Einträge mit dem Tag ‘Games’


Geschlechtergerechte Sprache, Karrierefrauen und Hausarbeit – Kurz Notiert

24. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 130 von 138 der Serie Kurz notiert

Das österreichische feministische Monatsmagazin an:schläge präsentiert eine brandneue Homepage. Ein Abo ist strengstens zu empfehlen!

Die New York Times ist in ihrer Wortwahl oftmals mehr als daneben: Da wird Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch von Kindern auch mal “Sex” genannt. Nun wagt die Zeitung einen kritischen Blick auf die eigene Berichterstattung.

Von minimalen Erfolgen berichtet das Handelsblatt: Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen der weltweit größten Unternehmen ist seit 2004 einer US-Studie zufolge um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen liege der Anteil bei 13,8 Prozent. Vorangetrieben wurde der Anstieg vor allem von Ländern, in denen eine Frauenquote existiert.

Zur Konstruktion von Geschlecht über die Stimme schickte uns @midnite8lue noch folgendes Video:

Erst in die Schule gehen, dann Abitur machen und schließlich studieren – für Marie Christine Lanfermann war das alles nicht ganz so einfach. Fehlende Rampen für den Rollstuhl, ewig-lange Anträge und Mobbing im Volontariat sind nur einige der Schwierigkeiten, von denen sie derWesten berichtet hat.

Ein dpa-Text über das Frauenproblem der Wikipedia geisterte dieser Tage durch diverse Medien, von heise bis zur Mitteldeutschen Zeitung. „Freundschaftsbänder und Schuhdesigner“ seien Themen, die (mangels Autorinnen) bisher noch ver­nach­lässigt seien. Helfen soll ein einfacherer Texteditor, sowie explizite Ein­la­dungen an Frauen. Ebenfalls angesprochen wird auch die „garstige Atmosphäre“ – wie sie verbessert werden soll, steht aber leider nicht im Artikel.

Im Mai erst erschien eine Auswertung des US-Fernsehens, nach der 2008 Frauen in Filmen deutlich unterrepräsentiert aber übersexualisiert waren. Jetzt ist auch die Auswertung von 2009 da, geändert hat sich nichts, so die Los Angeles Times.

Die Uni Graz hat eine hilfreiche Anleitung zum geschlechtergerechten Formulieren (PDF).

Leigh Alexander schreibt über Computerspiele und das als Frau. Für manche immer noch eine Neuigkeit, für sie selber nur noch eines: ermüdend. Denn trotz ihrer jahrelangen Arbeit wird sie immer wie auf „die Frau die über Computerspiele schreibt“ reduziert oder, schlimmer, als Auskunft für Genderthemen bemüht, wenn es doch nur darum geht, eine Entschuldigung für Vorurteile einzuholen. „Genug davon!“ meint sie bei Kotaku.

Stichwort Mythos “neue Väter”: Den Großteil der Hausarbeit verrichten immer noch Frauen, so Spiegel Online.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die erschreckend hohen Häufigkeiten, mit denen Mädchen und Frauen mit Behinderungen sexualisierte Gewalt erfahren.

Termine nach dem Klick (weiterlesen …)


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Die Blogsphäre zur Feminismus-Debatte (und mehr)

13. November 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 67 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

DAS Thema der feministischen Blogosphäre war in dieser Woche natürlich die von Frauenministerin Schröder ausgelöste Debatte. Anne Wizorek outet sich auf Spreeblick als Feministin ohne klischeehafte Beinkleidung (lila Latzhosen), Antje Schrupp will lieber über feministische Inhalte sprechen und verzichtet nun sechs Monate auf den Begriff „Feminismus“, der Gurkenkaiser erläutert die Rassifizierung und Individualisierung in der Diskussion, inFEMME schreibt Alice Schwarzer, was an Frau Schröder wirklich zu kritisieren wäre und Rochus Wolff hat im Genderblog noch weitere Blogbeiträge gesammelt.

In Österreich wirbt eine Kampagne der Frauenministerin für Vätermonate, dort Karenz genannt. Spricht dieser Werbespot tatsächlich jemanden an, fragt die denkwerkstatt.

Girls Can Blog stellt die saudische Bloggerin Reem von reemsite.com vor, die sie beim Young Media Summit 2010 kennengelernt hatte.

Bei dem Hamburger Workshop Femmeness erkunden war ryuu und bloggt über neu gewonnene Erkenntnisse und fempowerment. Außerdem der Hinweis auf das deutsch-sprachige Äquivalent Es Wird Besser von It gets better, der Videokampagne, die homo-, bi- und transsexuellen Jugendlichen Mut machen soll.

Die Zahlenzauberin bloggt über ihre Erfahrungen mit natürlicher Familienplanung und welche Auswirkungen es hat, seinen Körper täglich zu beobachten.

Die Autorinnenvereinigung bloggt seit einiger Zeit im Amelia Blog, benannt nach der legendären Pilotion Amelia Earhart. Ab sofort werden dort Prosa und Lyrik unter dem Motto „Am Rande des Abgrunds ist die Aussicht schöner“ gesucht – es geht um einen Blogwettbewerb. Die Gewinnerinnen der Abstimmung werden mit „Goldstaub“ im Wert von jeweils 100 Euro belohnt.

Die nrrrdz haben eine neue Folge produziert und reden diesmal im Podcast über Computerspiele und auch über nackte Frauen.

Am Donnerstag in meinem Postkasten (Abo) und ab Montag am Kiosk – das neue Missy Magazine mit Musikerin Christiane Rösinger als Titelporträt.

Bis Dienstag könnt Ihr an der Umfrage zur Bedeutung des Geschlechts im Bibliothekswesen teilnehmen, auf die Danilolablog hinweist. Geht natürlich auch direkt. Unter den Teilnehmer_innen werden Büchergutscheine verlost.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Neues Computerspiel, uralter Inhalt

6. August 2010 von Helga

Im folgenden Beitrag von FOX geht es um ein neues Computerspiel der University of Central Florida. Das Besondere: Dabei tragen die Spieler_innen einen Ganzkörperanzug, der ihre Bewegungen an das Spiel weitergibt, um so die Handlung zu steuern.

Eher alt ist dagegen der Inhalt. Das Spiel richtet sich an junge Mädchen, die lernen sollen, sexuelle Avancen abzuwehren. Je besser sie das machen, um so mehr Punkte bekommen sie. Klar, männliche Teenager wollen alle Sex und werden dabei furchtbar aufdringlich, während weibliche Teenager völlig asexuell bleiben, aber nun auch virtuell lernen, dass es in ihrer Verantwortung liegt, keinen Sex zu haben.

Wie innovativ wäre es dagegen ein Spiel zu produzieren, das auch weibliche Sexualität berücksichtigt. Das wahre Selbstbestimmung propagiert, nicht einfach stumpfes „Nein” sagen. Das allen Jugendlichen beibringt, nur das zu tun, was sie wollen und es ok ist, nichts zu wollen. Das gleichzeitig allen Jugendlichen beibringt, die Gefühle und Entscheidungen ihrer Sexualparter_innen zu respektieren und auf Druck zu verzichten.

(via where is your line?)


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Lara Croft oder “damsel in distress”

20. November 2009 von Helga

Auf einen interessanten Artikel weist Kommentator_in efeu hin:

Die Gamestar nimmt in einem Artikel die Frauenbilder in Computerspielen auseinander. Frauen sind, neben älteren Semestern, die am schnellsten wachsende Zielgruppe für neue Spiele. Meist sind es klassische Browsergames oder eines der vielen Facebookspiele, in die man kurz in der Mittagspause schauen kann.

Mit den sogenannten Click-Management-Spielen existiert ein ganzes Genre, dessen simple Handlungsstränge fast immer davon erzählen, wie eine Frau durch Ehrgeiz und Cleverness zur Managerin einer eigenen Farm, Boutique oder Immobilienfirma aufsteigt. […]
In der Welt der Männerspiele nehmen Frauen in der Regel eine festgefügte Rolle ein, und das ist nur in Ausnahmen die der Heldin. Diese Rollen zeichnen sich in den meisten Fällen durch eines aus: ihre Klischeehaftigkeit.

Neben der Heldin gibt es noch die Begleiterin, die Gegenspielerin, das Opfer oder einfach das Accessoire. Ihnen gemein ist (bis auf wenige Ausnahmen) die unrealistische Darstellungsform. Möglichst wenig Rüstung über den ausladenen Dekolletés – kein Wunder, dass die Spiele mit Protagonistinnen häufig mit der Verfolgerperspektive arbeiten. Stereotyp ist übrigens auch die Hautfarbe, nicht-weiße Charaktere sind selten. Wenn es denn überhaupt eine Protagonistin gibt, denn die sind vergleichsweise selten.

Wichtig ist die Diskussion auf jeden Fall, denn Computerspiele werden im Leben von Jugendlichen und Erwachsenen immer wichtiger:

Menschen lernen durch das Beobachten und Imitieren von Vorbildern, und starke Figuren in Computerspielen sind solche Rollenmodelle. Welche Vorbilder die Frauen in Computerspielen sind, hängt davon ab, welche Positionen sie im Spiel einnehmen und wie ihre Charaktere gezeichnet sind: Heldin? Opfer? Biest? Oder spielen sie am Ende überhaupt keine Rolle, weil alle wichtigen Handelnden sowieso Männer sind?


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Vergewaltigungsspiel einfach online bestellen

8. Juni 2009 von Susanne

Der Onlineshop-Gigant Amazon scheint aus Fehlern nicht unbedingt zu lernen. Denn obwohl er sich im Februar bereits einen Riesenskandal einhandelte, weil dort (angeblich “aus Versehen”) ein Vergewaltigungsspiel verkauft wurde, hatte er jetzt wieder ein Spiel mit Vergewaltigungsszenen im Angebot.

Den Februar-Skandal kommentierte unter anderem eine Autorin und Gamerin auf derWesten.de mit den Worten:

(…) Verwundert sind wir ebenfalls. Verwundert über die Tatsache, dass es ein solcher Titel geschafft hat, über Jahre frei erhältlich zu sein. Und darüber, dass es weder bemerkt noch verhindert wurde. Denn eines ist wohl klar: Dieser Titel ist menschenverachtender, als es “GTA” oder “Call of Duty”, die manche Kritiker in Deutschland in einen Topf mit der Aufschrift “bestialische Spiele” werfen, jemals sein könnten.

Über den erneuten Vertrieb eines Vergewaltigungsspiels berichteten nun unter anderem Jezebel.com, Feministing und Bitch online. Im Spiel “Stockholm: An Exploration of True Love” muss der Spieler als Kidnapper sein Opfer gefügig machen, “to make her fall in love with you”! Amazon nahm auch dieses Spiel nach Protesten aus dem Sortiment – kritischer Blogger_innen und deren weltweiter Vernetzung sei dank.

Liebes Amazon, könntest du bitte in Zukunft schauen, welchen menschenverachtenden Scheiß du dir in dein Schaufenster stellst? Ansonsten werden wir in Zukunft nämlich einfach nicht mehr bei dir vorbeikommen und unser Geld woanders ausgeben.


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