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	<title>Mädchenmannschaft &#187; gute Neuigkeiten</title>
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    <description>Mädchenmannschaft - http://maedchenmannschaft.net</description>
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		<title>Durch die Blogs</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 08:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wann wird es endlich Sommer, frage ich mich bibbernd. Um die Finger beim Tastentippen zu wärmen, hier die lohnenswerten Bloglinks der vergangenen Woche: Mo Jour hatte beim vergangenen Selbermachsonntag schon drauf hingewiesen, aber wir wollen das auch noch mal tun: Im Büro für besondere Massnahmen kehrt sie mutig den familiären Dreck, den sexuellen (Macht)missbrauch, unterm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wann wird es endlich Sommer, frage ich mich bibbernd. Um die Finger beim Tastentippen zu wärmen, hier die lohnenswerten Bloglinks der vergangenen Woche:</p>
<p>Mo Jour hatte beim vergangenen <a href="http://maedchenmannschaft.net/selbermach-sonntag-09-05-10/#comments" target="_blank">Selbermachsonntag</a> schon drauf hingewiesen, aber wir wollen das auch noch mal tun: <em>Im Büro für besondere Massnahmen</em> <a href="http://mojour.blogspot.com/2010/05/tochter-aus-schlechtem-hause.html" target="_blank">kehrt</a> sie mutig den familiären Dreck, den sexuellen (Macht)missbrauch, unterm Teppich hervor: &#8220;die dunkelziffer ist groß. ich bin so eine: ich bin eine dunkelziffer.&#8221;</p>
<p><em>Antje Schrupp</em> <a href="http://antjeschrupp.com/2010/05/11/im-namen-des-mannes/" target="_blank">reagiert</a> auf eine aktuelle Umfrage nach der 80 Prozent der Frauen bei einer Heirat den Namen des Mannes annehmen, aber nur 5 Prozent der Männer den ihrer Ehefrau.</p>
<p><em>L-Talk</em> <a href="http://www.l-talk.de/gesellschaften/elena-kagan.html" target="_blank">stellt</a> Elena Kagan vor, die Barack Obama vergangene Woche als Richterin für den Obersten Gerichtshof der USA nominiert hat. Und hier stellt sie sich selbst vor:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="280" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="bgcolor" value="282828" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="flashvars" value="config=http://www.whitehouse.gov/xml/video/12024/config.xml&amp;path_to_plugins=http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins&amp;path_to_player=http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/player5x1.swf" /><param name="src" value="http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/player5x1.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="280" src="http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/player5x1.swf" flashvars="config=http://www.whitehouse.gov/xml/video/12024/config.xml&amp;path_to_plugins=http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins&amp;path_to_player=http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/player5x1.swf" allowscriptaccess="always" bgcolor="282828" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Das Mädchenblog <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2010/05/13/auseinandersetzung-mit-sexualisiertem-uebergriff-auf-queerer-party/" target="_blank">berichtet</a> über sexualisierte Übergriffe auf &#8220;queeren&#8221; Parties</p>
<p>Die Grimme-Online-Award Nominierungen sind da! Nachdem wir vergangenes Jahr nur &#8220;knapp&#8221; an der Auszeichnung vorbei geschrammt sind, drücken wir dieses Jahr allen <a href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1067#c6900" target="_blank">Nominierten</a> die Klick-Daumen.</p>
<p><em>Sina</em> <a href="http://sinamore6.blogspot.com/2010/05/von-fehlender-solidaritat-unter-frauen.html" target="_blank">antwortet</a> auf den Vorwurf fehlender Solidarität unter Huren</p>
<p>Neue oder interessante Blogs, die einen Blick lohnen sind diese Woche  <a href="http://www.myspace.com/dafnebern" target="_blank">Dafne &#8211; Das feministische Netz</a> und <a href="http://stadtderfrauen.blogspot.com/" target="_blank">Stadt der Frauen</a>.</p>
<p>Und noch ein<strong> Termin</strong><em>: der Väterblog</em> <a href="http://vaeter-und-karriere.de/blog/index.php/2010/05/11/maskulisten-und-neue-vater-bewegung-wer-diskriminiert-hier-eigentlich-wen" target="_blank">weist</a> auf den Workshop ‚Maskulisten und neue Väter Bewegung &#8211; wer diskriminiert hier eigentlich wen?’ hin, der beim Visionskongress der Grünen Jugend am 21. Mai in Göttingen statt findet.</p>
<p><em>Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.</em></p>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>Gute Nachricht für Lebenspartner_innen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 07:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit 2001 sind in Hessen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften möglich &#8211; seit dem 25. März 2010 sind nun die Partner_innen von Beamten den Verheirateten gleichgestellt. Dies macht sich vor allem bei der Beamtenbesoldung und -versorgung bemerkbar. Allerdings, so die FAZ, gilt das Gesetz nicht rückwirkend, obwohl die Kosten mit 60.000 Euro pro Jahr relativ gering wären. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2001 sind in Hessen <strong>gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften</strong> möglich &#8211; seit dem 25. März 2010 sind nun die Partner_innen von Beamten den Verheirateten <a href="http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~ECEF0DF7C366D404BABC903E6D95FA743~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">gleichgestellt</a>. Dies macht sich vor allem bei der Beamtenbesoldung und -versorgung bemerkbar. Allerdings, so die <em>FAZ</em>, gilt das Gesetz nicht rückwirkend, obwohl die Kosten mit 60.000 Euro pro Jahr relativ gering wären.</p>
<blockquote><p>Die einhellige Zustimmung zeigt nach Darstellung von Jürgens, wie sehr sich die Einstellung zu gleichgeschlechtlicher Liebe im Laufe der Jahre geändert hat. Nach 1957 habe das Bundesverfassungsgericht geurteilt, „gleichgeschlechtliche Betätigung“ verstoße gegen das Sittengesetz. Einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Männern bleiben damit strafbar. Erst 1969 sei die Strafandrohung entschärft und 1994 ganz abgeschafft worden.</p></blockquote>
<p>Vorausgegangen war dem Ganzen ein jahrelanger Streit mit mehreren gescheiterten Gesetzesentwürfen. Immerhin wurde die Änderung, auch Landtagsabgeordnete und ihre Partner_innen miteinzubeziehen, in letzter Minute noch mit in das Gesetz aufgenommen.</p>
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		<title>Kampf um das Heiratsalter im Jemen</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 12:16:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
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		<category><![CDATA[gute Neuigkeiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor zwei Jahren machte die gerade einmal 8-jährige Nojoud Mohammed Ali weltweit Schlagzeilen, als sie sich von ihrem 22 Jahre älteren Ehemann scheiden liess. Nun ist sie, mit vielen weiteren Frauen, wieder aktiv: Sie kämpft für ein neues Gesetz im Jemen, mit dem Mindestalter für Heiratende eingeführt werden sollen. Nach den bisherigen Vorschlägen sollen Mädchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Jahren machte die gerade einmal 8-jährige Nojoud Mohammed Ali weltweit Schlagzeilen, als sie sich von ihrem <a href="http://maedchenmannschaft.net/8-jahrige-verklagt-vater-und-ehemann/">22 Jahre älteren Ehemann scheiden liess</a>. Nun ist sie, mit vielen weiteren Frauen, wieder aktiv:<br />
Sie kämpft für ein neues Gesetz im Jemen, mit dem Mindestalter für Heiratende eingeführt werden sollen. Nach den bisherigen Vorschlägen sollen Mädchen mindestens 17 und Jungen 18 Jahre alt sein. Eltern, die sich nicht daran halten, würden künftig mit einer Geldstrafe von umgerechnet 500 US-Dollar oder bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Konservative Abgeordnete sehen darin einen Verstoß gegen die Sharia und versuchen das Gesetz zu verhindern.</p>
<p>Am Montag protestierten nun hunderte Aktivistinnen vor dem jeminitischen Parlament für das neue Gesetz. 50 von ihnen trafen sich dem Parlamentssprecher, der ihnen u.a. vorschlug, auf die Strafe für Eltern zu verzichten. Die Aktivistinnen wollen jedoch weiter für das komplette Gesetz kämpfen. Gegenüber <em>The National</em> <a href="http://www.thenational.ae/apps/pbcs.dll/article?AID=/20100324/FOREIGN/703239830/1011" target="_blank">erklärte Nojoud</a>:</p>
<blockquote><p>“I went to ask the parliament not to touch the law that sets the marriage age at 17 years,” said Nojoud. “We have presented to them signatures from all over the country. Children like me should be protected and should go to school.”</p></blockquote>
<p><em>„Ich bin zum Parlament gegangen um sie zu bitten, das Gesetz nicht anzurühren, dass das Heiratsalter auf 17 Jahre setzt.” sagte Nojoud. „Wir haben ihnen Unterschriften aus dem ganzen Land präsentiert. Kinder wie ich sollten beschützt werden und sollten zur Schule gehen.”</em></p>
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		<title>Frauen sind das Kapital</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 08:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gendertrouble]]></category>
		<category><![CDATA[Working Girl]]></category>
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		<category><![CDATA[Quoten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Telekom will nun also eine Frauenquote von 30 Prozent einführen. Nach langem Ringen endlich ein feministischer Erfolg? Im Gegenteil: Es ist einer der Wirtschaft Bei kaum einem anderen Geschlechter-Thema habe ich mir in der Vergangenheit so den Mund fusselig geredet, wie bei dem Thema „Quote“. Es ist ein klassisches Spalter-Thema. Auf der einen Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Telekom will nun also eine Frauenquote von 30 Prozent einführen. Nach langem Ringen endlich ein feministischer Erfolg? Im Gegenteil: Es ist einer der Wirtschaft</strong></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><img title="(C) Frl. Zucker - fraeuleinzucker.blogspot.com/" src="http://farm4.static.flickr.com/3541/3449762086_24ae21de7a.jpg?v=0" alt="" width="450" height="363" /><p class="wp-caption-text">(C) Frl. Zucker - fraeuleinzucker.blogspot.com/</p></div>
<p>Bei kaum einem anderen Geschlechter-Thema habe ich mir in der  Vergangenheit so den Mund fusselig geredet, wie bei dem Thema „Quote“.  Es ist ein klassisches Spalter-Thema. Auf der einen Seite stehen meistens diejenigen, die als  „Hardcore“-Feministen abgestempelt werden. Auf der anderen Seite  diejenigen, die &#8216;wir&#8217; dann „Betonköpfe“ schimpfen. In der Regel wird die  Diskussion bis auf die Grundfesten der Verfassung geführt: Was sagt das  Grundgesetz? Und: Was ist gerecht? Bislang endeten die Diskussionen  meistens – außer im politisch grünen Umfeld – mit einer moralischen  Entwertung derjenigen, die Quoten forderten. Oder sie wurde damit  geschlossen, dass die Frauen doch einfach selbst schuld seien, wenn sie  es nicht alleine schafften und man die Sache doch nun nicht den armen  Männern anhängen könne. Ach so: Nicht zu vergessen das Argument von den  schlecht qualifizierten Frauen, die dann die viiiieeel besseren Männer  verdrängten.</p>
<div>
<p>Das waren noch Zeiten, als die Fronten so einfach, so klar  waren. Als Gerd Schröder die Frauenpolitik als „Gedöns“ und das  Geschwätz von der Quote als nicht diskutabel betrachtete. Es war am 17.  März 2009, als sich der Wind entschieden drehte. Da saß eine Runde  hochkarätiger Frauen aus Business und Politik im Willy-Brandt-Haus an  einem rundem Tisch, zusammen mit Franz Müntefering, damals noch  Vorsitzender der SPD. Sie hatten gute Argumente dabei: Studien. Eigene  Erfahrungen und ein ausgefeiltes Konzept namens „<a href="http://www.nuernberger-resolution.de/" target="_blank">Nürnberger  Resolution</a>“. Diese unterzeichnete der SPD-Chef am 17. März und von  da an nahm es um das Thema Quote eine Wende in Deutschland.<span id="more-9488"></span></p>
<p><strong>Weltweite Quoten</strong></p>
<p>Denn diese  Resolution forderte eine Quote von 40 Prozent Frauen für die  Aufsichtsräte – nach norwegischem Vorbild. Im Oktober 2009 ging die  Erfolgsgeschichte der Quote in eine neue Runde: Die Niederlande  entwarfen ein Gesetz, das die Unternehmen dazu verpflichten sollte,  Vorstands- und Aufsichtsratsposten zu mindestens 30 Prozent mit Frauen  zu besetzen. Weiter ging es mit unseren französischen Nachbarn:  Ausgerechnet Sarkozy, den man nun nicht gerade als auserkorenen  Feministen bezeichnen kann, wird als der Mann in die französische  Geschichte eingehen, der ein Gesetz einführte, mit dem wie in Norwegen  die Aufsichtsräte mit 40 Prozent Frauen besetzt werden müssen.</p>
<div>
<p>Was passiert in der bislang heilen Anti-Quoten-Welt? Nun: Nichts  anderes als ein gesunder, kapitalistischer Wirtschaftsgeist treibt hier  sein Unwesen. Die Einsicht, dass es für den internationalen Wettbewerb  alles andere als gut ist, die nationalen Unternehmen darin zu  unterstützen, Potential zu vergeuden. Das findet offenbar auch  Ex-BDI-Chef Hans Olaf Henkel. Am internationalen Frauentag forderte er  eine gesetzliche Frauenquote, da sich in den letzten Jahren mit dem  Prinzip Freiwilligkeit nichts getan habe. Dafür stellte er der deutschen  Wirtschaft ein Armutszeugnis aus. Zwei Tage später ging die Meldung  durch die Medien, dass Indien nun eine 33 Prozent-Quote für seine  Parlamente einführe. Und nur wenig später verkündete die Deutsche  Telekom, dass sie eine Quote von 30 Prozent für ihre Führungsjobs  einführen werde. Die Diskussion um die Quote hat sich verändert. Ein  neues, gewinnorientiertes Denken hat dazu geführt, wahrscheinlich mehr,  als ein feministisches.</p>
<p><strong>Maximale  Verwertung</strong></p>
<p>Genau diese ur-kapitalistische Verwertungslogik,  die als Motor für den Richtungswechsel in der öffentlichen Debatte  diente, könnte der Quote vor allem von Linken als Gegenargument  präsentiert werden. Es ist oft nicht einmal sarkastisch gemeint, wenn –  meistens von Männern – entgegen gehalten wird, dass die Frauen doch froh  sein sollten, wenn sie nicht in den Sog der unbedingten  Maximalverwertung von – Achtung Unwort! &#8211; Humankapital hineingezogen  würden, sondern sich zu Hause mit den Kindern einen schönen Lenz  machten. Das ist natürlich ein guter Witz, denn ich frage mich  ernsthaft, wie viele Prozent der linken Männer in der Realität ihre  Kapitalismuskritik dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie die Arbeit  verweigern und auf eine Karriere verzichten und damit auch auf jegliche  soziale Sicherheit – vor allem im Alter.</p>
<p>Nein: Es ist gut für die  Gesellschaft, dass die Diskussion nun eine Wendung genommen hat. Das  kann man auch am jüngsten Quoten-Beispiel sehen: Die Telekom verbindet  mit ihrer Einführung  nämlich auch eine menschlichere und machbare  Familienpolitik: Teilzeit für Führungskräfte, Kinderbetreuungsangebote,  Haushaltshilfen und Notfallbetreuung für Kinder sollen flankierend zu  der Quote Männern und Frauen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und  Beruf ermöglichen. Denn das wird von vielen immer noch unterschätzt:  Wenn erst einmal eine Mehrheit der  Frauen genauso selbstverständlich  eine berufliche Karriere hinlegt, wie das die Männer seit jeher tun,  dann wird sich für beide Geschlechter das Arbeitsleben entscheidend  ändern. Die Ausbeutung am Arbeitsplatz könnte dadurch deutlich  abgemildert werden.</p>
<p>Bundesfrauenministerin Schröder wird sich über  kurz oder lang auf diese Wendung einstellen müssen, denn mit ihrem  naivem „wir haben es doch aus so geschafft“ wird sie politisch nicht  gerade Blumentöpfe gewinnen. Vielleicht läuft es aber auch hier nach  norwegischem Vorbild und es ist Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, der  uns ein Quotengesetz beschert.</p>
<p><em>(Dieser Text erschien ursprünglich als <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/katrin" target="_blank">Kolumne   auf Freitag.de</a>)</em></p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<div><a href="http://www.freitag.de/alltag/0933-gehaltsunterschiede-erklaerungen-kolumne-gender">Ohne  Arschtritt läuft es nicht</a></p>
<div>Sozialisation, Wettkampf-Scheu, Kinder,  Benachteiligung: Warum Frauen bis heute weniger verdienen als Männer.  Ein Beitrag zur Debatte um die Frauenquote in Aufsichtsräten</div>
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<div><a href="http://www.freitag.de/alltag/0935-frauenquote-gender-kolumne">Ist  der Arschtritt denn legal?</a></p>
<div>In der Diskussion um die Frauenquote für Aufsichtsräte  wird darüber gestritten, ob sie die Verfassung verletzen würde. Die  Quote sollte erst einmal ausprobiert werden</div>
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<div><a href="http://www.freitag.de/arena/debatte?id=1270">Die  Frage der Woche in der Politikarena</a></p>
<div>Lenkt die Frauenquote von den wirklichen Brennpunkten  fehlender Gleichberechtigung ab?</div>
</div>
</div>
</div>
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		<title>Geschlecht: uneindeutig</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 12:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie Gerda im Selbermach-Sonntag schon vermerkte, gibt es in Australien nun den ersten Menschen mit offiziell „nicht-spezifiziertem” Geschlecht. Norrie wurde nach der Geburt zunächst als „männlich” registriert, begann mit 23 geschlechtsangleichende Maßnahmen und bekam schließlich ein Zertifikat zur Anerkennung des Geschlechts als „weiblich” in Australien (neue Geburtsurkunden können Immigranten dort nicht bekommen). Nach einer Weile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Gerda im Selbermach-Sonntag <a href="http://maedchenmannschaft.net/selbermach-sonntag-14-03-2010/#comment-26439">schon vermerkte</a>, gibt es in Australien nun den ersten Menschen mit offiziell „nicht-spezifiziertem” Geschlecht. Norrie wurde nach der Geburt zunächst als „männlich” registriert, begann mit 23 geschlechtsangleichende Maßnahmen und bekam schließlich ein Zertifikat zur Anerkennung des Geschlechts als „weiblich” in Australien (neue Geburtsurkunden können Immigranten dort nicht bekommen). Nach einer Weile verzichtete Norrie allerdings auf die weitere Einnahme von Hormonen, so dass im Januar diesen Jahres Ärzte schließlich erklärten, Norries Geschlecht sei nicht mehr eindeutig festzustellen.</p>
<p><a href="http://www.pinknews.co.uk/2010/03/11/australia-is-first-to-recognise-non-specified-gender/" target="_blank">Norrie selbst schrieb</a>:</p>
<blockquote><p>The theorists who inform transsexual and intersexual medical intervention presume that everyone has one real gender identity at the core of their being, whether or not this is congruent with their anatomy. Even children biologically hermaphrodite are supposed to be &#8216;really&#8217; of one gender, with the surgically discarded sex declared the &#8216;false&#8217; one. […]</p>
<p>People seen by our society as having a gender opposite to the one sex they were born with are seen by other societies as simply having two genders. Bi-gendered. In this light, the permanent removal of the characteristics of one sex to allow the expression of the other seems a total waste.</p></blockquote>
<p><span id="more-9369"></span><br />
<em>Die Theoretiker_innen die transsexuelle und intersexuelle medizinische Eingriffe empfehlen, nehmen an, dass alle Menschen eine echte Genderidentität im Kern ihres Wesens haben, ob die nun mit der Anatomie übereinstimmt oder nicht. Sogar biologische Hermaphroditen-Kinder sollten tatsächlich ein Gender haben, wobei das chirurgisch entfernte Geschlecht zum Falschen erklärt wird. […]</p>
<p>Menschen, von denen unsere Gesellschaft denkt, sie hätten ein Gender, das dem Geschlecht in dem sie geboren wurden genau gegenüber steht, werden in anderen Gesellschaften einfach als Zwei-Gender gesehen. Bi-gendered. In diesem Licht erscheint das endgültige Entfernen der Merkmale eines Geschlechts, um das andere auszudrücken, wie die totale Verschwendung.</em></p>
<p>Bisher scheinen die <a href="http://www.smh.com.au/nsw/sexless-in-the-city-a-gender-revolution-20100311-q1l2.html" target="_blank">Reaktionen auch positiv zu sein</a>: &#8221;I went into the bank and the woman&#8217;s eyes lit up when she saw the certificate, and she said, &#8216;What a good option&#8217;.&#8221; (<em>„Ich ging zur Bank und die Augen der Frau leuchteten auf, als sie das Zertifikat sah und sie sagte: &#8216;Was für eine gute Option&#8217;.”</em>)</p>
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		<title>Hochzeit in Washington DC</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 18:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Washington DC haben gestern Sinjoyla Townsend und Angelisa Young ihre zwölf Jahre Partnerschaft gefeiert und als erstes gleichgeschlechtliches Paar geheiratet. Ergreifender als in jedem Hollywoodfilm, also schon mal die Taschentücher auspacken:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Washington DC haben gestern Sinjoyla Townsend und Angelisa Young ihre zwölf Jahre Partnerschaft gefeiert und als <a href="http://edition.cnn.com/2010/POLITICS/03/09/same.sex.marriages/index.html?hpt=T2" target="_blank">erstes gleichgeschlechtliches Paar geheiratet</a>. Ergreifender als in jedem Hollywoodfilm, also schon mal die Taschentücher auspacken:</p>
<p><object width="416" height="374" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="ep"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://i.cdn.turner.com/cnn/.element/apps/cvp/3.0/swf/cnn_416x234_embed.swf?context=embed&#038;videoId=living/2010/03/09/bts.dc.same.sex.marriage.cnn" /><param name="bgcolor" value="#000000" /><embed src="http://i.cdn.turner.com/cnn/.element/apps/cvp/3.0/swf/cnn_416x234_embed.swf?context=embed&#038;videoId=living/2010/03/09/bts.dc.same.sex.marriage.cnn" type="application/x-shockwave-flash" bgcolor="#000000" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="416" wmode="transparent" height="374"></embed></object></p>
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		<title>Ägypten: die Notwendigkeit eines Gesetzes gegen sexuelle Belästigung</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/agypten-die-notwendigkeit-eines-gesetzes-gegen-sexuelle-belastigung/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 15:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[gute Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung statt Posen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus galore]]></category>

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		<description><![CDATA[DieStandard.at veröffentlichte heute einen Artikel zur Notwendigkeit einer Gesetzgebung gegen sexuelle Belästigung in Ägypten. Diverse Gesetzesentwürfe werden aktuell im ägyptischen Parlament diskutiert. Die Diskussion über jene Gesetzgebung wurde u.a. auf Grund einer Studie aus dem Jahre 2008 ins Rollen gebracht, in der 2.000 Ägypter_innen und 109 Ausländerinnen zum Thema sexuelle Belästigung befragt wurden. Die erschreckenden Ergebnisse: 83% [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>DieStandard.at</em> veröffentlichte heute einen <a href="http://diestandard.at/1267132153845/Aegypten-Gesetzesentwuerfe-gegen-sexuelle-Belaestigung" target="_blank">Artikel</a> zur Notwendigkeit einer Gesetzgebung gegen sexuelle Belästigung in Ägypten. Diverse Gesetzesentwürfe werden aktuell im ägyptischen Parlament diskutiert.</p>
<p>Die Diskussion über jene Gesetzgebung wurde u.a. auf Grund einer <a href="http://streetharassment.wordpress.com/2008/07/18/men-like-to-harass-in-egypt/" target="_blank">Studie</a> aus dem Jahre 2008 ins Rollen gebracht, in der 2.000 Ägypter_innen und 109 Ausländerinnen zum Thema sexuelle Belästigung befragt wurden. Die erschreckenden Ergebnisse: 83% der befragten Ägypterinnen gaben an, schon einmal sexuell belästigt worden zu sein. Über die Hälfte behauptete, dass Belästigung Teil ihres Alltags seien. Von den befragten Ausländerinnen gaben 98% an, sexuelle Belästigung erfahren zu haben. Die US-amerikanische Regierung <a href="http://articles.courant.com/2008-09-28/news/egypt.art_1_sexual-harassment-hostel-roommate" target="_blank">warnte</a> gar ihre Bürgerinnen, nicht ohne (männliche) Begleitung auf ägyptischen Straßen unterwegs zu sein.</p>
<p>Besonders verstörend ist das Ergebnis, dass rund 62% der Männer sogar offen zugaben, Frauen sexuell belästigt zu haben und 53% befanden, dass Frauen dies durch Kleidung selbst herausgefordert hätten und sie die Aufmerksamkeit in Wirklichkeit doch &#8220;genießen&#8221; würden.</p>
<p>In einem <a href="http://www.thenational.ae/apps/pbcs.dll/article?AID=/20100106/FOREIGN/701059825/1002/NEWS" target="_blank">Artikel</a> auf <em>TheNational.ae</em> wird darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, sexuelle Belästigung genau zu definieren, um den Rahmen, was nicht erlaubt sein sollte, klar im Gesetz verankern zu können.</p>
<blockquote><p><em>‘We need to redefine the meaning of sexual harassment, which is lacking in Egypt’s current criminal code, and include sexual harassment in the workplace – not only in public places – and transportation, and mobile and internet sexual harassment as well,’ said Mohammed Khalil Qoueita, the deputy of parliament’s foreign affairs committee, who is behind the new law.</em></p></blockquote>
<p>(Zu deutsch: &#8220;Wir müssen die Bedeutung von sexueller Belästigung neu definieren, was zur Zeit noch in Ägyptens Strafgesetzbüchern fehlt. Dies beinhaltet sexuelle Belästigung auf dem Arbeitsplatz &#8211; nicht nur auf öffentlichen Plätzen &#8211; in öffentlichen Verkehrsmitteln und ebenso die sexuelle Belästigung im Internet&#8221;, sagte Mohammed Khalil Qoueita, Vertreter des Komitee für Außenangelegenheiten des Parlaments.)</p>
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		<title>Aufgefallen: Teilzeit = Mütter</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/aufgefallen-teilzeit-mutter/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Working Girl]]></category>
		<category><![CDATA[Ach ja]]></category>
		<category><![CDATA[gute Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mütter]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Titel „Mehr Teilzeitstellen” klang es bei der FAZ gerade interessant: Wer nach der Babypause wieder zurück ins Arbeitsleben will, kann Hoffnung schöpfen: Dass es um Babypausen geht, hätte mich schon stutzig machen können, aber erst der nächste Satz macht es klar: 44 Prozent der Unternehmen planen, in den nächsten zwei Jahren mehr Teilzeitstellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel <a href="http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~E70B1C9479510478DA630112B4E9B7B28~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">„Mehr Teilzeitstellen”</a> klang es bei der <em>FAZ</em> gerade interessant:</p>
<blockquote><p>Wer nach der Babypause wieder zurück ins Arbeitsleben will, kann Hoffnung schöpfen:</p></blockquote>
<p>Dass es um <em>Babypausen</em> geht, hätte mich schon stutzig machen können, aber erst der nächste Satz macht es klar:</p>
<blockquote><p>44 Prozent der Unternehmen planen, in den nächsten zwei Jahren mehr Teilzeitstellen für Mütter zu schaffen.</p></blockquote>
<p>Einerseits sind flexiblere Arbeitszeitmodelle begrüßenswert, andererseits wird so nur einmal mehr Teilzeit = Mütter zementiert. Väter werden in der Umfrage des Bürovermittlers Regus anscheinend kein einziges Mal erwähnt. Und so lange Teilzeitstellen Karrierehindernisse sind, bleibt der Nachgeschmack sehr fade. </p>
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		<title>Das Männerhaus</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/das-maennerhaus/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 09:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gendertrouble]]></category>
		<category><![CDATA[Was tun?!]]></category>
		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt gegen Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[gute Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[neue Männer]]></category>

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		<description><![CDATA[1976 eröffnete das erste Frauenhaus in Deutschland, welches von häuslicher Gewalt und ähnlich schlimmen Krisen betroffenen Frauen Zuflucht bot. Mittlerweile sind es schon mehr als 400 bundesweit. Was es allerdings bisher nur einmal gibt, ist ein Männerhaus. Es wurde 1995 von Horst Schmeil in Berlin-Spandau gegründet und steht mittlerweile im brandenburgischen Ketzin, wo es neben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1976 eröffnete das erste Frauenhaus in Deutschland, welches von häuslicher Gewalt und ähnlich schlimmen Krisen betroffenen Frauen Zuflucht bot. Mittlerweile sind es schon mehr als 400 bundesweit. Was es allerdings bisher nur einmal gibt, ist ein <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2009-11/maennerhaus?page=all" target="_blank">Männerhaus</a>. Es wurde 1995 von Horst Schmeil in Berlin-Spandau gegründet und steht mittlerweile im brandenburgischen Ketzin, wo es neben seinem Gründer noch von Dietmar Gettner betreut wird. So ähnlich wie bei Frauenhäusern dient es als Zufluchtsort für Männer, die Opfer häuslicher Gewalt oder anderer Krisen geworden sind.</p>
<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3056/2964080070_4c4c1d7358.jpg" alt="Quotenmann" /></p>
<pre>(C) Eva Hillreiner, <a href="http://www.evahillreiner.de/" target="_blank">www.evahillreiner.de</a></pre>
<p>Auch Frauen können zuschlagen, wobei die Wahrscheinlichkeit dafür besonders in Trennungsphasen und extremen Streitsituationen am größten ist. Allerdings scheint das niemanden besonders zu stören, denn oft passiert auch nichts – die Verletzungsgefahr ist für den Mann in der Regel gering und er bräuchte sich meist nicht mal besonders anzustrengen, um den Angriff abzuwehren oder die Angreiferin an einem Weiteren zu hindern. Wenn man nun auch noch zu denjenigen Männern gehört, die ihr Selbstbewusstsein in Emotionslosigkeit begründen, was durch Rollenklischees und Erwartungshaltungen unserer Gesellschaft durchaus gefördert wird, ist die Sache auch nicht weiter tragisch, oder etwa doch? Der aktuelle <a href="http://www.zeit.de/online/2009/11/frauentag-gewalt-von-frauen?page=all" target="_blank">Gender Datenreport des Bundesfamilienministeriums</a> berichtet sogar, dass in heterosexuellen Partnerschaften angeblich ähnlich viele Männer von häuslicher Gewalt betroffen sind wie Frauen (wobei aber nach wie vor der Großteil der anderen Körperverletzungen von Männern begangen werden). Zu beachten ist hierbei auch, dass Frauen in der Regel zu leichteren Formen der physischen Aggression neigen, etwa Schubsen und dergleichen. Dennoch gibt es nur ein Männerhaus in Deutschland, das zudem noch schlecht besucht ist. Auch wenn die Folgen häuslicher Gewalt gegen Männer nicht so verheerend sind wie bei Frauen &#8211; ich glaube kaum, dass die Gefühlswelten von dermaßen vielen Männern in Deutschland einen physischen Angriff der Partnerinnen unverletzt überstehen, vor allem wenn es öfter vorkommen sollte.<br />
<span id="more-6714"></span></p>
<p>Verständlicherweise ist im Zuge der Frauenbewegung und der Emanzipation zunächst das Augenmerk auf die Frauen gerichtet worden. Häusliche Gewalt ist für sie oftmals ein viel größeres Problem – zum einen, weil der Gegner in der Regel wesentlich stärker ist, und zum anderen, wenn sie z.B. in einer Ehe von ihrem Partner finanziell abhängig sind, was vor nicht allzu langer Zeit noch der Regelfall war. Von Natur aus mit mehr Körperkraft und den entsprechenden Hormonen ausgestattet, kann nicht jeder Mann immer genau abschätzen, wie viel Schaden sein Schlag anrichten wird &#8211; und das ist der betroffenen Frau auch bewusst. Trifft er zu hart und an der falschen Stelle kann das schlimme Verletzungen zur Folge haben. Diese größere Verantwortung für seine Muskeln schlägt sich daher auch in der Gesetzgebung nieder. Aber selbst wenn keine bleibenden physischen Verletzungen bleiben sollten, ist die psychische Verfassung von Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind meist alles andere als stabil. Die Erfahrung von Wehr- und Hilflosigkeit ist nichts, was man so einfach wegstecken kann. Die meisten Männer hätten sich in einer umgekehrten Situation recht einfach zur Wehr setzten können, ohne die Frau dabei zu verletzten, wobei einmal vorausgesetzt sei, dass keine Waffen benutzt wurden.</p>
<p>Auch wenn bei Männern eher selten Verletzungen durch die Angreiferinnen entstehen &#8211; die Belastung ihrer Gefühlswelt ist trotzdem präsent und nichts, was sie einfach unberührt lässt, außer sie erzwingen oder verdrängen das Problem. Und scheinbar passiert letzteres auch im Regelfall. Eingangs wurde ja bereits erwähnt, dass Gewalt gegen Männer keine Seltenheit ist – aber die Opfer dieser Gewalt, die über derartige Erfahrung sprechen oder Hilfe suchen, sind hingegen eine Rarität. Es fällt den meisten Männern viel schwerer als Frauen, emotionale Probleme bei sich selbst anzuerkennen und diese richtig zu verarbeiten &#8211; gerade falls diese Probleme darin bestehen, dass sie von einer Frau physisch angegriffen oder gar misshandelt worden sind. Das passt so gar nicht zu dem verbreiteten Männerbild in unserer Gesellschaft, welches neben dem „richtigen Mann“ nicht besonders viel Spielraum bereitstellt.</p>
<p>Wann ist man denn ein &#8220;richtiger&#8221; Mann? Ist man es, wenn möglichst wenige der als weiblich angesehen Gefühle zugelassen werden und man selbst den schwersten emotionalen Rückschlägen wie ein Fels in der Brandung trotz, ohne mit der Wimper zu zucken? Schaut man sich um, so scheint sich dieser Eindruck, zumindest bis zu einem gewissen Ausmaß, zu erhärten. „Öffentlich&#8221; weinende Männer stempelt man gerne als wenig selbstbewusste Weicheier ab und solche, die zuviel Acht aufs Äußere geben, sind nicht mehr heterosexuell, sondern metrosexuell. Das gängige Rollenklischee für männliches Selbstwertgefühl manifestiert sich bisweilen eher in einer emotionalen Eintönig- und Bedürfnislosigkeit. Unsere Bandbreite verbleibt bis heute eingeschränkt: Stolz, Aggression und Selbstsicherheit sind willkommene, eben typisch männliche Gäste; Liebe, Zuneigung, (emotionale) Verletzlichkeit und Sensibilität hingegen nicht. Solche Eigenschaften kennzeichnen unter Männern eher Schwächen, weshalb sich auch viele bevorzugt an Frauen wenden, wenn hinsichtlich solcher Themen Gesprächsbedarf besteht. Das sind zumindest meine Erfahrungen mit diesem Thema.</p>
<p>Derweil wir nun unsere Gefühlswelt rigoros in dieses Schema pressen, ist auch das öffentliche Interesse an derselben recht gering. Wir erachten sie schließlich selbst als eher unwichtig oder wollen sie nicht nach außen dringen lassen. Ob wir diese Eigenart durch unsere Erziehung mitbekommen haben oder eher durch das gesellschaftliche Umfeld geprägt worden ist – ins Männerhaus gehen würden die wenigsten, ich wahrscheinlich auch nicht. Kein Wunder also, dass es nur eines in ganz Deutschland gibt.</p>
<p>Dennoch empfinde ich die Botschaft als sehr positiv, da durch die schiere Existenz dieser Einrichtung die männliche Gefühlswelt auch als etwas Wichtiges und Relevantes anerkannt wird &#8211; vor allem, da die Betreuer dort selber Männer sind. Bedauerlich ist nur, dass solche Projekte nicht staatlich gefördert werden können, weil die (öffentliche) Nachfrage zu gering ist. Für eine modernere Einrichtung, sowie geschultes Fachpersonal, fehlen konsequenterweise die finanziellen Mittel.</p>
<p>Im Moment gelten die Besucher des Männerhauses den meisten noch als wenig selbstbewusste Schlaffies, aber vielleicht wird sich das ja auch in Zukunft einmal ändern.</p>
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		<series:name><![CDATA[Neues vom Quotenmann]]></series:name>
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		<title>Sorgerecht: Neue Rechte für Väter</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 01:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[gute Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[neue Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Sorgerecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Leser Udo machte uns auf eine wichtige Nachricht aufmerksam: &#8220;Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärte die deutsche Praxis, den Vater eines unehelichen Kindes vom Recht auf die Beantragung eines Sorgerechts auszuschliessen, und die Entscheidung über das Sorgerecht der Mutter zu überlassen, mit 6 zu 1 Stimme für menschenrechtswiedrig.&#8221; Zum Thema gibt es mehr auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6654" class="wp-caption alignleft" style="width: 192px"><img class="size-full wp-image-6654   " title="welt.de" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/12/KS_Vater_DW_Politik_969575g.jpg" alt="KS_Vater_DW_Politik_969575g" width="182" height="121" /><p class="wp-caption-text">welt.de</p></div>
<p style="font-weight: normal; line-height: 1.5em; text-transform: none; margin-top: 10px; margin-right: 5px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px;">Unser Leser <a href="http://maedchenmannschaft.net/es-geht-ums-geld-kinder-ums-geld/#comment-22140" target="_blank">Udo</a> machte uns auf eine wichtige Nachricht aufmerksam:</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 1.5em; text-transform: none; margin-top: 10px; margin-right: 5px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; text-align: justify;"><em>&#8220;Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärte die deutsche Praxis, den Vater eines unehelichen Kindes vom Recht auf die Beantragung eines Sorgerechts auszuschliessen, und die Entscheidung über das Sorgerecht der Mutter zu überlassen, mit 6 zu 1 Stimme für menschenrechtswiedrig.&#8221;</em></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 1.5em; text-transform: none; margin-top: 10px; margin-right: 5px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px;">Zum Thema gibt es mehr auf <a href="http://www.focus.de/finanzen/recht/strassburger-urteil-mehr-rechte-fuer-vaeter-zum-wohl-der-kinder_aid_459951.html" target="_blank"><em>focus.de</em></a> und <a href="http://www.welt.de/politik/article5413324/Ledige-Vaeter-siegen-triumphieren-koennen-sie-nicht.html" target="_blank"><em>welt.de</em></a>.</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 1.5em; text-transform: none; margin-top: 10px; margin-right: 5px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px;">
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