etwas „zurückgeben“. Auf diese Weise sollen wiederum jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen gefördert werden.

Mehmet Daimagüler, der im NSU-Prozess die Nebenkläger vertritt, schreibt in der ZEIT über das Verfahren und was diese Erfahrung auch mit ihm gemacht hat: „Mit dem Mandat wollte ich Verantwortung übernehmen, indem ich den Opfern des NSU zur Seite stehen würde. […] Dieser Fall ist für mich kein Fall wie jeder andere. Ich kann und will hier nicht mehr objektiv sein. Ich bekomme viele Schreiben, Mails, Briefe, Anrufe. Manchmal Briefe ohne Briefmarken, unter meiner Wohnungstür durchgeschoben.“ Und auch heißt es: „[Die Bundesanwaltschaft] findet es normal, dass ein Neonazi-Zeuge mit einem Anwalt auftaucht, der vom Verfassungsschutz ausgewählt und bezahlt wird. Nicht die Kaltschnäuzigkeit einer Beate Zschäpe macht mich fassungslos, sondern die Dreistigkeit einer Bundesanwaltschaft, die behauptet, der NSU-Komplex sei „ausermittelt“.“

englischsprachige Links

Joey Ayoub schreibt auf Hummus For Thought über die Anschläge in Paris und Beirut und Aufmerksamkeitsökonomien: „It also seems clear to me that to the world, my people’s deaths in Beirut do not matter as much as my other people’s deaths in Paris. […] I say this with no resentment whatsoever, just sadness.“

Autostraddle veröffentlicht diese Woche eine ganze Reihe von Texten im Rahmen der Trans Awareness Week. So werden zehn historische trans Frauen vorgestellt, angefangen von Mary Jones, die Anfang des 19. Jahrhunderts lebte bis zu den Protagonist_innen des Dokumentarfilms „Paris is Burning“. Und für alle Film-Fans gibt es: „15 Best Trans Woman Movies According to Trans Women.“

Termine in Berlin, Graz, Halle, Hannover, Köln, Tübingen

18. bis 25.11. in Tübingen: Beim 15. Filmfest FrauenWelten werden Spiel- und Dokumentarfilme aus 30 Ländern gezeigt.

20.11. in Berlin: Ab 19 Uhr eröffnet die Vernissage: „I am – ich bin – me ne“ von Sita Ngoumou und beginnt die Präsentation der Anthologie „Winter Shorts“ (herausgegeben von Clementine Burnley und Sharon Dodua Otoo).

21.11. in Hannover: Um 18 Uhr beginnt „Dikhen amen! Seht uns – Konzertabend mit Nataša Tasić Knežević (Sopran)“ in der Gedenkstätte Ahlem.

25.11. in Köln: Ab 18 Uhr findet ein Protestmarsch gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt.

26.11. in Halle: Ab 19 Uhr Vortrag von Bini Adamczak zu „Das Geschlecht der Revolution. Emanzipation in der frühen Sowjetunion„.

26.11. in Berlin
: Buchpräsentation der Neuerscheinung „Vertrauen, Kraft & Widerstand. Kurze Texte von Audre Lorde“ mit AnouchK Ibacka Valiente (Hg.);gelesen von Anges Lampkin, Schauspielerin ab 19.30.

04.12. in Graz
: Ab 20 Uhr startet die „Grrrls Night Out Vol. XVI


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Warum ich trotz #HoGeSa heute trotzdem Zug fahren würde

15. November 2014 von Nadia

Als letzte Woche bekannt wurde, dass das Verbot der heutigen Nazi-Demonstration in Hannover keinen Bestand hat, und daraufhin an vielen Stellen Zugwarnungen (insbesondere für PoC und muslimischstämmige Personen) ausgesprochen wurden dachte ich auch zunächst: Keine Zugfahrt am Samstag für mich.

So schön ist es in Zügen der DB nicht immer.

So schön ist es in Zügen der DB nicht immer.

Nun stand ich gestern aber in einem voll gestopften RE Richtung Minden – derselbe, der für heute als (einer von einigen Zügen) unfahrbar gilt, als No-Go-Area, als gefährliche Zone. Hinter mir ein Glatzkopf mit eindeutigem Pulli, Tattoo, Bierflasche in der Hand. Ich nahm ihn erst gar nicht wahr bis ich merkte, dass hinter mir einer hasserfüllt in sein Handy rotzte („Die asozialste Zugfahrt die ich je erlebt habe, nur Gesocks im Zug!!!“), zwischendurch beherzt rülpste und aggressiv den Schnodder in der Nase hochzog und zwei Dudes (Kanaken-Bros) mir verzweifelt-sarkastisch zuzwinkerten. Den Kopf einmal halb zur Seite gedreht offenbarte sich mir die ganze Pracht des Elends, und ich muss zugeben, fast noch mehr als der Nazi-Sponk im Rücken widerte mich die Vorstellung an dass jemand mir auf die Haare rülpst, und ich stellte mich so gut es eben in dem beengten Zug ging in den nächsten Gang. (mehr …)


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Hannover: Kritische Tage zum herrschenden Geschlechterverhältnis

16. November 2012 von Magda

Vom 30. November bis 2. Dezember findet in Hannover nun zum zweiten Mal der Kongress „Kritische Tage zum herrschenden Geschlechter­verhältnis“ statt, dessen Programm ein spannendes Wochen­ende ver­spricht.

Dazu möchten die Organisator_innen alle einladen, sich „auf die Spuren der herr­schenden Geschlechter­verhältnisse zu begeben und sie zu kritisieren“ und dessen „Ver­schränkungen und Koppelungen mit anderen Herr­schafts­mechanismen“ heraus­arbeiten. Es geht explizit nicht nur um theoretische Über­legungen, sondern auch um die Über­tragung in die Praxis.


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FLT*fest in Hannover

21. August 2012 von Magda

Vom 6. bis 9. September findet in Hannover das FLT* Fest statt, welches in der Tradition der Ladyfeste steht und sich an alle interessierten FrauenLesbenTrans* richtet. Im Selbstverständnis heisst es

Wir sind eine Gruppe feministischer Frauen, Lesben und trans*-Menschen [FLT] aus verschiedenen politischen Zusammenhängen. Mit dem flt*fest wollen wir ein Veranstaltungswochenende in Hannover organisieren, das feministische Inhalte, politische Praxis und ein Kulturprogramm mit viel Spaß und DIY verbindet.

Es werden unter anderem Workshops wie Guerilla Knitting, Queer Tango oder E-Mails verschlüsseln mit GPG stattfinden, eine Lesung und Film („Femme – radikal, queer, feminin“) und außerdem ein Konzert mit Sookee und BadKat.

Die Teilnahme am Fest selbst ist kostenlos, nur für die Rundumverpflegung wird ein Beitrag erhoben. Wenn du Lust hast mitzuhelfen schreib an: fltfest-hannover[at]gmx[punkt]net.


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Schlampenmärsche gegen Vergewaltigungsmythen

16. Juni 2011 von Magda

Als ein kanadischer Polizist in Toronto vor einer Gruppe Jura-Student_innen im Rah­men seines Vor­trags zu Campus-Sicherheit dazu riet, dass Frauen ver­meiden sollten, „sich als Schlampen zu kleiden, um nicht Opfer von sexueller Gewalt zu werden„, folgte erst Ent­rüstung und dann Gegen­wehr: Weil viele die Schnauze voll von opfer­­be­­schuldigendem Ver­halten (engl: Victim Blaming) und Ver­ge­waltigungs­mythen hatten, gingen im April rund 2000 Demonstrant_innen in Toronto für ihr Recht auf die Straße, sich kleiden zu dürfen, wie sie wollen, ohne für sexuelle Über­griffe ver­antwortlich gemacht zu werden. Der erste SlutWalk (zu dt: „Schlampenmarsch“) wurde ins Leben gerufen. Viele Städte folgten; auch in Deutschland formieren sich nun die ersten Gruppen, die in ihrer jeweiligen Stadt einen SlutWalk organisieren. Das Problematische am Transfer US-amerikanischer Konzepte und Begrifflichkeiten wie rape culture, Victim Blaming oder der im kanadischen Toronto organisierte SlutWalk ist, dass es hierzulande (noch) keine Äquivalente gibt, die diese konzeptionell und sprachlich fassen. Die Organisation der SlutWalks im deutschsprachigen Raum eröffnet daher die Möglichkeit, Begriffe und Konzepte herauszuarbeiten.

SlutWalk Manchester

SlutWalk Manchester (Quelle: Flickr, unter CC BY-NC-ND Lizenz)

Warum demonstrieren?

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Festivals, Tagungen und mehr

10. Mai 2010 von Helga

Wer seine feministischen Mitstreiter_innen einmal live sehen möchte, statt immer nur zu chatten oder twittern, und es bisher nicht zur re:publica oder GenderCamp geschafft hat, hat diesen Sommer noch reichlich Gelegenheiten.

Schwarze Bombe mit angezündeter Zündschnur - Aufschrift in Schreibschrift: Macker Massaker Vom 13. bis 16. Mai läuft in Mülheim das Macker Massaker. In verschiedenen Workshops und Voträgen im AZ Mülheim geht es etwa um „Antifa und Männlichkeit” oder „Geschlechterverhältnisse in Punk & Hardcore”. Die Abende klingen mit Konzerten, u.a. von krikela aus.

Die Riot Skirts laden dann am 16. Mai in Köln ein. Ab 17 Uhr wird im AZ Köln (Wiersbergstr. 44/ Haltestelle Kalk-Kapelle) ein „queeres, feministisches, kreatives, lustiges, dramatisches, leckeres, antikommerzielles, antihierarchisches, antirassistisches, antisexistisches _fest” geplant, dass am ersten Septemberwochenende stattfinden soll.

In Hannover geht es am 30. Mai mit einem eintägigen Workshop weiter. Themen sind „Geschlechterarrangments im Neoliberalismus”, „Verhütung für Männer” und mehr. Der Tag soll Lust machen, auf den mehrtägigen Kongress „Kritische Tage zum Geschlechterverhältnis“ im Herbst. Veranstaltungsort ist das UJZ KORN.

Um die Probleme und Ziele von Frauen im Netz geht es beim Vernetzungstreffen von FrauenImNet. Vom 4. bis 6. Juni gibt es dazu im DGB Seminarzentrum Hattingen Vorträge und Workshops: „Cyberstalking“, „Feminismus im Netz“, „Wie wichtig ist wichtig?“ und viele weitere. Außerdem gibt es eine Anleitung zur Verschlüsselung von eMails und Key Signing-Party.

Weißer Hintergrund mit schwarzer, verschnörkelter Schrift: Antifee - darunter: Festival gegen Sexismus und Nationalismus - Feiern für ein selbstbestimmtes Leben - Darüber eine stilisierte schwarze Flamme (nicht klar erkennbar) Beim Antifee Festival in Göttingen gibt es ebenfalls diverse Vorträge und Workshops, etwa „Geschlecht und Nationalismus im Fußball”. Zu sehen sind außerdem die „Ausstellung zur Geschichte der Homosexuellenbewegung” und Filmvorführungen. Abends füllen Bands die Bühne, zum Beispiel bell´s roar. Das Ganze am 4. und 5. Juni auf dem Campus der Uni. Neue Informationen gibt es über Twitter und Facebook.

PS: Vom 21. bis 23. Mai gibt es natürlich auch wieder die FrauenFrühlingsUni in Klagenfurt. Diesmal mit Workshops, Kunst und Kultur rund um das Thema „Frauen- Wege – Utopien“.


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