Einträge mit dem Tag ‘Gender Mainstreaming’


Frauenkampftag, Germany’s Next Top Model und Punk – die Blogschau

7. März 2015 von accalmie
Dieser Text ist Teil 273 von 295 der Serie Die Blogschau

Die trans*geniale f_antifa ruft zum Inter*- und Trans*-Block auf der Demonstration zum Frauenkampftag in Berlin auf und kritisiert die mangelnde Intersektionalität des Demonstrationsaufrufs des Organisationsbündnisses. Treffpunkt des Inter*- und Trans*-Blocks sowie des Sexarbeiter_innen-Blocks ist morgen, 8. März, an der Ecke Rosa-Luxemburg-Str. / Hirtenstr. (vor dem Kino Babylon), um 13 Uhr.

Die Stiftung Zurückgeben (Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft) gab ihre Stipendiatinnen des Jahres 2015 bekannt, deren Projekte mit insgesamt 30.000 Euro gefördert werden.

Noah Sow plädiert für mehr Kontinuität und gegen vermeidbare Unterbrechungen in der Community-Arbeit.

10 Jahre Germany’s Next TopmodelCandy Techno schreibt über die „Lieblingsorgie des Neoliberalismus (= Castingshow)“, Paris Teilnahme, Cisnormativität und Empowerment.

Ein Fest queerer Femininitäten: In Wien fand die Veranstaltung „Purrr! _Femme!-ance!: Queer Feminities in Action“ statt – Sugarbox berichtet.

Punk ist nicht nur was für heterosexuelle, weiße Typen In_Frage_Stellen: Musik stellt den Comic von Suzy X vor.

Genderfail analysiert die „Hart aber fair“-Sendung zum Thema „Gender Mainstreaming“ und resümiert, dass die Ausgabe „eine Machtdemonstration par excellence und ein Tiefpunkt des Journalismus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen“ war.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) fordert Gesetzgeber_innen in Bund und Ländern zur Streichung des Begriffs „Rasse” aus dem Grundgesetz, den Landesverfassungen und allen Gesetzestexten auf.

Die Bundesagentur für Arbeit plant offenbar, soziale Medien mithilfe eines Social Media Monitoring-Programms auszuwerten und so die Aktivitäten von bestimmten Personen, die zum Beispiel Kritik an Hartz IV oder der Bundesagentur üben, gezielt verfolgen und potenziell sanktionieren zu können. Christel T.’s Blog analysiert dieses Vorhaben und bereits vergangene Vorfälle.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Von verletzten Männern und alten Hüten

13. Oktober 2010 von Nadine

In einem aktuellen Beitrag im Blog „Streitwert“ der Heinrich Böll Stiftung fragt Hans-Joachim Lenz, seines Zeichens Männlichkeitsforscher, wo die männliche Verletzbarkeit in aktuellen Diskursen zu Geschlechtergerechtigkeit und Gender bleibe:

Geschlechterforschung, Geschlechterpolitik und daraus abgeleitete politische Programme wie Gender Mainstreaming klammern bislang die Wahrnehmung der männlichen Verletzbarkeit aus.

Lenz sieht die Ursache dafür hauptsächlich in den Geschlechterkonstruktionen von Feminismus, feministischer Theorie und Politik:

Seit langer Zeit schon werden in der Frauenbewegung, Frauenforschung und Frauenpolitik Mädchen und Frauen in ihren Widersprüchen und Ambivalenzen gesehen. Jungen und Männer hingegen wurden stereotyp als Objekte von Stärke und Dominanz konstruiert. Weder wurden „die Männer“ sozial differenziert noch fand eine Binnendifferenzierung der männlichen Persönlichkeit statt. Männer wurden als homogene Gruppe und als kongruente Persönlichkeit vorausgesetzt.

Weiter kritisiert Lenz die Entwicklung und den aktuellen Stand von Männlichkeitsforschung, die Erwartungen und Rollenbilder, die mit dem männlichen Geschlecht verknüpft sind, sowie den politischen Umgang damit. Dabei lässt es sich Lenz nicht nehmen, gegen Männer  aus den „grünen und linken Milieus“ zu polemisieren sowie Kindererziehung mit dem Leistungsprinzip zu verknüpfen. Was letztendlich die Legitimation für Entziehung aus der väterlichen Verpflichtung impliziert.

Doch damit nicht genug. Als Männlichkeitsforscher sollte Lenz wissen, dass sein Forschungszweig nicht erst seit Raewyn Connell (Stichwort: Hegemoniale Männlichkeit) Konjunktur hat und Männlichkeitsbilder seit den späten 1970er Jahren kritisch reflektiert und pluralisiert werden, auch und natürlich im Kontext von Gender Studies und feministischer Theoriebildung. Politische Programme wie Gender Mainstreaming beziehen ausdrücklich Männer als Subjekte und Handelnde der Veränderung von Geschlechterverhältnissen mit ein. Gender Studies und Feminismus beschäftigen sich seit langer Zeit kritisch mit dem homogenen Verständnis von und Normen über Geschlecht.

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Rechtsextremismus, Musliminnen, Transmasculinity, Arbeitswelt und Kritik an Kristina Schröder

7. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft

Die Rosa Luxemburg Stiftung stellt eine neue Publikation vor „Was ein rechter Mann ist … Männlichkeiten im Rechtsextremismus.“ von Robert Claus, Esther Lehnert, Yves Müller (Hrsg.) – inklusive PDF zum Runterladen.

Der neue TRANSMASCULINITIES 2011 Kalender ist gerade erschienen!

Auf Philibuster führte Nadia Shehadeh ein Interview mit Sineb El Masrar über ihr neu erschienenes Buch „Muslim Girls„, in dem  El Masrar die „Klischeewelten, die nicht existieren“ thematisiert und eine heterogene mediale Darstellung von Musliminnen fordert.

Passend dazu ein Artikel in der taz über die Chancen von muslimischen Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt: „Ob mit oder ohne Kopftuch – muslimische und türkischstämmige Frauen werden im Arbeitsleben stark benachteiligt, unabhängig davon, wie sehr sie sich bilden.“

Outside the Box, die Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik hat ihre erste Ausgabe als PDF online gestellt.

Auf GenderAcrossBorders wird diskutiert, ob die oft zitierte Doppelbelastung von Frauen nur noch ein Mythos sei.

Auf Derangierte Einsichten schreibt Patrick zum Thema Privilegien.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, der vor der „Islamisierung Europas“ und vor der „Zerstörung der deutschen Idenität“ warnt, rechtfertigt dies – na klar! – mit Verweis auf Frauenrechte.

Ein Deutschland voller Moscheen und voller verschleierter Frauen ist nicht mehr das Deutschland Schillers und Heines, Bachs und Mendelssohns.

Die österreichische Grünen Frauensprecherin Judith Schwentner kritisiert im Gespräch mit dieStandard.at, dass sich unter den anerkannten Berufskrankheiten viele Beispiele finden, die lediglich auf männerdominierende Branchen zugeschnitten sind.

In einem offenen Brief an Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) kritisiert das Netzwerk Internationaler Gender Mainstreaming-Expertinnen (GMEI) die mangelnden Gleichstellungsbemühungen und stellt ihre fünf Forderungen an Frau Schröder vor.

Die New York Times resümiert 20 Jahre nach dem Mauerfall den Status quo der Frauen in Ost und West.


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