Einträge mit dem Tag ‘Gewalt gegen Männer’


Der „neue Mann“ und die Brutalität

29. März 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 20 von 27 der Serie Neues vom Quotenmann

Nach den jüngsten Prügelattacken in Hamburg und Berlin werden sich wahr­scheinlich die Befürworter zunehmender Sicherheitsmaßnahmen erneut zu Wort melden. Denn tatsächlich scheinen solche Zwischenfälle in der letzten Zeit immer öfter aufzutreten. Dabei prügeln einzelne Männer oder Männergruppen meistens andere, ihnen völlig unbekannte Männer – so extrem, dass die die Opfer ins Kran­ken­haus müssen, oder sogar ums Leben kommen. Die Gewaltszenen geschehen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Straße, und die Täter haben oft keinen auch nur im Ansatz nachvollziehbaren Grund.

Die Medienberichte darüber klingen in vielen Fällen banal, oder thematisieren in rassistischer Weise die ethnische Herkunft der Tatverdächtigen. Panikmache und neue Forderungen nach mehr Überwachung sind oft das einzige Ergebnis der Mediatisierung. Wichtige und unangenehme Fragen bleiben dabei ausgeklammert. Denn, auch wenn die Anzahl der Gewaltüberfälle und Körperverletzungen laut den letzten offiziellen Statistiken gesunken ist und keinen Grund zur Panik bietet, bleibt jede Gewalttat natürlich eine zu viel. Letztendlich sind viele von uns nicht bereit zu akzeptieren, dass Männer seit eh und je andere Männer verprügeln und dies einfach auch weiterhin tun werden.

Die Zwischenfälle deuten selbstverständlich auf viele wirtschaftliche und soziale Faktoren hin, die unter dem Motto „Prekarisierung“ und „Verrohung der Gesellschaft“ verstanden werden und überall in den europäischen Großstädten zu beobachten sind. Doch darüber hinaus wird dadurch offensichtlich, dass „der neue Mann“, über den die deutschen Medien so oft schöne Features und Reportagen schreiben, noch lange keine Selbstverständlichkeit ist. Dieser neue Mann, der von denselben Kommentatoren immer wieder zum Opfer des Feminismus erklärt wird, scheint vielmehr allzu oft in der U-Bahn dem „alten Mann“ zum Opfer zu fallen. Der zeigt ihm regelmäßig, was ein richtiger Mann kann.

Was wir tatsächlich brauchen, sind also nicht weitere Überwachungsmaßnahmen, sondern mehr Klarheit über die Ziele unserer Bildungssysteme und die Ver­wirk­lich­ung einer modernen, antipatriarchalen und konsequenten Geschlechts­politik, die Machismo und Gewalt niemals toleriert oder verharmlost.


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Von männlichen Opfern und erfolgreichen Frauen

17. November 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 66 von 138 der Serie Kurz notiert

Sylvia Vogt hat im Tagesspiegel mal zur Lohnungleichheit nachgerechnet: “Prozentrechnung für Frauen“.

Nadia Shehadeh von Philibuster findet, dass Alice Schwarzer und Kristina Schröder doch etwas gemeinsam haben: ihre analytische Treffunsicherheit.

Der Spiegel berichtet, dass die durchschnittliche Kinderzahl je Frau im vergangenen Jahr in Deutschland auf 1,36 gesunken ist – 2008 lag sie noch bei 1,38. Kommt jetzt bald wieder ein vor Deutschtümelei strotzender Aufruf zum Gebären? Bitte nicht.

Die FAZ führt ein Interview mit der Finanzberaterin Helma Sick, die seit 24 Jahren als eine der Ersten in Deutschland Finanzberatung gezielt für Frauen anbietet.

Apropos Finanzen. Feminist Frequency beleuchtet fürs Bitch Magazine die aktuellen Kinderspielzeug-Werbespots und welche Rollen sie Kindern vermitteln.

Passend dazu auch die Galerie mit 48 Anzeigen auf owni.eu, die heute wirklich allen durch ihren Rassismus und Sexismus auffallen (Dank an twitter.com/vasistas_blog).

Viel Lesestoff gibt’s in der neuen Ausgabe von querelles-net, mit Rezensionen zu etwa Angela McRobbies „Top Girls“ über den postfeministischen Backlash oder Brigitte Brandstötters Untersuchung „Wo die Liebe hinfällt“, die sich Paaren widmet, in denen die Frau älter als der Mann ist.

Frauen als Täterinnen: Eine neue Studie beleuchtet Fakten, die die Klischees ins Wanken bringen. Heide Oestreich fragt, ob man männliche und weibliche Gewalt einfach so gleichsetzen kann und plädiert in einem Kommentar dafür, dass Frauen wie Männer Schutzräume brauchen.

Der Freitag hat einen Artikel zu männlichen Stalking-Opfern.

Die Zeit beschreibt das Phänomen, dass jüngere Männer bei Neueinstellungen häufig benachteiligt werden. Zur Erinnerung: Der Frauenanteil unter den 137 Redakteur_innen der Zeit beträgt ein gutes Drittel, in den Ressortleitungen gerade mal ein Sechstel.

Aktuelle Termine zu feministischen Veranstaltungen, die ihr gerne in den Kommentaren aktualisieren oder ergänzen könnt, findet ihr hier.


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Von verletzten Männern und alten Hüten

13. Oktober 2010 von Nadine

In einem aktuellen Beitrag im Blog “Streitwert” der Heinrich Böll Stiftung fragt Hans-Joachim Lenz, seines Zeichens Männlichkeitsforscher, wo die männliche Verletzbarkeit in aktuellen Diskursen zu Geschlechtergerechtigkeit und Gender bleibe:

Geschlechterforschung, Geschlechterpolitik und daraus abgeleitete politische Programme wie Gender Mainstreaming klammern bislang die Wahrnehmung der männlichen Verletzbarkeit aus.

Lenz sieht die Ursache dafür hauptsächlich in den Geschlechterkonstruktionen von Feminismus, feministischer Theorie und Politik:

Seit langer Zeit schon werden in der Frauenbewegung, Frauenforschung und Frauenpolitik Mädchen und Frauen in ihren Widersprüchen und Ambivalenzen gesehen. Jungen und Männer hingegen wurden stereotyp als Objekte von Stärke und Dominanz konstruiert. Weder wurden „die Männer“ sozial differenziert noch fand eine Binnendifferenzierung der männlichen Persönlichkeit statt. Männer wurden als homogene Gruppe und als kongruente Persönlichkeit vorausgesetzt.

Weiter kritisiert Lenz die Entwicklung und den aktuellen Stand von Männlichkeitsforschung, die Erwartungen und Rollenbilder, die mit dem männlichen Geschlecht verknüpft sind, sowie den politischen Umgang damit. Dabei lässt es sich Lenz nicht nehmen, gegen Männer  aus den “grünen und linken Milieus” zu polemisieren sowie Kindererziehung mit dem Leistungsprinzip zu verknüpfen. Was letztendlich die Legitimation für Entziehung aus der väterlichen Verpflichtung impliziert.

Doch damit nicht genug. Als Männlichkeitsforscher sollte Lenz wissen, dass sein Forschungszweig nicht erst seit Raewyn Connell (Stichwort: Hegemoniale Männlichkeit) Konjunktur hat und Männlichkeitsbilder seit den späten 1970er Jahren kritisch reflektiert und pluralisiert werden, auch und natürlich im Kontext von Gender Studies und feministischer Theoriebildung. Politische Programme wie Gender Mainstreaming beziehen ausdrücklich Männer als Subjekte und Handelnde der Veränderung von Geschlechterverhältnissen mit ein. Gender Studies und Feminismus beschäftigen sich seit langer Zeit kritisch mit dem homogenen Verständnis von und Normen über Geschlecht.

(weiterlesen …)


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Berliner_innen aufgepasst: Smash Homophobia am 16.6.10

15. Juni 2010 von Magda

Gerade über einen Verteiler reingekommen, siehe auch no218nofundis.wordpress.com.

Liebe Freundinnen und Freunde, Liebe Kolleginnen und Kollegen, Liebe Leserinnen und Leser,

in der Nacht vom 12. Juni 2010 wurde ein homosexuelles Paar in der Puschkinstr. in Treptow von drei Unbekannten angegriffen und teilweise schwer verletzt. Nachdem das Paar im Zuge eines Streites zunächst auf Grund ihrer sexuellen Orientierung beleidigt wurden, schlug man einem der Männer mit der Faust ins Gesicht und versetzte dem anderen einen Stoß mit dem Kopf. Einem der Männer wurde zudem mit einem Messer in den Rücken gestochen.

Es gilt nun Flagge zu zeigen und sich solidarisch mit den Opfern von Gewalt zu zeigen. People of Colour, Menschen nicht deutscher Herkunft, Lesben, Schwule, Bi-,Trans- und Intersexuelle Menschen, Menschen mit Handicap und “Linke” sind häufig Anfeindungen und Gewalt ausgesetzt.

Auch in Berlin häufen sich die Gewalttaten gegenüber LesBiSchwulen, sowie trans- und intersexuellen Menschen. Solche Gewalttaten dürfen nicht hingenommen werden – nirgendwo!

Wir rufen deshalb zu einer Demo am Mittwoch, dem 16. Juni 2010 ab 17.00 Uhr vor dem Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4, 12435 Berlin auf. Ab 18.00 Uhr beginnt der Haushaltsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung mit seiner monatlichen Sitzung. Das ist eine gute Möglichkeit deutlich zu machen, dass es eine Verstetigung des Engagements gegen Homophobie und Hassgewalt braucht.

Wir sind bunter! Wir sind lauter! Wir sind BERLIN – Smash Homophobia and Transphobia!

Herzliche Grüße

Alexander Freier (AG-Queer und Mitglied der BVV Treptow-Köpenick)
Oliver Igel (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV)


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Sexuelle Gewalt, Aygül Özkan, Immigration, Lohndiskriminierung und ein cooler, schwuler Polizist

7. Mai 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 88 von 138 der Serie Kurz notiert

Die Zeit berichtet, wie die “Trostfrauen” Koreas, die ehemaligen Sexsklavinnen der japanischen Besatzer im Zweiten Weltkrieg, für ihr Recht kämpfen.

Laut Feministing ist Immigration ein feministisches Thema: Sechs von zehn Frauen erfahren auf dem Weg über Mexiko in die USA sexuelle Gewalt.

Nadia El Guennouni auf Philibuster: “Niedersachsen hat eine neue Sozialministerin, Aygül Özkan. Die sorgte in den letzten Tagen für ordentlich Wirbel. Ist sie doch unerhörterweise Türkin. Und – auch das noch – Muslimin!”

Systematische Lohndiskriminierung von Frauen in der US-Einzelhandelskette WalMart: Berufungsgericht erlaubt Sammelklage gegen Einzelhändler – Mehr als 1,5 Millionen Frauen könnten klagen, wie dieStandard.at berichtete.

Laut BBC wurde Schottlands erste Telefonleitung für männliche Opfer sexueller häuslicher Gewalt etabliert.

In Großbritannien hat ein schwuler Polizist einen Prediger festgenommen, weil dieser sagte, dass Homosexulität eine Sünde sei, laut DailyNews.

BitchMagazine fragt: Wann wird ein Thema zu einem feministischen Thema?


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Homo-Hetze, Militär, Kindermangel, Kunst&Kultur, Gewalt und Twitter

20. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 73 von 138 der Serie Kurz notiert

Auf GenderAcrossBorders gibt es einen Artikel über feministische Twitter_innen. Wir sind auch dabei!

Wir berichteten über das Grüne Männer-Manifest – Broadsheet@Salon hat ebenfalls einen kurzen Kommentar.

In Kenia drohen Homosexuellen Haftstrafen und Gewalt. Schwulenhasser nutzen die Verbreitung von Aids für ihre Propaganda – die JungleWorld hat mehr darüber.

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone sieht einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche - wie bitte?! – auch laut der Süddeutschen eine steile These.

Die Taz stellt Pinar Selek’s neues Buch “Zum Mann gehätschelt. Zum Mann gedrillt. Männliche Identitäten” vor, eine Studie zum Männerbild im türkischen Militär.

Der Focus hat mal wieder Angst um Deutschlands Zukunft und beweint den angeblichen Nachwuchsmangel.

Es gibt eine Kampagne namens Walk A Mile in Her Shoes („Laufe eine Meile in ihren Schuhen”), welche auf häusliche Gewalt aufmerksam machen soll. Broadsheet@Salon fragt sich: Bewusstseinsförderung oder alberne Aktion?

Die einzigartige Miss Platnum erzählt uns von der Lust am Essen, weiblicher Schönheit, Berlin und die Ironie in ihren Songs.

Feministisches Theater mit der Regisseurin Friederike Heller, die einen ganz neuen Blick auf Bertolt Brechts Stück “Der gute Mensch von Sezuan” wirft.

Die New York Times hat lesbische und schwule Comic-Held_innen.

Sociological Images hat einen Beitrag zu: “So sieht die Objektivierung von Männern aus.”

"This is what the objectification of men would like like..."


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Gewalt von Frauen

1. August 2009 von Barbara

Gewalt in der Partnerschaft? Gibt es – wenn Männer ihre Frauen schlagen. Aber auch das gibt es: Frauen sind gegenüber ihren Männern gewalttätig. Darüber berichtete eine einstündige Sendung im Hessischen Rundfunk (danke an Paula für den Link), als Podcast zum Nachhören angeboten. In der Sendung kommen verschiedene Männer zu Wort, die von ihren Frauen geschlagen werden, mit Kaffee übergossen oder mit dem Dampfbügeleisen bedroht. Internationale Studien werden genannt, die belegen, dass Männer durchaus Gewalt ausgesetzt sind – Gewalt, die von ihren Partnerinnen ausgeht. Vor ein paar Wochen schon erklärte der Soziologie-Professor Gerhard Amendt in der Welt, warum seiner Meinung nach Frauenhäuser abgeschafft gehören. Sie seien für ihn ein Hort des Männerhasses. Und böten keinen Ausweg aus der Gewalt:

Wir brauchen keine Frauenhäuser mehr. Wir brauchen auch keine für geschlagene Männer, von denen es eh kein einziges gibt. Was wir dringend brauchen ist, ist ein Netz von Beratungsstellen für Familien mit Gewaltproblemen. Denn Gewalt in Familien hat systemischen Charakter. Wenn eine Frau ihren Mann und ein Mann seine Frau schlägt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch ihre Kinder schlagen. Und geschlagene Kinder, Jungen wie Mädchen, haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit als Erwachsene ihre Kinder oder ihren Partner wiederum zu schlagen.

Dass Gewalt Gewalt nach sich zieht, ist klar. Und dass Gewalt in der Familie nicht nur die Familie betrifft, sondern die ganze Gesellschaft, die an den Folgen zu leiden hat, aber auch an ihren Ursachen beteiligt ist, ist ebenso klar. Doch dass in Sachen Gewalt Gleichberechtigung herrschen soll, ist erschreckend. Und für mich auch schwer zu glauben. Einerseits wird ein Mann, der geschlagen wird, in den meisten Fällen nur als “unterm Pantoffel” stehend belächelt, geholfen wird ihm aber nicht. Noch weniger erfährt er Unterstützung als die Frauen, die vor ihren Partnern fliehen, eben zum Beispiel in ein Frauenhaus. Das heißt, Gewalt gegen Männern von Frauen passiert zumeist ohne dass jemand Unbeteiligtes davon erfährt. Denn neben allen anderen Demütigungen und Verletzungen ist es für den Mann auch immens demütigend, dass er, Stellvertreter des vermeintlichen starken Geschlechts, unterlegen ist.

Eine der Studien, die Gerhard Amendt nennt, belegt, dass besonders Frauen, die sich in Scheidung befinden, ihren Partnern, die ja dann fast schon ihre Ex-Partner sind, Gewalt zufügen. Vielleicht kann man das als Entladung sehen, als Reaktion auf eine schlechte Partnerschaft, aber auch als Reaktion auf eine Machtlosigkeit innerhalb einer patriarchalen, nicht gleichberechtigten Gesellschaft. Das Bild einer südländischen Frau, die ihrem Mann mit dem Nudelholz nachläuft, nachdem sie ihn in flagranti mit einer anderen Frau erwischt hat, schiebt sich vor mein geistiges Auge. Womit ich keinesfalls sagen möchte, dass die Männer schuld daran sind, wenn sie von ihren Frauen geschlagen werden, oder es gar verdient hätten. Keinesfalls. Die Situation ist natürlich viel komplexer, und gerade die Machtverhältnisse der Geschlechter haben dabei viel Einfluss. Je gleichberechtigter eine Partnerschaft, desto gewaltloser wird sie sein, da Konflikte dann gleichberechtigt ausgetragen werden können und somit ohne Gewalt.

Frauen, die sich ihren Männern gegenüber gewalttätig zeigen, sind ein gesellschaftliches Tabu, ein noch größeres als das hinsichtlich der Debatte zu häuslicher Gewalt von Männern gegen Frauen, was bis zu einem bestimmten Grad von vielen hingenommen, toleriert oder gar akzeptiert wird. Hier braucht es nicht nur Beratungsstellen, sondern in der Tat ein gesellschaftliches Umdenken. Doch bedeutet das die Einrichtung von Männerhäusern? Ist die Schaffung von Zufluchtsorten für beide Geschlechter eine Lösung? Dass Männer vor ihren Frauen geschützt werden und Frauen vor ihren Männern? Und daran anknüpfend Kinder vor ihren Eltern und Eltern vor ihren Kindern?

Ich denke, dass das am Ende doch der Weg in die falsche Richtung ist. Natürlich benötigt es Hilfe vonseiten der Gesellschaft, die oftmals dort beginnt, wo ein Ort ist, wo der oder die nach der erfahrenen Gewalt Schutz, Trost und Rat findet. Doch unsere Gesellschaft braucht dringend eine Gewalt-Beratung, unabhängig von Konfession oder Politik. Gewalt muss enttabuisiert werden. Und entidolisiert. Ein Mann, der seine Frau und seine Kinder mit der Faust regiert, ist kein vorbildhafter Familienvater. Eine Frau, die ihrem Mann mit dem Nudelholz nachläuft, ist keine vorbildhafte starke Frau. Der Gewalt, die im Fernsehen, im Kino, im Internet und vielleicht auf der Straße zu sehen ist, darf kein Weg gezeigt werden, sich in die Partnerschaften und Familien einzuschleichen. Und dort verbrannte Erde zu hinterlassen.


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