Einträge mit dem Tag ‘Glück und Unglück’


Science FTW

16. August 2010 von Helga

ACTUAL SCIENCE MONTAGE: 3 untereinander angeordnete Panels mit einem Wissenschaftler und einer Wissenschaftlerin in Laborkittel und Brille, die ein Gerät anstellen und dann stundenlang davor warten, während es WHIRR macht.„Frauen werden immer unglücklicher (und die Feministinnen sind dran schuld)” oder „Männer wollen keine erfolgreichen Frauen” – diese Vorurteile kennt wohl jede Frau und in schöner Regelmäßigkeit landen sie auch wieder auf den Titelseiten von Magazinen und Zeitungen. Manchmal sogar, weil eine Studie neue Beweise geliefert hätte. Caryl Rivers von womens enews hat sich Untersuchungen dazu näher angeschaut. Tatsächlich wirkten sich Bildung und Erfolg einst negativ auf die Heiratschancen von Frauen aus. Für Frauen, die jetzt über 80 Jahre alt sind. Heute ist der Effekt denn auch verschwunden. Und dass das „Happiness Gap” vor allem auf der großzügigen Interpretation minimaler statistischer Schwankungen beruht, kann nicht oft genug betont werden.

Nicht so große Schlagzeilen machte dagegen eine neue deutsche Studie, von der die taz berichtete. Danach liessen sich naturwissenschaftliche Studentinnen von weiblichen Vorbildern aus modernen Serien inspirieren. Die Ärztinnen und Forensikerinnen aus CSI und Dr. House motivieren dabei mehr, als es deutsche Serien uns Soaps schaffen. Die Studienleiterin Marion Esch sagte dazu: „Die Frauen in den deutschen Serien sind zwar auch berufstätig, stehen aber vor allem mit ihren Beziehungen im Vordergrund. Ingenieurinnen kommen im deutschen Fernsehen nicht vor.” Ob die Studentinnen schließlich enttäuscht waren, weil echte Labors deutlich anders als die in CSI arbeiten, wurde leider nicht untersucht.


Facebook | |


Vom Unglück der Frauen

30. Mai 2009 von Barbara

Das Ergebnis einer Studie über Glück und Unglück von Frauen wurde kürzlich verkündet: Frauen sind “erfolgreich aber unglücklich”. Zu diesem Ergebnis kamen Betsey Stevenson und Justin Wolvers von der Universität von Pennsylvania mit ihrer Studie “The Paradox of Declining Female Happiness”. In der Süddeutschen Zeitung heißt es dazu, dass

“Frauen zunehmend unglücklicher geworden sind, sowohl absolut als auch im Verhältnis zu Männern. Frauen haben traditionell stets einen höheren Grad an Zufriedenheit angegeben als Männer, jetzt jedoch geben sie Werte an, die ähnlich oder gar niedriger sind als die der Männer”

Die Gründe für das Unglück lägen wahrscheinlich in zwei Bereichen, so könnte man die Ergebnisse der Studie lesen, schreibt die SZ. Einerseits im Problemkomplex “Glasdecke”; andererseits im Problemkomplex “Eva Herman”, denn “die feministische Revolution habe zu einer Vermessenheit weiblichen Begehrens nach Anerkennung und Selbstbestimmtheit geführt; habe die Frauen in eine Rolle gedrängt, die wider ihr natürliches Empfinden stünde, ihre Sorge um den Nachwuchs, ums Wohl der Familie”.

Die Studie von der Uni Pennsylvania gibt auf die Frage nach den Ursachen übrigens keine Antwort, so bleibt also viel Platz für Spekulationen.Das macht auch dieser Artikel zum selben Thema im Guardian:

… as women and men have become more equal, their subjective experiences of life have become … more equal. Shocking! Well, not if you’re a feminist. The point of the movement has always been that women and men are more alike than they are different, and that it doesn’t make sense to assign limited roles or grant access to social power and status based on something as arbitrary as gender, rather than talent or intelligence or work ethic.

Aha. Auch Glück und Unglück sind strukturellen Gesetzen unterworfen. Deshalb:

“If women are less happy than men, maybe it’s just because they have more to work at than men, and therefore more chances to screw up. Which brings me to the main thing I learned from this study: we’re not done yet.”

Ja. We’re not done yet.


Facebook | |



Anzeige