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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Gleichberechtigung</title>
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		<title>Update: Pamphlete und Patriarchatskritik &#8211; Lesestoff zum Hundertsten!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 15:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist Frauenkampf- und Feminist_innentag! Was in eurer Stadt geht, erfahrt ihr hier. Wie ihr an unserem Gewinnspiel teilnehmen könnt, lest ihr hier und einen Überblick über die Geschichte des Internationalen Frauentages bekommt ihr an dieser Stelle. Magda hat zusätzlich Clara Zetkin portraitiert. Extra Hinweise gibt es außerdem für die heutige Radiosendung mit Verena und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Heute ist Frauenkampf- und Feminist_innentag!</strong> Was in eurer Stadt geht, <a title="Der Internationale Frauentag wird 100 und wir feiern!" href="http://maedchenmannschaft.net/der-internationale-frauentag-wird-100-und-wir-feiern/">erfahrt ihr hier</a>. Wie ihr an unserem Gewinnspiel teilnehmen könnt, <a title="Zum 100. Frauentag: Eine Tasche voller Feminismus" href="http://maedchenmannschaft.net/zum-100-frauentag-eine-tasche-voller-feminismus/">lest ihr hier</a> und einen Überblick über die Geschichte des Internationalen Frauentages bekommt <a title="100 Jahre Frauentag – ein geschichtlicher Überblick" href="http://maedchenmannschaft.net/100-jahre-frauentag-%e2%80%93-ein-geschichtlicher-ueberblick/">ihr an dieser Stelle</a>. Magda hat zusätzlich <a title="Wer war die Erfinderin des Frauentages? Clara Zetkin!" href="http://maedchenmannschaft.net/wer-war-die-erfinderin-des-frauentages-clara-zetkin/">Clara Zetkin portraitiert</a>.</em></p>
<p><em>Extra Hinweise gibt es außerdem für die heutige <a href="http://www.ndr.de/903/programm/sendungen/hamburg_nach_sieben/frauensache115.html" target="_blank">Radiosendung mit Verena</a> und die <a href="http://maedchenmannschaft.net/fluechtlingsfrauen-werden-laut/">Demo für und mit Flüchtlingsfrauen in Potsdam</a>.</em></p>
<p><strong>Wir sammeln Blogs, News und Hintergrundinformationen rund um den heutigen Tag. Habt ihr Links, Fotos oder Hinweise für uns? Dann ab damit in die Kommentare!</strong></p>
<ul>
<li>LesMigraS erinnert auf Aviva-Berlin daran, dass <a href="http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Women%20+%20Work_WorldWideWomen.php?id=1430090" target="_blank">Frauen nicht nur eine Identität</a> haben, sondern auch Migrant_innen, Schwarze Frauen, Frauen mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, Flüchtlingsfrauen und Trans*Menschen sind und bis heute für ihre Rechte als solche kämpfen müssen.</li>
<li>Die <a href="http://www.sawtalniswa.com/2011/03/if-it’s-all-wrong-then-it’s-all-got-to-change-why-sectarianism-is-bad-for-women/" target="_blank">Situation der Frauen im Libanon</a> beleuchtet sawt al niswa.</li>
<li><a href="http://genderblog.de/index.php/2011/03/08/zum-100-frauentag/" target="_blank">Das Genderblog feiert ihren sechsten Geburtstag!</a> Wir gratulieren herzlich und freuen uns mit.</li>
<li>A Girl called Diana hat noch mehr <a href="http://diana.agirl.ch/philosophie/der-100-internationale-frauentag/" target="_blank">Zahlen und Fakten zum Frauenleben</a> zu&shy;sammen&shy;getragen.</li>
<li><a href="http://notesofberlin.blogspot.com/2011/03/heute-ist-internationaler-frauentag.html" target="_blank">Interventionen gegen sexistische Kackscheiße</a> hat Notes of Berlin gefunden.</li>
<li><a href="http://www.blogabsatz.de/2011/03/100-jahre-frauentag.html" target="_blank">Nina Windisch bedankt sich bei ihren Vorkämpferinnen</a>.</li>
<li>Auf Girls Can Blog lest ihr von Ausstellungen, Ausschreibungen und anderen <a href="http://girlsblogtoo.blogspot.com/2011/03/international-womens-day.html" target="_blank">tollen Sachen rund um Gleichberechtigung</a>.</li>
<li>Afrika Wissen Schaft hat <a href="http://afrikawissenschaft.wordpress.com/2011/03/08/der-frauentag-wird-100/" target="_blank">Publikationen zusammengestellt</a>.</li>
<li>Solange erwartet wird, dass frau allzeit bereit ist, brauchen wir über Quoten nicht sprechen, meint <a href="http://www.karnele.de/der-100-internationale-frauentag-es-gilt-immer-noch-das-schornsteinfegerprinzip/" target="_blank">Nele Tabler</a>.</li>
<li><a href="http://www.fr-online.de/panorama/-maenner-muessten-ihr-ego-mal-fuenf-minuten-in-den-griff-kriegen-/-/1472782/7770732/-/index.html" target="_blank">Noah Sow fordert die Solidarität von Männern</a>, indem sie &#8220;auf ein paar der Privilegien verzichten, die sie unverdientermaßen innehaben.&#8221;</li>
<li>Die Heinrich-Böll-Stiftung hat ein umfangreiches Dossier: <a href="http://www.gwi-boell.de/web/internationale-dialoge-womens-voices-womens-choices-internationaler-frauentag-2962.html" target="_blank">Women&#8217;s Voices, Women&#8217;s Choices</a>.</li>
<li>Gegen Rassismus, Patriarchat, Heternormativität und neoliberale Zurichtung! Die AG Queerfeminismus von Fels (Für eine linke Ströumung) <a href="http://fels.nadir.org/de/561/statt-gleichsetzungsministerin" target="_blank">trägt zusammen</a>, wofür es sich weiterhin zu kämpfen lohnt.</li>
<li>Was passiert, wenn an Frauen unzählige Forderungen herangetragen werden, <a href="http://www.ankegroener.de/?p=12454" target="_blank">wird in diesem Comic erzählt, den Anke Gröner gefunden hat</a>.</li>
<li>&#8220;Seid euch eurer Privilegien bewusst. Seid kritisch, auch mit euch selbst!&#8221; <a href="http://clarityandchaos.tumblr.com/post/3720717830/happy-feminist-coming-out-day" target="_blank">Clarity and Chaos gibt Tips für solidarische Männer und Feministen</a>.</li>
<li>Zweite Welle, Dritte Welle, Ostfrauen, Westfrauen: <a href="http://triggerkat.schalljugend.net/?p=133" target="_blank">Der Beitrag von Trigger Kat</a> vereint Knackiges und Kontroverses.</li>
<li>In Wien gibt es heute eine Gratiszeitung einer Performance-Künstlerin, <a href="http://missy-magazine.de/2011/03/08/gratiszeitung-zum-100-weltfrauentag-in-wien/" target="_blank"><em>weiß das Missy Magazine</em></a>.</li>
<li>Bei UN Women gibt es ebenfalls ein <a href="http://www.unwomen.org/news-events/international-womens-day/" target="_blank">sehr umfangreiches Dossier</a>.</li>
<li>&#8220;Der Feminismus ist schuld&#8221; &#8211; Was bei <a href="http://maedchenmannschaft.net/rubrik/feminismus-ist-schuld/">uns eine eigene Rubrik</a>, fasst die <em>Taz</em> in einem <a href="http://taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-feministinnen-sind-an-allem-schuld/" target="_blank">launigen Kommentar</a> zusammen.</li>
<li><em>DieStandard.at</em> interviewt <a href="http://diestandard.at/1297819634935/Geschenkt-ist-Frauen-gar-nichts-worden" target="_blank">Irma Schwager</a>, die seit über 65 Jahren für Frauenrechte auf die Straße geht.</li>
<li>Das Gespenst der Armut illustriert den heutigen Tag mit einem <a href="http://www.gespenst-der-armut.org/100-jahre-frauentag/" target="_blank">eindrucksvollen Bild</a>.</li>
<li>Auf 100 Jahre Frauenkampftag könnt ihr <a href="http://frauenkampftag2011.blogsport.de/" target="_blank">Kurzbiografien von wichtigen und ein&shy;drucks&shy;vollen Frauen</a> nachlesen.</li>
<li>Die Tagesschau <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/weltfrauentag112_mtb-1_pos-1.html#colsStructure" target="_blank">bebildert die Geschichte des Frauentages</a>.</li>
<li>Christine Lemke-Matwey wirft für die Zeit einen trockenen Blick auf den <a href="http://www.zeit.de/kultur/2011-03/internationaler-frauentag-100" target="_blank">aktuellen Stand der Emanzipation</a>.</li>
<li>Feministe beginnt den Tag mit einer <a href="http://www.feministe.us/blog/archives/2011/03/08/the-100th-international-womens-day/" target="_blank">internationalen Linkliste</a>.</li>
<li>Gender Across Borders trägt <a href="http://www.genderacrossborders.com/2011/03/07/50-fascinating-facts-for-women%E2%80%99s-history-month/" target="_blank">50 Fakten zum Women&#8217;s History Month</a> zusammen und ruft dazu auf, sich mit <a href="http://www.genderacrossborders.com/2011/03/08/welcome-to-borders-blog-for-international-womens-day-2011" target="_blank">Blogbeiträgen zum Frauenkampf- und Feminist_innentag</a> zu beteiligen.</li>
<li>Wer ist hier emanzipiert? Der <em>Tagesspiegel</em> interviewte die Gründerin der Gender Studies der Humboldt-Universität Berlin, Christina von Braun, u.a. zum <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/hundert-jahre-sind-eine-sehr-kurze-zeit/3924756.html" target="_blank">ewigen feministischen Thema Frauen und Islam</a>.</li>
<li>Die Berliner Band You&#8217;re Only Massive hat den heutigen Tag zum Anlass genommen, ihren Song <a href="http://www.youreonlymassive.com/Current/page5.php" target="_blank">„The Caregiver” als Stream</a> zur Verfügung zu stellen. Danke! PS: You&#8217;re Only Massive spielen am 26. März auf der <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=145012865563607" target="_blank"><em>Missy Magazine</em> Release Party in Berlin</a>!</li>
<li>Die <em>Jungle World</em> erläutert, warum viele <a href="http://jungle-world.com/artikel/2011/09/42735.html" target="_blank">Forderungen von damals noch heute aktuell</a> sind.</li>
<li>Noch den gesamten Tag machen <a href="http://o94.at/programs/?view=day&amp;date=2011-03-08" target="_blank">Radio Orange</a> und <a href="http://www.fro.at/article.php?id=3171" target="_blank">Freies Radio Österreich</a> feministisches Programm.</li>
<li>Der <em>Guardian</em> beeindruckt mit einem <a href="http://www.guardian.co.uk/world/international-womens-day" target="_blank">reichhaltigen Dossier</a>.</li>
<li>Ninia La Grande meint: <a href="http://ninialagrande.blogspot.com/2011/03/rebel-girl.html" target="_blank">Rebellieren!</a></li>
<li>Ina Freudenschuß geht für <em>Analyse &amp; Kritik</em> auf die Suche nach feministisch-emanzipatorischen Forderungen im gesellschaftlichen Mainstream und arbeitet heraus, <a href="http://www.akweb.de/ak_s/ak558/21.htm" target="_blank">welche Stimmen weiterhin ignoriert werden</a>.</li>
<li><a href="http://8maerz.blogsport.de/" target="_blank">Gegen Patriarchat, Ausbeutung und Unterdrückung!</a> Mehrere linke Gruppen haben gemeinsam an einer Broschüre für den Frauenkampftag gearbeitet, die hier <a href="http://8maerz.blogsport.de/images/8maerz.pdf" target="_blank">frei zum Download</a> steht.</li>
<li>Luise Pusch will aus dem Frauenkampftag einen <a href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/machen-wir-den-8-maerz-weltfrauentag-zum-gesetzlichen-feiertag/" target="_blank">gesetzlichen Feiertag</a> machen.</li>
<li><a href="http://opalkatze.wordpress.com/2011/03/07/fernsehtipp-frontal-21-8-marz-21-uhr/" target="_blank">Fernsehtipps</a> gibt&#8217;s bei der Opalkatze.</li>
</ul>
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		<title>Glorifizierte Väter und tote Frauen in Musikvideos</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 17:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Feministing berichtet wieder einmal vom Dreier schlechthin &#8211; Biologismus, Sexismus und Heteronormativität: Der Geruch von weiblichen Tränen soll den Testosteron-Spiegel von Männern sinken lassen, so eine neueste Studie. Nicht nur das: Weil Männer triebgesteuerte Wesen sind, die nur über Hormone zur Interaktion befähigt werden, wollen sie im Angesicht tränenreicher Frauen auch gleich keinen Sex mehr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Feministing</em> berichtet wieder einmal vom Dreier schlechthin &#8211; <strong>Biologismus, Sexismus und Heteronormativität</strong>: <a href="http://feministing.com/2011/01/07/for-serious-news-of-the-day-womens-tears-are-a-boner-killer/" target="_blank">Der Geruch von weiblichen Tränen soll den Testosteron-Spiegel von Männern sinken lassen</a>, so eine neueste Studie. Nicht nur das: Weil Männer triebgesteuerte Wesen sind, die nur über Hormone zur Interaktion befähigt werden, wollen sie im Angesicht tränenreicher Frauen auch gleich keinen Sex mehr. Also Ladys, wenn ihr mal wieder kein Bock auf &#8216;ne schnelle Nummer mit ihm habt, einfach losflennen. &lt;/ironie off&gt;</p>
<p>In der <em>Huffington Post</em> appelliert Joanne Herman dafür, bereits in der Schule <a href="http://www.huffingtonpost.com/joanne-herman/should-we-teach-children-_b_805133.html" target="_blank">Kinder und Jugendliche an Trans*Konzepte beziehungsweise Transsexualität heranzuführen</a>, um ihnen eine <strong>freiere Wahl bezüglich ihres Genders</strong> und gegebenenfalls Geschlechtes zu ermöglichen und bereits trans* lebende junge Menschen zu empowern. <a href="http://www.bilerico.com/2011/01/unconventional_wisdom_on_trans_stories_in_schools.php" target="_blank">Kritik an diesem Vorhaben</a> übt Alex vom <em>Bilerico-Project</em>.</p>
<p>Dass Kindererziehung noch immer keine gleichberechtigte Aufgabe im Leben einer heterosexuellen Familie ist, ist keine Überraschung. Überraschend hingegen ist der Pathos, der ganze Artikel begleitet, wenn über <strong>Väter in Elternzeit</strong> berichtet wird, als sei die von Männern temporär geleistete Reproduktionsarbeit etwas, was mensch auf einen Podest stellen müsste. Melanie Rühl von der <em>FAZ</em> schien sich an <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EA6F83E0B60F6464693AFCA81600728FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">ihrem Reportageobjekt offenbar nicht sattsehen und -schreiben zu können</a>.</p>
<p>Vergangenen Sommer schrieben wir über die <a href="http://maedchenmannschaft.net/jerusalem-verkehrsplanung-mit-konfliktpotenzial/" target="_blank">Geschlechtertrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln Jerusalems</a>. Diese wurde nun vom <a href="http://diestandard.at/1293370154030/Israel-Geschlechtertrennung-in-Bussen-gestoppt" target="_blank">Obersten Gerichtshof Israels für illegal erklärt</a>, weiß <em>dieStandard.at</em>.</p>
<p>Nepal will laut Nachrichtenagentur AFP seinen Einwohner_innen bei der nächsten <strong>Volkszählung</strong> neben des obligatorischen Mann-Frau-Default auch <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iUjXoBA5dPXY8etqO2acLBOMWBGw?docId=CNG.549d9012fb77ecdc111aaffaea9ad062.371" target="_blank">Transgender zur Selbstbestimmung des Geschlechtes</a> anbieten. Auch Indien soll 2011 eine Volkszählung mit sogenannter &#8220;third gender category&#8221; planen. Dies wurde aus Regierungskreisen allerdings noch nicht bestätigt.</p>
<p>Die Frauen in <strong>Kanye Wests neuem Musikvideo</strong> sind attraktive Leichen, derer sich die männlichen Protagonisten ganz selbstverständlich bemächtigen dürfen. Frauenfeindlichkeit und sexualisierte Gewalt findet <em>Melinda Tankard Reist</em> allerdings überhaupt nicht sexy und fordert ihre Leser_innen dazu auf, <a href="http://melindatankardreist.com/2011/01/act-to-prevent-release-of-kanye-west%E2%80%99s-monstrous-women-hating-music-video/" target="_blank">eine entsprechende Petition mitzuzeichnen</a>.</p>
<p><strong>Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen</strong> ist erreicht. Ein Kampf dafür also obsolet. Wie lange haben sich Feminist_innen solche Sätze schon auf der Zunge zergehen lassen müssen? Laurie Penny analysiert<em> auf NewStatesman</em> den <a href="http://www.newstatesman.com/blogs/laurie-penny/2011/01/women-equality-hakim-choice" target="_blank">Mythos des Gleichberechtigungsmythos</a>.</p>
<p>In seinem monatlichen <strong>Bericht über sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit</strong> fokussiert <em>Gender Across Borders </em>dieses Mal die <a href="http://www.genderacrossborders.com/2011/01/10/sexual-and-reproductive-health-and-rights-situation-report-the-european-court-on-abortion/" target="_blank">jüngsten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum Recht auf Abtreibung</a>.</p>
<p><strong>Erfolg für LGBT*-Aktivist_innen in den USA</strong>: Demnächst sollen <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2011/01/07/AR2011010706741.html" target="_blank">auf allen Anträgen für Reisepässe Hinweise auf das Geschlecht der Eltern entfernt werden</a>, um den verschiedenen Formen familiären Zusammenlebens Rechnung zu tragen, heißt es bei der <em>Washington Post</em>. Antragssteller_innen müssen also nicht mehr zwingend einen weiblichen und einen männlichen Elternteil angeben. Unklar ist noch, ob diese Änderung auf alle staatlichen Dokumente ausgeweitet wird.</p>
<p>Das <em>Kinderhilfswerk Plan</em> fordert die Vereinten Nationen auf, <a href="http://www.plan-deutschland.de/fokus-maedchen/maedchen-petition/?projektID=0" target="_blank">den 22. September zum Internationalen Mädchentag zu erklären</a>. Hier könnt ihr die entsprechende <a href="http://plan-international.org/girls/get-involved/sign-the-petition.php" target="_blank">Petition mitzeichnen</a> und die zivilgesellschaftliche Organisation bei ihrem Vorhaben unterstützen.</p>
<p><strong>Queer/feministische Termine</strong> für diese und nächste Woche findet ihr in <a href="http://maedchenmannschaft.net/feminismus-gegen-kaelte-veranstaltungen-im-januar/" target="_blank">unserer Übersicht für Januar</a>, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen, etc. mit herrschaftskritischem und emanzipatorischem Anspruch. Veranstaltungshinweise bitte mit Link an <em>post[ät]maedchenmannschaft[punkt]net</em>, auf unsere <a href="http://facebook.com/maedchenmannschaft" target="_blank">Facebook-Wall</a> oder per Twitter an <a href="http://twitter.com/grrrls_team" target="_blank">@grrrls_team</a>.</p>
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		<series:name><![CDATA[Kurz notiert]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>50 Jahre Pille &#8211; nicht für den Mann</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/50-jahre-pille-nicht-fur-den-mann/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 12:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Der Feminismus ist schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[die Pille]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtenkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verhütung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18. August 2010  jährt sich zum 50. Mal die Einführung der Pille. Frauen können seit 50 Jahren durch die Einnahme von Hormonen verhüten. Sie bekamen die Freiheit geschenkt, erinnern sich viele Frauen an die frühen Sechziger; 1961 erschien Anovlar, die erste deutsche Pille, in Westdeutschland auf dem Markt, ab 1965 konnten Frauen Ovosiston in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/8e92faf71b2645ff867bfcea6179c235" alt="" width="1" height="1" />Am 18. August 2010  jährt sich zum 50. Mal die Einführung der Pille. Frauen können seit 50 Jahren durch die Einnahme von Hormonen verhüten. Sie bekamen die Freiheit geschenkt, erinnern sich viele Frauen an die frühen Sechziger; 1961 erschien Anovlar, die erste deutsche Pille, in Westdeutschland auf dem Markt, ab 1965 konnten Frauen Ovosiston in Ostdeutschland kaufen. 50 Jahre hormonelle Verhütung – und immer nehmen die Frauen die Hormone. Warum gibt es eigentlich keine Pille für den Mann?</p>
<p>Gleichberechtigung im Schlafzimmer bedeutet, dass Mann <span style="text-decoration: underline;">und</span> Frau Freude an der Sexualität haben. Sie bedeutet aber auch, dass Mann <span style="text-decoration: underline;">und</span> Frau Verantwortung für die Empfängnisverhütung übernehmen. Verhütung ist keineswegs Frauensache – das hatten auch zwei Pharmakonzerne verstanden. Bis 2006 erforschte die Berliner Schering AG gemeinsam mit dem niederländischen Pillen-Produzenten Organon Möglichkeiten der Empfängnisverhütung, bei denen der Mann die Hormone kriegt. Dann übernahm Bayer Pharma die Schering AG und das Projekt kam auf den Prüfstand. Friederike Lorenzen ist die zuständige Pressesprecherin des Pharma-Riesen und erinnert sich:</p>
<p><span id="more-13005"></span>„Bei dem damals getesteten Konzept handelte es sich um ein Implantat, also ein Stäbchen, was ein Gestagen enthielt, was in den Oberarm implantiert werden musste, und ein Testosteron, was alle drei Monate in Form einer Spritze verabreicht werden musste. Die Substanzen, die zur Verhütung notwendig waren, die hätte man nicht als Tablettenform geben können.“</p>
<p>Außerdem wirkte die Hormondosis erst nach ein paar Wochen und schränkte die Zeugungsfähigkeit auch einige Zeit nach Absetzen der Medikamente noch ein. Dazu kamen die üblichen Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder Hautunreinheiten. All das würde selbst die Feministen unter den verhütungsbereiten Männern abstoßen, meinten die Kenner des Pharma-Marktes und legten das Projekt auf Eis. Sie bemühten sich <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> um ein neues Produkt, dass komfortabler in der Anwendung und stabiler in der Wirkung ist.</p>
<p>Fünfzig Jahre nach Einführung der Pille sei das Thema &#8220;männliche Verhütung&#8221; für die Zukunft zwar nicht abgeschlossen, so die Pressesprecherin. Aber es ist auf unbestimmt verschoben. Dabei gibt es interessante Ansätze, wie eine Studie der Weltgesundheitsorganisation zeigt. Federführend ist Michael Zitzmann, Professor vom Zentrum für Reproduktionsmedizin an der Universitätsklinik Münster. Bei der Methode, die er erforscht, seien Auswirkungen auf Aussehen, Potenz und Zeugungskraft nicht zu erwarten, erklärte Hormon-Spezialist Zitzmann im Interview mit der Deutschen Welle:</p>
<p>„Wenn Sie Testosteron einem gesunden Mann von außen geben und zwar in der Dosis, die er selber produzieren würde, dann fährt er seine eigene Produktion, zusammen mit der Spermienproduktion herunter. Das heißt, es ändert sich an den Spiegeln nichts. Das heißt für ihn ändert sich am Befinden nichts.“Erst 2012, 2013 wird die Studie von Michael Zitzmann abgeschlossen sein. Niemand weiß, wie die Arzneimittelindustrie dann auf dieses Hormonpräparat für den Mann reagieren wird und ob die Weltgesundheitsorganisation die Lizenz dafür erhält. Auch viele andere Punkte sind ungeklärt, etwa welcher Arzt diese Pille verschreiben könnte. Gynäkologe? Urologe? Hausarzt? An der Gleichberechtigung im Schlafzimmer muss also weiterhin gearbeitet werden: Neben den Laboratorien der Wissenschaft und den Marketing-Zentralen der Pharma-Unternehmen ist wohl vor allem die Gesellschaft gefordert. Es ist ein grundlegendes Recht von Eltern, von Mann <span style="text-decoration: underline;">und</span> Frau, frei und eigenverantwortlich über Anzahl und Geburtenabstand ihrer Kinder zu entscheiden. Wer Geburtenkontrolle auch praktisch zu einer gleichberechtigten Sache machen möchte, muss laut nach neuen Möglichkeiten verlangen.</p>
<p><em>Dieser Text ist auch im WDR5 <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/s/d/18.08.2010-19.05/b/der-unsouveraene-mann-warum-ist-die-pille-noch-immer-frauensache.html" target="_blank">Politikum</a> erschienen.</em></p>
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		<title>Ledige Väter</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 22:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Der Feminismus ist schuld]]></category>
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		<category><![CDATA[Sorgerecht]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Kolumne werden die politischen Aktivitäten der Bundesregierung rund um das Reizthema &#8220;Frauenpolitik&#8221; kritisch betrachtet, das sich zumeist hinter der Familienpolitik verstecken muss. Vor kurzem ist der Trickfilm &#8220;Für immer Shrek&#8221; in die Kinos gekommen. Der Film erzählt zum vierten Mal aus dem Leben des Ogers Shrek, der nach vielen Abenteuern glücklich mit Frau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In dieser Kolumne werden die politischen Aktivitäten der Bundesregierung rund um das Reizthema &#8220;Frauenpolitik&#8221; kritisch betrachtet, das sich zumeist hinter der Familienpolitik verstecken muss.</em><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/f944bb89b0354aaa9693317ec87bec80" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Vor kurzem ist der Trickfilm &#8220;<a href="http://www.freitag.de/kultur/1026-das-sinngedicht" target="_blank">Für immer Shrek</a>&#8221; in die Kinos gekommen. Der Film erzählt zum vierten Mal aus dem Leben des Ogers Shrek, der nach vielen Abenteuern glücklich mit Frau und drei Kindern lebt. Trotz großer Ehe- und Vaterfreuden kann er der Versuchung nicht widerstehen, einen Tag lang aus seinem Leben auszusteigen und als von allen Familien-Pflichten befreiter Kerl so richtig die Sau rauszulassen. Das bringt ihn in viele Schwierigkeiten – ungestraft verlässt niemand seine Familie, auch dann nicht, wenn sein Freiheits-Wunsch der eines naiven grünen Unholds im Kinderkino ist.</p>
<p>Die Umkehr dieser Geschichte steckt hinter der Schlagzeile &#8220;Ledige Väter erhalten Sorgerecht&#8221;, die uns seit ein paar Tagen beschäftigt. Das <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-057.html" target="_blank">Bundesverfassungsgericht</a> hat gerade entschieden, dass das Sorgerecht eines unverheirateten Vaters ab sofort nicht mehr von der Zustimmung der Mutter des Kindes abhängig ist. Jeder Vater kann nun das gemeinsame und sogar das alleinige Sorgerecht beantragen – auch gegen den Willen der Mutter seines Kindes. Mit der Anerkennung der Vaterschaft kann ein Mann automatisch das Sorgerecht für sein nicht ehelich geborenes Kind beantragen – müssen tut er es aber nicht. Es geht dem Gericht einzig um das Wohl des Kindes, nicht um das Wohl der Mutter, die aus verschiedenen Gründen vielleicht kein Interesse mehr am Kindsvater als Partner hat und deswegen kein Sorgerecht mit ihm teilen möchte.</p>
<p><span id="more-12824"></span></p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hat mit diesem Entschluss auf den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte reagiert: Vergangenes Jahr war von dort angemerkt worden, dass Deutschland im europaweiten Vergleich eines der wenigen Länder ist, das einem ledigen Vater die Möglichkeit entsagt, sich nicht nur finanziell, sondern auch rechtlich um sein Kind zu sorgen.</p>
<p>Nun haben wir also beim Sorgerecht irgendwie Gleichberechtigung, was ja immer ein Grund sein sollte, gemeinsam mit Bundesjustizministerin <a href="http://www.leutheusser-schnarrenberger.de/medien/reden/reden/bundestagsrede-zu-sorgerechtsregelung-fuer-nichtverheiratete-reformieren" target="_blank">Sabine Leutheusser-Schnarrenberger</a> Juhu! zu rufen. Doch es ist ein Juhu! mit einem großen Aber. Natürlich ist es im Interesse aller, Frauen, Männer, Mütter, Väter, Kinder, dass sich beide Elternteile um ihr gemeinsames Kind sorgen. Doch wie ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/sorgerecht-lediger-vaeter-vaeter-werden-nicht-zu-ihrem-glueck-gezwungen-1.983613" target="_blank">Interview</a> in der <em>Süddeutschen Zeitung</em> mit dem emeritierten Richter Horst Luthin, der als Experte für Familienrecht gilt, zeigt, laufen wir dabei Gefahr, etwas Entscheidendes zu übersehen. Luthin antwortet auf die Frage, &#8220;Es scheint als würden der ledigen Mutter immer mehr Rechte entzogen&#8221; folgendermaßen: &#8220;Ja, das ist auch gut so. In der Rechtsprechung steht immer mehr das Kindeswohl im Mittelpunkt und weniger die Willkür der Mutter.&#8221;</p>
<p>Da sind wir schon beim angekündigten Problem. Die &#8220;Willkür der Mutter&#8221; – hier wird das Bild einer ich-bezogenen Frau gezeichnet, die bislang alle Rechte über ihr Kind besaß. Sie soll nun einen Teil dieser Rechte gefälligst an den Mann, den Kindsvater schließlich, übertragen. Es geht dabei jedoch nicht um Pflichten, sondern um Rechte. Rechte werden neu verteilt. Ob er nun ledig ist oder verheiratet oder geschieden – ein Vater hat nun das Recht darauf, sich <span style="text-decoration: underline;">auch</span> um sein Kind zu sorgen. Beschließt nun ein Mann, ob Oger oder Mensch, seine Vaterschaft mal eben beiseite zu lassen, etwas, das leider nicht so selten vorkommt wie man sich das wünschen würde, lässt also ein Mann sein Recht sausen, dann ist es automatisch die Mutter, die für das Kind sorgen muss, erhält sie doch mit der Geburt ihres Kindes automatisch das Sorgerecht. Und damit verbunden auch die Pflicht, sich um ihr Kind zu kümmern. Was ist also nun mit der <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33084/1.html" target="_blank">Willkür des Vaters</a>?</p>
<p>Am Ende des Films &#8220;Für immer Shrek&#8221; ist der Familien-Aussteiger Shrek sowohl mit seiner Frau als auch mit seinen Kindern wieder vereint. Er hat sich zu ihnen zurück gekämpft, gegen das fiese Rumpelstilzchen und eine Menge böser Hexen. Sein Glück ist: Niemand hat bemerkt, dass er genervt war von seinen Kindern, die ständig die Windeln vollmachen und mit ihrem Gequake seine <em>quality time</em> stören. Keiner weiß, dass er mal eben weg war. Shrek ist weiterhin Vorzeige-Papa und Traum-Partner. So leicht geht das im Märchen – es gibt ein Happyend für die Bilderbuch- <a href="../immer-wieder-mutter-vater-kind/" target="_self">Kleinfamilie</a>: Denn natürlich ist Shrek ein heterosexueller verheirateter Oger.</p>
<p>Im echten Leben ist das Happyend nicht so einfach zu erreichen. Doch in welcher Beziehung ein Mann zur Mutter seiner Kinder auch stehen mag, ob ledig, verheiratet oder geschieden, er hat seinen Kindern gegenüber nicht nur Rechte, sondern auch <a href="http://antjeschrupp.com/2010/08/01/vaterschaft-ist-mehr-als-sex-gehabt-haben/">Pflichten</a>. Wie das nun in den Gesetzestext hineinkommt, ist schwierig zu beantworten. Vielleicht können diese Pflichten als Rechte verkleidet werden: Gleich nach &#8220;<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html">Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.&#8221;</a> sollte stehen: &#8220;Jeder hat das notwendige Recht auf Fürsorge und Unterstützung von Mutter und Vater.&#8221;</p>
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		<series:name><![CDATA[Der F-Blick in die Politik]]></series:name>
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		<title>Selber schuld: Frauengehälter-Studien</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 08:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftlicher Quatsch]]></category>
		<category><![CDATA[Working Girl]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute morgen in der Zeitung werden zwei neue Studien zu Frauengehältern vorgestellt mit dem erschreckendem Ergebnis: Frauen sind zufrieden damit, dass sie weniger Geld bekommen als ihre männlichen Kollegen, da sie meinen, dass ihnen &#8220;gerechterweise ein geringeres Bruttoeinkommen zusteht als Männern&#8221;. So die Süddeutsche Zeitung heute; die Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/6402606bfe43462fbd575cb5b80e1c0a" alt="" width="1" height="1" />Heute morgen in der Zeitung werden zwei neue Studien zu Frauengehältern vorgestellt mit dem erschreckendem Ergebnis: Frauen sind zufrieden damit, dass sie weniger Geld bekommen als ihre männlichen Kollegen, da sie meinen, dass ihnen &#8220;gerechterweise ein geringeres Bruttoeinkommen zusteht als Männern&#8221;. So die <em><a href="http://sueddeutsche.de/karriere/ungleiche-bezahlung-frauen-wollen-es-nicht-anders-1.970388" target="_blank">Süddeutsche Zeitung</a></em> heute; die Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) werden heute veröffentlicht. Für den Hinterkopf: Die Lohndifferenz in Deutschland liegt bei etwa 23 Prozent.</p>
<p>Die Studien im Detail: 10.000 Erwerbstätige wurden befragt, ob sie ihr Einkommen für gerecht oder ungerecht hielten. Wer ungerecht ankreuzte, sollte ein Alternativ-Einkommen angeben. Die <em>SZ </em>zitiert die Wissenschaftler hinter der Studie:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Einkommen, das Frauen für sich als gerecht ansehen, liegt sogar unter dem Einkommen, das die Männer real erzielen&#8221;, sagt Jürgen Schupp vom DIW. Die Zurückhaltung der Frauen zeigte sich bei ungelernten Hilfskräften ebenso wie bei Akademikerinnen: Stets war das von Frauen als gerecht angesehene &#8220;Wunschgehalt&#8221; niedriger als das reale Gehalt vergleichbar qualifizierter Männer.</p></blockquote>
<p>Für die zweite Studie sollten Gehälter von fiktiven Personen in unterschiedlichen Lebenssituationen zugewiesen werden. Hierbei wurden dem fiktiven Mann im Durchschnitt die höheren Gehälter zugeteilt, auch wenn die fiktive Frau mit gleicher Qualifikation in derselben Lebenssituation steckte.</p>
<p>Leicht könnte man jetzt &#8220;selber schuld, ihr Frauen!&#8221; schreien. Aber auch die Wissenschaftler vom DIW warnen davor, denn die Auswertung dieser Ergebnisse ist komplizierter, bringen mehr Fragen auf als Antworten.</p>
<p>Ich möchte die Gedanken von <a href="http://www.bzw-weiterdenken.de/index.php?m=artikel&amp;rub=3&amp;tid=192" target="_blank">Ina Praetorius</a> aufgreifen:</p>
<blockquote><p>Statt die (Re-)Organisation des Ganzen weiterhin vom erwachsenen, in politikfernen Intimsphären gratis erzeugten und täglich wiederhergestellten (Mann-)&#8221;Menschen&#8221; aus zu entwerfen, sollten wir noch einmal von vorne darüber nachdenken, wer wir als Menschen eigentlich sind.</p></blockquote>
<p>Woran liegt es, dass Frauen mit weniger Geld einverstanden sind?  Sicher nicht daran, dass sie wissen, schlechtere Ergebnisse zu erzielen. Bewerten sie ihre Leistungen vielleicht nach einem anderen Maßstab? Sind sie ehrlicher mit sich selbst? Kritischer? Und warum wollen Frauen die Leistungen eines Mannes höher entgelten lassen als die einer Frau? Steckt dahinter nicht auch das alte Modell, &#8220;der muss ja eine Familie ernähren&#8221;? Das mitnichten aus unseren Köpfen verschwunden ist? Wollen sie vielleicht diese Verantwortung nicht schultern, deswegen lieber weniger verdienen?</p>
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		<title>Neues aus der Blog-Welt</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 08:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Hillary Clinton]]></category>
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		<category><![CDATA[Porno]]></category>
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		<description><![CDATA[Was war los in den Blogs? Wir haben mitgelesen: US-Außenministerin Hillary Clinton meint, in Sachen Gleichberechtigung wäre die Welt vorangekommen. diestandard.at zitiert die Politikerin, die keinesfalls die Hände in den Schoß legen möchte: &#8220;Zu verdanken haben wir das der harten Arbeit mutiger Frauen und Männer. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was war los in den Blogs? Wir haben mitgelesen:</p>
<p>US-Außenministerin Hillary Clinton meint, in Sachen Gleichberechtigung wäre die Welt vorangekommen. <a href="http://diestandard.at/1268402709099/Clinton-sieht-Fortschritte-bei-Frauenrechten" target="_blank"><strong>diestandard.at</strong></a> zitiert die Politikerin, die keinesfalls die Hände in den Schoß legen möchte: &#8220;Zu verdanken haben wir das der harten Arbeit mutiger Frauen und Männer. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Es ist höchstens das Ende des Anfangs.&#8221;</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/03/porn_for_women.png"><img class="floatleft" title="xkcd: porn for women" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/03/porn_for_women.png" border="1" alt="Comicfigur mit langen Haaren am Schreibtisch, die einen Brief schreibt. To the authors of porn for women: Your book features pictures of hot, clothed guys cooking, doing laundry, and vacuuming. The idea seems to be that my deepest fantasies like the rest of my life likely revolve around housework. So I wanted towrite and clarify: In my porn, people FUCK." width="400" height="149" /></a><p class="wp-caption-text">Comicstrip zum Thema &quot;Porn for women&quot;</p></div>
<p>Einen tollen Comic über das, was Frauen gerne in Pornos sehen möchten, haben wir bei <strong><a href="http://xkcd.com/714/" target="_blank">xkcd.com</a></strong> gefunden (siehe oben).</p>
<p>Der <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/15/antisexistische-praxen-iv-mitstreiter_innen-gesucht/" target="_blank"><strong>Genderblog</strong></a> berichtet über eine Gruppe von Leuten, die an ihrer vierten Konferenz über antisexistische Praxen arbeiten. Inhaltlich geht es darum: &#8220;Schwerpunkte der nächsten Konferenz sollen wie in den letzten Jahren der Umgang mit und der Kampf gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt sein.&#8221;</p>
<p>Bei <a href="http://www.moderne-maedchen.de/?p=1527" target="_blank"><strong>Moderne Mädchen</strong></a> geht es um die DSF-Dokumentation &#8220;Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball&#8221; von Aljoscha Pause, die mit dem Grimme-TV-Preis ausgezeichnet wurde.</p>
<p>Im <a href="http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/zuendfunk-leben-thema-muetterinferno-ID1268839835122.xml" target="_blank"><strong>Zündfunk </strong></a>lief ein Beitrag über den ganz normalen Wahnsinn, den Mütter mit Kindern erdulden müssen (unsere Muttibloggerinnen können ein ähnliches Lied singen). Im dazugehörigen <a href="http://blog.br-online.de/zuendfunk/index.php?/archives/376-Mutti-soll-nachhause-gehn.html#comments" target="_blank"><strong>Blog</strong></a> wurde viel diskutiert &#8211; und auch unter der Gürtellinie gepöbelt.</p>
<p>Auf <a href="http://www.bzw-weiterdenken.de/index.php?m=artikel&amp;rub=7&amp;tid=260" target="_blank"><strong>bzw-weiterdenken</strong></a> gibt es einen Artikel von Mithu Sanyal über das Buch &#8220;McSex. Die Pornofizierung unserer Gesellschaft&#8221;, das die niederländische Journalistin Myrthe Hilkens verfasst hat. Mithu Sanyal denkt dabei auch über ihre Erfahrungen mit Pornofilmen nach: &#8220;&#8230;fiel mir auf, dass ich noch nie in meinem Leben einen Porno geguckt und auch nur eine sehr rudimentäre Vorstellung davon hatte, wie ich das nachholen sollte&#8221;.</p>
<p>Bei <a href="http://starke-meinungen.de/blog/2010/03/17/her-mit-der-frauenquote-und-bitte-schnell/#more-1092" target="_blank"><strong>starke-meinungen.de</strong></a> bloggt Margaret Heckel über die Quote anlässlich der Neuigkeiten über die Telekom, die ja nun quoten-bereit ist. Und sie analysiert das Geschrei, das über das Reizthema Quote hierzulande jederzeit und an allen Orten aufkommt, als typisch deutsches Problem:</p>
<blockquote><p>&#8220;In keinem dieser Länder ist die “Quotenfrau”-Diskussion so ausgeprägt wie bei uns. Aber schließlich gibt es auch in keinem dieser Länder den Kampfbegriff “Rabenmutter”, mit dem Mütter sich gegenseitig das Leben schwer machen.</p>
<p>Ladies, vergesst den Quatsch mit den “Quotenfrauen”. Jede braucht mehr als die Finger beider Hände, um unfähige Männer zu nennen, die trotzdem befördert werden und es nach oben schaffen. Einmal oben angekommen, wird niemand mehr darüber reden, diejenige sei eine “Quotenfrau”.  Männer haben sich diesen Schwachsinns-Begriff ausgedacht, damit die Frauen sich gegenseitig darüber zerfleischen!&#8221;</p></blockquote>
<p>Beim <a href="http://www.piratenweib.de/?p=728" target="_blank"><strong>Piratenweib</strong></a> wurde eine Hommage an die feministische Linguistin Luise F. Pusch veröffentlicht.</p>
<p><em>Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.</em></p>
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		</item>
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		<title>Zum Frauentag: Eine Tasche voller Ideen</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/zum-frauentag-eine-tasche-voller-ideen/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Internationaler Frauentag]]></category>
		<category><![CDATA[Verlosung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Feier des Frauentages fragen wir uns: Wo liegen eurer Meinung nach noch die größten Problemfelder in unserer Gesellschaft, was das Thema Gleichberechtigung anbelangt? Welche Themen sind auf dem Weg in eine geschlechtergerechte Zukunft wichtig und wofür lohnt es sich zu kämpfen? Unter allen Kommentator_innen verlosen wir unsere letzte Angela Davis-Tasche. Der oder die Gewinner_in wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-6683" title="Angela Davis" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/12/umhaengetasche-300x251.jpg" alt="Angela Davis" width="168" height="141" />Zur Feier des <strong>Frauentages</strong> fragen wir uns:</p>
<p><em>Wo liegen eurer Meinung nach noch die größten Problemfelder in unserer Gesellschaft, was das Thema Gleichberechtigung anbelangt? Welche Themen sind auf dem Weg in eine geschlechtergerechte Zukunft wichtig und wofür lohnt es sich zu kämpfen?</em></p>
<p>Unter allen Kommentator_innen verlosen wir unsere letzte <a href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/angela-davis/" target="_blank">Angela Davis</a>-Tasche. Der oder die Gewinner_in wird in einer Woche am 15. März gekürt.</p>
<p>Wie immer gilt: Bescheidenheit stinkt. Man darf doch wohl mal träumen dürfen! Und:</p>
<blockquote><p>&#8220;Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen: Sie bekommen nichts&#8221; - Simone de Beauvoir</p></blockquote>
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		<title>Jenseits der Gleichberechtigung</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 10:19:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Weit über Gleichberechtigung hinaus &#8230;&#8221; heißt ein Bändchen von Ina Praetorius, das vor kurzem im Christel Göttert Verlag erschienen ist. Untertitel: &#8220;Das Wissen der Frauenbewegung fruchtbar machen&#8221;. Es geht Ina Praetorius unter anderem darum, dass Feministinnen mehr fordern als nur Gleichberechtigung, dass Gleichberechtigung eigentlich als pars pro toto, als Teil des Ganzen, und somit als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Weit über Gleichberechtigung hinaus &#8230;&#8221; heißt ein Bändchen von Ina Praetorius, das vor kurzem im Christel Göttert Verlag erschienen ist. Untertitel: &#8220;Das Wissen der Frauenbewegung fruchtbar machen&#8221;. Es geht Ina Praetorius unter anderem darum, dass Feministinnen mehr fordern als nur Gleichberechtigung, dass Gleichberechtigung eigentlich als pars pro toto, als Teil des Ganzen, und somit als Mittel zum Zweck gesehen werden kann. Das Streben nach Gleichberechtigung sieht Praetorius sogar als hinderlich. Sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Was Feministinnen unter Weltgestaltung verstehen, haben sie schon in unzähligen Texten erläutert. Aber dieses Wissen, das uns eigentlich längst zur Verfügung steht, wird immer wieder vergessen. Warum? Weil wir immer noch zu sehr mit dem Kampf um Gleichberechtigung beschäftigt sind? Weil wir noch nicht aufgehört haben, das &#8220;Höhere Männliche&#8221; anzubeten, das sich heute kaum mehr &#8220;Herrgott&#8221;, sondern zum Beispiel &#8220;Wallstreet&#8221; oder &#8220;Eliteuniversität&#8221; oder &#8220;FAZ&#8221; nennt? Und weil Weltgestaltung anstrengend ist?</p></blockquote>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-5221" title="Ina Praetorius" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/09/startbild.jpg" alt="Ina Praetorius" width="190" height="190" />Anstrengend ist ein gutes Stichwort, das die Bemühungen einer jeden Feministin treffend beschreibt. Es ist anstrengend, auf Sexismen hinzuweisen, gegen Diskriminierung zu kämpfen &#8211; und dabei nicht schlecht gelaunt, sarkastisch und verbittert zu werden.</p>
<p>Doch dass das Streben nach Gleichberechtigung auch Schattenseiten hat, damit gebe ich der Autorin recht, wenn sie nur vermeintlich naiv betrachtend schreibt, &#8220;&#8230; es ist nicht angemessen, lebenswichtige Dinge wie Kochen, Reinigen, Zuhören oder Kinderhüten für minderwertig zu erklären. Genauso wenig realistisch ist es zu meinen, das, was man &#8216;Karriere&#8217; oder &#8216;öffentliche Positionen&#8217; nennt, sei grundsätzlich interessant&#8221;. Was interessant oder nicht ist, hat immer auch mit gesellschaftlichem Druck zu tun. Doch dass Gleichberechtigung hinsichtlich geteilter Macht nach wie vor ein Thema für die Frauenbewegung ist, hat sehr treffend Petra Steinberg kürzlich in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/135/488530/text/" target="_blank">SZ</a> geschrieben:</p>
<blockquote><p>Warum wollt ihr die Macht überhaupt, fragen manche Männer. Und was wollt ihr mit ihr? Sie ist nichts, die Macht, sie macht höchstens krank, dick und Magengeschwüre. Das mag sein. Aber man muss sie erst einmal ausprobieren können, um sich denn vielleicht gegen sie zu entscheiden.</p></blockquote>
<p>Dagegen entscheiden kann auch bedeuten, etwas Neues zu finden. Dass Begriffe wie Karriere oder Macht mit neuen Inhalten befüllt werden, fern von 60-Stunden-Woche oder Machtmissbrauch &#8211; etwas, dass das Leben von Frauen und Männern verbessern könnte.  Auch Ina Praetorius weiß darum und schließt deshalb mit dem hoffnungsvollen Gedanken eines gleichberechtigten Denkens:</p>
<blockquote><p>&#8230; viele Männer haben sich durch die Politik des weiblichen Separatismus daran gewöhnt, dass unser Wissen sie nichts angeht, glauben vielleicht sogar, Frauen wollten nur zu Frauen sprechen und daher seien ihre Aussagen nicht wichtig fürs Ganze. Doch diese Männer hätten trotzdem die vielen Bücher lesen können, die aus den Räumen des Frauenwissens kamen. Warum haben sie es kaum getan? Weil sie von den Attacken der revoltierenden Frauen thematisiert sind? &#8230; Eins aber ist sicher: Es gibt auch Männer, die feministische Bücher lesen&#8230; Mit ihnen ist zu rechnen, wenn wir uns aufmachen in eine Zukunft, die, weit über Gleichberechtigung hinaus, wohnlich sein wird. Für alle.</p></blockquote>
<p>Ina Praetorius Buch ist eine mögliche Antwort auf die Frage &#8220;Wo sind wir gerade in der Frauenbewegung&#8221;, sie ruft Errungenschaften ebenso wie noch zu Erringendes in Erinnerung. Und vergisst dabei nicht den gesunden Menschenverstand.</p>
<p><em>Ina Praetorius, &#8220;Weit über Gleichberechtigung hinaus &#8230; Das Wissen der Frauenbewegung fruchtbar machen&#8221;. <a href="http://www.christel-goettert-verlag.de/75-s1---buecher-info.htm" target="_blank">Christel Göttert Verlag</a>, 2009. 80 Seiten, broschiert. 5 EUR.</em></p>
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		<title>Lauter Gesetzesgeburtstage</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 20:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Feminismus ist schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir halten inne: Am 1. Juli 1958 wurde die Gleichberechtigung gesetzlich verankert. Das Familienrecht war damit im 20. Jahrhundert angekommen. Ehe bedeutete nicht mehr länger, dass der Ehemann eine Art Vormund der Frau war und über ihren Arbeitsplatz und ihr Vermögen verfügen konnte. Die Frau konnte ihren Geburtsnamen auch als verheiratete Frau behalten, und auch in der Kindererziehung hatte der Mann nicht mehr per definitionem das letzte Wort.</p>
<p>Und noch ein Geburtstag: Zwei Jahre ist es her, dass im August 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (kurz AGG), das eine Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund von „Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ verhindern soll, eingeführt wurde.</p>
<p>Doch trotz aller Gleich-Gesetze wird nach wie vor ungleich behandelt. Biologistische Platitüden, miese Sexismen und schlechte Gewohnheiten lassen sich eben nicht durch ein Gesetz verscheuchen.</p>
<p>Wie könnte unsere Zukunft aussehen? Und was soll die Politik für uns machen? Eine Antwort darauf findet Walter Hollstein in seinem Buch &#8220;Was vom Manne übrig blieb&#8221;:</p>
<blockquote><p>&#8220;Gesellschaft und Politik dürften sich also nicht länger der banalen, aber offenbar tabuisierten Einsicht verschließen, dass auch Männer ein Geschlecht haben. Diese Erkenntnis gälte es in eine Politik für Männer umzusetzen. &#8230; Ändern müsste sich aber auch das gesellschaftlich vorgegebene Männerbild, und auch dafür müsste die Politik etwas tun, so wie sie seinerzeit die Veränderung des alten Frauenbilds aktiv betrieben hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Barbara Vinken meint in &#8220;Die deutsche Mutter&#8221;:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn die Familienpolitik es darauf anlegt, dass Muttersein und ein erfüllter Beruf auch für Frauen in Deutschland möglich werden und nicht mehr wie bisher die Ehe als Versorgungsinstitution sponsert, wird sich auch hierzulande nach zweihundert Jahren Stillstand, wie die einschlägige Forschung böse, aber zutreffend behauptet, etwas tun.&#8221;</p></blockquote>
<p>Was meint ihr?</p>
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