Einträge mit dem Tag ‘Genitalverstümmelung’


Macho-Politiker, Fahrräder und Homofeindlichkeit beim Katholikentag – kurz notiert

30. Mai 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 154 von 191 der Serie Kurz notiert

Pascale Müller hat uns per E-Mail seinen_ihren Artikel “Willkommen im Mittelalter” (PDF) über die homofeindlichen Vorkommnisse beim Katholikentag geschickt, der vor einigen Tagen in Mannheim stattgefunden hat. Innerhalb der lokalen LGBTI-Szene gab es spontanen Protest, weil sich dort ein Stand des BkÄ (Bund katholischer Ärzte) präsentiert hat, der unbehelligt Homoexualität als „heilbare Krankheit“ dargestellt hat.

Im Bundestag hat der LINKE-Politiker Jan van Aken kräftig gegen FDP-Mann Martin Lindner ausgeteilt. Er schimpfte den Liberalen einen „unerträglichen Macho“, so Spiegel Online.

Konsequent und cool! Eine Pilotin einer brasilianischen Airline hat einen Fahrgast aus dem Flugzeug geworfen, weil dieser sexistische Kommentare über Pilotinnen abließ.

Die ARGE Dicke Weiber hat am 12.Mai 2012 an der Zeltstadt der Frauen in Wien teilgenommen, um öffentlich auf Gewichtsdiskriminierung aufmerksam zu machen.

Die neue Ausgabe der US-Vogue legt den Fokus auf die Olympischen Spiele in London und zeigt Sportler_innen in den Modestrecken. Damit sind immerhin verschiedene Körperformen und auch Schwarze Frauen zu sehen – leider werden die Sportlerinnen wieder einmal sehr statisch dargestellt, während die Sportler in Aktion zu sehen sind, so der Vancouver Observer.

In Köln hat ein Pfarrer einen Themengottesdienst über Sexarbeiterinnen in Deutschland gehalten. „Wir sind Menschen“ so der Titel. Auf der Webseite der Lutherkirche redet Pfarrer Mörtter über seine Beweggründe für den Gottesdienst und den kirchlich-gesellschaftlichen Umgang mit Sexarbeit.

Auf Radical Faggot findet ihr einen Artikel zu Femininitätsfeindlichkeit und queerer Solidarität.

Gazale Salame kam als Flüchtlings-Kind nach Deutschland, lebte hier bis zum Zeitpunkt der Abschiebung 17 Jahre und wurde 2005, im dritten Monat schwanger, zusammen mit der damals einjährigen Tochter Schams in die Türkei abgeschoben. In ein Land, dessen Sprache sie nicht sprach – und das nicht ihre Heimat ist. „Grund“ der Abschiebung: Die Eltern (!) von Gazale Salame hätten bei ihrer Einreise 1988 möglicherweise falsche Angaben gemacht. Eine Petition fordert eine Überprüfung dieser Entscheidung.

Die neue an.schläge ist da! Es geht wie immer um Feminismus – und um Fahhräder!

Seit 2008 ist die Genitalverstümmelung von Frauen in Ägypten verboten – wenn Ärzt_innen die „medizinische Notwendigkeit“ bescheinigen, gilt allerdings eine Ausnahmeregelung. Terre des Femmes sammelt Unterschriften gegen diese Praxis.

Und in Wien gibt es morgen abend ein queeres Stadtgespräch zu homophober und transfeindlicher Gewalt.


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Abtreibung, Inklusion und Hebammen – kurz verlinkt

14. März 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 143 von 191 der Serie Kurz notiert

Im Juli werden die Haftpflichtprämien für deutsche Hebammen ein weiteres Mal um 500 Euro steigen – trotz Versprechen der Politik ist bisher nichts geschehen. Daher gibt es die Aufforderung, die Hebammen zu unterstützen, nun auch im Zukunftsdialog mit der Bundeskanzlerin.

Die Zahl der Abtreibungen ist in Deutschland zurückgegangen und damit auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Leider bebildert der Spiegel diese Nachricht mit dem Bild einer 1000 Kreuze-Demo. Auf Nachfrage wurde uns leider noch nicht geantwortet. Eine ausführliche Aufarbeitung hat DRadio Wissen – leider wird dort gesagt, dass die „Bedenkzeit“ erst 2009 eingeführt wurde, dies bezieht sich aber nur auf Spätabtreibungen.

Wie funktioniert eigentlich Inklusion? Die Aktion Mensch hat ein Erklärbärvideo gedreht:

Um Abreibungen zu verhindern soll es in Arizona Ärzt_innen erlaubt werden, schwangere Frauen bezüglich einer Behinderung ihres Kindes anzulügen. Jezebel und Addicting Infos berichten.

Passend dazu bei Fuck Yeah PLanned Parenthood: In Georgia verließen acht Senatorinnen aus Protest gegen zwei Gesetze, die Abtreibung und den Zugang zu Verhütungsmitteln erschweren sollen demonstrativ den Raum. Und: “Women on waves” bietet Vordrucke für Sticker zum Runterladen, ausdrucken und überall hin kleben. Erklärt wird in verschiedenen Sprachen wie Frauen sicher selbst eine Abtreibung durchführen können.

Puh, schon wieder ein Artikel über die Piraten und die Frauenfrage? Ja, aber ein guter mit, Tatsache!, sogar einigen neuen Erkenntnissen zum Thema.

Anlässlich des diesjährigen Frauentages hat TERRE DES FEMMES eine Erklärung heraus gegeben, in der sie die ärztliche Empfehlung zum Thema weibliche Genitalbeschneidung/weibliche Genitalverstümmelung ausdrücklich begrüßen.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) kommentiert die Pläne der Koalition für eine Neuregelung des Sorgerechts bei nicht mit einander verheirateten Eltern (PDF).

Und mal noch was nettes aus den USA: Dort wurden letzte Woche mehrere Aktivistinnen mit dem US Courage Award ausgezeichnet.

Bei Xtra.da könnt ihr mehr über die Situation von Sexarbeiter_innen Kambodscha lesen.

Zwei Artikel aus dem Bitchmagazin: Einer über Cynthia Nixon (Miranda aus “Sex and the City”) und die labels gay und bi. Und eine tolle Linksammlung mit Blogartikeln zum Internationalen Frauentag!

Im Independent hat Laurie Penny eine klare Forderung erhoben: Genug mit den Sektempfängen und nett sein! Damit sich was ändert, müssen Frauen wieder sauer und unbequem werden, wie die Pussy Riots auf die Straße gehen und drastische Forderungen stellen!


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Heute ist der internationale Tag gegen Genitalverstümmelung

6. Februar 2012 von Anna

Am heutigen 6. Februar findet zum neunten Mal der “Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung” statt. DieStandard.at schreibt:

Laut dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF werden etwa drei Millionen weibliche Personen jährlich einer Genitalverstümmelung unterzogen.
[...]
Mädchenbeschneidungen sind vor allem in Afrika kulturell tief verwurzelt, auch wenn sie von keiner Religion vorgeschrieben sind. [...] Immer wieder sterben Mädchen an den Folgen, häufig kommt es zu Infektionen und chronischen Entzündungen. Viele beschnittene Frauen leiden ihr Leben lang an Depressionen und Angstzuständen; auch bei Geburten sind sie vermehrten Risiken ausgesetzt.

Genitalverstümmelung ist jedoch kein Problem einzelner afrikanischer Länder, auch Frauen und Mädchen in anderen Staaten sind davon bedroht, wie zum Beispiel diese Reportage des Deutschlandfunks eindrucksvoll darstellt. Integra, das deutsche Netzwerk gegen Genitalverstümmelung, fordert daher einen nationalen Aktionsplan zum Schutz vor weiblicher Genitalverstümmelung. Solche Aktionspläne gibt es bereits in anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich oder den Niederlanden.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org weist anlässlich des heutigen Tages darauf hin, dass jeden Tag “in Deutschland in einer Kinderklinik mindestens ein wehrloses Kind irreversibel genitalverstümmelt” werde. Sie betrachtet die so genannten “korrigierenden oprativen Eingriffe” bei angeblich “unklaren” Geschlechtsteilen der betroffenen Kinder als “westliche Form der weiblichen Genitalverstümmelung”. Mehr Informationen dazu gibt es im Blog von Zwischengeschlecht und auch in diesem Streitgespräch in der Zeit zwischen Lucy Veith (Leiterin des Vereins Intersexuelle Menschen) und Olaf Hirot (Professor für Kinderheilkunde mit dem Spezialgebiet Hormonstörungen und Sprecher des Netzwerks DSD/Intersexualität).


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Identitäten, Erklärbär_innen und antiqueere Tendenzen – die Blogschau

5. November 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 132 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

In ihrem letzten Gastbeitrag für das Missy Magazine macht sich Sideglance ein paar Gedanken zum Netzfeminismus.

Charlott von Afrikawissenschaft echauffiert sich über die vielen Alltagsrassismen, besonders über “lustige” Halloween-Kostüme.

Kiturak ärgert sich über Facebook und die fehlende Anonymität, trotz Pseudonym.

Kathrin Ganz macht die Erklärbärin und erläutert, warum es zu einfach ist, sich immer auf die Existenz von Erklärbär_innen zu verlassen.

Riot Grrrl Hamburg findet klare Worte für die sexistischen und rassistischen Werbeplakate der Biermarke Astra.

Comicblogs sind wohl gerade Trend. Chicks on Comics ist ein Gemeinschaftsblog von neun Comiczeichnerinnen und wechselnden “guest chicks”.

Die Arte-Dokumentation “Meine Seele hat kein Geschlecht” über das Leben von vier Trans*männern hat laufmoos seziert und kommentiert.

Bei High on Clichés kann mensch den erschütternden Alltag von Mareike nachlesen: Rassistischer Normalzustand in Deutschland.

Puzzlestücke hat sich sehr persönlich und ausführlich über Identitäten Gedanken gemacht.

Die neue Podcast-Folge von Previously, dem Magazin zu (nicht nur) us-amerikanischen Qualitäts-TV-Serien mit Ms. Gouldy, Lola Loop und Irmgard Lumpini ist erschienen. Transkripte zu den einzelnen Teilen gibt es auf der Hauptseite.

Auch der Haufen von Heiter Scheitern war wieder fleißig: Die neue Folge widmet sich antiqueeren Erscheinungsformen und begibt sich auf die Suche nach Solidarität. Die Mädchenmannschaft wünscht dem Dreiergespann außerdem alles Gute zum dritten Podcast-Geburtstag!

Zum Schluss ein wichtiger Terminhinweis: Noch heute und morgen Nächste Woche Freitag bis Sonntag könnt ihr in Berlin gegen Genitalverstümmelungen protestieren, berichtet Zwischengeschlecht. Am Donnerstag gibt’s zudem einen Infoabend im Haus der Demokratie und Menschenrechte.


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Nach der Verstümmelung auch noch allein gelassen

18. Juni 2010 von Helga

Beschnittene Frauen haben in Deutschland ein großes Problem: Weibliche Genitalverstümmelung und daraus resultierende Folgen sind nicht im medizinischen Diagnoseschlüssel aufgenommen und tauchen auch im Abrechnungsverzeichnis der Krankenkassen nicht auf. Werden die Betroffenen krank, brauchen die Krankenkassen die Kosten für Behandlungen und Operationen nicht zu übernehmen. Auch ist bisher nicht klar, wieviele Frauen nun genau beschnitten sind, da ihre Zahl nicht erfasst wird – Terre des Femmes geht derzeit von rund 20.000 Frauen aus.

In diesem Jahr gibt es daher eine Unterschriftenaktion für die Aufnahme in den Diagnoseschlüssel, sowie die Einordnung in den einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Unterstützen kann man die Aktion online, die Unterschriftenliste (PDF) steht aber auch zum Ausdruck bereit.


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Boobquake, schwul-machende Hühner, International No Diet Day, Bacha Bazi & FGM

30. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 82 von 191 der Serie Kurz notiert

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: wenn sich Frauen nicht angemessen kleiden, also z.B. zu tiefe Ausschnitte tragen, erhöht das die Erdbebengefahr; das glaubt jedenfalls Hojatoleslam Kazem Sedighi – ein Geistlicher aus dem Iran. Als eher scherzhaft gemeinte Reaktion auf diese These startete die Bloggerin Jen McCreight die “Boobquake-Internetbewegung” auf Facebook. Weitere Infos und Kritik dazu gibt es auf salon.com und auf dem Blog von switchintoglide.

Wieder etwas Überflüssiges gelernt: industriell produziertes Hühnerfleisch kann Männer schwul machen, das behauptet zumindest Boliviens Präsident Morales. Warum das so ist, könnt ihr hier nachlesen.

Die einflussreichsten Frauen des Jahres in technischen Branchen stellt Fast Company vor – von der Professorin über die Computerspielentwicklerin zu Existenzgründerinnen zeigen sie zum zweiten Mal, dass Technik auch Frauensache ist.

Alle Informationen zum “International No Diet Day” am 06. Mai gibt es hier.

Auf dieStandard.at wird darüber diskutiert, inwieweit es verwerflich ist, wenn Männer nicht bei der Geburt ihres Kindes/ihrer Kinder anwesend sein möchten.

Die Huffington Post berichtet über einen verstörenden Brauch mit dem Namen “Bacha Bazi”, der in Afghanistan immer populärerer zu werden scheint. Es geht dabei um den Handel mit Jungs, die als Tänzer in Frauenkleidung für ein männliches Publikum auftreten müssen und Diesem anschließend als Sexualobjekte zur Verfügung stehen.

Im Guardian-Video spricht die ägyptische Feministin Nawal El Saadawi über Religion, Fundamentalist_innen und ihren schwierigen Kampf gegen die Genitalverstümmelung der Frauen. Natürlich eingeordnet in die Kategorie „Life & style”.


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Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

6. Februar 2010 von Helga

Heute, am 6. Februar, ist der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Er wurde 2003 von der First Lady Nigerias, Stella Obasanjo, ins Leben gerufen. Genitalverstümmelung wird bis heute durchgeführt, wie dieStandard.at berichtet:

155 Millionen Frauen haben diesen grausamen Eingriff in ihrer Kindheit erleiden müssen und man geht davon aus, dass täglich weitere 7000 Mädchen – vor allem in west- und nordafrikanischen Ländern – Opfer dieses “Rituals” werden. Rund drei Millionen Mädchen sterben laut Schätzungen des internationalen Kinderhilfswerks UNICEF an den Folgen.

Terre des Femmes setzt sich in diesem Jahr dafür ein, dass Genitalverstümmelung in Deutschland in den medizinischen Diagnoseschlüssel aufgenommen wird, damit die Krankenkassen die Kosten für medizinische Behandlungen und umfassende Beratungsgespräche übernehmen.

(via mädchenblog)


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Neue Gesetze in Uganda

17. Dezember 2009 von Helga

Ein Schritt vor und einen zurück, so kann man die derzeitige politische Entwicklung in Uganda beschreiben. So wurde einerseits letzte Woche die Genitalverstümmelung von Frauen unter Strafe gestellt, wie die BBC berichtete. Künftig drohen eine Gefängnisstrafe von 10 Jahren oder sogar lebenslänglich, sollte das Opfer durch die Prozedur sterben.

Andererseits werden die Gesetze, die Homosexualität unter Strafe stellen, wohl weiter verschärft. Danach droht Homosexuellen die Todesstrafe (wenn sie HIV-positiv sind), wie auch jeglicher Bericht über Homosexualtität verboten wird, außer dem Ankreiden vermeintlicher Homosexueller – das muss künftig jede_r machen. Insgesamt sind es nun schon 38 Staaten in Afrika, die Homosexualität verfolgen. Doch dahinter könnten Kräfte vom anderen Ende der Welt stecken, so ein Bericht im Guardian:

In March, Bahati met several prominent anti-gay US Christian activists who attended a conference in Uganda where they pledged to “wipe out” homosexuality. The conference featured Scott Lively, president of California’s anti-gay Abiding Truth Ministries and co-author of The Pink Swastika, a book claiming that leading Nazis were gay. Also there was Don Schmierer, on the board of Exodus International, which promotes the “ex-gay” movement, believing people can change their sexuality and be redeemed. The third extremist evangelical to attend was Caleb Lee Brundidge, who is linked to Richard Cohen who believes that psychotherapy can “cure” homosexuality.

Zu Deutsch: Im März traf Bahati [der Abgeordnete der das Gesetz vorschlug] auf einer Koferenz in Uganda verschiedene prominente Aktivisten der US-amerikanischen Anti-Schwulenbewegung, die dort schwuren Homosexualtität “auszuradieren”. Ein Teilnehmer der Konferenz war Scott Lively, Präsident der kalifornischen Abiding Truth Ministries, die sich gegen Schwule richtet, und Koautor des Buches “The Pink Swastika”, in dem er behauptet, führende Nazis seien schwul gewesen. Ebenfalls anwesend war Don Schmierer, aus dem Vorstand von Exodus International, Verfechter der “Ex-Schwulen-Bewegung”, die behauptet, Homosexuelle könnten ihre sexuelle Identität ändern und bekehrt werden. Der dritte evangelikale Extremist war Caleb Lee Brundidge, der Verbindungen zu Richard Cohen besitzt, welcher glaubt, Psychotherapie könne Homosexualität “heilen”.


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Schluss mit Genitalverstümmelungen!

24. November 2008 von Susanne

“Kein Schnitt ins Leben” heißt die neue Kampagne von Terre des Femmes – gegen weibliche Genitalverstümmelung. Weltweit wird alle elf Sekunden einem Mädchen die Klitoris und die Schamplippen abgeschnitten. Viele überleben dies nicht; und wenn sie überleben, leiden sie ein Leben lang unter Schmerzen, Unfruchtbarkeit, Infektionen; Sexualverkehr und Geburten sind für diese Frauen eine weitere Tortur.

“Auch in Deutschland ist dieses Thema allgegenwärtig”, sagt Angelika Bürkner von Terre des Femmes gegenüber ZDFheute.de. “Schließlich leben hier etwa 20.000 betroffene Frauen, davon sind etwa 4.000 junge Mädchen in naher Zukunft von Genitalverstümmelung bedroht.”

Terre des Femmes informiert: Die Begründungen, die zur Rechtfertigung dieser Praktik vorgebracht werden, sind unterschiedlich. Sie beruhen zumeist auf Mythen und Überlieferungen, der Unkenntnis biologischer und medizinischer Fakten oder dem Islam. In der Regel handelt es sich um eine gesellschaftliche Norm, deren Missachtung mit Ächtung bestraft wird. Vor allem geht es aber auch um die Kontrolle weiblicher Sexualität und Fruchtbarkeit im Rahmen männlicher Machtansprüche.

Hier könnt ihr für die Arbeit von Terre de Femmes spenden.


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