Einträge mit dem Tag ‘Gaza’


Einsatz für Mutter und Kind – Hebammen in aller Welt

28. Dezember 2010 von Helga

In Deutschland hat sich die Situation für Hebammen in diesem Jahr deutlich verschlechtert, die versprochene Hilfe des Gesundheitsministeriums lässt weiter auf sich warten. Doch wie sieht es in anderen Ländern dieser Welt aus?

Die afghanische Pionierin Pashtoon Azfar haben wir bereits vorgestellt. Inzwischen ist ihr Projekt der Hebammenausbildung in den Nachbarländern kopiert worden, berichtete Gender Across Borders. Auch npr berichtete von den Fortschritten (hier das Transkript zum Nachlesen):

In den USA ist es in mehreren Bundesstaaten den examinierten Hebammen verboten, Hausgeburten zu begleiten. Werdende Mütter, die eine Hausgeburt bevorzugen, müssen diese entweder ohne qualifizierte Hilfe angehen oder die Hebamme riskiert den Verlust ihrer Lizenz. RH Reality Check stellte im Rahmen der Nationalen Hebammen-Woche im Oktober verschiedene Organisationen vor, die sich für eine Änderung der Gesetze einsetzen.

Auch in Ruhiira, Uganda, gibt es seit 2007 ein Programm, um Hebammen auszubilden. Sie leisten wichtige Arbeit, um Schwangere über HIV aufzuklären und die Übertragung auf die Neugeborenen zu verhindern, sowie den Frauen Mittel zur Familienplanung an die Hand zu geben. Besonders die Verringerung der Müttersterblichkeit während der Geburt ist auch einer der Punkte der Milleniumsziele der Vereinten Nationen, die bis 2015 erreicht werden sollen.

Schließlich gibt es im Women’s Media Center ein Porträt der palästinensischen Hebamme Feeza Shraim, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihrer Arbeit nachgeht. Dafür wurde sie sogar mit einem Internationalen Award für die Gesundheit und Menschenwürde der Frauen ausgezeichnet.


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Über niedliche Karrieristinnen und Vagina-Lovers

20. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 57 von 138 der Serie Kurz notiert

Susanne Frömel kommentiert im Süddeutsche Zeitung Magazin Niedlichkeit als Karrieremittel: “Ganz und gar unerträglich”.

DieStandard.at berichtet über ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Arabischen Emirate gegen einen Mann, der seine Frau und Tochter schlug. Unglaublich: Das Gericht erklärte den Angeklagten zwar für schuldig, wies aber zugleich darauf hin, dass das “islamische Recht die Züchtigung der Ehefrau erlaube, wenn sie keine Spuren hinterlasse”.

Netzpiloten macht auf ein Projekt von der Saudi-Araberin Amira Al Sharif aufmerksam, die gerade in New York Fotografie studiert. In dem am 23. November startenden Projekt möchte Al Sharif das Leben junger amerikanischer Frauen dokumentieren und die so entstandenen Fotografien mit Bildern ihrer “Schwestern” aus Jemen, wo sie aufgewachsen ist, kontrastieren.

ElanTheMag berichtet über die erste LKW-Fahrerin in Gaza-Stadt.

Quelle: twitter.com/danilo

Quelle: twitter.com/danilo

Bitte melden: Die Künstler_innen der Streetartaktion “Ich liebe meine Vagina” werden gesucht.

Weil ein paar High School Schülerinnen im amerikanischen Bundestaat Alabama sich nicht an die Kleiderordnung ihres Abschlussballs gehalten haben, wurden sie teils mit körperlicher Züchtigung bestraft, wie Patrick auf seinem Blog Derangierte Einsichten beschreibt.

Zu Männlichkeit und Performanz bloggt Lisa auf Sociological Images.

Wir schrieben bereits über die Greueltaten im Kongo. Wie SpiegelOnline berichtet, demonstrierten viele Opfer nun offen gegen die sexuelle Gewalt im eigenen Land. Der Protestzug wurde von der First Lady des Landes angeführt.

Zur Integration von Hausfrauen in den Arbeitsmarkt schreibt unsere Barbara für den WDR 5 Politikum (PDF).

Zum Schluß noch ein Termin: Morgen, am Donnerstag den 21. Oktober, wird im Berliner Silverfuture (Weserstr. 206) ein Film im Rahmen der Kampagne „Stop Trans*-Pathologization 2012“ gezeigt. Diagnosing Difference fragt “How does it feel to have your gender identity included in the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders?”

Mehr aktuelle Termine zu feministischen Ausstellungen, Konferenzen und Workshops haben wir bereits hier aufgelistet. Wenn wir eine Veranstaltung vergessen haben, postet sie einfach in die Kommentare.


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“Soldatinnen Gottes – Die Frauen der Hamas”

3. September 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 10 von 10 der Serie Frauen & Religion

Schon Anfang August lief die sehenswerte Dokumentation “Soldatinnen Gottes – Die Frauen der Hamas“. Die palästinensische Regisseurin Suha Arraf begleitete vier Frauen der Hamas in ihrem Alltag und zeigt, was jene Frauen bewegt, die selbst die Märtyrer-Tode der eigenen Söhne feiern.

Die Hamas ist Partei, Terrororganisation und soziales Netzwerk zugleich. Wie alle radikal ideologisierten Gemeinschaften investiert sie viel Kraft in die Indoktrinierung nachfolgender Generationen. Es sind vor allem die Frauen – Mütter, Lehrerinnen und Studentinnen – die die nächste Generation von Hamas-Anhängern aufziehen und ihnen das ideologische Rüstzeug vermitteln.

Zur Annährung an das Thema ist ein Fokus auf die sozialen Probleme im Gazastreifen unerlässlich: Vier von fünf Bewohner_innen leben unterhalb der Armutsgrenze, die Abdeckung von Grundbedürfnissen wie Zugang zu Wasser ist nicht immer gewährleistet. Der Gazastreifen gehört zu den dichtestbesiedelten Gebieten der Welt (4000 Menschen pro Quadratkilometer) und ist seit der gewaltsamen Machtübernahme der Hamas 2007 nahezu vollständig durch Ägypten und Israel abgeriegelt. Die Situation im Palästinensergebiet bietet demnach einen idealen Nährboden für fatalistische Gruppierungen, die die Wut und Verzweiflung der im Durchschnitt sehr jungen Bevölkerung für sich auszunutzen wissen.

Teil 1 (weitere Teile findet ihr auf Youtube.)

Link via bubizitrone.


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Von einer Fischerin, einer Biochemikerin und italienischen Widerstandskämpferinnen

1. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 52 von 138 der Serie Kurz notiert

Wenn Frau ihrem Ärger Luft macht, läuft das natürlich direkt wieder unter „Bitch-Tirade”. Spiegel Online verwendet tatsächlich eine Handvoll Absätze über Drew Barrymores „Ausraster” gegenüber einer Journalistin, von der sie nervtötend hartnäckig zu ihrer Drogenvergangenheit befragt worden war.

Eine ungewöhnliche 16-Jährige stellt The Independent vor: Madeleine Kulab ist die einzige Fischerin im Gaza-Streifen. Weil ihr Vater nicht mehr arbeiten kann und ihre Mutter zu wenig Geld verdient, wirft sie nun jeden Abend mit ihren jüngeren Geschwistern die Netze aus und holt sie morgens wieder ein.

Was ist feministische Wissenschaftskritik und welche Rolle spielt Feminismus in der Wissenschaft? Diesen Fragen geht science.OFR.at im Interview mit der Biochemikerin Margarete Mauer nach.

Akimbo hält eine Checkliste bereit, was jede_r Einzelne machen kann, um sicherzustellen, dass die Rechte von Transgendern geachtetet werden. Ganz oben mit dabei: Bewußt darauf zu achten, dass die eigenen Netzwerke, Organisationen etc. nicht diskriminieren.

„Frauenschikane“ oder berechtige journalistische Recherchen – darüber wird in Dänemark angesichts von Vorwürfen gegen zwei hochrangige Politikerinnen debattiert. Vielleicht ja auch beides …

Im Juli ernannte der malayische Premierminister Najib Razak die beiden ersten Syariah-Richterinnen. Da das Syariah-Recht auf der Scharia beruht und vor allem familiäre Angelegenheiten wie Scheidungen und Erbe regelt, erhofften sich viele Frauen ein Ende der bisher häufig unfairen und langsamen Urteile. Doch erstmal will nun ein Kommittee von 20 Syariah-Richtern entscheiden, welche Fälle ihre Kolleginnen überhaupt bearbeiten dürfen, so altmuslimah.

In der Türkei ist das erste kurdische schwul-lesbische Magazin erschienen, berichtet queer.de Die anonymen Herausgeber_innen wollen damit die Meinung von Konservativen widerlegen, unter Kurd_innen gäbe es keine Homosexuellen.

Doku-Tipp: Bandite.

The documentary Bandite gives back to the history of the Italian Resistance, the women support at the liberation fight as expression of parity and equality between gender, a crucial moment in which the women exit from their historical role of mothers, housewife and wife and assume thatone of criminal, clandestine, partisan.


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