Einträge mit dem Tag ‘Gunda-Werner-Institut’


Film, Fernsehen, feministische Forschung – kurz verlinkt

25. Januar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 136 von 231 der Serie Kurz notiert

In Computerspielen ist der Standardcharakter meist … standard. Weiß, männlich, durchtrainiert. Aber genau wie Gamerinnen die Nase voll haben von leicht bekleideten Busenwundern, sind auch Computerspieler langsam angenervt vom 08/15-Helden. The Mary Sue über Vorlieben bei der Wahl von Spielcharakteren.

Nach Korruptions- und Manipulationsskandalen ist die südkoreanische Parteienlandschaft in Bewegung geraten, berichtet Bikya Masr. Gleich drei Parteien werden nun von Frauen geführt, die zusammen 262 der 299 Sitze der Nationalversammlung kontrollieren. Trotz enormer Fortschritte in den letzten Jahren ist der Anteil von Politikerinnen in Süd-Korea noch relativ niedrig.

Zehn Autoren, die mal so richtig gegen das Literaturestablishment rebelliert hätten, stellte neulich Flavorwire vor. Ob man wen vergessen habe, fragte man immerhin auch. Hatte man: Keine einzige Autorin erschien in der Liste! Aufgrund der Kritik zog die Seite dann nach und stellte zehn „Bad Girls“ der Literaturgeschichte vor.

Nichts wirklich Neues bei Disney: Jungs sind clever, Mädchen werden nach ihrem Aussehen beurteilt, zumindest wenn es nach einer neuen T-Shirt-Kollektion geht. Goofy, Micky und Donald werden nach ihrem Charakter dargestellt, Minnie ist einfach nur “hot”, so Shine.

Sexuelle Belästigung ist, trotz Gesetzen, in Indien weiter ein großes Problem. Care2 berichtet von einem Vater, dessen Sohn erstochen wurde, als er Frauen schützen wollte. Er appelliert an die Regierung, endlich entschlossen gegen Belästigung vorzugehen.

Wahrscheinlich klettern die meisten von uns nicht unbedingt voller Vorfreude auf den gynäkologischen Stuhl. Aber für Frauen, die eine Vergewaltigung erlebt haben, sind diese Untersuchungen nicht selten einfach nur der blanke Horror. Bei Jezebel gibt es  einen Erfahrungsbericht über die  nötigen Vorbereitungen, damit die Untersuchung dennoch so erträglich wie möglich verläuft.

Der Jahresreader 2011 vom Feministischen Institut in Hamburg ist da.

Warum der Gebrauch des vermeintlich cool-subversiven Begriffs “tranny” problematisch ist, ist nachzulesen bei funkyfest.

Sex and the City-Star Cynthia Nixon hat für Kontroversen gesorgt, als sie in einem Interview verkündete, ihre eigene Homosexualität sei frei gewählt.

Die Historikerin Yasemin Shooman hat für die Deutsche Islamkonferenz die Stereotypisierung muslimischer Frauen in öffentlichen Diskursen untersucht.

2012 geht der Marburger Kamerapreis an die Französin Agnès Godard. Godard wurde für ihre exzellente Arbeit in den vergangenen 20 Jahren sowie für ihren Einfluss und ihren Beitrag zum europäischen Kino ausgewählt. Am 2. März wird der Preis im Rahmen der 14. Marburger Kameragespräche verliehen. Die Vorreihe zu den Kameragesprächen beginnt am 8. Februar mit der Vorführung von Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) im Marburger Filmkunsttheater.

Allerhand wissenswertes über die explizit antifeministische,  gerne mal am äußeren rechten Rand entlanglavierende Männerrechtsbewegung und ihre Aktivitäten hat das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung in einer umfangreichen Studie  zusammen getragen. Die komplette Publikation ist als pdf gratis herunterzuladen. Auch der österreichische derstandard berichtet und zitiert einen beteiligten Wissenschaftler: “Es geht den Akteuren – und das sind nicht nur Männer – um die Stärkung oder zumindest den Erhalt männlicher Vorrechte und das Zurückdrängen feministischer Argumentationen bzw. Institutionen. Dies gipfelt teilweise in Vernichtungsphantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen.”

Und noch ein paar Termine: (mehr …)


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Frauen, Fußball, Skispringen: News im WM-Jahr 2011

3. März 2011 von Nicole


Zur Einstimmung auf den Frauenfußball-Sommer in diesem Jahr gibt’s aus der Sportabteilung der Mädchenmannschaft in loser Folge einige Hinweise auf aktuelle Artikel rund um die Themen Frauen & Fußball.

Fangen wir an mit guten Nachrichten für Fußballerinnen und Fans: Laut einer Studie des LINK-Instituts für Markt- und Sozialforschung wünscht sich immerhin die Hälfte der Befragten mehr Frauenfußball in den Medien. Auch interessant: Etwa ein Viertel interessiert sich der Umfrage zufolge weder für Männer- noch für Frauenfußball, wie womensoccer berichtet.

Die Frauenzeitschrift emotion beschäftigt sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Thema Homosexualität im Fußball. Zu Wort kommen die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggeling und Doris Fitschen, ehemalige Nationalspielerin und heute Managerin der deutschen Nationalelf. Sie sagt: „Es gibt beim DFB keinen Verhaltenskodex für Spielerinnen, was ihre sexuelle Orientierung betrifft. … Ich bin davon überzeugt, dass für eine Spielerin dadurch keine Nachteile entstehen.“

Frauenfußball ist Amateursport, und zwar in Deutschland ebenso wie im Nachbarland Österreich. Das bedeutet, dass Fußballerinnen neben Training und Spielbetrieb auch noch „echten“ Berufen nachgehen, um ihr Geld zu verdienen. Manchen jedoch wie Daniela Iraschko, Torfrau bei Wacker Innsbruck, reicht auch das nicht. Sie suchen sich noch eine weitere Sportart, in der Frauen es ganz besonders schwer haben: Skispringen nämlich. Bei der Nordischen WM in Oslo gewann sie vor einigen Tagen die Goldmedaille.

Das Gunda-Werner-Institut, Teil der Heinrich-Böll-Stiftung, präsentiert zur WM eine Reihe von Veranstaltungen. Auf der Website des Instituts finden sich aktuell „Fünf Gender Kicks zur WM 2011“ – kritische Betrachtungen des Turniers aus einer queer-feministischen Perspektive rund um Geschlechternormen, Begriffe und nationalistische Tendenzen. (Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: gender kicks. Texte zu Fußball und Geschlecht)

Eine weitere (der leider viel zu seltenen) Verbindung zwischen Feminismus und Fußball gibt’s ab kommender Woche in Berlin zu sehen. Die Ausstellung Tatort Stadion 2. Fußball und Diskriminierung, entwickelt vom Bündnis aktiver Fußballfans, BAFF, gastiert vom 7. März bis 2. April in Kreuzberg im Fußballladen GOAL. Als Medienpartnerin an der Seite von Ladenchefin Tülin Duman: das missy magazine.


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Applaus für: Das Bundesforum Männer?

10. November 2010 von Katrin
Dieser Text ist Teil 16 von 28 der Serie Applaus für

Lange mussten wir den traurigen Eindruck haben, dass konservative und tendentiell frauenfeindliche – mindestens aber Feminismus-feindliche – Vereine wie MANNdat (ich verlinke jetzt mal bewusst nicht) eine Art Vorreiterrolle in Sachen “Männer-Probleme” (ganz allgemein gesprochen) einzunehmen schienen.

Lange, und immer wieder kam es auch hier im Blog darauf zu sprechen, dass wir zu wenig die Belange von Männern mit in unsere Arbeit einbezögen. Wobei wir uns immer wieder intensiv mit dem Themenspektrum befasst haben und mittels der “Quotenmänner” versucht haben, es einzubinden. Doch natürlich ist unser Blog “frauenlastig” und wir wiesen oft darauf hin, dass es notwendig und gut sei, würden emanzipierte Männer sich zusammentun und “ihr eigenes Ding” machen.

Schon seit Jahren hat das “FORUM MÄNNER in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse”, das vom  Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung organisatorisch, finanziell und ideell unterstützt wird, diese Aufgabe wahrgenommen (Zum Beispiel bei der Organisation von Tagungen, wie dieser Jungen-Tagung vor zwei Jahren). Es war ein kleines Pflänzchen -  und dieses Pflänzchen gedieh prächtig: Am 04. November 2010 hat sich das Bundesforum Männer gegründet.

Bundesforum Männer

Herzlichen Glückwunsch!

Wir hoffen auf viele Interessante Beiträge zum gemeinsamen Ziel der Geschlechterdemokratie. (mehr …)


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Kurzfilmwettbewerb

9. April 2009 von Barbara

Das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung startet einen Kurzfilmwettbewerb zum Thema “Gender (is) Happening”. Gründe dafür gibt es dieses Jahr viele, so die Pressemitteilung:

  • 60 Jahre Grundgesetz
  • 60 Jahre “Das andere Geschlecht” von Simone de Beauvoir
  • 30 Jahre Berliner Christopher-Street-Day
  • 20 Jahre Mauerfall und Annäherung von
    Emanzipationsbewegungen in Ost und West

Deshalb findet vom 6. bis 11. Juli 2009 das “Gender Happening” des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin statt. Für den 10. Juli, den Filmtag, werden Kurzfilme (maximal 10 Minuten Länge) gesucht, die sich unter dem Motto “Gender (is) Happening” auf kritische und ästhetisch interessante Weise mit Geschlecht auseinandersetzen.

Einsendeschluss ist der 1. Juni. Das Preisgeld in Höhe von 1000 EUR geht an die drei besten künstlerischen Arbeiten. Mehr Infos unter www.gwi-boell.de.


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