Einträge mit dem Tag ‘Gender’


Stockfotografie mal anders, Preis für couragierte Lesben und kritische Bildungsarbeit – kurz verlinkt

29. März 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 344 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

quix, das Kollektiv für kritische Bildungsarbeit, hat eine Broschüre zu den Themen Gender_Sexualitäten_Begehren in der Bildungsarbeit herausgegeben. Diese Themen werden in der Broschüre mit einer queer_feministischen, rassismuskritischen und intersektionalen Perspektive niederschwellig beleuchtet – dabei steht vor allem die Bildungsarbeit im entwicklungspolitischen Kontext (insbesondere von internationalen Freiwilligendiensten) im Mittelpunk.

Mit Stolz verkündet die LAG Lesben in NRW den Namen für den neuen Lesbenpreis der Öffentlichkeit: „CouLe – Preis für couragierte Lesben“. Die erste Preisträgerin ist María do Mar Castro Varela.

Anastasie Umrik schreibt sehr eindrücklich über ihre Erfahrungen mit Muskelschwund: „Der Schwund der Muskeln ist so, als hätte gerade ein Baum eins seiner vielen Blätter verloren (…). Erst im Herbst, wenn alle Blätter gefallen und endgültig ihre Farbe verloren haben, sich der Winter somit ankündigt, ja, dann beginnen alle um die grünen Blätter zu trauern. So ähnlich es es auch mit den Muskeln, die nicht mehr gehorchen wollen.“

Die neue Bildpunkt, Magazin der österreichischen IG BILDENDE KUNST, ist da: „Arbeitstitel Antifa„. Stefanie Mayer, Edma Ajanovic und Birgit Sauer schreiben in diesem beispielsweise darüber „Warum rechte Politik hierarchische Geschlechterverhältnisse braucht„.

Ein Buchprojekt sucht nach Beiträgen. Es soll um „Care revolution“ zwischen Anspruch und Wirklichkeit in linken/alternativen Zusammenhängen gehen. Gesucht werden Artikel, Zeichnungen und Comics. Den ganzen Aufruf gibt es auf der Facebookseite des Projekts.

Geld, welches ihr über Patreon an Ismail Küpeli spendet, geht an kritische Journalist_innen in der Türkei (z.B. zur finanzielle Unterstützung bei Gerichtsprozessen).

Die Schwule Seite schließt nach 17 Jahren – denn die Herausforderungen haben sich geändert. Zum Abschluss heißt es: „Wir brauchen also neue Bündnisse, in denen sich diejenigen zusammenfinden, die an einer emanzipatorischen und toleranten Entwicklung der Gesellschaft interessiert sind, die gleichermaßen gegen rassistische und antisemitische sowie gegen zweigeschlechtlich-sexistische Diskriminierung und Gewalt streiten. Ohne diese Verknüpfung emanzipatorischer Kämpfe entsteht viel Mist. Es wird für die folgenden emanzipatorischen Kämpfe darum gehen, dass sie feministisch, queer, of Color sind. Koalitionen sind nötig und werden uns gemeinsam weiterbringen.“ Im Beitrag gibt es auch noch einmal eine Linksammlung mit interessanten Analaysen und Berichten der letzten Jahre.

englischsprachige Links

Bist du auch oftmals genervt von der Bebilderung von Beiträgen? Die immer gleichen weißen, schlanken Menschen? Diverse Stock Photos baut gerade ein Archiv auf mit Fotos, die unterschiedliche Menschen in alltäglichen Situationen zeigt.

Die ägyptische Feministin Mozn Hassan und ihre Organisation Nazra for Feminist Studies haben den Alternativen Nobelpreis erhalten. Die Preisübergabe musste in Ägypten in privater Zeremonie stattfinden, da Hassan die Ausreise verboten wurde.

Queere Kurzgeschichten für Sammelband „Queerly Loving Anthology“ gesucht. Die Deadline ist der 31. Mai.

Termine in Dortmund, Freiburg, Halle, Hannover, Kiel, Magdeburg, Marburg und Wiesbaden

29. März in Marburg: Lesung: „Feministische Psychatriekritik“ von Peet Thesing (fb-Link)

31. März in Hannover: Ab 15.30 startet der Workshop „„Du siehst müde aus …“ über Mutterschaft und Sorgearbeit in Zeiten sozialer Verunsicherung„. (FB-Link)

4.-9. April in Dortmund: Erneut findet das Internationale FrauenFilmfestival statt.

5. April in Magdeburg: Margarete Stokowski liest aus ihrem Buch „Untenrum frei“ und diskutiert anschließend. (FB-Link)

6. April in Halle: Margarete Stokowski liest aus ihrem Buch „Untenrum frei“ und diskutiert anschließend. (FB-Link)

8. April in Freiburg: Vortrag & Workshop „(Mein) Fett ist politisch“ von 11:30 bis 13h und von 14 bis 18h für interessierte Frauen_, Lesben_, Trans_ und Inter_ Im fz* feministisches zentrum freiburg (barrierefrei), Faulerstr. 20. Anmeldung zum Workshop unter: jubilaeum@tritta-freiburg.de.

27.- 30. April in Wiesbaden: Symposium mit dem Titel: Feministisch wider Willen – Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa. (fb-Link)

5.-7. Mai in Halle: Konferenz junger politischer Frauen mit Workshops und Diskussionen.

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Angela Davis, Rachel Dolezal, Miriam Schapiro – kurz verlinkt

24. Juni 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 285 von 358 der Serie Kurz notiert

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Angela Davis war in Berlin und hat sich u.a. mit Aktivist_innen über die aktuelle Situation von Geflüchteten und dem Aktivismus Schwarzer Frauen unterhalten. Beim Missy Magazine berichten Birke Carolin Resch und Tai Linhares über das Zusammentreffen.

Tupoka Ogette sprach beim Deutschlandradio Kultur über den Fall Rachel Dolezal.

englischsprachige Links
„The Charleston shooter killed mostly black women. This wasn’t about ‚rape'“, schreibt Rebecca Carroll beim Guardian und analysiert zum einen, wie weiße Frauen als besonders schützenswert konstruiert werden und Schwarze Frauen wegwerfbar.

In der New York Times schreibt Roxane Gay darüber, wie schnell medial ein Narrativ von Vergebung (des Anschlags von Charleston durch die Angehörigen der Opfer) aufgegriffen wurde, wie schnell für weiße Täter_innen Entschuldigungen gesucht werden und warum ihnen nicht vergeben wird.

Weitere Texte rund um den Anschlag in Charleston, z.B. zur Geschichte der Emanuel African Methodist Episcopal Church, weiteren Terrortaten weißer, christlicher Männer und der langen Tradition der Instrumentalisierung von (vermeintlichen) Vergewaltigungsbedrohungen, hat Feministing zusammengetragen.

Über Tim Hunts sexistische Bemerkungen zu Frauen in Laboren haben wir berichtet. Ms. Magazine ergriff den Anlass und stellt „5 “Disruptive” Women Scientists Who Broke the Mold“ vor.

Die feministische Künstlerin Miriam Schapiro ist verstorben. Mira Schor erinnert an sie bei Hyperallergic.

Durch ein 2013 verabschiedetes Gesetz (einem diesbezüglichen Gerichtsurteil folgend) haben zehntausende Menschen mit haitianischen Vorfahren in der dominikanischen Republik über Nacht ihre Staatsbürgerschaft verloren. Die Deportationen sollen diese Woche beginnen. Vox berichtet über die Hintergründe.

Alok Vaid-Menon (von Darkmatter) spricht in diesem Video über „The Pain & Empowerment of Choosing Your Own Gender“:

Und bei Everyday Feminism schreibt Sam Dylan Finch: „Is Your Trans Allyship Half-Baked? Here Are 6 Mistakes That Trans Allies Are Still Making“ und geht dabei Themen nach wie den Fokus auf’s Aussehen und dem „Born This Way“-Narrativ.

Termine in Berlin

26.06. in Berlin: Ab 18 Uhr findet der nächste Next Generation Adefra Stammtisch in der Begine statt. (FB-Link)

02.07. in Berlin: Konferenz in der Topographie des Terrors: „Antisemitismus heute: Erfassen, erforschen, bekämpfen“. (FB-Link)


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Zum „Kampf gegen Genderismus“: Die neue LOTTA

7. November 2014 von accalmie
Dieser Text ist Teil 8 von 10 der Serie Gender und Rechts(extremismus)

LOTTA ist eine antifaschistische Zeitung eines ehrenamtlich arbeitenden Redaktionskollektivs aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen, die alle drei Monate erscheint. Die LOTTA berichtet von Aktivitäten und Hintergründen zur extremen Rechten sowie gesamtgesellschaftlichen Anschlüssen an (extrem) rechte Weltbilder. In der neuesten Ausgabe, die am ersten November erschien, wird der Schwerpunkt auf das Thema „‚Kampf dem Genderismus‘ – Antifeminismus als Scharnier zwischen extremer Rechter, Konservativismus und bürgerlichem Mainstream“ gelegt. Mehr dazu aus dem Editorial der Ausgabe #57:

Im Kampf gegen einen angeblichen „Genderismus“ sind Allianzen entstanden, die vom konservativen Feuilleton über christlich-fundamentalistische Gruppierungen, die „Alternative für Deutschland“ und mit ihr verbundene Netzwerke und die „Neue Rechte“ bis zur Neonazi-Szene reichen. Die Agitationsfelder sind vielfältig, „Frühsexualisierung“, „Väterrechte“, Gender Mainstreaming, Homosexuellen-Ehe sind nur einige prominente Beispiele. Im Internet ist ein breites Netz an Organisationen, Initiativen und Foren entstanden.

Mittlerweile hat sich diese Bewegung auch auf der Straße formiert und zeigt sich bei den jährlichen „1000 Kreuze Märsche“ fundamentalistischer AbtreibungsgegnerInnen in Münster, Berlin, Fulda und München oder den Demonstrationen der „Initiative Besorgte Eltern“. Antifeminismus und eine binäre Geschlechterordnung stellen zum einen die Grundlage konservativer bis extrem rechter, völkischer Weltbilder dar, sind aber darüber hinaus fest im gesellschaftlichen Mainstream verankert. Die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zeigen einmal mehr, wie wichtig feministische Positionierung und Praxis sowie deren Verknüpfung zur antifaschistischen Arbeit ist. Also … still loving feminism!

Im sech­zehnseitigen Dossier beleuchtet LOT­TA un­ter an­der­em die ge­schlech­ter­po­li­ti­schen Stand­punk­te der „Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land“ (AfD), An­ti­fe­mi­nis­mus der „selbst­er­nan­nten ‚Mas­ku­li­st­en'“, (christ­li­che) Pro­te­ste ge­gen ei­ne „Früh­sexuali­sier­ung von Kin­dern“ und die he­te­ro­se­xist­ische Mas­sen­mo­bi­li­sier­ung in Deutsch­land und Frank­reich. Das kom­plet­te In­halts­ver­zeich­nis der No­vem­ber-LOT­TA fin­det ihr hier.

Die LOTTA ist im Buch­han­del er­hält­lich (ISSN: 1865-9632), in Info­lä­den oder per Post, in­dem ihr ei­ne Be­stel­lung per E-Mail an lotta-vertrieb@nadir.org sendet. Es lohnt sich auch, ei­nen Blick in das Ar­chiv der LOTTA zu wer­fen – ei­ni­ge Ar­ti­kel sind on­line ver­füg­bar.


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trapped in the wrong body

30. September 2014 von Nadine

How can I be trapped in the wrong body
that is white, skinny and falsely cisgendered as women?
How can I be trapped in the wrong body
able to move anytime anywhere without help, fear or force?
If I want to.
If I just could sometimes.

My body is not wrong.
My body is right
there where society wants them to be.

I’m not trapped in the wrong body
I’m trapped in a society that is
Wronging my body
Righting my body
Praising my body
Trapping my body

I’m not wronged for my body.
I’m wronged for my body
Speaking
Changing
Moving
Feeling
where society not wants them to.

My body is wronging
My body is righting
My body is writing
society
is written on my body

My body is embodiment
of society.

My body is history
colonialism
capitalism
ableism
imperialism
sexism
racism
cisgendered
false.
My body is wrong.

My body is embodiment of society
righting history
righting violence
righting exploitation
wronging justice
wronging liberation
wronging dignity
treating bodies as wrong
trapped in the wrong body.

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Ein Chelsea Manning-Statement und Twitter-Feminismus – Kurz Verlinkt

24. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 239 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links:

Die queere Punk Band Friend Crush aus Berlin hat einige Songs online gestellt.

Diskriminierungssensible Zusammenarbeit jenseits von Öffnungsprozessen: LesMigraS veröffentlichte Gedanken und Anregungen zum Thema.

In dieStandard ging es darum, wie die Debatte um Gleichberechtigung unter anderem durch Mainstream-Publikationen („Tussikratie“) immer wieder auf ein niedriges Niveau gebracht wird.

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin und das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V. (apabiz) haben den achten  Schattenbericht über Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus veröffentlicht; hier könnt Ihr ihn downloaden.

Englischsprachige Links:

Twitter als zentrales Tool für feministische Bewegungen: Yay or nay? Dazu könnt Ihr auf The Nation einen interessanten Artikel lesen.

Juhu, die Eisner-Nominierungen (quasi die Oscars der der Comic-Welt) sind draußen! 30 Kategorien, 160 Nominierte, davon… 35 Frauen… Tja. Aber die sollten erst recht gefeiert werden, findet autostraddle!

What genitals have to say about gender? Yori Gagarim hat sie gefragt und ein ganzes Comicbuch dazu fabriziert.

Chelsea Manning hat ein Statement zu ihrem Namenswechsel geschrieben.

Termine:

Vom 23. April bis 9. Juli findet an der Humboldt-Universität zu Berlin das Afrikakolloquium: Rwanda Beyond ’94 statt; jeweils von 18:00 bis 19:30 Uhr, mittwochs, im 2-wöchigen Abstand.

Am Samstag planen die NPD und andere extrem rechte Gruppierungen durch Berlin-Kreuzberg (und am 1. Mai durch Neukölln) zu marschieren. Protestaktionen des Bündnisses „Berlin Nazifrei“ findet ihr hier (Facebook-Link) und hier.


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Sprache in der Wikipedia, „Familienfeindlichkeit“ und aktives Vorgehen gegen Privilegien – Kurz verlinkt

6. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 228 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Mädchenmannschafts-Kolumnistin Melanie hat sich mit frauTV über das Feministinnen-Sein, Mutterschaft und das ganze Leben drumherum unterhalten. Einen kurzen Clip könnt ihr online sehen.

„Mit Hilfe einer Abstimmung in der deutschsprachigen Wikipedia soll geschlechtersensible Sprache komplett verboten werden.“, schreibt Andreas Kemper beim Freitag.

Außerdem gibt es im Freitag einen Artikel über Menschen, die sich im Internet finden, um gemeinsam Kinder großzuziehen, also Familienmodelle außerhalb des normativ enggestecktem Rahmens. (Natürlich nicht ohne in dem Artikel selbst auch problematisches zu reproduzieren.)

Am Sonntag protestierten über 100.000 Menschen in Frankreich gegen „Familienfeindlichkeit“ und Gender Studies, berichtet dieStandard.

Die Zeit schreibt über den Zentralrat der Sinti und Roma, der Anzeige gegen baden-württembergische Polizeimitarbeiter_innen stellt aufrgund von rassistische Kommentare in NSU-Akten. [Hinweis: In dem Text ausgeschriebene rassistische Begriffe]

englischsprachige Links

Mia McKenzie macht bei Black Girl Dangerous vier Vorschläge, wie eine_r über den Punkt des „Privilegien anerkennens“ hinaus zu „aktiv gegen Privilegien vorgehen“ kommen kann.

Die Pussy Riot Aktivistinnen Nadezhda Tolokonnikova und Maria Alyokhina waren bei der Colbert Show.

„Nonetheless, one of the biggest problems with how most white gender 101s discuss gender is by assuming that their gender system is the way to conceptualize gender. They centre whiteness and, essentially, force people to understand their selves and bodies in that framework.“, schreibt biyuti in Decolonizing Trans/gender 101.

Meg Allen veröffentlicht eine Fotoserie zu Butchs.

In dem Artikel „In Defense of Twitter Feminism“ auf Model View Culture analysieren Suey Park und David J. Leonard unter anderem wie auch Online-Räume von Gentrifikation mit allen rassistischen und klassistischen Implikationen betroffen sind. (Der Text ist eine Antwort auf Michelle Goldbergs Artikel zu „Feminism’s Toxic Twitter Wars“.)

Vor kurzem erschien Janet Mocks Buch „Redefining Realness“. Auf ihrem Blog schreibt sie nun über ihre Erfahrungen als junge Trans-Frau und Sexarbeit.

Auf Pretty. Period. schreibt Yaba Blay über Schönheitsvorstellungen und mediale Verbreitung von diesen: „And so I’m bothered by what appears to be yet another type of media training about Blackness – not one that would prepare the masses to amend their standards of beauty, but rather one that continues to suggest that a dark-skinned beauty like Lupita’s only magically appears every so often.“

Buzfeed schreibt über die 92-jährige Robina Asti, die aufgrund von Cissexismus um ihre Hinterbliebenenbezüge kämpfen muss.

Wie hängen eigentlich männliche Privilegien und body policing zusammen, wie werden fette_dicke Männer im Gegensatz zu Frauen behandelt? Darüber schreibt Michael Young bei the rainbow hub.

[CN: sexualisierte Gewalt] „What Would Make You Believe a Survivor of Childhood Sexual Abuse?„, fragt Andrea Grimes bei RH Reality Check.

Und zu guter letzt noch etwas Kaffeepausenamüsement mit der entscheidenen Frage: Which 90s alt rock grrrl are you?

Termine in Berlin:

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Interventionen, Männlichkeiten und Batgrrrls – die Blogschau

2. November 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 226 von 295 der Serie Die Blogschau

Auf tea-riffic mach sich Heng Gedanken über Team- und Selbstverantwortung. Wie viel Team­verantwortung ist gut, so dass die eigenen Interessen und Wünsche nicht zu sehr in den Hinter­grund geraten? Was mache ich mit meinem schlechten Gewissen, wenn ich mal etwas absage, um meine Zeit anders zu verbringen?

Auf anarchieundlihbe geht es um’s Passing, Misgendern und Männlichkeit.

Halloween-Fans, aufgepasst: Jedes Jahr glauben Menschen, dass rassistisches Blackface geeignete Halloween-Kostüme darstellen. Schon 2009 reagierte die Aktivistin und Künstlerin Noah Sow mit folgender cooler Aktion und verkleidete sich als weiß-deutscher Journalist, nämlich Günter Walraff. Ziemlich knorke finde ich auch dieses Batgrrrl-Outfit!

Geekiges Futter für die Ohren! Ein neuer nrrrdz-Podcast ist draußen zum Thema: „hacken in der menstruations­hütte.

Lara Fritzsche, Redakteurin des SZ-Magazins, gibt die 5.000 Euro eines katholischen Medien­preises an das Bündnis für sexuelle Selbst­bestimmung weiter – wir berichteten ebenfalls.

weird – das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld feiert ihren 6. Geburtstag! Feministischen Glück­wunsch :)

Nadine macht sich auf medienelite Gedanken zu Interventionen in Diskriminierungen: „was sind interventionen in diskriminierungen für mich? wann macht intervention welchen sinn für mich?“

Die Töchter Regalias schreiben: Für neue Kinder- und Jugend­literatur jenseits der Gender­normen.

Grimgrrrl denkt über gender. oder so nach: „mein körper ist aufgeladen mit bedeutungen. ist eine leinwand für alle möglichen bilder, die andere von mir erschaffen_entstehen lassen.“

Für alle Spontanen: Heute Abend findet in Berlin im Rahmen der Bundes­frauen­konferenz der LINKEN eine Podiums­diskussion zum Thema „Hollaback! Kampf gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie im öffent­lichen Raum“ statt. Mit dabei sind Vertreter_innen von Hollaback Dresden, PinkStinks, Discover Football und Mädchenmannschaft.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Kita-Kritik braucht Geschlechter-Kritik

14. Juni 2013 von Lisa

Nicht alle Krippen sind super – und nicht alle Kinder gehen gern in die Kita, mögen ihre Erzieher_in oder lassen sich innerhalb der vorgesehenen Zeit eingewöhnen. In vielen Kitas ist der Betreuungsschlüssel zu groß, oft fehlen Erzieher_innen – nicht zuletzt weil diese ausgesprochen schlecht bezahlt werden. Beim Kita-ausbau wird vielmals Qualität zugunsten von Quantität vernachlässigt. Eine Kritik am derzeitigen System von Kitas und Krippen, wie sie etwa in der taz zu lesen war, ist also mitunter durchaus gerechtfertigt. Das Problem ist allerdings, dass diese Kritik schnell in eine reaktionäre Richtung geht. Auch wenn sich die meisten Texte oberflächlich aufgeklärt geben, schwingt in vielen implizit trotzdem die Idee des ‚früher-war-alles-besser‘ und das Ideal der Hausfrau & Mutter als einzigem Garant frühkindlichen Wohlbefindens mit. Ein Beispiel dafür ist ein Interview mit dem bekannten dänischen Familientherapeuten Jesper Juul in der Zeit (dessen Erziehungsratschläge meiner Meinung nach sowieso auf Gemeinplätze hinauslaufen).

Hier findet sich ein typisches Argumentationsmuster konservativer Kita-Kritik: Offiziell zielt sie auf die Qualität von Krippen und Kitas, also auf Dinge wie den Betreuungsschlüssel, pädagogische Konzepte und die Ausbildung von Erzieher_innen. Inoffiziell geht es in den Texten aber meist nicht um den Vergleich von guten versus schlechten Kitas –  der eigentliche Maßstab bleibt weiterhin die Betreuung der Kinder zuhause in der Familie. Beispielsweise fordert Juul eine Langzeitstudie, die zwischen Kindern in Kita- und Familienbetreuung vergleicht (und nicht etwa zwischen verschiedenen Kita-Konzepten). Als sein vermeintlich progressives Vorbild nennt „eine kleine Bewegung von Eltern, die sagen: Wir wollen ein Recht darauf haben, unsere Kinder von der Geburt bis zur Einschulung selber zu erziehen“ (und nicht etwa eine Bewegung von Eltern, die sich für einen kleineren Betreuungsschlüssel in ihrer Kita einsetzen).

Problematisch ist zudem, dass die Kita-Probleme oft als Folge der privaten Entscheidung von Eltern erscheinen: Diesen Eltern kümmerten sich eben zu wenig um die spezifischen Bedürfnisse ihres Kindes, ihre  ‚Karriere‘ sei ihnen wohl wichtiger, sie  liessen sich zu sehr vom heutigen Leistungsdruck stressen und interessierten sich auch noch viel zu wenig für das pädagogische Konzept der jeweiligen Kita. Dadurch werden gesellschaftliche Probleme individualisiert. Denn der größere politische Zusammenhang wird ausgelassen oder nur gestreift. Dass Faktoren wie sinkende Löhne, der Abbau von Sozialsystemen, einkommensabhängiges Elterngeld und das Ideal der Vollzeit-Arbeit vielen Eltern wenig Raum für Entscheidung oder Zeit für Kita-Konzept-Diskussionen lassen, bleibt außen vor.

Vor allem aber fehlt in vielen Anti-Kita-Polemiken auffallend häufig die Dimension von Geschlecht – oder wird allenfalls in einem Nebensatz kurz angeschnitten. Vordergründig beschreiben die Texte neutral beide ‚Eltern‘ und unterschlagen so, dass ein zentraler Teil des Problems vor allem geschlechtspezifische Ungleichbehandlung betrifft. Denn zum einen ist die scheinbar kindgerechtere Vergangenheit, die beschworen wird, eng mit dem traditionellen Mutterideal verbunden. Zum anderen haben genderpolitische Aspekte entscheidenden Einfluss sowohl auf die Betreuung Zuhause als auch in der Kita. Strukturelle Faktoren wie der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen und das Ehegattensplitting bewirken, dass es in heterosexuellen Paaren meist die Frau ist, die den Großteil der Erziehungsarbeit übernimmt. Somit ist es in der Realität vor allem die Mutter, der die kritisierte ‚Entscheidung‘ zur Kita angelastet wird. Zudem spielt die Dimension von Geschlecht eine entscheidende Rolle bei der Quanität und Qualität von Kita-Betreuung. Schließlich gilt Erzieher_in nach wie vor als sogenannter ‚Frauenberuf‘ – und solche Berufe zeichnen sich traditionell dadurch aus, dass viel altruistisches Geben erwartet wird, während die Bezahlung ausgesprochen schlecht ist. Eine informierte Kita-Kritik schließt also immer auch eine Kritik der hegemonialen Geschlechterordnung ein.


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Doing Gender, Doing Sexism, Doing rebel grrrl convention – Die Blogschau

6. April 2013 von Sabine
Dieser Text ist Teil 199 von 295 der Serie Die Blogschau

Die Berliner Bar 111 hat wieder Neues in der Kategorie Sexismus anzubieten. Helga wünschte, es sei ein Aprilscherz. Diesmal sind sie auf der Suche nach Personal. Dreimal dürft ihr raten, wie da die Vorstellungen sind.

Auf femgeeks gibt es jetzt eine Linksammlung, sie ist unterteilt in acht Kategorien. Schön viel Stoff. Und bei Distelfliege geht es direkt weiter mit einer Critical Whiteness Leseliste.

Ein Praktikum an einer Grundschule: In welchen Situationen spielt das Geschlecht der Kinder eine Rolle? Und was heißt es, wenn Doing Gender passiert? Jo, die Jungs haben die Fußballbücher.

Warum regt das Thema neue Väter „oder dessen mediale Behandlung“ so auf? Auf Zehenspitzen hat ihre Sicht dazu aufgeschrieben.

Philosophinnen in Schulbüchern? Leider Mangelware, konstatiert Marit Rullmann.

Rebel Grrrl Convention. Mega cool! Hier eine Einladung zur Mitgestaltung eines Treffens von FrauenLesbenTrans*Intersex, die Musik machen wollen, auflegen, performen und einen politischen Anspruch an ihre Arbeit haben. Interessiert?

Auf Shehadistan findet ihr einen „offenen Brief an Femen“ (engl.). „We are proud Muslimahs, and we’re sick of your colonial, racist rubbish disguised as “women’s liberation”!“ und das hat Gründe, weiterlesen hier.

Nadia hat an den 19. Todestag von Kurt Cubain erinnert. Er hatte auch mal einen Brief an Bikini Kill geschrieben: Kurdt liebt sie total. Und wir vermissen ihn.

Prof. Dr. Grada Kilomba, Autorin, Dozentin, Lyrikerin, Denkerin. Kurz: eine der meist inspirierenden Schwarzen Frauen in Europa hat jetzt neben der HU Berlin eine Bloganschrift.

by the way: You should be a super heroine.

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Genderbüro: Blog und Praxis

24. Oktober 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 83 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

genderbüro blog

Wie heißt du?
Regina Frey

Seit wann bloggst du?
Seit Januar 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Anlass war die kleine Gender-Analyse des Feuilletons der Süddeutschen Zeitung; um die zu veröffentlichen brauchte ich schlicht ein Medium. Das war dann auch der erste Blogeintrag.

Worüber schreibst du?
Über „Gender“ also gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse in verschiedenen Facetten, angeregt durch meine Arbeit als Beraterin und inspiriert durch Gendertheorien. Dabei versuche ich das Thema einerseits sachlich, differenziert und auch wissenschaftlich zu bearbeiten ohne dabei abgehoben und unverständlich zu werden.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Das allgemeine Staunen, wenn ich erzähle, dass die Domain gender.de im Jahr 1998 noch frei war (und ich sie mir dann gleich schnappte).

Wovon braucht das Internet mehr:
Hm, ich glaube, es hat bereits mehr als es braucht. Sprich: Leute, die doch noch einmal kurz über das nachdenken, was sie gerade im Begriff sind ins Netz zu stellen.

Frauen* im Web sind…
…wenn es um die entscheidenden Stellschrauben geht leider weiterhin unterrepräsentiert: Bei Wikipedia gibt es z.B. nur sieben Prozent weibliche Schreibende. Da heißt es: Ran an den Speck und diskursbildend wirken!

Deine tägliche Web-Lektüre:
Die Mädchenmannschaft ist Pflichtlektüre, klaro. Auch dieStandard.at ist sehr informativ. Ansonsten beziehe ich viele Infos tatsächlich noch über das Abo einer qualitativ hochwertigen Tageszeitung (noch aus so richtigem Papier…).

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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