Einträge mit dem Tag ‘Gina-Lisa Lohfink’


Barrierearmer Aktivismus, rechte Propaganda zu sexualisierter Gewalt und ein African Feminist Internet – kurz verlinkt

16. Februar 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 340 von 340 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Noch bis Sonntag läuft mit der Berlinale eines der weltweit größten Filmfestivals. Der Tagesspiegel hat zu diesem Anlass unterschiedlichste Zahlen zu Geschlecht in der Filmwelt zusammengetragen und ausgewertet: Wie viele Frauen studieren Regie? Wessen Fime bekommen wieviel Förderung? Werden mehr Filme von Männern oder Frauen in Zeitungen besprochen? Wie werden Neben- und Hintergrundsrollen besetzt? (Wie diese Beispielfragen bereits deutlich machen, bleiben die Zahlen (und auch die Analysen) aber klar in der Zweigeschlechtlichkeit verankert und weitere Differenzkategorien bleiben unbeachtet.)

Der Fall Gina-Lisa ist abgeschlossen – aber Fragen bleiben„, schreibt Sylvia Margret Steinitz beim Stern.

In der Silvesternacht soll in Frankfurt ein „Sex-Mob“ agiert haben – doch diese medial weit verbreitete Geschichte ist nur eines: eine Lüge. AfD Wahrheiten schreibt über die und Verbreitung des Gerüchts/ der Propaganda. der Notwendigkeit von Faktenchecks und Geduld bei Medien-Konsument_innen.

Erinnerung: Noch bis zum 1. März 2017 können Anträge mit Ideen und Pläne für Projekte bei filia.die frauenstiftung eingereicht werden. Die Projekte sollen dazu beitragen, dass Mädchen und junge Fauen frei von Gewalt leben und dass sie in der Gesellschaft mitentscheiden können. Unterstützt werden Projekte mit bis zu 5.000€. Die eingegangenen Anträge werden von den Mädchen und jungen Frauen des Mädchenbeirats gelesen und diskutiert.

pro familia Berlin sucht zum 01. Mai 2017 (die Stelle ist bis zum 30.04.2019 befristet) eine Fachliche Koordinator_in für 20 Wochenstunden für das neue Projekt „Fachinformations- und
Vernetzungsstellen für die qualifizierte Hilfe und Unterstützung von schwangeren, geflüchteten Frauen“.

englischsprachige Links

Romantic Love is Killing Us: Who Takes Care of Us When We Are Single?„, fragt Caleb Luna.

Sechs behinderte Aktivist_innen sprechen bei Autostraddle über die Themen, die sie gerade bewegen, aktivistische Erfahrungen und der Umgang mit Barrieren beim Aktivismus. Außerdem findet sich unter dem Artikel eine Accessible Resistance Resource List.

Irene Kagoya präsentiert bei GenderIT ihre Vorstellungen von einem African Feminist Internet.

„You have a right to exist safely in digital spaces.“, heißt es im DIY guide to feminist cybersecurity, wo es ausführliche Anleitungen und Erklärungen rund um technische Schutzoptionen geht.

Termine in Berlin, Bern, Köln, Stuttgart, Wien

17. Februar in Berlin: Fachgespräch: „Wer hat Angst vor Geschlechterforschung? Strategien für ein Forschungsfeld unter Druck„. Anmeldung bis zum 14.02. über die Webseite.

21. bis 25. Februar in Stuttgart: meccanica feminale findet statt mit einer ganzen Reihe von Kursen, einige gehen einen Tage, andere eine halbe Woche.

4. März in Köln: Ab jetzt ist eine Anmeldung möglich: #body*talk. Rollenbilder, Schönheitsdiktate und Empowerment im Netz.

4. März in Wien: Podiumsdiskussion – Zum Stand feministischer Kämpfe mit Mädchenmannschaftsbeteiligung. (FB-Link)

9. bis 11. März in Bern: CKSTER-Festival zum Thema Gender Hacking.

11. März in Berlin: 7. Barcamp Frauen. Infos findet Ihr hier.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Jahresrückblick: Von Köln zu Gina-Lisa Lohfink und von AfD zur US-Wahl

30. Dezember 2016 von Charlott

Das Jahr 2016 war furchtbar. So furchtbar, dass ich anfing hier Beispiele aufzuzählen, aber mir immer mehr und mehr einfiel, so dass jede Aufzählung jeden Rahmen sprengen müsste. Stattdessen gibt es hier nun zur Vorbereitung auf ein angemessen widerständiges 2017 noch einmal eine Reihe von Texten aus diesem Jahr.

Glücklicherweise sind auch ein paar gute Dinge passiert: Am 03. Juli gewann Sharon Dodua Otoo den Ingeborg-Bachmann-Preis

  • In der letzten Silvesternacht kam es zu einer Reihe (sexualisierter) Übergriffe/ Gewalttaten auf der Kölner Domplatte. Was passierte danach? Die Belange der Opfer rückten schnell in den Hintergrund und wichen rassistischen Verallgemeinerungen und Forderungen. Dieser Verdrehung und Instrumentalisierung wandte sich Hannah in ihrem Text „zu Gewalt legitimierender Gewalt“ zu und zählte zu dem Missstände hinsichtlich sexualisierter Gewalt auf. Nadia schrieb über „Arabisch und nordafrikanisch aussehende Menschen™„, die nach Silvester auf einmal alle direkt erkennen wollten. Als Antwort auf diese Ereignisse und Debatten gründete sich die Initiative ausnahmslos, die sich gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus einsetzt. Nadia stellte ausgehend von dem ersten ausnahmslos-Positionspapier einige Fragen zu Möglichkeiten und Grenzen aktivistischer, emanzipatorischer Arbeit. Wie feministische Forderungen dann für rassistische Gesetzgebungen instrumentalisiert werden können, zeigte sich konkret im Juli, wo die Bundesregierung die Maxime „Nein heißt Nein“ in das Sexualstrafrechts einfließen ließ, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit für Abschiebungen vereinfachte.
  • Erst vor ein paar Tagen hat sich mal wieder Assange zu Wort gemeldet und lobte den russischen Staat. Anfang dieses Jahres analysierte accalmie, warum es perfide ist im Zusammenhang mit Assenges Unterschlupf in der ecuadorianischen Botschaft über Freiheitsentzug zu sprechen.
  • Im Februar legte Heiko Kunert in einem Gastbeitrag „Eine Liste des Versagens“ zu deutscher Behindertenpolitik vor. Dass in diesem Artikel erwähnte Teilhabegesetz wurde später im Jahr vorgelegt – und heftig dagegen protestiert, denn es reihte sich nahtlos in die Versagensliste ein. Hannah schrieb über #nichtmeingesetz und den sichtbaren Protest behinderter Menschen (und darüber, dass sich viele Menschen ohne Behinderungen wenig mit dem Thema „Teilhabe“ auseinandersetzen).
  • Die AfD hat in diesem Jahr in einigen Landtagswahlen und Kommunalwahlen sehr hohe Ergebnisse eingefahren. Andere Parteien versuchten der AfD die Wähler_innen streitig zu machen, in die sie einfach ähnlich rechts agi(ti)erten. Schuldig für die Wahlergebnisse wurden (wie so häufig) die Nicht-Wähler_innen gemacht – manchmal noch dann, wenn die Zahlen zeigten, dass viele ehemalige Nicht-Wähler_innen an der Urne ihre Stimme für die AfD abgaben. Anna-Sarah schrieb zu den Landtagswahlen „Wählen gehen gegen rechts? – Wahlbeteiligung, Demokratie und AfD-Erfolg“ und Accalmie betonte in ihrem Text „Bitte nicht lächeln: Zur AfD„: „Die AfD ist eine extrem rechte Partei. Sie wird nicht aus „Unwissenheit“ gewählt.“.
  • Wenn ein „Hör auf“ nichts mehr wert ist„, schrieb Nadia über Gina-Lisa Lohfink, die sich nach erlebter sexualisierter Gewalt auf einmal auf der Angeklagten-Seite wiederfand. Unter dem Hashtag #TeamGinaLisa sammelte sich Protest gegen das Verfahren, Vergewaltigungskultur in Deutschland und Unterstützung für Lohfink. Magda berichtete im Juni von einer Protestaktion vorm Amtsgericht Tiergarten. Doch dann wurde Lohfink wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à 250€. Ich beantworte daraufhin in einem Text die Frage nach wie Vergewaltigungskultur aussehe mit „Genau so„.
  • Wenn über sexualisierte Gewalt und Gewalt in Beziehungen gesprochen wird, dann liegt der Fokus häufig auf cis-männlichen Tätern und cis-weiblichen Opfern. Doch wie (wenig) über Gewalt in queeren Beziehungen gesprochen wird, darüber schrieb Nadine.
  • Was bleibt, ist Protest.„, stellte Magda fest nachdem die Ergebnisse der US-Wahl eingetrudelt waren und Donald Trump zum Gewinner der Wahl erkoren war.
  • Wisst ihr, was auch keine Verheißung ist? Feministische Männer. Nadia erklärt warum: „Wann immer es in meiner feministischen Laufbahn um feministische Cis-Männer ging, sie mir begegneten, ich mit ihnen sprach oder mir zum Feminismus konvertierte Mannsbilder via Telefon, Mail, Blog-Kommentarspalte oder Sprachnachricht mitteilten, sie hätten es jetzt begriffen und würden sich ab sofort »für die Sache« einsetzen, kam es zu gespenstischen Szenen und Erlebnissen, von denen ich die meisten gerne vergessen würde.“
  • Ein Blick in die Aktivismus-und-Bewegungs-Geschichte(n) ist so wichtig: Zu sehen und lernen, welche Debatten es bereits gab, welche Erkenntnisse weitergeführt werden könnten, aber auch um die Arbeit und den Einsatz jener anzuerkennen, die vor uns kamen. Tanja Abou schrieb in ihrem Gastbeitrag „Prololesben und Arbeiter*innentöchter“ über Interventionen in den feministischen Mainstream der 1980er und 1990er Jahre und deren Bedeutungen in heutigen Auseinandersetzungen und Magda blickte zurück auf die Gruppe „Fat Underground„, die sich in den 1970er Jahren gegen Dickenhass einsetzte.
  • Wie in jedem Jahr haben wir auch dieses Mal wieder die „Feministische Bibliothek“ weiter gefüllt mit einigen Buchtipps. Magda besprach beispielsweise „Und was sagen die Kinder dazu? Zehn Jahre später! Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und trans* Eltern“ und „Alles Inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter„, ich las „Rechtsextreme Frauen: Analysen und Handlungsempfehlungen für Soziale Arbeit und Pädagogik“ und empfahl „10 Bücher für die Freibad-Tasche“ und in einem Gastbeitrag blickte SchwarzRund auf das literarische Jahr 2016 deutschsprachig aus Schwarzer Perspektive zurück.

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Rassistische Straßennamen, falsche Opfer und ein heimliches Grab – kurz verlinkt

1. September 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 325 von 340 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

„Kein Respekt gegenüber der Geschichte Berlins“, schrieb die Journalistin Maritta Tkalec im Tagesspiegel hinsichtlich der Forderung rassistische Straßennamen durch andere zu ersetzen. Die Inititator_innen des Umbenennungsfests (auf welches sich Tkalec bezieht) antworten nun mit einem offenen Brief machen deutlich, worum es wirklich, nämlich „Mehr Respekt vor der Geschichte von Menschen afrikanischer Herkunft in Berlin„.

„Obwohl wir theoretisch wissen, dass jedem Menschen ein Unglück geschehen kann, haben viele ein sehr klares Bild davon, wie ein Opfer einer Gewalttat aussehen sollte und wie es sich zu verhalten hat.“, schreibt Margarete Stokowski bei Spiegel Online über Gina-Lisa Lohfink und die Rolle von Journalist_innen während des Prozesses.

Beim Blog des Querverlags gibt es eine Reihe über Grabstätten queerer Persönlichkeiten. In der aktuellen Folge schreibt Axel Schock darüber, wie die Urne der Aktivistin und Reformerin Johanna Elberskirchen heimlich auf dem Rüdersdorfer Friedhof im Grab ihrer Lebensgefährtin, Hildegard Moniac, beigesetzt wurde.

Call for Papers: Das Ökonominnen-Netzwerk efas veranstaltet am 1. und 2. Dezember 2016 seine Jahrestagung. Bis zum 1. Oktober können dafür Beiträge eingereicht werden, „in denen Ansätze der Frauen- und Geschlechterforschung an zentraler Stelle Berücksichtigung finden und die sich kritisch mit dem Forschungsstand sowie dem aktuellen wissenschaftlichen bzw. politischen Diskurs zum Thema auseinandersetzen“. (PDF verlinkt)

Englischsprachige Links

Der Begriff „misogynoir“, der die spezifische Gewalt gegen Schwarze Frauen beschreibt, taucht immer wieder auf – gerade in den letzten Wochen im Zusammenhang mit den Angriffen gegen die Schauspierlin Leslie Jones. Doch woher kommt das Konzept? Auf Mic kommt die Erschafferin des Begriffs, Moya Bailey, zu Wort.

Gegen den Bau einer Öl-Pipeline demonstrieren Native Americans in den USA: Es geht um den Zugriff auf/ Schutz von (sakralem) Land und Trinkwasser. Autostraddle fasst die Hintergründe zusammen. Das Protest-Camp, was errichtet wurde und stetig wächst, kann auch finanziell durch Spenden unterstützt werden.

YourFatFriend schreibt „In defense of fat sadness.“ bei Medium: „Fat people who are sad, who eat well, who eat poorly, who exercise, who don’t — we all live our lives in the pressure cooker of fatphobia.“

In einer Schule in Pretoria, Südafrika, haben Schwarze Schüler_innen gegen Rassismus protestiert. Auslöser war der Umgang mit Haarpolitiken. Bei The Daily Vox schrieb eine der Schülerinnen, Malaika Eyoh: „Our schools undervalue blackness and focus more on containing us than nourishing us„.

Bei Filmdoo können sieben neue queere (Kurz)Filme angeschaut werden (Kosten insgesamt 3,99€): Shimi (Belgien), Lost in the World (Südafrika), Stevie (USA), Blood & Water (USA), Two Girls Against the Rain (Kambodscha), Almost Obsolete (UK) und Lit (USA).

Termine

08.09. in Hannover: Um 19:00 Uhr läuft im Rahmen des CLINCH Festivals das Stück „Meine Nase läuft / Deine Stars hautnah endlich in Hannover!“ (FB-Link)

10.09. in Berlin: Ab 19 Uhr startet die One World Poetry Night moderiert und gehostet durch Stefanie-Lahya Aukongo (FB-Link)

16.9. in Frankfurt/Main: „Voll Fett!“ Sensibilisierungsworkshop und Ideenwerkstatt für Fachkräfte der sozialen Arbeit von Magda Albrecht

01.10. in Berlin: „Voll Fett!“ Sensibilisierungsworkshop und Ideenwerkstatt für Fachkräfte der sozialen Arbeit von Magda Albrecht


Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Burkini-Verbot, einvernehmlicher Sex und Queer Rap – kurz verlinkt

24. August 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 324 von 340 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Vorgestern wurde Gina-Lisa Lohfink zu einer Geldstrafe aufgrund „falscher Verdächtigung“ verurteilt. Identitätskritik nimmt Aussagen der Staatsanwältin als Ausgangspunkt, um darüber zu schreiben, was in dieser Gesellschaft offensichtlich unter „einvernehmlichen Sex“ verstanden wird.

Vor zehn Jahren konnte Natascha Kampusch sich befreien. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht sie über sexistische Frauenbilder und Vorstellungen davon, wie sich ein Opfer zu verhalten hat.

„Das geplante Teilhabegesetz soll Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Durch den derzeitigen Entwurf können behinderte Menschen aber z.B. gegen ihren Willen gezwungen werden in Heimen und anderen Einrichtungen zu leben.“, heißt es auf der Kampagnen-Seite von #AlleinZuHaus. Noch 18 Tage lang kann eine Petition gegen den Gesetzesentwurf unterzeichnet werden.

Im DeutschlandRadioKultur geht es um Queer Rap. Zu Wort kommen dazu Mykki Blanco und SchwarzRund.

Der hauptsächlich in Berlin agierende Verein Ruby Tuesday e.V. sucht neue Mitglieder und freut sich auch sonst über Unterstützung (z.B. in Form von Spenden). Seit nunmehr acht Jahren organisiert Ruby Tuesday Musikworkshops, Musikfestivals/-Konzerte und Musikcamps. Seit 2015 gibt es so z.B. ein queeres Musikempowermentprojekt.

meinbezirk berichtet über die Arbeit der „Queer Base“, einer Anlaufstelle für LGBTIQ-Geflüchtete in Wien.

Auch wenn die Diskussion um „Afropolitanism“, die der fluter hier aufnimmt, schon lange um einiges weiter/ ausdifferenzierter geführt wird, so lohnt sich doch ein Blick auf die fünf Autorinnen, die vorgestellt werden.

englischsprachige Links

In Frankreich wurde ein Burkini-Verbot durchgesetzt. Wie das in der Praxis aussieht, konnte nun zB in Nizza beobachtet werden, wo vier bewaffnete Polizisten eine muslimische Frau zwangen Kleidung (die nicht einmal ein Burkini war) abzulegen. Angelastet wurde ihr das Folgende: Sie trüge kein „outfit respecting good morals and secularism„.

Feministing stellt das peruanische Mutter-Tochter-Duo, Bila Flores und Mabel Valdiviezo, vor, die mit Kunst Themen wie Migration und Geschlecht bearbeiten.

Rad Women Doing Rad Things“ – Auf Bookriot werden acht Bücher über Erfinderinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen etc. präsentiert.

Termine

25.08. in Berlin: Der Film „Vessel“, über die Organisation „Women on Waves“, wird gezeigt.

05.-09.10. in Berlin: Mehrere Tage lang wird die Football Pride Week stattfinden.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Wie sieht Vergewaltigungskultur aus? Genau so.

22. August 2016 von Charlott

Vielleicht ist es zynisch, aber wer in den letzten Wochen den Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink beobachtet hat, überrascht der Ausgang nur bedingt. Und trotzdem ist er natürlich ein Schlag in die Magengrube. Für Lohfink selbst. Und für alle anderen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Am Ende des heutigen Prozesstages wurde Gina-Lisa Lohfink, die zuvor zwei Männer aufgrund einer Vergewaltigung angezeigt hatte, wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à 250€ verurteilt.

Das ist doppelt fatal, einmal für die Einzelperson (und allein das sollte schlimm genug sein), aber dann auch darüber hinaus als gesellschaftliches Zeichen: Sexualisierte Gewalt wird eh bereits nur sehr selten zur Anzeige gebracht. Neben den Gründen, die bisher dazu führten nicht anzuzeigen, kommt nun noch die offensichtliche Gefahr bei einer abgewehrten Anzeige zurück verklagt zu werden. Bei den katastrophalen Verurteilungsquoten für Vergewaltiger lassen sich die Konsequenzen leicht ausmalen.

Bereits vor zwei Monaten fragte Nadia Shehadeh in einem Artikel:

Was ist das „Nein“ einer Frau wert? Was sind – wenn eine Frau vergewaltigt, die Tat gefilmt, das Video im Internet hochgeladen wird – alle „Neins“ dieser Welt wert? Darf eine Frau leben und arbeiten und sich kleiden wie sie möchte, oder beeinflusst das den Wert einer Frau, den Wert ihres Körpers, ihr Recht auf Unversehrtheit und Schutz in jeder Hinsicht?

Die Antwort wurde heute wieder einmal glasklar gegeben: Es ist nichts wert. Daran ändert auch erst einmal nichts, dass in der Zwischenzeit im Hauruck-Verfahren ein Gesetz erlassen wurde, welches ein „Nein“ als solches gelten lassen möchte (und gleichzeitig die Lage für Asylsuchende verschärfte). Das Problem sind nicht ausschließlich die einzelnen Gesetze. Sondern vielleicht auch die Grundstruktur dieses Rechtssystems. Es ist eine Vergewaltigungskultur, wie sie sich in den Gerichtssälen zeigt, auf den Titelseiten vieler Zeitungen und im alltäglichen Gespräch.

Die Verteidigung von Gina-Lisa-Lohfink hat angekündigt in Berufung zu gehen. Die Proteste und Unterstützung für sie werden hoffentlich weiter stattfinden. Für heute Abend bleibt nur die Wut. Und das Lesen einiger Tweets:


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Clean Eating, #TeamGinaLisa und jüdisches Leben in Berlin – kurz verlinkt

10. August 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 323 von 340 der Serie Kurz notiert

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Hengameh Yaghoobifarah war am Montag beim weiteren Prozesstag um Gina-Lisa Lohfink, dort sagte einer der Täter aus und der Bericht beim Missy Magazine macht (leider natürlich nicht überraschend) wütend.

Der Bundesgerichtshofes hat einen Antrag auf einen Geschlechtseintrag als „inter/divers“ abgelehnt. Die Kampagnengruppe Dritte Option, die das Verfahren inhaltlich vorbereitet und während der bisherigen Dauer begleitet hat, schreibt in einer Presseerklärung zu dem Fall.

Bei der Trans*Inter*Tagung in München haben 40 Menschen, die sich als nichtbinär oder genderqueer verstehen, Forderungen an Gesellschaft, Medizin und Politik zusammengetragen. Die Ergebnisse dieses ersten Brainstormings hat der Trans Recht e.V. veröffentlich. (Link zu PDF)

In der ZEIT interviewt Mareice Kaiser die Bestatterin Lea Gscheidel. Sie sprechen über den Umgang mit Trauer und Tod, Vertrauen und Seifenblasen.

„Deutschland vermisst jüdische Kultur? Hier sind wir und so denken wir. Ein Gruppenporträt der Dritten Generation, der Enkel von Holocaustüberlebenden in Berlin„, schreibt Mirna Funk ebenfalls bei der ZEIT.

Teresa Buecker hat bei Edition F mit der Fotografin Kirsten Becken über ihr Mutter-Tochter Kunstprojekt zu Schizophrenie „Seeing Her Ghosts – Art Book Project“ gesprochen.

englischsprachige Links

Großartiges Video bei KQED: Die Musikerinnen Michelle Gonzales (frühere Drummerin von Spitboy) und Christine Tupou (Try the Pie) essen Tacos und sprechen über ihre Erfahrungen als Frauen of Colour in der weiß-männlich dominierten Punkszene.

New study finds men are often their own favourite experts on any given subject“ – Eine Überschrift, die quasi alles sagt und hier sicher wenige überrascht. In der Studie ging es um das Zitierverhalten von Wissenschaftler_innen.

Gleich zwei wichtige neue Texte von Flavia Dzodan gibt es bei Medium: Zum einen schreibt sie über „Clean Eating and Dirty Women„, zum anderen geht es in „My feminism will be capitalist, appropriative and bullshit merchandise“ um die kommerzielle Verwertung ihres wahrscheinlich berühmtesten Zitats „My feminism will be intersectional or it will be bullshit.“.

Termine in Berlin, Leipzig und Münster

12. bis 14. August in Münster: Es findet ein queer_feministisches Sommercamp mit Vorträgen, Workshops, Musik und vielem mehr statt.

13. August in Berlin: Um 13 Uhr beginnt die Demonstration zu #NiUnaMenos. (FB-Link) Auf deutsch schrieb Stefany hier über die Hintergründe.

Ab dem 15. August in Leipzig: Los geht es beim Sidekick Leipzig e.V. – Feministisches Thai-/Kickboxen und Selbstbehauptung! Geflüchtete FrauenTransInter können dort kostenfrei trainieren. (FB-Link)

22. August in Münster: Hengameh Yaghoobifarah spricht ab 19 Uhr über die „Abwertung von Femininität in queeren Kontexten„. (FB-Link)

23. August in Berlin: Ab 17 Uhr beginnt das III. M*straßen-Umbenennungsfest. (FB-Link)

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Eindrücke von der Protestaktion #TeamGinaLisa

28. Juni 2016 von Magda

Das Gerichtsdrama (mir fällt kein anderes Wort ein) um Gina-Lisa Lohfink ist ein trauriges, wütend machendes Paradebeispiel, wie sehr Verharmlosung von Gewalt und Lächerlichmachung von Menschen, die Gewalt erleb(t)en – kurz: Vergewaltigungskultur – in den Köpfen der Justiz, der Medien, ja, des Durchschnittsdeutschen verankert ist. „Mutmaßliche Vergewaltigung“ schreiben eifrige Journalist_innen und ich wundere mich, was „mutmaßlich“ an dieser Gewalttat ist, die auf Video mit Ton festgehalten wurde. Ich frage mich, wie ein mehrmals formuliertes und deutliches „Hör auf“ überhaupt Gegenstand von Diskussion sein kann, als verstünden deutschtümelnde und auf sprachliche Korrektheit beharrende EntscheidungsträgerInnen kurze Befehlsformen nicht mehr. (Wie undeutsch das wäre!)

Ich habe Kopfschmerzen, als ich gestern morgen aufstehe und zum Amtsgericht Tiergarten fahre. Meine Freund_innen und ich treffen uns um halb neun, mit Bauchgrummeln und Unwohlsein. Einige, weil dieser Fall eigene schmerzvolle Erinnerungen zurückholt, alle, weil wir #TeamGinaLisa sind und die feministischen Aktionen vor Ort trotzdem mit kritischem Abstand betrachten. Manche (wenige?) der Organisator_innen, die zur Protestaktion aufriefen – so genannte „Abolitionistinnen“ – sind bekannt für ihre Sexarbeiter_innen und transfeindlichen Positionen, die ausgestattet mit Sklavereivergleichen an rassistischer Ignoranz kaum zu übertreffen sind. Das Bündnis #ausnahmslos rief bezugnehmend darauf zu einer „inklusiven Soliaktion für Gina-Lisa Lohfink“ auf, was ich begrüße, weil sie sich solidarisch in die Protestaktionen einreihen und trotzdem klar Position beziehen.

#TeamGinaLisa vor Gericht 27.06.2016. Foto: Tim Lüddemann

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Latinx-Stimmen zu Orlando – kurz verlinkt

16. Juni 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 319 von 340 der Serie Kurz notiert

Links zu Orlando

Am vergangenen Wochenende fand im Club „Pulse“ in Orlando, Florida, eine „Latin Night“ für Latinx LGBT statt. Der 29-jähriger Omar Mateen suchte den Club schwer bewaffnet auf und erschoss 49 Personen, viele weitere verletzte er.

Beim Missy Magazine schreibt Hengameh Yaghoobifarah: „Gewalt an queeren Personen ist so normal, dass erst ein solches Massaker signalisiert, dass Homo- und Transfeindlichkeit töten. Ich frage mich: Wie viele Transfrauen of Color werden täglich ermordet, ohne dass wir jemals ihre Namen und Geschichten kennen? Wie viele Besucher*innen queerer Bars werden eigentlich pro Nacht auf dem Heimweg verprügelt? Wie viele Queers und Transpersonen sterben jährlich unter Polizeigewalt, wie viele von ihnen, weil sie rassifiziert wurden?“

Democracy Now interviewte Isa Noyola, Programdirektorin des Transgender Law Center, die fordert: „Latinx LGBTQ Community & Its Stories of Survival Should Be at Center of Orlando Response„. Bei Autostraddle schreiben eine Reihe von LGBTQ Latinx über ihre Trauer, Wut und Wünsche. Justin Torres schrieb bei der Washington Post eine Lobhymne auf die „Latin Night at the Queer Club“ und Daniel Leon-Davis schreibt bei Fusion über die Bedeutung, die „Pulse“ für ihn hatte.

SchwarzRund hat das Gedicht „A Latinix Thing“ veröffentlicht und Loma das Gedicht „All the Dead Boys Look Like Me„.

In den letzten Tagen wurden auch bereits eine ganze Reihe wichtiger Texte zu den Kontexten der Gewalttat publiziert. Mark Joseph Stern zeigt wie sich der Anschlag einreiht in eine lange Geschichte von Gewalt gegen Besucher_innen von LGBTQ Clubs und Bars. Und während in vielen Medien ein möglicher islamistischer Hintergrund breit diskutiert wird und trauernde LGBTQ Personen dazu veranlasst, Energie in die Abgrenzung zu islamfeindlicher Vereinnahmung zu stecken, schreibt Tara Culp-Ressler bei Think Progress über die Rolle von toxischer Männlichkeit bei Massenerschießungen. Und Democracy Now stellt noch einmal heraus: „Orlando Massacre Comes After Lawmakers in U.S. Filed More Than 200 Anti-LGBT Bills„.

Es wurde zu dem bereits ein Pulse Victims Fund eingerichtet, den ihr unterstützen könnt.

weitere deutschsprachige Links

Bei Deutschland Radio Wissen ging es um sexualisierte Gewalt, ihre (Nicht)Verfolgung und rape culture. Im Beitrag spricht auch Nadia Shehadeh über das Medienecho zum Verfahren mit Gina-Lisa Lohfink.

Vier Männer die geflüchtete Personen zum teil schwer verletzten wurde gerade einmal zu Bewähungsstrafen verurteilt, berichtet RP Online.

Beim „Theatertreffen der Jugend“ kam es zu einem rassistischen Vorfall: Als die eingeladenen Theatergruppen ich performativ gegenseitig vorstellen sollten, wählte eine Aachener Gruppe eine ganze Reihe rassistischer Motive und Aussagen um das Stück „one day I went to *idl“ des Ballhaus Naunynstrasse zu präsentieren. Hengameh Yaghoobifarah hat die Schauspielerin Benita Bailey zu den Ereignissen.

In der Jüdischen Allgemeinen schreibt Armin Pfahl-Traughber über Antisemitismus bei der AfD, die von sich eine „Nulltoleranz“ gegen Antisemitismus behauptet und Feindlichkeit gegen Jüd_innen einzig als Problem von Muslim_innen und/oder gelüchteten Menschen darstellt.

weitere englischsprachige Links

Der Artikel ist zwar bereits aus dem letzten Jahr, aber trotzdem eine gute kleine Geschichtsstunde: BlackGirlLongHair stellt elf Schwarze Frauen vor, die versucht haben US-Präsidentin zu werden.

On Not Being a Mom or a Dad“ – B.A. Beasley schreibt bei The Toast über genderqueer-sein und Elternschaft.

Termine in Berlin, Hamburg und Jena

Jena, 16. Juni: Vortrag zu „Dein Bauch gehört dir – dein Staat sagt wofür §§ 218-219 StGB (Schwangerschaftsabbruch & Schwangerschaftskonfliktberatung)“ ab 19 Uhr. (FB-Link)

Berlin, 17. Juni: Ab 20.30 findet im „Bei Ruth“ eine #prochoice Party und Fundraiser für das Abortion Support Network statt. (FB-Link)

Berlin, 20. Juni: Vortrag zu „Prostitutionsschutzgesetz – Inhalt und Auswirkungen“ ab 16 Uhr.

Jena, 28. Juni: Filmführung von Abortion Democracy und anschließende Diskussion mit Sarah Diehl. (FB-Link)

Hamburg, 3. Juli: Ab 10.30 startet der Benefizlauf der Frauenhäuser (Spontananmeldung ist ab 9.00 möglich).

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Überall rape culture und Protest gegen das Teilhabegesetz – kurz verlinkt

8. Juni 2016 von der Mädchenmannschaft

deutschsprachige Links

Maria Wersig schreibt beim Gunda-Werner-Institut zur Stellung von Alleinerziehenden: „Verbesserungen für Alleinerziehende gehen nur langsam voran. Vielleicht weil sie zu über 90 Prozent Frauen sind? Während Reformen auf sich warten lassen, die zum Beispiel die Unterstützung bei ausfallendem Kindesunterhalt (ein sehr häufiges Problem für Alleinerziehende) verbessern, steht nun im Rahmen der sogenannten Rechtsvereinfachung des SGB II eine Verschlechterung der Situation Alleinerziehender und ihrer Kinder an.“ Die Kürzungen, von denen sie dort schreibt, konnten glücklichweise erst einmal abgewandt werden. (FB-Link)

Im Interview mit der Berliner Zeitung kritisiert Verena Bentele, Behindertenbeauftragte des Bundes, das geplante Teilhabegesetz. Derweil gehen auch die Proteste gegen das Gesetz weiter, berichtet konbinet unter der Überschrift „Wir kommen täglich wieder„.

Hurraki weißt darauf hin, dass es seit Mai das Buch „Fragen Sie einfach!: Deutsche Grammatik in leichter Sprache“ zu kaufen gibt.

Das Jüdische Museum Berlin sucht zum 01. September eine studentische Hilfskraft für das Outreach Programme des Bereichs Bildung. Bewerbungsschluss ist der 17. Juni.

englisschsprachige Links

Accalmie hat ihre Tweets zu rape culture, konkret zur geringen Strafe für Brock Turner (dem sonst laut dem Richter ja die Zukunft verbaut wäre) in den USA und dem victim blaiming im Fall von Gina-Lisa Lohfink.

Zum Fall Brock Turner argumentiert Anne Theriault „Men See Themselves In Brock Turner—That’s Why They Don’t Condemn Him„.

Sacha’s Blog stellt die Kampagne #LawNeedsFeminismBecause vor.

Im Guardian schreibt Homa Khaleeli über Schwarze Frauen, die durch Polizeigewalt in den USA starben, und Kimberlé Crenshaws Aktivismus diese nicht vergessen zu lassen.

Catcalling Or Fatcalling? Both Suck, But Why Do We Only Talk About One?„, fragt Catherine Bouris bei The Vocal.

In den USA läuft gerade der Film Me Before You an, der auf dem gleichnamigen Roman beruht. s.e.smith analysiert im Bitch Magazine die ableistischen Grundannahmen, die der Geschichte zu grunde liegen. [CN: Diskussion von Suizid]

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Gina-Lisa Lohfink: Wenn ein „Hör auf“ nichts mehr wert ist

6. Juni 2016 von Nadia

Triggerwarnung. Für alles.

Was ist das „Nein“ einer Frau wert? Was sind – wenn eine Frau vergewaltigt, die Tat gefilmt, das Video im Internet hochgeladen wird – alle „Neins“ dieser Welt wert? Darf eine Frau leben und arbeiten und sich kleiden wie sie möchte, oder beeinflusst das den Wert einer Frau, den Wert ihres Körpers, ihr Recht auf Unversehrtheit und Schutz in jeder Hinsicht?

Wenn man verfolgt hat, wie Gina-Lisa Lohfinks Vergewaltigung in den Medien seit Tagen bagatellisiert wird, kennt man die Antworten: Nichts. Nichts. Nein. Ja.

Gina-Lisa Lohfink (via Neue Presse)

Gina-Lisa Lohfink (via Neue Presse)

Sexuelle Gewalt wird ausgeübt, wird gefilmt, wird im Internet hochgeladen. Konsens wird verletzt, wird verletzt, wird verletzt. Interessiert aber keinen, denn was Konsens heißt versteht man in Deutschland wahrscheinlich immer noch nicht, auch nicht nach den Vorfällen in Köln an Silvester, obschon die uns ja angeblich zur Antisexismus-Nation Nummer 1 gemacht haben. (mehr …)


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