Einträge mit dem Tag ‘Fußball’


Homophobie & Fußball, Folge 312

29. März 2011 von Nicole

Eigentlich läuft’s gerade ganz gut bei dem Thema: In Schweden hat sich mit Anton Hysén ein Fußballer geoutet. Die Reaktionen darauf waren ganz überwiegend positiv, auch wenn das große Medieninteresse für den jungen Mann selbst sicherlich nicht nur leicht war (schwedische Zeitungen berichteten, dass er nach einer Woche sein Handy ausgeschaltet hat).

Sport1 strahlte am vergangenen Sonntag die dritte Folge der Dokumentation von Aljoscha Pause zum Thema Homophobie im Fußball aus. Nach „Das große Tabu“ (2008) und den mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Nachfolger„Tabubruch“ (2009) thematisiert „Fußball ist alles … auch schwul“ zahlreiche Ereignisse der vergangenen zwei Jahre: vom positiven Engagement des DFB gegen Homophobie und dem kritikwürdigen Verhalten von DFB-Präsident Theo Zwanziger in der Kempter/Amarell-Affäre über den Fall des Franzosen Yoann Lemaire bis zum Outing von Nadine Angerer und Uschi Holl. Differenziert und um Sachlichkeit bemüht, dabei aber in der Sache engagiert und deutlich.

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Mikro ist doch aus, oder? Sexismus präsentiert von Sky

24. Januar 2011 von Nicole

Das zumindest dachten wohl am vergangenen Samstag die beiden Sky-Kommentatoren Andy Gray und Richard Keys, als sie die Partie der englischen Premier League zwischen den Wolverhampton Wanderers und Liverpool FC (0:3) kommentierten. Genau genommen ging es den beiden allerdings weniger um Fußball, sondern um die Schiedsrichterassistentin Sian Massey und ihre Abseits- oder vielmehr Nicht-Abseitsentscheidung beim 1:0 durch Fernando Torres. Anlass für die beiden Männer am Mikro für ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Thema Frauen an der Linie, aber dummerweise eben nicht „off air“.

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Aufregend – oder nicht. Torfrau Nadine Angerer ist bi

7. Dezember 2010 von Nicole

Fußball, Homophobie, Tabu – drei Begriffe, die wie füreinander gemacht scheinen. Kaum ein Text über das Thema Homosexualität und gesellschaftliche Anerkennung, der ohne einen Verweis auf die noch gänzlich straighte Bastion des Männerfußballs und dessen homophoben Auswüchse auskommt, ganz so, als wäre Homophobie im Rest der Gesellschaft ein überwundenes Übel. Das ist, wie so oft, nur ein Teil der Wahrheit. Tatsächlich ist das Thema in den vergangenen Jahren im Fußball vermutlich so viel behandelt worden wie in kaum einem anderen Bereich außerhalb der schwul-lesbischen oder queeren Communities. Schwullesbische Fanklubs gibt es mittlerweile bei fast allen Bundesligavereinen, sie machen Aktionen gemeinsam mit Klubs, DFB und anderen Fangruppen. Allein, es fehlt der schwule Profi, der sich outet. Wie es ihm damit tatsächlich erginge, ob und wie viel Anfeindungen und durch wen er zu erleiden hätte, darüber wird viel spekuliert. Das Beispiel des walisischen Rugby-Spielers Gareth Thomas, der sich vor einem Jahr outete, könnte da allerdings sogar eher Mut machen. (weiterlesen …)


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Selbermach-Sonntag (13.6.10)

13. Juni 2010 von Magda

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Genau das richtige Wetter für heiße Debatten: was haben wir diese Woche verpasst, was habt ihr im Netz ausgegraben, was war frustierend oder erfreulich?

Ich fange mal an: Ich freue mich auf den morgigen Vortrag an der Berliner Humboldt Universität zu “Homophobe im Fussball“ (PDF), aber ärgere mich definitiv darüber, dass ich leider, leider nicht zu Judith Butlers Vortrag “Queere Bündnisse und Antikriegspolitik” (18. Juni) an der Volksbühne gehen kann.


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Von Katholiken lernen? DFB & AIDS

13. Mai 2010 von Nicole

Der Deutsche Fußball-Bund engagiert sich auch in sozialen Projekten und schickt seine Nationalspieler los, um sich bei entsprechenden Aktionen und Projekten zu zeigen und Werbung zu machen. Das ist erst einmal eine gute Sache. Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft in Südafrika gibt es gleich eine ganze Palette von Themen und Initiativen, die sich anbieten. Eines davon ist AIDS. Südafrika gilt als eines der Länder mit der größten Ausbreitung von HIV-Infektionen und AIDS und so ist es gut, dass der DFB vor diesem Thema nicht die Augen verschließt.

Für die entsprechende PR-Aktion vor dem heutigen Länderspiel wurde als Kooperationspartner mit „missio“ allerdings ausgerechnet ein katholisches Hilfswerk ausgewählt, um vier der für die WM nominierten Spieler in seinem „AIDS-Truck“ über seine Projekte in Afrika zu informieren. Vor einem Jahr  hatte der Papst auf einer Afrika-Reise die Haltung der katholischen Kirche zur Kondomfrage noch einmal deutlich gemacht: Kondome würden das AIDS-Problem nicht lösen, sondern sogar verschärfen. Eine Meinung, die – natürlich – auch missio-Präsident Klaus Krämer, der den deutschen Kickern in Sachen AIDS und Afrika Nachhilfe gibt, teilt.

Die konkrete Hilfsarbeit katholischer Initiativen vor Ort mag anders aussehen, von mehr Pragmatismus und Einsicht in die realen Lebensbedingungen und Zwänge, gerade auch der betroffenen Frauen, geprägt sein und demzufolge darin bestehen, Kondome nicht zu verdammen, sondern zu verteilen. Bei der Organisation öffentlichkeitswirksamer Aktionen zum Thema AIDS in Afrika hätte der DFB sich jedoch ruhig noch etwas weiter umschauen und über den missio-Truck hinausblicken dürfen.


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Spielen Katzen Fußball?

22. April 2010 von Nicole

Eigentlich sollte heute ein Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft des DFB stattfinden. Gegen Schweden, in Dresden. Das Spiel wurde abgesagt, wegen „Aschewolke“. Ein anderer Gegner mit Anreise auf Schienen war auf die Schnelle nicht aufzutreiben. Höhere Gewalt – dazu gehören auch gefrorene Fußballplätze ohne Rasenheizung – ist ein Faktor, der den Frauenfußball hierzulande einschränkt, ein anderer sind die trotz Hype um die WM 2011 noch immer vorhandenen Vorurteile und Ressentiments.

Wie wenig Bewusstsein es für Sexismus im Fußball gibt, zeigt sich nicht bei großen Presseterminen, sondern eher im Kleinen. Zum Beispiel vor einigen Monaten in der ARD-Sportschau: dritte Liga, Männerfußball, Wacker Burghausen verliert zu Hause 1:6 gegen Heidenheim. Enttäuschende Leistung, katastrophales Ergebnis. Was sagt der Trainer Jürgen Press? In der zweiten Halbzeit hätte er „eine Mädchenmannschaft“ (!) auf dem Platz gesehen, nicht Burghausen. Wie Mädchen spielen, das heißt eben schlecht spielen, nicht genug Einsatz zeigen. Kommentiert das der Moderator? Nö. Warum auch, verstehen ja alle. Die dpa schreibt es in ihre Meldung, und der kicker hat seine Überschrift gefunden. Protest kam vom Blog Womensoccer.

Auf der Suche nach geeigneten Vergleichsworten, um eine wirklich schlechte Mannschaftsleistung adäquat zu beschreiben, war auch Sascha Kirschstein, Torwart von Zweitligist Rot-Weiss Ahlen. Nach einer Niederlage Anfang diesen Jahres (@football nerds: sorry, das genaue Datum ließ sich nicht mehr klären, und der Link zum O-Ton ist nicht mehr online) stellte er aufgebracht fest: „Wir haben gespielt wie … wie Muschis.“ Klar, gemeint waren Katzen, die können ja nicht kicken.

Ach und Überschriften, die sind nicht nur dem Kicker wichtig. Aus einem langen Interview mit Steffi Jones, Leiterin des WM-Organisationskomitees, und der Marketingverantwortlichen, Doris Fitschen, greift das Handelsblatt zielsicher die wirklich zentrale Botschaft  heraus.

Edit: Das Handelsblatt ist zur Besinnung gekommen und hat erkannt, dass “Fußball ist kein Machosport” ein besserer Titel ist als “Nacktfotos sind nicht vorgesehen”. Danke, Anna!


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Kurz gefreut, geärgert oder hinterfragt

12. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 78 von 152 der Serie Kurz notiert

Wir gratulieren: Am 8. März wurde Anke Domscheit mit dem Frauenpreis des Landes Berlin ausgezeichnet (wir berichteten). Im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel sagt sie: “Eine Frau gilt entweder als Mäuschen – oder als karrieregeil und aggressiv. Ich entscheide mich definitiv für aggressiv und karrieregeil“.

In einem Artikel im Guardian schaut Charlotte Raven in die 1990er zurück, wo ihre Generation dem Feminismus den Rücken kehrte und kritisiert die heutige Generation an Frauen, die im Sinne von Sex Sells denken, sie könnten alles tun.

Ebenfalls im Guardian diskutiert Lionel Shriver die Relevanz von Betty Friedans’ 1963 erschienenen Beststellers The Feminine Mystique in Hinblick auf Betty Draper, eine Figur der US-amerikanischen Serie Mad Men.

Laut einem Artikel in der Zeit scheint der Preis für die Eingliederung von Frauen in die Arbeitswelt darin zu bestehen, dass die neuen Frauenjobs oft schlechter bezahlt und abgesichert sind: Zwei von drei Niedriglohnstellen sind “Frauenjobs”.

Fünf lesbische Frauen sprachen mit dieStandard.at über ihr Selbstverständnis, nervige Fragen, Vorurteile und Geschlechterklischees: Die vielen Arten lesbisch zu sein.

Indiens erstes Lesbenmagazin heißt Jiah – For the Woman with Heart. Seit Januar 2010 ist es auf dem virtuellen Markt erhältlich und soll viermal im Jahr erscheinen, ab kommenden Jahr auch in Druckform (via L-Mag)

Rudi Assauer hat nichts gegen Homosexuelle, aber im Fußball hätten sie doch nichts zu suchen, so die taz. Warum sagt er nicht genau, aber in der Debatte um schwule Schiedsrichter hat seiner Meinung nach anscheinend die Homosexualität dem Ansehen des DFB geschadet – und nicht der Missbrauch und die Belästigung von Kollegen.

Der Einfluss von Hormonen und Genen auf die (sexuelle) Entwicklung ist bis heute ein Feld mit vielen Fragezeichen. Nach der Untersuchung eines Halbseitenzwitterhuhns tragen die Gene nun einen Punktsieg davon, berichtet orf.at. Halbseitenzwitter haben jeweils eine weibliche und eine männliche Körperhälfte und das unabhängig vom Hormonspiegel, sondern aufgrund der in den Zellen vorhandenen Geschlechtschromosomen.


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11 Freundinnen sollt ihr sein

5. Januar 2010 von Helga

Titelbild der ersten Ausgabe der Zeitschrift 11 Freundinnen - Kim Kulig lehnt in Jeans und T-Shirt an einer giftgrünen Wand

Ausgabe 1 - Bild über 11freunde.de/innen

„54, 74, 90, 2006” erschallte es bei der letzten Männer­fuß­ball­welt­meister­schaft aus jeder deutschen Kneipe. „03, 07, 2011” hat bisher noch keine Band gedichtet, doch die Fuß­ball­welt­meister­schaft in Deutsch­land im nächsten Jahr soll dem Sport noch­mal einen weiteren Auf­merk­sam­keits­schub verpassen. So hat auch das Magazin für Fußballkultur 11 Freun­de sein Angebot mit dem Heft 11 Freund­innen erweitert. In etwas kleinerem Format erscheint es alle drei Monate als Beileger, sowie in einer kleinen eigen­ständigen Ausgabe. Nach über­wiegend positiven Re­ak­tionen wurde das Maga­zin für Frauen­fußball mit der Ausgabe 2 auch gleich auf 50 Seiten erweitert.

Der Inhalt und die Aufmachung erinnern sehr an den großen Bruder. Keine seitenlangen Ta­bellen oder Spieler­innen­zeugnisse, sondern Aktuelles aus Deutschland und der Welt, Bilder und Geschichten aus der Fußballgeschichte und ein Interview mit Simone Laudehr. Sie wird kurioserweise gefragt, ob sie schon mal einen Heiratsantrag von einem Fan bekommen habe. Glücklicherweise ist das mit den (immerhin für Fußballer auch immer häufiger) obligatorischen Fragen zum Sexsymbolstatus nur der kleinste Teil des ansonsten lesenswerten Interviews. Der Look ist ein wenig bunter, ohne den Eindruck von rosa Lala-Wohlfühlland zu vermitteln. Wer auf Bilderstrecken der “heißesten Spielerinnen” oder ähnliches gehofft hat, liegt ebenfalls falsch. Die Bilder sind einfach schön, interessant und passend.

Kleine Dinge fallen dennoch auf: In beiden Zeitschriften gibt es „das besondere Bild” – diese Rubrik wird einmal „Magnum” genannt und einmal „Laufsteg”. In der 11 Freundinnen gibt es jeweils einen Bericht zum Thema „Gleichberechtigung – Männer im Frauenfußball”. Der vorgestellte Herr ist jedoch nicht der einzige im Heft, die einzige Frauenseite dagegen in 11 Freunde (von 130 Seiten insgesamt) ist die ganzseitige Werbung für die TV-Serie „Sex and the City”. Kritisch bleibt dabei wieder einmal die Auslagerung von Frauenthemen in einen eigenen Bereich. Die Botschaft: So schön der Frauenfußball ist, ein Teil der allgemeinen Fußball­kultur ist er nicht.


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Sparst Du schon oder studierst Du noch?

4. Januar 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 25 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

SCHEINFREI.wordpress.com

Wie heißt du?
Petra

Seit wann bloggst du?
Seit Mitte 2009, also erst sehr kurz.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Auslöser war mein Debütroman Scheinfrei, der im September 2009 erschienen ist. Ich wusste, dass ich dafür viel Eigenwerbung machen muss, um ihn etwas bekannter zu machen, da der Verlag, bei dem der Roman erschienen ist, nur begrenzte Mittel für Marketingaktionen zur Verfügung hat. Außerdem hat mich das Bloggen einfach sehr interessiert, da ich einige Blogs kannte und mir habe sagen lassen, dass es rein technisch kein großer Aufwand sei. Seitdem bin ich “infiziert”, und es macht mir großen Spaß!

Worüber schreibst du?
Vorrangig über meinen Roman Scheinfrei und alles, was irgendwie damit zu tun hat – angefangen von Lesungen, Probekapiteln und Fotos bis hin zu Gewinnspielen und Umfragen. Mittlerweile sind jedoch auch andere, mir persönlich am Herzen liegende Themen hinzugekommen: Ich bin großer Fußballfan und berichte von diversen Spielen (insbesondere meiner Favoritenclubs Rot-Weiß Oberhausen, VfL Bochum und dem FCR Duisburg). Außerdem gibt es immer mal wieder kleine Berichte aus meiner Heimat, dem Ruhrgebiet, sowie aus München, wo ich wohne. (weiterlesen …)


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Fußballfieber

28. August 2009 von Magda

Na gut, ich gebe es zu: Ich bin eine der ZuschauerInnen, die Fussball nur spannend findet, wenn Europa- oder Weltmeisterschaften stattfinden. Aber dann verpasse ich selten wichtige Spiele und fiebere vor öffentlichen Leinwänden mit. Es würde zwar nicht so weit kommen, dass ich mir eine Deutschlandflagge auf die Wange male oder gar an meinen Balkon hänge, dennoch freue ich mich, wenn die deutsche Nationalmannschaft gewinnt.

Noch bis zum 10. September findet die 10. Fussball Europameisterschaft der Frauen in Finnland statt, was mir erst vor einigen Tagen aufgefallen ist – entweder war ich in einem sommerlichen Tiefschlaf und die Vielzahl an Werbung ist an mir vorbeigekommen, oder die EM der Frauen steht nicht so ganz im medialen Interesse wie das der Maenner – was ich wohl eher vermute. Also kein zweites Sommer-Märchen!

Dabei müssten doch gerade Fussball-Fans der deutschen Mannschaft momentan einen hohen Puls haben: Nachem die deutsche Nationalmannschaft schon am Montag (24.08.) gegen Norwegen mit 4:0 gewann, spielten sie die Französinnen gestern (27.08.) mit 5:1 an die Wand. In der Gruppe B sind sie mit 6 Punkten auf dem ersten Platz mit nur einem Gegentor und stehen somit im Viertelfinale. Im dritten und letzten Gruppenspiel am kommenden Sonntag (30.08., 15 Uhr) wird  die deutsche Nationalmannschaft auf Island treffen (mehr Infos zu den Spielen hier).

Qualifiziert haben sich Finnland (Gastgeber-Land), Deutschland (Titelverteidigerinnen), Dänemark, England, Frankreich, Island, Italiern, Niederlande, Norwegen, Russland, Schweden und die Ukraine.

Nun kann man nur hoffen, dass die Sportlerinnen auch irgendwann einmal die Honorare ihrer männlichen Kollegen erreichen (oder diese etwas knapper bemessen werden, bei den hohen Gagen wird einem ja schwindelig) – gleiche Arbeit, gleicher Lohn, so war das doch, oder?! Dem stehen allerdings einige Barrieren entgegen: Zum einen fehlen SponsorInnen und zum anderen ist das gesellschaftliche Ansehen von Frauenfussball auch noch nicht mit dem des Männerfußballs zu vergleichen. Man beachte auch folgende sprachliche Besonderheiten:

Männer spielen Fußball. Frauen spielen Frauenfußball.

Dennoch hat der Frauenfussball in den letzten Jahren beachtliche Erfolge gefeiert. Auf hr online fasst Nicole Rautenberg die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland kurz&knackig zusammen: Nachdem 1955 Frauenfußball verboten wurde, fand ein Jahr später bereits das erste Länderspiel gegen Holland statt. Ende der 60er Jahe wurden die Kickerinnen immer populärer und man diskutierte über die Besonderheiten beim Frauenfußball, z.B. ob die Regeln verändert werden sollten, die Tore kleiner gemacht werden oder die Spielerinnen gar Brustpanzer tragen sollen (darauf wurde verzicht). Mit dem deutschen Titelgewinn bei den Europameisterschaften 1989 im eigenen Land gewannen die Fußballerinen jeweils ein Tee Service (ja genau, ein Tee Service). Heute gibt es Prämien von 50.000 Euro bei Europa- oder Weltmeisterschaft-Gewinn (bisher gewannen die deutschen Kickerinnen 6 EM’s und 2 WM’s).

Eine beachtliche Leistung angesichts der Tatsache, dass Frauenfußball erst in den letzten Jahren wirklich mediales Interesse und vor allen Dingen Begeisterung unter den Fußball Fans auslöste. Ich bin gespannt auf das Viertelfinale und freue mich auch auf ein eventuelles Halbfinale. Die Spielerinnen holen einene erneuten Titel? Nicht ausgeschlossen!


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