Einträge mit dem Tag ‘Guerrilla Girls’


Neues von den bloggenden Ladies

7. August 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 70 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Kratzbürste und der Mädchenblog haben unterschiedliche Ansichten zu Iris Dankemeyers Artikel “Fuck Polyamory“.

Die Denkwerkstatt führte zum Thema “Feminisierungs-Krisen und Väterrechtlern” ein Interview mit Paul Scheibelhofer, Nachwuchswissenschaftler und Soziologe, der vorwiegend zu den Themen Männlichkeit, Migration, Rassismus und Jugend forscht. (Teil 1 und Teil 2).

Julia Seeliger antwortet auf Alice Schwarzers Brief an Kachelman und rät ihr in der taz zum Abtreten. Dodo vom Mädchenblog kritisiert die Art und Weise, wie Seeliger Kritik an Schwarzer übt.

Zu deutsch: Müssen Frauen nackt sein, um ins Met. Museum zu gelangen? Weniger als 5% der Künstler_innen im Bereich der Modernen Kunst sind Frauen, aber 85% der Nackten sind weiblich.

Annina von Girls Can Blog erinnert uns an ein bekanntes Bild der Guerrilla Girls von 1989. Neugierig, wie viele Künstlerinnen mehr als 15 Jahre später, im Jahr 2005, in der Modern and Contemporary Section des Metropolitan Museum mit ihren Werken vertreten sind? Achtung: Nicht zu viel erwarten.

DieStandard.at berichtet, dass der US-Senat der Ernennung von Elena Kagan als Oberste Richterin im US-amerikanischen Supreme Court zugestimmt hat. Drei der neun Supreme Court Richter_innen sind nun weiblich – das gab es zuvor noch nie in der amerikanischen Geschichte.

Der ZtG Blog weist auf ein kostenfreies Angebot zur Existenzgründung für arbeitslose Frauen von Akelei e.V. hin. Der Grundlagenkurs für Unternehmensgründerinnen findet vom 7. Oktober bis 10. November 2010 statt.

Queernews erinnert: Vor neun Jahren, am 1. August 2001, trat in Deutschland nach langen Diskussionen das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Kraft.

Und: InFemme hat ein feministisches Stück Putenfilet gefunden!

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Wangechi Mutus „warrior girls“ erobern Berlin

4. Mai 2010 von Verschiedenen
Dieser Text ist Teil 13 von 23 der Serie Der Kommentar
Charlott Schönwetter ist Studentin der Soziologie und Afrikawissenschaften an der Humboldt Universität Berlin und schreibt auf ihrem Blog Afrika Wissen Schaft wissenschaftliche Essays und Hausarbeiten rund um Afrika, Asien, Soziologie und Gender.

Wenn ich an „Mainstream“-Kunstausstellungen denke (hier meine ich Ausstellungen, die nicht aus einem explizit feministischen Kontext entstanden sind), sehe ich vor meinem inneren Auge vor allem Kunst weißer Männer. Nach diesen ersten Erscheinungen muss ich unvermeidlich an das berühmte Plakat der Guerrilla Girls denken, welches fragt: Do women have to be naked to get into the Met. Museum? Unter dem Bild steht erklärend: Less than 5% oft the artists in the Modern Art sections are women, but 85% oft the nudes are female (“Müssen Frauen nackt sein, um ins Met. Museum reinzukommen? Weniger als 5% der Künstler_innen im Bereich der Modernen Kunst sind Frauen, aber 85% der Nackten sind weiblich”).

Umso mehr freue ich mich, dass am 30. April in Berlin die Ausstellung “My Dirty Little Heaven” von Wangechi Mutu eröffnet wurde – eine Künstlerin, die bereits in San Francisco Museum of Modern Art, im Londoner Tate Modern und im Pariser Centre Pompidou ausgestellt hat.

Wangechi Mutu wurde 1972 in Nairobi geboren. Seit Mitte der 1990er lebt und wirkt sie in New York. Dort hat sie 1996 einen Bacholer of Fine Arts an der Cooper Union und 2000 einen Master of Fine Arts in Yale gemacht. Zuvor studierte Mutu auch Anthropologie. Die Einflüsse dieses Studiums kann man in den meisten ihrer Werke bewundern, denn diese fußen in einer sehr genauen Analyse, wie schwarze Frauenkörper im europäisch-nordamerikanischen Diskurs dargestellt und Bilder von diesen Körpern konsumiert werden. Mutu betrachtet die Widersprüche in den Darstellungen von bestimmten weiblichen und kulturellen Identitäten. Mit ihren Werken zu jenen Identitäten bringt auch Mutu als weibliche Künstlerin nackte Frauen in die Museen der Welt. Ihre verstörenden Bilder aber zeigen nackte Frauenkörper, um zum Nachdenken über Darstellungen von Schwarzen Frauen anzuregen. Obwohl sie eigentlich aus der Bildhauerei kommt, hat sie sich nach dem Studium der Collagen-Technik zugewandt. So kombiniert sie Fotos aus der National Geographic und Vogue gepaart mit Tinte, Farbe, Glitzer zu ihren ambivalenten „warrior girls“, wie sie sie nennt. In diesen Bildern treffen die beiden typischen Stereotypen – „wilde/edle Eingeborene“ und hypersexualisiertes Pin-Up –, die Mutu kritisiert und hinterfragt, direkt aufeinander. Eines ihrer Anliegen ist es außerdem gegen das weitverbreitete Afrika-Bild anzukämpfen, welches Afrika als archaischen Ort imaginiert.

In dem Film der Art Gallery of Ontario über und mit Wangechi Mutu sieht man, wie ihre Collagen entstehen, aber auch wie sie Kunstinstallationen vorbereitet. Sie erzählt in einer angenehm einfachen und direkten Art und Weise über ihre Intentionen.

Einen Teil ihrer Kunst kann man anlässlich ihres Gewinns des „Artist of the Year“ der Deutschen Bank nun bis zum 13.06. im Deutschen Guggenheim Berlin sehen.


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Links: Guerrilla Girls, Fett=krank?, Djane-Kurse, sexuelle Identität im Grundgesetz schützen?

13. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 72 von 138 der Serie Kurz notiert

Auf freitag.de findet ihr eine Übersetzung des Textes von Chloe Angyal‘s “You’re not a feminist, but … what?”. Die Hauptaussage: Feminismus – Vollzeit oder gar nicht!

Ebenfalls auf freitag.de wird in der Politikarena die Frage gestellt: Soll Artikel 3 des Grundgesetzes auch vor Benachteiligung wegen sexueller Identität schützen?

Lust auf einen DJanes Kurs? Bei Rubinia gibt es neue Termine!

Fett ist ein feministisches Thema“: Die Korrelation zwischen Fettleibigkeit und Kranksein ist viel schwächer als die meisten Menschen glauben. Auch die JungleWorld hat dazu was zu sagen.

Feministing.com ist knackige sechs Jahre alt geworden und präsentiert den Artikel, der nicht nur die meisten Klicks einbrachte, sondern auch WalMart dazu zwang, ein paar fürchterliche Kinderwäsche-Stücke einzustampfen.

Wer sind eigentlich die Guerrilla Girls? Auf Gender Across Borders gibt es ein Interview.


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